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Full text of "Die Faustsplitter in der Literatur des sechzehnten bis achtzehten Jahrhunderts"

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Alexander Tille 

Die Faustsplitter in der Literatur 

des sechzehnten his achtzehnten Jahrlninderts 



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ie jlaustsplitter 



in der Litoratiir 



des sechzelinteii bis aelitzeliiiteii Jalirliiiiiderts 



nach den ältesten Quellen 



herausgegeben 



von 



Alexander Tille 




Berlin 



Verl a g v ( » n Emil Falbe r 

190U 




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/ -f O C 



Alle Rechte vorbehalten. 



Olilciiroth'schc l^iichilrm-krTci Krfiirt. 



1. 



Dem Andenken Julius Bodes. 



Kjy 



Inhalt 

Seite 

N'orwort V 

Splitterverzeichnis XXI 

Oio Faustsplitter des sechzehnten Ins achtzehnten .Jahrhunderts 

1 8(i] 1 

Xachträoe: Erste Reihe: 362—^75 94ö 

Zweite Reihe: 376-433 975 

Dritte Reihe: 434— 437 1095 

Ergänzungen und Berichtigungen 1111 

Fehlende Splitter 1124 

Erstes Register: Splftterregister 1126 

Zweites Register: Namen- und Sachregister 1153 



( 






Vor^vort 

Als ich vor gerade zehn Jahren die Vorarbeiten zu 
meiner Gescliichte der Faustsage begann, war es mir klar, 
dass der Schwerpunkt derselben in der Darstellung der ver- 
schiedenen Phasen liegen müsse, die der Fauststoflf in der 
volkstümlichen Anschauung der letzten vierhundei-t Jahre 
durchgemacht hat. Als ich damals anfing, das Quellenmaterial für 
eine solche fc^ntwicklungsgeschichte zusammenzutragen, dachte 
ich jedoch nicht daran, es zu einer eigenen Verötfentlii-hung 
zusammenzustellen. Erst die Erkenntnis der Unmöglichkeit, 
aus diesem weitverzweigten und zum Tfil recht wunderliehen 
Material in einer Darstellung, der natürlich gewisse Raum- 
grenzen gezogen sein müssen, die nötigen Belege anzuführen, 
hat mich bestimmt, eine Ausgabe der Erwähnungen Fausts 
in Hand- und Druckschriften, welche anderen Stoffen ge- 
widmet sind, zu veranstalten. Ich habe für diese versprengten 
Urkunden zur Geschichte der Faustsage die Bezeichnung 
FaustspUtter gewählt, die, dem modernen Worte „Gedanken- 
splitter" nachgebildet, deutlich auf das Bruchstückhafte dieser 
Fauststellen hindeutet und zugleich den Vorzug grosser 
Kürze besitzt. Ich habe die einzelnen Splitter durchnume- 
riert und hofi'e. dass man sie künftig einfach nach meiner 
Nummer anführen wird. Es ist mir schwer geworden, für 
diese Quellenausgabe eine ganz befriedigende Begrenzung zu 
finden. Da aber doch irgendwo Grenzen gezogen werden mussten, 
so habe ich zuletzt rein äusserliche gewählt und zunächst 
alle selbständigen Druckschriften zur Faustsage ausgeschlossen, 
seien sie auch noch so klein wie die Volkslieder oder die 
Theaterzettel. Sie sollen in einem zweiten Bande als Kleine 



VI Vor\v<.rt 

Faiisfd rucke vereiuigt werden. Wiilii'oul die obere Zeit- 
greiize diireli die Verhältnisse ohne weiteres gegeben war, 
habe ich wegen der unteren mehrfach gesehwankt, mich aber 
schliesslich für das Jahr 1800 entschieden. Zur engeren 
Wahl stand mir daneben noch das dahr 180-s als Erscheinungs- 
jahr des ersten Teiles von (ioethes Faust. Ich habe es jedoch 
endgiltig nicht als Endjalir benutzen zu sollen geglaubt, 
da icli zunächst wieder aus Kaumgründen für den ersten 
Band alles Goethes Faust Betreffende ausschliessen musste. 
Ich freue mich dessen jetzt doppelt, da es mir dadurch er- 
spart wird, mit Otto Fniowers unmittelbar bevorstehender 
Ausgabe der auf (ioethes Faust bezüglichen Stellen in Wett- 
bewerb zu treten und ich durch dieses gewiss treffliche Buch 
der mühsamen Arbeit einer solchen Ausgabe überhaupt über- 
hoben werde. 

Von der Literatur der Hidlenzwlmye selbst ist in dem 
vorliegenden Bande nichts wiedergegeben. Über die Hölleu- 
zwänge findet sich darin jedo(-h allerlei. Eine umfangreiche 
Untersuchung dieser Schriften, ihrer Entstehung und ihres 
Verhältnisses zu den Exorcisujenbücliern, die eigentlich zu 
einer Leipziger Habilitationsschrift bestimmt war, ehe mich 
vor acht dahren das Schicksal ins Ausland nahe dem Nordpol 
verschlug, ist zur Zeit immer noch nicht veröffentlicht. Da- 
gegen sind andere Betrachtungen über Einzelfragen aus dem 
Gebiete der Faustsage, meine Deutschen Volkslieder vom 
Doktor Faust (Halle 181)0), meine Bibliographie und Be- 
sclireil)ung der Faustbilder im siebenten Bande der Fuhlica- 
tions of t/ie Fiiglish Goethe Societi/ (London 18i)H: The 
Artistic Tre/ftutciif of fite Faust Le(/end p. 151 — '224) und 
ein Kapitel aus meiner (ieschichte der Faustsage über die 
Bilder zu Goethes Faust bereits erschienen (Preussische Jahr- 
bücher, Band 72. Berlin 189^). während ein anderes Doktor 
Faust auf (ilftni Bildern demnächst in einer Zeits(dirift er- 
scheinen wird. Die bedauerliche Verzögerung der seit 
1891 geheimnisvoll angekündigten Milchsackschen Ver- 
öffentlichung, von der zur Zeit ein zweiter Band immer noch 
erst in Anssicht ist, hat auch mich beträchtlich zurück- 
gehalten: noch mehr allerdings der Umstand, dass ich wäh- 



\ niwiirt \ I 1 

reiul meines Aufeiitlialts an meinem eigentlichen Wdlinoit 
vüll.stjindig von germanistisdin- I-'acliliteratni- ausgrsclilossen 
bin. soweit ieli sie nidil selbst liesitze. und somit nnr anf 
dei" Heise arlteiten kann, wo mir wiedciiini nndne eigene 
Bücherei nicht zngebote st<'ht. In einer deutschen Iniver- 
sitätsstadt mit einigermassen guter üibliothek würden mir 
hundert \'erzogerung<'n. Interbrechnngen uml Stockungeii 
erspart geblieben sein, und es ist ein eigenartiges Miss- 
geschiitk, dass gerade ich mich mit einer Aufgabe bemühen 
muss, die sich befriedigend nui- in Dentschlaml und in 
dauernder Beziehung zu einer l)estinimten Fiibliothek lösen 
lässt. Zur Zeit scheint es jedoch, als ob sich für mich noch 
keine Gtdegenheit für die gewünschte Heimkehr aus der 
Verbannung li(ite. 

Eine neue Ermutigung, mit dem Anbau des gesammten 
Feldes der Faustsage fortzuschreiten, eiiiielt ich isii-J da- 
durch, dass mir durch fremde Ho(;hherzigkeit die Bodesche 
J''aiisthiic/terfl zufiel, die einen grossen Teil der auf Faust 
bezüglichen \\'erke in den Originalausgaben enthält und ohne 
die meine Gesrhichli' der l-'a/ixtscKje no<di sehr vi(d langsamer 
fortges<;hritten sein würde, als sie ohnedies schon ist. Aber 
gerade daraus, dass mir das sonstige ältere Material zu 
dieser Arbeit durch eine freundliche Fügung so leicht zu- 
gänglich wurde, ist mir ein Sporn erwachsen, diejenige Lücke 
möglichst vollständig auszufülleji, welche dieser Bücherei 
eignet. Die Bodesche Faustbücherei enthält bei all ihrer 
bewundernswerten Vollständigkeit namentlich in der kritischen 
Literatur über Goethes Faust nur etwa ein Dutzend Faust- 
splitter in den ürausgaben, und ich habe es daher als eine 
Art Ehrensache betrachtet, diesem Mangel durch die Ver- 
(iffentlichung des vorliegenden Buches nicht nur für mich 
sondern für alle diejenigen abzuhelfen, die an der Entwick- 
lung der Faustsage Interesse nehmen. Ich betrachte das 
Buch als eine Art Schuld, die ich dem Andenkeii des Mannes 
abtrage, der jene Bücherei gesammelt hat. und wenn ich es 
seinem Andenken widme, so bedarf dies wohl keiner weiteren 
Erklärung. 



ViJ I ^'()^\v(>|•t 

Als im Jahre ISSÖ Engels Faustisch rißen erschienen, waren 
etwa hunilertundfünfzig Fanstsplitter vor IHOO bekannt gewctr- 
den, von denen jedoch Engel etwa ein Sechstel entgangen war. 
Seitdem haben andere diesen ein weiteres Hnndert hinzu- 
gefügt, und wenn ich selbst ein drittes bringe, so wird man 
mir das liotlientlich nicht verübeln. Mein Verdienst dabei 
ist freilicli nur klein. Die meisten neuen Faustsplitter sind 
mir bei umfangreichen Quellenstudien zu einer Geschichte 
der mlkstihnlichen Weltcoischauun;/ in Deutschland fast mühe- 
los in den Schoss gefallen, und ich habe eigentlich nur die 
Arbeit des Abschreibens zu leisten gehabt. Trotzdem ist 
dadurch die vorliegende Ausgabe wesentlich vielseitiger und 
eindringender geworden, indem namentlich auch zahlreiche 
Bücher herangezogen sind, die mit Zauberglanben und Hexeu- 
wesen nicht in unmittelbarer Verbindung stehen. Von einer 
Anführung der Entdecker der einzelnen Faustsplitter habe 
ich gemeint absehen zu sollen. Einmal kann man bei vielen 
von ihnen von einem Entdecker überhaupt nicht reden, so- 
dann ist die vorliegende Ausgabe gerade dazu bestimmt, die 
bisher allenthalben namentlich in Zeitschriften verstreuten 
Abdrucke dieser Stellen zu ersetzen, und schliesslich hätte 
ich mich selbst bei jedem vierten Splitter nennen müssen. 

Über die bei der Arbeit befolgten Grundsätze ist wenig 
zu sagen. Ausgeschlossen habe ich nur die Erwähnungen 
der Faustliteratur in den Messkatalogeu. Am Kopfe jeden 
Splitters ist das Buch angegeben, aus dem er abgedruckt ist, 
und zwar mit seinem vollen Titel, gemeinhin dem genauen 
Abdruck der Titelseite, jedoch mit Weglassung von Vignetten, 
Strichen und sonstigen Verzierungen. Da mein Buch auch 
in England, Amerika und Frankreich benutzt werden wird, 
wo man mit dt^r deutschen germanistischen Zeitschriften- 
literatur weniger vertraut ist, so habe ich auch bei unseren 
Fachzeitschriften keine Ausnahme damit gemacht, sondern 
ebenfalls den vollen Titel nebst Mottos und allen Kleinig- 
keiten wiedergegeben. Antiqua ist durch Antiqua, Fraktur 
durch Fraktur, schräge Anti(]ua durch schräge Antiqua, 
Sperrschrift durch Sperrschrift, Fettdruck dur(;h Fettdruck 
zum Ausdruck gebracht, wenigstens was den Text der abge- 



\'nr\V(irt IX 

(Inickteii Stellen hi'tritVt. In-i den Titeln, wo .sich (liuhin-h 
ganz iiiigelieure Scliwierigkeiteii tili- dws Ahsclireibeii wie für 
den Drucker ergeben hätten, ist ein abgekürztes Verfahren 
verwandt woiden. Aueli liier entspricht Anti<|ua der Anti(|iia, 
schräge Anti(iua schräger Anti(iua, Kraktur der Fraktur; aber 
auf Wiedergabe vim Sperrschrift und Fettdruck ist grundsätz- 
lich verzichtet, ebenso wie auf AViedergabe (h-r roten Farbe 
oder der /eileuabteilung. Sogar die Kapitalschi-ift ist bei 
Anti(|ua aufgegeben. Die in den Originalen aus lauter grossen 
Buchstaben zusammengesetzten AVorte haben nur einen grossen 
Anfangsbuchstaben bekommen, sind also dadurch denen gleieh- 
geworden, die im l'rdruck nur einen solchen haben. Dafür 
haben die Titel dadurch an Lesltarkeit und nbersichtli(ddveit 
ausserordentlich gewonnen. Die selten, fast nur bei Angabe 
des F]rsclieinungsortes der Bücher, vorkommende Fraktur- 
kapitalschrift ist als besondere Auffälligkeit beibehalten. 
Längezeichen sind nicht wiedergegeben, Zusammenziehungen 
und Siegel aufgelöst worden. Eigentliche Abkürzungen wie 
die der lateinischen Sui>erlative oder der deutschen Piond- 
Diina der Anrede wie Ew. sind beibehalten: ß im Latei- 
nischen ist durch ss wiedergegeben. Otfenkuinlige Druck- 
fehler sind berichtigt worden; wo es sich lohnte, unter Hin- 
weis darauf in einer besonderen Anmerkung. An walir- 
scheinlichen Druckfehlern in Eigennamen ist nicht gerührt. 
Die Eigenartigkeit der Aufgabe eines Neudrucks, dessen Vor- 
lagen sich über dreihundert Jahre erstreckten, hat ein solches 
Verfahren notwendig gemacht. Alles über einen Kamm zn 
scheren war unmöglich, zumal die im Texte vertretenen acht 
Sprachen die verschiedenartigsten Anforderungen stellten. 
So habe ich von Fall zu Fall nach eigenem (Jutdünken ent- 
scheiden zu müssen geglaubt. Da ich kein bibliographisches 
Nachschlagewerk zu schatfen beabsichtigte — obgleich auch 
die geschichtliche Volkskunde in dem vorliegenden Bande 
eine nicht unwichtige Titelsammlung finden wird — so ist 
auf die Angabe des Formates und der Seitenanzahl der 
Quellen verzichtet worden. Dagegen sind die Scitenanfänge 
innerhalb der einzelnen Faustsplitter durch Einfügung der 
Seitenzahlen in eckiger Klammer in den Text angegeben 



worden, um die Auffiiiduiig jeder beliebigen Einzelheit im 
Urdruck zu erleichtern. Wo die Vorlage keine Seitenzählung 
aufweist, habe ich ihr eine gegeben und nicht nach der 
Bogensiguatur gezählt. Mit Hilfe dieser wird sich jeder 
Leser, der eine solche Stelle im Original na(-hzuschlagen 
wünscht, deren Fundort selbst in dicken Büchern leicht 
berechnen können. In diesem Falle ist die Seitenzahl über- 
dies in runde Klammern gesetzt, so dass das Bild [( )] 
entstellt. W u in der Urschrift die Blätter gezählt sind, ist 
die Blattzahl beibehalten und sind die Seiten mit a und b 
bezeichnet. Wo überdies Druck in zwei Spalten erscheint, 
ist dann noch eine kleine ^ und - hinzugefügt. Dass ich 
die Korrektur nicht nach den Originalen lesen konnte, wird 
uiemaiul mehr als ich selbst bedauern. Indessen war dies 
durch die vorliegenden Verhältnisse vollständig ausgeschlossen, 
wie ich nicht erst zu beweisen brauche, nnd i<-li hoffe auch 
ohne diese Massregel einen hohen Grad von Oenauigkeit er- 
zielt zu haben. 

Die Bestimmung der Vorlage für den Abdruck hat in 
nahezu der Hälfte aller Fälle Schwierigkeiten gemacht. Als 
allgemeinen <irundsatz habe ich festgehalten, meine Splitter 
von ihrem ersten Drucke abzudrucken, auch bei modernen 
Verötfentlichungen aus älteren Handschriften. In letzterem 
Falle blieb mir häufig gar keine andere Wahl, da der Auf- 
bewahrungsort der meisten Handschriften nicht bekannt oder 
die Handschriff selbst gar nicht mehr vorhanden ist. Wo 
durch die Person des Herausgebers die notige Gewähr für 
die Zuverlässigkeit des .\b(lruckes alles Handscliriftlichen 
gegeben war. ist nicht nach verglichen worden. Wie diese 
Handschriften ist ausserdem ein gedrucktes Szenar und eine 
Schauspielerreklame behandelt worden, die der Kundige beide 
sofort finden wird. In diesen Fällen, v>'0 es der Natur der 
Sache nach nur einen einzigen privaten Druck geben kann, 
schien es mir vergeudete Mühe und Pedanterie, denselben 
erst noch aufzujagen. WO ein vollständiger Abdruck des 
Handschriftlichen nicht vorlag, wie bei den Faustsplittern aus 
öffentlichen Archiven, ist dagegen auf die Handschrift zurück- 
gegangen. 



^'orwiirt XI 

Sehr viel grösser waren die Sdiwierigkeiteii betreffs der 
Bescliaffmig zahlreicher altn- Drucke. l"J\va die Hälfte der 
henutzteii hrmkc di's scch/rhiitni. sidizehiiteii und acht- 
zehiitcii .laliiliniKltits gehiirt zu den seltensten deutschen 
und englischen Hücliern. liier habe ich jeder liHdiographischen 
Angabe grundsätzlich misstraut und. wie sich herausstellte, 
meist mit IJeclit. Die meisten Hibliogra|)lien. die hier in He- 
tracht kdninien. haben die einschlägigen A\ erke nie gesehen. 
^Veiin es auch wenige so schlimm nuiclien wie K'ai-1 Mngel, 
der den Titel irgend einer späten Ausgabe abschreibt nnd 
dann die Jahreszahl irgend einer älteren darunter setzt, ganz 
unbekümmert darum, ob deren Titel vielleicht ganz anders 
lautet. S(i hat ddch bisher selbst bei den am häufigsten an- 
geführten l)üchern inchts weniger als eine genaue Kenntnis 
ihrer Ki'scheiuuugsjahre gcdierrscht. Eine entwicklungs- 
geschichtliche Darstellung kann nur dann zu sicheren Ergeb- 
nissen komnu'u, wenn sie jedes einzelne Zeugnis, auf das sie 
sich stützt, im \'oraus aufs Genaueste zeitlich und (■»rtli(di 
festlegt, nnd das ist bei einer dreihundert dahre lebendigen 
Sage, die in engster Berührung mit der Entwicklung der 
Weltanschauung, der Gebildeten wie der weitereu Kreise des 
^^)lkes steht, doppelt wichtig. AVenn man ül)erhaupt davdu 
reden will, dass eine solche Sage von einem bestimmten Zeit- 
punkte an eine Einwirkung von einer bestimmten Welt- 
anschauungsströmung erfährt und durch sie weiter gebildet 
wird, so niuss man das erste Auftreten der Weiterbildung 
so weit nach lückwärts verfolgen wie nur irgend möglich. 
Die Lösung dieser Aufgabe ist in den meisten Fällen gleich- 
bedeutend mit der Feststellung des F>scheinungsjahres irgend 
eines obskuren Buches, in über hundert Fällen. w(t mir 
irgend der Verdacht vorlag, dass es eine ältere Ausgabe 
g«beu könnte, habe ich umfangreiche Nachforschungen nach 
älteren Ausgaben anzustellen gehabt, und dieselben sind in 
einem sehr hohen Prozentsatze von F]rfolg gekrönt gewesen. 
Selbst bei scheinbar allbekannten Büchern trifft das zu. So 
giebt es von Hondorffs Prompt tiari ton Exemphn-icm bisher un- 
bekannte Ausgaben von 156S und 157U. so dass die allgemein 
nach Engel als erste angeführte Ausgabe von 1572 bereits 



XII Vorwort 

die dritte Auflage ist, wie übrigens auch auf dem Titelblatte 
stellt. Nur hat Engel diese Bemerkung in seinem Titelab- 
druck wohlweislich weggelassen. In vielen Fällen waren 
Jiücher zehn- i>is zwanzig -lahre älter als man annahm, in 
einigen sogar ein halbes Jahrhundert. Ich habe mich überall 
damit begnügt, dem Ergebnis meiner Untersuchungen durch 
Umstellung der zeitlichen Reihenfolge der einzelnen Splitter 
zu ihrem Rechte zu verhelfen, und habe die Untersuchungen 
selbst oder die Gründe, die mich zum Entscheid über die 
Ursprünglichkeit einer von verschiedenen konkurrierenden 
Ausgaben bestimmten, von der Wiedergabe ausgeschlossen, 
um das ohnehin schon dicke Buch nicht noch weiter unnötig 
anzuschwellen. Solche bibliographische Forschungen mit ihrem 
häufig winzigen Krgebnis tragen oft ihren Udliii in sich selbst, 
indem sie ihren Urheber mit einer Fülle merkwürdigen 
Stofl'es in Berührung bringen, dem er sonst kaum jemals 
nahegetreten sein würde. 

Ist im allgemeinen die älteste Ausgabe der Quellen- 
drucke zugrunde gelegt, so ist doch naturgemäss davon in 
den Fällen abgewichen, wo der Faustsplitter zuerst in einer 
späteren Ausgabe erscheint. Dann ist jedoch darauf hin- 
gewiesen, dass die früheren Auflagen den Splitter niclit ent- 
halten. Spätere Ausgaben sind, wo sie irgend erreichbar 
waren, nachverglichen worden. Wo sich dabei eine Text- 
,verschiedenlieit innerhalb der Splitter zeigte, ist auch die 
spätere Fassung abgedruckt worden. Gerade solche Ände- 
rungen sind ja häufig ausserordentlich bezeichnend für eine 
Umwandlung der früheren Anschauungen. Dasselbe gilt von 
Büchern, die wie der SiinpUzissimus nach längerer Frist in 
neuer Bearbeitung herausgegeben werden. Dass ein <i>uellen- 
werk wie das vorliegende Hunderte von Wiederholungen ent- 
halten -muss. ist so selbstverständlich, dass es eigentlich 
keiner Erwähnung bedarf. Ich habe auch bei längeren Wieder- 
holungen von jeder Kürzung abgesehen, da es bei der Be- 
urteilung der Wirkung einer Stelle auf den zeitgenossischen 
Leser gerade auf den Gesamteindruck ankommt, den sie macht, 
und derselbe sich nur riclitig beurteilen lässt. wenn man sie 
in ihrer Ganzheit vor sich hat. Ausserdem sind kleine Ab- 



Vorwort Xin 

weichimgeii vom Originale oft die einzigen Leitsterne bei 
Entscheidnng der Ahliäiigigkeitsfrage. 

Gegen Ende des aelitzelinten .lalirhunderts kommt es 
häufig vor. dass Faustdiehter Hruclistücke ihrer Fauste dahre 
vor dem Krseheineii in Buchform in Zeitschriften veröffent- 
lichen. Audi diese llrudistücke hal)e iili aufgenommen. 
Einmal sind sie später zum Teil nur in Überarbeitungen wieder 
abgedruckt worden, oder das ganze Werk ist überhaujjt niemals 
erschienen, und sodann sind sie auch in den Fällen, in denen 
das vollständige Werk sie genau wiederholt hat, von Wich- 
tigkeit als mögliche Quellen für Faustdichtungen, die zeitlich 
zwischen ihrer Verött'entlicliung niul der Veröf!"entliclinng des 
Cianzen liegen. 

Dass die Anordnung der Faustsplitter die zeitmässige 
ist, bedarf bei einem Huclie, das die Quellen zu eim^m Stück 
geistiger Entwicklungsges<'hichte bieten will, keine Erklärung. 
Im allgemeinen habe ich das Erscheimingsjahr meiner Quelle 
als das .lahr betrachtet, unter dem ihr Faustsplitter einzu- 
reihen war: in den Fällen jedoch, wo sich die frühere Fnt- 
stehung des Faustsplitters nachweisen Hess, habe ich ihn 
unter der -lahreszahl eingereiht, die sich für seine Entstehung 
als wahrscheinlich herausstellte. Dabei bin ich in einer ganzen 
Reihe von Fällen zu Ergebnissen gekommen, die von den 
herkömmlich angenommenen abweichen. In einigen Fällen 
habe ich meine Gründe in einer Anmerkung besonders er- 
klärt, auf aiulere behalte ich mir vor in dem Apparat zu 
meiner Geschichte der Faustsage zurückzukommen. Ein Re- 
gister am Schlüsse des Bamles enthält alle im Text vor- 
kommenden Namen (mit Ausnahme von Faust) und Stich- 
worte, sowie die in den Titeln vorkommenden Verfasser- und 
Bearbeiternamen, so dass jeder Benutzer sofort die Stellen 
feststellen kann, in denen auf das Puppenspiel, die Köllen- 
zwänge. die Clavigula Salomonis, auf Marlowe, die deutschen 
Faustvolksbücher, bestimmte Verfasser von Faustsplittern und 
ihre Wirkung auf die Folgezeit u. s. w. bezuggerujmmen ist. 

Zweifellos wird sich in nicht zu langer Zeit ein Nachtrag 
notwendig machen. Werden doch dauernd immer neue Faust- 
splitter entdeckt, und hoffe ich doch selbst noch einige voii 



XIV 



Vorwfirt 



den Büchern aufzutreiben, von denen ich weiss, dass sie 
Faustsplitter enthalten, deren ich aber bisher noch nicht habe 
habhaft werden können. Für jeden Beitrag" dazu bin ich 
daidvbar, ebenso wie für jede Nachweisung- eines Exemplares 
einer älteren Ausgabe als derjenigen, die ich meinem Abdruck 
zugrunde gelegt habe. Mit tlem Hinweis auf Bibliographen, 
die ältere Ausgaben als die von mir benutzten erwähnen, ist 
freilich nichts gethan. Mir selbst sind eine Reihe s<dcher 
Angaben bekannt, und die meisten lassen sich ohne weiteres 
als Irrtümer erweisen. 

Die Selteidieit der Druckschriften, welche Faustsplitter 
enthalten, hatte ich selbst bedeutend unterschätzt. Viele von 
ihnen sind mir erst nach jahrelangem Suchen auf den ver- 
schiedensten Bibliotheken zugänglich geworden. Einige bis 
heute noch nicht. Am Ende des Bandes, vor dem Register, 
soll ein Verzeichnis dieser noch fehlenden Splitter gegeben 
werden. Natürlich kann ich nicht daran denken, dem vor- 
liegenden Bande, wie weit er auch in mancher Richtung über 
das Bekannte hinausgehen mag, auch nur annähernde Voll- 
ständigkeit zuzuschreiben. <lewiss habe ich das Eine oder 
Andere übersehen, das in fernerliegenden Zeitschriften neu- 
gedruckt ist. Ebensowenig glaube ich namentlich die Zeit- 
schriften-, Brief- und Memoireuliteratur vom Ende vorigen 
Jahrhunderts ausgeschöpft zu liabeu. obgleich ich auch da 
vielfach neues bringe. Aber ich biu der Überzeugung, dass 
sich eine planmässige Durchsicht derselben auf Faiistsplitter 
nicht l(»hnen würde. 

Im Laufe meiner zehnjährigen Sammelarbeit habe ich 
über fünfzig deutsche und fremde Bibliotheken in Anspruch 
genommen und den Verwaltungen zum Teil nicht geringe 
Mühe bereitet. Allen voran dankend zu nennen habe ich da 
die Königliche Bibliothek zu Berlin und die Universitäts- 
bibliothek zu Bonn. Die erstere habe ich über ein dahr, die 
letztere ein halbes Jahr tagein tagaus belagert und auf beiden 
bei allen meinen vielartigen uud weitgehenden Wünschen das 
grösste Entgegenkommen gefunden. Dann folgt die Stadt- 
bibliothek zu Hamburg, die reichhaltigste Sammluug der 
volkstümlichen Literatur des .siebzehuten Jahrhunderts, die 



\'ni\\((rt X^' 

wir in Dciitsclihiiid licsit/eii. dci-cii W-rwaitimm iniv nicht nur 
ln'i meiner in<'liit':iclit'n An\vesenli<'it in Ihiiiihnrii die Arbeit 
in jeder F^illsi(•llf rrleirliterfe. sondern mir aiidi njicli ;iiis- 
wiirts. luicli Berlin und lliinn, ganze Rallen ilii'er Scjii'it/e ge- 
sandt hat. Die llnf- nnil Staatshihlidthek zu Miiiichen. die 
Grossherzogiiche Hildiothek in Dann.stadt, die Kiinigliehe 
iiihlidthek zu Dresden, die nrossherzogliehe Bibliothek zu 
Weimar, die BiI)liothek i\{is Freien deutseheii lloehstiftes zu 
Fraid<furt a. M. und die KonimerzbibIiotlnd< zu Hainl)urg. die 
Universitätsbibliotheken von (iöttiiigeu, Leipzig. Halle, -lena, 
Kreiburg i. B.. Breslau. Würzburg, Marburg, (Glasgow, das 
Britische Museum in London, die Bodleiau Library in Oxford 
und das Huntei'ian Museum in (ilasgow. die Pauliua zu Münster 
i. W.. die Stadtbibliothekeu zu Lübeck. Laudshut. Ingolstadt, 
Zwickau. Mainz. Köln. Fraukfurta. M., Magdeburg, Trier. Bremen. 
Nürnberg, Augsburg. Hannover, die Fürstliche Bibliothek zu 
Wernigerode, die Herzogliche Bibliothek zu (Jotha, die Laiules- 
bibliothek zu Cassel. die Hof- und Staatsbibliothek zu Wien, 
die (irosslierz(»gliclie Bibliothek zu K'arlsiulie, die Herzogliche 
Bibliothek zu W(tlfenl)üttel — sie alle haben zu dem Inhalte 
des vorliegenden Fiandes midir als einen Beitrag geliefert, und 
mancher von ihnen danke ich die Nachweisung älterei' mir 
bis dahin unbekannter Ausgaben. \'(m (itfentliclien Archiven 
bin ich zudanke verpfliclitet den K(iuiglich Preussischen (ie- 
heimen Staatsarchiven zu Berlin und Königsberg, dem Archiv 
des Predigerministeriums zu Frankfurt a. M. und dem König- 
lich Würtembergisclien Staatsarchiv zu Stuttgart. 

Die Aufwendung derartiger Mühe auf die genaue Be- 
stimmung kleiner zum grossen Teile rein anekdotenartiger 
Faustgeschichten mag vielleicht manchem Pedanterie scheinen. 
Wenn man sich jedoch vergegenwärtigt, welche Zeit und 
welcher Scharfsinn heute auf die Erforschung der kleinsten 
Kleinigkeiten im Leben einzelner Dichter verwandt werden, 
und daran eriiim-rt. dass der Gegenstand der Literatur- 
geschichte im <irumle doch die Literatur ist und nicht die 
Biographie der imlividuellen Geister, die in der Schaffung 
derselben eine mehr oder minder wichtige Rolle gespielt 
haben - so erscheint eine derartige Erforschung des Lebens 



X\'l \'nr\vort 

einer Sage vielmehr als eine Wiedereinsetznng des poetischen 
Erzeugnisses in seine Stellung als direktes Objekt der lite- 
rarhistorischen Arbeit. Obgleich neuerdings eine kleine Besse- 
rung eingetreten ist, so nehmen doch Stott'geschichte und 
AVeltanschauangsgeschichte noch lange nicht die führende 
Stellung in der Literaturgeschichte ein, die ihnen gelnihrt. 
ja mit dei" Stoffbeschaffung und -Ordnung für diese Gebiete 
steht es noch so schlecht, dass über einen grösseren Zeitraum 
sich eistreckende Ar])eiten noch kaum möglich sind, und der 
einzelue, der es unternimmt, sich an derartige Arbeiten zu 
wagen, wie meine Geschichte der ileiitschen Weihnacht 
(Leipzig, 1893) eine ist, Gefahr läuft, seinen wissenschaft- 
lichen Namen aufs Spiel zu setzen. Andrerseits sind aber solche 
zusammenfassende Arbeiten dringend notwendig, damit end- 
lich einmal festgestellt werde, wo deim noch die gähnendsten 
Lücken in unserer Kenntnis der geistigen Vergangenheit 
unseres Volkes klaffen. Denn ohne die eingehendste Kenntnis 
dieses Entwicklungsstromes ist auch das individuellste Lite- 
raturerzeugnis inhaltlich nur mangelhaft zu verstehen. 

Auf dem (lebiete der Geschichtsschreibung bricht sich 
jetzt endlich die Einsicht Bahn, dass nicht der Held durch 
die Kraft seines Geistes die trägen Massen der Zeitgenossen 
in Bewegung setzt und so zum Meister und Hichtunggel)er 
seiner Zeit wird, sondern dass die Massenerscheinungen der 
Zeit das Denken und Thun auch des Helden in jeder Richtung 
bestimmen, dass sie das Stärkere und in geschichtlichen Ent- 
wieklungen Ausschlaggebende sind, der einzelne Held aber, 
so sehr er auch von der älteren Geschichtsschreibung unge- 
rechtfertigter Weise in den Vordergrund gerückt worden sein 
mag, doch mit all seinem Denken und Thun nur ihr Erzeugnis 
ist. wenn auch zweifellos ihr persönlich interessantestes Er- 
zeugnis. Wo die Saite des Individuellen in eigener Weise 
schwijigt. da braucht es noch lange keinen neuen eigenen 
Ton zu geben, und wo es ihn giebt, wird er ohne den 
richtigen Resonanzboden des Zeitverständnisses ungehört 
verhallen. ,,Gesamtwille" ist vielleicht eine unglückliche 
Bezeichnung für die Summe der in den Millionen von 
Menschen einer Zeit und eines Volkes verlaufenden see- 



\'(ir\vrn-l XN'll 



lischeii Vorgänge; denn dem Worte „Willi - liiiftrt im Spradi- 
gebraucli immer iiudi dn- licgriti" *U's Itcwiissti-ii an. und 
der (iesi(ditspiinkt iWs hewiissten Wolleiis ist vielleielit di-r 
am wenigsten geeignete, unter dem man das psychische 
Gesamtdasein v(mi V(ilkern hinsiclitlicli ihrer gesehichtlichm 
Entwicklniig betrachten kann, aber (his blosse Dasein dieses 
Wortes schon und seine Verwendung in historischen Dar- 
stellungen zeigt den Umschwung in der Auffassungsweise der 
Geschichte, der sich eben vollzieht. Sollte die IJteratur- 
geschichte unterdessen wirklich beiseite stehen und unbe- 
kümmert um das, was si(-h auf dem Nachbargebiete vollzieht, 
ihr altes Verschen weiterlallen, indem sie in (\Qn äusseren 
Lebensumständen der einzelnen Dichter den Schlüssel zum 
Verständnis ihrer Werke sucht, statt die geistigen Massen- 
erscheinungen ihrer Zeit, die Weltauschauungs-Schattierungen, 
-Gruppierungen, -Zusammenstösse und -Wandlungen, den 
geistigen Gesichtskreis mit seinen Grenzsteinverrückungen, 
die Kenntnisse, Interessen, Träume, AVünsche. Ideale und 
Problemstellungen ihrer Zeit zu studieren und an ihnen, statt 
an imaginären Schönheitsidealen, den Wert imlividueller 
Dichtungen zu messen? Von den biblischen Sagen abgesehen, 
denen durch ihre Weltanschauungsgeltung durch zwei Jahr- 
tausende eine Ausnahmestellung zukommt, giebt es keinen 
zweiten Fall in der Weltliteratur, in dem sich wie bei der 
Faustsage aus dreihundert Jahren mehr denn dreihundert 
selbständige Erwähnungen eines Stoffes nachweisen lassen, 
ganz abgesehen von einem Viertel hundert grösserer Werke, 
die sich ausschliesslich mit ihr beschäftigen, und vielen Hun- 
derten von Bühnenaufführungen. Im sechzehnten Jahrhundert 
sind sie etwas dünner und im achtzehnten etwas dicker gesät, 
aber durchschnittlich kommt in diesen drei Jahrhunderten 
auf jede neun Monate eine literarisch niedergelegte Äusse- 
rung über die Faustsage, und dadurch entsteht ein Material, 
das uns die Entwicklung der Sage in ganz einzigartiger 
AVeise zeigt, ja selbst weit besser als bei den biblischen 
Sagen, durch deren Weltanschauungsgeltung und autoritäre 
Fixierung notwendigerweise eine verhältnismässige Entwick- 
lungslosigkeit bedingt gewesen ist. Die Faustsage hingegen 



will Vorwort 

ist mit (1er allgeineiiieii Weltauscliauuiig gerade eng genug 
verknüpft, um an all den Knt\vicklung.si)lia8en derselben teil- 
nehmen zu können, besitzt jedoch amiererseits keine so enge 
Verkettung mit ihr. dass eine Abweichung von der über- 
lieferten Form sofort unter den Begriff der Ketzerei fallen 
und durch Mitwirkung der Staatsgewalt den Garaus gemacht 
bekommen könnte. So lassen sich aus ihrer Geschichte selbst 
wichtige Aufschlüsse über die Entwicklung von Sagen ül)er- 
haupt gewinnen, namentlich was Stammspaltungen, Neu- 
ansetzung von Asten und Zweigen und deren späteres Ver- 
kümmern oder Weitergedeihen unter bestimmten ZeiteinÜüssen 
betrifft. Als Quellenwerk für die Thatsachen der Sageneut- 
wicklung ist der vorliegende Band gemeint, und aus diesem 
Grunde sind au< li die Faustsplitter mit der spällenden Axt 
nicht allzu kurz abgehackt, sondern umfassen alles, was zum 
Verständnis der Tendenz der engeren Stelle nötig schien, 
zum Teil sogar eine ganz beträchtliche Menge Fasern nach 
oben und unten. Ich habe über die Ausdehnung, in 
der die einzelnen Stellen abzudrucken waren, in jedem ein- 
zelnen Falle mein sachliches Gutdünken entscheiden lassen, 
jedoch grundsätzlich alles eingeschlossen, worin Faust direkt 
genannt war. Das Material für meine eigene Darstellung, 
die diesem Bande auf dem Fusse folgen soll, ist damit freilich 
nicht erschöpft; aber eine Ausgabe der kleinen Faust- 
erwähnungen kann eben nicht zugleich ein Quellenband zu 
einer Geschichte der volkstümlichen Weltanschauung in 
Deutschland vom fünfzehnten bis zum neunzehnten Jahrhundert 
sein. SU wünschenswert es auch ist, dass der Verfasser einer 
Darstellung der Geschichte der Faustsage diese allgemeine 
Entwicklung einigermasseii beherrsche. 

In der Geschichte der Faustsage hat nur dreimal ein 
individueller Geist neuschaffend und richtunggebend in grossem 
Massstabe eingegriffen: der Verfasser des Spiesschen F^anst- 
buches. Marlowe nnd Goethe. Lessing ist mitten auf dem 
Wege dazu stehen geblieben. Ich brauche wohl kaum noch 
auszusprechen, dass ich das in dem vorliegenden Bande ver- 
einigte Material an geschichtlicher Bedeutung über alle vier 
Faustvolksbücher stelle. Nur das Spiessche Faustbuch kann 



\ iirwort XiX 

sich Überhaupt entt'enitiuit ihm messen. (ieorgRii(loltt'Wi<lmaiis, 
Joliami Xicohuis iMitzeis und Cliristoph Mietht's Arbeiten 
(wenn dieser Leipzig-Dresdener Brosehüreiiverleger wirklich 
der Verfasser oder Aiuciier des Faustbiiches des Christlich 
Meyiieiideii ist) sind iiiidir retardierende Momente in der 
gescliichtlichen Entwicklung der Faustsage als etwas Anderes, 
und dasselbe gilt auch viui dem Faustspiel nach der Mitte 
des siebzehnten dahrhumlerts. Die Entwi(;klungsgeschichte 
der Sage selbst im liewusstsein der Zeiten liegt nur iu den 
vorliegenden Denkmälern mit einiger Treue wiedergespiegelt 
vor. Wie die Faustbilder, namentlich der greise Fausttypus 
und der jugendliche Fausttypus, die (Joethe beide bekannt 
waren, uns interessante Einblicke in Goethes Faustwerkstatt 
gestatten, so in noch unendlich höherem Grade das hier ge- 
sammelt vorliegeiule Material. Es bietet eine ganze Reihe 
neuer Einsichten in Goethes Faust, die in den drei diese 
Dichtung behandelnden Kapiteln meiner Geschichte der Faust- 
saijc im einzelnen verarbeitet sind, die hoffentlich Itinnen 
Jahresfrist wird erscheinen können. 

Glasgow. März isiis. 

Alexander Tille. 



^u 



Splitterverzeichnis 

Im Texte dieses Buches, dessen Druck sich über vier Jahre hin- 
■gezogen hat, besteht innerhalb der Splitterreihen 1 — 3(51, 362—375, 
^76 — 433 und 434—437 sowie in den Ergänzungen und Berichtigungen 
zeitmässige Anordnung. Dieses Splitterverzeichnis giebt jedoch die ge- 
samten 437 Splitter dieses Bandes in einer einzigen nach den Ent- 
stehungszeiten angeordneten Keihe. Auch die Nachträge (S. 945 — 1110), 
die Ergänzungen und Berichtigungen (S. 1111 — 1143) und die Fehlenden 
•Splitter (S. 1144 — 1145) sind unter ihren Jahreszahlen in dieses Ver- 
zeichnis eingestellt, letztere mit ihrer lateinischen Xummcr und in eckiger 
Klammer. Ebenso sind ein paar Irrtümer in der Zeitbestinnnung von 
Splittern, welche im Texte vorkommen, berichtigt. 

.Splitter Seite 

1. 1507. Johannes Trithemius: Epistolae Familiäres, Ilagenoae 
1536. p. 312 Tritheim an Wirdung d. 20. Aug. 1507. 1 

.Zu 1 1111 

2. 1513. Wilhelmus Ernestus Tentzelius: Supplementum Historiae 
(jothanae, Jenae 1701. p. 93 Conrad 3Iutian Rufus an Hein- 
rich Urbanus d. 3. Okt. 1513. 3 

■3. 1520. Ausstellung von Handschriften, Druckwerken, Bildern 
und Tonwerken zur Faustsage, Frankfurt 1893. Faksimiletafel 2. 
Eintrag im Rechnungsbuch Georg III, Fürstbischofs von Bam- 
berg d. 12. Febr. 1520. 5 

•4. 1528. Überbayerisches Archiv. XXXII München 1872/73. 
S. 336. 6 

a Ratsprotokoll über die obrigkeitlichen Beschlüsse in Ingol- 
stadt. 6 
b Protokoll der aus Ingolstadt Verwiesenen. 6 

5. 1536. Joachim Camerarius : Libellus Xovus, Lipsiae 1568 Fol. 
[161a] Joachim Camerarius an Daniel Stibarus d. 13. Aug. 1536. 6 

-6. 1539. Philipp Begardi : Index Sanitatis, Wormbs [1539] 
Bl. 17a. 9 

7. 1540. Johann Georg Meusel: Historisch-litterarisches Magazin I. 

Bayreuth und Leipzig 1785. S. 93. Philipp von Hütten an 

Moritz von Hütten d. 16. Jan. 1540. 10 

H 

Tille: Faustsplitter 



XXII Splitterverzeichnis : 1548 — 1576 

Splitter Seite- 

8. 1548. [Johannes Gast] Sermones Convivales II. Basileae 1548. 

p. 280. 11 

9. 1549 — 15()0. Explicationes Melauchthonianae II. Hanoviae 

1594. p. 76. 12 

10. 1549 — 1560. Explicationes Melanchthonianae IV. Hanoviae 

1595. p. 442. 13 

11. 1561. Conrad Gesner : Epistolae Medieiuales. Tiguri 1577. 
fol. la. Conrad Gesner an Johannes Crato von Crati'theim, d. 
16. Aug. 1561. 14 

12. 1563, Johannes Manlius : Locoriim Communium Collectanea. 
Basileae [1563] p. 42. Äusserungen Melanchthons. 14^ 

13. Um 1565. Karl August Barack: Ziniraernsche Chronik. Frei- 
burg und Tübingen 1881. 16 
a Bd. I, S. 577. 16 
b Bd. III, S. 529. 17 

14. 1566. Johann Manlius: Loci Communes I. Deutsch von Jo- 
hann Huldreich Kagor. Franckfurt a. M. 1566. S. 88. Äusser- 
ungen Melanchthons. Übersetzung von Splitter 12. 17 

3Iartin Luther: Tischreden, Eisleben 1566. Bl. 16b. 20 
Andreas Hondorff: Promptuarium Exemplorum o. O. 
BL 83 b. 20 

Joannes Wierus: De Praestigiis Daemonum, Basileae 
p. 142. 21 

Zu 17 1111 

18. 1569. Ludwig Lavater: Von Gespänsten. Zürich 1569. Bl. 92 a. 23 

19. 1570. Ludovicus Lavater: De Spectris [Tiguri 1570] p. 208. 
[Übersetzung von Splitter 18.] 23 

20. Um 1570. Wilhelm Meyer: Nürnberger Faustgeschichten. 
München 1895: Christoph Roshirt der Elter: Historien a62, 
b70, c63, d70, e 73, f78. 24 

376. 1571. Loys Lavater: Trois Livres des Apparitions. Paris 
1571 p. 177. [Übersetzung von Splitter 18.] 975 

377. 1572. Lewes Lavater: üf gostes and spirites, Translated by R. 

H. London 1572 p. 170. [Übersetzung von Splitter 18.] 976 

21. 1575. Benedictus Aretius : Problemata Theologica IL Lau- 
sannae 1575. p. 398. 38 

22. 1575. Theatrum Diabolorum. Franckfurt a. M. 1575. Bl. 536 b. 44 

23. 1575. Andreas Hondorff et Philippus Lonicer : Theatrum His- 
toricum. Francofurti 1575. p. 140. 46 

24. 1575. Leonhardt Thurneisser zum Thurn: Evirroga^t'jkcoaig Berlin 
1575. Bl. 33 b. 47 

25. 1576. Wolffgang Bütner : Epitome Historiarum [Weimar], 1576. 
aBl. 59 a. b. Bl. 115 a. 48 

Zu 25 IUI 



1.5. 


1566. 


16. 


1568. 




1566. 


17. 


1568. 




1568. 



Splitterverzeichiiis : 1580-1588 XXIH 

bplitter Seite 

26. Um 1580. August Sauer: Kuphorion II. Bamberg 1895. S. 54. 
Zacharias Hogels Chronica von Thüringen und der Stadt 
Erfurth. a54, b53. 49 

362 1581. F. Joann Nass: Examen Chartaceae Lutheranorum 

Concordiae, Ingolstatt 1581. S. 374. 945 

27. 1582. Joannes Jacobus AVecker: De Secretis, liasiliae 1582. 

p. 43. 54 

28. 1583. Joseph Hansen: Nuntiaturberichte aus Deutschland III, 

2, Berlin 1894. S. til7: 3linucci an Herzog Wilhelm von 
Bayern, zwischen 25. März und 4. April 1583. 55 

29. 1583. Leonhart Thurneysser zum Thurn: ^ieMzat xal sQjiirjvsia 
Das ist ein Onomasticum, Berlin 1583. S. 33. 56 

30. 1585. Augustin Lercheimer von Steinfelden [Wilcken, Witte- 
kind] : Christlich bedencken. Heidelberg 1585. aläJi, b29a, 
c36b. d44b, e55a. 58 

31. 1586. Theatrum de Veneticis. Franckfurt a. M. 1586. 62 
a S. 172- Ludwig Lavater: Von Gespensten. 63 
b S. 196- Leonhard Thurneysser: Bedencken 63 
c-g Aagustin Lercheimor von Steinfelden [Wilcken, Wittekind] : 
Christlich Bedencken: c 272'', d279bi, e282a^ f287S g294-. 64 
h S. 303' Heinrich BuUinger: Wider die Schwartzen Kunst. 67 

32. 1586. Johannes Weier: De Praestigiis Daemonum. Von 
Teuffelsgespenst. Deutsch von Johann Fuglinus. Franckfurt 

a. M. 1586. S. 93a. [Übersetzung von Splitter 17.] 68 

33. 1587. Samuel Meigerius: De Panurgia Laraiarum. Hamborch 
1587 a38b. b95a. 71 

34. 1587. Stanislaus Sarnicius: Annales, Sive De Origine Et Re- 
bus Gestis Polonorum Et Lituanorum o. 0. 1587. p. 67. 73 

35. 1587. Eduard Jacobs: Zeitschrift des Harz-Vereins, Wernige- 
roda 1874. S. 362. Ludolphus Lüders an Wolff Ernst Grafen 
von Stolbergk d. 30. Okt. 1587. 74 

Zu 35 1111 

36. 1588. August Sauer: Euphorion I. Bamberg 1894. S. 787. 
Fridrich Beer: Faustus verzaubert zwölf studenten. 76 

Zu 36 1112 

37. 1588 [Wilhelm Braune]. Das Volksbuch vom Doctor Faust, 
Halle 1878. Bibliographie [von Friedrich Zarncke]. S. 17. 
Senatsprotokolle der Universität Tübingen vom 15. April 1588. 

a p. jj. historiam Fausti 77 

b Hockium wolle man . . . einsetzen. 77 

434. 1588. August Sauer: Euphorion VI Wien und Leipzig 1899. 
S. 679. Friedrich Beer: D. Faustus macht laut schreyende 
bawren stil. 1095 

IP 



XXIV Splitterverzeichnis: 1589—1601 

Splitter Seite 

38. 1589. Edward Arber: A Transcript Of The Registers Of The 
Company Of Stationers II. London 1875. p. 516. d. 28. Febr. 
1589. Ric Jones lässt A bailad of the life and deathe of Doctor 
faustus the great Cunngerer eintragen. 

39. 1591. Johann Georg (.iodelmann : De 31agis. Francoforti 1591 
a7, b45. 79 

40. 1592. Georg Gödelmann: Von Zauberern, Franckfort a. 31. 
1592 a20, b 157. [Übersetzung von Splitter 39.] 80 

435. 1592. August Sauer: Euphorien VI Wien und Leipzig 1899. 

S. 679: Victor Perillus (Grannus): Der Hörselbergk. 1096 

41. 1593. Edward Arber: A Transcript Of The Registers Of The 
Company Of Stationers II. London 1875. p. 640, d. 16. Nov. 
1593. Cutbert Burbye lässt The seconde Reporte of Doctour 
John Faustus eintragen. 82 

42. 1.594—1602. J. Payne Collier: The Diary of Philip Henslowe, 
London 1845. Einträge über das Drama Docter Fostes a42, 
bc43, d44, e45, f-h46, 147, kl48, m51, n 54. o.56, p57, q64, 
rs67, tu 82, v83, w84, x91, y228. z 27.3. Im Inventar 
vom 10. März 1599: Drache für Faust. 83 

43. Um 1593. J. Payne Collier: Memoirs Of Edward AUej-n. 
London 1841. S. 20. Im Inventar Fausts Wams und Mantel. 84 

44. Um 1595. Henry Harington: Xugae Antiquae. London 1779. 

p. 180. Sir John Harington : A Treatise on Playe. 84 

45. Jean Jacquez Vuecher [Johann Jacob Wecker] : Les Secrets, 
Lyon 1596. p. 51. [Übersetzung von Splitter 27.] 85 

46. 1596. M. Wolffgang Bütner und Georg Steinhart: Epitome 
Historiarura, Leipzig 1596 a34b, b36a. c437a, d4.38a. 86 

47. 1597. .lacob Ayerer: Historischer Processus Juris, Franckfort 

a. M. 1597 a473, b475, c479. 90 

48 1597. Carl Binz und Anton Birlinger: Augustin Lercheimer. 
Strassburg 1888. S. [1] Ausgabe letzter Hand 1597 von Lerch- 
eimers [Wilckens, Wittekinds] Christlichem bedencken a29, b41. 
c61, d85, ein, fl31. 92 

Henning Grosse: Magica Islebiae 1597. p. 164. 98 

Fürnemste Wundergeschicht 1597 S. 32 977 

Samuel Meigerius: Xucleus Historiarum III. Hamburg 
S. 192. 98 

Joannes Scultetus [Antonius Praetorius] : Gründlicher 
Bericht Von Zauberey und Zauberern, Lieh 1598 a59, b67, 
c78, d316. 99 

52. 1599. 3Iartinus Delrio : Disquisitiones Magicae, Lovanii 1599. 

p. 167 102 

[I. Um 1600. Jacobus Martini, Disputatio De Magicis Actionibus] 1144 
379. 1601. Theobald Hock [Otheblad Öckh] : Schönes Blumenfeldt. 

1601. Bl 6h. 978 



49. 


1597. 


378. 


1.597. 


50. 


1598. 




1598. 


51. 


1598. 



Splitterverzeichnis: Kidl — Kill XXV 

»Splitter Seite 

54. 1(>UI. Edward Arber: A Transoript Ut The Kegisters üf The 
Company Of Stationers 111. London l87(i. p. 178, d. 7. 
Jan. IHOl. Thomas Bnsshell lässt The plaie of Doctor Faustus 
|von Christophcr 3Iarlowe] eintragen. 102 

54. 1H02. Philipp Camerarius: Operae Horarum Subcisivarum, 
Francofiuti l(i02. p. 314. lUii 

55. 1(K>2. Liebhaber der Warheit : (-Jrundtlicher Bericht, was 
vdii tler Zaiilierey und Hc.xcrivs crck zu halten sey. [Nürnberg] 
lt)03. [Verfasst von den Nürnberger Theologen ]\laiiritius 
Heinig. Joannes Schelhanuner, Laurentius Dundiofer, Heinri- 
cus Schniidel, Joannes Kauti'niann und 31artinus Sallinger.] 

S. 10. ^ lOG 

5H. 1()03. Philijjpe Camerarius: Les Meditations Historiques 1. 

traduites par. S. G. S., Lyon 1603. p. 279. 10(> 

57. 1604. [Thomas Middleton]: The Blacke Booke. London 1604. 

p. [12]. 109 

58. 1605. David Meder: Acht Hexenpredigten. Leipzig 1605. 

Bl. 40h. 110 

59. 1<)06. Thomas Birck: Regenten-Spiegel. Franckfurt a. M. 1(507 
al58, bl76, cl81. 111 

60. 1606. Michael Sachse: Newe Keyser Chronica, Magdeburgk, 
1606. S 303. 115 

61. Vor 1608. Janus .lacobus Boissardus: Tractatus posthumus 

De Divinatione et 31agicis Praestigiis o. Ü. u. J. p. 18. 117 

62. 1607. Philippus Ludwigus Elich : Daemonomagia. Francofurti 
1607 a56, b 65, c67, d84, e85, flOO, gl05, hll3, ill6, kll8, 
1189, ml96, n201, o207, p208, q215. 118 

63. 1608. Simon Maiolus: Colloquia II. o. 0. u. J. p. 176b. 123 

64. 1608. Johannes Meissner: Die Englischen Comoedianten Zur 
Zeit Shakespeares. Wien 1884. S. 78. Erzherzogin Magda- 
lena von Osterreich au Erzherzog Ferdinand v. Osterreich 

d. 21. Febr. 1608. 124 

65. 1609. Samuel Rowlands : The Complete Works. [London] 
1880. Bl. 47. The Knave of Club bes. 126 

66. 1610. Bibliotheca Exotica. Frankfourt 1610. S. 543. 130 

67. 1610. Edward Arber: A Transcript Üf The Registers Of The 
Company üt Stationers III. London 1876. p. 442, d. 13. 
Sept. 1610. Thomas Busshel überträgt an John Wrighte sein 
Eigentumsrecht an The tragicall history sf the horrible life 
and Death of Doctor Faustus. written by C. M. [Christopher 
Marlowe]. 131 

68. 1611. Daniel Schallerus: Zauber Händel, Acht Predigten. 
Magdeburgk 1611 a36a, b45a. c53a. 131 

69. 1611. Georgius Draudius: Bibliotheca Librorum Germanicorum 
Classica. Franckfurt a. M. 1611. S. 543. 133 



XXVI Splitterverzeichnis: 16l;3— 1630 

Splitter Seite 

406. 1613. Märkische Forschungen. XX. Band, Berlin 1887 S. 17. 
Andreas Ketterlin: Kurtze Beschreibung der Berlinischen 
Reiss der Fürsten Ludwig Fi'iderich und Magnus von Würtera- 
berg vom 13. April bis 27. Mai 1613. 1098 

70. 1615. J. M. Cowper: R. C. : The Times' WTiistle. London 
1871. p. 53. 134 

71. 1618. [Johann Valentin Andreae]: Menippus. Cosmopoli o. Ü. 

1618. p. 221. 136 

72. 1619. Wolfgang Hildebrand: 3Iagia Naturalis II. Leipzig 

1619. S. 12. 137 

73. 1620. Bäpstliche Aderläss o. 0. 1610. Titelblatt. 138 

74. 1620. I. C: A Pleasant Comedie. Called The Two Merry 
Milke-Maids. London 1620. a 5, b [44] 138 

76. 1620. John Melton: Astrologaster. London 1620 a8, b 13, c 22. 144 

75. 1621. Elias Steinmeyer und Wilhehn Scherer: Zeitschrift für 
Deutsches Alterthum XVII, Berlin 1885. S. 87. Erich 
Schmidt: Inhalt einer Theophiluskomödie aus Ingolstadt. 
Okt. 1621. 142 

77. 1623. AVilliam Shakespeare: Comedies, Histories, And Tra- 
gedies. London 1623. [Neudruck von 1808]. p. 39. The 
Merry Wives of Windsor. a40a, b57. 146 

[II. Vor 1624. Franciscus von Rosset: Les Histoires Tragiques 

de Nostre Temps. Deutsch von Martin Zeiller] 1144 

78. 1624. AVilhehiius Schickard: Bechinath flapperuschim, Tubin- 
gae 1624. a 7, b 126. 147 

79. 1624. Franziscus von Rosset: Les Histoires Tragiques de 
Nostre Temps. Deutsch von Martinus Zeiller, Andere Edition 
Fürth 1624. S. 41. Zeillers Anmerkungen zur zweiten Ge- 
schichte. [Zweite Auflage von Splitter IL] 148 

80. 1625. Gabriel Naude: Apologie Pour Tons Les Grands Per- 
sonnages. Paris 1625. a. 31. 149 

Zu 80. b56, c400. d419, e428, f440, g 609 1112 

81. 1626. Albert Cohn : Shakespeare In Germany. London and 
Berlin 1865. p. CXV. Kalendereintrag über Dresdener 
Faustaufiührung d. 7. Juli 1626. 150 

82. 1626. Karl Engel: Das Volksschauspiei Doctor Johann Faust. 
Oldenburg 1882. S. 31. Kalendereintrag über Dresdener 
Faustaufführung d. 7. Juli 1626. 151 

83. 1628. ZachariasTheohald: ArcanaXaturae,Nürnbergl628. S.98. 152 

84. 1628. M. Georgius Maior : Historischer Lustgarten. S. 417. 152 

85. 1630. Johannes Rüdinger: De Magia Illicita Decas Concionum. 
Jehna 1630. a 46, b60, c95. dl3l, el46. 155 

86. 1630. [Thomas Randolph]: Aristippus, London 1630. p. 8. 158 
Zu 86 1115 



Splittci-vtMzeichiiis : Kiai— ltj.")l XX\ll 

.'Splitter Seite 

87. IH'6\. Thomas BoanI: Tlie Theatre Of Gods ludgements, 

London 1631. p. 55ii. I'jS 

•88. Kvil. Jacob Freyherr von Liechtenberg, Jacob Wecker und 
W'ültgang Jüldobraad: Ooetia, vel Theurgia, Leipzig l<i;il. 
ab 3, c25, d66, e73, fl43, g243. KiO 

89. 1632. Cunrad Dieterich : Das Buch der Weissheit Salomons, 
Ulm 1H32. al028, b 1030, cl03l, d 1033, cl041. 173 

90. 1635. Johannes Rüdinger : üccas C'oncionuin Secunda, De 
3Iagia Illicita. Jehna 1635. S. 181. 178 

•380. 1635. Benedictus Carpzovius: Practica Nova Imperialis Saxo- 

nica Rerum Crirainalium Wittebergae 1635 p. 411a. 980 

91. 1636. üisbertus Yoetius: Selectae Disputationes. ['Itrajecti, 
1659. a549, b552, e557, d562, e 565, f567. g584, h585, 1596. 179 

92. 1640. J. D. : The Knave in Graine. London 1640. a70, b73. 182 

93. 1642. Cunrad Dieterich : Ecclesiastes II. Ulm 1642. a237, b666. 182 

94. 1642. Hieremias Drexelius: Aurifodina Artiuni et scientiarura 
omnium. Antverpiae 1642. p. 144. 184 

Zu 94 1115 

95. 1643. Matthäus Merlan: Topographia Sueviae, Franckturta. M. 
1643. S. 111 ■-. 185 

[III. Vor 1644. Daniel D\'ke : Xosce Teipsum, edited by Jeremy 

Dyke. London. [Englisches Original zu Splitter 381.] 1144 

•381. 1643. Daniel Dyke: Nosce Teipsum, herausgegeben von Jeremy 
Dyke, Deutsch von D. H. P. Dantzig 1643. S. 48. [Übersetzung 
von Splitter IlL] 982 

96. 1646. Hieremias Drexelius: Christliche, Andächtige Betrach- 
tungen und Übungen. Moguntiae 1645. S. 1017. 185 

•382. 1647. Heinrich Rimphof: Drachen-König. Rinteln 1647. 

al30, bl32, cl48, d216, e232. f298. 982 

97. 1648. Hermannus Conringius: De Hermetica Aegj-ptiorum 

Vetere. Helmstadii 1648. p. 342. 187 

98. Nach 1648. Johann Hermann Duntze: Geschichte der freien 
Stadt Bremen. Bremen 1851. S. 582. Über Fausttheaterzettel. 188 

,[IV. 1649. [Gabriel Xaude:] Le Mascurat ou de tout ce qui a ete 

imprime contre le Cardinal Mazarin, Paris 1649] 1144 

99. 1650. [Gabriel Naude :] lugement De Tout Ce Qui A Este Im- 
prime Contre Le Cardinal jMazarin. o. O. u. J. p. 519. 
[Zweite Auflage von Splitter IV.] 189 

100. 1651. Thomas Randolph and F. J. Jl?.ovTO(pßa}.fua JU.ovToya/iiia 

A Pleasant Comedie, London 1651. p. 33 a. 189 

101. 1651. Leo Blass: Das Theater und Drama in Böhmen. Prag 
1877. S. 57. Liste der Theaterstücke des sächsischen Hof- 
komödianten Johann Schilling vom Mai 1651. 191 

-383. 1651. Edmund Prestwich ; Hippolitus translated out of Seneca. 



XWIIl Splitterverzeichnis: 1653—1664 

Splitter Seiten 

Together with divers other Poems ot' the same Authors. Lon- 
don 1651. p. 67. 985. 

102. 1653. Martinus Zeillerus: Chronicon Parvura Sueviae, Ulm 
1653. S. 564. 192' 

103. 1654. Alexander Bronie, The Cunning Lovers. A Comedie. 
London 1654. p. 53. 192' 

384. 1655. [Sir John Mennis and James Smith] Sr, J. M. and Ja. 
S. : 3Iasaruni Deliciae, or the Muses Recreation, London, 1655. 

p. 53 987- 

104. 1657. Thomas Baugus : Haqqedem 'Et. Caelum Orientis. Hav- 
niae 1657. p. 65. 194 

105. 1657. Gisbertus Voetius : Selectae Disputationes Theologicae 
111. Ültrajecti 1659. p. 614. 195 

385. 1657. Gabriel Naude: Historv Of Magick by way of Apo- 
logy for all the Wise Men who have unjustly been reputed 
Magicians. Englished by J. Davies, London 1657. a 16, b27, 
cl88, dl97, e201, f206, g287. 987- 

106. 1659. [Gaspar Schott:] Joco-Seria Xaturae Et Artis. Sive 
31agia Naturalis, o. O. u. J. 196 

107. 1660. Bernhard AValdschmidt : Pythonissa Endorea, Das ist 
Acht und zwantzig Hexen- luid Gespenst-Predigten, Eranckfurt 
1660. a78. b 194. c204, d454. e467. 196 

108., 1661. Melchior Goldast von Haimins-Eeld: Rechtliches Be- 
denckeu. Von Confiscation der Zauberer und Hexen-Güther, 
Bremen 1661. a7l, b75, cdSO. 190 

109. 1661. Elias Conradi et Constantinus Ziegra: Disputatio Phy- 
sica exhibens I. Doctrinam de Magia II. Theoremata 3Iis- 
cellanea. AVittebergae 1661. p. [10]. 201 

386. 1661. Adolf Köcher: Memoiren der Herzogin Sophie, Nach- 
mals Kurfürstin Von Hannover. Vierter Band der Publi- 
kationen aus den K. Preussischen Staatsarchiven. Leipzig 
1879. S. 70. Aufzeichnung zwischen 3. Okt. und 1. Dez. 1661. 991. 

110. 1663. Johannes Praetorius: Saturnalia: Das ist, Eine Com- 
pagnie AVeihnachts-Eratzen. Leipzig 1668. S. 5. 202 

363. 1663. William Prynne : Histrio-mastrix, The Players Scourge. 

London 1633. Eol. 556 b. 946 

111. L'm 1663. Johann Balthasar Schuppius: Schrifften. [Erank- 
furt, 1663. J 202 

a) 162 Der Geplagte Hiob. 202 

b) 652 Abgenötigte Ehren-Rettung. 203- 

112. 1664. Jacobus Masenius: Palaestra Eloquentiae Ligatae lU. 
Coloniac Agrippinae 1664. p. 66. 203 

113. 1664. David Schuster: Mahomets und Türeken Greuel. Erauc- 
furt a. M. 1664. S. 19. 204 



Splitt. 


IM- 


111. 


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KiCT 


387. 


lt)()7 



S])littervcr7,i'iehiiis: ItidT 1H7.') XXIXl 

Seite 

.Kihami-Poter Laiigius ; Deinucritus Kideiis. Lliiiae 
j). 247. 20G 

'Plinnias Jnidaiii: ^loiicy is an Asso, A Comedy Li- 
censed d. 16. Nov. KKw. lioiulon 1()6K p. 14. 992- 

115. l(i(i!l. Georg Schröder: (^uodlibot Oder Tage Buch Von 
Allerhand Anmerckungeii Bl. 114 b. Eintrug über ein gelesenes 
Faustspiel vor d. 20. Okt. 1669. 207 

116. 1669. Gabriel Naude : Apologie Pour Tous Les Grands Hora- 
mes. Paris 1669. h4l, d .%.•$. e8U9. fßlH. Durch die Er- 
gänzung von Splitter 8ü ist Splitter 116 überlliissig geworden 208 

Zu 116a23. c289. g442 1116 

117. 16(i!l. German Schleifheini von Sulsfort [Grimmeishausen]: 
Der Abentheuerliche Simplicissimus Tcutsch. Monpelgart 
1669. S. 191. 210' 

118. 1669. Daniel Schneider: Titius Continuatus Et Illustratus. 
Wittenberg 1669. a439, b44ü, c460. 211 

119. L'ni 1670. .Johann Balthasar Schuppius : Schrifften [Frankfurt | 

o. O. u. J. [Vermehrte Auflage von Splitter 111. | 215 

a) I. S. 162 Der Gejjlagte Hiob [= Splitter lila.] 216 

b) I. S. 652 Abgenötigte Ehren-Rettung [= Splitter 111 b.| 216 

c) II. S. 82 Der geistliche Spatziergang. 216 

388. Um 1670. The Witch of the Woodlands; or the Coblers ncw 
Translation, London. Titelblatt. 992 

389. 1670. :Michael Paris Walburger et Ernst Friderich Schriiter: 
Dissertatio Juridica de Lamiis earumque Processu Criminali. 

d. 1. Mai 1670. Jena. S. 57. 993- 

120. 1671. Michael Freudius : Gewissens-Fragen Oder Gründlicher 
Bericht Von Zauberey und Zauberern, Franckfurt a. M. 1671. 
a264. b267a. 217 

390. 1672. Christian Scriver; Das Verlohrne und wiedergefundene 

Schäfflein, Magdeburg und Helmstedt 1672. S. 32. § 28. 993 

121. 1673. Sir William D'avenant : The Works. London 1673. 

p. 76. The Play-house to be Let. 221 

122. 1674. Bartholomäus Anhorn : Magiologia. Christliche War- 
nung für dem Aberglauben und Zauberey. Basel 1674. a 249, 
c625. 221 

Zu 122 b 264 1118 

123. 1675. Edward Phi]ij)p: Theatrum Poetarum. Or A Compleat 
Collection of The Poets. London 1675. p. 24, unter C: 
Christopher Marlow. 224 

124. 1675. Johannes Ulricus 3Iayer et Jacobus Thomasius: Dis- 
cursus Historico-Philologicus De Vagantibus Scholasticis Sive 
Von Fahrenden Schülern, o. O. 1675. a9. b45. c46, d 49. 225 

125. 1675. Johannes Christianus Frommann: Tractatus de Fasci- 
nation e. Norimbergae 1675. a586, b595. 262. 



XXX Splitterverzeiehnis: 167b — 1687 

Splitter Seite 

lt?6. 1676. |J. (t. SchelhorniusJ Amocnitates Litcrariae. Franco- 
furti et Lipsiae 1726. p. 50. Johannes Conradus Durrius an 
Georgius Sigismundus Fülirenis d. 18. Juli 1676. 229 

IL'7. 1676. Coni-adus Samuel SehurzHeischiis : Epistolae. Vitem- 

borgae 1700. p. 559, d. 26. Jan. 1676. 245 

128. 1676. Theophiliis Spizeliiis: Felix Literatus. Augustae Viu- 
delicorum 1676. p. 162. 246 

129. 1680. Erasraus Fraucisci : Der AVunder-reiche Überzug unserer 
Nider-Welt. Nürnberg 1680. S. 29. 248 

130. 16S0. Pacta und Gelübdnüs Dess In der Bastillie zu Pariss 

in Vcrhatl't Sitzenden Hcrtzogs von Luxenburg. o. O. 160. 252 
Zu 130 1118 

131. 1680. Thomas Johann Schnitze : Des Teuffels Berg- AVerck. Witten- 
berg 1680. a 8, b 26, c 76, d 81, e 95. f 107. g 11 1, h 114, i 123, k 129. 256 

132. 1680. Theophilus Spizelius : Infelix Literatus. Augustae Yin- 
delicorum 1680. p. 882. 262 

[V. 1681. Ludwig Lavater: Van den spooken Nagt-Geesten en 
andere diergelyke verschyningen. Gorich 1681.] [Übersetzung 
von Splitter 18.J 1144 

133. 1682. Adamus a Lebenwaldt: Achtes Tractätl, A'on dess 
Teuffels last und Betrug a46, b 74, c 165, d2l9. 264 

134. 1682. Martinus Lipenius: Bibliotheca Realis Philosophica, 
Francofurti Ad Moenum 1682. p. 869a. 266 

135. 1682. Johann Georg Schiebet: Zweytes Historisches Lust- 
Hauss, Leipzig und Franckfurt 1682. S. 105. 266 

136. 1684. German Sclileilheim von Sulsfort [Jacob von Grimmeis- 
hausen] : Der Aus dem Grab der Vergessenheit wieder erstan- 
dene Teutsche Simplicissimus. Nürnberg 1684. a2l7, b220. 
Erste Ausgabe mit Anmerkungen von Splitter 117. 267 

364. Um 1684. Karl von Reinhardstöttner und Karl Trautmann: 
Jahrbuch iür Münchener Geschichte. I. München 1887. S. 257. 
Repertoire Michael Daniel Treus. 947 

137. 1685. Jacob Daniel Ernst: Das Neu-auffgerichtete Historische 
Bilderhauss. Altenburg 1685. a35, b 74. 269 

138. 1685. M. Johann-George Schiebel : Neuerbauetes erbauliches 
Historisches Lust-Hauss. Leipzig 1685. a229, b264. 272 

Zu 138 1119 

139. 1687. Christianus Wilhelmus Eybenius: Tobiae Magiri Epo- 
nymologium Criticum. Francofurti et Lipsiae 1687. p. 343. 275 

140. 1687. Johannes Adamus Oslander: Tractatus Theologicus de 
Magia. Tubingae 1687. a 73, b 85, c209, d2l0. 276 

141. 1687. Gottlieb Spitzel: Die Gebrochene Macht der P'inster- 
nü.ss. Augspurg 1687. a41. b70, c 106, d 1 16, e 122. fl48, 
g235, h260, 1270, k316, 1423, m 138, a6l7. 279 



Splitterverzeichnis; 1688—1701 XXXI 

^Splitter Soiti' 

142. IfiBH. Jacob Daniel Ernst: Ehiviiholds Keimieli-hetnic-htoto, 

un(K"hristmüthio:-verac-litete Eitelkeit. Altenbiir^r 1()88. 8.21'). 281) 

391. 1689. R. ^V[ildJ: The lionefice, A Comedy London H)8i).J p. 8 i>94 
14.i. 1690. Christianus Stridtbeckh et Valontinus Albertus : Disser- 

tatio Academica, De Sagis. Lipsiae 11()9()|. p. 25. 291 

144. 1692. :\lisander [Joliann Samuel AdainiJ Deliciae Biblit-ae 

Oder Biblische Ergetzlichkeiten XVll, Jan. 1692. Leipzig 

[1692]. S. 386. 292 

14.5. 1693. Xicolaus Reniigius: Daemonolatria Oder Heschreibunof 

von Zauberern und Zauberinnen. Hamburg 1693. II. b 509. 296 
Zu 145 a 478, 1)520 1119 

146. 1695. Christoph Zeisscler: Neu-cröffneter Historischer »Schau- 
platz, Leipzig 1695. S. 147. 297 

147. 1696. Wilhelmus Schwartz et Antonius Laub: Dissertatio 
Moralis, De Peccatis Eruditorura, Helmstadi [1(596]. al9, b20. 300 

148. 1696. B. Soufl'ert: Vierteljahrschrift tür Litteraturgeschichte 
IV. "Weimar 1891. Ö. 158. Scherrers Chronik. 301 

149. 1697. Kristian Frantz Pauliini: Zeit-kürtzende Erbauliche Lust 
111. Franckfurt a. M. 1697. S. 694. 301 

150. 1698. Peter Goldschmid: Höllischer Morpheus. Hamburg. 
1698 S. 372. 308 

151. 1698. Misander [Johann Samuel AdamiJ Deliciae Historicae, 
Oder Historische Ergötzlichkeiten, Dresden 1698. a224, b236, 
c288, d681. 309 

152. 1699. Eberhardus Gockelius: Tractatus Polyhistoricus Magico- 
Medicus Curiosus, Franckfurt und Leipzig o. J. a7, b 23. 318 

[VI. 1699. [Edward Ward] The London Spy. May 1699. Erste 

Auflage von Splitter 365 und 392.] 1144 

392. 1699. [Edward Ward] The London Spy. For the Mouth of 
May 1699. Part. VII. The Secoud Edition, [von Splitter VI] 
London 1702. p. 15. 995 

153. 1700. Johannes Xicolaus Martins: Dissertatio Inauguralis Phy- 
sico-Medica. De Magia Xaturali. Erfordiae [1700]. a9, bll. 319 

1.54. 1700. Georgius Paschius: De Novis Inventis, Lipsiae 1700,p. 583. 320 

155. 1700. Johann Gottfried Zeidler: Pantomysterium, oder das 
Xeue vom Jahre in der Wündschelruthe. Hall in Magdeburg 
1700. S. 527. 321 

156. Um 1700. Comte Antoine Hamilton: Oeuvres Melees VII. 

o. O. 1777. p. 162. L'Enchanteur Faustus. 325 

Zu 1.56 1124 

157. 1701. Felix ]\lartinus Brähm et Henricus Bodinus: Disputatio 
Inauguralis De Fallacibus Indiciis Magiae. Halae Magdebur- 
gicae [1701]. p. 27, 344 



XXXII Splitterverzeichnis 1701—1706 

Splitter Seite- 

[Vir. 1701. A Walk to Smithfield. or a tnie description of the 

humours of Bartholomew P^air, Lfmdon 1701.] 1144 

[Vlll. \'or 1702. Ciiriose Erwegung der Worte Moses Gen. VI. 2. 

Amsterdam vor 1702. Erste Auflage von Splitter 217.] 1144 

158. 1701. [Johann Georg Eccard] : Monathlicher Auszug aus 
allerhand neu-herausgegebenen nützlichen und artigen Büchern. 
Hannover. März 1701. S.56. Besprechung von Splitter Vlll, (217) 345 

159. 1702. Des Duc de Luxenburgs, Gewesenen Königlichen Fran- 
tzösischen Generals und Hof-Marschalls, Verbündniss, So er 
mit dem Satan gemacht. Colin 1702. 348 

Zu 159. 1124 

393. 1702. Paul Friedrich Sperling: Continuatio Xicodemi quaerentis 
et Jesu Respondentis. Das ist: Fortsetzung derer Erbaulichen 
Fragen. Leipzig 1702. a 590, b 593. 995 

160. 1703. .Johann Reiche: Unterschiedliche Schritten Von Unfug 
DesHexen-Prozesses. Halle im Magdeburg. 1703. al2. b35. 361 

161. 1703. Königlich Preussisches Geheimes Staats-Archiv zu Berlin. 
Acta de 1703 betr. Comoedien des Italieners Sebastian de Cio. 
Fol. 7. Rep. 9. LL 7 c. — a3. Evangelisch-Lutherisches 
3Iinisterium an den König; b 7a. König Friderich an das Evan- 
gelisch-Lutherische Ministerium. 363- 

[IX. 1703. [EUis Wynne] Gweledigaetheu y Bardd Cwsg. 1703. 

[Erste Auflage von Splitter 422.] 1144. 

162. 1704. Wilhelm Ernst Tentzel : CuricuseBibliothec I, 1. Franck- 
furt und Leipzig 1704. S. 745. 367 

163. 1704. Johann Reiche: H. D. Christian Thomasi Kurtze Lehr- 
sätze Von dem Laster der Zauberey übersetzt und erleutert. 
Halle im Magdeburgischen 1704. a 6a : Xaudes Apologie, deutsch: 
b 19, d 181, e 192, f 196, g 197. L. Goffredys Zauber- 
geschichte : i 564. 368 

Zu 163. c 28, h 252. 1124 

164. 1704. [Erdmann Uhse] [Herman Süden] : Der gelehrte Criticus, 
Leipzig 1704. S. 102. 372 

Zu 164. 1126 

165. 1705. Peter Goldschmidt: Verworffener Hexen- und Zauberer- 
Advocat. Hamburg 1705. a201, b362, c496, d551. 380 

Zu 165. 1127 

166. 1706. Burcardus Gotthclffius Struvius : Introductio ad Notitiam 
Rei Litterariae. lenae 1706. p. 473. 384 

167. 1706. Bibliotheca Antiqua, lenae, 170<) p. 2.32 [Burcardus 
Gotthelfius Struvius:] Besprechung von Widmanns Faustbuch. 385 

168. 1706. Wilhelm Ernst Teutzel : Curieuse Bibliothec III, 3. 
Franckfurt und Leipzig 1706. S. 193. [Besprechung von 
Struves Introductio (Splitter 166).] 391 



Splittervoi-zoic-hnis 170H-1712 XXXIII 

Splitter Seite 

IfiO. 170t> Albertus Josophiis Ijoiu-in von Gonimin [Albei't . Joseph 
Coiilin von JlomiingJ der Christliche Welt-Weise [I]. Augspurg 
170(). S. 10. 394 

170. 1707. (Tottlieb Spitzel und Michael Freudius : Die gewarnten 
Schatz-Gräber. Leipzig 1707. S. 8. [Aus Spitzels Gebrochener 
Maclit der Finsterniss. Splitter 141.] :}95 

437. 1707. Unbezauberter: Die Neueste Alamodische Teuffeley Und 

Zauberey recommendiret. Leipzig 1708. S. 13. 1099 

394. 1707. Merckwürdige und wahrhafftige Begebenheit, Wie selbige 
mit J. G. E. bey Beschwerung des Teutfcls, aus des sogenannten 

D. Faustens Höllen-Zwang sich zugetragen. Leipzig 1708. 9(t7 

171. 1708. P. L. Berckenmeyer : Der Getreue Antiipiarius. Ham- 
burg 1708. S. 215. 396 

172. 1708. Albertus Josephus Loncin von Gonimin [Albert Joseph 
Conlin von Monning]: Der rhristliclu' Welt-Weise III u. IV. 
Augspurg 1706 a. III 355. b. III 3()L d. IV 493. 397 

•Zu 172. c. IV, 41. 1127 

173. 1708. Johannes Chistophorus Rudingerus et Johannes Clodius: 

De jSpiritibus Familiaribus. Vitembergae 1708. p. 18. 402 

174. 1708. Aloysius Cluiritinus [Jakob Brunnemann]: Dicurs Von 
Betrüglichen Kennzeichen der Zauberey, Stargard 1708. S. 68. 403 

175. 1708. Barthel Feind: Deutsche Gedichte, Stade 1708. S. 94. 405 

176. 1709. [Abraham a Santa Clara] [Ulrich Megerle] : Centi- 
Folium Stultorum In Quarto. Wienn 1709. S. 68,69. 406 

177. 1709. [Buddaeus]: Allgemeines Historisches Lexicon, II S. 107. 406 
Zu 177. 1127 
365. 1709. [Edward Ward:] The London-Spy Compleat, London 1709. 

S. 173. Füurth Edition. [Durch Splitter 392 S. 995 überflüssig 
geworden.] 948 

Zu 365. 1143 

178. 1710. [Bourdelot] [Bordeion]: L'Histoire Des Luaginations 

De Monsieur Oufle, II Amsterdam 1710 b 11 122. 409 

Zu 178 a I 1.3. 1128 

179. 1710. Burcardus Gotthelfius Struvius: Supplementa ad Notitiam 
Kei Litterariae. Jenae. 1716. S. 153. Nachtrag zu Splitter 166. 411 

180. 1711. Aniaranthes [G. S. Corvinus] Pi oben Der Poesie. Franck- 
furt und Leipzig 1711. S. 462. 412 

395. 1711. [Bourdelot] [Bordeion]: A History ot the Ridiculous 
Extravagancies Of Monsieur Uufle. English. London 1711 

a9. 1)254. [Übersetzung von Splitter 178.] lOlO 

181. 1712. [Bourdelot] [Bordeion] : Historie, Oder Wunderliche Er- 
zehlung der seltsamen Einbildungen des Monsieur üufle. Dantzig 
1712. S. 14. [Übersetzung von Splitter 178.] 412 



XXXIV Splitterverzeichnis 17l2~-171fi 

Splitter Seite- 

396. 1712. Theodor Keinkingk: Responsum Juris In Ardua et Gravi 
l^Liadam Causa, Conceruente processiim (juendam, contra Sagam, 
nuiliter institntum, et inde exortam diffamationem, Coloniae 
Agrippinae 1712. p. 23 b. 1012 

182. 1713. Gaudentiiis Jocosus: Doctae Xugae, Solisbaci. 1713. 

p. 49. 413 

183. 1714. Johann Jacob Vogel: Leipzigisches Geschicht-Buch Oder 
Annales, Leipzig 1714. S. 111. 414 

184. 1714. Xeu-eröffnetes Museum I. Leipzig 1714. S. 273. 415 

185. 1715. Daniel Dost et Georg. Christianus AVagnerus: Eruditos, 
Spirituuni Familiarium Usu Suspectos Dissertatione Literario- 
Critica Perceusuerunt. Lipsiae 1715, a 24, b 46. 422' 

186. 1715. Urkundio, Beiträge zur vaterländischen Geschichts- 
forschung IL Solothurn 1875. S. 74. Jakob Büchtold: 
AVienerische Reisebeschreibung des Miuoriten Georg König von 
Solothurn. Eintrag d. 22. Juli 1715. 423- 

366. 1715. Simon Henrich Reuter: Suitana Alsatanija, Das ist: 
Das mächtige doch umschräuckte Reich des Teufels, Lemgo 
1715. a229, b 264, c 312, d361, e 362, f 676, g 751, h 794, 
1799, k808, 1850, m 898, n 907, o 1007, pl075, ql082, rlll6, 
slll9, tll51, U1153, vllGO. wll75, xll76, yll92, z 1226, 
aa 1232, bb 1247. 948 

397 1715. [T. Burnett] A Second Tale of a Tub, Or the History 

ot Robert Bowel the Puppet-Show-Man, London 1715. p. 218. 1013 

187. 1716. Georg Andreas Agricola: Xcu- und noch nie erhörter. 
Doch in der Xatur und Vernunö't Wohlgegründeter Versuch 
der Universal- Vermehrung Aller Bäume, Stauden, und Ge- 
wächse. Regenspurg 1716. a 14, bll7. (c Register 1717). 424 

Zu 187. 1129 

188. 1716. Georg Andreas Agricola: Kurtzer Bericht von dem 
Ursprünge Der neu- und höchst-nutzbaren Universal- Vermehrung 
Aller Bäume und Stauden-Gewächse, Leipzig 171G. S. 20. 427 

189. 1706. Die sonderbaren Gerichte Gottes [Jena] [1716] o. 0. 

u. J. S. 6. 428 

190. 1716. Wahre Eröffnung der Jenaischen Christnachts-Tragödie 
Jena 1716. S. 1. 428 

191. 1716. Der Theologischen, Juristischen und Medicinischen 
Facultäten in Leipzig Responsum über die Jenische Conju- 
rations-Sache. o. O. 1716. [Dies ist jedoch in Wirklichkeit 
nur die Antwort der juristischen Facultät. Die übrigen siehe 
Splitter 398.] 454 

Zu 191. 112» 

398. 1716. Derer drey Hohen Facultäten zu Leipzig Bedencken und 
respective Urthel, welche über den zu Jena in der Heil. Christ- 



Splittcn-erzeichnis 171*)- 1720 XXXV 

Splitter Seite 

nae-ht Anno 1715 passirteii traurirrcii Casum mit denen sogo- 
nannton Teuffels-Banncrn. il. ti. Mart. 171<> ausgcfertiget worden 
a. S. 5. Bedenken der Theologisehen Facultät; b. S. 17. Be- 
denken der Medicinischen P'aenltät. [Das Bedenken der 
Juristischen Fai-ultät siebe Splitter 291, S. 454|. loi | 

lf»2. 171(). I. A. W. M. S. Der Aller Orten AVegen des in der 
Christnacht 1715 zu Jena geschehenen Casus, mit magischen 
Grillen beschätFtigte Mercurius. o. O. l7Hi. a !>, 1) liJ, c 17. 460 

193. 1716. Franciscus de Cordua: Schriti't- und Vernuuiftmässige 

(Todancken vom Schatzgraben. Hamburg 1716. S. 107. 462 

194. 1716. Julius Tamianus: Sendschreiben Au Hieronymum 
Pistellum, Magiluna in Arabien (o. 0.) 1716. a 20, b 29. 465 

195. 1716. Olorinus: Neues Bedencken über das gründliche Be- 
dencken eines berühmten Medici in Halle, o. O. 1716. S. 14. 466 

196. 1716. I. A. W. M. S.: I. Continuatio Des aller Orten Wegen 
des in der Christnacht 1715. zu Jena geschehenen magischen 
Casus, mit magischen Grillen bcschäfftigten Mercurii o. O. 
1716. a 47, b49 467 

197. 1716. Joannes Andreas Rinneberg et Michael Foertschius : 
Exereitatio Theologica De Pactis Hominum Cum Diabolo. 

d. 4. Juli 1716. leuae o. J. p. 29. 475 

198. 1716. Henricus Andreas Mätcke et David Richterus, Quadriga 
Disputationum 3Iagico-Theurgicaruni De Conciliatione Spiri- 
tuum d. 11. Juli 1716. lenae o. J. S. 5. 477 

199. 1706. Humphrey Prideaux: The Old and New Testament 
Connected, London 1716. p. 22l. 478 

200. 1717. Peter Fridericus Arpe : De Prodigiosis Naturae Et 
Artis Operibus Talismaues Et Amuleta Dictis, Hamburg! I7l7 

p. 125 479 

201. 1720. Fridericus Koth-Scholtzius: .Johann. Conradi Zeltneri 
Theatrum Yirorum Eruditorum, Xorimbergae 1720. p. 15. 480 

202. 1720. G. A. Agricola: L'Agriculture Parfaite. Traduit de 
1 Allemand avec des Remarques I. Amsterdam 1720. p. 156 
Übersetzung von Splitter 187. 481 

203. 1720. G. A. Agricola: L'Agriculture Parfaite. Traduit de 
lAllemand avec des Remarques II. Amsterdam 1720. S. 142 
Übersetzung von Splitter 187. 482 

204. 1720. Gottfried Wahrlieb [Johann Christoph Franck] Deutliche 
Vorstellung der Nichtigkeit derer vermeyntenHexereyen, Amster- 
dam [1720] a2, bl58. c 165. 483 

205. Um 1720. Königlich Württembergisches Geheimes Haus- und 
Staatsarchiv zu Stuttgart. Folioverzeichnis der Abte, Vögte 
und Verwalter des Klosters 3Iaulbronn 1147 — 1805. S. 3. 492. 



XXXVl Splitterverzeichnis 1721 — 1727 

^Splitter Seite 

.206. 1721. Jitliunn Ulrich König: Drcssdnisclie Canievals-Liist. 

Dressden und Leipzig 1721. S. 15. 493 

207. 1721. Humphrey Prideaux: Alt- und Neues Testament, Ins 

Hochdeutsch übersetzet von August Tittel, Dresden 1721. 

S. 279. [Übersetzung von Splitter 199.] 494 

-399. 1721. G. A. Agricola: A. Philosophical Treatise of Husbandry 

and Gardening, English by Richard ßradley, London 1721. 

p. 122. [Gekürzte Englische Übersetzung von Splitter 187.] 1024 
400 1721. Ig. Ernst Floercke: Commendatio de Crimine Coniurationis 

Spirituum eins Processu et Poenis, Jenae 1721. a YIII, b 520 1026 
'208. 1722. Humphrey Prideaux: Histoire Des Juifs Et Des Peuples 

Voisins, Amsterdam 1722. p. 401. [Übersetzung von Splitter 199.] 495 

209. 1722. Gustavus Georgius Zeltner: Yitae Theologorum Altor- 
i:)hinoruni. Xorimbergae 1722. p. 508. 497 

367. 1722. [Buddäus] Allgemeines Historisches Lexicon IL Leipzig 
1722. Sp. 232 [Zweite Autlage von Splitter 177. Hierdurch 
wird Splitter 224 übei-flüssig.] 962 

368. 1724. William Hogarth : Masquerades and Operas: Burlington 
Gate. [Satirische Zeichnung.] 963 

Zu 368. 1143 

210. 1724. Fridericus Guilielmus Bierlingius : Commentatio De 
Pyrrhonismo Historico. Ijipsiae 1724. p. 158. 497 

401. 1724. Georg Andreas Agricola: Nieuwe en üngehoorde dog in 
de Natuur welgegronde Queek-Konst. Uyt 't Hoogduyts 
Vertaalt doov. J. Le Long, Amsterdam 1724, a 15, b 131 1028 

'211. Um 1725. Des Welt-beruffenen Herzogs von Luxenburg 

Pacta, Oder Verbündniss mit dem Satan o. 0. u. J. a 3, b 25. 506 

212. 1725. J. C. Canders : Das In gantz Europa berühmte, galante 
und sehens-würdige Königliche Leipzig in Sachsen. Leipzig 
1725, S. 18. 508 

402. 1725. William Hogarth: Just View of the British Stage; or 
three Heads. [Satirische Zeichnung.] 1030 

213. 1726. Franciscus Hutchinson : Historischer Versuch Von der 
Hexerey, Ins Teutsche übersetzet von Theodorus Arnold 
Leipzig 1726 a2 Titelbild, b 35 Vorrede des Übersetzers 
Arnold. 509 

:214. 1726. [Daniel Defoe:] The Political History Of The Devil, 

London 1726. c 377. 514 

Zu 214 a 269, b 286. 1130 

215. 1726. [J. G. Schelhornius :] Amoenitates Literariae. Franco- 
furti et Lipsiae 1726. p. 299. [Zu Dürrs Briefe an Führer, 
Splitter. 126.] 516 

;2]6. 1727. Jacobus Bruunemann : Discours Von betrüglichen Kenn- 



l 



Splittervcrzcichiiis: 1727 17aO XXXVII 

Splitter Seite 

zeichen der Z!iiii)erey. Ilalli' 1727. S. lOi». |Xcue Ausgabe 
von Splitter 17-4. | 518 

217. 1727. Curiose Erwegung der Worte Moses Gen. VI. 2. Amster- 
dam 1727. S. l. [Zweite Auflage von Spliltir \III.| 519 

Zu 217. 1130 

218. 1727. Gottliel) H. Hani-ke: Weltliche (Tediehtc. licipzig 1727. S. 1. 520 
211». 1727. Samuel Friederieh Lauterbaeh: Pohlnische Chronieko. 

Franckfurth und Leipzig 1727. 8. 10. 521 

.220. 1727. Herrn von Hoffmannswaldau und andrer Deutschen 
auserlesene und bissher ungedruckte Gedichte, YIl. Franck- 
furt und Leipzig 1727: G. F. W. .1. [Gottlob Friedrich 
A\'ilhelm Juncker]: Untersuchung Herrn Gottfried I5enjaniin 
Hanckons Weltlicher Gedichte, d 7a [Gegen Splitter 218.] 523 
'221. 1728. Daniel Stoppe: Erste Sammlung Teutscher Gedichte. 

Franckfurt und Leipzig 1728. 524 

222. 1728. [1. G. S.j Die In Guter Stille ausgeheckte Curieuse 
Grillen. Chemnitz 1728. a 305. b 310, c 318. 525 

403. 1728. [Alexander Pope :] The Dunciad. An Heroic Poem. 
In Three Books. Dublin, Printed, London, ßeprinted 1728. 

a 46, b 50. 1031 

404. 1728. Jonathan Swift: The Works Vol III. Part IL London 1755. 
p. 218. A Dialogue Between Mad MuUinix and Timothy. 
AVritten in 1728. 1032 

405. 1728. [J. t"hr. Gottsched:] Der Biedermann, Zweyter Theil. 
Leipzig 1729. S. 42. Einundsechzigstes Blatt, d. 5. Juli 1728. 1033 

369. 1729. [Alexander Pope:] The Dunciad. AVith Notes Varirmim, 

a 158 (Splitter 226) b 165. [Durch Splitter Zu 226 ersetzt.] [Aus- 964 
gäbe mit Anmerkungen von Splitter 403] 

Zu 369 1143 

223. 1729. Bibliotheca Uffenbachiana Universalis. Francoturti ad 
i\Ioenum 1729. p. 774. 529 

224. 1729. [Büddaeus] Neu-vermehrtes Historisch- und Geo- 
graphisches Allgemeines Lexicon. S. 277. [Durch Splitter 
367 ersetzt.] 529 

225. 1729. [Daniel Defoe :] Histoire Du Diable, Traduite de l'Anglois, 

IL Amsterdam 1729. c 261. [Übersetzung von Splitter 214.] 531 

Zu 225. a 107, b 131. 1131 

226. 1729. [Alexander Pope:] The Dunciad. \'arioruni, London: 
1769, a. 69. [Purste Ausgabe mit Anmerkungen von Splitter 40:5.] 532 

Zu 226. a 69, b 74. [Durch diese Berichtigung wird Splitter 226 ersetzt.]1132 

227. 1730. [Daniel Defoe :] Gründliche Historische Nachricht Vom 
Teuffei Ins Teutsche übersetzet Von Johannes Gebhard. Leipzig 
1730. b. 170. [Übersetzung von Splitter 214.] 534 

228. 1730. Curieuse Gespräche Im Reiche derer Todten, Zwischen 

Tille, Faustsplitter. HI 



XXX\III Splitterverzeichnis: 1730—1738 

Splitter Seite 

Balthasar Becker und Christian Scriver. Franckfurt und Leipzig 
1730. a4o, 1)48. 535 

229. 1730. Poetischer Staar-Stecher. Bresslau und Leipzig 1730. 536 
370. 1730. Johann Christoph Gottsched: Versuch einer Critischeu 

Dichtkunst. Leipzig 1730. S. 152. 965 

406. 1730. Joh. Christian Fritschius : Seltsame jedoch wahrhafftige 
Theologische, Juristische, Medicinische und Physikalische (be- 
schichte. Leipzig 1730. S. 294. 1035 

407. 1730. [Graf v. Stein:] Unterredungen von dem Reiche der 
Geister. Band L Leipzig 1730. V. Stück. S. 600. 1036 

230. 1731. Jacobus Ehrharth: De illustrium ac obscurorum Scrip- 
torum Erroribus Praecipais in Historia Mahometi. Ulm 1731. 

p. 32. 538 

231. 1731. Reimannianae Bibliothecae Theologicae Catalogus IL 
Hildesiae 1731. p. 1022. 54a 

Zu 231. 1134 

871. 1731. [Ludvig Holberg:] Den Danske Stue-Plads IV 1731 abc. 966 

408. 1731. [James Ralph:] The Taste of the Town: or a Guide 

to all Publick Diversions. London 1731. p. 55. 1038 

232. 1732. J. B. v. E. [Johann Benedikt Scheibe]: Freymüthige 
Gedancken aus der Historie. Colin 1732. S. 53. 541 

233. 1732. Johannes Vogt: Catalogus Historico-Criticus Librorum 
Rariorum. Hamburgi 1732. p. 84. 541 

234. 1733. [Daniel Defoe:] Geschichte des Teuffels. Franckfurt a. M. 
1733. c. 493. [Übersetzung von Splitter 214.] 542 

Zu 234. a 354, b 375. 1134 

235. 1735. Just Christoph Motschmann: Erfordia Literata Continuata 
III. Erffurth und Leipzig 1735. S. 369. 543 

Zu 235. 1135 

236. 1735. Grosses vollständiges Universal Lexicon, IX. Halle und 
Leipzig 1735. Sp. 340. 550 

409. 1735. Gayot de Pitaval : Causes Celebres Et Interessantes, Avec 
les Jugemens qui les ont decidees. Tome Sixieme. La Haye 
1735. p. 180. 1039 

237. 1736. Max Koch: Zeitschrift für vergleichende Litteratur- 
geschichte III. Weimar 1893. S. 468 Szenarium eines 
Cyprianspielcs. 551 

238. 1737. Johann Benedict Scheibe: Freymüthige Gedancken aus 
der Historie, der Critic und zumahl der Litteratur. Francken- 
thal a. d. Werra 1737. (Zweite Auflage von Splitter 232.) 552' 

239. 1737. Johann Jacob Bräuner: Physicalisch und Historisch- 
Erörterte Curiositäten; Oder: Entlarvter Teufflischer Aberglaube. 
Franckfurth a. M. 1737. a400, b 752. 554 

240. 1738. [Fassmann] Gespräche In dem Reiche derer Todten 
[XV] 232. Leipzig 1738. S. 511. 568 



Splitterverzeichnis : 1738-1 7 I I XXXIX 

Splitter Seite 

410. 1738. [Graf von Stein:] Untenecliingcii von dem Keithe der 
Geister, Band ill. Leipzig 1731. XVII. Stück. JtJerlin 1738. 

S. 479. 1041 

411. 1738. Georg Wilhelm Wegner |Thars:iii(lci| : Schan-Platz Vieler 
Ungereimten Meynungen und KrzehUuigen , Zweyter Band. 
Merlin 1739. XIIl. Stück. Hoilin und Leipzig 1738. a 469, b 503.1051 

'241. 1739. Eberhard David Hauber: Bibliotheca Sive Acta et 

Scripta Magica I, 5 und 8. Lemgo 1738. a38, b 513. 572 

412. 1739. Rudolph Lang: Kurtz-verfasste Reiss-BeschreibungOder: 
Offtbeschuldigte aber niemals erwiesene Zauber-Kunst. Augsburg 
1739. a58. 1)84, c 99, d 102. 1057 

242. 1740. Eberhard David Hauber: Bibliotheca Sive Acta et 

Scripta Magica II, 22. Lemgo' 1740. S. 707. 573 

343. 1740. Louis Moreri: Le Grand Dictionaire Historique IV. 

Amsterdam. Leyden. La Haye, Utrecht. 1740. p. 36 a. 577 

244. 1740. E. A. Hagen: Geschichte des Theaters in Preussen. 
Königsberg 1854. S. 116. Schauspieler Hilferding 1740 in 
Königsberg. 579 

|X. (in 174n. Korureuther: 3Iagia Ordinis Artium et Scien- 

liaium. Post Partum Virginis 1515.] 1144 

413. 1740. [Fassmann:] Sechzehuder Band zu denen Gesprächen in 
dem Reiche derer Todten. Leipzig 1 740.[Zweiter Teil.] S. 727. 
Inhalt der 232. Entrevue [Splitter 240]. 1063 

414. 1740. Rudolph Lang: Die von mir aufs höchst gebrachte 
Natürliche Zauberey. Dritter Theil. Augspurg 1740. S. [16]. 50. 1065 

245. 1741. Königlich Preussisches Geheimes Staatsarchiv zu Königs- 
berg. Ostpreussischer Foliant 1207 a. Protokoll vom 17. 
April 1741. 579 

246. 1741. Johann George Keyssler: Fortsetzung Neuester Reisen 
Hannover 1741. S. 1130. 580 

247. 1742. Eberhard David Hauber: Bibliotheca, Acta et Scripta 
Magica, ill, 27. Lemgo 1742. S. 184. 580 

Zu 247. 1135 

248. 1742 Reflexions Sur Les Ouvrages De Literature YI. Paris 
1742. p. 234. 592 

Zu 248. 1137 

249. 1743. Fridericus Otto Menckenius: Miscellanea Lipsiensia Nova. 
Lipsiae 1743. p. 122. 593 

Zu 249. 1137 

250. 1744. Neue Beyträge zum Vergnügen des Verstandes und 
Witzes. I, 3. Bremen und Leipzig 1744. S. 214. Zachariä- 
Verwandlungen. 595 

■Zu 250. 1137 

251. 1744. Eberhard DaA-id Hauber: Bibliotheca, Acta et Scripta 

ilagica HI, 35. Lemgo 1741. S. 760. 596 

III* 



XXXX Splitterverzeichnis: 1744 — 1753 

Splitter Seite 

372. 1744. Ludwig Holberg: Zum dritten und letzten male Sechs 
Lust-Spiele, deutsch von J. G. L. von A. [.T. (1. Laub von 
Augsburg.] Coppenliagen und Leipzig 1744. Die Hexerey Oder 
der blinde Lärmen, a 277, b 374, c 378. [Übersetzung von 
Splitter 311.] 966- 

252. 1745. Bernharil Seuffert: Vierteljahrschrift für Litteratur- 
geschichte III. Weimar 1890. S. 200. Ode von S. G. Lange 

an Herrn Ramler. 598 

415. 1747. Alexander Pope: Duncias mit Historischen Noten und 

einem Schreiben des Übersetzers an die Obotriten. a 37, b 41. 1066- 
[Übersetzung von Splitter Zu 226 (403. 369. 226).] 

253. 1748. Bernhard Seuffert: Vierteljahrschrift für Litteratur- 
geschichte IIL Weimar 1890. S. 200. Uz an Gleim d. 25. 
März 1748. 599 

254. 1748. Gotthold Ephraim Lessing: Schriften IV. Berlin 1754. 

S. 5 der junge Gelehrte, zuerst aufgeführt 1748. 599 

41H. 1748. Johannes Andreas Tafinger et Christophorus Matthaeus 
Pfaftius: Dissertatio Theologica Casualis de Invocatione 
S. Christophori ad largiendos Nummos. Vom Christophels-Gebet. 
d. 6. Sept. 1748. Tubingae p. 27. 1067 

255. 1749. Augustiu Calmet: Dissertations Sur Les Apparitions 

Des Esprits. Einsidlen 1749. p. 350. 600 

417. 1749. Christoph Matthaeus Pfaö' [und Johannes Andreas 
Tafinger]: Theologische Untersuchung des so genannten 
ühristophel-Gebets. Franckfurt und Leipzig 1749. S. 30. Deutsche 
Übersetzung von Splitter 416. 1068- 

256. 1750. Fridericus Gotthilf Freytag: Analecta Litteraria De Libris 
üarioribus. Lipsiae 1750. p. 334. 601 

257. 1750. Wilhelm Creizenach: Versuch einer Geschichte des 
Volksschauspiels vom Doctor Faust. Halle a. S. 1878. S. 168. 
Theaterzettel für Leben und Tod des Erzzauberers Hanswurst. 602 

258. 1751. Augustinus Calmet: Gelehrte Verhandlung der Materi, 
Von Erscheinungen der Geisteren. Augspurg 1751. S. 437. 
[Übersetzung von Splitter 255.] 602' 

Zu 258. 1137 

259. 1751. Catalogus Bibliothecae Bunavianae I, 2. Lipsiae 1751. 

p. 1237b. 603 

260. 1751. Gersaint, Helle et Glomy : Catalogue Raisonne De 
Toutes Les Pieces Qui forment l'Oeuvre De Rembrandt. Paris 
1751. p. 195. 605 

261. 1752. Christian Friderich Sattler, Historische Beschreibung 
des Herzogthums Würtemberg. Stuttgart und Esslingen 1752. 

S. 191. 60t> 

262. 1753. William Hogarth : The Analysis Of Beauty. London 
1753. p. 32. 608 



Splitterverzeichnis: 17r)3-1757 XXXXI 

Splitter Seite 

873. 1753. [Steger:] Verniinftmässige Beurtheilung Zweyer SclirciluMi. 

Leipzig 17r)3. a 5tt. 1)78. '.»tÜ* 

263. 17r>4. Wilhelm Hogarth : Zergliederung der Sch(">iilicit. cieutsch 
von C. Mylius. Loiulon und Hannover 1754. S. IH. [ri)ersetzung 
von Splitter 262.] 608 

264. 1754. Neue Erweiterungen der Krki'nntnis und des Ver- 
gnügens IV, 21. Frankf'ui't nnil Ijei]i/,ig 1754. .1. F. II. . . ert : 
Sehauspiele von Sehucli 31ai untlJuni 1754 zu Berlin. a22i), b231. 609 

Zu 264. 1137 

265. 1754. [Naeli Ludwig Holberg:] Der I>linde Lermen zur Fast- 
nacht-Zeit Oder der eingebildete Hexenmeister. Ulm 1754. 
[Bearbeitung von Splitter 371 u. 372.] tilO 

266. 1755. Aniade de Burgy: ("atalogns Van de Weergalooze En 
Eenigste Volkoome Verzameling Der Printkunst Van Kem- 
brandt. In's Hage 1755. a 24 25. 1. l^S 2<t. 610 

267. 1755. Gelehrter Briefwechsel zwischen D. Jidiann .Jaeolj 
Reiske, Moses Mendelssohn und (Totthold Ephraim Lessing 1. 
Berlin 1789. S. 13. Mendelssohn an Lessing- d. 19. Nov. 1755. 611 

Zu 267. Mendelssohn an Lessing d. 26. Dec. 1755. 1137 

418. 1755. Bernhard Seuffert:Vierteljahrschrift tür Littcraturgcschii-hte. 

Zweiter Band. Weimar 1889. S. 271. Lessing an von Breitenbauch. 1069 

268. 1755. Henricus Philippus Stolbergius et Christophorus Augustus 
Heumann : Supplementa Historiae Literariae Gottingensis. 30. 
Sept. 1755. Gottingae o. J. 612 

269. 1756. Johann Friedrich Löwe : Die Walpurgis Xacht. Ham- 
burg und Leipzig 1756. a 1, b 5, c 19, d 68, e 69. 612 

Zu 269. 1138 

[XL 1756. Odilo Schreger: Zu nützlicher Zeitanwendung Zu- 
sammengetragener Auszug der 3Ierk\vürdigsten Sachen. Stadt 
am Hof 1756. S. 286.] 1145 

270. 1756. Pierre Yver: Supplement Au Catalogue Raisonne De 

M M. Gersaint, Helle et Glomy, Amsterdam 1756. a75, b 123. 614 
Zu 270. 1138 

271. 1756. Georgius Gothofredus Küsterus : ]\larchia Litterata XVIII. 

o. O. u. J. (il5 

Zu 271. 1138 

272. 1757. Heinrich ("arl Schütze: Vernindt- und schriftmässige 
Abhandlung von Aberglauben. Wernigerode 1757. a79, b82, c91. 617 

Zu 272. 1138 

273. 1757. Urtheile über das Verhalten der Menschen. Frankfurt 
und Leipzig 1756. S. 336. 623 

[XII. Vor 1758. Bibliotheca Schroedteriana p. 605.] 1145 

274. 1758. Prosper Marchand: Dictionaire Historique I. La Haye 
1758. p. 249. 623- 



XXXXII Si^litterverzeichnis : 1758- — 1765 

Splitter Seite 

275. 1758. Nützliche Saminluiio^en, vom Jalire 1758, IV, 73. Hannover 

1758. a llt)7, b U57. 634 
Zu 275. 1139 

276. 1758. Gotthold Ephraim Lessings Briefwechsel mit Friedrich 
Wilhelm Gleim. Berlin 1794. S. 44. Lessing an Gleim, d.8.Juli 1758. 639 

277. 1759. [(rotthold Ephraim Lessing:] Briefe, die Neueste Litteratur 
betreöend, I. Berlin 1761, S. 97, d. 16. Febr. 1759. 639 

Zu 277. 1139 

218. 1759. Briefe, die Einführung des Englischen Geschmacks in 

Schauspielen betreffend. Frankfurt und Leipzig 1760. a 3, b 8. 

c 12, d49, el07, f 108, gll5. 645 

279. 1759. Das Neueste aus der anmuthigen Gelehrsamkeit. Leipzig 

1759. S. 916. 658 

280. 1759. Hannoverische Beyträge zum Nutzen und Vergnügen, 

I. Hannover 1759. Sp. 609 610. 663 

281. 1760. Otto Christian Lohenschiold : Des Herrn Abts Ladvokat 
historisches Hand-Wörterbuch. Ulm 1760. Sp. 1344. 672 

282. 1760. Bibliotheca loannis Nicolai Frobesii [Helmstadii] [1760] 

p. 396. 673 

•283. 1760. August Sauer: Euphorion II. Bamberg 1895. S. 631. Neu- 
jahrswunsch des Schauspieldirektors Prehauser. 673 

^84. 1761. Dryden : Der Fall des Menschen. Frankfurt und Leipzig 

1761. S. XV. Vorbericht. 674 

-374. 1761. Ludwig von Holberg: Die dänische Schaubühne. Kopen- 
hagen 1761. a 255, b 333, c 350. [Übersetzung von Splitter 371, 
Neubearbeitung von Splitter 372.] 973 

Zu 374. 1143 

419. 1761. Ardoiuo [Jbbidente dell' Osa [P. Jordan Simon] : Das 
grosse Welt-betrügende Nichts oder die heutige Hexerey und 
Zauberkunst. Wirtzburg 1761. Zweyter Theil. S. 561. 1071 

■285. 1764. Zacharie: Les Metamorphoses, Paris 1764 [übersetzt von 

Muller] p. 34. [Übersetzung von Splitter 250.] 675 

(XIII. Vor 1764. [Bourdelot] [Bordeion:] Storia delle Innnaginazioni 

Stravaganti dei Signor üufle. [Erste Auflage von Splitter 420.]) 1145 

420. 1764. [Bourdelot] [Bordeion:] Storia delle Imraaginazioni 
Stravaganti dei Signor Oufle. Tradotta dal Francese. Edizione 
Seconda. Tomo Primo Lucca 1764 al2. b. Tomo Secondo p. 169. 
[Zweite Auflage von Splitter XUL] 1072 

■286. Um 1765. Gotthold Ephraim Lessings sämmtliche Schriften 
XV. Berlin 1793. S. 238: KoUektaneen zur Literatur. Heraus- 
gegeben von Johann Joachim Eschenburg. 675 

:287. Cm 1765. Gotthold Ephraim Lessings sämmtliche Schriften. 
X\I. Berlin 1793. S. 410. KoUektaneen zur Literatur, 
herausgegeben von Johann Joachim Eschenburg. S. 42. ')76 



Splittorverzoiclmis : 17*).") — 1771 XXXXIll 

Splitter Seite 

288. Um 17*)."). HciiiriL-h A.simis: Die (Irainatischc Kunst mul das 
Tlicuter zu Lübeck. Lübeeiv 18t)2. S. ii'6. Deutsche Schau- 
spieler in Lübeck, Febr. 1765. <)77 

289. n*)"). .lohaun ('liristoj)ii Gottsched: Der nöthij^e ^'ol•^aIh zur 
Geschichte der deutschen dramatischen Diclitkunst. II. Leipzig 
17(1.'). S. 140. ()77 

29U. 17()7. \'ültaire: Oeuvres Avec Prefaces. XLiii. ^IcUuiffes 
VIL Paris IS.-Jl. |). 501: Voltaire an Karl Wilhelm Ferdinand 
\()\\ Hrauiischwci^-ijüneburg. 678- 

29L 1767. Archiv des Prediger-Ministeriums zu Frankfurt a. ]\I. 

17()7 No. 29 bis No. 32. a 29, b 30. c 31. d 32. 680 

292. 17()7. Frankfurter Theaterzettel von JosephvonKurtzzu Lessings 
^linna von Barnhelm 1767. 683 

293. 1767. Gotthold Ephraim Lessings sämnitliche Schriften XXX. 
Berlin 1794. S. 24. Gotthold Ephraim Lessing au Karl (lott- 
helf Lessing d. 21. Sept. 1767. 685 

421. 1767. A. U. Mayer [F. N. BlocksbergerJ: Nichtige, ungegriludcte 
eitle, kahle und lächerliche Verantwortung des H. P. Angelus 
März über die vom 1'. Don Ferdinand Sterzinger gestellten 
Fragen. Vom Moldaustrom 1767. S. 3. 1073 

294. 1768. Gelehrter Briefwechsel zwischen D.Johann .lacob Reiske, 
Conrad Arnold Schmid und Gotthold Ephraim Lessing II. 
Berlin 1789. S. 189. Ebert an G. E. Lessing. 685 

295. 1768. Gelehrter Briefwechsel zwischen D. Johann Jacob Reiske, 
Conrad Arnold Schmid und Gotthold Ephraim Lessing II, Berlin 
1789, S. 198. Ebert an G. E. Lessing d. 26. Jan. 1769. 686 

296. 1770. [Siegmund von Schweigerhausen :] Über die Leipziger 
Bühne an Herrn J. F. Löwen zu Rostock. Erstes Schreiben. 
Dressden 1770. a 75, b 94. 687 

297. 1770. [Siegmund von Schweigerhausen:] Über die Leipziger 
Bühne an Herrn J. F. Löwen zu Rostock. Zweites Schreiben. 
Dressden 1770. S. 200. 688 

298. 1770. Gelehrter Briefwechsel zwischen D. Johann Jacob Reiske, 
Conrad Arnold Schmid und Gotthold Ephraim Lessing IL 
Berlin 1789. Ebert an G. E. Lessing d. 7. Jan. 1770. a217, 
b222, c223. 689 

299. 1770. Hoffmaun von Fallersleben und Oskar Schade: Wei- 
marisches Jahrbuch Für Deutsche Sprache VI. Hannover 
1857. S. 74. Johann Arnold Ebert an Raspe d. 10. April 1770. 690 

300. 1771. J C. W. Möhsen: V^erzeichnis einer Samlung von 
Bildnissen grösstentheils berühmter Aerzte, Berlin 1771. al 11, 

bl 12. cll 40. 690 

422. 1774. [Ellis Wynne:] Gweledigaetheu Y Bardd Cwsc. Gwerthwr 
Llyfrau 1774. all2, b 131. [Spätere Auflage von Splitter IX.] 1074 



XXXXIV bplitterverzeichnis : 1775 — 1778 

Splitter Seite 

301. 177.'). Richard 31aria Werner : Aus dem .losephinischen Wien. 
Geblers und Nicolais Briefwechsel 1771 —1786. Berlin 1888. 

S. 73. Fr. von Gebier an Xieolai. <j97 

302. 1775. Morgenblatt für gebildete Leser. XXXIV. Stuttgart 
und Tübingen 1840. S. 1183. Felix Christian Weisse an 
Johann Peter Uz d. 7. Oct. 1775. 698 

423. 1775. Chr. F. Schubart: Deutsche Chronik auf das Jahr 1775. 
Uhu. Zweyter Jahrgang Neun und drej'ssigstes Stück d. 15. Mai 

1775. S. 310. 1076 

303. 1776. [Chr. M. Wieland:] Der Teutsche Merkur vom Jahr 1776. 
Weimar [1776]. S. 206. Wieland: Liebe um Liebe. 699 

375. 1776. Heinrich Düntzer: Zur deutschen Literatur und Geschichte. 
Ungedruckte Briefe aus Knebels Xachlass I Xüi-nbei'g 1858. 

5. 62. Von Bvern an Knebel d. 8. Dez. 1776. 975 

424. 1776. [Chr. M. Wieland:] Der Teutsche Merkur vom Jahr 

1776. Drittes Vierteljahr. Weimar Julius 1776. S. 81. Be- 
sprechung von Situation aus Fausts Leben von Mahler Müller. 1076 

304. 1777. Deutsches Museum, Erster Band, drittes Stück, 31ärz 

1777. Leipzig 1777. S. 254. Jakob Michael Reinhold Lenz: 
Fragment aus einer Farce „die Höllenrichter". 699 

-305. 1777. [X. A. 0. Reichard :] Theater-Journal für Deutschland 
vom Jahre 1777. Gotha [1777]. S. 64. Schuch auf der Mainzer 
Bühne 1746. 701 

-306. 1777. Chr. F. D. Schubart: Teutsche Chronik auts Jahr 1777. 

IV, 46. S. 368. Über die Franz Grimmersche Truppe in Ubm. 702 

Zu 306. 1139 

-307. 1777. Frankfurter Konversationsblatt 1849. Frankfurt a. M. 

[1849]. Ein Autograph von Maler 31üller. a 223«, b227a. 702 

Zu 307. 1139 

[XIV. Johann Godofred Maj'er, Historia Diaboli. Tubingae 1777. 

Erste Auflage von Splitter 425.] 1145 

-308. 1778. Johann Peter Eberhard: Abhandlungen vom physi- 
kalischen Aberglauben und der Magie, Halle im Magdeburgischen 

1778. a 64. b 95, c 109. 706 
309. 1778. [X. A. 0. Reichard:] Theater-Journal für Deutschland, 

6. Gotha 1778. S. 18. Schink: Doktor Faust: ein komisches 
Duodrama. 708 

Zu 309. 1139 

-310. 1778. [X. A. 0. Reichard:] Bibliothek der Romane I. Berlin 
1778. S. 81. Auszug aus dem Faustbuch des Christlich 
Meynenden. 725 

-311. 1778. [X. A. O. Reichard:] Bibliothek der Romane H. 
Berlin 1778. S. 267. Anton (iraf Hamilton : Doktor Faust, 
Erzählung. Deutsch von Mylius und Schink. [Übersetzung von 
Splitter 156.] 733 



Splitterverzeichnis: 1779 1782 XXXXV 

Splitter Seite 

312. ]77Jt. |X. A. 0. Reichard:] Theater-Journal tiir DiMitschland, 

9. (iiitha 1779. S. ;3H. Wiener Theater. 755 

312. 1779. Litteratur und Theater-Zeitung II, c. Berlin 1779. 

S. 236. Besprechung von Maler Müllers Fausts Leben. 756 

314. 1779. [X. A. 0. Reichard:] Bibliothek der Koniane IV. Berlin 
1779. a93. 1) 105. 759 

315. 1779. Deutsches Museum 1, Leipzig 1779. S. 2H1. Szene aus 
Maler Müllers Fausts Leben. 760 

316. 1779. [N. A. O. Reichard:] Theater-Kai. Mider, auf (bis Jahr 
1779. (bnha [1779|. n III. b 226. 762 

317. 1779. Johann Christian Wiegleb: Die natürliche Magie, Berlin 
und Stettin 1779. Johann Nikolaus Martins: Unterricht in der 
natürlichen 3Iagie: Johann Peter Eberhard: Abhandlung von 

der Magie, a 3, b 27, c 39. 763 

318. 1779. Zeitgenossen. Biographien und Charakteristiken I. 
Leipzig und Altenburg 1H16. S. 28. Friedrich von Matthison : 
Selbstbiographie. 765 

319. 178U. Anhang zu dem fünf und zwanzigsten bis sechs und 
dreyssigsten Baude der allgemeinen deutschen Bibliothek. 
Berlin und Stettin 1780. II. S. 740. Besprechung von Johann 
Faust, allegorisches Drama und Maler Müllers Situation ans 
Fausts Leben. 765 

320. 1780. Elias Caspar Reichard: Vei-mischte Beyträge zur Be- 
förderung einer nähern Einsicht in das gesamte Geisterreich. 
Helmstedt 1780. al7. b 375, c 380, d .520. 767 

Zu .320. 1139 

425. 1780. Johann (iodofred Mayer: Historia Diaboli Seu Coramen- 
tatio de Diaboli. JVIalorumque Spirituum Exsistentia, Statibus, 
ludiciis, Consiliis, Potestate. Editio Altera Tubingae 1780. 
[Von Splitter XIV.] 1078 

321. 1781. Thomas Warton: The History Of English Poetry. 
Oxford 1781. p. 436. 770 

322. 1781. J. C. W. Moehsen: Beschreibung einer Berlinischen 
Medaillen-Sammlung. Berlin und Leipzig 1781. S. 431. 772 

323. 1781. Litteratur- und Theater-Zeitung IV, 3. Berlin 1781. 
a465, b481. 773 

Zu 323. 1139 

324. 1781. Preussische Blumenlese für das Jahr 1781. Königsberg 
[1781]. S. 176. Herklots: Doktor Faust. 778 

325. 1781. L. M. Plümicke: Entwurf einer Theatergeschichte von 
Berlin. Berlin und Stettin 1781. S. 76 : di Scio Okt. 1703 in Berlin. 783 

Zu 325. 11^9 

326. 1782. Pianco [Heinrich Freiherr Ecker von Eckhofen :] Der 
Rosenkreuzer in seiner Blosse. Amsterdam 1782. S. 184. 784 

[XV. 1782. Zum Behuf des neuen Theaters. Salzburg 1782.] 1145 

Tille, Faustsplitter. III** 



XXXXVI Splitterverzeichnis: 1783—1791 

Splitter Seite 

327. 1783. Salzmann: Der Teufel in Wien. Wien 1783. a Personen- 
verzeichnis, b 12, c 50. 786 

426. 1783. Friederich Schiller: Die Verschwörung des Fiesko zu 
Genua. Ein republikanisches Trauerspiel. Mannheim 1783. 

S. 28. I. 9. 1079 

328. 1784. Litteratur und Völkerkunde V. Dessa 1784. S. 82. von 
Blankenburg über Lessings Faust. 787 

Zu 328. 1140 

329. 1784. F. L. W. Meyer: Friedrich Ludwig Schröder I. Ham- 
burg 1819. a 173. b 177, c 248. 790 

230. 1784. Christian Fridrich Sattler: Topographische Geschichte 

des Herzogthuras Würtemberg. Stuttgard 1784. S. 549. 791 

331. 1785. Uhuhu oder Hexen-Gespenster-Schazgräber und Er- 
scheinungs-Geschichten I. Erfurt 1785. S. III. 793 

332. 1786. Gotthold Ephraim Lessings Theatralischer Xachlass IL 
Berlin 1786. a XXXIX K. G. Lessing; b 189 J. J. Engel. 796 

Zu 332. 1140 

427. 1786. Nachrichten von merkwürdigen Verbrechern in Deutsch- 
land. Zweyter Band LZ. Bornholm 1786. S. 277. Über 
Johann Gotthard Weber und die Jenaische Christnachtstragödie. 1080 

333. 1787. Friedrich Nicolai: Beschreibung einer Reise durch 
Deutschland V^III. Berlin und Stettin 1787. S. 151. Augsburger 
Puppentheater. 806 

334. 1787. [G. Naude:] Über den Zauberglauben und andere 
Schwärmereien. Leipzig 1787. b33, c 230, d 240, e 245, f 250. 
[Übersetzung von Splitter 80.] 807 

Zu 334. a 21, g 314. Anhang über neuere Magiker: h 365. 1141 

428. 1787. Joseph Weber: Ungrund des Hexen- und Gespenster- 
Glaubens. Dillingen 1787. S. 42. 1082 

335. 1788. Gemeinnützige Blätter. Eine Wochenschritt zum Besten 
der Armen von der Litterarischen Gesellschaft zu Halberstadt 

L 1. aH4, bl29. 810 

336. 1789. [J. C. Adelung:] Geschichte der menschlichen Narrheit 

VIL Leipzig 1789. S. 367. 8l9 

337. Um 1790. Philipp Hafners Gesammelte Schriften. Wien 1812. 

S. 112. 820 

338. 1790. [GrimmeLshausen :] Der im vorigen Jahrhundert so welt- 
berufene Simplizius v. Einfaltspinsel. Frankfurt und Leipzig 
1790. S. 219. 821 

339. 1790. Carl Friedrich Bahrdt: Geschichte seines Lebens I. 
Wien 1790. S. 178. 822 

429. 1791. Und der Satz: Teuflische Magie existirt, bestehet noch. 
In einer Antwort des katholischen Weltmannes auf die von 
einem Herrn Landpfarrer herausgegebene Apologie der Professor 



Splitten-erzeichnis: 1792-1707 XXXXVII 

Splitter • Seite 

Weberschon Hexenreformation. Augsburg ITTM. S. 178. [Gegen 
Splittor 428. j 1083 

340. 17!I2. AUgenioine Literatur-Zeitung III. Jena und Leipzig 
1792. a349, b 641. 835 

341. 1792. Geschichte der Talismanischeu Kunst, Germanien 1792. 

S. 14:.. 841 

342. 1792. Siegnumd Freyherr von ßibra : Journal von und für 
Deutschland o. O. 1792. a 657, bl04l. 842 

343. 1793. Karl Gotthelf Lessing: Gotthold Ephraim Leasings 
Leben I. Berlin 1793. S. 243. 865 

430. 1793. Jean Paul [Friedrich Richter]: Die Unsichtbare Loge. 
Berlin 1793. Darin Anhang: Leben des vergnügten Schul- 
meisterleins Maria Wuz in Auenthal. Eine Art Idylle. S. 371. 1087 

344. 1794. Deutsche Monatsschrift L Berlin 1794 S. 207. Engelschall: 
Doktor Faust und Ottmair. 866 

345. 1794. Johann Friedrich Schütze: Haniburgische Theater-Ge- 
schichte. Hamburg 1794. a 61, b81, c 82, d 97, e 99, fl29, 
g266, h391, i392. 880 

346. 1794. [Christian August Behr:] Auswahl vorgeblicher Weis- 
sagungen. Zeitz und Naumburg 1794. a 69, b 81. 883 

Zu 346. 1142 

431. 1794. [Heinrich Ludwig Fischer:] Beiträge zur Beantwortung 
der Frage : ob Aufklärung schon weit genug gediehen oder 
vollendet sey? Als Anhang zu dem Buch vom Aberglauben. 
Hannover 1794. S. 47. 1088 

347. 1795. Neue allgemeine deutsche Bibliothek XVI, 2. Kiel 1795. 
S. 337. Besprechung von Behrs Auswahl vorgeblicher Weis- 
sagungen. 886 

348. 1795. Berlinisches Archiv der Zeit und ihres Geschmacks I, 
2. Berlin 1795. a428, b45l. Schink: Prolog zu einem dramatischen 
Gedichte: Doktor Faust. 887 

Zu 348. 1142 

349. Um 1795. Abentheuei'liche Reise des Superintendenten Typke 
aus Dobrilugk. Acheron 5700. a 10, b 22, c26. 901 

350. 179(j. Daniel Daulby: A Descriptive Catalogue of the Works 

of ßembrandt. Liverpool and London 1796. p. 158. 905 

351. 1796. Gottfried Erich Rosenthal: Johann Nikolaus 3Iartius 
Unterricht in der natürlichen Magie XI. Berlin und Stettin 
1796. S. 5. 906 

432. 1796. Novalis [Hardenberg] : Sämmtliche AVerke herausgegeben 
von Carl Meissner, eingeleitet von Bruno Wille. Erster Band. 
Florenz und Leipzig 1898. Novalis an Reinhold d. 1. April 
1796. S. 57. 1092 

-352. 1797. Allgemeiner Litterarischer Anzeiger, II. Leipzig 1797. 

Sp. 472. 907 



XXXXVIII Splitterverzeichnis: 1797—1800 

Splitter Seite 

Zu 352. 1142 

353. 1797. Journal für Theater und andere schöne Künste I. Ham- 
burg 1797. S. 7. 909 

354. 1797. Adam Bartsch : Catalogue Kaisonne De Toutes Les 
Estampes Qui Ferment L'Oeuvre De Rembrandt I. Vienne 
1797. p. 222. 909 

Zu 354. 1143 

355. 1797. Julius Soden: Thalia Und Melpomene I, 2. Chemnitz 
1797. S. 3. Szenen aus Sodens Doktor Faust. 910 

Zu 355. 1143 

356. 1797/8. [C. J. Weber:] DjTnoeritos oder hinterlassene Papiere 
eines lachenden Philosophen XII. Stuttgart 1840. S. 69. 917 

357. 1798. Erduin Julius Koch: Compendivun der Deutschen 
Literatur-Geschichte II. Berlin 1798. S. 237. 919 

358. 1798. Hamburgisch- und Altonaische Theater - Zeitung II. 
Altona 1798. a 33, b 49, c65. Docter Faust. Ein Satanisches 
Fragment. 921 

359. 1799. Allgemeiner Litterarischer Anzeiger lY. Leipzig 1799. 

Sp. 2029. Veesenmeyer über Dr. Georg Sabellicus. 928 

360. 1799. Berlinische Dramaturgie I. Berlin 1799. S. 85, Lessings 
Faust. 931 

433. 1799. W. G. Becker. Almanach und Taschenbuch zum ge- 
selligen Vergnügen. Leipzig 1800. S. 260. 28. Schink, Doctor 
Faust, Romanze aus einer noch ungedruckten Oper. 1093 

361. Um 1800. Ignaz V. Zingerle: Schildereien aus Tirol. Insbruck 
1877. S. 48. 935- 






Die Faustsplitter in der Literatur 
des sechzeliuten bis achtzehnten Jahrhunderts 



1507. Trithemius: Epistolae familiäres (1536) 

Joaiiuis Tritheinii Abbatis SpaiiheDieasis Epistolarum 
familiariuin libri duo ad diuersos Germaniif Principes, Kpi- 
scopos, ac eruditioue pr«stante.s iiiros, (jiioruin Catalogus 
subiectus est. Cavtvm Est Pvblico Edicto C^sare» Maiestatis, 
ne quis aliiis inij)iine intra quatuor aimos impriniat. Haga- 
üoae Ex Ofliciiia l'etri Brubachij 1.');)»;. 



1). •M-2. 



.10 AN. TRITE. AB. MONASTEini S. lAcobi siiburbio 
eiuitatis llerbipolensis .loanni Yirdiiugo de Hasfurt mathe- 
matieo doctissimo saliitem. 

EXhibuit mihi literas tuas Heuriciis (irouigerus Keueren- 
dissimi pnesulis nostri a secretis. quibiis [)laue cognoui cau- 
sam meam petitoriam apud lllustrissimuni priucipem Philip- 
pum Comitem Palatinum per te fuisse promotam. Quare 
tibi gratias habeo (juam maximas. ret'eraiiKpie pro uiribus 
quoties mihi dabitur occasio. De libris uero priucipis faciam 
iuxta cousilium tuum. (piamuis timeam ne mora inducat 
periculum, quoniam homines sunt uigilantia ut plurimum 
carentes, qui paruam rebus etiam arduis adhibeant curani. 
librum uero tuum quem mihi comodasti manibus commisi 
scriptoris. qui mox ut fuerit rescriptus, ad te sine mora 
reuertetur. Libros autem Berengarii meos, quos apud te 
Budoris dimiseram rescribendos. cum perfeceris ad me ut 
redeant iubeto. Homo ille de quo mihi scripsisti Georgius 
Sabellicus, qui se priucipem necromanticorum Georgius 
ausus est nomiuare. gyrouagus. battologus, et Sabellicus. 

Tille: Faustsplitter. 1 ^ 



1 

1507. TrithemiiLs: ICpistolae familiäres (1536) 

circuncellio est, dignus qui uerberibus castigetur. ne temere 
deiuceps tarn nefaiida et ecclesiai sanctse contraria publice au- 
deat profiteri. Quid enim sunt aliud tituli quos sibi assumit. 
nisi stultissimaj ac uesauie mentis inditia, qui se fatuum non 
philosophum ostendit? Sic enim titulum sibi conuenientem 
formauit. Magister (ieorgius Sabellicus. Faustus iunior. fons 
necromanticorum, astrolügus, magus secundus, chiromanticus, 
agroniauticus, pyromanticus, in hydra arte secundus. Vide 
stultam hominis temeritatem, quanta feratur insania, ut se 
fontem necromantiae profiteri pra'sumat, qui vere om [313] 
nium bonarum literarum ignarus fatuum se potius appellare 
debuisset quam magistrum. Sed me non latet eins nequitia. 
Cum anno priore de Marcliia Brandenburgensi redirem, huuc 
ipsum bominem ai)ud Geilenbusen oppidum inueni. de quo 
Fausti uanitm mihi plura dicebantur in hospitio friuola, non 
hiHignis. sine magna eins temeritate ab eo promissa. 
^^\\\ mox ut me adesse audiuit. t'ugit de hospitio. et a nullo 
poterat persuaderi. (juod se meis pra^sentaret aspectibus. 
Titulum stulticiib sme ({ualem dedit ad te ((uem memoraui- 
mus, per quendam einem ad me quoque destiuauit. Refere- 
bant mihi (piidam in oppido sacerdotes, quod in multorum 
prjesentia dixerit, tantam se omnis sapientiae consecutum 
scientiam at(iue memoriam, ut si uolumina Piatonis et Aris- 
totelis omnia cum tota eorum philosophia in toto perisset ab 
hominum memoria, i[)se suo ingenio uelut Kzras alter He- 
bra-us, restituere uniuersa cum pryestantiore ualeret elegantia. 
Po.'^tea me Neometi existente Herbipolim ueuit, eademque 
uauitate actus in plurimorum fertur dixisse praesentia, quod 
Christi Saluatoris miracula non sint miranda, se quoque 
omuia facere posse (|ua3 Christus fecit ((uoties et (juaudo- 
cuntpie uelit. In ultima quoque huius anni quadragesima 
ueuit Stauronesum, et simili stulticiae gloriosus de se polli- 
cebatur ingentia. dicens se in Alchimia omnium (|ui fuerint 
unriuam esse perfectissimum, et scire atque posse quiccpiid 
homines optaueriut. Vacabat interea munus docendi schola- 
sticum in oppido memorato. ad quod Francisci ab Sickingen 
Raliui principis tui. hominis inysticarum rerum percupidi 

2 



1013. Tcntzelius: 8u])])lomentum Historiae GothaMao (1701) 

promotiüiie t'iiit assu!ni)tiis, (|ui iiiox iiefaiidi.s.sinid füruica- 
tionis M genere cum pueris uidelicet uoluptari wppit, quo 
statini deducto in lucein fuga [xeiiam decliiiauit paratam. 
H:ec sunt (pue mihi certissimo coustaut testimonio de iiomine 
illo, cpiem tanto uenturum esse desydeiiu pra\stolaris. Cum 
uenerit ad te. nun [»liilosophum, sed [H14| liomiuem fatuum 
et iiimia temeritate agitatum iuuenies. Vale mei memor cum 
oportuuitate priucipali. Ex lierhipoli iiicesima die meusis 
Augusti. Anuo Cliristianorum 1507. 



2 

1513. Tentzelius: Supplementum Historiae 
Gothanae (1701) 

\\ illielmi Eruesti Tentzelii Historiograplii Saxonici Sq)- 
plementnii Historiae (iotlumae Primvm Conradi Mvtiani Rvfi 
Canonici Qvondara (Jotliani Ac Inter Primos Litterarvm 
Restavratores Celeberrimi Ephtolas F1ervnqi-e Inedifas Car- 
mlna Et E/or/ia Complectens. lenae Svmptv loanuis Bielckii 
Bibliopolae. 1701. 
p. 98. 

Ex Epistola CXX. ad Vrbanum. 

VErum est, quod scribis, hunc esse morem theologistarum, 
vt et bonas literas, et bene literatos, odio insectentur vel 
decumano. Heri legimus in sacro: pac'ißce loquehaidur, sed 
cum dolo. Quid illa sibi verba volunt? Xe regis Idumee 
()Si<a in ciueres usque consumantur? Profecto parcere volunt 
Capnioni, non rogum excitare, nisi tantum libris: quasi vero 
liber citra authoris iniuriam comburi possit. fucatani 
clementiam ! Sub specie humani affectus atrociter des^euiunt. 
Combussit Italia Antonii^) Panormitani Poemata. Eo facto 
notara inussit Poetaj. Combussit Moguntia magistri Wesalii' 
opiuiones gymnasticas. famam senis ea res coinquinauit. Qui 



') formations illt Jt\rt. T. .0. 
-) 3nt Trucf antonii. 2. .p. 

3 1* 



2 
1513. Tentzelius: Supplementum Histdriae (rothauac (17U1) 

libnim odit. scriptorem odit. non potest l*di alterum, iiisi 
sentiat alter ignomiuiam. Et quaniuis haec ita siut, audent 
tanieii iniprudeutes Trophouii sie scribere: hidicanws smpe- 
fation riheJlum, citra fanien aiifhoris s/ii aofam et if/nominiam, 
supprimeiidnm, tollendiim, etc. Sed nihil hac fraiide profi- 
cient. Appellamus Cjesarem. Prouocaiiius ad summum Ponti- 
ficem. vt stultum pneiudicium couse(juatiir saniorem senteu- 
tiam. C?esar silentium imperauit. Papa dedit disceptatoreni 
Episcopura Basiliensem. Ex quo potest colligi, (jiiam sit cara 
Salus et dignitas laui Reuchliii capitibus orthodoxae fidei. 
Eant igitur liuidi ceusores in maximam malam crucem. Caesare 
et Leone decimo propiciis minutulos istos cacodsemouas flocci- 
pendainus. Latrare possuiit, vt canes rabiosi: mordere nou 
possunt, quia edentuli sunt. Quanto sapientior est Petreius, 
(jui sie exarauit in epistola: Ideo sententimn iioii fero, quia 
HO/t intelUgo. 

[94] Quid enim inii)robius, quam iiidicta causa quem- 
piani damnare? non intelliguut isti Simii, et tarnen iudicant. 
Nihil assunumt de suo, sed verba Aruuldi resuniunt. Inepti 
scilieet imitatores, Augustini regulani adducunt, olim mihi 
lectam. F.egi enim omnia Augustini. qu;b extant, opera et 
iunctim edita circum feruntur a bibliopolis quod simpliciter, 
non arroganter dictum velim. Sed illa regula ad Platonicos 
refertur, vel potius Manichaeos, quos Anrelius initio suae cre- 
dulitatis imitabatur. Est et illud in Arnoldo. Cutn ex verbis 
incaate prolatis swpe en-or orhifiir et /Kcresis: quod ex 
Hieronymo meo desumtum est: Denicjue nihil hie, quod non 
ante Arnoldo sit provisum et positum. Tametsi non apte. 
Quid enim barbasculns et homo sophista componat laude 
dignum? Mulum muH scabunt. Colonos forta sequitur. et 
mngit hoc modo: Totiits quoqiie venerandi colhgii excellentiss. 
doctorum TJieoloylcce Facultutis studii Coloniensis confratrum 
atque fautorum nostrorum hi ceu/um cotendorum. Audit blau- 
ditias insulsas. Est enim frater vester lanus Renchlin. Hunc 
oceiditis impii, vt liuori vestro satisfaciatis. Pi-o furtis ipsius 
protestatiouem et inm Grammaticce mit Logicoi. Che Jesu. Qualis 
cecitas Parua captant, magna non obseruant. Instar vena- 

4 



3 

1519. Frankfurter Faustaiisstelhing (1893) 

torum, (|ui pro lepusculis capiuiit eriiiaceos, ne vaciii doinum 
redeant. Quid taudem? hodie cantauimus duos Kvvaldos, 
Christi testes, collaudaiites. Abstergat deiis omuem laery- 
mam ab ociilis sanotorum. et iam non erit amplius nefjue 
liictus ne(|ue clainor. .sed nee vlliis dolor. (|uiim priora traiis- 
ierimt. Transiiiit per ignem Reuchlin, sed illaesus permanet 
in {eternum. Igiiis autem theologistarum, id est inuidia, 
muiquam extiiiguetur. Noii erit liictus et olainoi- et dolor 
in domo lani, sanctissimi Patris nostri. qui diuinitus ita 
loquitur: male [!>")] pereant incendiarii librorum. Pereant 
oraues talia lequo animo ferentes. Percutiat eos Dens egestate, 
febre, frigore, ardore, iestii, aere corrupto, ae rubigine, donec 
pereant. percutiat eos vlcere ^Egypti, seabie et prurigine, ita 
vt curari nequeant. Percutiat eos amentia, c^ecitate et furore, 
nee habeant, qui lil)eret eos. tradantur satanse, vt Spiritus 
saluus fiat. Et tu Vrbaiie, si vacat. adde psalmum: Deus 
laudem et stimulos omnium deuotionum et maledictiouis 
sempiterne. Xetpie enini comburi über debet, sed silen- 
tium litigantibus inuugi, (juod et Csesari et Pap» placere 
videmus. Haetenus de censura bai'dorum. Venit octauo 
abhiue die quidani ("liiromanticus Erpluirdiam nomine Geor- 
gius Faustus, Helmitheus Hedebergenis, merus ostentator et 
fatuus. Eins et omnium diuinaculorum vana est professio. 
et talis physioguomia leuior typula. Rüdes admirantur. in 
eum theologi iusurgant. Non confieiant pliilosophum Cap- 
nionem. Ego audiui garrientem in hospitio, Non castigaui 
iactantiam. (|uid aliena insania ad me? Spalatini tu vnicus 
es Saluator, Gratiam referet et soluet debita. Vale. V. Nouas 
Oetobris MDXllI. 

3 

1519. Frankfurter Faustausstellung (1893) 

Ausstellung Von Handschriften, Druckwerken, Bildern 
und Tonwerken Zur Faustsage Und Faustdichtung Veranstaltet 
Vom Freien Deutschen Hochstift. 28. August — 10. November 
1.S93. Frankfurt A. M. Druck von Gebrüder Knauer. 



4a. b 
1528. Oberbayerisehes Ai-eliiv (1872 73) 

Facsimile-Tafel 2. Aus dem Rechimngsbiich des Bischofs 
von Bamberg 1519/20. 

.panfen munerei (5amennin)[tev6 5arrcd)miiu] non malburgiö 

foiift5e()cnl)imbert ünb \m Oieuii^efietten bi^ lüiDenimb auff waU 

hmo,id fonft^ebenbunbert üiib jm ^i^ci^t^iciiften 3arn. 

^'intvaci üom 12. ^-ebv. 1520 unter Pro Diversis: 

:5tcm V fliitb[eiij cjeben önb gcid]cncft ^T^octor ivanftut^ pl^[iIo= 

fopbjo 5uiiereriuig bat in[eiucin] g[iu'btgeu] S^nTn ein natinitet ober 

i^snbicinm gcmad)t, ßalt am eontag nad) ftolaftice Jiijfit r){[ciie= 

renbiifi|nuiö. 

4 

1528. Oberbayerisches Archiv (1872|73) 

«1 — b 

^berbai)eriid)eo 2lrd)iD für t)atcrltinbiid)c G)cfd)id)tc I)erani?= 
gegeben oon bem I)i[torijd)en i^ercine oon unb für Srbcrbai)ern. 
3iyeiunbreif;igfter 23anb. 5Jtit ^loei Slbbilbungetafeln. 9)iünd)en 
1872—73. 

e. 3;3(). 3iiv A-auftfage (Tr. tsaiiii 1528 in "sngolftabt) oon 
Dftermair. 

a) :)iatevi'otofoil über bie obngfeitlid)en i^efd)lüffe in 
o.ngoIftabt: 

Aulieut Mitwucii nach viti 1528. Dem Wahrsager 
soll befohlen werden, dass er zu der Stadt auszieh 
und seinen Pfennig anderswo verzehre. 

b) 'l.srotofüll ber an» :^sugolftabt iNenoiefenen: 

Am Mitwoch nach viti 1528 ist einem der sich ge- 
nannt Dr. Jörg Faustus von Heidelberg gesagt, dass 
er seinen Pfennig anderswo verzehre, und hat ange- 
lobt, solche Erforderung für die Obrigkeit nicht zu 
ahnden noch zu äffen. 



1536. Joachim Camerarius: Libellus Novus (1568) 

LihelUis Xouns, Epistolas Et Alia Qccedam Monvmenta 
Doctovvm superioris et Int las o'tatis compfecfens. Qua' scripta 
omnia eiusmodi sind, rf eornni cor/nitio neqne ut'ddate carifnra, 

6 



ir)3(). Joachim Oamerarius: Libellus Novus (1568) 

et Holuptatci}! Icj/ciif/htis (dhiliira esse ttid('((tiir: J'Jditiis studio 
Joachinii Camerarij Fabeper;/. Lipsia', Joltannes lihamha ex- 
primebat Anno Christi M, D. LXVUl. Cum Priuilegio Quin- 
queimij. 

Fol. [l()la]. 
Priestaiitissimo Viro I). Danielo iStibaro. S. S. 

8. D. 
QYod scribis do/ori tibi esse dilatiovem congressionis 
iiostrcß , iit tibi rreilo, sie iion concedo ut maiorem /nee res 
tristitia»! tibi (tjferat, quam miJii. Xeon et carendum mihi 
maxim(( im/iqjtate col/oquij tili, et snstinendw illce molestim 
sunt morbi , qiii/)iis impedior, quo minus iter J'acere possim. 
¥ni in thermis, quif faJso sie iiomitiautiir, uon enini calidce 
sunt aqua' sed fiinit. lietidi inde Iioe eominodi ut itnu a/i- 
quanto sini quam prius aff'Jietior. Xune alias specto avTocpvo)^ 
•degfidg. \bi i(/itur Yluttenus iioster est? qiii addat se soeium 
et eomitetur eunteni. Yua etiam expectatio aduentus Vhilippi 
Dtoratur me, qui nunquani ita plane scripsit se uenturum esse 
atque )iuper. Vrid. ^onas noctem uKPstissimam siistinui cum 
Luna Marti obijeeretiir in Viscibus. Faustus eniui tiius facit, 
vt tecum lubeat ista disserere, qtii utinam docuerit te potius 
aliqnid ex hac arte, quam infiauerit uentiilo uanissimw super- 
stitionis, Aut nescio quibus prcustigijs suspensum teniierit. Sed 
quid Ute ait nobis tandem? Quid etiam? Scio enitn te di/i- 
(jenter de omnibus percontatum. Ccesar ne uincit? \ta quiden. 
Jieri necesse est. Quam [Fol. 161 I)] iiis narrent PP. suam 
interponere tanquaui pmcificam jjersonani, et petere ab utroque 
XX. M. mditum quibus ConciIiu?n, quod indieturus sit, prate- 
gere, et redigere in ordinem contumaces possit. \ta Galli qui- 
dam qui apud nos litte ris dant operam, ferunt. No.s Garoli 
celebratiunculas emisimus cupidissime, itaque minus elaboratas, 
sed probari cupio uoluntatem. Tibi dedicauimus, et fecimus 
Vhilip)pi Wuteni mentionem, temere quidem ut uideo, sed honori- 
-fice tarnen, quare gratum fratri iJlius me fecisse conßdo. 
Vereor, mi Daniele, ne hoc bellum classicum sit maximorum 
tumultuum. Cur tu tarn longe afjes? aut cur non es liberior 
aut ego Jirmior? Ad uos si quando uenero, scitote me exac- 

7 



o 
löBH. Joachim Camerarius: Libelliis Novus (1568j 

turuiii (I uobis equimi, sed non uf iiidere innuere, acclpiam 
commodato, iiolo enhn habere proprium cum prhmnn uisidere 
equo uidehor posse, qui me huc illuc uehat, qui etiaiu auehat, 
si Ita res ferat, fmßentem. Sed iocls non est locus. De afßne 
meo ago tibi grat'ias, qui est prope omnibus suis fortunis euersus. 
Neque ego inuenio quid opis Uli afferre possim. Li propinquo 
oppidulo ubi argentifodinw sunt assedit , ibi cominode se Jore 
putat. Quod mihi soluui conceditur doleo uicem illius, et 
misericordia hac cumulantur alice mea^ cvrce multiplices. Si 
niax. tu illum tecum habeas, quid hoc tandem profuerit? 
quem coyitare et circumspicere oportet, quid nunc agat quidque 
incipiat quasi emersus de mari, utinam quidem euersus esset. 
Sed de hoc alias. Tuw litterw uidentur nescio quid niali 
legere. Sic enim scribis illos uoluisse. Neque tarnen ut opinor 
Gallos designas. Verum refugis expli- [Fol. 162a] cationem, 
ptrQpterea fortasse quod quicquid est litteris committere peri- 
culosiim esse uideatur. Remitto hoc igitur tibi. Sed nostri 
curam et respectum non remitto. Quid qufxrisY nwiquam ita 
requisiui ttium consilium atque hoc tempore, tarn uarice et 
difficiles deliberationes mihi obijciuntur. Mji hoc est miserr. 
quod neque possum neque aucleo omnia plane perscribere. Sed 
Caput est hoc, quod apud nos ex quo hicfui nihil fere omnium 
ex Itep. et studio rum nostrorum dignitate est gestum. Hoc etsi 
hactenus acerbe tuli, tuli tarnen. Nunc uero animus turbatur 
non cegritudine aliqua noua , sed attentione et consideratione. 
Kam mea opera tncite repetitur ab ijs., qui me nuper tarn libenfer 
dimisere. Xec non ab alijs quoque admodum autem serio a 
Saxonibus p)ostulatur, afferente Fhilippo epistolani, ut ipse 
scribit. Ego autem jjrimum ofßciutn prodere nequaquam uelim, 
deinde, per mihi fuerit contrarium proxima m,igratio)ie siimti- 
bus auctis exhausta p>ecunia, conßcttis debitis, in eadem tarn 
cito incommoda recidere. Taceo longiss. itineris molestiam 
cum ijs impedimentis quce relinquere non possumus. At enim 
dum oculos intendo ad nostras res, dum pericula quce fortasse 
his locis propnus impendeant, dum adhuc tenuia, inßrma <lu- 
hiaque considero, dum ijjse me ac meos respicio, et lianc mihi 
uiam aperiri nonnunquam suspicor ad uieliora: Ita, ut necesse 

8 



6 
1Ö39. Philipp Bepardi: Tiidex Sanitatis 

est, licesitans af'juc dubliis anntti iactor in ijnoihoit co<jitutionnni 

peJago. Sed portum tarnen prospicio, in quo etiain ante delata 

quasi nauis consifiorum ineonan stetit ac tutafuit: i«)lnntatem 

diuinani. i^mi' nun se ostende rit , sfafini persequar et contra. 

onuies quasi nentos reniin adiifr- [Fol. l()2bj sanint appetam. 

Non possinn i(nn ji/nra scribere. Fltilippum expecto, qneni ubi 

uidet'O ihdio opcnitn , iit uliqiiid constitutum liaheant. Quod 

si</nißcas in tun rc priuatiin nonnihil uersari mali, etsi eJeuas 

tu ilhid quideni, nie tanien ualde confristatum scito. Superhiore 

titulo nos compellasti (juani dfhueras. Xulla enini est prw- 

fectiira nostrt/, nisi uoluntarij hdjoris et niultiplicis defati- 

(/ationis, et fniji semper omnes honoves etiani te suadente. Quare 

ista posthdc renioueas censeo. Sed lani caJJiditatem tuam 

aniniaduerto. Krprintere nobis qnoque liac assentatiuncula 

nia</nijicas noces te posse sperasti, ut sie Uff ad falein niodunt 

faciainus: Consu/i Francisco. Xani, consules neteres, ut scis, 

ludices (fixere. Aut, si bor durius uideatur, salteni Prcetori 

prinio. Srd non faciam , nc die quem nosti , nos derideat et 

paganisnii insimulet, et nie aliquando pudeat inei , Si te as- 

pexero ft roj/nourro priore /lunif/nitafe et moderatione prcedit um, 

quem (ujo da quasi inflasseui noniinibus. Mitto tibi fibrum 

quem petijsti, me propr huius lirnjuw pertiesum est (jentis uitio. 

Tu fac bene ualeas una cum tuis omnibus. Vale. Tubingw. 

Jd. Sextil. Anno Christi ^\l)\WW\. , ,. ^ 

Joachim. Camer. 

(> 

1539. Philipp Begardi: Index Sanitatis 

Index Sanitatis. 6i)n 8d)ün6 Dnb Daft nül3lid)0 $5üd)lin / 
genant Bei)ger ^el• (]eiimi)tt)ei)t ,' 5)en {licnen fo francf feinb / 
nnb nit luiffciie babcii / wk i ino m\b mit innö mafffn fie mbc- 
nimb bcfommcn mögen onb erlangen ved)t nolfommenbe gefunbt^ 
(iei)t 3u troft gemad)t Dnb ann tag geben. X^urrf) is()tli|.i|.nnu 
3?egarbi ber Jyreien fünft Dnb Slrfenei X'octorem ber 3ett ber 
l'öblid)en Äei)ier(id)en 'Iteidiftatt ii>ovmby iU)i)ficnm nnb *L'eib= 
nrl3et. ßn iJSoimbö tnirfty eebaftiannö ül>agner.^) 

M 2ic3.ion-eDc ift i>atkvt ^c^ \'II1. tao, ^samtavii. oimn jar 31DXXXIX. 



IT. .*>. 



7 
1540. Georg Mensel: Historiseh-Litterarisches Magazin (1785) 

;:BI. IHa. i^üii ben böfeit / Dngefcf)afinen / üiitüglic^en ' tvügf= 
l)afftit3cn uniüilicn / mib an<i) migclerteii av^kn etc. ünb auc^ / 
1110 bei "ii^i^ [i^ erfenueu mag. X'aö üierb (iapitel. 

SI. 17 a. 

(>-y luirt iiocl) ci)n naml)afttiger bapffcrcr manu erfunbeu: id) 
molt aber bod) fehlen nameii nit geiient i)abeii / jo mil er aud) uit 
verborgen jeiii nod) üubefaiit. T^anu er ift oor etUd)en jaren öaft 
biird^ ade lanbtid)afft / ^-iirfteutfiuomb nmib Äouigretc^ 9t',509eu / 
feinen namen iebcrman felbö befant gemad)t / önb feine groffc fnnft / 
nit al(ei)n ber ariinei ; fonber and) (Sl)iromancei / Tdgramancei / 
isifionomei / i^fioneö imm (iriftal önb bcrgleid)en mer fünft / 
fid^ I}öd)lid) berümpt. ^^nb and) nit alleijn berümpt, fonber fid) 
and) ei)nen berümpten unb erfarnen nun)fter befant nnnb ge* 
fd)riben. .s'^at and) felbe befant / nnb nit getengfnet / baf3 er fei / 
ünnb t)ei)f5 ^-anftnö, bomit fid) gefd)riben '!|.st)ilofop()nm ';^st)iIüfo= 
pf)ornm etc. äi>ie oil aber mir geflagt l)aben, baf^ fie non jm 
feinb betrogen morben, beren ift ei)n groffe 30! geioefen. 5tnon 
fein Deri)ei)ffen mare and) gro§ , mie bee ieffali: bergleid)en fein 
r()nom / mte and) bes S()eop()rafti: aber bie tbat / roie id) nod) 
üerninim, oaft fUn)n onb betrüglid) erfnnben: bod) {)at er fid) 
imm gelt nemen, ober empfat)en (bae id) and) red)t reb) nit gefanmpt/ 
ünb nad)malt^ and) imm ab3ngf / er ()at / mie id) berad)t | oil mit 
ben fernen gefegnet. i!lbcr mat^ foK man nnon bar^notbnon, ^in 
ift f)in ' id) mit ee jelit and) bo bei iaffen ' Inog bn meiter 
raas bn 3nid)icfen ()aft. 



1540. Georg Meusel: Historisch-Litterarisches 

Magazin (1785) 

l^iftorifd) = Iitterarifd)ee ^Itaga^in. o^>i ©efellfc^aft mehrerer 
öele()rten angelegt oon 3t'l)ann @eorg 93?enfel. (Jrfter Jl)eil. 
23ai)rentl) nnb is^^eip^ig, im ^serlag 3o()ann 2lnbreae 2übect\^ feel. 
(ärben. 17S5. 

lu 



8 
ir)48. (.lohaniics (Tust) Sornioiios (.Vuivivales 

@. 51. ö. ßeitinu3 auei '\snbia 5unct()cr i^t)ilippc> öon 
.•putten. Ü(u6 feiner, 311m 2^()etl unleferlid) c^euiorbenen .v^anbidirift. 

(S. ^^4— 94. t^vkf uom Ki. ;saii. 1540. 

@. 98. 

,spie f)abt i()r uou allen Wiibeniationeii ein aieiiii], banitt 
il)r lel)et, baf; mir I)ie iii l^eiu\^ola nic()t aHeiu bif^^er 1111= 
glüctlid) geineft fein, biefe alle Dbt\emelte ^iXrniata nerborben feinb 
jnnerbalb 8. ^)J{onatf)e, nor unb nad) um ]u Senilla anec]efal)ren, 
ba^ id) befennen nuif?, baf; eö bei ^^sl)ilüfop()ny ^i-auftne fd)ier 
troffen l)at, bann mir ein faft böfu'».^ !;sal)r antroffen baben, aber 
ii^oii f)ab l^ob ift nne faft nnter alten anbern am beften iianiien. 
Wüi end) üb öott mill ebe mir bif auc^ieben meiter fd)reiben. 
33itt end) nnfer liebee altö llhitterle laf^en befot)len feijn. Wrüpt 
mir all nnfere '3tad)baren nnb Js-rennb, infünber()ett '-I^altbafar 
'){abenfteinern nnb ^sorg üon l-'ibra, ::Ii>ilbelni oon .'öe^berg nnb 
aüe (\utc WefeKen, Sagt and) >>errn N üon :I()itngen meinee gnl. 
.V)errn ::i3rnber |94| mein X^ienft. X*atnm in (ioro ber iNrooin^en 
3.^eueu''Iö im ete. 40. $abr bcn Ki. O'iii^- 

^^sbilipp Pon .N^ntten. 

, 8 

1548. (Johannes Gast): Sermones Convivales 

loiiivs Secvndvs Convivalivm Sennumun. partim ex pro- 
batissimis h'isforiograjjhis, part'nn e.reinp//s innnmeyh, (pac 
nostro seculo necidenint, congci^tiix, oinii/hus Hfrarum iiirfutifm 
s^iidiosis, ufil/ssl)nus. Xiihc priiiiHiii in hiceni, editns. Basileae, 
M.D.XLVIII. 

p. 280. 

De P'austo iiecromautico. 

Dinerfifiir skIj norfew in ea'nohiiim (jiiodrlfnn, indr/e diues, 
pernocUduriis illic. Fraferriihis apponif Uli uilc /liiiioii, pen- 
duJum, ac nihil (jrdliif habens. rogaf Faiisfus iif ex iiase altera 
lumt'iat melius uiuum, qiiod nohilihis dare consueuerat. Frafer- 
cidus mo.r dixif, C/aues höh haheo, Prior doriiiif, quem exus- 
citare pidciilntn est. Fausfus iiKjiiif, Clauea iacetd in i><f<> 

11 



9 

lö49^6U. Exiilieationes Melanchthonia; Pars 11. (1594) 

anyuJo, has accipe, et uas illud ad sinistnun latus aperi, et 
adfer mihi potum. Fraterculus renuit, sibi non esse com- 
missuni a Friori aliud uinum hospitihus proponere. Faustus 
ijs auditis, Iratus dixit, Videhis breui [281] momento mira 
i/iJtospitalis fratercule. Abijt summo nunte insalutato hospite, 
ira accensus, ac immisit satanam quendam furihundum , die 
noctuque in c<enohio perstrepetitetn, omnia mouentem tarn in 
ecciesia quam in ipsis hahitationihus monachorum, adeo ut 
quietetn nuUam habere possint , quodcunque negotium atten- 
tarent.^) Tandem deliberarunt, an coenobium esset relinquen- 
dum, aut omnino pereundum. Palatino itaque scripserunt de 
infortunio iUo, quo tenebantur. Qui coenobium in suam recepit 
defensionem, abiectis monachis, quibus alimenta prcestat^) in 
singulos annos, reliqua sibi seruaf. Aiunt quidam, etsi adhuc 
hodie monachi coenobium int reut, tantas turbafiones fieri , ut 
quietem incolentes habere non possint. Hoc nouit satan 
instituere. 

Aliud de Fausto exemplum. 
Basilece cum illo coenatus sum in coUeyio magno, qui 
uarij fjeneris aues, nescio ubi emerat, aut quis dederat, cum 
hoc temporis nullce uenderentur, coquo ad assandum prcebuerat. 
quales etiam eijo nunquam in nostris regionibus uiderim. Catiem 
secum ducebat et equum, Satanas fuisse reor, qui ad omnia 
erant parati exequenda. Canem aliquando serui formam assu- 
mere, et esculenta adferre, quidam mihi dixere. Atqui miser 
depAorandum ßneni sortitus est, nam a satana suß'ocatus, cuius 
cadauer in feretro facie ad terram perpjetuo spectans, etsi quin- 
quies in tergum uerferetur. Dominus custodiat nos, ne satance 
mancipia fiamus. 

9 

1549-60. Explicationes Melanchthoniae Pars II. (1594) 

il-xplicatiouvm Melanchthoniarvm In Evangelia Domini- 
calia. Pars II. A Dominica Quinquagesinue rsqne ad 

') ^m Jert atttentarent. 3^. .!ö. 
^) 3in iejrt prastat. X. >ö. 



10 
1549—60. Explic-atimu's Melantli(iiii:r I'ars I\'. (i:)95) 

Festidii Trinitdtis, Dedicutu l*ast()ril)vs VA Magistrutibus In 
Ecclesiis Pannonia' et Transsyhiaui*, puiiorem doutriiuiiii 
Kuangelii profitentibus. Hanovise Apud Guilielmum Autonium, 
sumptibus Mattha^i Harnisch. Aiiiio MDXCIV. 

p. 59. Dominica liivucavit. Evangelivm .Mattli. 4. 

|). 7(i. De Secundo Gradv Tentationum. 

\). 7('). 

Ibi [coram Nerone] Simon xMagiis voluit subiiolare in 
cuelum: sed Petrus precatus est vt decideret. Credo Apostolos 
habiiisse magna certamina, etiamsi non omnia sunt scripta. 
Faustus Venetiis etiam hoc tentauit. Sed male est allisus solo. 



10 

154-9-60. Explicationes lYlelanthoniae Pars IV. (1595) 

Ju.\plicationvm Melanthouiarvin In Kvaiigelia D(»minicalia, 
Pars postrema. .1 Dominica post Trinitatis rH<iiie ad finem 
luini. Dedicata illustri et generoso Domino Willielmo-I^vdo- 
vico, Comiti in Nassaw, et Cattenellnl)ogen, etc. Gubernatori 
Frisi?e Occiduye: et Amplissimis ürdinibns eiusdem Frisiai 
Occideutalis. Cum (irdfuJatione de exj)U()nata vrbe Gi-oititirja, 
et Jiistoricis »oiuiullis de loanne M^essefo Gronin(/ensi, etc. 
1595 Hanoviae. Apud Gulielmum Antonium, impensis Matthias 
Harnisch. 

p. 43S. Dominica XXI. Post Trinitatis. Euangel. lo- 
hannis 4. 

p. 4;^9. De Primo Loco. 

p. 442. 

Diabolus est mirabilis artifex; potest eniin aliqua arte 
efficere, quae sunt naturalia,^ quae nos non scimus. Denn er 
kan mehr, den die menschen können. Sicut narrantur multa 
magica prodigiosa, vt alias dixi de puella Bouoniensi: Item 
Faustus magus deuoravit alium Magum Vieunae, qui post 
paucos dies inuentus est in quodam specu. Der Teuffei kan 
viel wunderlichs dings: tarnen Ecclesia habet propria quaedam 
miracula. 

13 



11 

lötil. Coiinul Gosiior: Kpistolae Medicinales (1577) 

11 

1561. Conrad Gesner: Epistolae Medicinales (1577) 

JupistolarvDi Medicinalivm, Courudi Gesneri, Pliilosophi 
Et Medici Tigvrini, Libri III. His Accesservnt Ei\sdem 
Aconiti prlm'i Dioscoridis Asseiieraüo , et De Oxipnelitis Elle- 
borati vtriusque descriptiotie et vsii Llhellns. Omnia nunc pri- 
mum per Casparum VYolphivin Medicuni Tignrinion, in Incem 
data. Tigvri Excvdehat Christoph. Frosch. Auno MDLXXVII. 

Fol.' 1 a. 

Epistolarvm Medicinalivm Coiiradi Gesneri Philosophi 
Et Medici Tignrini, Liber prinuis. 

Conradvs Gesnervs loanni Cratoni a Craf'theim, S. Cces. 
Maiest. Medico infinio^). 

Oporinus Ba.sileie olini discipuhis Theophrasti, et fami- 
liaris fuit. is mira de eins cnm (hemonibns commercio pr?edi- 
cat. Astrologiam vanani, Geomantinm, Necromantiam , et 
hinsmodi artes prohibitas exercent. Eqnidem snspioor illos 
ex Druidarnm reliqnijs esse, qni apnd Celtas veteres in sub- 
terraneis locis a d;emonibns aliqnot annis erndiebantnr: quod 
nostra memoria in Hispania adhnc Salamanene factitatnm 
constat. Ex illa schola prodiernnt, qnos vnlgo scholasticos 
vagautes nominabant, inter qnos Fanstns qnidam non ita 
pridem mortnns, mire celebratur. 

12 

1563. Johannes IVIanlius: Locorum Communium 

Collectanea 

Locorvm commnninm collectanea: A lohanne Manlio 
per mnltos annos. pleraqne tnm ex Lectionibns D. Philippi 
Melanchthonis. tnm ex aliornm doctissimornm nirornra rela- 
tionibns excerpta, et nnper in ordinem ab eo redacta: In 
Qvibvs Varia Non solum uetera, sed in primis receutia nostri 



') Fol. 2 b ift ^cl• 5Brief ge3eid)net Tiguri 1561 Augusti die 16. 2). .ö. 

14 



12 

ir)f)3. .Joliauiit's Manlius: Lordiuin ('oiiinuiiiiuiii ( 'dllii-lanca 

tetiqjoi-is ExeinpUi, Siiiiilitiidiitcs , Sentcitlic, ('oitt<ili((, Ih'Uici 
apjMn-dtits, Stnttacjemata, llisforiü', Apoloiji, Allegorice, Snles, 
et i(l (jenus alia utiUssitna cotttinentur: noii so/um Tltrolor/is, 
lurisperitis, Medicis, studiosis (niiinn, ncrinndiam Rfiii/tii/). bene 
et fe/lrifer adminisfrafiiris, nxjiiitii cini/pf/tiils iicccssafiti. (,'iini 
Pnefatione D. Simonis Svlceri. Acad. Basilien. Rectoris: et 
Reriiin atque uerborum ludice cupioso. Basileae, Per Xo-Awnem 
Oporinidii. 

Index unter F.: de Fausto inago, eiusque iuteritu 43. 44. 

[). Kl De Creatioue. De MuiKio Ft Tempore. 

p. 38. De Malis Spiritibvs seu diabolis et ipsonim 
operibiis. 

p. 42.1) 

Ahhas TriffeuJiemius sex Sj>a)iheimeusis fuit maynus mcKjus, 
111 (jtiodam forte itinere (sicKt mihi [43] FirchainieiKs inirrduit) 
cKin nenisset in diuersoriiim non bene instriidunt,, quidain per 
ioctuit dixcruiit: Doiniiie Abbas, cum iiobis boitini/ fcrculum 
piaciioii. isfe tantuin pnli^aiiit fenesfras, ac datini nciiif (jiiid((ni 
porfaiis Idiiceii} i)i^fnirfn}ii hir/js rorfi.^. 

Soiii qiiendaiH notniiie Fauxtiini de K/nid/in;/, qiwd est 
paruum oppidnm, patriw mew uiciiium. Hie riini esset seho- 
lasticus Cracoitiensis, ibi Dirifjiani didirortt, sie/ff H)i olim fidt 
eins mnqnus usus j rf ibido)! fiicnnif piiblira' eiiixdeni arfis 
prqfessioiics. Vagabidur pas.siin, diccixtf (ircaiKi wulfa. llle 
Veitetijs r.uiH uellef odeiidcre sperfdciihim , dixit sc Holaturum 
in c(Jpluni. Diabohl s i(/ifur subiiexif riiDi, et (fffiixif (tilco, uf 
allisus Inimi pene exaninuitus cssef: sed fauieit non ext 
mortiiKs. 

Ante j)(tucos (tinios idciii loanncs F(/HsfH>i, posfrcnio die 
sedif (idinoduni inoesfus In (jiiodam p'n/o durafus inirfenber- 
(jensis. Rospes ipsuni dlloquitnr, cur tuoestus esset prwter 



M 3n allen fpatcren 3luyC(abcn, i'^tc mir iHivlac-^eu, jtclit Me 2tcl(c 3. 38;3ii. 
%^ ftalte biefc ^^(uc^ivib*-' niv i^ic ättefto, \>im\ fie liat nirfit nur oiiie il'iMiimui 
bcc-. 'DJianliuS an Maijcr lliariniiltau Data- Hasile.f, pridie calend. Februarij. 
Anno reparatffi a Christo salutis DLXIIL, fünbcrn ontt)ält audl eine Epistola 
bce Simon Suleerus, Basileae, pridie Cal. Oetobr. Anno Domini 1562 unb 
l)at bon Index üor bem Sejct. 2)er (Sr3ä()ler obigen lepteci ift 03iolanrf)tl)on. D. .p. 

15 



13a 

Um 1')^.'). Ziiiiincnisrhe Chronik 1881 

iiiureiH et consiiftudinem (erat alioqui turpissimus nehulo, in- 
quinatissinuB uitw, 'da id seniel tdque deruni pene interfectus 
sif propter libidines) ibi dixd Itospjdl in illo payo: Ne per- 
terreßas hac )iocte. Media nocte domus quassata est. Mane 
cum Faustus non siirijeret, et /am esset fere meridies, hospes 
adhibitis ah'Js, 'nup'essus est in eins condaue, iimenitqne etim 
iacentem proi)e ledum imiersa facie, sie a diabofo interfectus. 
Vi'uens, adhuc, hahehat [44] secum canem, qui erat diaboUis, 
sicut iste nebulo qui scripsit De uanitate artium etiam habe- 
bat canem, secum currentem, qui erat diabolus. Hie Faustus 
in Jioc oppido Vuittenberga euasit, cum optiniu's pri)iceps dux 
loa n lies dedisset mandata de illo capiendo. Sic Norimbergce 
etiam euasit, cum iam inciperet prandere, wstuauit, surcjitque 
statim, soluens quod hospiti debebat. uix autem uenerat ante 
portam, ibi ueniunt Uctores, et de eo inquirunt. 

Idem Faustus magns, ttirpissima bestia, et cloaca multo- 
rum diaholorum, uane gloriabatur de se omnes uirtorias, quas 
Jiabuerunt Caesariani exercitus in Italia, esse partas per ipsum 
sua macjia. idque fuit mendacium uanissininin. Id enim dico 
propter iunentuteni , ne statim talibus uanis hominibus assen- 
tiantur. 

13 

Um 1565. Zimmernsche Chronik (1881) 

a — b 

^immcnT]rf)e (E()rDnif. Herausgegeben von Karl August 
Barac'k. Zweite verbesserte Auflage, Freiburg i. B. Und 
Tübingen ISSI. 

a) Bd. 1. S. 577.1) 

[1291.] 3)aö aber bie pratif fold)er ^unft [bee 2öei§ageny] 
nit atlain gottloö, jonber gum [)öd)ftcn forgclid), bciö i[t unlaugen» 
bar, bann fid) bae in ber erfavunö beiretft, unb miffen, roie eö 
bem lüeitberüempteu jd)tt)ar3fün[t(er, bem ^-aufto, ergancjen. ©er* 
jelbtg i[t nad) ntlen untnberbarlid)en jad)cn, bie er bei feinem 



^) ^m 91. :J3au^e r^es 2tuttc(arter ^^iterariicf)en Vereines. l,hh'). l:.S\ 

16 



14 

!.")(>'> ,l(ih. HliIiIi-. Ragor: (Tattiening. (M;iiiliiis Loc. Com. Deutsch) 

leben t^eiitit, bamoii aud) ein bejünt>cvcr tmctat wer ^u mact)eu, 
leliftlid) in Der l)errjcl)att etaufeu Im 'l^rctcn'^cRi in iirofu'ni alter 
üom böjen c\a\ii nmbgebrad)! luorben. 
b) in\ III. S. 529.1) 
|"9^ad) ir)35).| 6e ift and) innb bie ^eit Der A-auftno ^n ober 
bod) nit weit üon Stanfen , beni ftetlin im '-breicgew, geftorben. 
©er ift bei feiner ^eit ein uninberbarlid)er nitiromanta gemeft, alö 
er bei nnfern feiten l)at mocjen in bent|d)en lanben erfnnbeu 
merben, ber and) fonil felt^amer benbel c]el)apt l)in nnb luiber, 
hai^ fein in Dil jaren nit lend)tlid)en mnrt nergeffen werben. 3ft 
ain alter mann würben nnb, wie man facjt, eUenc3clid)en geftorben. 
^sil t)aben allerl)anbt an^eignngen nnb uermnetungen nod) üer= 
maint, ber boc gaift, ben er in feinen leb^eiten nnr fein fd)wager 
genannt, t)abe ine nmbbrad)t. 2)ie biied)er, bie er üerlafen, fein bem 
berren non ^tanfen, in beffen berrfd)aft er abgangen, ^n banben 
worben, barnmb bod) bernad) Dil lent b«ben geworben nnb baran 
meine erad)ten6 ein forgelid)en nnb nngliut'btiftigen fdiaü nnb gäbe 
begert. Den miind)en ^n l'ii)fl)eim im 'AH-iffid)in bat er ain ge* 
jpenft in bac clofter oerbannct, bejen fie in oil jaren nit biiben 
fünben ab tommen nnb fie wnnberbarlid) [)at moleftirt, allain 
ber nrfad), bae fie ine einemale nit b^ben wellen über= 
nad)t bebalten, barnmb bat er inen ben nnriiebigen gaft gefd)afft, 
,^n gleid) wie man fagt, bay bem oorigen apt Don S. Diefenberg 
and) ain follid)e gefpenft oon ainem ncibigen oarenben fd)neler 
feie ^ngerüft nnb angebenft worben. 

14 

1566. Joh. Huldr. Ragor: Gattierung 
(lYlanlius Loc. Com. Deutsch) 

Locorvra Commviiivm 3}er ßnfte Ibeil. ed)öne orbent^ 
lid)e (^3attiernng a(lerlei) alten onb newen Gvempel @leid)nip / 
@prüc^ / j)ü-itbfd)läge .*^rieg^rnftnng gefd)winber ^^encfe .v)i= 
ftorien / (Sc^n^reben bnncfeler 8prüd) rbäterifd) l)öfltd)er 



') 3m 93. 5Baiu^e t^c-j 3 tittti>u-ter vitoiaviiMieit i>orcino. III, (;o4. 

Tille: Faustsplitter. 17 



14 
1566. Jiih. Hiiklr. Kagor: Gattieruiig (Maulius Loc. Com. Deutsch) 

ed)Uicnrf m\i> bcrgleic^en uicier aubercr cruft imb fc^impflic^cr 
rcbcii mib tbatcii. Ocid)t allein beii It)Colot3eu 0')ereclitCH3clcl)rten / 
Stiibeutcit uiib aiiberu Äiinft üennaubtcii foubcru aitd) bcn 
rbcrderrn :){eiieiitcn Diib 33cte()ltrat;(eru fclir uotmcubii^ bicuftlii^ 
mib fiirl.uiHnlig. i^on nieleii jareii ()er aiiö beo .s)erni iU)ilippi 
9.1?cIaiU()oiüy üiib aubercr gele()rteii fürtreffüdien ^33ienuer 
Sectiouen @ejpred)en uiib Iijd)reben 3iifommeii cjetragen Cfrftlid) 
im i^atein nad)malc^ aiidi ^lun t(}eil in ieutid)er jprad) au tacj 
geben bnrd) "sol)annem Ü3fauUum ^'^eM aber im Jeutfdjen anffy 
neme nbcrfcben bem i^itciniid)cu iu allem gleidjförmig gemacht / 
inib an Uteleu orten gemeliret xtnb gebeffert ' Don :Jol)aun Apulb* 
reid) 3tagor. ^)Jtit 3iö. A\ci). ^lai). ^-reijljeit auff 3e()en jar. @e= 
trncfr 3U J-raurffurr am Wa\\)n 15«i(!.^) 

ig. [4'.»]. ^on ber (Ä"rjd)öpttnng. 3^on ber 3öelt önb ber ßeit. 

@. [SS]. 

Ter 3(bt ^u £panl)eim ift and) ein groffer oonberer gemejen ' 
berjelbige ift eiuti malo gereijet (raie b' 'iiricfl)amer ange3eigt l)at) 
ünb ift iu eine .'öerberg fommcn ha nid)te 3ugerid)tet war ' ba 
baben ctlid)e im fdiert; 3U jm gefagt: ©nebiger ."perr lieber Der= 
fdiaffet ÜU0 ein guto gerid)te uon A-ild)en @i l)at nur ane fenftcr 
geflopfft nou ftnnb an ift einer herein fommen mit einer groffeu 
@d)üffcl Doli gefottener .'öediten. 

^d) bab einen gefcnnet mit nammen 3'<^i-iftuc^ tiöu Ännb= 
liug (ift ein fleineö ftettltin uid)t weit öon meinem i^atterlanb) 
berfelbige ba er \\i (irodam in bie 3d]ul gieng ba l)atte er bie 
ßanberei) gelernet mie mau fie bann oor feiten an bem ort fel)r 
gebrand)t aud) öffeutlid) foldie fünft geleeret l)at. för gieng l)iu 
onb miber allenl)albeu uub fagte oiel oerborgenc biug. (ix 
lüolt einy male ^u 33enebig ein fdiainfpiel aurid)ten onb fagte / 
er motte l)inauff inn .v^immel fliegen. iHlebalb füret in ber Jeuffel 
t)inmeg ; onb l)at ju bermaffen 3ermartert onb 3erftoffeu bae er 
ba er miber auff bie (vrben fam oor tobt ba lag ^oc^ ift er 
bae mal nid)t geftorben. 



M Siefe xHu-öi^Uh' in ucnnutlidi Me cijte ^elttlll)e xHiicn^atic Der .^Hacior- 
irfioii Ucticvtrat-<iiiuv Tic i>ürrcbe ift Datiert Dom 23. Aebr. 1566. Ter zweite 
3?anD ift irrtiimlicli 1556 Datiert. T. .ö. 



18 



14 
1066. .loh. Hiildr. Ragor: (iatticrunii; (MiUiliiis Loc. Com. Deutsch) 

3?or iiHMiii-^ jarcn i[t berfclbic^c ;sül)aituce Afiiiftiic bcii tag 
lUT fcim'm IciUeii cnbc in einem rorff in 'liMrtenberc^er lanbt 
gaulj; trnmviß iii^H'ffen. -Ter '.li^irt \ya(\t jn 'iiMe | |si)|J eö ferne / 
bav er fo traiuvig meve bnö er bod) fonften nicl)t pflecite (bann 
er amr fonften i^ar ein imnerfdiämbter ^^nflat imnb fiirete i^ar 
nberauf^ ein bübifd) leben alfo bac er etlid)e mal fd)ier ümb> 
fommen mere non metiien fetner i^roffen -sSnrerei}) Ta l)at er ^um 
ilNirt tiefat^t: ^o er etmao in ber nad)t ()ören mürbe , folt er nidit 
erfd)rerfen. Ismb ^}]iitternüd)t ift im A>anfe ein cjroffec i-\etünimel 
lüorben. T^eö morgeno molte ber ^auftne nid)t anffftel)en. 'i^nb 
alt^ ei< fd)ier anff ben ÜJiittat^ fam f)at ber "il^irt etlid)e ''}3tenner 
3U im t^enommen onb ift inn bie Äd)lafffammern i]ei-\angen / 
barinn er cjelec^en ift ba ift er neben bem 33ette tobt tjelegen 
gefnnben nnb hatte fm ber Xenffel b^ angefid)t anff ben rücfeu 
gebre()et. S3ei) feinem leben batte er 3meen ,s>nnb mit j()m lanffen / 
bie marcn Jenffelen. (^)leid) mie ber ^Miflat ber baß i^üd)lein 
gefd)rieben l)at Don nergeblidifeit ber fünfte ber l)atte and) all* 
meg einen A>unb mit im lanffen ber mar ber 3^enffel. Derfelbige 
Aanftni? ift ^n ^.liMttenberg entrnnnen ale ber fromme unb löblid)e 
AÜrft -V^ertuig 3>'^i)^^i^"<''^' ilt-tte befel)l getl)an bae man fn fangen 
folte. !Depgleid)en ift er ]n Winxbcvo, and) entrnnnen. 'äii^ er 
obere ^Jiittagmal fa^ ift jm ()cip morben onb ift oon ftnnbau 
Quffgeftanben unb f)at ben ülMrt behalt ' mao er il)m fd)ülbig 
[[1)()]J mar onb ift barnon gegangen, i^nb al6 er fanm ift 
fürüi tl)or fommen maren bie Stattfned)t fommen onb batten 
nac^ it)m gefraget. 

Derfelbige ^-anftno ber ßeuberer onnb onge!)enrtg X()ier ' 
ünb ftincfenb l)eimUd) (^)emad) bei? lenffele rl)ümete onnerfd)eniet / 
tai> alle 6iege i bie Äei)ferlid)er 5Jiaieftet Mriegeuolrf in ^.ll^elfd)= 
lanb gel)abt ()ctten bie maren bnrd) il)n mit feiner 3ii»^^'i"^'i' 
^nmegen gebrad)t roorben. Tae ift eine erftnncfenc lügen onb 
nid)t mar. @old)eö fage ic^ aber oon megen ber gemeinen jngent / 
anff bay fie fid) nic^t oon fold)en lofen l'enten oerfüren onb ober^ 
reben laffen. 



19 



15,16 
1568. Andreas Hondorff: Promptuarium P^xemploruni 

15 

1566. Martin Luther: Tischreden 

*^iicl)vebcn Dber Colloqvia Doct. Wuwt: l'uttierö äo er 
in üielcn Clären / liegen t3elavteu beuten aiid) frembben ©efteu, 
mtb jeiuen Iijd)öeieÜeu cjefuoret / 'flucti beii .vteubtftücfeu üiijerev 
(i^riftlic()eii Sere / jiijammen getragen. "sül)an. (>. (iap. Hamlet 
bje übrigen Sroden / 3tuff haQ nid)te umbtome. (^ebrurft 3U 
(äieleben 1 bei) Isrban ©aubifd). lö<it!. 

m. 16 b. 

©ottee ^Moi'i aUeiu obenntnbet beö Senfek^ teinrige |)feile 
ünb alle anfec^tnngen 

2)21 über Ji](^ ^u abenbö einee ed)marl3fün[tlerö 

SeiUicrcv. ^-auftu6 genant gebad)t warb jaget iDoctor 'DJkrttnuö 

ernftlic^ / ber Jeufel gebraud)t ber ,^euberer bienft miber 

mid) nid)t i t)ette er mir gefönt ünb üermod)t fc^aben ^u tt)un / 

er t)ette ee lange gett)an. 6r ()at mid) mol offtmalö fd)on hex) 

bem fopti get)abt ' aber er l)at mid^ bennod) muffen gel)en laffen. 

10 

1568. Andreas Hondorff: Promptuarium Exemplorum 

1 romptvarivm Exemplorvm. .piftorienn ünb ßvempelbnd). 
Stue .söeiliger ^d)rifft ' ünb üieleu anbern bemerten ünb beglaubten 
@eiftlid)en mit) 'i\>eltlid)en 23üd)ern ünb ed)rifften gebogen, ßum 
©piegel ber iüarl)afftigen (il)riftlid)eu Sujei jebermenniglid)eu 
3U biejen legten ünb gefel)rlid)en feiten für bie klugen geftelt. 
^it allem fleiö auffö fihiifte nad) ben beiligen ;^)el)en (Geboten 
©ottee fein orbentlid) auygetl)eilt. 2)urd) :}lnbream .s?onborff / 
isfarl)errn ^u X^raiffig. ^sfalm 5. S^{i';)ldl bu bift ' nid)t ein 
@ott bem Öottloö roefeu gefeit ' 3i^er böfe ift / ber bleibet nid^t 
für bir. Cum gratia et Priuilegio, ad decem annos. Auuo / 1568. 

^l. 83 b. 

ßu yi^) feinb ^mene 2d)martifünftler gemefen / ünb l)at einer 
ben anbern (alfo fd)eiuent) gefreffen benn ber 2^euffel l)at ben= 



M 3)ie Stusgaben 1.570, 1.j72 u. i. u>. IjaUcu fafür 2Bien. 3). Jp. 

20 



17 
1568. Joannes Wieriis: J)e Praestigiis Daemonum 

fclbeii iicfrcffeticu in eine f)ole ü^el• lod) gcfürti) / ber cr[t nad) 
brei)en tatjcn luieber (lertür tarn. C^in ]old)er Sd)maii3fünft(er 
ift and) ^sohan Js-anftny geuieft / ber piel i)nben[tiuf bnrd) feine 
fc^n)ar|ie fnnft geübet etc. ©r bat bei) [id) alle mege ein .'pnnb 
gebabt i>a'd voax ein ^^enfel i etc. X^a er gen 2.lsittenberg fornnten / 
luer er ane befel)l bee C^burfürften gefangen inorben / njo er nid)t 
entrnnnen CDergleidien mcre jbm and) ^n 5fiürnberg begegnet / 
bü er and) entrnnnen ' (Sein lobn aber ift biefer genjeft. 2)a feine 
j^eit ane war ( ift er in ein -Dorff im älJirtenberger gebiet / bei) 
einem S^l^irt geinefen ba ibn ber '>Jirt gefraget / marnmm er 
alfo tramrig uhtc: eagt er 2)iefe nad)t foltn bid) nid)t fürchten / 
ob bu fd)Dn grot^ frad)en Dnb erfd)ottern beö .'naufce ^ören loirft. 
Sluff ben 93?orgen büt man jbn in ber Alammer ba er läge ' tobt 
gefnnben mit nmbgebrebetem .'öale. lohan Manlius in suis 
Collectaneis Hb. l.M 



1568. Joannes Wierus : De Praestigiis Daemonum 

loannis Wieri De Praestigiis D*monvm, Et Incanta- 
tionibus ac ueneficijs Libri sex, aueti et recogniti. Access/ f 
Renim et uerhornm copiosus Index. Cum Cyes. Maiest. gratia 
et priuilegio. BasHeae, Ex Ofßchia Ojjoriniana. 1568. 

p. 125. De Magis Infamibvs. Liber Secundus. 

p. 140. Qid McKjiani 'nifament postfa coJuere, et fiaiesfiis 
(ji(onind(fiti liiter/fus (V/p. IUI. 

p. U2. 

Toannes Faustus ex Kundliug oppidulü oriuudus, Craco- 
uise magiam, ubi olim docebatur palam, didicit eamque 
paucis annis ante quadragesimuni snpra sesquiniillesimum, 
cum multornm adrairatioue , mendacijs et frande multifaria 
in diuersis Germani« locis exercuit. Inani iactantia et 
pollicitationibns [14;-5J nihil uon potuit. Exemplo uno artem 



M fTie Atolle [tcDt in i^cr xHiiv-flabc luni 1570 331. 81b, 1.572 ^l. 83b, 
1080 101b, 1.585 116b, 1595 I61b- bie IG^a^ T. .n. 

21 



17 
löbS. Joannes AVierus: De Praestigüs Daemonuni 

ea conditioiie Lectori ostendam. iit se non imitaturum. mihi 
prius üdem faciat. Hie scelestu^; ergo captu.s Batoburgi 
in MosiB ripa ad Geldriae fines. haroue Hermanno abseilte, 
initius ab eius sacellano D. loaune Dorstenio tractabatur, 
quod hiiie uiro boiio uec callido, plurium reriim cognitionem 
artesque uarias polliceretur. Hiiic et tamdiu iiinum, quo 
Faustus imice afficiebatur, prompsit ille, doiiec iias eiiacua- 
retur. Quod ubi Faustus iutelligeret, atque (irauiam sibi 
abeundum esse, ut raderetur barba diceret alter, uinum is si 
adhuc c'uraret, artem denuo proniittit singularein. qua citra 
nouaculai" usum, tolleretur barba. ('uuditione aecepta, arse- 
nico confrieari eam citra uUain prseparationis mentionem 
iubet: adhibitaque illinitione tanta successit inflammatio , ut 
non modo pili. sed et pellis cum carne exurerentur. Cum 
stoinacho idem ille mihi facinus hoc non seinel recensuit. 
Alius mihi non incognitus. barba nigra, reliqua facie sub 
obscura, et melanchoiiam attestante (spleneticus etenim erat) 
quum Faustuin accederet. incimctanter hie ait: 1^-ofecto te 
sororium UKnini esse existimabani. propterea et pedes tuos 
inox obseruabam. num hmgae et imiinue in ijs prominerent 
unguhe: ita hunc d?emoni assiinilans. quem ad se ingredi 
arbitraretur. euudemque sororium appellare consueuit. Hie 
tandem in pago ducatus Vvirtenbergici inuentus fuit iuxta 
lectum mortuus inuersa facie, et domo pra:'cedenti nocte media 
quassata, ut fertur. 

r.udiinoderator apud Ooslarienses ex Fausti magi. uel 
uerius infausti mali doctrina instructus, modiim quo carmini- 
bus in nitro coerceretur satan. didicit. [144] Vt itaque impe- 
diretur a nemine, die quodain in syluam abijt: ubi in magica 
execratione aberranti apparuit (hemon horrenda admodum 
forma, oculis fiammeis, naribus ad cornu bubuli morem iii- 
tortis. oblongis dentibus, aprinis non dissimilibus. genis felem 
referentibus. et in uuiuersum terribilis. Hoc idolo terrefactus 



') Tic lat. 'J(l^öt^abo^ Basileac, l.')ß3, l'tiit u^^ l.")GG entl)alten Die 
Stelle iiüit niitt. (i-benieiiuenii^ fie beiitüten :)luviiaLien l.")6.') \mi> 1575. 3« 
ben '.llucHiaticn liasileae l'ül unD l.>s2 itel)t i'ie t5ül. 1.5<;— .')8; in Der Deutfdien 
3luec<abe, Aiaufmit a. ^W. 1586, 2. 93a. 

22 



17 

1508. Joannes Wierus: De Praestioiis Daoninntini 

fclbcii oic[rc[fciuMi in eine l)ü(c ober lod) i]c[ürtl) ' ba crft luul) 
brci)eii tai]cu uncbcr licrrüv fam. l'^-in iold)cr vEdiinarlifünitlcr 
ift lUid) "sol)an Aaiiftuc' iiciucft bcr uicl i^ubcnftitif bindi joiiic 
fd)iiHirl3c fünft iicübct etc. 0""v hat bei) lid) alle lueiie ein .v^nnb 
gehabt bav mar ein Xenfel^etc. Ta er iieii :li>ittenberi^ touinien / 
luer er anc befebl beö C'^'burfürften n^'fanc^en luorben mo er nid)t 
eutrunnen reri.^leid)en un-re jbui and) ^n '^cürnberii bec^et^net 
ba er and) entrnnnen ^ein lol)n aber ift biefer tjeiueft. ^a feine 
^^eit anö war ift er in ein Torff im '^iMrtenberiier i^ebiet . bei) 
einem 'ii^irt i^eiiiefen ba il)n ber iiMrt i^efrai^et marnmm er 
alfo tramrii) mere: Sac^t er ' ^iefe i\ad)t foltn bid) nid)t fiird)ten / 
ob bn fd)on iiroö frad)en onD erfd)ottern beö A^anfeo boren iinrft. 
"M^ ben "'Dcoriien bat man jbn in ber .Hammer ba er lai]e tobt 
gefunben mit ombi]ebrel)etem .^öalö. htliaii Maiilins in suis 
CoUec^taueis üb. I.') 



17 

1568. Joannes Wierus: De Praestigiis Daemonum 

loaiiiiis V Vieri De Praestigiis Djemonvm. Et lueaiita- 
tiouibus ac ueuelicijs l.ibri sex, aiicti et recoguiti. Accessif 
Herum et uerhonim cop/osxs Index. Cum Cjes. Maiest. gratia 
et priuilegio. Basileae, Ex Ofjicina Oporhtiana. 15()!^. 

p. 125. De Magis lufamibvs. Liber Seciiudus. 

p. 140. Qu'i Mag /am infamem postea coJuere, et funestus 
quoruudam iiiterittis Cap. IUI. 

p. 142. \) 

loannes Faiistiis ex Kuiidliiii; ()|)pi(lulo oriiuidiis. Craco- 
iii<e magiaiii. ubi uliiii (bteebatiir palam, didicit eam(|iie 
paucis aiiiiis ante- ijuadragesimiini supra sesqiiimille.simuiii. 
cum multurum admiratioue , ineudacijs et fraude multit'aria 
in diuersis Germaniae locis exercuit. liiaiii iactantia et 
pollieitatiouibiis [14H] iiiliil uon potiiit. P^xemplo imo avtem 

M 3?ie stelle ftclit in t'cr lat. x'liivi-(abo lunt I.jTo i-^l. 81b, 1.372 i-^l. 
831j, I.'jTT u. 1.3S-2. (iol. l.jC— l.")S, 1.380 KUb, 1.'kS.'> UHb, 1.39.3 ICl b'^ bio 

21 ^ 



J'T 



20 a 

Um 1070. Wilhelm Meyer: Nürnberger Faustgeschichten (1895) 

ijiber Viivs: I.vdovico Lavatero Tigvrino Avtore. Apvd loaüiiem 
Crispinum. ^) 

Secimda Pars. cap. XVII. 

p. -JOS. 

Hodie qnoqtie magl inueniuntur, qui (iloriantur, se magicis 
pra'sfiyijs eqmim steruere jjosse, quo paucJa horis iter lonyissi- 
mum conßciaid. Hos t andern Deus meritis pwnis afßciet. Quam 
miranda referuntur de Fausto (rermano, quce nostra cetate per 
magicas arfes effecerit? 

20 

Um 1570. Wilhelm Meyer: Nürnberger 

Faustgeschichten (1895) 
a— f 

-Nürnberger Faustgescliichten. Von Wilhelm Meyer aus 
Speyer. Aus deu Abliaiullungen der k. bayer. Akademie der 
Wiss. I. ("1. XX. Bd. II. Abth. München 1895. Verlag 
der k. Akademie in Commission des (i. Franz"schen Verlags 
(J. Roth).'0 

S. 50. Haudsehrift 4H7 der Hof- und Landesbibliothek 
in Karlsruhe: 

Luthers Tischreden aus den Jahren 1585 — 1542. Anhang: 
Christofl' Roshirt der Elter, Historien. Nach 1559. 
a) p. 62. 

(Bl. 20(;b bev .'r)aubld)rift) 

Volgen etliche Historien, vonn Teuffei Gespenst 
und Wechsseilen Kindern oder Kilkröpffen. 

(Bl. 207a.) Vom Doctor Georgio Fausto dem 
Schwartzkünstler und Zauberer (Bild, alter Holz- 
schnitt: S Reder auf Hund, Bock und Eher, daneben sitzt 
ein Mann auf einer Bank.) Auff eine Zeit hett D. Fanstus 



') JTte 9}orrebe ift unter^eidniet Datae Tiguri mense Januario, anno 
a natiiiitate Christi 1570. 3^. .0. 

^1 ■iilact) i. ßO ift ^or i'oovtlaut cienait iiact ^ev .öan^lct1vift cjci^nutt. 
9hir finb Jntorpunftiün un^ i^rDRe unö fleine 3lnfanflol.nuliftabcn ooit :ß>. -))la)cx 
nad) WutM'mfcn eiiunefcljt. 2. .n. 

24 



20 b 
Um 1570. Wilhelm Meyer: Nürnberger Fiiiistgcsi-liiclitcn (1H!(.")) 

gilt Freund zu (iast geladen, denen ehr sehr guttlich 
thett mit üherflüssigem Essen uud Trincken. allein ver- 
bott er ihnen, sie wolten mit seinen Dienern, so das Essen 
und Trincken auftragen wurden, nichts reden. Als sie nun 
fürstlich und lierlich gelebt hetten, verwunderten sie sich der 
herlichenn ( Bl. -201 h) gehaltenen Malzeyt. Do sprach D. 
Faust zu ihnen: wolt ir wissen, mit wem ir gesseu habt? 
Sie sagten: ja. gern. Sprach er: mit dem Konig in Enge- 
laiidt: der lielt heut Hochzeit, und was da aufgetragen worden 
ist. dergleichen habt ir auch i;eh;ibt. und itzt hebt sich der 
Tantz do an. [63] Sie si)rachen : i\an möchten wir gern sehen. 
Do sagt er: wan itzt das Hautwasser bracht wirt, so halt 
sich ein ider au die Hantzwelu, so solt ir in auch sehen. 
Solchs geschag: kamen in Kurtz auf den Tantzboden in Enge- 
landt. Do sie aber gesehen worden und das es Ausslender 
un<l ungeladene Gest waren, wurd solchs dem Konig ange- 
zeigt. Der schaff', sie gefencklig einzuziheu : nachmal wart 
Befehl geben, die (lefangene zu hencken. Darob sie hard 
erschrocken: Faustus liss sichs nichs mercken. Als nun der 
Kechstag angestelt, bad D. Faust, man wolt in zuvor ein 
gut Malzeit geben vor irem Ende. Solchs ges(diach; er batt 
umb ein Handtwasser: dass wurt auch vergunt. Do sagt er 
heiuilich zu inen allen: wan die Hantzwei aufgelegt, so greift' 
ein ider dran; wilchers verseumpt, der bleibt hie; kamen also 
wider heim. 

b) p. 70. 

(Bl. 217(1.) Vom 1). Fausto dem Schwartzkunster. 
Zu Frankfurt am Mein wart er einem .luden schuldig, verzilt 
in ihn sein Herberich zu bezalen. Umb bestimpte Zeit kumpt 
der rlud. frag nach dem Fausto, wileher in seim (iemach 
thet sam schliff er. Der Jud weckt in, zeugt in letzlich beym 
Schenckel, wilchen er dem Fausten schlaft'ent aussgerissen. 
Darüber schreit Faustus sehr laut, der Jud gibt die Flucht. 
wirt also durch Betrug des Teutfels bezalt. Dan wie der 
Kaufman gewesen, also ist auch der Verkauft'er gewesen; 
das Sprichwort laut: gleich uud gleich geselt sich gern. 

25 



20 c 
L'm 1Ö70. Wilhelm Meyer: Nürnberger Faustgeschichten (1895) 

C) p. (58. 

(BJ. Hfllh.) Von Doctor Georgio Fausto. dem 
Zauberer und Sehw artzkunstler (schlecht rjemalfes Bi/d: 
Gäste an einer besetzten Tafel, ein Mann brin(/t Schiissefn; 
Fenster mit Butzenscheiben, an den T^'änden Pokale). In dem 
Letzteutlieil Colloquiornm Doctoris Martini Lutheri, darinnen 
manclierley Historien vom Betrug und (Bl. 3.S2) List gesagt 
und von Zauberey. ist dieses Zauberers Fausti auch gedacht 
worden mit kurtzen Worten (Bl. 215 = Tischreden 1 § 47). 
Derhalben von seinen Hendel einstheyls weitleiftiger sol 
allhie 2;ehandelet werden, dem Leser zu mehreren! Bericht. 

Zur Zeyt. als I). (ieorgius Faustus zu Ingelstad auf 
der hohen Schul den Studenten Philosophiani und (üroman- 
tiam läse, wurde er mit etlicher Burgerschafft bekant, die ihn 
(weil er kein sonderliche Hausshaltung hette") oftmals zu Gast 
geladen umb Kurtzweil wegen, die er dnii mit maucherley 
Gesprecli in Gelochen wüste furzubringen. wie dan der AVeit 
(iebranch ist, das sie viel lieber von schimpflicheun Dingen 
dan von Gottes Wort hört reden. 

Auff ein Zeyt sprachen seine gute Bekante. Freundt und 
Zechgesellen zu im: Her Doctor. wan wolt ir uns auch der- 
maleiiis zu Gast laden und euer Kostfreyheit sehen lassen. 
( Bl. 3S2b) Der Doctor Faust antwort: ich wolt Solches leugst 
gern gethan haben, so wist ir alzumal, das ich kein eygene 
Hausshaltung hab und selbst zu Kost gehen, aldo meines 
Wirts (inaden Iei)en. Idoch wil ich der eutpfangene Wol- 
thaten, so mir von euch widerfaren ist, gut ingedenck sein 
und dieselbiche zur gelegene [B4] Zeyt widerumb vergelten. 
Der Antwort waren sie zufrieden. >iach etlicher verschiener 
Zeit, als Doctor Faust sein Gelegenheit ersehen, das er seine 
Geste wüste reichlich zu bewirten, lies er sie auf ein be- 
stimpten Tag zur Malzeit durch seynen Diener beruffen. Des 
waren sie alzumal willich und bereidt, unabschlegig zu komen. 
Als die ernentte Zeyt das Mittagmal einzunemen vorhanden, 
erschinen die geladene Geste mit allem freuntlichem guten 
AVillen. ( Bl. 3S8 ) Do sie nun in den Saal des Hauss kamen, 
welcher herlich und zirlich zugericht war. wurden sie vom 

2(i 



20 (• 
Um 1570. Willit'lin Meyer: XünilxTger Fauslgesi-hielilen (l.S!(.">) 

Hern Fauste» freuiidlicli entpfangoii. Nun war einer iiiitter 
den rJesten, ein schinipfliclier ^hni. der sich daii sonderlich 
mit dem Doctor Fausto wol vernutgte : der ging hinauss in 
die Kuchen, zu sehen, was man ohngcferlich kochen thctt, 
aber er fandt weder Feuer noch Koch. Der k;ini lt;ilt wi(hM- 
in (U'U Saal und sprach schimptf'lich : Herr Doctor. es ist 
weder Fewer, Rauch noch Koch in euerer Kuchen: nicht weiss 
ich, wie ir uns bewirtten werdet: wir hotten geussli( h . ir 
wert uns doch gutlich thun. Kr nntworl : lieben Hern, seidt 
ohne Sorce. es wirt bjilt besser werden. Aber eines wil ich 
euch alle und einen iden insonderheit gebeten haben, das ir 
mit meinen verordenten Dienern, so uns Essen und Trincken 
und was zur ^lalzeyt vonnciten sein wirt. bringen werden, 
gar (Rl. 8S3b) nichs reden wollet: wir aber woUenn untter 
einander frolich gutter Ding sein: verhotf. ir werdet des kein 
Beschwer haben. Sie waren des gar wol zufrieden alzumal. 
Doctor Faust batt. sie wollen zum Tische setzen: mau wurde 
anrichten und zuvor ein Handtwasser bringen. Dem Refehl 
waren sie gehorsam. Ralt kamen zweu dungling gar wol 
gebutzt; der erste trng ein vergnltes silbere Handtbecken 
mit schöner Arbeit zngericlit. nmb den Hals liet er ein her- 
liche gestickte Hantzweln: auf in volget einer mit der silbere 
Schenckkandel. darinnen wolrichents Wasser verordnet war. 
Der Doctor batt. sie wolten umbher Wasser nemen, sich (hiniit 
waschen: das geschag. Die Hantzweln wart umbgelegt sich 
zu trucknen und halt wider aufgehoben und von daiuien ge- 
tragen. In dem kumpt ein Truchses mit dem Zepter (Rl. ;^S4) 
gantz fürstlich bekleidet: auf in volgen etliche mit sil bereu 
Schusseln auf einander gesetzt. Doctor Faust nam das E«sen 
von ihnen und satzt es seinen geladenen Gesten für, vermanet 
sie zu essen, credentzt ihnen dasselbiche, domit sie kein Ab- 
schew betten. Ralt darauf wurden viel güldene Schew'er und 
andere [()5] herliche Credenss mit dem besten Wein herge- 
bracht und auf den verordenten ("redentztisch gesetzt: die 
(lau der Wirt ihnen mit aller Frolichkeit fnrsatzt und einen 
freumllichen Kumbtrunck verordnet. Diese fürstliche uml 
kimigliche Malzeyt weret nun laug, das die Geste gross Ver- 

27 



20 c 
Um ir)70. Wilhelm Meyer: Xürnheiger Faustofeschiehten (1895) 

wuiiderung ob dem herlidieii Essen und (letraii(;k; hetten; 
sagten: Her Doctor, der Unkosten ist gar zu gross und des 
übersi'hwencklic'hen Essens zuviel. Darauf er antwort. sie 
solten nor guter Ding sein und nichten mer bekümmern. 
(Bl. 384b.) Als sie nun die königliche Malzeit in grossen 
Kreiden und Wolleben volbraelit hetten und des besten Weins 
entpfunden. wurden sie gar frolieh, danckten dem Doetor 
Fausten für die herliche entpfangenc Wolthatt. baten ihn. 
er wolle der grosse uberschwenckliche Unkosten kein Be- 
schwer tragen; wo sie solchs in ihren verniuglichen Dinsten 
widerumb wisten zubeschulden, wolten sie allezeit dem Hern 
Doetor wilfertig sein. Mein lieben Hern und gute Freund 
und riunner. der gehaltene Malzeit trag ich kein Beschwer; 
(lau dieses Essen und Trinck ist mir von des Königs in Enge- 
land Tisch komen, welcher heut sein Hochzeyt helt. und was 
ir von Essen und Trinck durch dise Diener entpfangen habt, 
eben dergleichen ist seiner königliche Wirde heut auch ge- 
tragen worden; und gleich itzt wirt der (Bl. 8<So) Tantz an- 
gefangen werden, do es dan sehr brechtig wird zugehen. 
(Ib) Do fing einer anss ihnen an und sprach: Her Doetor, weil 
wir dan heut mit dem Konig in Engelaudt gessen und 
truncken haben, darfur wir im und euch grossen Danck 
sagen, so möchten wir, wo es muglich. den Dantz auch gern 
sehen, domit wir wissten v(in der königlichen Hochzeit auch 
zu sagen. Der Doetor sprach : das kau wol ohn alle be- 
schwerliche Verhindernis geschehen, sofern ir meinem Befehl 
mit Yleiss wert nachkommen und Vdlgeii. Die bewilligeten 
alle mit grosser Begir darreiu, versprachen auch dem Gebot 
nachzusetzen mit allem gehorsamen Vermugen. Itzunt. sprach 
Faustus, werden die zwen widerumb wie im Anfang der 
Malzeit kommen und das Handwasser furtragen: so merckt 
das ein Jder. nachdem er sich (Bl. 385b) gewaschen, fest 
an die Handzwei halte und rede kein AVort zu Nimants; so 
wollen wir in kurtzer Zeit den Tantz in Engeland auch sehen. 
Sie thetenn. wie ihnen befohlen wart, furent mit einander dahin 
und kamen auflf den königlichen Saal, do der Tantz in aller 
Herligkeyt gehalten wardt. Dieweil aber die Wach und 

28 



'Jltr 
Ulli l.")7lt. W'ilh'lin Meyi'r: Niiiiiliii-<ii r Faiistijoschifhton (lHHr>) 

Hutt vur dem l'alast [(1(5 1 fast wul hestcllet wäre und ein 
fremdes aussleiidiehs Voick auff dem Saal gesehen wart, 
welches doch hev Leihstratf verhütten war, wurde Solches dem 
Konig anzeigt. Der lies halt die Verwalter iWs königlichen 
Hotfs rechfertigen, warumh sie- uher ir (ieluht ein fremdts 
ungeladen Volck wider koniglichs Mandat hetten auf den 
Saal kommen lassen. Die Heczsschir und verordente Tra- 
haiiten entschuldigten sich zum Höchsten, sie hetten kein 
Wisseu umb die Sachen, ihnen wer auch kein fremhs (Bl. 38(1) 
Volck zu sehen worden. Dem Konig wardt der Handel fur- 
hraclit: des er sich verwundert, gedacht aber bey sich, es 
musten Kundschafter sein; befahl derhalben, das man sie in 
der Styl ohn all Humhnior solt gefencklich einzihen (schfechf, 
(jemaltes Bild: (iefangeite werden ron Betr(t(f'iit'teit iti (l(i>i Ge- 
fänfjnisft <iefiihrt). Diesem königlichen Befehl wart lialbt 
nachkommen. Des wurden sie sehr bekumert. aber D. Faust 
lies sich niclis der JuTettung gegen ihnen mercken; sonder 
stelt sich nebeun ihnen ganss traurich als ein gefangen Man. 
(Bl. HS()b) Dieweil sie aber Teudsche waren, lies er sie zu- 
samen in ein Gefencknis verschliesseu. Als aber die Hoch- 
zeit volbracht wart, und der Gefangene durch den Kercker- 
meinster Ansuchung geschag, lies der Konig seine verordenten 
Kehte zu Gericdit setzen, dem aussleiulischen Volck nach 
Verbott irer königlichen Wirden einen Kechtsstag anzustellen 
und nach Verdinst zu verurtheylen. Nach gesetzttnn Recht 
wart zu recht erkent, das man sie ohn alle Gnadt als Kund- 
schafter an einen Galgen hencken solt. Dieser schwere Sen- 
teutz wart ihnen im (Jefencknis angesagt, des sie von Hertzen 
sehr erschrocken mit Berewung irer begangene Sundt und 
Misshandlung, gaben dem Doctor die Schulde, der sie unver- 
dieneter Sache also umb Leib und Ijeben bringen thett mit 
Betrug. (Bl. 8S7) Doctor F'aust sprach zu dem Kerckermein- 
ster: dieweil wir dan ohn alle Gnade ihe sterbenn und 
hencken müssen, so ist bei uns Teudschen der Gebrauch und 
Gewonheit, das man den Armen, so zum Todt verurtheilet 
sein, auf den Rechstag zuvor eine gute Malzeyt gibt, domit 
sie dester frolicher in den Todt gehen. Bitt derhalben, 

29 



•20 .• 
lin l.')7(l. Wilholm Clever: Niiiuherjfer Faustgcsrhk-htcii (1895) 

wollet unser uiitterthenig.s Bitten und Begeren zu Hoff fur- 
bringeii: verhoffen des keines Abschlags. Der Kerckerniein- 
ster antwort: irli wils euch trewlich aussri(diten und. so viel 
an mir gelegen, den Handel fördern. Indem er hingin. 
sagten dii' Mitgefangene zum Fausten mit kleglichen Worten: 
Ach wer konte und mochte vor grossem [67] Leid und 
Kumniernus. so wir nhne Verdiust so eines schmelichen Todt 
sterben müssen, essen oder trincken. Darauf sagt D. Faust: 
Fy. seid nicht so kleinmnttig (Bl. 8S7b); wist ir nicht das 
Sprichwort 'ein guts Mahl ist Henckens werdt', Solche Wort 
verdross die Gefangene übel: dau sie wenig Trost noch Freid 
davon entpfingen. Aber der Kerckermeinster. welcher ein 
geborner Teudsclier war. auch den Gebranch, so mit der 
Armen in Teudschlaudt gehalten wurt, gut Wissens trug, 
brachte ihr bittli( lis Begeren dem Hoft'meinster für, auch was 
ires Landes Sitten und Gewohnlieit wer. Der Hofmeinster 
that Befehl, (his ihrem Begeren genügsame Volg gescheeu 
solt : zeigt solchs dem Konig an: darob er sampt seinen 
Kehten ein Verwunderung betten, das sie so leichtsinnig 
wereii und den Todt so gering acliten. Als nun gut Speiss 
und Tranck ihnen ins (iefengnis furgetragen wart, vermanet 
Doctor Faust sein Mitgesellen, sie solten essen unnd trincken 
und unbekümmer sein: aber ihr i Bl. ;^<S<S) Hertz war ihnen 
vor Traurigkeit ganss schwer. Do nun Faustus Ximants nmb 
sich sähe, vor dem er ein Abscheu haben mochte, dan die 
Hutter Tcudscher Sprachen uuerfaren waren, redet er mit 
frölichem Angesicht zu seinen Mitgesellen: Lieben Hern und 
Freundt. heuttiges Tages sol unserm Keinem kein Leid wider- 
faren. Darumb neinpt Speiss und Tranck zu euch auff die 
Reiss. Dau wan wir guug gesseu und truncken haben, wil 
ich ein Hantwasser und Hantzwei fordern: sobald ir euch 
gewaschen habt, greifft an die Handtzwel: damit sich Keiner 
verseumme: er würde sonst dahinden in Leibs Gefahr bleiben. 
Dan in F^ngidant wollen wir die Hende waschen und in 
Teudschland drucknen: durch mein Kunst solt ir all errettet 
werden. Die gute Leut fingen ein Hertz, assen und truncken. 
Als nun der Kerkermeinster zu ihnen kam, auch (Bl. 3<S8b) 

:^o 



2(1(1 

Um ir)70. Wilhelm Mevcr: Niinihergor Faiistgt'si'hichtcii (lH!t.")) 

die Zeit, (las sie zum (ialm'ii soltt'ii gclurt und rili<'ii(jkt 
werden, spracli D. Faust zu iliiii: iiiein Frciiiidt. weil wir .so 
w(»l und reichlich ^(deht haben, (hirunil) wir kunigliciier 
Wirdeii unterthenigen Danck sagen, so gelangt unser aller 
letzte Bitt an eutdi, ir W(dlet uns zu Kliren unbeschwert aucdi 
ein llandtwasser geben, daizu eine Ilandzwidn, damit wir 
uns mögen druckenen. Der Kerckermeinster lacht und sprach: 
liebe Freund, es snl in (h'Ui euer Will auch erfüllet werden; 
dan solcher Dinst kan durch mein selbst Vermugen Wdl ver- 
richtet werden: ging eyllent hin. bracht ihnen dasselbich. 
Als sie nun |()S| die llende gewaschen, griffen sie alle au 
die Ilantzwel: Faustus sprach mit lachedem Mundt: in Knge- 
laudt hab^'ii wir unsere Hende gewaschen, zu Ingelstat w(dleii 
wir die truckiien. Füren also unverhinderlich davon. Des 
der Kerckermeinster (Bl. HS!)) verwundert und hart erschrack, 
ging eyllent zum Konig, zeigt im den Handel an. wie es ihm 
mit den Teudsclien (iefangenen ergangen W(MV. Do merckt 
der Konig. das ir Zukun[)ti"t und die Abfurt mit listiger 
Zauberey wer volbracht und sein Verdacht von wegen der 
Verretterey nichs gewesen, ihnen derwegen auch Unrecht wer 
gescheen: war derhalben wol zufrieden, und l)lieb der Kercker- 
meinster ungestratft. Als sie aber widerumb ohne l^eibs 
Gefahr genn Ingelstat kummen waren, wurden etlich von 
wegen des Schreckens todlichen kranck. 

D. Faustus aber verharret ein kleine Zcyt in der Stadt, nam 
seinen Wege in andere Landt. do er dan uid)ekant innen nnicht 
seyn. Dan er besorgt, ihm mochte hinfort geringe Lieb und 
(Junst aldo bewiesen werden, wie dan üut zu erachten gewesen. 

Diss ist also die erste Historia von D. Georgio Fansto. 
d) p. 70. 

(BL 389 h) : VAw andere Historia \- o m D o c t o r G e- 
orgio Fausto. (Sclilecht t/emaltes Bild: im Binfert/rifiKl 
Fensterwand; daror im Zimmer ein Tisch, auf dem ein (Jeld- 
sack steht und (joldmünzen Hefjen ; (/anz im Vordergrund 
liegt Faust auf einem Lager mit hoher Kopfivand, an /reicher 
eine Tafel hängt, auf der 1575 steht, also das Jahr, in n:el- 
chem dieses Bild gemalt ist; ein Jade zieht an seinem Bein). 

31 



20 d 

Um l.')7(\ Wilholm ^rcvcr: Xiiriil)erocr Ftitistoeschu-hten (18!*")) 

Nachdem D. (i. Faustus von liigelstadt verreyset, uam 
er seinen Wege anf Fi-ankfurt am Mein zn nnd kam auf 
gelegene Mes>s dahin. Do dan mancherley Kanfmanschaft 
getrihen wirt nnd sonderlich ( BL ;^90) [71] haben alda die" 
-luden allerley Kauffmanschaft. Doctor P'aust kam zn einem 
reichen Handels Juden, kautt't im ab zwey schone Ross; 
darnach nam er für sich und seinen Diener auss schone ge- 
maclite Kleider und sprach: lieber Jud, ich hab hie bey mir 
sehr wol gewegene frantzhossische Krone, an denen ich nicht 
gedenck zu verliren (lies ihn der etliche sehen) und wan ich 
gute ganghalftige Taler oder andere grobe Müntz dafür 
möchte bekummen. wolt ich sie verweschlen lassen umb ein 
geringen Aufschlag. Dem .luden getilen die Cronen wol, 
fragt den D. Plansten, wo er zur Herberich einzogen were; 
im solt das Gelt für die Cronen durch ihn selbst zugestelt 
werden: er solt angeferlich anzeigen, wie viel er des Gelds 
mit ihm bringen uiust; alssdan so wolten sie die Schulde 
von der Summa abzihen. (Bl. 35)0 b) Doctor Faust sagt: mein 
Jud. weill du mir nach Gebur und (iebrauch in dieser Mess 
den Aufwechsel erlegen wilt sampt geburlicher Hauptsumma, 
versehe ich mich mein gekautftes Gut auch in gutem AVerdt 
von euch ohn Ubersatz zu haben. Der .lud thett im ein 
Nachlassung anu erkaufter War; dan er verhoff, sein besser 
zugeiiissen. Doctor Faust bestiinpt im ein Zeyt, da er ihn 
finden solt in seiner Herberg. 

Der Jud kam zur bestimpte Zeyt mit seinem AVechsel- 
gelt. Des Fausten Diener, so schön abgericht, stunde untter 
der Haussthnr, wartent des Juden. Ehr kam mit dem Gelt, 
frag den Knecht, welchen er dan wol kennet, ob sein Herr 
der Doctor vorhanden wehr. Der Knechte (Bl. 391) sprach: 
ja, gehet hinauff in sein Gemach, do werdet ihr ihn gar 
allein finden. Der Jud war zufrieden, kam ins Gemach, da- 
rinnen D. Faust sich in ein Faulbetht bette gelegt und eines 
herten Schlaft's sich mit Betrug untterfing. Als nun der Jud 
in die Stuben kam und den Doctor hart schlaff'ent fand, be- 
rathschlagt er bey sich selbst, was im zu thnn were; den 
Geltsack, damit er vermeint die Cronen zu wechslen, satzte 

32 



I 



•Jt) L- 

Um l'>7n. "Wilhelm Mcyci-: Xüi-uIk-i-oci- P'aus)o;('srliirlili'ii (18!t.">) 

er auf den Tiscli. (lariimeii etlicli liimdert Taler waren, giiiy 
zum Faulbetli. rüttelt den Doetor beim Arm: aber er gedachte 
davon nicht aafznwachen. Do im aber die Zeyte wolt zn 
lang weren, erwnscht er ihn bey einem Hein, znckt erstlich 
in mit Gelimpfl". Als aber Fanstns nicht anfwachen wolte, 
(Bl. 35)1 b) wart der dud ziirnig. ruckt in dermassen beim 
Bein so undnmmerlich, davon der Docter aufwachen musste. 
Aber Ü. Faustus brauch sein Kunst, das dem .luden der 
Schenckel im [7"2| Zilien in Hernien blieb, als hett er im 
denselbi(dien mit Gewalt auss dem Leib gerissen. Fing der- 
halben grewli(di an zu sidireyen: o du mörderischer Böss- 
wiclit, du hast mir mein Schencken vom Leib gerissen, das 
inustu mir gnugsam vergelten. Der Jud gab mit grossem 
Schrecken die Flucht; Faustus schrie im nach: der Knecht 
erwischt den duden bey dem Mantel, sprach: was Leids hastu 
meinem Hern gethan, das er so kleglich schreit? Der .lud 
lies den Mantel faren. tl(die darvon mit grosser Furcht und 
Fyl. Der Knecht bekam in diesem Sehimpff ein guten Mantel 
und sein Herr (Bl. :V,)'2) das (ielt, so der -lud auf dem Tisch 
hett stehen lassen. Balt liess D. Faust denn Wirt reclinen. 
bezalt ihn also bar mit Danck ; aber er und sein Knecht 
Sassen auf die Ross, so dan schon zugericht waren, nain die 
Taler in ein Watsack, ritten also mit frolicheu Miith auss 
Franckfurt; dan im war aldo ein gute Beut gerathen. 
e) p. 78. 
(B/. Hl)2a.) Eiusmal kam er gen Bamberg, zog in 
ein gnts Wirtsshauss ein, do er dan gar wol ent})fangen und 
gehalten wart. Nun begab es sich , das ein Sewtreiben do- 
zumal auch beim Wirt einzogen war. Den Abent redt der 
Seutreiber mit dem Wirt, ob er nicht wiste. wo er ein Hert 
üutter feister Schwein mochte zu kautfen bekommen. Der 
Wirt sagt, auf dissmals wer im nichs davon bewusst. do(di 
möchte (Bl. 392b) er den Morgen hinauf auf den gewon- 
lichen Seumarck gehen und darnach secheun. Als Solches 
D. Faust höret, gedacht er, diss ist ein guts Spiel für mich, 
dardurch wider kan Gelt bekommen. Dan die Franckforder 
Beut nun fast verzert war. Er sprach zu dem Sewtreiber: 

Tille: Faustsplitter. ;:} •} 3 



20 e 
Um 1.">7U. Wilhelm Meyer: Nürnberger Faustgeschichten (1895) 

mein Freuudt, es werden mir morgen fast umb Mittag gutte 
feyste Schwein dnrch meine Diener bracht werden zn ver- 
kauften, und do euch dieselbi(?he gefallen, solt ir einen gutten 
Kauft' an mir haben. Der Sewtreiber wart fro, das er nicht 
lang zeren dorft'te auf den Sewkauft". Des Morgens sprach 
Doctor Faust, er solte alhie in der Herberich ein kleinen 
Verzug haben: so wolte er sehen, ob sein Knecht mit den 
Sewen ankommen were. Des war der Sewtreiber gantz wol 
zufrieden: thett aldo verharren. (Bl. 393) Doctor Faust gin 
hinauss an den gewonlichen Sewmark, braucht sein Kunst 
alda nnd bannet ein grosse Herd gutter Schwein, verordnet 
darzu einen seiner Diner, der do auft" die Sew acht geben 
solt. kam eyllend widerumb in sein Herberich, zeigt dem Sew- 
treyber an, wie sein Knecht gleich itzuntter mit einer schöner 
Herdt Schwein ankommen (fohjt die Figur eines Schweines) ; der- 
halben. wo im die zukauften ein Ernst were, mocht er die- 
selbichen besehen : er wolle im und dem Wirt zugefallen ein 
Lberichs tluui am Kauft". Der Sewtreiber war fro, batt den 
Wirt, er wol ilim zu Gefallen mit hinauss auf den Sewmarck 
gehen und die Schwein lieltten besichtigen: es sol ihm ohn 
Schaden sein. Des war Doctor Faust [74] wol zufrieden. 
Als sie nun die Sew durchauss wol besichtiget betten, welche 
dan schon und feist waren ohn allen Tattel, (Bl. 393b) dem 
Sewtreiber und Wirt gehelen die Schwein wol nnd kamen 
des Kaufts halt mit knrtzen Worten überein, mit dem Geding 
der Verkaufter solt mit der Helft'te der Bezalnng auf ein 
halbs Jar ein Verzug haben: im solte solche hinderstendige 
Summa genugsam versichert werden; das ander Halbtheil 
sol im also bar an guten horten Talern erlegt werden. 
D. Fanst macht nicht vil ümbstende, gedachte aber bey sich 
selbst, er wolte noch wol einen Fnnde erdenken, damit er 
des überleben Rests mocht einkommen ohn Schaden. Der 
Kauf wart beschlossen , der Wirt wart Bürge und selbst 
Schuhlener über die hinderstendige Summa des Gelts, erbot 
sich des ein genügsame Verschreibung zu übergeben bey Ver- 
pfendung seiner Hab und (iutter; (Bl. 394) dan sie waren 
einander wol bekant. über den beschlossenen Kauft' wart 

34 



2U e 
Um 1570. Willu'lni Meyci': Nürnberger Faiisfgeschii'hten (IHit")) 

ein giitter Leibkauff getruuckeii. Als nun 1). Faustus ver- 
merckt. das sie frölicli giits Muts waren, sprach er: wan mir 
der hinderstendig Rest itziint auch also bar niocht erlegt 
werden, so wolt ich ein stadliche Nachlassung thun. Der 
Wirt war geltsuchtig und geitzig. fragt halt, wiviel er daii 
gedechte nachzulassen. Faustus sprach: zehe (iulden. Der 
Wir antwort: nein, es ist zuwenig. Faustus sagt, ob es dan 
nicht gniig were vom Hundert zweintzig zuverzinssen. Ja, 
sagt der Wirt, die War ist noch unverkauft und gehet teglich 
viel drauf. Faustus sprach: ir liab ein glitten Kauf gethan. 
daran, wo ir recht mit umgehet, nichs zu verliren ist. Der 
Wirt fordert den Seutreyber hinauss und berieft' die Wirtin 
und berathschlagten (Bl. 394b) sich miteinander, was ihnen 
hirinnen ziithun were. Entlieh ward beschlossen, wan er ihnen 
25 fi weite an der ausstendige Summa nachlassen, wolten 
sie sehen, wo sie das (lelt bekommen möchten. Sie gingen 
wider hinein, brachten D. Fausten iren .\nschlag und entliche 
beharliche Meinung für. Wivvol sich Faustus des unbilligens 
Ubersatz etwas wegert, d(M;h entlich darein bewilliget, sofern 
es glitt grob (lelt were. Die Wirtin hett iren Schatz her- 
furbracht an lautteren (iultgulden : die sprach: ir solt wol 
vergnügt werden. Im wurde Golt und Taler furgezelt. biss 
sich der Hinderrest erstreck. D. Faust nam das Tielt zu 
Händen und sprach: ich hott", weil ich euch so einen gutten 
Kautt' und grosse Nachlassung gethan, ir wert m.ich vom Wirt, 
was ich verzert, entledigen. |7')j Der Wirt sagt: ja, (Bl. 395) 
es sol hirinnen kein Stritt haben; sie wolten der Sachen wol 
einig miteynander werden. Faustus sprach zum Sewtreyber: 
liber Freund, ich wil euch aber gewarnet haben, ir wolt die 
Schwein durch kein flissents Wasser treiben; sie mochten 
snnst Schaden nemen. Darauf antwort der Sewtreiber spöttisch: 
mein Hen% last euch kein grawe Har ferner umb die Schwein 
zutreiben wachsen; es sind nicht die ersten noch vieleich die 
letztenn. D. Faust war zufriden damit und als er ein Drunck 
zwen gethan, sprach er zum Wirt: ich hab drinnen in der 
Stadt was Notwendiges zuverichen und einzukauft'en: bitt. 
wolt mir nichs verargen, das ich so blotzlich von euch scheidt; 

3.Ö 3* 



20 f 
Um l.")7U. Wilht'lni Meyer: Nürnberger Faustgeschiehten (1895) 

(lau mir viel daran gelegen ist. Der Wirt f^pracli : über Herr, 
wan ir euer Sachen verriebt babt, so kunijjt wider zu uns 
beer. (Bl. 395b) Doetor Faust kam zu einem Tbuinpfatten 
im Styfft zur Vesper, weleber dan sein gutter allter bekantter 
Freund und Gunner war. Der nam in mit ibm beim zu Hauss, 
batt in freundlieb, über Naebt bey im für gutt zunemeii. 
Faustus war willieb, allein sagt, er muste zuvor nach ge- 
legener Für sehen, so morgen nach Nurmberg ging. Der 
Pfaft" sagt, darumb dorflt' er nicht sorgen: solches wöl er durch 
seinen Diner gewiss erfaren lassen: daran sol er sich kunlich 
verlassen. Faustus war gar wol zufrieden: gingen zu Hauss, 
assen und truncken, waren gutter Ding mit einander. Dem 
Diner wart befohlen, nach der Fuhr, so auf Nurmberg gin, 
zusehen; Der kam, zeigt an, das morgen Fru umb eins gegen 
Tag die Furleut anspannen wolten: wer im dan mit gedienet, 
wolten sie in gern mitnemen. (Bl. HiX!) Dieser Botschafft 
war Faustus froh. Als nun dei' Tbumpfatl" die Metten des 
Nachts verrichtet, wart Gesotten und Gebratens zugericht; 
D. Faust stundt auf, assen und truncken naeh Nutturt, biss 
die bestimpte Zeit vorhanden. Do gingen sie liin zu den 
Furleutten. welche gleicb anspanneteu. Also nam der Doetor 
Faust sein Abschidt zu Bamberg und für nach Nurmberg mit 
giittem Mutth. 

Des andern Tags wolt der Sewtreil)er ein Jarmarck be- 
suchen und trieb die Schwein durch ein flissents Wasser, 
darfor ihn doch Faustus gewarnnet hatte. Da wurden eyttel 
Strowisch auss den Sewen und schwömmen im Wasser hin 
und wider. Darob der Sewtreiber hertzlich erschrack und 
erkant. das er durch Zawberey were feischlichen betrogen 
Worten, weil er uit gefolget bette. 
f) p. 7,s. 

(BL H96b.) Als nun Doetor Georgius Faustus im 
Lande hin und wider mancherley Abentewer und Schaickheit 
geübt und getribeu bette, dardurch er doch wenich Ehr noch 
Danck erworben, kam die bestimpte Zeyt. darinnen er sich 
gegen dem Teuffei seinem Lehrmeinster verschrieben hatte. 
Den Tag zuvor zog er auff einem Dorff ins Wirtshauss ein, 

•Mi 



20 f 
Um 1570. Wilhelm Meyer: Xürnber{j'er KauBtgfeseliiclitcn (IHUf)) 

vviirb [79 1 umb die Nachtlierberieh. die im dan vom Wirt 
gutwillieh zugesagt. Als er aber in die Stuben kumpt. sass 
ein Tiseb voller Bauren. die den Tag gezecht und noch. Die 
lietten durcheinander ein lauts Geschrey und Singen, wie dan 
ihr Gebrauch ist. Das verdross D. Fausten übel: er fragt 
den Wirt, (»b er sunst kein Stuben mehr im Hausse hette, 
darinnen er allein von der Bawren Geschrey Fried haben 
möchte. (Bl. 3!)7) Nein, sprach der AVirt, der Her muss also 
heind für gut nemen und ire volle Weiss im gefallen lassen, 
es sey ir Gewonheit also. Faustus war zufrieden: sagt zum 
Wirdt. er soll im heind gütlich thun. autfs Beste er ver- 
mochte: gab im zwen Taler auf Rechnung, davon die AVirttin 
einkautfcii solt. Der Wiit thet alle Ding auffs Beste zu- 
richten, von guten Fischen, Gesottens, Fingebickts und ein 
herliches (iebratens. darzu den allerbesten AVein, so er im 
Keller hette. Als nun das Nachtmal zugericht und aller Ding 
verfertiijet war. auch der Tvsch nach aller Notturft zum 
Vleissigsten zugericht war, sprach D. Faustus zu^ den vollen 
Bawren: lieben Freund, ich bitt euch, ir wollet doch ein 
kleine Zeyt, biss wir gessen haben, mich und still seynn. 
(Bl. 897b) Solches verdross die Bawren übel, sagten, es koste 
ihr Gelt, darumb wolten sie frolich dabey sein: gefiels im 
nicht, so geschehe ihm dester weher darbey, und wurden 
ungestümb. D. Faustus gin hinauss in Hoff, als wolt er sunst 
sein Notturft thun, richtet halt mit seiner schwartzen Kunst' 
zu, das den vollen Bawren in der Stuben alzumal die M euller 
weit offen bliben, also das keiner nichs reden kundt. welchs 
dan schrecklich zu sehen. Als aber der D. Faust wider in 
die Stuben gehen wolt, kam er zuvor zur Wirttin in die 
Kuchen, batt. sie wöll sarapt all irem Haussgesinde zum Essen 
kommen, er wolt heind mit ihnen ein guten Muth haben und 
ir aller AVirt sein und für sie bezalen. Des im die AVirtin 
sampt dem Wirt zusagenn musten. Do nun der Wirt sampt 
der Wirtin (Bl. 898) die erste Rieht auftrugen und sahen, 
das die Bawren so still waren, darneben wie ihn die Meuller 
so weit aufgespert stunden, do erschracken sie: aber Faustus 
sagt, sie solten ohne Sorg sein, es wurde ihnen die Sprach 

37 



21 
157ä. Benedictus Aretius: Pidbloniata Theolowica 

wieder komnieu. Ivuecht und Wird lachten des Fasanachts- 
handel: daii es war gar seltzsam zu sehen an den grossen 
weitten Meullerun (schlecJd r/enialfes Bild: 2 Tische; an dem 
einen Faust, an dem andern 5 Bauern mit auffiesperrtem Mund ; 
(fetäfeJte Wand, darüber Brett mit Krügen [80] und Gläsern; 
BL398b). D. Faust sprach: itzt haben wir Fried und gute 
Euhe von irem Geschrey und können auch mit einander un- 
verhinderlich reden, das doch zuvor nicht hette sein können; 
dan ich hab sie zum oftermal darfur gebeten: do gaben sie 
böse höuische AVort auss. drumb geschigt ihnen recht. Als 
nun das Nachtmal volbracht wart und alles gutter Ding 
waren, bezalet D. Faust dem Wirt, was er den Abent verzert 
hette, schencket der Wirtin, den Knechten und Meiden itz- 
lichem besonder einen Beutpfenniug. sein darbey zugedenckeu; 
gin also damit zu Bettht. Do in dan der AVirt allein in ein 
schon Beth leget, batt darneben, er wolle der arme Bawren 
ingedenck sein, domit sie wider reden köntten und die 
Meullen ihn zufilen. (Bl. 85)9) Faustus sprach: er solt ein 
Scheid Holtz nemen und am dem Ort. do er am Tisch ge- 
messen wer, untter die Banck legen, so wurde ihnen besser 
■werden. Der Wirt thet nach seim Befehl: do wurden die 
Bawern wider reden und wart das Maul zugethan. Balt sie 
Solclis vermerckten. gingen sie mit grosser Forcht ein ider 
in sein Bewarung uund waren hernach nicht mehr so frech 
mit Worten. Des Morgens wart D. Faustus todt und greulich 
im Beth gefunden, hat also nach dem er verdint sein Lohn 
entpfangen: dan böss Arbeit gibt auch bösen Lohn. 

Gott wolle uns alle vor des Teuffels Listen und Betrug 
gnediglich und vetterlich behutten und in warer Anruffung 
und bestendigem Glauben an unsern Hern Christum erhalten 
biss an unser letztes Ende. Amen. 

H 

1575. Benedictus Aretius: Problemata Theologica 

1 roblematvm Theologie. Qvibvs Prjecipvi Verse religionis 
loci perspicua methodo tractantur. Altera Pars. Benedivto 

38 



21 

1575. Benedictus Aretius: I'ioblomata Theologiea 

Ärefio Beniensi 'J'/ifo/oi/o Autliore. Ijcivsaniia^, lOxcudebat 
Francisciis le Preux Illuiitriss. D. Beinensium Typonraplms. 
MDLXXV. 

p. 39(1. De Magia.i) 
p. 39S. 

Tl. Kx bis f|ii;e (lixiiiius duo genera inagiie eoiistitui 
possunt. Viiiini naturale et anti(|uiini: alterum noiiuin et 
infame. 

Antiqua et naturalis magia est. natu- [399] rae reruni 
solida qusedani eognitio, ex (|ua idonea causaruni ap])licatione 
interdum mirandos ett'ectus constituunt. Natura enini rerum 
multa habet possibilia, si idoneus accesserit artifex, <jui causas 
seiat coneiliare. Deiiule inest multis rebus singularis ((u;edam 
Sympatiiia. (piani (|ui obseruant. niirabilia efficere putantiir: 
(jualis est in magnete vis attrabendi ferrum, in succino attra- 
hendi paleas. Similiter inest rebus (|uoddam naturale odium, 
vt magneti cum allio. adamanti cum bircino sanguine, succino 
cum oleii. In bis si quis solertissimus fuerit, non immerito 
aliis magus videbitur, cum solum natnras eorum |)r(iferat. 
Talis quidem Daniel visus est etbnicis et profanis bominibus, 
talis Joseph, Salomon naturse peritissimus, Moses in [irimis 
(|ui miraculis damit, verum supernaturalibus: talis fuit Plato 
aliique. Pertinent huc industrii artifices, (|ui opera insolita 
confecere ad miraculum vsque, qualis fuit Archimedis machina, 
qua solus nauem onerariam in mare exposuit, tales columba 
lignea Architje volitans, etc. Talis magi fuere qui Christum 
inuiserunt. Matth. 2 hoc est, boni astroiiomi. 

[400] Noua et infamis magia est, ([u* malorum spirituum 
consortio vtitur: haue ortam dicunt a Simone mago: cum 
tamen longe fuerit antiquior. .-Egyptiorum magia ex hac 
multa habuit. Prseterea a Mose est prohibita, extitisse igitur 



*) Jn bcv Editio quarta, (renevae Apud loannem le Preux JIDLXXXIX. 
AOlio, i[t De Mag-ia, Locus ('X iiiib bcilillllt p. rU»!; bic Aau)"t0VUHil)UUn(J 
l"tcf)t p. 348. ^n bcv cboitfall-ö Editio (juarta i;\cuamUoii iJüicnvibe iit flein 
OftaD, (renevae Apud loannem le Preux. JLDXCll. Vol. II ift De 
]\[agia, Locus CXLIIII inib ftcl)t bio AauftcniHi()tuuut Vol. II. p. Söü. T. .0. 

39 



21 
157.1. Bpneciictus Ardius: Froblornata Theologica 

illius ciiltores necessum est. Illustrem igitur reddidit Simon 
ille. (|uemadmoduni Carpocrates postea, qui iioii duhitauit 
illam })ubli('e docere. Hodie ([ui illo malo occupantur com- 
muui nomine dicuntur Nigromantici corrupta voce, (juasi 
diceres Necromanticos diuinatores ex mortnis. Olim ramm 
hoc Studium , sub Christianismo vero tandem adeo inualuit, 
vt sacerdotes et clerici non satis exculti literi« viderentur, 
nisi in liac damnata professione laudem liaberent: sed et 
Pontifices ha(; arte sedem tu'darunt. Si enini Platin* et aliis 
credimus, bona pars magicis artibus pontiticarum assecuta 
est: legantur illornm vitae, ISyluestri secundi, qui caput leneum 
habuit quod consnluit, Benedicti octaui, (Jregorij septimi 
J<»anni8 '20. et '_'!. Alexandri sexti, et aliorum. 

Ad haue proliil)itam et infamem magiam |)ertinent hie 
species: FoijTffa, (|u;e [401] circa sepulchra defuuctorum malos 
Spiritus docet inuocare, hinc dm) twi' yooyy, hoc est, a hictu 
nomen habet, quia tales lugubri voce vtuntur. 

Necromantia, per (piam manes seu vml)ra^ defuuctorum 
excitantur, vt consulant, aut ad interrogata respondeaut. 
Talis fuit anus fatidica in Endor, quam Saul consnluit. I. Sam. 
Referunt de Appione grammatico, (|uod Homeri manes enocarit, 
vt de patria illius et operibus certior redderetur. 

Vlysses apud Hom. Odyss. F euovat Achillis vmbram. 
Apollonius Thianneus eiusdem Achillis manes consnluit de 
rebus ad Troiam gestis. 

'EjTcpdi'i , carminibus vtitur et verbis: olim barbara adhi- 
bita vt plurimum sunt, vt et hodie, quanquam sancta verba 
ad velandam im})ietatem c(eperunt vsurpare, vt ex Euangelio 
loannis, ex psalmis, nomina trium personarum Trinitatis. 
Pharmacia medicamentis vtituv, quse potu seu esu porrigit, 
ac in furorem vel amorem rapit, morbum inducit, aut alia 
ratione no(;et. Hac in primisexcelluitMedea, dequaPind. Pyth.-t. 
stroph. 10. et mox stroph. 11. ab hac facultate irav- [402] 
(fdouny.os appellatur. 

Has fere species reperio magise infamis, ex (juibus suppullu- 
larunt malefici illusores, delusa^ lamia, sag«, striges: et alia 

40 



•21 
157"). Bonedictiis An-tiiis: l'r()l)k'iiiiita 'riu'iilogic-a 

horremla nomina: miserandip empus«, dinc mormolyciie. et 
qui(*(|ui(l tale est. 

Addainufs et haue alteraiii distiiietionein . (|iiain iiostra 
Germania fenne habet. Magi isti infames dicimtur nobis 
generali vücal)ul(> scliir<n-fzki(nst(er, quia opera noctis phirima 
conficiimt. tenebras enim amat Satan: deinde cpiod pnllato, 
hoc est niiiro babitu libenter vtantnr. Kt ipse Satan (b)(;tor 
harum artium. apparet illis vt i)lnrimum ni^ra imii<iine, vt 
nigri hominis, eanis nigri, felis, vrsi etc. hinc discipiili eins 
nigros ahmt canes. Cum igitur in tenebris discautur h<e artes, 
et nigrum habeant pnecept(trem, nigras imagines, nigra sym- 
bola, rectissime videntur dici nigri ipsi artifices. in (jiius (ii)time 
etiain (piadrat illud. Hie niger est, hunc tu Romane caueto. 

Hi artitices nobis sie distincti sunt, vt alij sint diuina- 
tores, fcorsai/rr. Iioc est. veridici, tales enim haberi volunt. 
et Satan omnibus modis veritatis colorem ambit. hinc fingit 
se Angelum lucis. Sint isti |4(>3J prognosti('i. uam veridici 
non sunt: de futuris euentis aut errant, aut lubrice respondent. 

Huc tdta diiiinandi disciplina gentilinm j)ertinet. 

Vates ((ui ex Sibyllinis libris respondebant, Angures ex 
auium garritu. Aruspices et auspices ex auium aspectu vel 
occursu. vt sinistra cornix: hodie iter facientes occursum 
leporis iuauspicatum iu(li(uint. F.x elementis multa prognostica 
sunt nata naturalia. de (juibus hie non est sermo : locpior de 
superstitionibus harum obseruationum. Varro digessit in 
4. genera secundum numernm elemeutorum, ex quo eadem 
repetiit August, ex quo in ins quoque canonicum sunt trans- 
lata. seil, geomantia, (|ua^ ex terra futura pryediidt, aeromantia 
ex aere : hydromantia ex acpia, pyromnntia vero ex igni. 
Quibus hodie afHne»; sunt, cristallomantia, catoptromantia, 
hydromantia. onychomantia. 

Cristallomantici. in cristallo polito d^emonem consulunt, 
<pii respondet de rebus amissis et ad (puestiones proi)ositas, 
interdum personas exprimit, locnm et circumstantias vt 
agnosci possit persona suspecta. 

[404] Catoptromantici sunt, qui in speculo vel vitro [»olito 
idem pnestant (piod superiores in cristallo. 

41 



21 

1575. Benedictus Aretius: Problemata Theologica 

Hydroinautici hodie alij sunt quam olim: nam iiostri 
Hydromantici, acjuam arte paratam habent, in quam puluerem 
(|uendam suse artis iminittunt, ac eonsulti respondent liiuc: 
nam eoniecto puluere illo in aquam consurgit in aqua imago 
Dsemonis opera, ex qua respondere possunt: nam de furto 
roganti reprsesentat furis speciem, de morbo interroganti, 
locum affectum indicat. vt tuniorem circa inguina. rupturam 
et similia. 

Onychomantici in vngue spiritum (-(»nsulunt, quo pertinent 
Dactylomantici. qui in annulo idem pr*stant. 

Ali] ex astris futura prsedicunt, vt astrologi et hodie 
nostri pratickmacher, qui libri a vanitate publice Juxihucher 
dicnntur: unilta enim vana naturalibus admiscent. Genethliaei 
proprie sunt, (pii natiuitates erigunt ex 12. coeli signis. et 
hiuc uatis fortunani ouinem conantur pra^dicere. Non Ins 
dissimiles sunt hurusco])]. (|ui horam uatiuitatis certam spe- 
culantur: omnes hi olim Mathematici dicti sunt, et libri 
illorum daranata* lectionis [40ö] (|ui(|ue mox «-orrumpendi 
essent ex vi legum ciuilium. 

Alij sortibus futura elitiunt: hinc sortilegi: hodie sortes 
variis modis consuluntur. Sunt philosophier sortes, qua* ex 
proiectu punctorum emergunt: alij Apostolicis vtuntur. hoc 
est. honesto vocabulo velant impietatem, quasi ad exemphim 
Apostolorum et prseceptum lites dirimant et qujestiones 
soluant: Iiuc pertinent nostri losbiicher, etc. 

Alij ex lineamentis persona? et membrorum diuinant, 
vt chiromantici. Qua fraude hodie vtuntur Agyrtse et impostores 
vagabundi. (|uales sunt, dif cJieiden,farende)i sc/inler et similes 
vagantes. 

Alij ex affectione corporis, qualia sunt Palmica auguria: 
hiuc Salitores qui illa obseruant. Graece Palmisco])i, quäle, si 
oculus dexter saliat. 

Hos omnes v(»camus irorsar/er prognosticos. vel potius 
vey^aijer, quia pryedicunt, antequam eueniant: et palliant isti 
omnes honesto titulo fraudem, nee videri V(dunt consortio 
malorum spirituum vti . natura? enim Cognitionen! habere 
videntur, vt sint gnostici prius. hinc facti tandem prognostiei. 

42 



21 

l.">7.">. Benedirtiis Aretius : Problemata rheol()g;iea 

|40()| Est alteriun geiius pritgiKisticonini. (|iii spiritimi 
familiärem fiiegare mm possiint: iiam spiiitii capiiintur et 
illius inspiratioue areaua prinnunt: (piales sunt (»hsessi, tiiiiosi, 
consecrati (-(»rtis s])iritil)us. vt yasti-diiiaiitici. j)yth(>iiici. et 
similes. 

Alterum i^eiius magonim li. e. si'hii-artzLiuixtlcn'ii est, 
qiiod appt'llamiis die s(n/ner, (pii pit^cihiis aliis(jue verhis 
curaiit. adliihitis interdiim rebus a natura petitis. Duplices 
hodie isti sunt, alij morhos et affectioues corporis euraut: 
alij vuliiera. vtrique medieatores sunt. 

Priores (terta liabent et coueepta verba. (pia- vd dam, 
vel iutcrdum apcilr pi-(»iiiiiitiaiit : membrum atteetum taugunt: 
ventihnit. Iiiuc aimilctmii ap})euduiit in <pio siut eertie berbae, 
iuterdum cbaracteres et verba pauca exarata. Sic alij stru- 
mas curaut: alij t'ebres. alij phtliisiu in pueris. alij alios 
morbos. Oomnunu' tamen (>mnil)ns est. exigere fidem a cu- 
raiido. vt liis credat et tideiii liabt-at. sine fidc frustranea est 
illorum inofessio. adcn Satan ambitiosus est. 

Qui vuluera curant niagis sunt admirabiles mundo: uou 
enim vulnus euraiit certa ratione : sed (d)ligant instrumentum 
J407J (piod hesit: vt ]»alum quo se laesit ecpius, spiuam ([uae 
extrabitur ex plauta i)edis : i>ladiuiii, securim, et (|ni((|uid 
similium est instrumeutornm . Ihm- ol)ligant. et rei)onunt in 
eertnm angnluni. ad dies certos. liiiic curatur vulnus. Hos 
appellamus rniiltsriiiicrs: liornm onniiiini iion deessent exempla, 
nisi odiosa forent. 

Tertium genus Nigromantieorum est. (Sic enim liccat 
vocare die ^irartzkinnithr) fascinatorum , <jui res videutur 
mutare. et stu[)euda facere, fascinatis spectantium oculis: bi 
proprie sunt zoiihfrcr. 

Nam opera Satan« t'ascinant spectatores, vt aliud i[)sis 
videatur, (juam reuera fiat. 

Qua fraude mirifice celebris fuit Faustus superiori .seculo, 
is rustico uolenti de via cedere equos cum curru deuorare 
Visus: et alius qui cuidam vendidit bem^ pingues et obesos 
porcos. quos cum emptor domnm abacturus in via per obiec- 
tum torreutem pelleret. sola stramina vidit defluere in aquis, 

43 



22 

1575. Theatrum Diabolorum 

amissis porcis : mox aliiul iiisoleiitius iiide nascitur. Nam 
reclit ad liospitium qusesituriis ven- [408] ditorem nebuluiieui. 
Is in hospitio re cum hospito composita. retro fornacem dor- 
mieiiti similis stertit , aecedit iracunde emptor, lieu.s tu Im- 
postor, ac pede trahit, pes totus secpiitur. vt eximi videatur 
ab ipso corpore, miser liic attonitus stat: alter vuipes voci- 
feratur de accepta iuiuria, taudeui res auiice componitur, et 
crure aduiotd iteruui suo loco refigitur, etc. Huc pertinent 
loculatores isti gouc/fer, miisterhemmerlis kütist, etc. 

Quarto loco sequuntur, Malefici, venefici, die strudell, 
hexen et siniilia iufausta uomiua: maucii)ia sunt Satan*, 
solum ad uocendum instructa, l;edunt autem variis modi.s. 
Ali] visu solum, vt qu^dam mulieres veneticae, quos fixis 
oculis intuentur iracunde, eos inficiunt morbo, inprimis iu- 
t'antes. prägnantes, etc. Aliquando contactu nocent, nostri 
vocant ein (jriß'gen, oder hentren, vestigia manent infixa corpori. 
Alias vnguentis, quae vel foribus illinunt, aut annulo ianua^, 
vel ans«, aut locis secretis, scamnis et aliis, qua? si tangant 
homines inficiuntur. Alias parato veneno quod offerunt, vel 
in pomo, placentis, pane, aliove cibo. ac potu. Alias nudis 
iniprecati(tnibus. et diris carmini- [409] bus, etc. Ista ferme 
hddie Video genera esse huius impia; artis. 

1575. Theatrum Diabolorum 

Iheatrvm Diabolorum, Taö ift "Jlnirljaffte cii]cutlidH' imi) 
furl3c 2?cidivcibuuci ' 3U(erlci} greiulidier fdirerflid)cr ^nl^ abjd)eui' 
lidier !i^aftcr fo in bicfen k^itw j fd)iiieren nnb bofen i^eiten I 
an allen orten ünb enben faft bräud)lid) ' aiid) graujamlid) im 
jdnrani] geben barauf; ein feber frommer (5t)rtft jouberlid) ^u= 
feben önb fleijfig ^u lernen roie ba^ mv in bijem elenben onb 
mübefeligen ii'ebcn nit mit ."aebjeru ' ."Königen / ^^ürften ünb 
.'öerrn ober anberen ()o()en ,' gewaltigen ^sotentaten jonbern 
mit bem aller mäd)tigften önb ftärrfeften AÜrften biefer 'I\>elt / 
bem leuffel ^u fämpften önb ^nftreiten •:li.ield)er aller '^ift ünb 

44 



22 

l.")7."). 'riu'iitruiii Dialiulonim 

l)ciiulid)cn liitf i^aiiU uoU id)lcicl)onD (alc ^. isctniö jiu^t) üinbl)cr 
lachet iinc ein iinitciiDcr ' brüllciiber Vöiii ' mic ^iiiH'ricl)liiu-\cii ' 
;Hljo ^a[; er miö täc^ltd) uitb allen aiu^enblirt on auffböien aiiff 
bev iS'iiBfolcu iuu1)tritt bamit er niic^ ja ^ufall briiu^eii in allerlei) 
Sünb I €ct]anb üub Vafter ei)nfülireit inib euMid) mit l'eib 
ünb (£eel in ::HbiV"iiubt ber A>elleii ftürtu-ii inüi-\e. 'i^ub beruiecieu 
feine granfame Ii)rannei) unb 'li>üterei) redit lernen ertenneu / 
Wott nnib l}iilft nnb bei)ftanbt feiner Wi.ittlid)en Wnaben bnb 
t)eilii]en Weiftei^ non Ijerl.uMi anrnffen / alle niff^UI^' i^t^'il ; töbtlid)e 
(^)cfd)of|^ ' gcnni^fani anff^nfaben anB^nfd)laiien i önb in CSt)rifto 
^sefu ' Dnfcrm einigen ,V)ei)lanbt iibenninben / Victctriam unb 
baö Js-elbt belialten. 'Tillen Ireniiiberliigen benen jrer Seelen betjl 
nnb 8eeligh'it angelegen mit gantiem C^'nft ünb l)Dd][tem fleif? 
^inbetraditen. Die ';)iamen ber lUutl)oren unb @cribenten [inbet 
man üer^eid)net nad) ber i^orrebe. Webeffert nnb gemel)ret mit 
üicr neiöcn alö ^abbatl)y C'''i)btü ; (Borg unb IK'elandiolifd) 
ienffeln fo ^nüor bei) biefem Tmcf nie gefc()en nodi auf^gangen 
fampt einem nemuen nitlUid)en nnb nDl)tir)enbigen :)iegifter. We= 
triutt ^n A-ranrffiirt am '33tai)n ■ bnrd) t^eter 5d)mib etc. Anno 
MDLXXV 1). 

331. 52.') b (gorgetenffel. 

:öl. 535a Dao fünffte (Sapitel. älnio bod) für groffe grem= 
lid]e bnb fdiverflid)e Sünben non ber 23and)forge l)ertommen. 

"^i. 5:-i5b Sünbe ber forgfcltigen C'')eil3l)älfe unber bae erfte 
(Mebot. 

m. 536 b. 

ßnm nennbten ' etlid)e fallen gar in Sscr^iueiffe^ 
hing I öerlafien jr iaiiffgelnbbe ; ünb öerbmben nd) 
mit bem ^euffel / mie ^-anftne / 8d)ramml)ane ( ünb ade ^^u^^i'^i" ! 
and) anbere tl)un / bic üonn Jenffcl groffe .Slnnft lel)rnen ha\^ fie 
barbnrd) ^u groffem ')in()m, (5l)ren ünb ©ütern, fommcn. :?ilfo 
and) bie 53litnd)e fallen üon jrem ilanffgeliibbe ünb tl)nn neiime 
(sjelübbe ümfa be^ 33and)e millen / barnmb faget man: Paupertas, 
ignorantia et desperatio t'aciunt Monachum. 



') ric erfte iJlucniabe, Avanffurt 15(>n, entfiiilf Me stelle nodi uidit. T. .ö. 

45 



28 
ir»?"). Hi'nd(»rrt' et Ldiiieor: 'rhcatruiu Histdiit-um 

1575. Hondorff et Lonicer: Theatrum Historicum 

ilieatrmn Histdriciim lllvstvivin Exemplorvm Ad Houeste, 
Pie, Beateqve Viveudvm Mortale Genvs Informantium, Ex 
Aiiti(|uissimis simul ai- Novissimis Sacrarum et prophauarum 
Historiaruin mouuuieiitis constructum, et in decem C'lasses 
secimdum Mosaicse legis Praecepta distiuctum. Initio Quidem 
A Reverendo Viro. D. Andrea Hundorffio, Coelestis Doctrince 
prcecone et j)ropu(/nafore streniio, idiomate Germanica conscrip- 
^ww;^) Jam Vero. Labore Et Indvstria Philippi Loniceri, propter 
insiguem vtilitatein. ex illius Lectione ad Christianum Lec- 
toreni redundantem, Latinitate donatum. multisque in locis 
anctum. et illnstratum. Francofvrti, Ad Moennm, Anno 
M.D.LXXV. 

|). !);} Secvndvni Prieceptvm. 

\). 1H8 De Magicis Artibvs. 

|). UO. 

14. Simili impietate lohauues Faustus. tur- 
tausius piggjmj^ bestia et cloaca multorum Diabolorum, 
cacodaemouem eanis specie circumduxit. Witenberga, 
cum edictum Principis. de capiendo ipso, promulgatum esset, 
enasit. Sic Norinberg«. cum prausurus accubuisset. »stuare 
coepit. statiuKiue soluens hospiti (piod debebat. abijt. Vix 
portis egressus erat . adsunt lictores , et de eo in(iuirunt. 
Fatis tandem vrgeutibus, cum in pago AVirtenbergensis ducatus 
moestus admodum sederet. (juaesiuit ex eo hospes, quae moeroris 
causa esset, respoudit: Ne hac nocte terrearis, etiamsi in- 
gentem strepitum totiusque domus quassationem audias. Mane 
in coDclaui suo exanimis, inuersa ceruice, iacuit. Talia uimi- 
nim praemia Satanas suis cultoribus solet reddere. 

Index, unter F. 

Faustus Magiis 140. 



1) j^auftiplitter 16. 2. .ö. 



48 



24 

iriT"). Leimh. Thurncissci' zimi Thurn: Ki.-ii><in()>'i}.ti>ni<; 

24 

1575. Leonh. Thurneisser zum Thurn: 

EvTToon d }']Xo)nic; 

tr:Too<i()t)hi)oi^. Dae i[t ein i^iüijiamc uberfluifitic uiiD aiiö= 
fierlid)c crflcriuiflc o^er ovleiiteniiuiic unb ncrftauöt ha Archido.ren, 
Vcont}ait it)uvnci[fcr6 ^iiiii Iliiini :.Hnuo I.')7() 311 l)iun[ter in 
2!i]^c|'tpl)alcii onö jcU "Mwo 157') ^11 ^^cvlin iniber auffi? neiiu 
i-\ciprcd)y inib ')ieimeu meto aufei^aiuieii. rciviii mancl)eiler) X)ieff=^ 
finniger Explic^ationes. nub evi.^ffniuu]en nieler [treitticier iad)en | 
Don Wöttevn ©nglen leuffeln l)ienid)en / iieren (iaracteven / 
©igleu ;]aubrei)en öefpenften Ärentteren i 5)ietaüeu ^^Jiineren / 
önb (''k'fteinen eröffnet. vinnDerlid) aber üon Den ^pimlen , C^c= 
ftirn iManeten ;^eid)en ünö iBilberen - ^«tem uon ben Elementen / 
(äonunetten nnb beren .^refften Aacnlteten / 5l^Nirrtiingen / Se^ 
triben :)lrten / Dnb ^Higenfdiafften fnmbt bem AsfroJahio, mb bem 
gebrand) bcffelbigen burd] iiield)eö SatinitHen geftedt / (^Uicf / 
ij^ugiiuf .Slranrf()eitten ; Xob ; »nb ^.\'ben ' Ärteg 1 leaniing önb 
anbery / nad) ^ftronomifdier raeie unb ''Diatliematifdier :){ed)nung 
S^rbcntlid) ' Dnb balbt fan (ialcnlirt unb befd)rieben ; ünb ol)ne 
funberlid)e müe() erfanbt merben (gemeinen isatterlanb 5U0 guot 
erfnnben ; i>nb befd)rieben I^nrc^ l'eonl)arbt Kinrneiffer ]\\\\\ 
%\)m\\ \ öou ^afel Ci()nrfiirftlid)cn 33ranbenburgifd)en beftalten 
leibe Medico. (^ebrudt ^u i^erlin im OJraiuen CSlofter 2lnno 157."). 

ßrflerung ober bie ac^t 23üd)er ber :}lr(^iboren £'eonl)arbt 
jltiurneiffere gum 'X^urn ba^ 3et)enbt 23nd). 

(iap. 11. m. 33 b: 

Zo un}5 DiVö ^u Mo 2colivifcit 
S^amit uerleurft inn (iiriiifett 

3Jinb bir ber Jeuffel letftUit lont / 
^am\ er jeirn biener feine uti1)t i(t)ont 

iiUe er bem langen ^^faffen ()att 
©ein lohn 5U ^al^buri'^ inn ber ZUxtt / 

a>nb Doctor Rauften treiulid) bSalt / 
3tIfo er lol}net folc^er gftalt / 

2:en ^öarfageren / .peren / onb 33n^ulben / 



47 



läTti. W'nlffoaiiy Hütut'i-: KpitoiiK' Historianiin 

1576. Wolffgang Biitner: Epitome Historiarum 

ripitoine Kistunanim (il)riftlict)cr iHujgeleicucr .piftorien 
niiD (^)cict)ici)tcn '^Uiö alteitn Diib beiue()vtcn ecvibeuten. 3>nb 
bic ftd) and) 311 Diiferu weiten ^ugctrai^eu. iTrbeutlictjer onb fiirfeer 
l^lucsuii- ;sn AÜuff 33iid)er fa\d) orbiunui ünb bcv ^eve in Den 
3cl)cu t^k'büteii öottey ^i^iib ber [iebcu 'bitten iii inijcnu l)eiligeit 
^kter öiifev / @erid)tet. 2)aviuncn ab^iiuemenn / luie bie Äinber 
Oiottce in bem C^)cicl3 beö Si(§.xxn red)t nitb mol gcmaublet 1 @ott 
gebiciict nub aiicjcniffcn / ^^nb banimb non C<)ott mit Wmiben 
öiib (St)ren / 5eitltd)c 23elo()Uiini3 cmptancjen. ^ie ä\>eltfinber 
aber / jo baiinber geftrebet / (*<)ott üerad^tet nnb geleftert / öon 
jm and) gremlid) t3eftrafft onb öetiUjet fiub. ^u gutem oub retd)em 
%voit ! bcn betrübten nnb ßleitben (>()rifteu bie in ber 5li>elt 
öerad)t nub nerbaffet. Den @id)ern aber üub robem 'li>eltp5bel / 
3um fd)reden nnb abi"d)eme. ßnjammeu getragen bnrd) W. 3i^olff=^ 
gangum Miltner. ')>falm. ^G. HEHR Xbne ein 3^'it()^''i »-i" 
mir / 5)a6 mir^ molgebe. 157(i. ^ 

331. 59 a. 

i)n .s>alberftab ift mir red)t ' jo mar eä ^-auftuö unb 
jprad): Ttad) bem effen molan rimjdiet bie ()eube ; 3U ^L'ubccf 
wollen wir fie trengen. 

^l. llöa. 

3o l)abe id) and) ge()Dret bac^ A^auftuö 311 -I\>ittenbergf / 
ben 8tnbentcn ünb einem l)ül)en ^)3iann Di. babe .s)ectorem / 
S^Iijffem / .sperculem / Slcneam / eamfon / 2)autb / Dub anbere 
ge3eiget ' bie benn mit graujamer geperbe / önb ern[t()afftem aix^ 
gefid)t ^erfür gangen / önb miber uerfdiuninben unb foüen 
(iüeld)ey l'utl). nid)t gelobt) ba^umal and) Js-ürftlid)e iierfoneu 
babet) gefeffen onb ^ngejefjen l)aben. 

M 5" Scimar eri'i-^ienen. J. .n. 



48 



2H 

Tim 1.")S(). Kiiplidi-idii I ISit.')) 

Um 1580. Euphorion (1895) 

ab 

iipl)orioii :^citid)rirt für Vitcratini]cid)icl)to ()craiiCH^ctilcbcu 
nou iHiu^iift Äaitcr ;')iiiciter i-^aiii) "siil)i"tViiH1 '''^•''' o>nniu'r l)ül}cr 
\]m\\ \d) ftoigcit , "siumev luoitcr mii|; id) fd)aun. ^ambcvi-^ 
(5. (5. i>^ud)iuT ^^HTlaii niiiDolf .siüd) IN!).'). 

a) ^cvid)t 5Jt. .•]ad)ariay -v^oi^cl 11 in feiucv l)anbjd)viftlid)en 
„(5f)V0iiica nou -$;()it ringen iiiib bor @tabt OiffurK)" über bie >^dt 
iini 1. ').")(): 

2. :)4. 

.pogely 0"r^äl)luug. 

A-eruer mai] eö aiid) luol iiinb biefe :')eit |ir)')()| imb ^sal)rc 
i3cjd)elien iei)n, mae fid) ,^ii (vrffiirt mit beut beniffeneu vid)iUQr^* 
füiiftler iiub ner^meifelteii beUebranbt Doctdi- A-aiiften nor eben^ 
tdeinr jol ^u tjetrai-ien haben, berfeibige, luieinol er :in '^iMttenberg 
tnobnte, iebod) iine er mit feinem nnrnl)igen geifte fünften immerbar 
in bcr luelt ()ernmb nagirte, alfo fanb er fiel) and) ^u (^'rffurt bei) 
ber l niwrsitet ein, mietete bei) bem grof^en ('ollrgio in ber 
ncif)e ein, erlangte mit feinem gro[^fpred)en fo niel, b,^ er fid) auf 
Dffeutlid)er cadethra ()bren borfte laffen, nnb ben Wried)ifd)en 
^oeten Momerum ben 6tubenten errfläreu; nnb inbem er l)ierbei) 
beö Äbnigi? :;n Iroja tsriami nnb berer Äriegö ()elben .'öeetorö, 
3lta?:, Uli)C^fen, '^Igamemuony nnb met)r anberer ^n erme()nen 
anlaf3 ()atte, befd)rieb er fie iebe mie fte auy gefe()en l)atten. 
äBurbe gebeten, (mie ee benn iiürmi|iige bnrfd)e gibt, unb maö 
binter il)m ftarf, nid)t gar uerborgen mar,) er molte ec bnrd) 
feine fünft babin bringen, b^ fie ctämen, nnb fid) alfo fc()en 
möd)ten laf?en, mie er fie il)nen gleid)fam i)ürgemal)lt batte. b^ 
fagte er ibnen ]n, beftimte fie auf bie ued)fte ,^eit ine anbitorium, 
nnb fagte, ba bie ftunbe fommen, nnb fid) mel)r Stubenten, ale 
guuorn, bei) ibm eingefteüet batten, mitten in feiner lection. nur 
ie^t füllen fie bie alten @ried)ifd)en l)elben ^u fel)en befümmen. 
\lugy rief er einen nad) bem anbern t)inein, unD trat iel3t biefer, 
barnad) ein anber, wenn jener mieber l)inaue mar, ^u ibnen 
baber, fabe fie an, nnb fd)üttelte feinen füpf, mie iihmiu er nod) 

Tille: Faustsplitter. -*9 ■* 






2(i 

Um 15«U. Kuiiliorioii (ISitö) 

üov Ti-dja im fclbt ;l^■il•te. J^cr WUk unter aÜcn luar bor ^liicfc 
Pdlyplienius, bei nur ein ciuic] jcl)rccflicl) g^xo]] augc mitten an 
feiner etirn ()atte, trui^ fid) mit einem lanc^en tcitH'rro()ten ^arte, 
fra[; an einem .^lerl, nnb lie^ bej^en jd)enifel ^nm maule [)eranc'* 
^oten; jdirerfte [ie mit feinem anbliife, b] it)ueu allen bie l)aar 
i]en berge ftuuben, unb mie D. A-anft il)m l)inanö ^n i^elien 
luincfte, tbiite er, luie menn ere uid)t nerftünbe, [unbj fonbern 
ilirer and) ein bLil)r mit feinen ,^äl)nen anfafHMT roolte: ftief^ mit 
feinem grofuni eifernen fpief^ auf ben (5'rbboben, b^ fid) b^ 
(\auUc Colh'giuni baüon erfd)ütterte, unb mad)te fid) branf 
mieber banon. 

([.').■) II '"Vcid)t lange barnad) iinirb eine proniotio Mugisti-drum 
cjel)alten, unbt bei) berfelbeu fbabei) angeftelleten praudio] in 
bei)fei)n berer iuin ber SI)eoloöifd)en ^aenltet nnb beo Dia()te 
(sjefanbteu, non ber alten ^^soeten Phiuti nnb Terentii comoedien 
discurrirt. nnb geflagt, b] berenfelben fo gar niel nor feiten 
fd)on iierlül)ren meren morben, berer man fid) bod), menu man 
fie babcn temte, mit nnU bei) t)t:\\ ed)nlen luol brand)en fönte. 
D. Jvauft l)örte ^n, l)iib and) au luiu beiben 'iHieten ^n reben, 
er3el)lte etlid)e ^prüd)e, bie in ibren nerlol)rnen (iomoebien ftel)eii 
folten, nnb erbot fid), mo ee il)m ül)n gefa()r, ffei)nj, nnb 
ben .s>errn ibeologeu nid)t 3U mieber fei)n folte, bie uerlorue 
(iomoebieu alle luieber an b^ lied)t ^n bringen nnb öor.^nlegen 
auf etlid)e ftnnocn lang, ba fie non etlid)en oielen Studenten über 
fd)reibern gefd)unnbe müfteu abgefd)rieben merben, meun man fie 
l)abeu molte, nnb nad)folgenbe inbd)te man il)rer niilu'u, luie man 
lüülte. iT^ie il)eologeu unb ')iaf)tcd)erreu aber liefH'n i()ncn fold)en 
iiürfd)lag nid)t gefallen: beim, fugten fie, ber ienfel mbd)te in 
folld)e nemerfunbene ('(inioedieii allerlei) ärgerlid)e fad)eu mit 
einfd)ieben, nnb man tonte bod) ja and) ot)n biefelben ane 
bcnen, bie nod) oorbauben meren, gnung gut l-'attein lernen. 
2)orfte alfo ber Jeufelöbauner l)ierinnen fein ineifterftiid fel)en la^en. 

Sonften pflegte er fid) bie 3^it über, meil er ^u (^^rffurt 
mar, üiel unb oft in ber 5d)löf]crgaf;en ^nm C^urfer bei) ^sunrfer 
fi. auf^ul)alten, nnb il)n famt feiner gefelfd)aft mit feinen 

cbe:itl)en3veu ]\\ beluftigeu. (yr mar aber eiiit^male gen '|>rag in 
3?i3l)meu gefal)ren, unb uid)t6 beftomeniger l)ette il)n fold)e gcfclU 

50 



2ti 

Vm mso. KiiplKiridii (IW»;')) 

ld)aft, 't)a [ic iiimiltclft ^a1"clb[toll bcDJammcii luar, \\a\\ bei) fid) 
c^cbabt, bor luirt uunlitc i^lctd) faiicii, wo a mir: iinbt rief ilm 
einer fdierUiüeiie mit nabineii, luiD bat ibn, er uiolte fie iüd)t 
nerlafjcii. O'iibeni flopft eiiiec auf ber i\a}]cn an bie tl)ür. I^cr 
.'Öaiii5fned)t laiifft am fenfter, |iinb| i]iirft, iiiib frai^et, wer ba fei). 
@i^e ba [teilt I>. Aaitft nor ber tliiir, belt fein pferb bei) ber 
()anb, luie iiieuu er erft abi'ieftieiu'u uu're, niib fprid)t: feiiiieft mid) 
nid)tV id) biiiy, beu [ie iel.U i]eriiffen babcn. ber Mnedit laiifft 
in bie 2tube, iinb fat^to. ber (.öerr] iiMrt luile nid)t i]lauben, 
beim 1). A«iift fei) ja 311 i^raci. "siibem pod)t er iiodi einmal 
an bie tl)ür. ba lauft lierr nnb fned)t luieber ani> fenfter, 
fel)en il)n, mad)en auf, iinb mirb er fd)bn empfaiuien, nnb balb 
3un c^äfteii gefitlirt. beo ^^isirto fül)n nimt fein ^sferb, fagt, er 
iiiolle il)m fd)on fiittcr gnniu-^ geben, uiib fitl)rtc> in ftall. I). 
Js-anften fragt ber "sii^rf^'i" l•^^1^^ i^^i^' ci' ff gefd)iinnbe mieber^ 
foinmen fei). Ta ift mein ';^ferb gut ba^n, fagt L). A-aiift: meil 
mid) bie bcrrn Wäfte fo febr begehrt, nnb mir gernffeii, liab id) 
ilinen luilfalireii nnb erfdieiiieu molleit, mieiuol idi iiod) üor 
nungeii luieber :;it i>rag fei)ii iiuif;. brauf trinden fie ibm einen 
guten raiifd) ]u, nnb, mie er fie fragt, üb fie and) gern einen 
frembben :JlHnn mögen trimfen, fagen fie, "s^i- O'r fragt, ob ee 
Oitieinfal, Hialnafier, ef.ianifd)er ober Arüitlienmein fe^n foüe. 
©a fpric^t einer |einrigiert auv: ^0 fprid^t ba|, i£ie finb alle 
gut, 35alb forbert er ein börl, inad)t bamit in b3 3:ifd)blat üier 
15d)er, ftopft fie alle mit vflörflein ^11, nimmt frifdie gläfer, nnb 
3äpft aiiö bem tifd)blatt jenerlei) ::ll.iciii l}inein, meldien er nennet, 
iiiib triiutt mit ibnen baruon luftig fort. o^iibef;en läuft bev 
(iol)ii im .'öaufe in bie ftube; f|)rid)t, .s^err Doctor, eiüer ''|>ferb 
fri^t mie meiiiiö toll mere: cv l)at mir fd)on etlidie fd)effel l)aber 
[gefreffenj rierfd)lnrft, ftel)t nnb ftd)t [tety, mo fein melir fei); id) 
lüil il)iu bod) nod) mel)r geben, b^ ec* fatt l)abe. Vaft b] hkibcu, 
fagt ber D(»ctor. ee bat gnung befommen, eö frä^e eud) alle 
einer futter üom boben, cbe ec> ooll luürbt. ;^)Ur 9Jfitternad)t aber 
tbut h] ^Nferb ein l)eUen (Ed)rei), b^ man ey burd) b^ gan^e l)auf; 
bort. J^ luu^ fort, fagt ber Doctor; laft fid) boc^ f)alten ein 
luenig, bie ee ^um anbern, nnb lelit gum brittenmal fd)rei)et. 
brauf gel)t er fort, nimt braufVn feinen abfd)ieb oon il)nen, 

äl 4* 



2H 

Um 1580. Euplionon (l«ft5) 

fcfet ftd) auU- i^fcri), reitet hk £ct)löffert]affe l)inaufmerte. ö^ 
i^fer^ aber jd)unncit fid) ^iifebeitö eilenbe in [[ö(l|] bie (i5()e, unb 
rübrt ihn biird) bie luft i^en ''^sratvi wiber :;u. ')iad) etlid)eu 
'^i>od)en fomt er iviber lum i^rai^ cjeu ß-rffurt mit l)erlid)eu i()m 
bort liere()rteu presenteii, bittet jene Wefelfd)ait ]u [id) bei S. 
93tid)ael ]n gaft. 8ie fomnten, unb [tcl)cn ba nun in ber 
etnben: ba ift aber gar feine p)UJd)icfnng nid)t. O'r aber flopft 
mit einem mef^er an ben tifd). i^alb tritt einer hinein, unb 
jagt: berr, mae [iftVj molt il)ry C-'r \vag,t: Sie bel)enbe biftuV 
"sener antmortet: 3i>ie ein i^teil- ^ nein, jagt D. i^-auft, bu 
bienft mir nid)t. gel)e mieber bin, mo bu bift t)crfommen. 
'Daruad) flopft er aber, unb mie ein anber biener (lineiutritt, unb 
fragt gleidifale, iprid)t er: mic jd)ne(( biftubenuV ":Ii>ie ber 3;i>inb, 
jagt jener. (?§ ift luol etmae, jprid)t D. Afluft, läjt if)n aber 
üud) miebcr l)inauege()en. Sie er aber ^um brittemal flopjte, 
ba trat einer (}inein, unb jagte, alü er and) jo gefragt iinrb, er 
irere jo gejd)unnbe, aiv ber 53tenjd)eu (Mebaurfen meren. ba 
redit, jagte D. A-aujt, bu mirjte ttiun: gieng mit ()inauc\ befat)l 
ibm, 1113 er tl)un jolte, gieng mieber ^u jeincn gäjten, liej^ jie 
maper nehmen, unb jid) jel3en. 23aib brad)te ber biener jelb britte, 
üon ieber brei) gebecfte jd)üfieln ooll: unb b^ gejd)a() niermal: 
mürben aljo 'M'). gerid)te ober jd)üf;eln aufgetragen, mit milbpret, 
üogeln, gemüf^eu, trifteten unb anberm fleijdie, o()u beö obftö 
confects, fud)en k. 3lUe bed)er, [unbj gläjer unb .Hanbelu mürben 
leer auf ben tijd) gejelit: balb fragte D. Aunft, m^ einer motte 
triurfen oon bier unb mein, jcl3te brauf b] gejd)irr oore fenjter; 
unb balb nahm cre mieber 00 11 eben bec gctränifeö frijd), meld)e6 
man haben motte. T'ie music. jo einer jciucr biener jpielte, 
mar beibey jo lieblid), b^ bergleid]eu non ben gäjten nie gef)Drt 
morbeu, unb jo muuberlid), mic mcnn ihr etlid)e auff positiven, 
querd)pfeiffen, ^inrfen, lauten, harfen, pojaunen etc. ^ujammen 
jtimmeten. (So mareu jie bie an ben l)etlcn morgen lujtig. S3 
jolte gejd)en'? (Sei mad)te ber mann ber pof^eu jo oiel, b^ bie 
etabt unb h] taub oon ihm jd)mal3te, unb mand)e oom iHbel auf 
bem taube il)m gen ßrffurt uad)3ogen, unb begnute fid) bie Jorge 
3u fiuben, es mbd)te ber Teufel bie 3arte jugent unb anbcre ein= 
feltige Derfüijren, b^ jie and) 3ur (gd)marl3en funjt tujt bcfämen, 

.52 



'Jt) 

L'm 1.'>N0. Kuplioiioii (IHitö) 

unb fie pov eine i]cjcl)UMnbic^fcit mir fialtcn inod)tcii. "Vam fid) 
bann ber ;^)äiibcrcr ^iim ^'H^rf^'r im O'nrfci', jo ein ^sapift mar, 
l)ieltc. '}{k^ marb aiilcituiui i-(Ot-(i'bcii, b^ fiel) bod) bcr bcnad)bartc 
möudi T). Hliiißc an il)in ocrjiid)cn m5d)tc, ob er il)u Dom 
Teufel rcifuMi unb bcfclircu möd)tc. riefcr Fraiiciscaiicr tl)ätc\ 
fanb fid) mit licrbei), rcbtc crft rvcunblidi, fo bann hart mit il)m: 
crflärtc il)m i^ottcc^ ^orn nnb cmifl ocrbamnie, jo ilim anf joldicm 
iticfcn [tünbo: jai^tc, er mcrc ein fein i;ielet)rter mann nnb fi.inte 
fid) mit t^ot unb ebren iiiol uebreu fonfteu: brumb folte er [id) 
JDld)er leid)fertiöfeit, i)a]n er ineUcid)t in feiner "suc^eub, bnrd) 
beu 3^eufel bereben ()atte lafu'u, abtliun, unb C^)ott feine (Eünbe 
abbitten: folte l)offen, er mürbe alfo oerc^ebnut] feiner eünbe 
erlani]en, Die (^unt feinem nod) üerfd)loffen l)ette. I). A-auftfagte: 
"ilReiu lieber .öerr, idi erteune, b^ ibrc eherne i^nt mit mir fe()eu 
möd)tet: meif^ and) b^ allee mol mae il)r mir ielit oorgefagt l)abt: 
"Csd) l)ab mid) aber fo l)od) nerftiegen, unb mit meinem eigenen 
blut gegen bem leufel uerfd)rieben, b^ id] mit leib nnh ^eel 
emig fein iei)n mill: mie fan idi benu nn ^uriirfV ober mie fan 
mir geliolfen merbenV D. Alling fprad): 2)^ fan mol gefd)el)en, 
roanu it)r Öott umb gnabe nnb barndierlugfeit ernftlid) anruft, 
watjVC rem unt' buf; tlnit, ber ;*)auberei) nnb gemeinfd)aft mit 
beu ieufeln eud) eutl)altet, unb niemanbeu ärgert, nod) nerfül)rt: 
mir mölien in unferm .sUofter oor eud) 5Jie^ l)alten, b3 i()r mo( 
folt bey Seufely lof^merben. 'DJief^ l)iu, 9Jte[; ()er, fprarf) D. Aanft: 
meine jufage binbet mid) 3U l)art: fo l)ab id) gott mutl)miUig 
öerod)tet, bin meiuei)big unb tremlof; an ibm K'^TJj morben, bem 
Teufel metir geglciubet unb oertramt, benn i()m: barumb id) ^i 
i^m uit mieber fommeu, nod) feiner guaben, bie id) tierfd)erl3t, 
mid) getröften fann: ]u bem mere ee nid)t et)rlid): nod) mir 
rüt)mlid) nad)5ufageu, b^ id) meinem brief unb Siegel, b^ bod) 
mit meinem blut geftellet, mieberlauffen folte: fo bat mir ber 
Seufel reblid) gebalten, m^ er mir l)at ^ugefagt, barumb mil id) 
it)m aud) mieber reblid) l)alten, W] id) il)m t)ab ^ugefagt nnb 
Derfd)riebeu babe. (^i), fagt ber mbnd), fo rubre immerl)in, bu 
üerflud)tey Jeufelc^finbt, meun bu bir ie nid)t milt ()elfeu lapen, 
unb ee uid)t anberft f)aben. (^)ieng brauf non il)m ^jum inagni- 
fico Rectore unb geigte eö if)m an. .pierauf marb ber 

53 



27 

1582. Johannes .Jacobns Wt-i-ker: J)c St'c-retis 

diaht and) uon Der fadicu bcriditct, iiiiD iion Um ncvidiaffinu] 
tjetliaii, D3 D. Aauft Den ftab förDor fol.u'ii nnintc, imi) luarD alfo 
©rffitrt be0 böfeii meujd)cn 1ü[^ 

bodi mag jid) bicfcc mit iüld)cm sauberer in biefcm ^aijve, 
über fiirl3 norJier ober l)crnadi bei) D. .S\Iiiu]en Icb^eit nod) ^iige* 
tragen liabeii 

b) (2. 53. |3.^ou ber näd]fteu ^eite ber ()aiibfd)rittlid)cn (il)ronif.| 
i?liidi grif (^)ott ber ."öcrr obgcbad)teii lunftod-teu Wönd) uiib 
(^uarbian im ys-vauyc^caner .sUofter yi OiTiirt D. .UUngen mit 
fdiirerer Mranfl)eit an, i)aY^ er luli feiiiee i'ebeuö enuegte. @r 
fain aber luieber auf, ititb lueil ilim iiorbrad)t aiorbeii, man t)ette 
Hüll ibni in ber etabt aiiegejpreugt, alf; üb er "L'iitf)eriid) lüere 
morbeii , id)rieb itiib viitUteierte er beöl)alben fein ^iid) 
Catechismus Catlioliciis genant, nnb aiuK» 1 r)70 ^n (Söln gebrnctt, 
nnb be^engt er in ber ä>orrebe er mültc bei) ber lef)re, bie er nu 
:^(1 Jatir ^u (iTfnrt geprebigt, bleiben, etc. Unb h\^ ber Wön&) 
geiiiejen, ber ben bernfenen Ü. sanften non feinen böfen (eben 
ablcnrfen nnb befel)ren (lat lüüllen: lüeldier D. .Sllingc aber 
bernad) aiiiu» lööii am Tienftage nad) Oculi geftürben: an 
iüeld)em eontage er nod) ^n nnferer lieben framen geprebigt l)atte, 
nnb liegt brumb alba gegen ber (ninlu'l über begraben, ba man 
fein Wrabfd)rtft fiebet. 

1582. Johannes Jacobus Wecker: De Secretis 

l'e Secretis [Jbri XVII. Ex varijs aiithoribiis collecti, 
methodieeque digesti. Per loannem lacobiim Weckernn ßa- 
siiiensem, Medicum Colmariensem. Accessit Judex locuplefissi- 
miis. Cum Gratia et Priuilegio. Rasiliie. IM.D.IAXXII. 

p. "iO. De Secretis Angelorum. I/il). II. 

]). 37. I)e Miraciilis Cacodremonum. Cap. V. 

p. 4:5. 

Notus est iu Heluetia magns, i\\x\ se gloriatiir membra 
penitiis commimita seque facile restitiiere posse. at<|ui si 
leuiter saltem esseat contusa. Sed vereor, ne vaiii' sit ano- 
gautia. iNirro iiiaxiiiie adniii-aiula sunt ra. (|iia^ pra^staiit iii- 

54 



28 
1583. Joseph Hansen: Niintialurliriii'htc III. 2 (181)4) 

cuutatiuiie iiiagi. duiii corixtruiii iiaturaliimi. aut aiiiiiialiimi 
aetiunes priepediiiut: vt Faiistus, (|iii nistici« ebriis, et iiiiiii- 
opere vociferaiitibiis, oni distenta liiiauit. vt taoiti coiisistereiit. 
Sit' (niaiido(|ue veiieris opus inliiltctur: iii,iiis li«;atiir. vt vrere 
not pdssit: saiigiiis prolliu'iis sistitiir. Aiiiiiialia. vt tal|ne, 
serpeiites. aut aues comiiitm-: vulncrautiuiu vis iinpeditiir. ne 
vulnus iulli<;'ere possiut. Ad iMiiidciii iikkIuih liu,aiitiir mcr- 
catores, lusores ad Iikimiih. tiircs aut latroiics, t'ulniiua, etc. 
ad securitateni: et alia pliii-ima. (|u;e |iaftiiii eiiiciitita. partim 
ludiera existiinat esse Wiei'iiis. \t ad illusidiies. aiit iinpiaui 
credulitateui potius. (piaiii ad veia uiiracula ret'erri debeaut. 
Sed vereor. ue dum volumus esse creduli. vitium uou etiu- 
U'iamus iucredulitatis. Ideni.^) 



1583. Joseph Hansen: Nuntiaturberichte III, 2 (1894) 

^Nimtiaturberichte Aus Deutseldaud Nel)st Ergänzenden 
Actenstücken Dritte Abtheilung 1572 — l.')S,') Herausgegeben 
Durcii Das K. Preussische Historisciie Institut In Koni Und 
Die K. Preussische Archiv-Verwaltung P)erlin l''^i)4 Verlag 
Von A. Fiath W. Mohrenstrasse 1<>. 

Nuntiaturberichte Aus Deutschland l.')72 — 1085 Nebst 
Ergänzenden Actenstücken Zweiter P)and Der Reichstag Zu 
Regensburg 157(;. Der Pacilicationstag Zu Köln 157!>. Der 
Reichstag Zu Augsburg 15s2. Im Auftrage Des K. Preussi- 
schen Historischeu Instituts In Hom Rearbeitet Von Joseph 
Hausen Berlin 1S1)4 Verlag Von A. Bath W. Mohrenstr. li». 

S. 57o. Anhang. 

S. (504. 11. Nachträge zum ersten Baude. 
Akten betr. den Abfall des Kölner P^rzbischofs Gebhard 
Truchsess von der katholischen Kirche. 
S. 614. 



M rao Ideia bestellt ftdi auf -Kii-olaiiv 5aiirc(tu§. Xk ^liiöcjabe 
Basileae l.');i8 hat im ^^uDei 'UUer F. Fausti nia"inli faetLim 39. £. .0. 



29 

1583. Leonhart Thunieysser zum Tliuni: Onomasticum 

c) Helatioti Minuccis übet- de)i Sf(fnd der Kölner Dinge 
in Fohje des Abfalls des Eb. Gebhard Truchsess, (jerichtet an 
Hz. Willu'hn ron Bai/ern. Köln 1583 März 25 I Ajiril 4. 

S. (il7.i5. 

In questi capricci di magia et di pazzia giiuliciaria [i"» 
liaM imitato. nou so per quäl malvagio destino di questa 
(hiesa. il conte Hermauno die Veda"^), il quäle ancora nel 
tempd della sua apostasia liebbe presse di se il Fausto et 
lAgrippa. famosissimi ■ in tal arte, di quali volse anco essere 
scolare. si come costui ha liavuto in grau pregio il Scoto 
et uu" altro Italiano. dell" uuo de quali io sento pero [20 
niolto diversamente dagl" altri. 

S. 6()1. Personen- iiiid Orts-Register. 

S. iiiU). Flaust. S. (ilT. 

29 

1583. Leonhart Thurneysser zum Thurn: 
Onomasticum 

Jlelizat •') y.ai /o/h/jt/u ^tls? ift ein < Miomasticvm üui) 
luterpretatid ober aii[üiUn'licl)e Grfleruiu], l'eonliavteii If)uru- 
ci)ffere ^um ^(un'n, (il)iiiTnijtii(i)e SSmiibcnburgifdiv beftalteii 
Veib^i Medici iUHT (ytlid)e frcmbbc \>\\\) (bei) uieleu liocl)öelar= 
teil, bie bev l^atetuijd)en üiiD L^)ried)tid)en 5prad) erfal)veu) iiube= 
taute yoniinct, Verba, Pronerhia , Dirfa , (El)lbeu, ('(iracter, 
tuib fonft 'Heben. -Deren iud)t allein in bee tl}enren PhUo- 
sophi Dnb Medici AnreliJ, TheophrasH, Paracelsi Oon .'öo(}en- 
lieim, eonbern and) in anberer AutJKirum Sd)viftten, l)in 
Diib \mi)QV meitlenfttig gebadit, iiield)e l)ie ^nfammeii, nad) bem 
Alphabetli Der^eid)net. 3>a6 Slnber tl)eil. "sn iiield)ein [aft jcbee 
äl^ort, mit feiner eigenen ld)riftt, iiad) ber i^olcfer Ktymidogia 
ober eigenen art tmb lueii^ ^nreben, bejd)rieben morben ift. 
G')ebrnrft ^n 3Serlin bnrd) Oiicolanm i^olt^en. Anno 
MDLXXXIII. 



'I ('«ieb{)arb JruitfeB. X. ■<?. 

'-) Don iiJieb. X. .n. 

*) 5m Crigiital in ()ebrai)t^en i'etterii. ?. ■<?. 

56 



20 
1583. I.cdiiliiiit Tliiii'ncysscr zuiii 'l'hiirn: ninniiastiiMiiii 

Aiiagijkaiklii-: Tif; iü ^dilaiionifd) l;^Ol•c^t, cntftohct ohne 
gtreifcl üon bcu uiortcii Xudiis (Dae ift iiarfcnM iniC» bann lum 
ben iaciilatorilms der, biiö fcinb Waurfclcr, iMcnbcr, ober ;^aiibcrcr, 
lttcld)c bic 3>i^btaner (iinc ctlidic incincii) ('i/ittuosaphisfen ober 
|H4| nadcnbc uieiffen, ^iiMr aber Vanbfarer, jK/rrifmif, ober i^otter^ 
biiben uiib (Mamfeler, ober uiil red)tem naineii billidi ;^aiiberer 
nennen, uield)e etll1ac^ id)impilidie einem für bem Wefid)te, iba'S' 
bod) in bcr nmrbeit nid)t aljo ift) mad)en, bie Veut oerblenbcn, 
ben sn/sinii iiltcrircii, ünb bie ik'rnnnfft bnrd) jl)re t]efd)uniibig= 
feit erfterrten, ober bic mfion einfpannen ober ein^unnflcn fiinnen. 
5}eren inut brenerlei) fürnemer Wefd)led)ter feinb, alö bie allein 
bnrd] fertige gerabigfeit, mit bülff Der bar^u bereiteten nnb 
bicnenben Iiisfr/iu/nif^'H aiw einer ')(nf;, ein i^ferbeö ^ird, ^tem 
einem ein £d)lofi ane ')3ianl, nnb 2i>ein ben er oordin getrnncfen 
(»crmeintcr lueie) ano ber ftirnen ^apffen mügen. 

rie anbern feinb bie, fo innb ein (iradiDii t)5ber, onb ctma0 
t>on ber Pliilosopliia oerftelieii, wie etman Ihx-tor FaustHs, onb 
ber lange i^faff non «EallUnirg, ober ber ^Jiiind) üon (5ami|i6 
gcmefen, nield)e(mie fiefiirgeben) ani3 freiier fünft, einem I1fenfd}en, 
bif;, fo er in ber -öanbt bat, in ein anbere uerenbern, ^stem 
befante i^erfoiien, Die bod) fel)r lueit oon bannen, an ein 
beftimbten ort, anff befonber ^eit bringen, ober fo fie möllen, 
\^t bie, balb anberC' mo fein mögen, '^ihiö and) fonft für reben 
t)on ibnen, in ihrem abmefen gefdieben, einem alö ob [ie gegen= 
ipertig gemcfcn onb eö ge()ort betten, anzeigen onb fagen, bie 
andi fonft alleö (mie bie :^anberer P/iftraoii/s, Exod. 7. s. D.) 
öerenbern onb in ein frembbe geftalt bringen mögen, ^ie britten 
feinb bie bbdiften onb halten ben oberften grab, onb feinb biefc, 
ttield)e mit bee lenffelo bülff, onb ane feinem ratl), angeben onb 
befnrDernng, mit befdimeren, grenmlid)en Cu'vemonien, alle obev= 
gelte fadien, ;?llfo and) oiel anberer obeniinnberlid)e bing (bereu 
obn ^abl ift) mehr ^n megen bringen onb oerrid)ten, :)iebe onb 
gefpred) mit ben Daemonibus halten, and) ehielt, gunft, gnabe 
önb glücf (ja fo lange ee mehret) oberfommen, :.Hud) bie langft 
2?erftorbenen herfür iuö gefid)te bringen mögen, ^^ie bac ii-^eib 
im 1 Samuel, am "icS. ^ic Den Samnelein l)erfür brad)t. o>t*^iii 

r)7 



m 

1585. Lere he im er von StciulVlden : l'liristlieli bedeneken 

Petrus Corsiciis, bcv ctlid)eii ßroffou .soevrii i)cu Fotupeiitm, 
Caesarem ünb Ale.rini(lnnii MiKjntini in )l)vem IniJiit, iiiie [ie 
aitff (vrbreicl) eräugen jciuö, geuneien l)at. 

1585. Lercheimer von Steinfelden: Christlich 

bedencken 

a — e 

^In'tftlid) Licöcmfcn uub erjnneruiig non :]aubcrci} , ^^o()cr / 
nmö iinD iinc niclfältig [ie jci) iiicm [ic jdiabcu föiinc ober nid)t: 
luic bicfem lafter ^ii iiie[)rcu iiiib bie ; fo bamit bc()af|t 511 
befe()rcn ober awi) -\\\ ftraffcii jcnii. Wci'diriebeu bind) ^luguftiu 
Sevd)cimcr uon viteiiitelbeu. Psal. 'ü. ^Kid]tct redi)t fr ^)3fenjd)cu 
ilinbcr. ©ebriuft 511 A>eibe(berg. MDI.XXXV. 

a) m. loa. 

Unjd)eblid) bod) füublid) \x>ax ber poffe ben ^^oll- Js-auft 
üon Änütüngcn mad)cte ^11 93i. im iiiirl3l)aii^ / \)(k er mit etlid)en 
ja^ üub jauft i einer bem anbern halb nnb l)alb imb gar au§ 
gn mie ber ead^fcn nnb and) anberer 2)eutid)en gemonbeit i[t. 
2)a jm nnn bee mirl3 jnng feine fante ober bed)er ^nool id)enrfete /' 
jd)alt er jn bramete jm er molle jn freien voo ere mel)r tl)ete. 
2)er jpottete feiner ; ^-tt ifol treffen : fd)enrfete |l')'>| im abermal 
gn üoU. I)a fperret ^anft fein manl anff, frif^t fn. Grmifd)! 
barnadi ben fübel mit bem fülmaffer fprid)t ; '^nff einen gnten 
bi^en gebort ein gnter trnnrf fenfft haz^ and) anp. ^er ili>irt 
rebet bem gaft ernftlid) ^n er foi im feinen biener miber iier= 
fd)affen ober er moKe fel)en mac er mit jm anfienge. Aanft 
l)ie|5 jn ^nfrieben fein onb binbern ofen fdiamen. ^a lag ber 
jnng bebete üon fd)recten mar aller naf; begof^en. 5}abinn 
l)atte jn ber tenffel geftof^'n bac ma^er anff jn geftiirtit: ben 
,^nfel)ern bie angen be^anbert ^<x)^ fie band)te er mer gefre^eu ' 
nnb hd^ roaffer gefoffen. ^iel weiter {)({t ber ÜJciinc^ 311 G'rfnrt 
h(xi manl anffgetban , hdi er anff bem marcft baö fnber bem mit 
magen ünb ro^ üerfd)lung / haz^ ber bamer barnad) branf?en fürm 
tl)or fanb ftel)en. 

58 



1585. Lfri-lifiinor von Slcinfeldeii: Cliristlicli iM-iIciirkcii 

b) ^l. -iUa. 

rliciten mib fahren Die -öe^'en auff borfen bejem i^a belli ' 
[tcrfeii ^um lüoUeben nnb ^jiim tanl3V 

T'^^lfl ber teiiffol Der menjcbeii leibe foiine imiD \^ik\]c etuiaii 
11011 einem ort ^iim aiiDern ^n fiitiren bezeugen ol)n jeli.t flemelbt 
gejcl)id)t Pom meibe bac' er in bunbö t^eitalt nnb lauft tiil)rete / 
öiel anbcre evempel jo iiiol üon ben bofeii alö oon bcn eilten 
geiftern: %[v von Dem O'ittjel ber Den i>ropbeten .öabaeurf fiibrete 
auf? Dem o^iit'ni-lH'n lanD i^en 33abi)lon onD miDer ^n rmf: item 
öon Dem i]ei[t Der Den i^bili|.Hni^ii ^i^t-'fl vürfete luid) Dem er ben 
feinerer aup ß'tbiopia iietanfft l^atte onb ^n (iäfarea gefnnben 
iiHirb. "iliMr lefen Da[^ Der tenffel ben ^imon Den sauberer / 
(bellen in Der ^H^oftel gejcliicliten melDiuu^ i^efcliibet) bab ^n ^Kom 
in Der Infft ommber i^efübrt niiD jn fallen lafu'n Daf; er Den 
()al^ .st'vbrad). '^i>ie er Dem ^anft tbete ^n ^^nmeDig |-J!i h] Der 
aber mit bem leben baoon famm. ßu .vialberftatt in 5ad)ien l 
mar ein gelerter Ibunimpfaff :jDl)anney ea;ronieny genannt / 
ein grof^icr jdimarl^fiinftler Der oor 'MH) \an\ gelebt ber bat in 
ber C^briftnad)t mann ein jeDer pfaff mag Drei) lUeffe tl)nn . bic 
elfte gebalten ^u .'öalberftatt Die anber ^u ^l^tent; bie britte ^u 
Collen. Cin gar molbefante gefdiidite iftc nor fünff^ig jaren 
gefdieben in ber :J^ranbenbnrger l^tarrfe baf; ein "^i^irt für gerid)tc 
eim lanbyfnedite gelt nerlengnete Daö er im oertramet batte 
anff^nbeben. ^^erlengnetö mit biefen morten: bab id)y fo hole 
mid) ber tenffel. iHlclmlb eranfd)t jn Der bofe geift Der Da 511 
gegen ftunb mie ein menfd) fiibret jn baoon. o^d) babc felbe 
oon eim sauberer get)üret hafi er fammt anbern oon Tt. aiip 
8ad)fen gen iHirijf; mehr aiv IninDert meile ^nr bodi^eit onge- 
laben gefahren finb anff eim nuintel Ijabeiiö fid) aber balb 
miber baoon geinad)t ba ik gemercft i)a^ man im ^aal mummelte / 
mae baö für gefte meren luo Die her femen. (5y hatte luarlid) 
ber felbige sauberer rote angen bie er oilleidit oon foldieiii 
fahren befommen. 'Ollfo fnhr Aauft dn mal in ber A-aftnad)t 
mit feiner gefelfd;afft nad) bem fie baheimm 3n nad)t ge^en 
hatten 311111 fd)lafftrunrf anf^ l^tei^en in i-^ti)ern gen eall?burg 
ine i^ifdioffö feller ober fedi^ig meile ' ba fie ben heften mein 
trniufen. i'iib ba ber Äellermeifter ohngefthr hi"-inn famm ' fie 

50 



30 
1585. Lori-hi'imer noii Steinfoldon : Cliristlii'h hodenckeii 

alc^ biebe aiifpiad) / mact)ctcii [ic [id) miber baüon ' uamen jn 
mit / bif) an ciueii malb / ba fel3tc jii A-aiift auff eine l)o()e tanne 
nnb Iie|> jii [üumi: flot] mit ben feinen fort. i£nmma / eö i[t 
olm ^iineiffel imb nnlenc^bar / baB bie i^eifter / ob [ie [:30 a] gleid) 
felbft fein leib b^ben bocf) bie leibe unb leiblidie binge üon 
einem ort :;nm anbern fiibren: mie and) an^ bem uorcjemelbten 
ab^nnemmen ' ba ber tenffel bem 3lbte bie jd)üBel mit bem 
bedite onb bie fläfdie mit U'ein brad)te. 

(•) 4.M. -M\ h. 

:llHiö c]iltc^ bie tenffele mit allen jren ^anberern onb ()e;ien / 
loerben end) luol ^n friben la§en. ÜJiit freutern onb rand) 1 mit 
trenlieu i[t nid)ty ani3c3erid)t ; bev glaube onb bay gebett müBenö 
tt)un. 

;]n bem fönnet jr bem teuffel nid)t iuel)ei- tbnn onb oer^agter 
miber end) mad)en ;' bann jo jr jn oerad)tet - [u trotu't im glauben / 
lüie bev X'oetov t()ete / ba fm feine fül)e bezaubert maren. .^som 
Äei)fer Ai"iberid)en / bem erften / lifet man: T'a ev ^33Jeilan be= 
lagerte fei) ein ^^anberer au| ber «Statt inö läger gefd)id-t morben / 
ha\] er jn mit giffte tobtete. iHle ber gefangen bem .Sleijfer brau= 
mete mo er jn nid)t lo^ lie^e / molle er jn ^n tobt ^aubern: 
ferete fid) ber Äei)fer nid)t barann / lief] in binnriditen: tonte jm 
nidit jd)aben. CDer on3Üd)tige tenifelifd)e bube A-anft l)ielt fid) 
ein loeil ^u ii^itebergf / famm etumnn ^um.V)errn ''|>{}ilip|}0 ; ber lap 
jm bann einen guten te^'t / fd)alt onb oermanet jn ha\] er oon 
bem bing bei]^eit abftiinbe ' c^ mürbe fonft ein böfe enb nemmen / 
wie ey and) gefd)al)e. (fr aber ferete fid) nid)t bavan. ']hni marä 
ein mal omni ,^el)en ol)r ' baf; ber |37aJ .perr ^i>bilip|.Hi^^ «u^ 
feinem ftuborio l)ernnber gieng 3u tifd): mar A-anft bei) jm ' ben 
er ba befftig gefd)olten ()atte. Ser fprid)t miber ^u jm .s>err 
^;)sf)ili|.ipe jr fal)ret mid) allemal mit raud)en morten au ,' ^sd) 
mile ein mal machen , manu jr 3n tifd)e gel)et ,' ha^ alle bdffen 
in ber tüd)en :5nm id)ornftein binnauB fliegen ; ba^ jr mit emern 
geften nid)t ^u e^en merbet ()aben. -Daranff antmorte jm .sperr 
^4>bilippuö: 1)00 foltu mol)l laf)eu / id) fd)iBe bir in beine fünft. 
2?nD er lie^ ee and), (fiu anber alter Wottöförd)tiger mann 
oermanete jn auc^ er folte fid) beferen. rem fd)iffte er jur 

60 



30 
158"). Lt'i-flu'imcr von Stoinfekleii : l 'liiisllii-ii bodenfken 

bnnrffatiinu^ einen tenffel in fein fdilafffanimer ba er ^n bett 
gieni;; ba[^ er jn fdirerfete. (Mebet nnimber in ber tannner / 
frödH't mie ein iaw. :2'er mann nnir luol i]erüft im i^lanben / 
fpottete fein Üi) iine ein feine ftimni mib (\f:ian(\ ift bao einet^ 
(vniielö ber im -vtimel nid)t bleiben fonnte t-\e()et jel.U in ber 
lent denfer uenuanbelt in ein fair :e. I^amit Riebet ber i^eift 
iinber l)einim ^nm Aanft flai"iet jm luie er em|}[ani-|en nnb ab= 
t^emiefen fei): uiolte ba nid)t feijn ba man jm feinen abfall unb 
iint)eil nermeif? unb fein barüber fpüttete. 

d) iöl. 44 1). 

2)enn ce c^ebürt ja einer (5f)ri[tlid)en Dbcrfeit (Motten iier= 
ed^ter önb nerUnupier unb bem tenffel 5ngetl)ane nnber jrem 'isoUfe / 
tjebiete nnb l)erfd)afft nid)t ^n t^ebulten. 5)erer fürnemmfte '^Immt 
ift bie iinbertl)anen .^u C'^ottee erfanntnnf^ ' üeretirnnt] nnb bienft 
5U er^ieben unb 3n ()alten. ^uv jeit -D. ,^iitl)ert^ unb ^sbilippi 
hielt fid) ber fdiiuarl^fiinftler J^-auft ' mie ob (^cmelbt ' ein un-ile 
3n ::li.Mttenberii: bae lie^ man fo iiefd)el)en ; ber boffnnnt] er 
mürbe fid] anf^ ber (elir ' bie ba im fd)UHing flieng beferen Dwi) 
bcfu'rn. Ta aber bae nid)t t]efd)al)e fonbern er and) anbere 
ucrfiibrte (bern id) einen c^etannt ' mann ber einen b^ffn motte 
l)aben / gicnej er in malb ba famm er im in bie l)enbe gelanffen) 
bie^ jn ber dürfte etngieljen in gefec3nuf5. :.Hbcr fein geift marnete 
in i\a}^ er bauon famm / uon bem er nid)t lange barnad) [45 a] 
gremlid) getöbtet marb alo er jm uier unb jmantiig jar gebient 
batte. 

e) 331. .').") a 

^enn mann fid) bie armen blöben meiber ein mal mit bem 
tenffel baben eingelafu'n ' fDrd)ten f'ie fid) miber, uon jm ab^n^ 
fallen: bamit er fie nid)t fd)recfe / fnen ungemad) fd)aben unb 
leib an tl)n. 2)er üielgemelbte ys-auft bat jm ein mal fürgenommen 
fid) 3n bcferen / ha !)at jm ber tenffel fo ()art , gebraiuet fo 
bang gemacht ,' fo erfd)recft ' ba}^ er fid) jm anffe nem l)at 
uerfd)rieben. 



61 



81 
ir)8(5. Thoatium de \'onoficis (Laxator. 'riiurncysser, Lorchcimcr. HiiUinger) 

1586. Theatrum de Veneficis (Lavater, Thurneysser, 

Lercheimer, Bullinger) 

a — h 

llieatruin De Veneficis. -Dat^ i[t: 3}on 2;eiiffclCH]cfpcnft 
ßaubcrcni unb (^-Hfitbereitent vidimavUfünftleni ' .pe^"en onb 
ä^nliolbcu üieler fünicmmcn ,s?iftoricn uiib On-empel ' beiiuirten / 
glaiibiinri)u-(cn Eliten nnb '^Imcn tgcvibenton luae uoii ]olct)eu 
ieber 3eit bifputiert unb tjcbaltcu iriürbeu mit jouberm flci|Ubt'rcr 
3?er^eid)nii[; am foUiciibcii i^lat ^u finbcii) an iag geben. 5ampt 
etlicl)er biucjeriditeii ßäubevii"d)er 'ii>etber oietbaner ^efamitnu^, 
Examinatioii. X^xüh :i^igid)t ünb (Etraft :c. 5^^ieler nngleic^er 
<Vrage nnb I1iei)iuiiu] balbeii fo in biejer 5)lateri fürfaUen 
mögen jel3t anffö nenir» ^nfammcn in ein Corpus brad)t. ^iKen 
3?bgten edinlbtbeiffen ' 3(mptlentben be^ 'i\>elt(id)en vid)aierbty jc. 
jel)r niitiiid) nnb bienftlid) ^n iniffen nnb feinec mego ,:;n t)ei'= 
ad)ten. la(-ol)i 4. ^iiMber[tel)et bem leuffel / nnb er mirbt non 
euc^ abuieid)en. ^Hiit :)iöni. .^ci}]. 5)iaieft. Arei)beit anff ^elieu 
!ja()r nid)t nad)5nbrnrfen begnnbet. (^)ebrnrft ^n Arcind'tnvt am 
Wai)n bnvd) ^3iieolanm i-^affenm. MDIAXXVI. 

^I. Ib. 

Avthures, nnb 'Flamen ber jcntgen jo nad)foIgenbe 
Sraetätleiu compilirt unb bcfd)rieben baben bnrd) M. A. S. F. 
I. ReinhardiKs vu^. 
II. D. I.ainheitus Daaaeus. 

III. -s^. ^sacob l^aUirf. 

IV. .^. Cuuradiis l^antenbad). 

V. .p. Adriauus Riieyumannus. 
VI. ^. l^ubmig l'anater. 
VII. Leuuliardus it)niiiei)"fer. 
Vlll. M. Alu'aliamus Saiirius. 
IX. Paulus Frisiiis. 
X. M. .sSeinrid) 5)iet)banm. 
XI. 2(.ugnftin !^erd)eimer. 
XII. ^. «i^einric^ 3Suüinger. 

«2 



I 



Hl 
1586. riicatniiii dr \'eiK'tici.s (Luv iitcr. Tlimricyssci', Lcn-liriiiirr, Hiilliiii.;(.'r) 

XIII. .'ö. ^iii'i-Hi AicDlicir uon Vicd)tciibcrfl :c. 

XIV. |). ^sobanii Oiuicl). 

W. hmmu's Tiitliciiiiiis. :?(bt 311 Spiindcim. 
W'l. CvtlitDc i^cDciuteu üitD :)iahtid)(ät^c noit etltcl)en 311 
uiijcni ;^)eitcn l)oclit^oläl)rtcu uni) '1{cd)töcria()vneu 
3»iirt[tcn, imii .vicrcn inib l^^l)ol^cu luic ce mit 
bcufclbii^cn von UH'i"icn bor Tdi-tiir zuhalten, k. 
flcftcllt. 
XVII. :isnb ^iim i\'icl)liif, i[t ein ftiicf auf? Der Isüiicbc / 
ober baö VI. t^id) ^. ^-'-''^Iflii" 'il^eicrei / f){ii3u 
gcfclit luorbcii. :c. 

Psalm. LVII. 
'Kid)tet iTd)t il)V llceujdien Äinber. 

©. 115— l!>-i. 

^er VI. Iractat 'ison (Mcfpciiftcu mißebcmven / ^-ällcn / 
ober isoitcvu niib aiibcroit iininberbnveu biiujeii jo mcbrtbi'üei / 
roeiin bic "lltcnidicii ftcibcn iollcn ober uhmih fonft i^roffc 
-2ad)cii inib 0'nbcnuu]cii uorbaubeii [iub bcid)c()cii fluider inib 
cinfcltic]cr i^crld)t gcftellt biivd) l'iibuurtcu V!auatcr / 5)ienev bcr 
Äirdjcii ^^11 :-^itrid). 

a) @. 172 2 

fiod) bcnt ^11 tai] [iiib 3d)inarl3fün[tler bic fid) au|;tlnin ' 
fie fbimcii ein ')(üj^ jattlcn aiiff bem fic in furher :5eit groffc 
rer)jcu mbi^cn iiollbriiU]on. CDenjelbicU'u luirbt ; itieuii ee lang 
^cnimb gebet bcr leiiffcl ritt nniib :){oi\\ iotju bcjd)lcd)t nniib 
Snttclgclb mit ciiiaiibern geben. 'Ahiö uninbere jol ^^n nnieren 
gelten Acinüns} bcr berhitnibt ;5i"iiibcrer getrieben habend 

(2. 1 !);')—•_>()•_> 

r^ae VII. liractätiein. .sperrn Veonbarbi Ibnrncijfferö :öe= 
benrfcn ' '2\>ae er üon (iTorcifterei) l}alte jo mar unnb flar ' mie er 
baö uor Wott feinem .sSerrn / @d)öpffer unnb Oilöfer ' an bem 
letzten C'kn'id)t!jtag and) ()ie 3eitlid) oor feiner .s?errfd)afft Jtem / 
öor einer C^[)rtftlid)en Wemein önb fonft nor aller ii^elt au^ 
marbafftigem grnnbt / mit freijcr CSonfcicnli mit) gntem geroiffeu 311 
ocrantmorten gebeucfet. 

63 



Hl 
1586. Theatruni de Vonefifis (Lavator, Thuriievsser, Lercheimer, Biillinger) 

h) 2. !!>(;,- 

rann Icfc man alle Miftorien 'Oteuic - -Sllte/ "sii^ifcl)e A:eiDniict)e/ 

iniuCt (5[)riftlid)c fo iinvM man nicl)t finbcn ■ ha^ jlic einer öer mit 

biefer t)eriül)viicl)en falfdilieit nmlniani^cn oöei ioldier \)[\\Q,tn 

i^cbrand)! (-I\>eil aüeö i^ebei)en imnD Wöttlidier iSecjen uon il)neu 

i^cnommen) :1ieid) jei) iiiovtien jonöern fie t)aben alle gleid) mie 

Mariii.s mit feiner Venefica ''}3iartl)a flvoffe ^Irmut 

aiu lu im ^^^^^ ^^.^^j O'lenby qelitten mie man ;n iniieren ;eiteu / 

nmnaoiicu ^''^'') ^^^^ O'lenben 'l"«nl)olDen an bem Doctore Fausto, 

fiiiD arm ünnd anöeren Deren etlid)e l}ol}eö [tanöec gcmefen / 

gcfel)en. 

(S. 2G1— -298. 

2)ae XI. Jraetdtlein. Gin ßf)ri[tlid) ^ebenrfen nnnb 
©rjnnernng üöii Räuberei) / mober / roaö i önb mie nielfältitj fie feg / 
mem [ie fdiaben fönne ober nid)t: •Ji>tc biefem lafter ^u roebren / 
nnb bie ' jo bamit bebafft ^n befebrcn ober and) ^n ftraffeu 
iei)n. @ejd)rieben bnrd) '^Incinftin Verd)eimer oon 5teinfelben. 

c) e. 2721). 

i^nfdiäblid) bod) jünblid) mar ber poffc ben ^so(). ^-auft 
öou Änütlingen mad)te jn 93u im ii>irtöt)anf; : ba er mit etlid)eu 
jaB Dnb janff einer bem anbern b^tb onnb (\av au§ ^n , mie 
ber @ad)ien onb and) anberer ieutjd)en gemonbeit ift. J'a im 
nn be§ 3.i>irtöinni3 feine kannte ober 'Sed)er ^nool fd)enrfete / 
fd)alt er jn bramcte im / er mölle fn treffen mo erö me^v 
tf)ete. ^er fpottete feiner / "^a mol treffen: fd)enrfete ibm aber=^ 
mal ^u ooll. I'a fperret is-anft tein '}Jianl anff ' fi'ifU in. 
■ Gniiifd)t barnad) ben Vilbel mit bem .Uülmaffer ' f|.n-id)t: ;?lnit 
einen gnten biffcn gebort ein gnter trnnrf ,' feufft bae and) 
au^. 2)er ^ii^irt rebet ben @aft ernftlid) ^n er fol im feinen 
2)iener mieber üerfd)affen i ober er rnöUe fe()en anie er mit fni 
anfienge. %an^t l)ief, jn ^n trieben fei)n / onb biubern oten 
fd)amen. T:a lag ber \^sunQ j bebete oon fd)red-en mar aller 
na^ begoffen. Xabin f)atte jn ber lenffel geftoffen / ba'ö 'i^.kffer 
au^ jn geftürM: ben ^nfebern bie fingen be^anbert / i)a^ fie 
band)t er mer getreffen mih bai'^ 'ii>affer gefoffen. 3>iel weiter 
bat b'^33?ünd) ^n (vrtnrt bae 9)?anl anffgetban ba er anff bem 

64 



Hl 

l.')(St). 'I'licaliuiii de W'iietiris ( Linatcr. 'lliunicyssiT. IjiTi'hcimri'. liulliuiroi') 

OJtarift baö AiiDcr .'öciii mit '^inii^cn nn^ :)io[? iicn"d)liuu^ Dao 
Der ^-l^aun- Darnacli Draiincii türm Il)or raiiD ftcbcii. 
(1) iM. 27!» I. l.M 

:)icitcn unD falirii Mo Apercu aiiff börfcn bcjcni gabeln / 
[terfcu ^iim UHillcbon nnb ^luii tanl^. 

r^Hj"; bcv Jciiffd bor mcnicl)cn leib tbiiii uiib pflci] ctiuaii 
uou eiiu'ui ort ^um anbcrii ]\\ iübrn bezeugen on jcüt gcmelb 
acjiliicbt noni uicibc / bae er in bitnb!:> gcftalt mm laiiff fübrct | 
iiicl aiibcrc crompcl ; jo uiol uou boii böfeu ale uou bon guten 
gciftcru: ;Hlo oou bcm Cvugcl bor bcu i^ropbotcu .s^abacuc fübrct 
an}] bcm o^übifdicn laub gcu lxUn)lüu nub luibcr ^u rihf : "stcm 
[•iT'.M) -2] uou bcm gcift bcr ben isl)ilippinu uicg rücfet nad) bcni er 
bcu fommcrcr an§ (5tl)lopla gctaufft battc uub ^n C5a^iarea 
gcfuubcu umrb. iiMr Icjcn ha\] bcr Xcnffcl bcn (Simon bcn 
3aubcrcr (bcffcu in bcr ?(po[tcl gcfd)id)tcn mclbnng gojdiid}t) 
l)ab ,^11 'liom in bcr lufft umbbcrgcfi'tbrt unb ju fallen laffcn / 
baf; er bcn balp ^crbrad). '^iMc er bcm Auuft tl)ct ,^u 'iH'nebig ' 
bcr aber mit bcm leben bauou tarn. ;')U .^>alber[tatt ; in 
Sad)]cu mar ein gelcl)rter Ibummpiaff / "soljaunce Sa^'onicuü 
genannt ein grofjer jdimarUfiiuftler ' ber uor 3()(). jarn gelebt ' 
bor bat in ber (5l)ri[tuad)t mann ein jeber pfaff mag brei) llief^ 
tl)nu bic cr[t gel)alteu ]n balberftatt bic anber 311 WaniU bie 
brittc 5n (5blleu. (im gar molbcfaut gcjd)id)t ifte! / uor fünffliig 
faven ge]diel)eu in bcr ::Branbeubnrgcr 'DJtarrfe ; t>a\j ein il^irt für 
gerid)t cim laubyfued)t gelt uerleugnct / ba^ er im uertramt l)atte 
anft^nl)ebcu. ilserleugneto mit biejeu morten: l)ab id)f^ ,' jo bol 
mid) ber leuffel. ;?lly balb crunid)t il)u bcr bbfc geift / ber ba 
^u gegen [tuub mie ein 'DJienjd) |ül)rt ju baoon. ^sd) l)aby felbo 
uou einem sauberer gcl)brt ' ba}^ er fammt aubern uou :)t. auf; 
(£ad)jcn gebu '^.sarijö mel)r ale bnnbert mcil ^ur bocl)^cit uugelaben 
gcfabreu finb auff eim mantel /' l)aben [id) aber balb miber bauou 
gemad)t ' ha \k gcmcrrf't ha^ man im Saal mummelt / mas? bay 
für gäft lüeren ' wo bie ber fämen. (äö Ijotte marlid) ber felbige 
sauberer rote Singen / bie er uillcid)t uou jüld)cm fabren 



*) ^i>on 277 — 282 n^^ nidit iucl)r Cio 3oitoit miniuicricvt, iinii'^evii Mc 
^>Mattcr. 3:. .n. 

Tille: Faustsplitter. 65 5 



:51 

Ijbü. 'riioatniin de \'rni'tii-is (Laxatci-. 'riiuriicvsscr. LviH'liciiiiei-. Bulliiiger) 

Licfonimon. :?Ulo fiü)r A'tuift ein mal in ^cr Aiiltiiadit mit feiner 
i)cicUjcl)att iiad) Dem fic bal)ctm yi naclU iicffcii liatten / ^um 
)cl)lafttniiuf aiif^ '}3ioif]cii in ^i^ci)cru t^cu eallUnnc\ ine ^ifdiofty 
fcdcr über i\:d)U\c\ mcil , ba |ic bcit bcften mein trnncfen. ^Nnb 
ba bor .Hcllcrmciftcr ongofcv l)incin fam [ic ale bicb anfprac^ / 
maditen fic ftd) mibcr barnon namcn jbn mit bi|; an einen 
malb ba fcl.U jbn A-anft anff ein bob^' tannc nnb lief^ jn filicn: 
\[üc\ mit bcn feinen fort, ennnna ' eo ift obn ,^meiffel nnb 
nnUnuibar baf^ bie c\c\ikv ob fie ßleid) fclbft fein i?cib baben / 
bodi bie Veib nnb l'eiblidie binge non einem ort ^nm anbern 
fübren: mie and) anf^ bem norgenielten ab.^nnemmen / ha bcr 
Jenffel bem iHbt bie fd)üffel mit bem bed)t nnb bie flcifd) mit 
mein brad)t. 

e) m. ■2H-2 a-i 

Sa0 gilte bte jjenffel mit aüen jren 3anbercrn nnb l]c;ren i 
merben end] mol ^n friben laffen. 93tit frentern nnn rand] , mit 
frenlien ift nid)tC' anfuicridit Der glanb nnb gebett mitffene tf)un. 

ßn bem fönnet jr bem lenffel nit me()er tt)nn nnb ner^acjter 
miber end) mad)en Dann fo jr jn oerad)tet jn trolit im glanben / 
mie ber 2)octor tbet ba jm fein füb be^anbert maren. Isom 
Ä. -^-riberidKn bem erften lifet man: CDa er ^)3ieilan belagert ' 
fei) ein ^anberer anf; ber etatt ine läger gefd)irft morben - baf^ 
er in mit gifft tobtet. ^Hlö ber gfangen bem S\c\). brant / mo er 
in nit lof^ lief^ moll er jn ^n tobt ^anbern: fert fid) ber Ä. nit 
baran lief? jn binrid)ten: fönt jm nit fd)aben. Ter t)n;;üd)tig 
lenffelifdie bnb A-anft bielt fid) ein meil ^n ^Ii>itebergf fam 
etman ^nm .v^errn iM)ilippo ber laf; jbm bann ein gnten tert ; 
id)alt nnb uermant jn b] er non bem bing bei)^cit abftünb e^ 
anirb fonft ein bof? enb nemmen mie ee and) gefd)at). 6r aber 
fert fid) nid)t bran. fam mavv ein mal nmm ^eben Df)r - ba^ 
ber .'öerr 'i>l)ilippnv an^ feinem ftnborio b^'vnnber gieng ^n tifd): 
mar Afluft bei) im ben er ba befftig gefd)olten b^tte. 2)er 
fprid)t mibcr ^n jbm ; .s^err ^^U)ilippe ' jr fa!)rt mid) allemal mit 
rnnd)en mortcn an 3»d) mily ein mal mad)cn ; mann jr ^n tifd) 
gebt ha\] alle bnffcn in bcr fiid)cn ^nm fd)ornftein binanf; 
fliegen baf, jr mit emern geften nit ^n effen mcrb baben. '^a- 
ranff antmort jm .s^err '!)sl)ilipp. X'ac^ foltn mol laffen / id) fd)if3 



i 



:}1 

ir)S(i. 'riicatruiii dl' \'(ii('lici.s ( Luv iilcr. 'riimiicysscf. 1 jrrclicinicr. liiiHiiiyt'r) 

Mr tu Dein fimft. '"^MI^ er lief; cc aiidi. O'in aiibcr alter Wottt?» 
förcl)tii]cr IKaiiii iicnnaiit jii aucli er iolt fiel) bcfohrii. I^cm 
id)irft er ^iir bamfiai]iiiui eiiiii leuffel in ieiu idilafffaminer t>a 
er ^11 betl i^eiui Daf? er in fdirerfte. (^H'ht nmblier in i?er 
fauuiier frinlit mie ein jaiu. Ter mann mar mol i]erii[t im 
i^Uuiben ipottet fein Ol) une ein fein ftimm nnb fifanc-^ ift bao 
eine (Jnt^elc Der im ,v>immel nit bleiben fönt i-iel)t jeht in ber 
leut beufer iienuanDelt in ein fam :e. ramit 3euct)t ber geift 
luii^er beim ^nm A-auft flacht jm mie er ba empfanc"\en nnb ab= 
i^emifen fei): molt ba nit fei)n ' ba man jm feinen abfall unb 
i)nl)eil uermeif; nnb fein Darüber fpottet. 
f) (2. -iSTi 
renn ee c^ebürt ja einer (jt)ri[tlid)en Tberfeit Ö)ottee ueräd)ter 
iinb nerleni^ner unb bem Jcuffel ^ui"\etl)an nnber frem ä^olcf c^ebictc 
unb berfd)afft nid)t ^n i^ebnlten. Derer fürnembfte ampt ift / bie 
imbertbauen ^n Wottee erfanntnnf; ' berel)runfl imb bicnft yi er^iel)en 
iMib ^n balten. ;*)Ur ^eit I'. 'L'utberö unD '].sl)ilippi bielt fid) ber 
fd)marl3t'ünftler A-anft mie ob t"(emelbt / ein lueil ^n '-liMttenberfl: 
Dae lief; man fo rtefd)el)cn / Der boffnnui-^ / erunirb fiel) anf; Der 
let)r Die Da im fd)iiHini] c-(ienc^ ; beferen unD beffern. iTa aber 
bae nid)t i^efd)abe fonbern er and) anbere iierfiibrte (Dem id) 
einen i^efannt luann ber ein bafen molt baben flteng er in 
iiHilb, Da tarne er jm in bie bänb fielauffen) bief; fn ber AÜrft 
einrieben in gefengnup. iHber |"iS7 -| fein c^eift marnete fn baf; er 
banon fam non bem er nit laut] barnact) i-(reumlid) c-\etöbtet 
marb ale er jm nier nuD ^manyii jar t^eDient batte. 

Denu inanu fid) bie armen blöben meiber ein mal mit bem 
'lenffel baben eingelaffen ' förd)ten fie fid) miber Don jm ab^u^ 
fallen: bamit er fie nid^t fd}rerfe il)nen bngemad) ' fd)aben bnb 
leib antl)ii. 5)er inelc^emelbte y"s-anft l)at jm ein mal fürgenommen 
fid) ,:5iibefe()ren 1 ha ijat jm ber Xcuffcl fo l)art c]ebramt fo bani^ 
öcmarf)t / fo erfc^rectt / baf; er fid) jm aud) anffe nem bat 
nerfdiriben. 

2)aö Xll. Iraetdtlcin "ivMber bie ed)iiiarl3en Äünft ^Mbcr* 

67 5* 



32 
l.'iSli. .loliaim Woior: \'i>ii TeuHclsgcspcii-st (J)('utsch Vdii Fiiglinus) 

i^läiiLMi-\ö fcfliicii innuarbaffticjö ':li'aiiai]cn nnb a^^crc ficrgkidien 
non O')ott nevbottue Äünft: ein htrlun- Ivactat au^ A>cilitiev Ect)viftt / 
uiib iiiarbafftcn i^uteu grüuDeu öcfammlct ^ln•d) .Nxnuvici) :ßiiUinc\cvu. 

h) @. 308 1 

5^cri]lctcl)LMi fint» Die geiucfcii uoit l^cucii Die Weici)virtt l)in 
uub f)er rebet m\t> [ie Magos nennet irie bie Magi Pharaonis, 
Simon Magns. ünnb anbere bergleid)en luaren unub ^n iniievn 
feiten Faustus ber (Ed)Uiarl3fün[tler geirejen biefelbigen finb aud) 
meliitbeily diuiiii 'Ji^arfager imb mit aubern 'berc]leid)en Ienffelö= 
brecf bejnblet inib ftincfenbt. 

Oiegifter (£. "2: ^auftne ein bcriUimbtev ßanberer. 172. '21-2. 



32 

1586. Johann Weier: Von Teuffelsgespenst 
(Deutsch von Fughnus) 

De Praestigiis Daemoiivm. ä^on Senfielögefpenft oanberern 
Dnb @tfttberei)tevn gd)iiiarl3fiinftlern / .s)eren nnb 3>nl)olben , t)ax]u 
jrer Straff and) öon ben 33e3anberten onb mie j^nen ui!)e(ffeu 
feq j rvbentltd) nnb eigentlid) mit fonberm fleij^ in VI. $^üd)er ge* 
tfieilet. darinnen gvünblid) Dnb eigentlid) bargetban roao üon 
jolc^en jeber ^eit bijputiert ünb gef)alten irorben. (J^'rftlid) bnrd) 
2). Jofianncm Ji>eicr in gatein bejdirieben nad^nmle üon Jo= 
()anne A-nglino oevtentjc^t jcfennb aber nad) bem (elUen l'üteiniid)en 
au^gangenen 'xTriginal anffy neiu uberfeben nnnb mit nielen ()eil= 
jamen niil3lid)en ftürfen: %nd) fonberlid) ()od)bienlid]en nemen ßu' 
iä^en fo im Sateinifdjen nid)t gelefen ale im folgenben :SIüt 
^nfinben jo ber F^odinu.s mit gutem grunbt nid)t iriberlegeu fan / 
burd)ani3 gemeliret nnb gebeffert. Sampt ^u enbt angel)enrftem 
neroem Dnb Doltommeneu rliegifter. Ü3iit JRöm. .Mei)]. '}Jcaieft. 
i^re^^eit anff ^el)eu ^\a[-)X nid)t nac^^nbrnrfcn begnabct. (>)e= 
trncft 3n A-ranrffnrt am 'lUaijn bnrd) Oticolanm 33a[fcum. 
M.D.LXXXVl. 

68 



32 
ir)8«). .Ii)h:iiin Wcicr: \'<m 'l\'iiHVlsgo.si)L'iist (l)cnitsi-li vmi Fii^liims) 

8. 98a. 

'Mv uor u'itcii m Gracaiu in iUilii Mc 2d)Uiaii3= -,,„>„. 
hinft inii oftcntlu1)cr ed)iilon i^elelirt lm^ t^otvicbon ^.j,, Lu-vürnm^ 
uiorben ' ift bahiii foinmcn einer mit naincn >»üauncö tov tauberer 
^•auftiiC' uon MiiuMliiu^cu bürtics ' öcv ()at bifc icliönc lh^iV-v 
fünft in hirl.uMn io luol bci^ricffcn ba}^ er dernail) hirlj -^^^»•■''^i'i^^ 
^:;nuor el)e Denn man i-ieicl)rieben taujenbt tiinfft)nnbert ""' 
nnnb iiierl3ii-\ Dieielbii]e mit i^roffer nenminbernui^ uiclen li'u-\en 
imD iiniec]lii1)cm betrnii bin imb mieber in Xenticl)lanl) one icl)eai 
antreiben nnnb offentlidien ^n practiciren an^efani^en hat. 'linio 
für ein fell3amer 'i^rillenreiffer aber unnb (Jbentbemer er i^emefen / 
nnnb inae für felUame ftürflein er i^etönbt habe mit id) l]ie nur 
mit einem (^:vempel bartbnn bem 'L''ejer ^nm beften bod) mit bem 
bejdieibt ; baf3 er mir er mblle ec^ ibme nid)t nad)t()nn ^unor uer^ 
fpred)c önb gelobe. ;'llö nff ein ^eit biefer fd)marlitünftler ^anftnö 
feiner bcifen ftncf halben ^^n 'I-^attobnrtj meld)ee an ber Dtofe ligt / 
nnb mit bem .N?erluH]tbnmb ©eibern grenliet in abiuefen Wraff 
.v^ermanno inn bafften tommen bat jbme ber (iapellan bef; ortt^/ 
.s>err ^soban J^orfteniuC' ein frommer einfältiger manne ' uiel liebe 
nnnb gute erzeiget allein ber urfad) halben bie meil er jme bei) 
treraen nnb glanben ^ngefagt er mölle jhn niel gnter Äünfte 
lehren inib yi einem anfUntnbigen erfahrnen manne mad)en. 
Ü^eroljalbcn biemeil er fal)e / ba^ Js-anftny bem 3;rnnrf fehr geneigt 
mar fd)irfte er jme non hanf? anf? fo lang 'ii>ein ^n bif; baö 
fäf^lein nad)lief; nnb gar leer unirb. Ta aber ber p)anberer 
'^-auftny bav merrfet inib ber (iapel= [981)J lan and) fid) annahm / 
er molte gen (brauen gel)en nnb fid) bafelbft barbieren laffen / 
lieffe er fid) hören mann er im mehr meine geben molte . fo mölt 
er ihn ein fnnft lel)ren b^ er on fd)ermeffer inib allee bee harte 
abfommen folte. ^a nnn ber (iaplan b^ gleid) eingienge hi^B 
er in fd)led)t anf; b' ^Ipotecfen ^innemen Arsenicum. nnb bamit 
ben hart onb finne mol reiben nnb gebad)te mit feinem mörtlein 
nit b^ ere ^nnor bereiten ' nnb mit anbern jnfetien bred)en folte 
laffen. €0 balb er aber bae getl)an hat jme gleid) ba^ finne 
bermaffen angefangen ^n ij'üim Dnb brennen bafj nit allein bie 
haar jm anf^gefallen fonbern and) bie haut mit fampt bem fleifd) 
gar abgangen ift. ^[^ ^nbenftürflein hnt mir ber Gaplan mel)r 

«9 



ir>8ti. .Idhami W'cicr: Wn\ Tciiffel.sgosi)oiist (Dcutsi-h von Fui>liiuis) 

bann ein mal aber allwcc^ mit Licmci^tcm mitt jclbft cr^ct)lct. '?tod) 
ein anbcvcr ift cicuicfcn ben id) and) mol t^efauut / ber I)attc einen 
fd)iiHirl3en Lmrt nnb mar brännlid) non ani^e[{d)t ' uon megen jetuer 
'Bteland)Olijd)cn (jomplevion / mie er bann and) bcro nriad)cn {)albeu 
jeitlid) am ^)}iill3en [id) nbel befanbc. ^llo bcrfelbii^e ben ;')anbcrer 
ys-anftnm anff ein ^cit bcjnd)te / iat]te er [vei) offentlid) 3n it)nie/ 
J-ürmar id) meinte nid)t anbere bann bn mcreft mein id)maiicr ' 
meiner ed)me[ter IKann fabc bir berl)alben t-;leid) nad) ben 
A-üffen ob bn lange imnb frnmme .sUanmen baran etman l)erfüv 
gurfen betteft. 3>erglied)e aljo ben gnten ^33u"inn / biemeil er 
jd)marl3 mar non 5liige[id)t / alc er 3n jbm eintrat / bcm ^enffel ' 
nnb nennet benfelbigen and) ' mie fonft aUmeg fein gebrand) mar / 
feinen i2d)mager. Ülber fein lobu i[t jbme ^n lefet and) morben. 
Sann , mie man jagt jo ift er in einem CDorff ' im 'A^rtenberger 
Sanbt ' bef^ morgenc neben bem 33ette ; tob gefnnben morben / 
onnb bau ;?lngei"id)t anff bem ')iücten gebabt onb l)at |"id) bie fel^ 
bigc nad)t ^nnor ein fold) getümmel im -vianf^ ergaben / '^(X)^ \>(x^ 
gaul^e .'öan^ baoon er5ittert ift. 

6ö ift ein iid)nlmeifter 3n Wof^lar gcmefen / ber ()atte bep 
imfeügen fd)enbtlid)en ßanberert^ ^"anfti fnnft and) ftnbieret onub 
gelernt mie er ben Jenffel in ein Wlaf; bnrd) oegen nnnb ^aw^ 
berifd)e fprüd)e bannen folte. 5)erfelbige gebet ein mabl anff 
einen tag ein mntter Wotti: aüeine binanf; inn ben "iinilbt/ 
[94,^] anff baf^ jl)n niemanbt an feiner fnnft t)inbern tönbte. 
2)a er aber anfieng ben Xenffel gn befd)meren / mnrbe er jrr in 
ber fnnft onnb fel)let. Ta erfd)einet j()me ber lenffel bebenbc 
in gar erfd)rorfentlid)er geftalt mit fenmrigen angen ' t)att ein 
nafen bic mar gefrümmet mie ein Cd)fenborn onb lange 3ät)ne 
mie ein ober ' mar bfli'ed)t omb bie bacfen mie ein !f^a\h / onnb 
fonft oberal fc^rerflid) onb granfam an^^nfe()en. treffen erfd)riift 
ber (2d)ulmeifter fe{)r ' feilt ^n boben nid)t anberc / alei mann jl)u 
ber 2)onner getroffen l)ette ligt ho. ettid)e ftnnbcn anff ber (Jrben 
ale mere er bc^ltier tobt. l'eWid) nad) bem er fid) mieber erl)olet/ 
onnb nad) b^nn^n geben molte / famen jl)me bßiiB "^"^^^ ^'^^ '^^.sfortcn 
entgegen ctlid)e feiner Arennbe onb befanbten ' bie fragten / ma* 
rnmb er fo blcid) onnb erid)rorfen mere ba tnnbte er für 
fc^rerfen onnb 3ittern fein befd)eibenlid) mort antmorten ' fon= 

7(» 



33 

1.")1S7. Saiiiiicl Mciyi'rius : J)i' l'aiiuryia Liiiiiiaiiiin 

bcrii iinitct mib tobet nur wie ein iinfiiiuigev ^Jtcnjd) bif; ^ii 
au[;iiaiui bcj; o-rti'*-'^^ ' ba ficiu^ er crft an iincber ^u rcbcii uiib ^ii= 
cr^cl)lcii ba|"; ber Nathan in bcr iieftalt mic Uüv gcmelt il)mc 
crict)icucn lucrc inib iiad) bcm er fiel) bericl)teu nnnb mit bem 
heiligen eacrainent uciielien laffen l]at er fiel) bem .v)(.'^-rrii be= 
fohlen nnb beii britteu tac\ lieniacl) fein c]eift aiiffcieben. 

')fec^iftei' iM. (i l^' e 111=' A-anftne ein berl)ümbtev i)auberev 98. 
feine ^auberifctie i-offen unb Jobt ibib. 



33 

1587. Samuel IVIeigerius: De Panurgia Lamiarum 

a — b 

De l^nivrgia Lamiarum. Sagariim, Striguin ac Veiiefica- 
riini. t(itiiis(|ue coliortis Magicie Cacodaeinoüia \A\ni Tres. 
^at i)y: '')töbic]e onb nittte inibeiTiclitinne /. '^mui ber Ionerfd)eu 
flefd)iinnben lift nnb iiefd)irflid)eit qnabt tl)o bonbe. //. '^^nbe / 
^at Iöuen)e eine X'ituelfdie eünbe fi) / be lüebber alle tei)n We^ 
habe ^)ai)ev ftn)bet. III. 5snbe / Si^o eine (5l)riftlife ^rnerid)eit 
mit fobanen gemeinen Js'ienben ^})?infd)life6 gefleditec^ ümmegl)an 
fd)ble. 3}ürd) M. Samvelem Meigeriviii, iHiftoren t{)0 Otorbtorp 
in .s'^olftein / in bre ^-^öfer nornatet ünb affgebeelet. M((hichi(((' III. 
ilsnb icf iril tl)o i)nRi fomen ünb i)nm ftraffen nnb mill ii'uje 
fi)n mebber be iouerere / @l)ebrefere »nb ^3teinebige ' mebber be / 
be geaialt nnbe imredit bl)on. -v^ambord). Aiitio M.D.LXXXMl. 
Cum (iratid Et Priii/Icf/Io. 

231. 18a. Liber Primus. 

m 34a. Tat IUI. Cfapittel. 

a) 231. 88b. 
Selangenbe be edimartfünftenere fi)n befülnigen nid)t fo fel)r 
anberen alfe firf fülnen fd)ebtlid-' / mente ere böebeit brept fe meift 
fühlen beiin)le fe firf mit el)rer norbamlifen fünft nan ("»kibee 
gemeinfd)DV trennen ' ünbe tl}om büuel firi:' gefellen ' 3)effe tl)on 
anberen am leeucnbe nnb gübern fo groten fd)aben nid)t ' alfe be 
l)e^Tn bon fnnber i)y ere bont mererbelt^ , bat fe ben l'iiben be 

71 



33 

1587. Samiul Meioorius: Do l'anurgia Lainianiin 

ocjcii iun1d)roi)cii inib luivblcnbcu monuebe je bcn incinicf) fd)aben 
bou / anc allciiic beutcuucn bc cu tliofalleu. eolcf einer ije ge= 
mefeu Simon May/IS, uan i^ebovbt ein Samariter ut!) einem 
Stetefen 'Iriton entfpruni^en be unber ben ')iömeirf)en Äeijferen 
Xerotit' nnb Claudio gekniet / Dan melrfen Äei)jern eme eine 
^lirenfule an bev ^iberbriiggen i)y iipc}ericl)tet ' aljo .lustinus 
nielbet in fijner anberen (/j>o/o(ji(i od AutoniiiHJi/ Pinm, mit jo= 
baner lipjct)rifft: Simon i Pro saurfo, 2)em (]i lügen {'')([t)c ©imoni. 
-i^üffem i)e tl)ü nnjen ti)ben öeli)it gemefen lohoimcs Fcfitsfia^ 
MW Aünbing ' be autl mad) Jn/onsfus genömet merben I biiffe 
bcbbe finc fnnft geleret tl)D (imfom / nnb i)C^ ein anerntl) bofe 
bone geivefen / be nele mnnber l)efft in fiinen bagen iiürrid)tet j 
be od \\)ncv nntud)t l)alncn etlife male bi)na mere im lope ge-- 
blenen / menn be nid)t luere bordi ]i)nen Uteifter ment np eine 
tobt barnan gefamen / bebt bat l)e ntl) gebenet t)ebbe. isan 
einem mit ';)camen ÄppoJonio mert geied)t / bat l]e in i)le beibe 
tf)0 €mivna nnb (i-pbefD t()o einer ti)bt gefeen morben ji). 

i^l. S4a. ^at XI 11. (iapittel. 
b) 3?I. 95a. 

'A^entt)e fo t)0 bem Simoiii Mago nan eme gejd)een / ben= 
fülnigen tiefft be nor erjt bebred)iifen erbanen ;' bat el]me tbo 
^iome an ber Über eine 6I)renfnle 1)6 npgerid)tet mit jobaner 
npldirifft: Simoni JJpo sondo, bem I)illigen ®aht Simoni. 
;Demi)le nn biifje galftrige ('•k'ift fülnen f]onerbidi nnbe npgeblajen 
t)e , l)efft l)e büffem ji)nem li)fteigen Äned)te / be ane bat na 
Wobtlifen C^'bren ftnnbt ' ingegenen / bat t)e in ben .»öcmmel 
id)oIbe ünb fonbe imren ' anerft f)e liefft en in be l)öd)te gefmen^ 
get inib nan einem bogen 3?erge tl)0 'l{ome üpgenamen / tmb 
nngejegenet f)ernnber latl)en jpringen / bat de fi]nen jdienifel im 
nebber üaüenbt t()übrafen \ nnb aljo beimlifen mib mit |d)anben 
rtb :Küme i)ü med)getagen / bar l)e norben in ()üge[ten ebven bi) 
ben Äei)jern Claudio nnbe Neroiie mae gel)ülben. 2)o [irf nn be 
n)ef)bage mereben / t)6 ()e entliten in einem geringen J^orpe / nid)t 
je()r nn)t Dan :)iome elenbid)lirf geftorbnen. 

[951). J 2)eme t)[fet faft gel^cf / mat bem loJiamii F(tusfo 
tf)o 3.^cnebig gefd)een bo ()e ane gemnffene Jyütnrfe [legen molbe' 
benfiilnigen nörebe jgn ^JJeifter od in be ()ügebe leet en ocf 

72 



1.")H7. Stiinislaiis S;ii-iiiciu> : Aniiaics 

lIc^^cnlaÜcu nnb ein ixnu brcfcn cuicift bcuiilc bc bouiali? 
nod) nicl)t liabbo iitl)i"\cbenct . 1)ö \k barauiic nid)t i^citonicn atio 
Simon M'f(/tis, imibcr licfft mit |d)iinpc mit) fd)abon [icf banian 
i^cmafci bctl) bc ciitlirf im 'AiirUböriU'V l^iubc in einem AWOi^' 
bi) nad)t innme i-iefamen imiD ebme be bal|; oam rüiiel mnme 
iV'breiet iMib tbobvafeii iiunt. 

34 

1587. Stanislaus Sarnicius: Annales 

v^taiiislai Sariiicii Aiuiales, Sivc De (»rigiiie Kt Hebws 
(lestis Poloiiurviii l^t Litvanorvin. Uhr/ Orto. Hal)es hie 
priorem purteiu lionini ('hrönicnniiu. Iiacteuus omissam et 
iieglectam ab alijs aiithonl)iis: (|iKe iiicipit ab Asarmotli idii- 
(litore Sarmaticonim popiiloriiiii . et coiitiimatiir ad I.echuin 
ipsum. reruiii ordine secuuduin temponim seriem seriiato. 
K(l tdiiileni (I Leclto ail iioxtra fcnipor^/, ijukI in isfis frrris 
(irf/iii/ sif fi<//-fift'r cr/xinifitr. ('(i-fcra, ijud' in Inte lihfo confi- 
ncnfnr, /jisnis bhri a fifii incnf n in cn/rn/ prn-fi.m ni i nd imlnt. 
AiiiK. I)(.iiiiui M.D.IAXX.VII. 

j». 4"_'. Liber SecuiKhis. 

p. ()7. 

J*ing"uiitur imiic Lecbi. Czeclii et Roleslaonim iiiiagines 
a pictoriljiis et typügrai)bis, (|iiie prorsus referimt aiiticjuissi- 
inani ideam veterum Poloiioriiin. Kt cum artifices illi diuexantiir 
argnuiitur(|ue a euriosis. oI) licentiaui Hiigeiidi (|uas veHeiit ima- 
giiii's veterum heroum. aftirmaiit fse hiec })robare posse iion 
modt) ex traditioue veterum, sed etiam IMueiiomeni^ McujicaPha'- 
magicarum artium: aiuut(|ue cin^ulatores et nigro- nomcna. 
mautas veteres ita fuisse barum verum perito.s, vt posseiit ex 
veteribus bellatoi-ibus. (|U(fs vtdieut. arte maliguorum spiri- 
tuum. a i)ulueribus, exeitare. in [)roj)ri()(pie babitu et t'oriua 
vi.se]i(b)s demonstrare. Quod et nostrd ;eHo (h' Fanstns 
(piodam Fausto Germano Nigromauta. ab iis ipii Sigm 

h;ec viderunt certo affirmatur, quod videlicet (pio- manfa. 
dam tempore, expeteiitibus ab eo Noriubergeusibus. Aeueam. 
Aehillem. He(3torem ac Hereulem et alios lieroa.s e(iuis iusi- 

73 



35 

i:.H7. Zcitsi-hritt di-s Harz-\'creins Vll (1S74) 

deiites. propriosquc et uatiiios vultu.s et vestitiis Iiabentes, 
spectandos in suburhio ante portas et mcenia cuncti.s visendos 
statuerit. Kt (|uia veteres Cracouienses inunicij)es pr* aliis, 
Ins artihus dediti et im- [6(S] plicati erant. itaque constauter 
affirniatur de iis. quod niinisterio eiusdem artis. tales euoea- 
ueriiit vmhras heroiim Polouicoruni. ((iiales Oiiidius depiugit, 
et (|uales postea typis mandare, et in compitLs piugere 
Cdepernnt. 

1587. Zeitschrift des Harz-Vereins VII (1874) 

'^citfct)vift öeö ,v)ar5=3?ereins3 für Wcid)id)te iiiii) ^^lltei1)iimöfuitbc. 
herausgegeben üou Dr. (5ö. Jacobt\ ©rtifl. 5tolb. :l\>ernigerob. 
3trd)iiiar unb iMbltotl)efar. Siebenter "st^brgaiig. 1874. 'Ii>er* 
lügeroba. 

(E. 362. 

5}(i'm lUDlgebürnen l^erren, bcrren ^l^oli] Grüften, grauen ^u 
«Stolbergf, Äonntgftetn, ^Ku{5fd)efurt uubt SSernigeroba, meinem 
gnebigen gebietcuben berren. 

'Ii>arnigrDba. 

23raunfd)raeig -Ml Cetober 1587. 
^öoUgeborner gnebiger ber, auff e. g. gnebigeö begercn üubt 
befeld) f)att mir ber jubilierer (^k'beon .'öelbing felbft angelobett, 
baf; ebr auff ben -2. ^^iooembrie ^u 3i>arnigroba fid) gemif^ ein^ 
ftellen miU. Sdiirfe e. g. ben Platinam. unbt iveill bie negfte 
yvraucffurter meffe doctori.s .lohannis Fausti liistoria erftlid) au^- 
gangen, bereu exemplaria biefer bud)furer bei) ein 5(» mitgebrad)t, 
aber e^e id)6 bin gemar raorben all anffgefanfft, auf^genommen 
biep eine, raeldic and] albereit nad) "ili>nlffeubutteU nerfaufft, aber 
uorf) nid)t abgebolett, mii e. g. el)r ben nntertbenigen gefallen 
VDOÜ tbun, nubt baf] gelbt, al^ 5» gute grofd]cn, bem ':l\>ulffen= 
buttelid)en perfonen lüiber aufteilen, ober ibueu ^u erfter gelegen* 
t)eit ein anber exeniplar bringen laffen, inibt e. g. bi§ exemplar 
Bberlaffen; fte()et beriüegeu ^n e. g. gnebigem gefallen. p)U beni 

74 



1.')««. Kuiilunidii 1. (ISIM) 

()abcn c. iv iiacliciiiaubcv Dicfc luulii^cjdiricLu'iu' biid)cr cinpfaiuu'ii: 
1. liistoriaiu ii;i\ i^;iti(iiiis S" foftct K* gi;;., 2. g«Miealiigi:is .sScil- 
n\nc\v tnl. foltcn "2 tl)alcv, •). comineutaria in syiitaxiii iiiiral). 
foftcn jf'-2 tli., 4. IMatiuain de vitis jxMitif fol. foftct mir bom 
Lmiibc - ttialor, •'). Iiistorimn doct. -loliaimis Faiusti. jü tcni c. cv 
biciclbigc tjcfaücii, foft '•• (\c\.\ t[t ^^iijamcn 7 t()alci' 7 rtiitci^r. 

3?ci) bcmfclbcu biid)tiiln"cr IVartin .öodit fein .öanfc 1 ) bicfe 
miliicnbc sclidlasticalia and) au|uiciioinmcii: 1. |)salt('r., epistulae 
et evaiigelia (loniiiiicalia t"icbiiiibcil, foftoii <» (\c\., _. (•(mi|)('n- 
(liiim graiiim. Medderi für S c^iitc pf., (■(•mpeiidiuiii de iidiiii- 
nibiis com pa ran. cet. für S c\utc pf. Aelii Douati 2 o^i.]. 1 
gute pf, seiitent. Salomoiiis 1 c\i]. -J i^iitc pf., Cato: disticlia 
latina 1 c\C[. 4 c]iitc pf., epistcdae Stiinuii I gc]. 4 teilte pf.; 
biubcrlolm für bicfc in einen banbt H flutecV- 4 gnte pf. ; o. Ha- 
ted)iö. 'L^ntberi lateinifdi nnbt beutfdi, civiiitas morum i)ueriliuni 
et fahulae toften mit bem banbe S c^itci^r. Summa denarionim 
ber bnd)er fo .v>anfen auf^i^enommen 1 tbaler (! i^ite Pfenning. 
'^sft bie summa sumraaruiii beffen, mac^ bei) bem bud)fiibrer an]]'- 
genommen, s tbaler 7 gntei^r. (J gute Pfenning, bie e. g. anffy 
furberlid)fte mir iiberid)irfeu mugeu. '>3efel)le biefelbeu biemit bem 
a(med)tigen gotte in feinen gnabenreid)en fd)ul3, mitt uninfd)ung 
gottee gnabenglurf nnb beill ^n ibrer angebeuben regirung, nnbt 
Icifte e. g. alle gefellige imbertbenige bienfte. Datum t>rauu= 
ld)meig beu HO. Octobvis anno Clii-isti S7. 

(S. g. bienftuiilliger 
l'ubo(pbuc> ^2iiberc, ^angmeifter @. 33Iafii bafelbft*). 



m 
1588. Euphorion I. (1894) 

^upboriüu ßeitid)rift für ^.'iteratnrgefd)id)te l)erauögegeben 
uon iL^uguft Sauer (vrfter ^anb "sabrgang IS94 "suuuer [)b[}cx 
muf; id) fteigen, ^smmer meiter mufj id) fd)aun. Iximberg (i. C5. 
23ud)uerö i^erlag ^snbaber :)iubolf .S\od) lsi>4. 



M Oiiräflidicö .naiipairdiin, 2iH'viiuu'vot>o A. i;4. 4. ?. -0. 

7') 



3H 

1588. Eiiphonon I. (1894) 

^. 7871). 

3" au [tue Herzaubert ^luölf [tu beuten. 
Xsuu bcx c■^ruu^tll1ei|l iyraueulobö. 
1. 
C^iue mal^ ^u ~:l\>iteuberi3 im IDoruuierlaube 
3i^ar ein bLietor bcfaubte 
5)cr mar }^o{)au A-auftuo geueuet dar. 
C^y erliub [id) alba ein inilber [traute ■ 
5 []\\ negt bei) A-aufto l)aufH' 
W\t ^molft [tubeuten; bae uembt ebeu mar / 

::I^3ie ce ergiug 
3?cruembt bie biug: 
CTcr grbfte (lauff 
10 Saru [iebeu miber fuuff / au allen fcl)eüen 
Ibeten einauber bleuen. 
äi^Me ftd) ber baber enbt ; nierrft eben brauff! 
[788] 

Toetor Aanftuö tl)ete bcn 3auiltf [tubeuten 

^3>re äugen nerblenben 

ir, rao feiner ben anbren uid)t [eben fnnbt. 

2d)lugen al[o blinber icei^ alle[anber 

^m u"'vn [id) miteinanber ' 

.deiner hcn auberu fcubt .^u [tuubt / 

:}lnd) mu[t gar uid)t .^ 

20 :Ja t>tn- ge[d)id)t / ] 

äi>er [ein [einbt mar. f 

(£d)lugen bod) [el)r ein anber nad) ber bau[e \ 

^su bi[[em blinbem [traute / .-^ 

^i| ber [d)armuJu1 ein enbt name gar. f 

8. ' l 

25 iHlp ber l)aber mar »eric^tet burc^au^e / f 

AÜl)« mau [ie l)eimb 3U tjan^c 



M '•.Witi^ctoKt luni o'-iliaiinc'ö 3i<ülte au§ einer -iiüniberi-ier 'JJieifterlicbeV' 
fammliuui im ^^xnliner Mscr. (Term. qunrt. 575 iBi. iia; aiidi überliefert in 
Hx 2rc!5bencr .nanbfrfirift M 5, 3. ö(>. T. .ö. 



70 



37 

1588. Das \'.ilksliiu-Ji vnni Dnrtnr Faust (1878) 

i^oii öiffer jd)lacl)t (\av luol ticblci'tt aliaiii. 
vHlfUialbt ^o in fein häuf; fanic ein li^cr 

BO 'Ii>eld)y ciiu iDcin {\av uiol ^ii ciiitcui huii. 
3luB öer öcfdiidit 

93icvrft beu bcrid)!: 

3.11 Hob iMib Icit ' 

@e joi) in id)lai"|i.'ii ^aiutcn ober vauffeii / 
35 innlrau fciiii t^rüf^cn bauffciil 

i^utl•eul tviefft ircii bcvrcii allezeit. 

-^liiHO 15.SS t)ici)tö ^s-vibrid) i^ccr bcii 1. jiiiiij. 



37 

1588. Das Volksbuch vom Doctor Faust (1878) 

ii — b 

i'as Volksbucli vom Doctor Faust. Abdruck der ersten 
Ausgabe (löST.) Halle a/S. Max Niemeyer. 1S7.S. 

|lll] [Bibliographie des Faustbuches von Friedrich 



@. 

Zarnckt'. | 

S. XVll. [Senatsprotoeolle der l'nivcrsitaet Tübingen 
vom 15. April l.)S(S.| 

a) „p. p. historiam Fausti. .sSorf 'i!3ud)bnufer Ijah and) 
mi|?()anbe(t, joll gcbitvltd) Ginfcbciiö mit i]ebürcuber ftraff uollit' 
farcn. ^suiu^cticn bcii Authoril)us, uiib baffclbii^ oii umgefteK 
onb onad)lcj[io(; uub bie weil er arm, inib ber jerfel itit leiben 
mai], fül "sine nit jd)aben, baf? er 2 tag incarcerierel irerbe, 
trnb mod)te er mer ftrefflid) geriitt iiierben."^) 

b) „Huckium molle man fambt beuen aiithores jo historiam 
Fausti einlegen nnb barnad) einen guten iMll3 tjeben."'^) 



') Gine ber '^efitioerben, melitc bamalj ^er^üijlidie (5üuiiitifiarien aus 
Stuttgart beim acabouiifiten 3enat Dorbraditeu. X. .ö. 

-) ©enatsbefdUun über biefe S^efdiiuerbo. £. .ö. 



77 



.'{8 
l."(M!l. ytatioiiors' ('ompaiiy (1875) 

1589. Stationers' Company (1875) 

A Trauscript (U" Tlie .lieflifterc (H" Tlie Company Of 
Statiouers Of London: 1554 — 1()4() A. D. Volume II. — Text 
Kutries Of Books To "25 -lune 1595. Kutries of Apprentices 
And Freemen, Calls Oii Tlie Livery, And Fines To "2 July 
l(i()5. Fdited By Edward Arber. Assoc. Kings Coli., London: 
F. 8. A. Editor of TJie Fiisf prinfed Eufj/ii^h Xeir Tpf^fnutent, 
the Eiifj/isli Be/>riiifs, and T/ir Jirsf Tliree En(//is/i Books 
Oll America. This Copy is the property of The Library Of 
The University of (ilasgow. Frivatehj Fr'nited. London: 
1. October 1875. 

p. 51(i. 

llltiiiiü Die A-ebruarij ' [15.S9] 

Ric Jones Allowed vuto him for his Copie, A hallad qf 
the Jife (uiil (Jeafhe of Dorfor FFAVSTUS the ;/reat 
CurnKjerer. ' Allowed vuiler the band of the 
Bishop of LONDON, and master warden Deu- 
liaiiis band belüge to the Copie vj*^- 

1591. Johann Georg Godelmann: De Magis 

a — b 

loho Ullis Georgij Godelraanni I. V. D. JJe Magis, Vene- 
ficis Et Lamiis, Recte Cognosceudis et Punieudis. L/Itri Treu 
His accessit ad Magisfrofiim (larixxinii cf ('f'lcht'rriini I. (\ I). 
IoJki Ullis A/fJnisij Adiuoiiifio. ('inii (/ratio et priiii/cf/io Co'sa- 
recB Maiestatis ad decennittm Fraucoforti Fx Offirina Tii])o- 
(fraphica Nicolai Basscei. MDXCP). 

fr' 

') Tic I)isy)iitatio J)e Magis, Veneficis. Maleficis Et Lamiis. Prseside j' 

loanne Georgio (Todelmannn. I. V. J). et in Academia Rostoehiana Pro- 
fessorc. Respondente Mai'co Evi'meistero, Hambvrgensi. Hal)ita Rostochij 
XXVI Febr anni LXXXIIII. in Collegio Eratrum. Erancnforti ad 3[oe- 
luim. Excudebat Christophoriis Coruinus. j\LD. LXXXIIII oiltl)ält nO(^ 
nicfttö von Aauft. 2. .(?. 

7S 



l.'lül. .I(i|iailll (icnri' ( i(i(l(llii;uill : l)i' MilLiis 



& 



a) |). 7. Libcr I. 

I». ■_'•_'. Caput III. r>e Pr;estigiat(iril»vs. 

i^ 1 7. Sarnitio de jircxfit/l js liiaii. Faiisfi, rf (illcriii^ ciiinfohnii. 

17. \'i(li pnt'stigiatores, (|iii iiivi-s et piMiiiias t'acere 
potueriiiit. Mar tVaude inirilicc (|mi(|ii(' t'iiit (•clclnis loan. 
Faiistiis snpt'i'idi'i scciilo, is rustico iiolciiti de \ia (■cdcft'. 
t'(|U08 ('Jim currii dt'vorare visus: et alius (|iii ciiidaiii vciididit 
bene piiigucs et obcsos [xji'cos, ([Ikis ciini t'iii|)tt)r doiiiuiii 
ubactnnis in via per obiectum torreiitem pelleret, sola stra- 
raina vidit detiuere in a(|uis. amissis poreis, inox aliud iiiso- 
leiitiiis iüde naseitiii-. Naiii icilit ad liospitiiiiu. (|ii:esituriis 
venditdreiii uebidonciii. Is in lios|)iti(». re ciini liospita com- 
j)osita, retiM toniaceiu. doniiieiiti simiiis. stertit, accedit ira- 
ciiiide einptor. lieiis tu impostor. ac pede trahit, pes totus 
sequitur. vt exiini videatur al) ipso corpore, niiser lii(; atto- 
uitus stat. alter viii(|ues vdriferatur de accepta iniuria, taii- 
(lem res auiice eompoiiitur. et crure aduioto. iteiHini suo loco 
religitur etc. 

b) Lihcr Sccnnirx. De Lamüs. Fra iicoforfi. D.MXCI 

p. .)<>. Caput IUI. Au Lamiie Scopis Vel Baevlis lusi- 
(lente.s Per Aerem volitare possint. 

i^ ."is. IIlsf<>ri(/ ilr IoIkuihc Fdiixfo. 

•61 Prout nota est historia, de Apollonio Thyauneo ex- 
eelleiite Mago et Necromautico. (pii H(mia^ eum apud Seueruui 
Iniperatoi'em facinoris accusatus esset, et lin[)erator ii)suui 
iu earcereiu coiiij<,*ienduin iuberet. e (•oiispectu Imperatoris 
disparuit. et a Dsemone Put;eolis in Cauii)auiam est deduetus, 
m vbi eo die couspectus fuit. Kt |4()] de loanne Fausto 
Witeberg» teinporibus diui Lutlieri eomniorante, (|ui |)allio 
insideiites. uou tantum ipsi, sed et alij socij pier aerem ad 
89 longiiupui regna deducti et baiulati sunt. Quod vero 
Lamiie pradicto modo per caniiiium aut alia loca angustiora 
seopis insideutes per aerem ad montem 33loctebcrt"| voliteut, 
hoc fabulosum esse asseruut, et (juidem recte. 

79 



40 
17)[)'J. (unirg Iröclelinaim: N'nii Zäuberei'u (^Dcutsi'h \'iin Xiorinus) 

40 

1592. Georg Gödelmann: Von Zauberern 
(Deutsch von Nigrinus) 

a— b 

Soll]ecv■ü^^tel• i\'vicf)t .s>enii (Mcorgi} Wöbelmanni lm)bcv :)iccl)tcn 
CDüctor DiiiiD ivfüfefforn tu ^er .'öo()en ecl)ul ^u 'Koftod) ' wie 
tiicjelbiijcn ^ucrfeiineu imb 3ii[trafien. 9lüen 33camptcn 311 imjevn 
3eitten ( öon wegen uielev üiigleidier üiit) [treittigen 53tei)uung / 
ie()r nüUlid) inmh iiotl)iyent)it3 ^minfjcn. "sct3init) aber allen lieb= 
l)abevn . mit nonniffen bef^ :?lntt)Drti3 ' ol)n abbvnd) be^ red)ten 
äkrftanbtö ,' £'ateiniid)cr / onb anbever etmae frenibbcr Simonen / 
and) eingefübitev (^)ebi-änd) anffe fleifilgfte iiertent]d)et ,/ mit 
einem jonberlid)en :Katl)id)lag onb 33ebencfen gemef)vet ' aüeö bnrc^ 
M. Georgium Nigriuum .pejfijdien Superintenbenten ^u (J-d)^ell in 
ber Setteram. 2. Clironic. 19. Vers 2. ^sub bev .Slbnig ^sofapliat 
gebott ben :)iid]tern inib fpvad): 2el)et ^n luae jbr tliut: Tann 
j^r balt baö C5)evid)t nid)t ben ^)Jienid)en jonbern bem .s)(5-:)^:){5i, 
nnb er ift mit end) im Werid)t. 3}arnmfa la[t bie is-oi"d)t be§ 
.p@?R9i6-5t bei) end) fein äsnb l)ütet end) , nnb tl)nto ' bann beg 
bem .'pC^Üi^KOi nnferm C^)ott ift fein ;i^nved)t nod) anjet)en bev 
^Nerjon 1 nod) annemnng be| (L^)ejd)enrfy. ^}3Jit ':)\bm. SXai)}. Wat). 
'^irinilegien ' auff 3et)en ^ai' "id)t nad)^nbrnrfen begnabet. i:')ebrncft 
3n g-randiort am 5)?ai)n bind) '^iicokuim 33a[];enm M.D.XCII. 

©. 1. ©ae l. 23nd). 

a) ®. 20. '^ai^ lll. CSapitel. 'inin Wandlern nnb 'Ikv-- 
blenbern. 

<B. 22. 17 Gv^el)lnng uon ber (kandieret) ^soanniö J-anfti, 
nnnb jonften eineö anbern. 

g. 2S. 

17 ^sd) [)abc (Händler gejeben, bie 3d)nee nnb 'Keiff 

;50iamuy \^(^\)^^■^^ mad)en tonnen, fsn biejem 33etrng mar and) 

wäiicticr 1^^^" '^^'^■"»lot ^.oanneö )s-anitnö tnr bieder 3<-'it. ^cv^ 

felbige l)at einen ^anmren, \o Um ntd)t molte an^ 

bem "K^ege raeid)en j bie ^^sferbe mit bem 'iiJagen gefreffen mib ein 

80 ■ 



40 

lö'Jii. (ii'di-i^ ( Mxli'liiiaiiii : \iin ZüiiIhtitii ( 1 )imi1si'1i \un Xiyriiius) 

aitbcrer fo einem (\\\t\: fette 3cl)UH'in uerfauffte, meldie aU fle 
bcr Äiiuffcr beim treiben motte, oiiD fie aiiff bem '^i^'i^e biird) eine 
l^id) trieb uerlobr er bie ed)mein, nni) fabe nnr v^tromifd) 
babin flijfen: raran[^ balbt nod) ein |-J'.>| mu-^emöbnlidiere entftebet: 
rann er febret miberumb ^nr .sSerberge :;njnd)en ben '-iHn-finiffer / 
öen :ixiiemid)t Derielbii-ie leckte fid) in ber Merbert^e binDer ben 
Cfen nad) bem erc mit ber 'li>irtin alfo ani]elec^t unb jd)nard)te, 
algs mann er ^d)liefie: iietb ber Mänffer ^ornitii bin^n vni) fprid)t, 
bnt ^n betrici^er ' unb jendit jbn mit bem 5d)enrfe[ meld)er ibm 
Cjanli foloiete bendite jbn alc mann er jbm benjelbii^en uom 
^eib abriife, nnb [tnnbt ber nrme Zvopfi c\anU erjd)rürfen: ed)rei) 
ber anber mit bem einen ^d)enrfel nber fein empfanc^enen Sdiaben: 
C'i'nbtlid) mirbt bie 'Bad) g,üüiö.) nertraflen, nnnb mirbt bae ^eijn 
miber an fein ^brt i^erid)t nnb ani^emad)t. 
b) @. J57. Tae II. iönd). 

<B. 198. 3)ae IUI. Cnipitel. Tb bie isnbolben anff i3äien 
imb i^teden fi^icnt, bnrd) bie Vnfft flieben tonnen. 

@. li>4. 3<s .v>i[toria uon o>'-''flnne Jvanfto. 

<B. 21 -J. 
HH 5>nb erftlid) ha^i, bi|;meilen ber ieuffel bie ^i^i'tierer bnrd) 
bie Vnfft in ferrne ^.'anö fitt)ret. ®ann meil ber lenffel fo 
ftarrf unb träffticj ift verneinen nid)t bie norgemelbte Voc' 
toree - baf^ ber lenffel nid)t etman bie v£d)marl3fün[t(er / fo 
37 fidi miUic;ilid) mit l\üb ünb @eel il)m ergeben t)aben, in bie 
i)ot)e fübvcn tonne: äßie ha befannt ift / bie .viiftoria üon l^tpoUonio 
S^^annspo bem berübmbteu i^tuiberer onb (2d]marl3fünftler / roeldier 
ale er 311 'liom bei)m ,sun)fer <Senero feiner 'liUieltbat balben üer= 
flogt morben mar, minb ber A^eijfer il)n bic^ ine ,^,äiiberor ucnit 
(L^)efdnrtnüf5 luerffen, t)erfd)manb er bem Äeijfer für Joiiffd t^efüDrt 
feinem l^H'fid)t, nnnb marb oom lenffel gebn i^nteol in Cam= 
3s paniam gefübrt, ba er am felbigen iage gefeben morben. 
Bnb öon Joanne is-anfto / ber ^ur ßeit i'ntberi fid) ^n il^ittenberg 
ein geit lang ()ielt, meld)er nid)t allein felber, fonbern and) anbere 
feine (^)efellen / fo auff feinem ITuintel gefeffen , bnrd) bie l'nfft 
in frembbe Sanbt gefiU)rt ünb brad)t l)at. 



Tille: Faustsplitter. öl 



41 
läStS. StatiniKTs' Company (1H75) 

41 

1593. Stationers' Company (1875) 

A Trauscript Of The '7tt\]i[ter6 Of The Company Of 
Stationers Of London 1554^1640 A. D. Volume II. — Text. 
Entries Of Books To 25 June 1595 [Entries Of Appreutices 
And Freemen, Calls On Th<^ I.ivery, And Eines To 2 ,Iuly 
4605] Edited By Edward Arl)er, Assoc. Kings Coli., London; 
F. S. A. Editor of The First printed English New Testament, 
the EiKjUsh Reprints, and Tlte ßrst Three Eiif/Ush Books oii 
America. This Copy is the property of The Library Of The 
University Of Glasgow. Privatehj Printed. London: 1 Octo- 
ber 1875. 

p. r;40. 

mito öic Ocoüembvie [1593] 
Cutbert. Burbye Entred for his copie vnder th [e h] andes of 

bothe the wardens. The seconde Reporte of 
Doctoar JOHX FFAUSTUS. irith the ende 
of WAGXERs life vjd- 

42 

1594- 1602. Philip Henslowe: Diary 

a — z 

Tlie Diary of Philip Henslowe, From 1591 To 1609. 
Printed From The Original Manuscript Preserved At Dulwich 
College. Edited By J. Payue CVdlier, Esq.. F. S. A. London : 
iVinted For The Shakespeare Society. 1845. 

p. 42. 

a) [42] 30 of sei)tenibr 1594. Fvd at Docter Fostose Ulli Xll« 

b) [43] 9 of octobr 1594, Rd at Docter Fostus XXXXllII« 

c) [43] 21 of octobr 1594, Rd at docter Fostus 1594 XXXIII 

d) [44] 5 of novembr 1594, Rd at Docter Fostes XXXVIlls 

e) [45] 20 of novembr 1594, Rd at docter fostes XVIIl^ 

f) [46] 8 of desembr 1594, Rd at Docter fostus XXs 

g) [46] 20 of desembr 1594, Rd at Docter fostus XVIIls 

82 



12 
ir.it4 1«5U2. I'liilip llchslc.wc: I )i:ny 

h) [4(;] ■21 of (li'sembr \y.U. IM at docter fostes 
i) |47| !) (if .Iriiewarv \')\U. IM at (lo(;ter fostes 
k) |4<Sj 24 otMcuewary ir)!>4. \U\ at Docter fostes 
1) [4S] s ,,f febreary 15!)4. IM at Ducter fostes 
in) \i)] I :U of aprell IT)!):). KM at fostes 
n) |54| ") of rliiiie 15!)."), Kd at (loct(tr Fostus 

o) |')()| 1 1 of septinl)!- löJ)'), K(l at doctor fostes 
p) jöT] 2() of septinljr 15!)'). KM at Docter fostes 
q) |()4| 1.') of febreary 1")!),"). Ild at fosstes 
r) 1(17 1 li) of aprell 15!)(). Kd at Doctor fostes 
s) |()Nj .") of iiiaye 155)(i, IM at Docter Fostes 

t) |.S-21 -28 of October 1596. Rd at Doctore fostes 
u) [<S2] 4 of iiovembr 1596. Rd at Doctor fostes 
V) [<s;^| 17 of Deseinbr 159(), Rd at docter fostes 
w) [84] 5 of Jeuewary 1597, Kd at docter Fostes 
X) |91] [between Oct 11 and 19] Kd at Docter fostes 
y) [22(S| Lent imto tlie (•(Hii|)anye. the 22 of 
iKiviiilir 1(')(I2. to paye uiito W"' Birde 
and Samwell Kowl.-y. for tlier adirvoues 
in Docter Fostes. tlie some of 
z) p. 273. Enventary tacken of all tlie i)roperties for my 
Lord Admeralles men. tlic 10 of Mardii'. 1 59S 
j dragon in fostes. 
p. 279. Index. 



Wlls 

XXIIIN 

XVIIls 

XXII« 

XVID 

XXXVlls 

XIIls 

XXVs 

XIIs 

XXs 

XXVlls 

XVIIs 

IXs 

Vs 


lUIü ') 



') (iiii lucttoior aiuieblidior C''intvai-( -IM to Thomas Dekker, tho 20th df 
l)o.s('inl)e'r. ir)JI7. tVn- adycvons to Fosstns twentvo shellintJ:es, and tyve 
shelliiioo.s Miore tbr a jiroloy io Marines Tanibnrhni : so in all I saye 
paydo twentye tyve shellinges': Den Derfclbe .ncraibögcbcv ill jcincm Sücvfe 
'l.lio History Of English Dramatic Poetry To The Time of Shakespeare: 
And Annais of The Stage To The Restoration, London. Murray, 1831. 
Volume The Third p. 113 mit bcr (5'inUntltni^ orunihnt: There are three 
pieees of e\'idence to show that 3Iarlo\v \va.s the aiithor of Tamburlahw- 
i'he Greaf, two of which have neAer yet been noticed. The most con- 
clusive is the subsequent entn- in Henslowe"s 31. S. Diary, preserved at 
J)uhvieh College, which escaped the eye of Malone. irtlD Dlircf) bcit ÜOlU 
ftdnMi.icii 'Jlbbnut bcc^ Jac^cbiuiioc^ .öcnsloirc^ ak- AÜlfdiutu^ crroicfon, raie 
idlOll r)OVl)CV biudl 09. A. ®arncr in jeinom Catalogue of the Manuscripts 
and Muniments of Dulwich College i5e3Cigt löurDcn waw Z .p. 



83 



43 

Um l-">i>3. Tayiio CollitM-: ^Momoirs nf AUevn (1S41) 

p. 282. 

Faustu.s, Dr.. a play. by C. Marlovve, 42, 43, 44, 45, 46, 
47, 48, .)1, 54. 56, 57, (54, 67. (58, 82, 84, 91 — additions 
t(i. hy Bilde and Rowley, 228. 

Um 1593. Payne Collier: lYlemoirs of Alleyn (184-1) 

Memoirs Of Edward Alleyn. P'ouuder of Dulwieli College: 
Includiug Some New Partieulars Respectiug Shakespeare, Ben 
Jenson, Massinger, Marston, Dekker, etc. By .1. Payne Collier, 
Ksq., F. S. A. London: Printed For The Shakespeare Society. 
1841. 

p. 11) — 21. Inventory of Alleyn's theatrical apparel in 
his own handwriting, preserved at Dulwich College. 

p. 20, [unter: Jerkings And Dubletsj^) 
1 7 Faustus Jerkin, his cloke. 

44 

Um 1595. Henry Harington: Nugae Antiquae (1779) 

}sHy(e Aiitiqiid:': Being A Miscellaneous CoUection Of 
Original Papers In Prose and Verse; Written in the Keigns 
of Henry Vlll. Queen Mary. Elisabeth, King James, etc. 
By Sir John Harington, The Translator of Ariosto, and others 
who lived in those Times, Selected from Autheiitic Remains 
By the Rev. Hen, Harington. A. M. Of Queens College, Oxon. 
And Minor Canon of the Cathedral Church of Norwich. 
A neic, correcfed, and enlarged Edition in i> ro/s. Vol. 11. 
Non Poles in Xugas dicere plura meas Ipse ego Qiitim dixi 
— — Novimus esse XiJiil. Martial. London: Printed for 
J. Dodsley. Pall-Mall, And T. Shrimpton. Bath. MDCCLXXIX. 

p. 154. 

A Treatise on Playe, By Sir Juhu Harington, Never 
Printede. Of Playe. 

*) 2)a§ SBerjeictinie ()at oier xHbtcilunacii: <'l<>kes. (iowncs; Antik.- 
Sutes; .ferkins and dublets: French Hose. iD. .0. 

84 



45 

l'i'.tti. .leaii .liKiiiez Vuei-her: Los Öeercts 

p. ISO. 

And of the other side I liave observed, when sorae of 
the better sort luive by my persvvasyon (for |)iitting in praetyse 
this counterfet gaming) playd goud störe of golde and siliier, 
rating it for the present at the 10 th ur l-fth peny, so as 
above a noble or a ryall was not in coiniiioii accoutit to be 
lost at a sittiiige: yet the viilu,ar beholders did h<dde it for 
the noblest and royallest play they had seeu: only niarvelliiig 
to see such sober (Jentlemen play so mnch in an iiowr as 
they vvear not vsed to spend in a weeke. Now. yf the 
yrreverent doetor Fawstus, or some such grave patrou of 
great play, showld protest this to bee an intollerable cosenage 
and dis- [;^H4j honorable abuse of the beholders, and with 
some Chester-like ello(|uens. deride the weaknes of the con- 
ceyt: — I answer hini, that l no way compare with his rare 
and well studyed invencions of stopps. of cuts. of points, of 
marks, of slipi»s. of lays. of setts, of odds in betting. of 
slurrs. of hy-meii. and low-men, of [INI | faniiliars, and such- 
lyke: which 1 am haulfe ashamed to name. becawse it shews 
I am not so Ignorant of them as 1 owuht to bee: all which 
cuuning. if great play were suppressed in owr common orde- 
naryes. wuld bee as meerly left and forgotten (thoughe it 
bee now studyed and prartysed as an excellent misterie and 
scyence) as Demetryus occupation of making silver shrynes 
for Dyana was hindered by the Apostles preaching of Chryste. 

1596. Jean Jaquez Vuecher: Les Secrets 

Les Secrets Et Merveilles De Xatvre, Recueillis de diuers 
Autheurs. et diuisez en XVll. liures. Par lean lacquez Vuecher, 
de Basle, Medechi de Cobnar. Traduicts en Francois. et corrigez 
outre les Impressions precedeutes. selon la traduction Latine: 
Auec rne Table fres-ample. A Lyon. Pour Thomas Soubron. 
et Moyse des Prez 1596. 

p. ;^1 Livre II. 

8.5 



4ti 

l.')!H>. HütiuT uiul Sti'iiiliarl : Ki)it(Mi)e Histni-iaruin 

p. 44 Cap. V. 

p. öl. 

II y a eu Suisse vu magicieii assez cogneii. qui se vante 
de remettre et restitiier les iiierahres du tont brisez, aussi 
aisement que s" ils estoyent. legerement froissez. Mais i" ay 
peur (|ue ce ue soit vue vaiue arrogance. Or les choses que 
fönt les magicieiis par eiichantemens soiit dignes de grande 
admiratioii. (juand ils empeschent les actions de corps naturels 
ou des animaux: comme Fauste, (|ui lia les bouches ouuertes 
et beantes ä certams paysaus yures, ([lü faisoyent graud bruit: 
de maniere que depuis, ils se teiioyent sans dire mot. Lijeuure 
de Venus est aucunes fois empesehee par ce moyen: le feu 
lie de maniere quil ue peut brusler, et la Huxiou de sang 
arrestee: ainsi 1 du anlasse ou assemble les animaux, comme 
les taupes. les serpens. ou les oiseaux: la vertu de ceux-lä 
qui veulent blesser ou offeuser est empeschee. En ceste 
mesme maniere, le[s] marchans sout lie, les ioueurs au gain, les 
larrons, les fouldres etc. pour la seurete : et plusieurs autres 
choses, que Vuier estime eu partie fabuleuses, en partie 
digne de risee, de maniere (piil estime quelles doiuent estre 
rapportees plustost aux illusions. ou a vue mescliante credulite, 
qu" a vrais miracles. Mais iay ])eur que voulans estre credule, 
uous u eucüurions le vice d incredulite J>ii ruemie. 



4() 

1596. Bütner und Steinhart: Epitome Historiarum 

a— d i 

iipitome Ilistiiriarum. X'ao i[t: C'^l)rtitlicl)c mtb furipC bc- 
icf)reibuug Dieler bencfmirbiöcr -v^iftoricn inib C^;i"empel / beljbeö ber 
f)er)lit3en >2d)rif[t ; fouiol aud) auberer alten unb ueineu '!jet)reru inib 
«Scribentcu uiib foiibeilid) bercr , fo fid) mc()rer teile jmierljalb 
ad)feig ^axn\ ^ugetrocjeu önb begeben, ^avauö 311 jel)cn 'loic je öub 
aü luege bcn Avommcu jl)re Wotteöfmd)! mtb Xiigciib reid)lid) 
belonet bargegeii bie C'iottloi'en megeu i{)rer eiinbe niuiD t'aftcr 
greiulid) geftiafft lüoibeu. Gijtltd) bind) Wi. iiHilifgaugiiui iMituern , 

86 



4« 

1596. HiitiuT und Sirinliarl : |-^|iil(nnc Ilisloriartini 

mciilanb iNfavf)onn in ber (^h-afffrfiafft '!)}can[?fc(b wad) bcn l)ci(i(^cii 
;-]c()cii Wcbotcn unb [icbcn i^ttcn bcf^ '^satcr iMifere ^iifaiiimcii'' 
i^etracjoti. o>^'l3i^ i^ber auffo ''3ioiiic iibcr]el)cn mit inclcii iuil3lid)eii 
.v)i[türicn ncrmcbrct ' nad) Drbiiiiiu^ bcr iituft .sSaiiptftürf bot^ 
(5atccl]iiuii r*. Viitl). inib berfclbeu nülUid)cn ;}lii|5lcgiiiu] gcvid)tet / 
üitb ticbcffert r^iird) Weori^ium etcinl]art 3)icncr am '}i>ürt Wüttcö. 
Fides Dei Victrix, (ieii. :\-2 Diit (Sl)urf. 2äd)i. i^cfiei^ljuiuv 
l'eip^ic^ / ;sii üciici^uufl "safob "^[pd^^ ! 23ud)l)äubler»? / ^sm ^'^aijv 
iicid) (iljvifti OH'burt: MDXCVl. 
a) m. Uh 

(§i]\ iold)cr ^dimarUfiinftlcr uiinb (^nift ift | .-,;-. 
aud) ijcmefeii -loliaiuics Faustus, bcr mir jiU]t ./<»Junnirs 
I^liilippiis MelaiiclitlKMi. t^ar mol bcfanbt / feiner Fau^sfas 
ciebnrt non Äünblingen ; ein fleiney (gtäbtlein baf; •^'"»^^'"H^^'n 
nid)t meit uon meinem isaterlanbe ober .N?eimal nnnb i]ebnrti( 
@tabt 23retta ligt. 2)erjelbii^e Faustiis, bieiueil er ^n (iracam in 
bie vid)ule gieng / (lat er [id) bajelbft auff bie .Ma^iain, haö ift / 
anff ^ie jd)ir)nrl3e ober anff bee «idiiimrlu'n hinft / nnnb nnft bie 
•^enberei) me()r ' alö anff gnte frei)e nnb löblid)e .fünfte beflinen. 
-i^enu 3u (iracam ift iiunjlnnb bie Räuberei) ijar gebreudilid) ge= 
mefen unnb man bat fie alba bffentlid) profitirt imb cielefen. 
5)iefer ^-anftne 30g t)in unb t)er I)ernmb / nnnb (\ab niel meiffagenö 
imb offenbaren^ (]eimlid)er onb oerborgener binge für bat aber 
fet)r oiel 43ubenftitrf bnrd] feine fdimarUe ober bee ed)Uiarl3en 
3:enfel6 fnnft ' geübet. Slle er ^n i^enebic] feiner Alnnft ein 
befonbern 1)3teifterftüif onb !Sd)amfpiel bcmeifen onnb bartl)nn 
motte ' bat er gefaxt / er luoüe t)inanff gen A^immel fliegen / barnmb 
nam fbn ^^mar fein Praeceptor onb IVteifter ; ber leufel ' onb 
fiit)ret jl}n empor aber er ^nplaget onnb 3nmartertit)n in berSnfft alfo 
fe()r ' hafi er jbn bcrnad) miber Wottec boben an bie Ch'bc ftürlite / 
baf? er mebr ale ober bie f)elffte tobt mar. ^o<i) aber ftarb ber 
Jenffelöfopff anff bif^mal nid)t. 

2)iefer -tauberer onnb (£d)ioarlitünftler i^-anftues/ Fau>>fi(s 
ift gar ein fd)enblid)er bbfer 5A>nrm milbe Bestia cloaca 
onb ein Cloaca ober Subel oieler Senfel onb böfen multorum 
©eifter c3euiefen. ^r ()at fid) frei) ünnerfd)ampt ant^ ^^'"boiomm 
^^eid)tfertigfeit onb lügentjafftiger Xenfelifd)er bof]t)eit bürffen 

87 



46 
l.'j'JH. Hütiicr uiul .Steinliart : Epitnnie Histoi'iarum 

rlnimon allcc c\lM nnnb fteg ' fo bcr Äei)ierlidic 3cufl unb Äviege^ 
iioUf in :li>clfdilanb inib fonften befommeii unb erlancjt bae t)ette 
er allcc bnrd) feine fd)iiiaii3c Hunft Dub :^)anbem) gu lücge gebrad)!. 
5^i^ ift bod) ja gar eine grobe / greifflidie leiditfertige nnnb onuer^ 
jdiamiite Viigen gemeft. T bn 'L'ügen •)3taiil. 5}if! muffen mir 
inub ber :Jiuienb irillen fagen unb al()ie einbringen ' ünb fie 
niarnen baf? fie nidit balbe füld)en leid)tfertigen rl)nmr(iätigen ünnb 
iierlogncn unnerfdiampten l'enten anfffihc glanben gebe nnb ftd) 
betriegen laffe. 
Conifiixs (i"ben biefer Js-anftne f)at aüciyege bei) fid) einen 

Ayrippa .s^unb ge{)Qbt büf; mar ber Jenfei wie bann jener 
leid)tfertiger ^nbe ber ba imn ber nid)tigteit aller fver)en fünfte / 
De vanitate artiiim. gefd)ricbcn liat and) einen .pnnb [)atte / 
meldier mit jm l)ernmb lieff / aber nidits: anbers? meber ber Ietb= 
l)afftige lenfel mar. 2)iefer Js-anftne ale er gen ii^ittenberg fam ' 
mere er auc befel)l bee fromen (iluirfürften A>erl3og 0'0^H^i^\) Q^- 
fangen minb eingebogen morben mo er nid)t 'aiie bem mege ge« 
gangen onb entrnnnen mere. ^ec'gleid)en mere jlim and) 3n 
Diiirnberg miberfaren in feiner .v?erbrige, bo er ntd)t fid) eilenbe 
banon gepaift bann aly er fanm l)atte red)t angefangen ^n effen / 
önb bat^ OJfittagc'mal ^n halten / fel)et er mäd)tig fel)r an ^n fd]mit3en 
ünnb ftel)et alc balb oom iifd)e anff bezahlet bem äl^irte ma» er 
t)er3el)ret batt onb jl)m fd)ülbig mar Gr mar aber fanm red)t 
für bae 2;bor binane fommcn ba famen bie .v^efdier onnb 5>iittel / 
ibn ^n fnd)en onb anff^nlieben. (^x bat aber enblid) oom Jenfei ' 
bem er gebienet fein ^^encferölol)n befommen. X'ann ben letzten 
tag fcineö lebene bat er in eim 3i>irtyl)anfe anffm X^orff in 
Sürtenber. l'anbe gar tranrig gefeffen ber ülMrt aber mil feinen 
i^ait ' ber jm nül3te / faft anffmnntern onb Inftig mad)en rebt jn 
an ' onb fprid)t: .nerr 5ol)ann ' mie fTt3t fr alfo tranrig onb babt 
gebanrfen feil ba^ ift emer brand) onb gemonbeit nid)t (bann er 
fonft gar ein leid)tfertiger , fd)änblid)er 33nbe onnb einec Dn= 
3Ü(^tigen onfletigen lebene mar ' alfo ; ba^ er etlid)e mal megen 
feiner on^nd)! onb geil()eit bie er in ben ©irtebenfern triebe onb 
»bete / faft mere erfc^lagen morben) ober abnet end) jrgenb etmac'. 

') 1.025—1532. X. .n. 

88 



ir>l(tj. Hiitncr und StciiilKirt : Kpitiniic Histuruiium 

3)araiiff er faft tmiiriii gcantuiortct uiin^ n^'iaiit: IK'cui lieber 
(85aJ ilMrt Tiefe ^1iad)t folt ihr eiuli iiid)t fiirditeii ob jbr jd)on 
groö fradu'n inib erfdiottern beö .\SQii]eö ()ören lyerbet. iHlfo ift 
ce! bernadi miib l)titternad)t an ein fradieii erfdiottern nnnb 
fnarfen beö .'öanfec i;^ei"iauoien baf; ey i^epraffelt ale c^elie alleü in 
einen banffen. Tee niorflene ; alc Aanftne fid) nid}t finbet ünb 
aiiö ben febbern berfür fried)en iinl Dnub nnn balb am lUittaq ift / 
t>a\^ man fpeifen fol / nimpt ber ii>irt etlid)e ^^n fid) unb (\d)d 
mit inen in ^anftne c^emad] imb i£d)Iaffammer barinnen er fein 
\:!ofament inib Vai^er bntte ba finben fie jlin in ber Kammer mit 
ömbi^ebrebeteni .v>alfe ober ;Hniieftd)te tobt (igen nub batte \\\ ber 
Scnfel alfo innbcTjebradit unb j()m enblid) feinen i.'obn c"\ec^eben. 
V. M. iu Maul. lih. I. pag-. .{S. ;}i). 

b) ^1. -Mhi 

142 on A^alberftabt fprad) ein foldier .Hünftler (ift 

^JJiaiv an allen eiitineber "soliannee lentonieue / ober <^-anftnc geiuefen) 
onoii. >3(aci) bem O^-ffen mafd)et bie .s>nbe ^^n l'iibert' moUen 
mir fie trorfnen. K]»it(»nie lUitiieri. 

f) iM. 48 7a 

43 eo f}abe idi and) ^etiöret ' bae AauftiU' yi 

Aauuiiö il'ittenberg ben etnbenten onb einem l)o(]en ^l^ianne 
^Waiiuö -3J. babe ^pectoreni; isli}ffem/.s)erenlem ^leneaui'Samfon/ 
5)anib onb anbere ge^eic^t ' bie bann mit iiranfamen geberben nnb 
crnftbafftigem 0)efid)te berfür gegangen / mibernmb nerfdiuntnben / 
Dnnb follen (meldiee [487 1)| l'ntberns: nid)t gelobet) ba^nmal and) 
yVürftlid)e ikn'fonen barbei) gefeffen nnb ^ngefeben bnben. n)i(lein 
vt su[)ra. ') 

(1) iM. 4;]Sa 

C^'ö ift and) broben in ber 48. ^af)l ; beö T^. ^sobannce Aanfti 
gebad)t mte er ebner maffen et(id)en etnbenten / nnnb anbern mebr 
t)obe A^ectorcm , .'isii)ffem;.pereulem/:?lle.ranbrnm *i)3cagnnm;lHeneam ' 
Samfon T'anib fnb anbere pr<vfentiret nnb bargefteUet / bie 
bann mit granfamen geberben onnb ernfthafftigcm gef{d)te ' atö 
lücren fie leibbafftig / erfd)ienen unb berfür gegangen imnb bar- 



') riCv befiel)! l'idi auf Ejjitonio Hutncri. toi. il.')a. r. .0. 

^9 



1597. .lacob Ayrer: Histoiischor Processus .Juris 

nad) unbciiiinb üericl)uninben. Jii maffeit er baiiu audi bie jd)üne 
^pelenam aiie @ried)cnlanb öercr feine in ber Seit it)ver id}önt}eit 
l)albeu ,' 311 nerflleic^en c^emefeu / aU leibliafftii^ barfleftellet ircld)er 
fduiubeit fidi aiid) alle ^iijelier l)5diltd) nemniitbert l)aben. ^stem / 
lUHl) uicl niebr untiiberUdie C'^'beutbemr ijat biefer Aiutftuy ange= 
liditer bte l)ie yt ev^el)leu nnnötit]: 



47 



1597. Jacob Ayrer: Historischer Processus Juris 



a — e 



l^i[tDrii"d)er -|Nrüce[fity Ivris. ^n iueld)em [id) \?iictfer über 
^sefiim bariimb bap er jl)me bie .v^elleu ^erftort / eiiigeuomen < bie 
getaugeiteu barnu§ erlöf^t nub t)ini]egeu il)uen Sucifern gefangen 
nnb gebnnben i]aiK anff bac^ aller l)effttgeft beflaget. darinnen 
ein ganl^er rrbentlid)er 'l>ro5ef; iion anfang ber Citation bi^ 
auff baö (?nbtiirtl)eil iiiclusiue, in erfter unb anberer instantz, 
bar.^n bie ^"orm raie in Compromissen gebanbelt ivirb einnerleibt / 
and) allerlei] Sdirifften / (^Jeriditegebränd) f luramenta nnb ■]>ii[&)t 
Commissioiies. |^engeniierl)C)r ; jampt allen anbern Acten ünb 
Aetitateu ^n bem ^Nroeef^ gebortg / in ctlid)e t)nberfd)ieblid)e Capita 
abgetbcilet nnb ^n enb bei) einem jeben berfelben ; bie bar^u bien^ 
lid)e Obseruatioiies nnb Notabilia, mit jbren bar^n gel}ürigen 
iKed)t0 grünben nnb AUegaten begriffen nnb ^n finben fein ; Der* 
gleid)en in 2;rncf ^nuorn nie entgangen ; ben (S)erid)töfd)reibern / 
Proeiiratorii, Notariell nnb ber Sdireiberet) nennanbten nberan^ 
nü^lid) / bienftlid) nnb lieblid) ^n miffen. Vnxd) >«acob 2li)erern 
bet)ber 3?ed)ten Doetoren nnb Aduoeaten in Oiürenberg. Sampt 
einem angel)eniften noUfnmmenem :)iegi[ter. Hiit fonberlidien 
Wöm. .^ei). ^Jtai). ^srinilegien nnb Areijljeiten, anff 3el)en ^a^v 
nid)t nad) ^n trnrfen / begnabet. Öetrncft ]u ^-rancffnrt am Wai)n / 
bnrc^ Dlicolanm :i3a[faenm xAI.D.XCVIP). 

M 3" ^en x'lucHiabon IßOl, 1604, 1607 uiiD 1611 ftei)eii bie bvei Btelten 
i£. 477, 479 üni> 4^3 84. 3m ^"Regifter finbet fidi t^ovt: Aauftue mit Dom ^}3ie= 
^.■il)üftopl)ilc 479 unö >J3iept)üi"tüj)l)ülce Toctor Aaiifti (mit. 479. T. .ö. 

W 



47 

l.')!)7. .lac-ol) Ayrcr: Ilislorisclicr Proin-ssus .Iuris 

a) lg. -478. 

... in Dem fo fuint Viicifcr Der ivürft luib biad)t mit il)me 
ctlicl)C feiner i-iebeinibfteii 'Käl)t nie Den Astarof, Safcmam 
Mephostoplu'h'ni, Die enipfieniien ^elial mit flvoi'fer reuerentZy 
3ogen i()ve AMitlein aD . . . 

b) g. 47"). 

MepJiosfop/ie/cs jprad) id) f)abe mid) lani^c ^^cit bei) Ihrtor 
Ftnisfo c^cbalten bei) jme imD niel Doctdribus aller facultft uil 
gefeben aljo Dae id) mid) jelbft gar für ein fingen lenffel ge- 
()alten mic ee Dann aud) ein fiin[tlid)ö lenffele meifterftürf gemeft / 
bav id) Demfelben gelerten 'i\>eltiueijen Doctorem mit meinem 
blaiuen Dnnft onnD bioffen larneniiHTcf fo fünftlid) umb Den 
Wenf^brei) geführt Dn aber ^elial iinrft uon Diefer ')i\'d)tfertignng 
^n febenDö je lenger je flngev ' ja Dn fnmpft Daber minD bringft 
miö frembter iad)en mie ee an Den C')erid)ten an .hoffen in 
statten bin ininD miDer ^ngebe fo niel für / Dae mir eben ba 
fteben mic Def^ inniei) oev^anbertc Steine (^)bl3en , onnD ale menu 
mir teuic IVeuler betten jcDod) {)ab id) nod) einee nid)t oergeffen / 
Dn baft oor gefagt Der >lönig Sah,, höh, bcib Dir gebotten Daf? Du 
in fed)ö mod)en Deine grauamina a[)i)ellatioiiis folft ci)nbringen / 
menn jme aber mie Dn fagft Dnrd) Deine oberreid)t CoiNjui/sorial 
i>rieff Die .v^anD gefpert ift . fo fann er Dir ja ^n Prosequirung 
beincv appelJatiint feine ^eit feljen fonDern ftet)t in Dem geroalt 
be6 ober Ofid)terc> <■«/ (luem. '•)\m\ bab id) in obgeDad)tee Fausti 
^uriften iMid)ern gelefen / hdt^ ein fatal ein ganl^cö jar fei) / Dar=^ 
innen einer feine appellation prosequirn fonne / ünD Dae ey Den= 
nod) nid)t in Def, :)(id)ter0 a quo 5Jlad)ten ftebe fold)ee im 
^Ked)ten gefel3t fatal Dem app)eUantem ab.^nfürl^en ' roarnmb leftu 
Dir Denn nur fed)y 'IiLH-)d)en felien / 
C) g. 479. 

MrpJiosfophe/es fprac^ / ja id) la§ mir Diefe grauamina ge= 
fallen / allein id) bin berid)tet / Dap man am C'ammergerid)! in 
AppeUatiow gad)en ' nit 3roei)mal (irficu/im Darff lonDer i)ae 
ein jeDer Der (jrau'ni unnD befd)roert fei) / feine aiiicnluta allein 
pff ein mal)l ei)nbringen muffe Darnmb ift fid) rool für ^n feben / 
Da|5 mir ^n [4s(»J Diefem mal)l adec^ mac mir ein ^n bringen 
l)aben , nid)t DabinDen laffen onnD unfer :)(ed)t begeben. 

1(1 



48 
1597. Aiioustiii Lcrchciiner: ('liristlirh Hcdenoken. 8. Aufl. (1888) 



4S 

1597. Augustin Lercheimer: Christlich Bedencken. 

3. Aufl. (1888) 

Augustin Lerclieimer (Professor II. \\ itekiiid In Heidel- 
berg) Und Seine Sclirift Wider Den Hexenwahn. Lebens- 
geschichtliches Und Abdruck Der Letzten Vom Verfasser be- 
sorgten Ausgabe von 1597. Sprachlich Bearbeitet Durch 
Anton Birlinger Herausgegeben Von Carl Binz. Strassburg 
J. H. Ed. Heitz (Heitz Und Mündel). 1888. 

e. [IJ. 

(51}riftltd) bc^cmfc^ üub criuucrmu-; iiou ß'-^nticrei), '}\>D(icr, 
itiac, iniD luic inclieltig fie fei), mcm fie jd)aben fönuc ober iücl)t, 
lüic bicjem lafter 311 irie()ren, m\b Me fo hamit bcliafft, ^u bcfc()ren, 
ober aud) 511 [traffeu iei)u. 9liir an iieruiinftii;ie, rebelid)e, be= 
jd)cibcne leüte, t]efteÜet bitvd) Augustin Lercheimer non vBteiit^ 
felben. o«^'l3iiii^ >iii" britteu önb leMen mal geiuel)ret, aud) mit 
311 eitb auoiet)eut]tei' iinberlegiuuj etlid)cr irriger meiiumg uub 
breiid)e tu biefem baiibel. .^u epeier ^ei) Sernl)art ^llbiii. 
M.D.XCVIL 

a) e. -20. 

TM!Jd)äblid) bod) fitiiblid) mar ber poffe, ben '5o(). Aouft üüii 
Äiüititiujcn mad)ete ]n 93t. im mirtbebaiif;, ba er mit et(td)eu fa^ 
üub jaufft einer bem anbeni balb mib gar au^ 511, mie ber 
@ad)jeu nub aud) auberer 'Ieutjd)eu gemoubeit i[t. 5)a |m nun 
bee roirtö juug feine fante ober bed)er ^u düU fd)eurfte, fd)alt er 
jn, bromete jm er möüe \\\ freffcu mo ere mebr tbcte. Der fpottet 
feiner, \a mol freffeu, fd)eucfte jm abermal)l ^u üo((. ^Da fperret 
^auft fein maul auff frift ju. (^-rmifd)! baruad) ben fübel mit 
bem fülmaffcr, fprid)t, auff einen guteu btffeu gef)ört ein guter 
auiurf, faufft ba^ aud) auf^. Ter mirt rebet bem gaft ernftlid) 
3u er fol }m feineu bieuer miber LK'rfd)affeu, ober er iiuMl febeu 
loae er mit jm aufauge. Aauft l)ie^ }u ^ufriben fei)u nnb binber 
ben ofen fd)an.-)en. Da lag ber juug, bebete üdu fd)reiteu , mar 
aller na^ begoffeu. Dal)iu l)atte pO] [u ber teufel geftoffeu, bü'ö 

i)-2 



IS 
\')\n. Aui^ustin Ijcrclu'iiiuM-: ('lirisl l'u-li lii'dciu-kcn. ;5. Aiitl. ( 1>S«>S) 

luaffcr an^ jii i-;c[tihl3t , ^oll ^ujclicni Die anncw bezaubert, Daf; 
[ic ^allCl)to er wer (.^en'offcn mit) bau iiianor iicfoffcii. "l^id uu'iter 
hat ^el■ luoiul) ^u (:»'rfurt Dae maul auffi]ctl)aii ba er aiiff ^eln 
marrft bae> fuDor Ihmu mit luai^en uiit» ro|; ücn"cl)liiiu^, baj] Der 
bamr bar luul) brautfcu fiirm tbor raub [toben. 

b) iS. 41. 

.s^ie mii^ id) aud) iiou eim ,^aiiberer, ber nid]t berrlid) aber 
bodi beriUimmt, nom 3<olH^ne Aöuften etmae weitliiuffit] melbuiu^ 
tbun, ba ^11 mid) iierurjad)et ein bud) baö oon jm ein lecter, er 
jei) mer er motle, nemlid) bat anfu^eben, baniit füi'nemlid) Die 
id)nle nnb fird)e ]i\ 'Ii>ittenberi"\ c^efd)mebet nnb üerlenmbet. Sa^et 
i)a\^ ber ^"s-anft fei) beii ::Ii>eimar unD ^sena t^eboren, ^n ii^ttenberg 
er^oc^en inftituirt .Mugi.ster artiiini unb Doctor Tlieoloiii« 
iiemad)t: dabo bajelbft in ber norftatt bei)m eufferen tl)or in ber 
fdieeviiaffen banp imb i^arten i^ebabt: jei) im borffe .Vtimlid) ein 
balbe meile non ';h.Uttenberii luim teufel erunirflet in bei)iei)n etlid)er 
lliai^ifter ^-15aeealarieii imb ^tnbenteii am tarfreitai^e. I'if? allet^ 
i[t bö|?lid) unb bübelid) erbid)tet unb erleiden: mie er bann aud), 
ber lerfer, feine lüi^en inib inimiffenbeit bamit entberfet ba}] er 
fd)reibet A-auft fei) bei) ben ('')ranen uon :.Hnl)alb gemefen unb l)ab 
ba i^ei^anrfelt, fo bod) biefelbige .sperren min über 500 jar AÜrften 
inib nid)t 0>)ranen finb: ben Aanft aber bat ber teiifel erft uor 
<io iaren i^ebolt. iii>ie reimnit fid) bi^V 

[42J ^r ift bürtig iieinefen anf? eim flerfen, i^enant .*i\niit' 
ling, ligt im ÜlUrtemberger lanbe an ber ''^sfäll3ifd)en grenl.u*. 
^Isar ein meile fd)nlmei[ter unbev 7sn\\\^ pon Sirfincje bei) 
(5renl3enad) : non bannen mufte er uerlauffen non lucgen be- 
gangener fobomia. Ant)r barnad) mit feinem tenfel in lanben 
ummber, ftnbierte bie fd)marl3e fünft auff ber l)ül)en fd)nle ^n 
(iraeo: Slam gen ^iöittenberg, marb ein Zeitlang alba gelitten, bif^ 
er^ ^^n grob mad)ete ba^ man jn gefenglid) molte ei)n^iebeii, ba 
mad)t er fid) bauon. .patte meber A^an^ nod) .pof ]n :lisitteiiberg 
ober anberön.10, mar nirgent ba beim lebte mie ein lotterbnbe, mar 
ein fd)morol3er, fraB fanff inib ernebrete fid) noii feiner gand-elei). 
3Bie fönte er ^an^ Dnb l)of ba l)aben bei)m enffern tl)or in ber 
fd)eer gaffen , ba nie feine oorftatt gemefen onb berf)alben anc^ 
fein euffer tl)orV and) ift nie fein fd)eergaffe ba gemefen. 



48 
läit". Aui>ustiii LoiTlunmt>r: Christlich Bedeiu'keii. ;j. AuH. (1888) 

^af; man in foldier 'i^niiicrfitot einen foldicn , ticn lltelan= 
tlion ein fctici|;l)an|? inclor tcutel pfUu] ;;n nennen, foite ,^nm 
^)3Jai\ifter, td) fleid)Uieti]e ^nm Doctor Tlieologi* i^eniadit liaben, 
uield)eö ^em t•^ra^ miö e()ven titnl ein ewige |d)niad) unb id^anh 
flede luere, mr glaubet baoV (vv i[t uom tenfel eninivget in 
eini borffe im lanb ^n 'iiNivtcmberg nid)t bei) 'l\>ittenbevg ^u .Sltm= 
lidi, ba fein borff bee namene nirgent ift. -Denn nad) bem er 
au|;gen[fen, ba|5 er nid)t gefangen imirbe, Ijat er nie bürffeu gen 
Sittenberg miber füiumen. 

:^n gemelteö borff fam er an eim feiertage ^n abenb be= 
flimmert nnb franrf, meil bie [tnnbe jm nom tenfel jrem gebing 
iiad) beftimmt, nun fiir()anben mar. ?s-inbet im mirtel)an[; ein 
3ed)c bamren fituMi mit groffem ge|d)rei). 33ittet ber()alben ben 
irirt, i)a^ er jm ein befonbere fämmerlin eingebe. 211^ nun bie 
bamren je lenger je mel)r fd)reien, begert er öon {n, fie moUeu 
gemad)er tl)nn, feiner ale eineü franrfen tierfd)onen. X^a mad)en 
fte c§ befto mel)r, mie bie bamren pflegen mann man fie bittet. 
^ü bemeifet ^-anft feine lel3te fünft an jnen: i^perret allen bie 
meuler auff, ba^ fie filieu unb gaffen einer ben anbern an, fau 
feiner ein mort reben: ßt'ig^'" ünb beuten ^nr fammer auff ben 
gaft, ber mirt folte }n bitten, t)a\^ er juen bie meuler miber lieffe 
3ugel)en. Tae gefd)il]et mit bem gebing, bae fie binfort ftiüe 
fein. Daranff mad)en fie fidi alöbalb banon. ■\n mitternad)t 
tjbvet ber mirt ein gepolter ins ?;-auften fd)lafffammer: fiubet jn 
morgeuy baf^ jm ber balf; mar ummgebreiet unb ber fopff üom 
bette ()ieng. Xa unb alfo ift ber ^auft nmmfümmen, nid)t bei) 
Sittenberg. 2)ae ber lerfer üom .Karfreitage faget, l)ar bie 
mei)nung als> mann in ber fd)nle alfo CMottlof; nun rud)lof? bie 
jjugent erlogen mürbe, ba^ fie and) au |4H| fo betligem tage, ba 
man bae leiben C^brifti betraditen folte, bem teufelifd)en banbel 
nad)gienge. 

31nbere eitelfeit lügen onb teufelebrecf bec bnd)e laffe id) 
öngereget: biefe l)abe id) barumm angezeigt bac mid)e fet)r Der= 
brennt onb betrübet, mie niele anbere ebrl{d)e leute, bie molöer= 
biente ^od)rl)ümlid)e fd)ule, bie feiige 'DJiänner l^ntberum '|sbilip|)um 
mb anbere bermaffen ^u fd)enben: barumm ba^ id) and) etroan 
ba ftubiert l)abe. Seld)e jeit nod) bei) oielen ba biefeö 3auberek? 

94 



48 
ir/j7. Auyusliii LLTi-lifiiiicr: Christlich liodiMH-kuii. ."J. Autl. ( Ib^H) 

t{)iin in iict)cci)tiui[^ war. (ii< i[t ]wav nicl)t lu'iuc llll^ fein 
tt)lnl^cr bae l'olct)c fcl)mol}cid)vifftcii noii bofcii k"iitcii uiifcr rclic^iou 
fei^^c^ auiuicflcboii incrbeu: bae aber i[t ein niu^ebürlid) bing 
önb 3iibef lagen, baf; audi inijere biid)triifter börffen ohne ]d)eiö 
önb jdiain foId)e biid)er aufpreußen unb gemein inad)en , babnrd) 
e()rlidie leiite uerleiunbet, bic türnnUiiie jnc^ent, bie [ie ^iibauben 
betommt, i-^eärc^ert bnb ani^e[itl)rt mirb, wie bie äffen, yi uiünjd)en 
(babei) fid) bann ber tenfel balb lej^t ftnben) nnb ^n berfndien ob 
fie bertileid)en nninbeniievrf fönne nad)tl)nn, bnbebad)t bnb iinge= 
arf)tet luae für ein enbe ee mit sanften inib feinem i^leid)en i]e= 
nommen fiabe: baf? id) gefd)nieit3e baf? bie fd)one eble fnnft bie 
trnrferei) bie nne bon {^)otl ^n gntem tiec^eben, bermaffen ^nm 
böfen mi^brand)et luirb. CDa^ fe^ cjnnc] non bem. 

c) 5. (H. 

Xill. 

'leiten önb fa!)ren bie licven anff börfen, befem, gabeln, 
ftbrfen, yini umlleben nnb ^nm tanlic'j' 

^3lf; ber tenfel ber menjd)en leibe fi^nne unb pflege etmann 
üon einem ort 5nm anbern ^nfüliren, be^engen üt)n jelit gemelbt 
gefd)id)te bom meib, bao er in .s^nnbegeftallt bnb lanff fül)rete, 
Diel anbere erempel, fo uiül uon btni böicn, alf; non ben gnten 
geiftevn. iHlf; uon bem (yngel, bev ben isrop()eten .s^abacne fitl)rete 
au^ bem Csiiöifd)en lanb gen ©abi)lon, unb miber ^nrnrf. Astern 
bon bem gcift, ber ben iU)ilip|.inm meg riirfete, nadi bem er ben 
fernerer anf? (ytliiopia getanfft l]atte, nnb v> ^'sesarea gefnnben 
warb. '>.^ir lefen, baf^ ber tenfel ^imon ben ^anberer (beffen in 
ber i'li.ioftel gefd)id)ten melbnng gefd)il]et) bab ^n ')tom in ber 
Uifft bmmber gefüt)rt, inib jn fallen laffen, baf; er ben .s>al^ 3er» 
brad). '^.Me er bem ^anft tl)ete ^n änmebig, ber aber mit bem 
leben banon fam. ;*)n .vialberftatt in ead)ien mar ein gele()rter 
tl)nmmpfaff, o^oliannee Äavonicno genant, ein groffer fd)marfe= 
fünftler, ber bor oOO jaren gelebt, ber l)at in ber (j.s>ri[tnad)t, 
wann ein feber '^sfaff mag brei) ^Jicffe tl)nn, bie erfte gef)alten 
3n .s^alberftatt, bie anber ^n DJiein^, bie britte ^n (iöUen. ©in 
gar molbefannte gefd)id)te ift^, üor fünff^ig jaren gefd)el)en in 
ber 33ranbenbnrger marcfe 3n 8panbam, ba'^ ein mirt für geriefte 

95 



48 
l.')!)7. Aii<>iistiii Lorchi-iiner: (Christlich Hedeiu-kon. 3. AiiH. ( 18KH) 

cim lall^öflleclUe ciclb perleußuete, Daf; er jm öertraroet hatte auff 
311 t)eben. iH'i'leiuvietö mit Dicfcii iiiorten, .v^ab id)t\ fo hole mic^ 
bcr tcufcl. %[}^ balb cniiiiid)t jn bcr böfe geift, Der Da ^luiege« 
ftunb mie ein menfcl), titf)ret jn Daiion. 

^d) t)abö fclbö Hüll eim sauberer gebort, ba^ er fampt anöern 
noii ^?i. aii^ vEadifeit gen iHirif^ met)r alp bmiDert meile ^ur 
bod)^eit uugelaDen gefatjreii fei) auff eim mantel, babeu [id) aber 
balö luiber baiion gemad)t, ha fie gemerrft, öa§ man im faal 
mummelte, irae bac für geftc mereii, loo bie berfämeii. @6 {}atte 
uurrlid] berfelbige sauberer rote aiigeii, bie er üilleid)t üon fold)em 
fat)reii befommcii. 3llfo fii()r ^aiift eiiimabl in ber fa§nad)t mit 
feiner geiellfd)aft, iiad) bem fie bal)eim 511 iiadit geffeii batten, ^um 
fd)lafftriiurf au^ ^}3ieiffen in :Sei)ern gen Salzburg in« bifd)üift^ feiler 
über fed)l3ig meile, ba fie beii befteii mein truiufeii. i'nb ba ber feller* 
meiftcr ol)iigefel)r biueiu fam, [62] fie alp biebe aiifprad), mad)eten 
fie [id) miber baiioii, iiameii jii mit. bi^ au einem inalb, ba 
fettet jn Jvauft auff eiu l)ül)e tbauue, uub lief; ju fifteu, flog mit 
ben feiueu fort. 

d) @. 85. 

X'er t)n^üd}tige teufelifd) bube ^auft t)ielt fid) eiu meil 3U 
[86] iiUtteuberg, mic obeu gefagt, fam etmau ^um .v^erru ^^^l)ilippo, 
ber lap im bann eiu guten tert, fd)alt oub oermauet jn, baB er 
nou bem bing bei)3eit abftüube, ee unirbe fouft ein bop enb 
uemmen, mie ee aud) gefd)al)e. (yr aber ferete fid) uid)t baran. 
Düiu wäre einmal omm ^eben obv, ba^ ber .perr iU)ilippue au^ 
feinem ftubierftübliu beruuber gieug 3U tifd), roar ^auft bei) jm, 
ben er ba l)efftig gefd)olteu batte. S^er fprid)t miber ^u fm: A^err 
^^ilippe, fr fabrct mid) allemal mit raud)en morten an, i<i) mM 
ein mal mad)eu mann fr 3U tifd)e gel)et, ba^ alle bctfeu in ber 
fud)cn 3um fd)oruftein binau^ fliegen , ba^ fr mit emern geften 
nic^t ]n effeu irerbeu babeu. j^arauff autmortet fm .nerr iNbilippuö: 
'^a^ foltu mol laffen, id) fd)ieffe bir in beine fünft. Unb er 
lie| eö aud): Ge fönte ber teufel bem beiligen man feine füd)e 
uid)t berauben, mie er Den l)üd)3eitlid)en geften tt)ete, uou benen 
3uuor gefagt. 

(^tn anber alter C'3ott6förd)tiger mann oermanete in aud), er 
folte fid) befereu. Tcm fd)tri:'te er ^ur bandfaguug einen teufel 

96 



48 
läitT. Autiiistiii IjerclK'iiiK'r: ( 'hristlii-li Ücilciu-k.'ii. .'i. Aiitl. (ls«8) 

in fein fdilafffainmcr ba er ^ii bett giciig, Dan cv in idiroitctc. 
(^H'bct uinmhcr in i)or fammcv, hodict inic ein faiii. Ter manu 
aber luar nucridirorfcn, mol gcrüft im erlauben fpottctc feiju, Gl) 
iiiic ein feine ftinnn DnD gefanc^ i[t bao cincc (rngele, ber im 
.pimmel nid)r bleiben fönte, i[t non wegen feiner boffart M}] er 
(>)ott gleid) fein inolte baranf? geftoffen, gebet jel. in ber lent 
benfer ueruianbelt in ein faiii eim nid)te loerben menjdien ^n= 
iinllen nnb ^n bienfte :c. 2)amit Riebet ber geift miber b^'iin ^nm 
■Js-an|t, tlaget im mie er ba empfangen nnb abgemicjen fei). ii>ülte. 
ba nid)t jeijn, ba man jm feinen abfalt ünb unbeil nerweif^ onb 
fein barüber fpottete. 

e) S. 111. 

ßuv >eit ^. £nt{)ere önb ^^bilippi biclt fid) ber fd)iiiar|ö= 
fünftler A-anft, mie obgemelb, ein meilc 311 äiMttenberg: bao lic^ 
man fo gefd)eben, ber Müffnnng er mürbe fid) au}^ ber le()r, bie 
ba im fdimang gieng, betel)ren unb beffern. X'a aber bas? nidit 
gefdiabe, fonbern er and) anbere nerfiibrte (beren id) einen ge= 
fannt bamalö alt, mit eim nerfriimmten maul, luann ber ein 
,^>afen motte b^iben, gieng er in lualb, ba fam er jm in bie .N>enbe 
gelanffen) bie^ jn, ben %ai\^t, ber AÜrft ei)n Rieben in gefengnufj. 
?lber fein geift marnete jn, bafj er banon fam. inm bem er 
nid)t lang barnad) gremlid) gctbbtet marb, alj3 er jm oier onb 
3menl3ig jar gebienet t)atte. 

f) 2. 131. 

T^enn mann fic^ bie armen blöben meiber einmal mit bem 
tenfcl baben ei)ngelaffcn, ob fie gletd) fe()en ba^ fie üon jm be^ 
trogen finb nnb betrogen merben, fDrd)ten fie fid) boc^ miber non 
jm ab3nfaUen, bamit er fie nid)t fd)recte, jnen ungemad) fd)aben 
ünb lei)b antbn. rer uielgemelte Js-anft bat jm ein mal fiir^ 
genommen, fid) ]n befe[)ren, ha l)at jm ber tenfel fo i]avt gebrömet, 
fo bang gemad)t, fo erfd)rerft, baf? er fid) jm andi anffö nem bat 
t)erfd)rieben. 



Tille: Faustsplitter. 



49 

lö97. Heninnit( (hosse: Magica 

+9 

1597. Henning Grosse: IVIagica 

jlagica. Seil uiirabilium historiaruni De Spectris Et 
Apparitiouibus Spiritvvm: Item, De Magicis et Diabolicis in- 
cantatiouibus: De Miraculis, Oraculis, Vaticiuijs. Diuiiiatiouibus, 
Praedictionibiis Visiouibus. Reuelatiouibus. et aliis eiusmodi 
multis ac varijs praestigiis, ludibrijs et impüsturi.s malorum 
Daemoniim Libri II. Ex Probatis et Eide Dignis historiarum 
seriptoribus diligeuter collecti.? 1597 Islebiae, Cura. Typis et 
suratibus Hemiiiigi Grossij Bibl. Lips. Cum Privilegio. 

p. KU 1) 

JOHANNES FAVSTVS, tm-pissima bestia. et cloaca mid- 
toriüH Dhiholorinn, Cacodaemonem canis apecie circumduxit. 
Wittenhenja, cum edictum principh, de capiendo ipso, prmnul- 
qatum esset, euasit. Sic Xoi-iudjcrflGöJgae, cum pra)isuruH 
accuhuisset, aesfuai-e <-oepif, statimque solueus hospjiti quod 
dehehaf, ahijf. Vl.r portis e(jressus erat, adsuiit licfores, et de 
eo inquirunt. Fatis tandem cr<jentibus, cum in payo Wirfem- 
berqensis Ducatus moesfus admodum sederet, quaesiuit ex eo 
hospes, quae nioeroris causa esset'^ Respondit: Ne hac nocfe 
terrearis, etiamsi iiKjcidpm strepitum, totiusque domus quassa- 
tionfin audias: Maiie in conclari suo exanimis, inuersa ceruice, 
iacuif. Tdlia iiiniinnu praemia Sntanas suis cultorihus soht 
reddere. 

50 

1598. Samuel IVleigerius: Nucleus Historiarum 

Dudens Historianiiii 'iTDer Sdifferlefciic üciUicl)c, tiencfanir= 
bige Dub umi1)affte ^Diftorien, aiiy beii glaulnnürbigftcu, alten mib 
neitien C>)efcl)id)tjct)reibcni , in flciüifje Classes Dnb Locos Com- 
munes ^ufammcn t^c^Oflcn. X^iird) >I. Samuelem Meigeriiim 



') 3" ttcr Ipiiteren 'JUiscjabo in iODc^: Magica De Spectris Et Apijari- 
tionibus Spiritum De Vaticiiiiis. Divinationibus etc. Liigd. Batavorum. 
Äpud Franciscum Hackium Aiiiio 1<>.')6. ftcf)t bie 2teUc Lib. 1. 2<M) p. 21!t. 
IT. -ö- 



Hb 



l.')!tts. loaniios Si-iiltctiis: (rriiiidlichi r Hci-iclit 

i>fai"licrrn ^u OiorMorrf in .v^olftciii. Ter ^rittc 3;i)cil. rarinncii 
Hüll allci-l)aiiDt W^ttec ^)iiithcn uiiiib etraffoii, aud) uoii De« 
'lltcnfcliliclH'ii Vobciiö, i]liuflicl]ciu imiD ii!U]lürflicticm ;')lI|'tall^c, aud) 
Dom ioDtc unitD Sterben cu'ba^^clt unrb. (^)cDiiufct ^ii .'öambiivi], 
^lu■d) Tlieodosiuin Woldermii. MI).X('\'III '). 

S^ao 7. ^ud). (Sap. is. 2. i;'2: 

^sii i'ilcidic un[imiii]fcit t-icrictc Faustiis baö fromme fiiiDt ^ii 
iscncbii-i niid), Der lief; fid) audi nenielimen, mie er obiie Js-eDern 
flieiieii molte, Da jeDermaii bem ipiel ^ii fid)t, ftürUel er (lerunter, 
imiib lirid)t ein beiii eiilimei), bod) Diemeil feine ^eit nod) nid)t 
i^efommeii minb er nod) iiid)t anögebienet, fam er bomal)len, mit 
bem leben banon, bif; fein i^laf; mar am- nelaiiffen, ba ^erbrad) 
il)m ber lenffel beii ,N?a(e. 

51 

1598. Joannes Scultetus: Gründlicher Bericht 

a— d 

^ritnblid)er ^erid)t ^i^oii ;)anberei) unb i^auberern barinn 
biefer i^raufamen '■I1ienfd)cn feinbtfelii^ee unb fd)änblid)ec> ::lNornemen 
Hub mic (it)riftlid)er 'Tbrii^feit it)neu :^)Ubec]ei-inen ibr :li>errf ^u= 
binbern i auff^ubeben nnb ^u >itraffeu / c^ebüre unb mol möi^lid) 
lei). ;HUeu Stäuben ber Jln'lt in Wemein unb fonberlid) ticu 
boben unb niberu Cbriflfeiten \u notbmenbii^er uad)rid)tuiu^ unb 
red)ter >Xmptcvflei]e bieulid) unb niiblid) ^ii lefeii :?luf; öi.Htlid)en 
unb .ylei)ferlid)eu :)ied)teu / furU unb orbeutlid) erfltiret ic. Tiird) 
.loauiiem Scultetum Westplialocaineiiseni. Sauipt einem üoI= 
fommeueu yi ß'"ö anflebend-'tem 'liec'iifter. (Metrnri-t ^n l'id) in 
ber (^)raffd)afft 2olmo bei) 'Jlieolao (irbenio. l.")!)s. 

a) 2. .■)^>. 

Üllfü biiben mir nnn tjniup'am bemiefen baf^ unber O'inHF'' 
uub ^Iten / IHännern unb '>i>eibern (Meierten unnb '^l^nt'ielebrten ' 



M (Sninelö '?lnc(abe, ^aB ec^ nüiii eine fi"iil)cro iHuöi^abc lum I. ');).'> iiebc, 
lialtc idi für unvidilui, ba bic Olu^Ji^abc non l.V.i,s fidi lüriit ale ^treitc 'Kiii' 
\ac[C bezeichnet iiiib eine 'Jlnei^ibe vmx 159.") fiiti trol3 ntel)riäl)rii'ien ^luten-ö 
aiir etwa 40 i^ibliotl)ofen nidit bat anftreiben laffen. T. .0. 

99 7 * 



51 
1508. l()aiinos Scultetus: (Tründliflipr Roiii-ht 

i^rofil)ctcii Ulli) .Höiüöcii uov miiib in ^cv {5()vi[ten()cit je uiuiD 
admcge ^n^it^'i'^i' ^-^""^ •]aiiLiertn cicuicfcu. Taher mir bann geling 
eraci)tcn föniicu / baf^ füU1)cr Jeufclytmf aiid) bif; auff mß c\C' 
[täubet fci) niiitb bt[? nito (5nbe bev 3l^elt unber ben ■)lacl)fonnncu 
t)ic iniiib ba i^c^cttoit inib t"(cftreimiet bleiben merbe. i^or mii 
unb and) iiod) bei) unfcriu c^ebenrfen [inb niel bapffere ''Minner / 
iiHiö jl)ve Öe]d)irflic]feit niib ba]] [ie ijelevte l^ent ßeiuefen / an= 
laiu^et ]o mol aio leid)tfertit3e iiH'ibev unb ^''otterbnben ' mit 
biefen Vav= [(iOj uen überwogen: 2)eren bie nainbafjigften [inb 
Stlbertuo lltagnui^ / :Jot)annee Jritl)emine ' lueilanb 2lbt ^u @pan= 
^eim / ^penricia^ (Soruelin^ iHgrippa / ^oanneö (gavonicue / S;t)omb= 
p[af[ 3n .»parbeiftatt / Soannee yS'flu[tue ^. ^n iueld)en id^ orbiie 
©cotinn I äC^atinevn / unnb ^l)iinii)en[ern / mit if)rem 3lnt)aiu3. 
3^ fönbte [o(d)er mo( mcl)v nennen: lueil [ie aber uo(^ leben / 
unnb utllcid)t [id) befebren inod)ten luil id) il)veo '^kmeno uer[d)onen. 

b) (S. 67. 

Tieie be^ Senf[elö eigene 2)iener [inb brci)erlei): (5tlid)e ' bie 
ttUee nur bai)in rid)ten b^ [ie untnberbarlid)e 3pil3[inbigfeit unb 
gro[[e ,S^nn[t l)er[itr bringen ' unb bod) babiird) gel)alten werben / 
Wie Sritbemiuk? / ber i^ipt uon gpaiil)eim. 

(Stücke / bie nur '}>oiim rei[[en entiueber au^ furfeiueil / 
anbern ^uge[a(len / luie Aau[tn6 / ober ^n jrem ')lni} unn C^eife / 
lüie bie ©aurfler. 6tlid)e aber rid)ten isnglüd:' unb 3d)aben an / 
unn [olc^ee mi[[entlid) ober uniui[[ent(id). 'ivM[[entlid) unb mit 
fiei^ ' alc bie (^n[[t legen: .^^niui[[entlid) bie i\>at)r[ager / iüeid)e 
ber S;en[[et betrogen / ba}] [ie unred)t berid)ten / unb bamit o()n 
l^ren iinUen 33nglitrf enuecfen. 5l?nb bie[e le^te 'Kotte [d)abet 
^^anb unb genten am allermci[ten. 

c) 8. 78. 

Ja ("^uitt l)at bem Satan 3ugela[[eii ba^ er 

. (^[^j.jj^jjjj^ ^^^ (S)cred^ten [elb[t ge[üt)ret / '>\>ie uielme()r 

ge[tattet er i()m [old)e6 über bie bo[5l)a[[tigen / [o [id) fretjiinUig 

in [eine @e[eU[d)a[[t geben unnb uerloben? 3II[o ^at er @imon 

Egesipp. Hb. beu ßäuberer ge[ü()rt ,' mie (5"ge[ippu0 / unnb ^]>l)ilippUk^ 

s.cap.^. s)}?eland)tl)ün [d)reiben ' 3tl[D and) "Juan. (£aj:ün. 

rM 7 o -<yau tum unb anbere mehr. 

100 



51 

Ui9S. [oaiines Scultetus: (Tründlu-hor Bericht 

©rftlid) luirti die fcl)r gcftrittcii imDcr ^c^ (Mck'l)rtcn ob bae 

:i\>örtlein :]aiibcrin adeln uon bcueii Die mit C^nfft umb* 

qc()en / ober in qemeiii uoii allen bie pjauberen trei* ,,.. ... 

beu ,^ut)eritel)en fei) ober \\\&\\. eie [yab^w ^u bei)beii ,j,. j^amiia. 

feiten i()re [Hl 7] Wrnnbe: 'üiier liift bat maq Daruon cap. 4. 

lefen }<oannein ^^.Meruni mxi) Xtioniam O'raftnni. ,\d) EmHt. in 

fcrftelie ec> bei)be oon (^nfftfM)en unnb luni allen i'^aff<'^f- 

V • (j » . ' r nv - '^ < Hceref. pag. 

anbern oUlien anberern alö m vkoui- weiten be= „,, : ^ 

' ' ' otO. efc. 

tanten fleiuefeu. ,',u Der ■■Jeit aber imi) ()ernact) niad)e= j^Jxod. 7. 12. 

ten bie ßöiitierer qroffe oerblenbnnpi unnb berfülireten 32 et 8. 7. 

bae ä^olrf mit falfd)en ^.li^nnbermerifen lueif^faqten /' -^><'f- ''^^• 

bnrd) innmonenbe Wcifter / i^ögelgefdirei) an^ Ircin^ '^'• 

men an\!, .pimmelö^eidien itelleten ienf|elö (Meipen]t ^^^ j^ 

an ftatt ber oerftorbenen [td)tbarlid) ^ufel)en nnb ratl)= i ,sv,,^, os, 

3ufraqen. ii. etc. 

(Sold)eö aber tonnen onb tlutn nld)t ünfere .speven /' --i^''- ^- ■>■ 

fonbern l^ninrfler iiHilirfaqer :J3efd)iiierer , onb an- '-'^^^ 
berc be^ Aauflf '2\>aoienere Tritlu-mii, Srotl 'liadifolqer onnb 
^Jiitgefeüenij. 



M 2k ^luoitc x'liiflaiio von KUfi, Die l^cii uhiIivcu iHn'fafjcniamon nennt, 
cutl)ält i'ito üicr 3teUcn anf ^cniolln-^I leiten. Sl)v Jitcl ift folc^enber: 
C^rünMiiter '.Hcridit iUm 3iiiibercu mib ji^uborcin: Jarinn bor oirairfainen 
"iVieufdion feinbjdiLiC'^ wiib fdiänMiiiie-ö '.Ivürnenicn unb iino C5t)riftlid)er 
rbriiifeit jbncn ',u boticiincn jbr iiverrf ',n ftraffcn auff^nbebcn nnb 
ju(}iubcvn iiebiibvo inib uuU nuHilidi fei), x'lllon 3tänben ber i*Jclt in (>3e= 
moin mtb fonbovlidi bon boljon inib niboin Cbriiitoiton iniifprediem cnb 
X'lmptvbiencrn ^u nott)Uienbiincv i^iadiriditunc; ünb rediter x'lntptypfleo;e bicnlid^ 
nnb nül3lid) ^u lofen. 'iin^ Wottlidien nnb >Un)ferliiten r)Jcditon fnrU onb 
OVbontlid) erflinvt :c. bUVdl Aiitonium Praetorium, 1l1u"lttl)ey 2dnill3cn iinnlanb 
5^iiviun"'5 lUr Vippo nadu^iaffencu 2ül)n bcB ii>ortc^ (^iottc? ^4>rcbiiu'vn. 
2anipt einem Liolfonintenen ^u (inb anc5e()ani^teni ^Reflifter. (""ietrucft 311 

i'id) >u)cii. r. .n. 



KU 



'•2 
löOO. 3Iartini;s Deliin: I )isquisitii>nes Magieae 

1599. Martinus Delrio: Disquisitiones IVlagicae 

l'isfjYisitioiivm Magicarvin Libii Sex. In tres Tomos 
Partiti. Ancfore Mnytino Delrio Societatis Jesv Presbi/tero. 
Tomus Primus. Lovauii, Ex Offieiua Gerardi Rivii. Anno 
M.D.XCIX. Cum Privilegio '). 

|). 1()2 r.iber Secundus. 

p. 158 Qusestio XII. (^)/iu/ niaiji rah-duf <:'n'c<i r.rfo-i/a 
seil foiiiDiae hoiia? 

p. Kh. 

Sic fert fama Faustum et Agrippam Magos, cum iter 
facerent, solitos uummos ad oculum siuceros in [lü8] diuersorijs 
numerare, quos qui receperant, post pauculos dies coruuum 
frusta vel scruta vilissima reperiebant. 

Index. Vol. I. unter F. 

Faustus magus. I(i7. G. 

1601. Stationers' Company (1876) 

A Trauscript Of The :)ict]ilteiö Of The Company (^f 
Stationers Of London 1554— Kiio A. D. Volume III. — Text. 
Entries Of Books To 11 duly liVlO [Eutries Of Freemen To 
31 December 1640.] [Succession of Master Printers In London 
1586— 1()8G.] Edited By Edward Arber, Assoc. King's Coli., 
London: F. S. A. Editor of Tito FIrsf pritttod Enr/I/sh New 
Testament, the EiKjlish Beprhifft, aud T/ie fir.sf Tlirce Enf/fish 
Bookii Ol) America. This Copy is the property of The Library 
Of The University Of (Üasgow. Privatehj Frii/fcd. London: 
1 July l.S7(). 

M 5>oii Den fült•^en^e^ ^lueiiaben cntdalton i>io 2 tolle, t>icionicic imii 
Mogunt. 1H0.3. IL XII. p. 181: Mo^iint. KJOfi. I. p. m2: iiogunt. 1(>12, 
p. U9>: ^[ooiint. Itöl. p. 14!)': Veiictiis l(j.")2, ],. 111 -: Coloniae l<)7!t, 
p. 164. 2. Sx 

102 



l(i(l2. Philipii Cüiiicrarius: ()|H'r;io Hni-:inmi SiiIkms'umi-uih 

[). 178. 

7 ^samiarii [KioiJ 

T]ioiiii)s Hiissliell MiititMl tor liis i-(i|tye viider tlie liaiides 

of iiiaster Doctor I5AHLOWK. aiid tlie 

Wardeus a IkidLc calk'd fhr p/t/ir of 

Doctor FAUST CS v'f- 

54 

1602. Philipp Camerarius: Operae Horarum 

Subcisivarum 

''pene Horaivm Svbcisivarvm. Sive Meditationes Historicae 
Avctiores quem (tute editcv. Coiitinentes accuratuin delectiim 
meraorabilium llistoriarum, et rerum tain veteium. (|uam 
recentium. singiilari studio iiiuicem collataruiii, (|u;i' (nniiia 
leotoribus et vbereni admodmn tVuetum. et liberalem pariter 
ol)lectatioiuMn atterre poteriiut. Centvria Prima T//^/ cum 
fiii/icr lociipfetisshno. Philii)pii Camerario I. F. Ivriseoiisvlto, 
VA Kei Pvp. Nori('?e a Coiisiliis, auctore. Ciiiii (/rrffla et 
Pr/>ft/e(/io Cü'sar. Malest, «d deceinniniL Fraucofviti. Typis 
loaniiis Sanrij. impensis Petri Kopftij. Amio MDclI. 

Caput LXX De Menippeis amoribus et aliis praestigiis 
memorabilibus. 

p. 314. 

Apud uo.s adhuc (\t Scyuiiium TartMitiuuiii IMiilistidem 
Svracusium. Heraelitum .Aiitvlen?eum. (luos i)rce- .^, 

_' ^ Atneiijuus 

stigiatores pr?estantissimos et elegantissimus tem- u], j2. 
pore Alexandri Magni fuisse legimus pr?etereamus) cap. Is. 
uotum est. iuter pr?estigiatores et magos, qui (lipn<'S"])h. 
patrum nostrorum memoria innotueruut, eelebre nomen, propter 
mirifieas imposturas. et fasciuationes dialiolicas. ade[)tum fuisse 
lohannem Faustum Cundlingensem, qui (Jracouice magiam. 
vbi ea olim pui)lice docebatur. didicerat, adiM» vt ex plebe 
propemodum millus reperiatur, qui non ali(iu()d docuuientuui 
eius artis commemorare possit. illique eadeui ludibria. qu?e 
modo de mago Bobemo diximus. ascribautur. '.»uemadmodum 
autera borum i)rc'estigiatorum vita similis tu it. ita vterque 

103 



-.4 
1602. T'liilipii Camerarius: Operae Horanim Sdhcisivarurn 

horrendo modo in viuis esse desiit. Faustus enim. iit feitur, 
Lib. 2. et a Wiero recensetur, in pugo ducatiis Wirteu- 
i^'ap. -A bergici iuueutiis fuit iiixta lectum mortuus, iniiersa 
facie. et domo praecedenti uocte media ((iiassata. Alter 
autem. vt paulo ante diximus, viuus a siio Magistro raptus 
est. Hsec sunt prsemia digna curiositatis inipiie et sceleratje. 
Sed ad Faustum redeamns. Equidem ex iis (|iii luinc im- 
postorem probe uouerunt, multa audiui. rpia" declarant ipsum 
artificem Magicae artis (si modo ars est, non vanissimi 
cuiusque ludibrium) fuisse. Inter alia autem eins facta, 
vnvm prae cjeteris. licet ridiculum videatur. tamen vere dia- 
bolicum narratur. Ktenim ai)paret ex eo, quam subdole et 
serio. etiam in rebus (pue ludicrse nobis videutur, mille artifex 
ille saluti et ineolumitati Uuminum insidietnr. Merito igitur 
non ferenda est eorüm leuitas, vel potius peruersa inipietas, 
qui dum aliquam delectatiunculam, vt ipsi putant, iunoeuam 
(piserunt, interea nonperpendiint, ((uod immemores saeri fiederis, 
cum hoste acerrimo (qui vel instar leonis rugientis circum- 
ambulando, vt saerse literje nos monent, vel sicut feles, (|u;e 
magno silentio, et leuibus vestigiis auiculis obrepunt. insidiando, 
prsedam indefessus sectatur). Vnde Chrysost. dicit. Si gentes 
Homil 34. non liabes, ({uje te persequantur, habes principem 
gentium diabolum, (jui hominem [315] persequi uunquam 
cessat) cum Ikic iu(iuam. hoste acerrimo salutis suae quasi 
colludant et ex castris CHRISTI, vt perfugie ad Sathanam. 
Lactantius "^'c^iit iuducüs factis transeant. Voluit enim DEVS 
lib. 6. e. 4. quI liomines ad hanc militiain geiuiit. expeditos 
de vero rultu. in acie Stare, et intentis acriter animis ad vnius 
hostis insidias, vel apertos Impetus vigilare: (pii nos sicut 
periti et exercitati duces solent, variis artibus captat. pro 
cuiusque moribus et natura sseuiens. Faustinam igitur de- 
ceptionem ferunt eiusmodi fuisse, Quum ali(piando is apud 
notos quosdam diuerteret, (|ui de ipsius praestigiatricibus 
actionibus multa audiuerant, ij petierunt ab eo, vt aliquod 
specimen suse magi« exhiberet. Hoc quum diu recusasset 
tandem importunitate sodalitij. neutiquam sobrij victus. pro- 
misit. se illis exhibiturum (piodcunque expeterent. Ynanimi 

104 



l*)ü2. Xüriiberofr 'l'lieologcii : (iniiKltlirlu-r liiriclit (1603) 

igitur coiisen.su petieiuiit. vt exliiberct illis vitciii [ileiiiiiii 
viiis maturis. Piitabaiit autem pmpter alieiiiiiii aiiui teinpus 
(erat eiiim circa brumani) liuc illiiiii pracstare iiiilld inudo posse. 
Assensit Faustiis. et pronii.<;it iain iaiii iiieiisa conspectum iri, 
i(l (jiiod expeterent: sed hac conditioiie. vt ümiics magno 
sileutit» iiiniioti [njestolareutui'. doiiec illos iiiheret viias 
decerpere : si secus facerent, instare illis pcriculuiii capitis. 
Hoc (pium se t'acturos recepissent, mox ludibriis suis. Iiiiic 
ebrijB turb:e ita oculos et sensiis pr*strinxit vt illis tot viise 
mirie magnitudiiiis. et siicci pleiue, in vite piildifniina 
apparerent. (|iiot ipsornm adessent. Kei itaque nouitatc cii|)idi, 
et ex crapula sitibundi. surntis suis cultellis expectabant. vt 
illos inberet reseindere vuas. Tandem (pium istos leniculos 
ali(|uau(liu suspensos in ipsornm vanissimo errore tennisset 
Fanstus; subito in t'nmnm ai)eunte vite vna cum suis vuis, 
conspecti sunt singuli tenentes loco vute. ([uam viius(|uis(|ne 
apj)reliendisse videbatur sunm luisum opposito superne cul- 
tello. ita vt si (|uis immenn)r priecepti dati, iniussus vuas secare 
voluisset, se ipsum naso mutilasset. Et recte c|uidem illis 
accidisset, dignique fuissent alia mutilatione, qui non ferenda 
curiositate spectatores et participes satageltant illusionum 
diabolicarum. cpiibus sine gravissimu periculo. vel potius piacubi 
Interesse Christiaud humini non licet. 



1602. Nürnberger Theologen: Grundtlicher Bericht 

(1603) 

C^h•lI^^tlid)cr ^cricl)t, iime uoii Der pjauttcvci) llu^ .spcreniucrrf 
,^u baltcn jeQ: (i-iidieütije :?lntuiort ber .s>od)cieleln'teu ibcologcn 
ünuD isveDicautcu ^u -)lüvnberg (mie ]\d) am eiibe Die initcrid)riebeii 
(labcu) auft beo diahtv ^u i\>ci[jcuburc( ^uppltcattoii au bic Ci'lteru 
.'pcrren bee "Mahtv baielbfteu, iinc fic fid) mit jbren ^^ereu uerbalteu 
joUcu, imnb iimö iiou bemfc(bic]cn in .'öciliiicr £d)rifft gci"\rüubct 
jci). "s^t^iiiiber burd) einen Liebhaber ber ^XHirlieit allen frommen 
iniub c^etreuien Tberfeiteu nnb (Mcrid)typen'oueu ^n gutem onber- 

lOö 



1 



5(> 
1H03. Philippe Camerarius: Mcditatioiis Historiques 

riciu tu ^nicf lu'ricrtiiict. (Mcinufr im ^salir alö man ^chlt nac() 
(il)vi[ti (>)cbiirt U503. 
2. K) 

SvliscripseiN iit : 

M. Mauritius 1 (einig, Superintendent. 

M. loaunues Srf)oll)ammcr, i^vcMt]cv ]n S. Soreii^. 

M. Laurentius rum()Otcv, ivrcMöcr ^u 2. (Sc\i^\\. 

M. Heinricus edimibcl, 'i>rcbioicr ^u 2 ecbal^. 

M. Joannes Äauffmauu, isl•o^i^■^cr im gpital. 

Martinns gaüiitöcr, '].^vcbic-(cr ]n imfcr Avainvcn. 
3>atum in '^iiirnberg t)cn "ii;. 5J?ci)en, 2(nno KiO-i 

3. 10. 

X^a^ [ic aud) nn'gcbcn iioii bcm :?(u|;fa()veit, nii!>((cn unr in 
feinem mcrtl) oiib uiimcrtb bcnibcit laffcn, nnb mod)tc mol jeiju, 
ba}^ mir au§ etlid)er ^dimaiiifünftler inii) p)auberifd)cn Icutfcly* 
gcuoffeii, ^3temblidi bee Tlieodalij Fausti Srliurnaij neu 3ait3burg 
inib aubcrcv (^^cmpcl bcriditct morben, lüic bcr Scuffcl mit ctlid)en 
jctn fiui3iücil treibe, D^ er fie in ben 'L^üffteu Don einem ortb ^um 
ttubern führt, mie bem Sinioni Mago iinberfabren, :e. 



56 

1603. Philippe Camerarius: IVIeditations Historiques 

-Les Meditation.^ Historiques De M. Philippe Camerarivs 
Docte lurisconsulte, et Conseiller au Senat de Nuremberg, 
ville Imperiale. Comprinses en deux vohunes, qui contieuent 
denx Cents chapitres. reduits en dix linres et nounelleraent 
tournez de Latin en Franrois par S. (j. S. Premier Volume, 
Le contenue duquel se void apres la Pr?eface. Qui mesle 
plaisir avec l'vtilite. Des sinceres lectenrs lonange a nierite. 
A Lyon Poui- .\nthoine de Harsy. MDCIll. Auec Priuilege 
du Roy. 

Vol. 1. Livre IUI. diap. X. p. 27!». 
Athenes, Saus uous arrestcr aux anciens enehanteurs, 

liu. 12. c. IH. enmme Sciammus Tarentin, Philistides Syracusain, 
Heraelytiis Ajitylenien. et autres insignes enrlinnteurs du temps 

im 



KiOß. I*liili|i|H' CaiiuM-ariiis: Mcclitatinns Histdriijiios 

(TAIcxaiKlre K- i;raii(l. df la iiifiiKiirf i\vs ims |)ci-('s a este 
fort iviiniiimt' leaii Faustus de ('irMllii-eii. Alciiiaii. estraii!2;e 
ciicliaiilciir et iiiagicieu eiitre le.>< aiitres. II iiv a (»etit iii 
grand en Alemagiie, (jui ue piiisse faire (|uel(|iie coiite des 
impnstures et illusioiis de ('e inallieureiix. (jui aiKiit aprins 
i'art de Magie a Craeavv en Pnlogne, on idii cii ti'iioit eseliole 
de ce temp.s-la. Brief c" estoit \ n tont tel maistre en diahleries, 
(pic ce Zyto diuptel iimis aiions |)afle ei dessiis. «dnnue 
iis aunyeut este compaguons du niaiidit iiiestiev eii leiir vie, 
aussi fiirent ils ree()ini)ensez de nicsnie eii Iciir , . „ , 
mort. I. \\'ier dit (|ue ce Faustus fiit troiuie murt 
pres d vii liet en certain village de la Duche de Wirtemberg, 
ayant le cid t^rds et rompu. et la maison ayant este brisee 
a minnict. Ce sont loyer.s meritez par la curiosite niescliaute 
et du tuut insupportahle. 

Ponr reuenir ä Faustus. iai entendu de rexw (|ui le 
cüUidssüyeut, beaucou[) de elio.ses, lesquelles moustrent. (pie 
(',' estoit v!i maistre imposteur et isv^^^i''"^ Magieien, s'il faut 
apjjeller seience l'execrable occnpatiun dvn [^SO] lionime 
vaiu et niallieureux [)ai' dossus tuus autres. F^ntre ces iin- 
postures. i' en racunterai viic ridicule en ai)parence. mais 
diaboliipie en tuutes sortes. Car eile dese(Miure. conibieu 
Hnenient et .serieusement. voire en choses (pii nous semblent 
plaisantes, Feiinemi canteleux du genre humaiu essaye de 
nous ruiner. Pourtant est insu[ti>(n-table la vauite, ou plus- 
tost l'inipiete de ceux. ([ui cereliant (piebpie esbat et passe- 
tein[)s. dont [tersonne ue peut estre oifense, ce diseut ils. ce- 
pendant ne considerent [)as (|n'ils laissent en arriere Falliance 
de Dieu [xuir sacoiuter d'vii irreconciliable ennemi. Ie(piel 
tournoye autour d" eux comme vn liitu rugissant [xuir les 
deuorer. ou aguette iucessamment sa proye, aiusi (pie les 
chats qui a patte close et saus bruit dre.ssent embusclies aux 
oiselets qu"ils attrappeut. A cause de(pioy Chrysostome disoit, 
Si les uieschaus ue te diseut mot. tu as le Priuce Hdiiu-I. -u. 
des niesclians qui [xtursuit Ihomme, saus iamais cesser. Que 
tont ils autre chose, veu ([uils iou(Mit comme aux barres auec 
le furieux ennemi de leur saliit. et (piittent le camp de lesus 

107 



56 
1603. Pliili|)|)0 ( 'aiiierarius : McilitaliniKs Hislm-itjues 

C'liriist. atiu de passer eii celui de Satau, iie plus ue iiiuins 
que s'il y auoit trefues eutre eux. Car Dien (|ui a cree les 
hommes pour se trouuer en ceste guerre. veut (prils com- 
paroisseiit en leur rang anec les armes au poing. et ayent 
tonsionrs Tcpil onnert ponr se donner garde des enibuches ou 
des assaux desconuerts de leur ennenii coninre, lecpiel (ä 
Ja facon des experts et rnsez cliefs de guerre) saide de diners 
artifices, desployant sa rage selon qu'il conoit le naturel et 
linclination de ceux aus(|nels il court sus. On dit (pie l'im- 
posture de Fanstns tut teile. Se rencontrant vn ionr ä tahle 
anec quelques vns (|ni anoyent oui heancoup parier de ses 
Prestiges et tours de passe passe, ils le prierent de leur en 
faire voir (juehpie chose. 11 se üt fort presser. en tin par 
limportunite de ces banquettenrs, <|ui anoyent la teste 
es(,-hautt"ee, il promit leur nioiistrer ce ([uils vondroyent. D'vu 
commun consentement ils reipiirent (|u"il leur fist voir vne 
vigne chargee de raisins menrs et prests a vendanger. Ils 
cuidoyent, estans an niois de Decembre, (|ue Fanstns ne 
pourroit faire voir ce (|ui nestoit point. La dessns il con- 
sentit a leur deniande, et promit (|ue tont ä Thenre sans 
bouger de table, ils verroyent la vigne desiree: mais ä con- 
dition, que sans dire mot, ni se bonger de leurs places, tons 
attendroyent (|uil leur commandast de conper et cneillir les 
grappes de raisins: (|ne (|iiicon(|ne feroit autrement estoit 
en danger de sa vie. Ayans proniis tous de lui obeir, sou- 
dain Fanstns j)ar ses euchantemens cbarma de teile sorte les 
yenx et la fantaisie de ces bancpietteurs yures, (|u'il leur 
sembloit voir vne tres belle vigne, et en icelle antaut de 
grosses et extraordinairement longues grappes de raisiu. 
qu'ils estoyent ponr lors dliommes assis a table. Chose si 
uouuelle enflammant leur connoitise, et tont alterez de trop 
boire. ils empoigjient leurs consteanx, attendant (pie Fanstns 
leur commandast de coui)er ces grappes. Lui les ayant tenues 
quelipie temps en suspend sur ceste vaine sorcellerie. en vn 
clin d oeil voila tonte la vigne et ses grappes esuanouies. 
et chascun de ces biberons pensant anoir en main sa gra|)pe 
ponr la couper. fut veu [-''^1| tenir son iiez dvne main. et 

108 



1(>04. (Tlioiiuis Mi(lillctoii) Tiir lüackc lin.ike 

le coiistfaii ti-aii('li;iiit dr IwiitiT. |iuiu' le (M»u[)ei'; tfUenient 
qiie si (|U('li|ii vii mililitMix du i-oiiiinaiKlenient de reiicliauteur, 
se tust liasto taut suit peu, eu licii dr vciidaiiger viie grappe 
de raisiii. il se traiidioit Ic iicz tdiit uet. O'est ce (|ue 
meritoyeiit tels [)n>faiies. digiics daiitre iiiiitilatioii eiicor. (pii 
portez de curiosite iiisiipportal)le vouloyent auoir liMir passe 
temps dilliisions diaholiques. ausquelles vii ('hresticii iic 
peilt assister saus extreme peril. et ue doit s'v trouuer mille- 
ment, p(mi- ce (jin- crla sappelle blasplieiner et des[)iter Dien. 



9 t 

1604. (Thomas Middleton): The Blacke Booke 

T/ifi Blacke Booke. London Printed by T. (,'. for lett'rey 
Cliorlton. 1804. 

P- I1--1 

tficn anotl)cv Doovc iHH-niiui rcre''aiavi), tl)crc caiiic inüftiu^ 

out of tlic iic.rt roonic a uillaiiioiiö l'cifteiiaiit antljout a i?ani), 

ac if l)oc hab bceuc iiciu cut Düiiuie, life oue at Wapping. mitf) 

1)16 cnicll (^3artcr6 aboiit bie ||13)J '^lecfe, luhidi ftltl)i) reicmblcL) 

tiuo of r)errieks ^^^eifetaccö : {)e liaö a l)eai) of t)Qi)vc lifc onc of 

mt) 5!)iiiollc> in -Doctcr Faustus, iiU)cn tl)e olbc Il)eater crarft aiib 

trigbteb tbe i^liibieuce; .v)ie Sroioe mac nuibc of courfc 33ranne, 

ac' if all tl)c Aloiucr []ah beenc boultcb out to mafc l)one[ter 

mcn, 10 vuc^flcbli} moulbcb mitl] d)opy nnb creuijee, t()at 3 iöou= 

bcv l)oui it t)clbc tot]ctt)cr, l)ab it uot bceuc paftcb luitl) oiltanij; 

,!pty et)e' broiucö ictteb out iife tl)e rouiib cafcmcut of an 2((bcr=^ 

mane biuiug voomc, mbid) mabc l)iö ci)co loot'c ay if tbci) i)ai) 

bcuc both bamucb iu biö l}eab: for if fo bcc tiuo foulcö [)ab 

bcuc fo farrc fuurfc iuto ,'öeU=pitte0, tl)eQ luoulb neuer i)aiK iimlft 

abroabc aöaiue: .»oie '3ioftl]ri(le luere coujeu Wennauo to (Suvall, 

t()üugt) of a fofter conbition, aub of a more rclcutiui] f)umour; 

^i0 Gromeblacfc ^3}iud]atoe0, luerc almoft ()alfe an ®U front oue 

enb to t(]e otber, ae tl)ougl) tl)ei) iiioulb mbifper ^im in tt)e earc 

about a d)cate or a nuirtber: aub l)i6 iid)ole face iu generali, 

mae more beteftable ough) tt)eu tt)c üifage of nii) grim 'iHnter 

10!» 



58 
IHOö. "David Meder: Acht Hcxenpredi^teii 

Cei-l)eni;<. uUiid] il)cluc^ that all liiv boDi) bcfiDce aiae luaDc o} 
filt()i) ruft, aiiD ecacolc ajlicö: ^H Doiniio coiuiteiiaiicc [)c liab, 
alö if de inoiilC» lianc loofte tt)ii'n) milc iuto .^^eü, auD fccne 
Sisypliiis rouilliu^, anö Ixion fpimiinfl anb veeling: tl}UC' in a 
pai)vc of tioavi) elippevö, l}iö ftoifiiiy Dciu^liui] alunit biö anifte, 
an^ tiic vcab ^iittoiie lifc Aovcy out of t()eir f)olec\ l)c bcgau 
lifc tf)c triic (jampimi of a naiiltiiu^ l)Ouje .... 

58 

1605. David R/Ieder: Acht Hexenpredigten 

'pcl)t .pe^TuprcDigtcu X^ariiiueii i^ru bec leuftelö lliorD 
Äinbcrii bev .spe^X'n ä>nl)olben ßaubcrifcfien 2)md)ciileuten / 
?]ttldibicbcii K. eridiverfUc^cm ?lbfaüe t^aftcru m\h .5Uicltt)aten / 
Daöurd) Die 0)bttlid)e ?)taic[tät t]cle[tcrt niib 5Jicujd)en ünb 
3?ie{)e ic. nerbcrblidier ^diaben 3iu^efüc^et ^eridit luae bennögc 
t)cilii3cr @bttlid}ci vEd)rirft mcnuii^lid) baiton halten ;Hiidi oou 
S^ernftc luei^en barbei) tbnn fodc. (^)eftellet onb cietbait bind) 
Davidem Medervm, '|>faiT()errn in bev 3tabt Otebra. Eplie.s. ö. 
^abet nid)t gemeinid)afft mit bcn on[rud)tbarn ii>errfen ber 
TVinfterniy ftrafiet [ie aber bielmelir. I'ann aiaö l)eimlid) uoii 
idnen tjefdiid)! bae ift aud) jd)änblid) ^nfagen. X^ac allee aber 
aiirb offeitbar menny Dom Vied)t tjeftrafft anrb. Xann allee roaö 
offenbar unrb bao ift l'ied}t. (^iebructt ^511 ^>.'eip3ig in oerletjnng 
^aeob l^tpely ' Anno Christi Wi^(S n. 

iM. 401) 

(Se (lat inand]er -3)cenid) feine gaben oon (Mott an iiieif;(}eit - 
ücrftanbt fnnft onb fdjarfffinnigfeit aber er loolte atid) gerne 
aiiffcn lüie eö bod) mit bem :)iegiment ber lenffel oitD fonberlid) 
bei) ber ^ufammentnnfft ber isnl)oIben befd)affen niere. i?llfD dat 
mand)er Welt onb Öut 6()re inib :l\.iiirbe nor ber Seit l^lber 
er ift baran nid)t erfettiget fonbern lyolte gerne nod) mehr liaben 
onb gelten. is>ae folte nnn l)inbern menn ber böfe Weift fold)en 
fünintiigen l'enten bei)bee oer()eiffet ober burd) [41a] fein 
2^rad)engefinbe üert)eiffen leffet benn hav fie ]{&} in feinen gemalt 
tS-renipd 1V0 ergeben? mie mit bem X'. Jvanfto nnnb anbern 5d)marl3' 
Aaufti fünftlern gefd)et)en ift ünb nod) gefd)id)t. 

11(1 



I 



160t). 'riidinas lüii'k: Iic^ciilcn-Siiii'ocl (KiOTi 



59 

1606. Thomas Birck: Regenten -Spiegel (1607) 

Jl c 

Mcgcntcn epieiicl rarinncii alle fiomiuc :)u\VMitcii jlire 
^Kä()t ' uiini) ix'amptc bei) niokMi Dciufuniri:)it]cu OnTnipclu Der 
iJlltcu aiuu'nid)cinlicli ^ii felu'n liabcii: ^li^ic [ic in Wciitltd)cii luii) 
SBcltlidH'ii A>änMeu beijbcc ^ii jl]rcm ciini^cn .'öcit iMib ^citlid)eii 
Solfahrl biivdi Den iianluMi iMiift ibvcv Vcbeuy ,. Dt)iic iHnfto^ 
be^ C^icaiiffcno uiiD ikniiift otnco i^ittcii Oiamcuö fid) ucrlialtcn 
foUeii. -^uuli ^Hiileituiui Der id)öneit A>i[tortoii uom iMolticlii]Cii 
.Völlig Insia. au^ ber lieben i^ibel beii 2d)riftteu Lntlicri. imb 
anbevu guten :i^üd)ern getveiiilidi ^njauien iie^ogen unb .siiinmarie 
gepvebigt o>" (ibriftlidiev '^Nerianiiiiiui einee iivoffen ^Hbelö: 
33ei) Der ix\]räbnnf? "iiknilanb bef; (^)enrengeii (:>'bleu imb 
Dcften .v^anuö iMiilipfen uon ix-ttenborff ^ii (Mouicingellod) ber 
©nuibi'taiis; iior l'aliiiannn. ben 1l\ :LHpriliö biefeö lauffeuben 
KKx;. "sabrö im .öerrn feltiilidi entid)laften ^snb IVUtiuodiy 
norm (^)rünenDonuerytac] ganU reufreiiter ^nr (>'rben beftattet 
ift burdi -M. Thoiiiaiu iMrrf Der reinen ;Hngjpuri]ijdicn (iontejiion / 
iMib C^"üneürDibud)c> :;ugerl]aiieu i^farrern im Js-lerfeu ("^KMiHingeU 
lud) bei) ber C:^l)uvritrftlid)eu -s^auptitaDt .öei)Delberg gelegen: '^snb 
aiiff bei? ^Hbelv frennblid)C' 'i^egebreu uon jbme ' in Irurf uer= 
fertiget. Liitli. Tdiu. c. i'>vv. .Icn. tu!. li'.T. (vc> Dunrft midi 
and) ^nmeiien Da); Die :)iegiment imiD "sn^'iften mol aud) 
einee i^utberc Dürfften. ivetrnift ;^)U Aranrffnrt am ?3iai)n Durd) 
5Ricolaum .öoffman ^su iNcrlegnng "sobann Jacobi i^orjd) / 
Slnno 1(')<»7. 

'B. 157. Tie XIV. (yrinnernng. :)iegenten joUen :linibriager : 
ßigeünev ^i)bi((en ~:l\>ei)[fagnng ^^iiHiffenfunft für 2diieffen 
^auiiien nnnb 5ted)en (Mämfler 3d)UHUt3fiinftler Ocatioitätt-- 
fteder k. nid)t bulben. :}Uid) luae oon ben (5alenbermad)ern 
3n l)alten fampt (Jrflärnng be^ (2prnd)y: C^acob I)abe id) lieb / 
ünb (vfanm l)affe id). 

111 



59 
l()()ti. 'rimiiias HircU: liouenteii-Spieopl ( 1H07) 

_, . .. , '^siniD Dan Der Jcurfol ale ein -i^attcr ber l'üqen / 

fttfft Mivdi Da- '^^^^''■"'^ H''lci)c iicrmci)iite ^ibaricic-^cr lUorbtlmtcu aimi= 

^lOaiiaiicv rid)tcu t-icnun)nt ' [icdct man aiid) bei) biefer lei)bigcu 

v'üiu-n uici .s^iftori). 3u 'Dccapck' ' mar (i(]ri[toff ^li>ac]ucr / be^ 

Uiu^iürfv an. i^Qiiiiercrö Fausti ()inbcrlaffcncr ^ijcipcl ' in (yr= 

"rV ,'^^ ".'"'' tabrmia foiumen, / i:>an du .siaimmaiiit aiiff bcm 

J.dlet. in ^ r , 1 

feinoin "^iidi= ^^^^^'^^' beraubt / nmbtjebradjt ; Punb bic (Mütter / 

lein uoii nid 1000. ©ülbeu iiict)rt jbmc genommen luorbeu: 

Fausti >)Jub ba\i feine (?rben / bem / ber ben ^OJteerräuber 

_ ^!>ni"i"- namliaffHg madien fönnt 200. 2;f)alcr 3uge6en ]\(i} 

yx\] j..-ac\ ^,jj^,yj|^,^ -^^^ i'^u [id] 'l\>aqner nerlanten ' er fbnne 

August Leirli. i i ,_i 

in jetm l'l" offenbaiiren nnnb auff bte iserbeiffnnq biefet^ 

S^cbcnrfeii mm ©ülbtö namme er einen (5rifta(l / bejd)more .il)n / 

ber tauberen mtD tjtelte il)n cjeqen ber Tonnen / ba fa()en bte 

foi. (Ci. (ji-[ien ,/ bic ^ilbtnn^ bei^ reid^en .*ilauffmannö j ber 
mit jenem ani^öeiat)ren aber odn jdn deimfommen mare. (I^ann 
iüld)e CSriftaÜ ja Xeuffelcipieqel maren nor biefer ßeit gemein / 
onnb für (St)rfam ge()alten alfo bafj man [ic anff 3icid)ctiigen 
offentlid) feil gehabt. (Sin anmefenbcr junger *L''anbgraff aber / marc 
fo fromm unb geiuiffentiafftig ba jbme uon einem .^nträmer 
ein foId)e (J^'riftall ^,nfanffeu augebotten onnb bargereid)t mar / 
marffe er fie ^u 23oben / mit ^ovn / ha^ fte ^u Stücfen f^rang / 
oub fagt: Solle id) ben Seuffel fauffen? fo td) bod) täglich ©s^JS 
bitte / er mölle mid) für il)m gntibiglid) bel)üten.) 'i\>ic aber bem / 
ber Äauffmann mirbt nerflagt onnb uon ber S^berfeit gefragt / 
mo fein (>)efel)rt geblieben V @r fagte bay tonne er nid)t iniffen / 
er fei)e nor i()m t)er gefdiifft ob er aber oerfnnrfen ober er= 
fd)lagcn [1 .')<)] ober oom 93ieer oermorffen morben / feije il)me 
angu^eigen onmüglid). Wleid)er ©eftalt antworten and) feine ocr* 
flagte S^iener: 53(an lie^ eo aber barbci) nid)t bleiben / fonbern 
5oge fie et)n ' onb auff fel)r groffe AOlterpein befeunt ber eine 
.^nec^t ba| fie jbn innbgebrad)t i ba muffte ber .sSerr and) brau, 
ä^nb ale il)m ebenmäffige Strabata. Cliunla ge3ogen mürbe / 
befennt er mie ber Äned)t. -Daranff ergebt bae '-Isrtl)eil / baf^ fie / 
al6 93?eerräuber am lieben geftrafft merben follen. ^sn bem foni^t 
ber Äauffmann felbft miber ju l'anb / frifc^ tinb gefunbt / ot)n 

112 



KillK. 'I'linnuis lürck: l!ci:i'iitrii-S|iirL:i'l (IHO?) 

adcii ecl)a?cn uniiD cr^cliir Daf; ci uoin niiittoiiLicii IH'ccr ucr^ 
uiorffcu imut) au ff i]cl)altcii inori^cu ^a|"? ov au ciucni au^cr^ Ort 
tünff '^i>ocl)cu [tili [\(\m müncu. .^^'nc ncnnucu tjcjd)iiiinDt etlid)e 
(5d)cri"iantcu mit jbucn Cioii bctiiii-\lid)cu 'ii>at]ner ^ii fiid)en ,' ünnb 
ibrc ^iiHn)l)iiiiDci-t Ihalcr - i()mc unbcrnmb abyibriiirtcn oub ba 
[ic il)u autraffen uub einer ihn Lieini ;Hrui ennifdit luinD 
feft dielte fulir ')iHU]ner in Die .N>öl)e unub nannne beu mit fid) ,/ 
lief; il)u aber miber i^'ben / bnuD jo liart auff bie @rben fallen / 
baf; er ein in'iu ^erbrad) ,' je. isnnb beri]leid)eu Cn-empel finbt 
Diel / mil ^ur ^^Airunnc] uod) etlidie er^el)len. 
h) 2,. ITC. 

-yäd)t luenii^er tonnen bnter o^ofi» i).\>arfäc]er gc= ojaucficr foden 
^ogeu merben bie [WanrflerJ bie wiber jlir marfaejen f niciit gei^iiibet 
i^iit"\enfäi;\er finbt imub jlirer 5lserl)eiffnnt] uni^emä^ j uhti^ou 
bie füri]e^eii]te Tini] jemanben 3nni (:^ef).iött in ein aubere 
C^ieftalt mit Iserbleubuni-i ber ^Hnc]en ' fd^impfflid) nenuelflen. 
'^l>ie ber o^ub «iebediiaö Albertus .Magnus. loliaiiues 'IVitlie- 
Miiiis. Cunielius Agrip[)a, loliaiiuüs Faustus, (il)riftoff 
"Anicvier ' fein <liscipulus, ber i)3ibud) ^u (j'rfnrt ' unb aubere 
mel)r ejetbau l)abeu. Tann obmol jl)re iniffeu uid)t fd)dbtlid) i 
fo fei)n fie bodi fünbtlid) , meil fie uid)t natürlid) fonbern 
lenffelifd) mit uerbammlidier ßöntierei) i^etrieben ininb uerlianbelt 
lücrbeu. i'^tnb 3iuar fo bringen and) jljre uerjauberte (Meftalten 
mand)ömal i]ro^ -s^erlienleijb. 
c) 8. 181. " 
vEo ^at 5ol)anne6 ^-anftnö mit feiner Jenffelifdien Aiioii.ät.LeiTii. 
C^5anrflerei)('bei) etlid)en .perrn önb ')iitteru and) qroffe "' '^~"'^~"' '■^'^'' 
("^mai) erlanat. 'ibeldie >luu t uad) bem er meqen ^ , , 
feiner ^obomi) oon feinem unter Js-ranli oou i',| -- 
€irfini]en c]el)abteu Sd)nelbienft / abtommeu) er ^n 2vn)vor:inuto 
Äraeom erlelirnt onb bamit l)in onnb miber fo lanc] ^-'m- •'"• 
öagiert, rOi^ er entlid) in einem Alerfen in |18'2J 3iMirttenberg 
baranf; er aud) uid)t meit non ,\lnitlini-jen (mie ^j.,,, i,, |,,^. 
^iM)ilippuc felbft fd)reibt) bürtig mar ; ^u ''3iad)t oom Phii. de 
ilenffel mit ombcjebrebtem S;>ai^ ermürgt morben. (Voatione 

i^nb ift Oileid)mol fein ^octor t^emefen mie *"'■ '^•' 
AgTii^pa : aber bod) ein oerrümbter ;)auberer. Tann mie follt 

Tille: Faustsplitter. 113 8 



t)0 
l(iO(). Mii'hacl Saeliso: Ni'wc lveys(?r ChrDiiica 

man jlm in ^cr t)ol)en £cl]nl ^u 'iiMttcnbcri] (alc nciiilicl)cr "siilli'cn 
in Offenen Irurf iäljcliUcIi c\ejcl)rieben morben) ^n einem J^oetor / 
ja ^n einem 5)oetür ber m. ed)rifft iu'iiii^d)t l)abenV eo bocl) 
Philippus Melanchtlioii felbft nicl)ty auff in tielialten fonbern 
jn ein ^eit lang bajelbften mobnenbe omniiiin DiahoJoriiin 
cloacaiu, anff tentfd) (vencrenter jnfdireiben) ein SdieifViaui^ aUcr 
'Xcuffel geuennt i)at. 5)en andi (iiinrfürft ^-oliannee nie lei)ben 
mögen , fonbern i()n anfangen i^efeld) gegeben; nnnb er blo^ nnb 
fümmcrlid) / gleid) mie and) ]u ^}airnbevg entmifd)! unb ent= 
fprnngen ift. 

2ld) mann alte ^^erni inib 5lbenlid]e 'Kegenten / bi§ Crtc^ 
and) ^lofiannitev rrbene meren inib nad) bem (^^em^jel be^ l)üd)^ 
Iöblid)[ten (il)nrfür[ten Jo()annfen , nnb bem ^-ürbilbt bef] trommen 
Äönige ^softa?. ' gegen jold)em ©efinbt ' einem er[n][t brand)ten 
trnnb gebäd)ten au bie äi>orte bey ()ei}ligen 3lpofteIö 3oi)annic: 
[iC^arju ift erfd)ienen ber @of)n ©ntcö ' öaf^ er bie äl^errf bef^ 
3üaii. 3. y. N. -i^^'iiftt'l^^ ^evftöve.j eo mi3d)te bem übel abgeuiel)rt ' 
5ac. .'). y. -20. unb mand)er eeet uom Slobt gel)olffen mcrbcn. 2)a 
®ai.(;.ii.i!i.-2(). eö fünften gel)en luirb nad) biefen 'J\>Drten 2. '^.HUili: 
'^'^^'■^'"- -'•"■'• ''^- [offenbar finb bie il>errf bef^ ^'s-leifd)ey alc ba finb 
Abgötterei) I ßaubcrei) unb bergleid)en - oon mcld)en id) eiid) 
3UOor gefagt unnb fage nod) ^n oor baf] bie fold)ey tl)nu / 
merben bae :)(eid) (^nittec nit erben. J 



1606. Michael Sachse: Newe Keyser Chronica 

äleme A\ei)fer C5()roniea X'ariunen beutlid) begriffen iXUe 
9iömifd)e Äei)fer , oon Caio Jiilio Caesare bi| auff ben }l3tregieren> 
ben Äet)fer Kudolphum 11, ^.eber faft burd) fieben ober ad)t 
CSapitel befd)rieben :iinb in Ä^ier Il)eil oerfaffet. Teren Grfter 
2;^eil 5?ier onb Aunfffeig :)iömifd)e .viei)fer ' oom lulio, bi| auff 
Valentiiiianvni III. in fid) begreifft. lltit ynterfd)ieblid)er 3ln= 
melbung jt)rer 3tnfunfft / (Stamme^ onb '^cameuo: (i^r^iel)nng 
@eftalt 2lrt nnnb ^ieime: (Jmpter ^Il^at)(: OM)eftanbee .lliuber 
Sftegierung . I()aten / Slugenben onb gafter: Äriege^üge onb 

111 



IUI 
l(iU<). !\li(lKii'l Siichsi' : Xi'wc Kevscr ( 'lirnnuM 

Iiiuiii|.U): .\Ua!utl}cit loDt luib i^ci]iäbiu|;: ;Hiul) aller ^AMln^cl■- 
baren I^iiu]o ]o für il)rcr :1ihi1)1 unb ^obo i\cicl)c()cii fiiiD. ra= 
rinnen uicl OH'bcnrfiuirbigice I^tnt"tco (baranff baö ')ict-ii[tcr ^n O'nbo 
c\crid)tct) ^n finbcn ift: Wtt (lYoiii'v W\[)\: luib aIci^ anc> niclcr 
bci^lanbtcr Autlioni ed)rifftcn ^nfannnon i]cbrad)t. X'urd) ''3Jiid)acl 
(äad)icn / ^^sfarrbcrru \n i\.^ed)niar. M. !).(". VI. Cmn (Iratia et 
Privilegio, etc. ^3}iat-ibcbnri]t C-H'brnrft bnrd) ©alonion ')iid)l3en= 
()an 3*11 ncrlccjunc] vHmbrofij .SUrd)nerc ')• 

')iec3{[tcr: ^''-'^fninnoc Aanftno .">(>;) 

@. 308 

'äU Äci)icr (5arl mit feinem .'poff()alt gen "o>«B' '^- •^'^'^'^^^'^ 

brnrf uerriirfte marb babin and) mit t]ebrad)t Ü. ^^^^'•^^^^ ■^^^'"''■'^' 

loliaii iMustus. iiH'il er bnrd) eine Munt bielen , ,, 

' aiidiT -Alagn. 

Arei)f)erru , C'^bien imnb Wraffen tiel)olffen hatte non y,,^ ,-^,i„ (^g, 
aüerlci) fd)merlUid)en böfen Äranrf()eiten j()nen and) maDi ^i o>inV 
bnrd) feine fd)iiH"irl3e .siunft niel C"^"bentl)eiin' c^e^^etget. i-^riut 
T'a unn ber pi<H| Meijfer feiner uber C'>'[fenc t^eumr luarb ; bub 
er frai]ete luer er luere: ^NUb luaö für .Hünfte er fönte: Aorberte 
er jl)n nad) O'ifenö ^n fid) nub bewerte non i()me: Ma)i. iH\-icroii 
Ü\: fülte i()n bnrd) feine .Slunft l)erfür brint^en ben alter berü()me= 
ften Atei)fer Alexandrum Magmim: unb fein öemal)( in ber 
<s-orm ' Weftalt , (^iani^e nnb Weberben fo fie im [^^ben i]el)abt 
üub eieführt. 

J). Faiisli 

D. Faustiis antmortete ' er motte fo oiel er bnrd) omtiDoit 
l)ülffe feinem (^)eiftec» oermüd)te / it)rer Mei)f. Wa\). 'SH. 
bitte c^eioebren onb bei^erte '-]serfoncu erfd)eiuen laffen , luie fie 
i]eleibet unb im l'eben l)erc-(anc]en mereu: ',?lber bae folte o>t)v 'DJiai). 
miini i>av jre l'eibe nid)t auffftnnbeu / onb auff bif^mal auy 
ber O'rben berfnr femen: Ütber bie ol)raltc (^)cifter nield)e Aiexaii- 
(Irmii onb fein ^)emal)l c]efel)en betten bie fönten fid) in jl)re 
Aorm onb Weftalt oermaubeln babnrd) loolte er beijbe i^erfoneu 
ioart)afftii] "sbr I1tai). fel)en laffen in aller Weftalt j d. Fausti 
Wie fie Cjeleibet onb t-(clebet. :.H Heine "sl)r IK'ai). folte ^-Hoiioinvn 
i()m siifiiöt'!' öafj fie nid)tee mit jl)nen reben motte aber 



M 3» Li^'n '-Hu'öi'^aben von l<;i-') uiu^ im.'!, i. -Jlx lü. X. .0. 

115 8 = 



1()0(>. ^Iii-h;u'l Saehso: Xcwo Ivoysor Chron'u-a 

[27!» aj Liciu1)tit3cn möcl)tc er [ic [tillid)iiictgeut) mit l)öd)[tem 

.^^tel■allff ijiciu"! D. loliaii Faiistus am bcc^ .Uci]fcrö Wciuad)c / 
[idi mit iciiiem C<)ci[tc l)icuon ^u uiiterrcben ' imD i)a [ic öcr 
jad)cn dm morbeu ' i^ieiu] er aneberümb l)innein ^um .»ilc^fer / 
uiib liee bie :il)ür offen: '.Hlfo balbe trat imd] jm ()inneiu Aieijjer 
Alex. iMagni Alexau. Magu. in ber geftalt mie er gelebct: (Jiu 
gei'tait luol i^efelitec birfcy 93tännlein ' mit roten ober i]leid)= 
falbem oiib birfem 33arte / roten 33acfen ' unb einec^ öeftrengen 
'Jluße[id)tee / ale ob er 33afilif;fen 'Jtni]en t)ette batte einen 
ganlicn fd)bnen ooUfommen fd)onen .v^arnifd) an / trat 3um Äeijfer / 
ünb bürfte fid) für jbme mit tieffer Oicnerenli. 2)er Äei)fer luolte 
auff[te()en / unb juie bie .s)anb bieten / aber D. Faustus mincfete 
\i)m I hm ev0 nid)t t()nn jolte. .v^ieranff ncii^te fid) Äei)]er 
Alexander, unb ßieng ^nr -il)ür l)innauc\ 

Alexandri 33atbe bamnff trat i)erein fein (^)emal)l / in einem 

3iat>ni c^k- binnen Sammatrorfe ' mit tiülbenen etürfen ünb 
'"^^'^^'^ ^^^''^'^'^- ^seriell iie^ieret: Sie umr anö bermaffen fd)i)ne j ünnb 
rotberfid)t mie ÜJiild) onb :i31ut l lemjlidjt ,- onb einee rnnben 
3luc]efid)tey. 'i\>ie fie nnn ^etjfer ßarl lange mit oernumbernntj 
anöefd)air)et 1 fiel jl)me ein / bay er gelefen unb i"(eböret Ijette / 
iinu-tic fie folte im 5iari-en eine flroffe ^iintrluMi gebabt l)aben. 
@tunb berbalben anff oon feinem Stnle onb ging 5n jl)r / fie 
3ubefid)tigen ob er bi^ 3;i>ar3eid)en and) an jl)r finben / ünb 
alfo erfennen fönte / bae ber öeift in il)rer bei)ber geftalt fid) 
'Barl)afftiglid) oermanbelt bette: i^nb il)n nid)t mit falfc^er S'orm 
betrogen, ^ie ftnnb fülle / bürfete ben Äopff onb .^>alf^ / baö 
er bie ":ll^arl3e fel)en / ünb :?lngenfd)einlid) erfennen fönte. .s?iranff 
neigte fie fid) für ibme gieng ^ur Ibnr anc^ / onb oerfd)iüanb. 
i}ii]o gemerkte D. Faustus ben Äei)fer feiner bitte / trieb fonft üiel 
led)erlid)er ;?(bentl)eair am .söofe / onb erlangete eine gnte "Ikv-- 
el)rnng bamit 50g er binioeg. .\:iftori T). Fausti im britten 
If)eile fül. 1H3. \U. \:Vy. 



Uli 



Hl 
KiOT ndci' früher, .laniis .hu-nlms Huissanliis: De Diviiiatioiit' 

(U 

1607 oder früher. 
Janus Jacobus Boissardus: De Divinatione 

Iractatus [)Ostliuimis -huii flacol»i Ijoi.ssardi Vesviitiui 
De Diviiuitioiic et Magicis I*r;p..stigii«, (^iiarmii N'eritas ac 
Vanitas solide expouitiir per Dcsciiptionein Dcoriiin Katidi- 
(•oriiTii ipii (dmi Hespousa dederiiiit: coruiideiiKpie Proplieta- 
riini, Sacerdotiiiii. IMimdinduin. Sihyllanim et DiviiioruiiK (pii 
priscis Teiiipiiribus celebics Oiaculis exstiterunt: Adjuiietis 
simiil ninuimn Kffigiebus, al) i})so Autore e Geniiiii«, Marmo- 
rihiis. Taluili.sipie aiiti(|uis ad vivum delineatls; jam modo 
eleganter ;en iiicisis per -loli. Theodor, de Bry civein Oppen- 
heinien.scm. in ciiius Icoiio-Rihliopolio prostat. Opus Theo- 
logis, Historiris. Poetis. P(diti('is. IMiilosopliis, Aiiticpiariis, 
tani jucuiiduiu. (piaiii utile, imo vcro neeessarium: Ciiiii liidice: 
Opperdieiiuii Typis Ilicioiiyiiii (lalleriM. 

'lici]ifter: Fausti exi[s]tus tragiciis 18. 

p. IS. 

Auiniadversuiu est omni t'ere tenipure Magormii istorum 
exitiis tragiros exi.stere: Nam cuni illi eiim Diabolo 3i.,'>-oniin 
fuediis (unitrahaut. aut deditioue sui. aiit alio aliquo exitus ple- 
promisso. Dibiuou (pioque .se.se , vieissira certis ninique 
8p(»nsioiiibus, siiamque (»peram Magis obstringit: ti"'^"^"'- 
Sed ut pluriimini ante eonstitutuiii. et promissum tenipus 
vicdato societatis jure, niisera ilia inaucipia judicibus produut. 
et neeandos tradunt, animasque ieteruis suppliciis cruciandas 
abripiuiit. Quod in Zoroastre, et aliis aceidisse leginius. VA 
nostro tempore in multis. (piorum eorporibus per totum (jrbem 
Christianum merito ttamnue judirioruni politieoruni pascuntur. 
Sed ante omnes memorabilis est illa liistoria cujusdam Faiii^fi 
(iermani Tlieologise Dortoris: (lui cum opera Diaboli 

,. ^ . . ' . . r^ . J>. Faust. 

miilta m aulis i)rincipum, et prseeipuis (jermani« 

urbibus admiraiida fachiora perfecisset, tandem frustillatim 

M KiOT LH^or frülior; i^onii L^a-.- Ci-ucniplav ber .vUiuii^ltduni :>Mliliütl)cf 
flii ^^•^orliii ontliält einen lianbirfiviftliilicn t£-intrai.) auv Moicni "s^ilHO. ?. .V^. 

117 



62 
lt>(l7. I'liilipp Ludwig Elieh: Daemoiioinagia 

a Diemone discerptus per media fulmina, veutoriim violentiam, 
e«li fragores, et liorreudas tempestate.s abreptns est. 

62 

1607. Philipp Ludwig Elich: Daemonomagia 

31. Philippo-l.vdwigi Elicli, Ex Marpiirga Hessorum, 
Daemonomagia; Sine Libellu-s EPf^THMATlKOS, De Daemonis 
Cacurgia, Caeomagoriim et I.amiariim Energia. Daemouium 
nou habeo. Eraucoforti Prelo Ricliteriano, Impensa vero Con- 
radi Nebeuii M DCVII. 

a) p. 56. r^Hiaestifi IV. 

Pactum saepe etiam scripto confirmatur, quando nimirum 
Daeinou vult. ut iiistruineutum obligationis i)ac'iscens conficiat, 
et ehirograplium proprio scriptum et subscriptum sanguine 
exhilieat: (juale exhibuisse fertur Causidicus qiiidam ("oeci illius 
Magi Lutetiae suspensi socius et cousors. Eodem modo se 
(diligasse Faustum constat omnibus; is Deo reuuncians, totique 
beatorum cboro repudium mit [57] tens, Daemoui tidem 
spondens, et pactum sponsionemque cum ipso sauciens, proprio 
sanguiue ex leviter vuinerato pollice emisso, se totum ipsi 
subscripsit et adscripsit penitus, id(|ue uon simplici vice. 
Feceruut idem eodem modo alii. Vide Georg. Rudolph. 
Widman in Hisfo. Faiisf. jxni. 1. c/jj. KK 

b) p. ()5. Quaestio V. 

De Simone multa nobis scripta reli(|uere veteres. Irenaeus 
lih. 1. r. KK Euseb. lih. 2. c. 13. et Geor. Paidol. Widman, 
Scriptor novus. et loan. Eausti |)raeco. /'// hisf. Faust, 
par. 1. c. 5. 

c) p. (iT. Quaestio V. 

His continia illusionum illusorum exempla recitautur a 
Georgio Rudolph. Widman in hisfor. Fairsf. porf. 1. c. 43 ibi 
ridiculam invenies historiain de Johann. Theutonico. Vid. 
etiam Augustiii £'crd)eiincr, alias llennaii. ']^.^ibcfinb, Hebraeae 
linguae et Matheseos oliiu PiotVss. Heidelberg, (jueni fortassis 

118 



()2 

liiUT. I'lüli|i|i Ijudwii^ Klii-li: D.n'niniioiiiittiia 

sui |)U(liiit ii(imini.s. /// Uli. (icniKiiiico ciii lit. C'*"()ri[tlicl) ^e= 
bciufcu neu iJaiibcvci). xnh jicfifio noiiihic Vcrd)cinu'r. c/jut. i'>. 
7. et 8. Kadeni ixirtciitii praestigiosa et midc ;i|»i»areiitia 
.-sunt, (juaiKlo Magistri in iiitc Satliaiiira edocti tiirnias ecjuitimi 
et |)editniii. inagii(»riiiii(|iic exercitiuiiii ;m1 tfirorein liostium, 
osteiidiiiit ) iiti ille famosus Alngiis e (Jeniiaida ad CAESAREM 
(jueiidain evocatiis. inontes [()S] e((iioriiin et (•urriium pleiios 
])raem()iisti';iiis. de ([uo Ileiirieus Cornel. Agiipp. //h. '>. ejjisfof. 
Ejiist. 2(1. Il;iiic jirteiu, iit et caeteras Magoruni nnenias 
oiniies appiiiiK' ciilliieiimt lolmiiii. Faiistus. ('lirist(»i)li 3^\>aguer, 
Fau.sti famulus. ^ii>iltfciiicr uoii Otürt()aii|[cn, Sedechias ludaeiis 
(diiii Pliysiciis, et Mtdicus Liiddvici liiiperatori.s, item Abbas 
Spanbeimeiisis. Antouiiis Morus. lohami Theutoniens, loh. 
Se(»tus. Baiaiius Priiiceps Hulgariae, Albertus Maior. alias 
liobertns Icuffel, Candoniauni Dueis Normanniae lilius, item 
Nectaiiebus (|iiidam vir excelsus, ae plures alii, (pii omnes 
fuerimt Daemoiiis fainiliarissimi, (|Uürum Catalogus iam iioii 
excrescet, (|Uiiiii parcimus Celsitudiui. 

(l) i). M. (,>uaesti(t VI. 

Vide .... Luduvicum Milieliium im ^^|üilbcrteiiffcl, eap. 
lii. baemuU(d(tg. laeob Sereniss. Regis Aiigliae Hb. 2. cap. '). 
Oeorg. Rudol[di. AVidman /// liistor. Faust, jxirt. 2. c 13. 
M. loliaii. Phyldiuiu Fridbergensem shji. Ioiki. ca}). I. 
concion. ö . . . . 

e) p. 85. Qiiaestio VT. 

De Zoroastre teuebnus hostibiis (iti'iuideute, alii.s(iue 
stratagematis Magiei.s in conflietu Assyiioruiii. Assyrios pereu- 
tiente, vid. Hiub)!. Widman in Itistor. Faust, pavt. 2 c. IL 

f) p. Kto. Quaestin VTI. 

Plura et iiiuumera exempla ex elogiis Sagaiuin petita 
leetii admodiiin horrenda, legenda sunt ai)ud >iieol. Remig. 
Uh. 2. Daemanatat. cap. ^'. et Rudolph. AVidman. /// Hist. 
Faust, pari. I. r. 42. 

g:) p. 105. (Vuaesti(» VII. 
. . . Reinhard. Lutz Erytropolitanum ui ti-<(<-t. h'erum 
olint norarniii. de strigibus Anno 1570 Schledstadii Vulcano 



62 

lt)()7. l'liilipp Ludwig Elich: DaciiKinoiiKiiii;! 

oblatis, et lacob 'i^aüilf ^Ißon .'öt^cii nitb ^^^f)ol^e^ eap. 4. 
Riulol. Widmaii /'// h/sf. F/fKsf. part I. c 4'^. in Cüiisilium 
adliilieat. 

h) 1». li:i Qiiaestio VIT. 

Possuiit exhibere ('(»iivivia vel [iliaiitastica i)laue. (|ualia 
arbitramiir fuisse Pasetis apiul Suidam, de (\\U) sab q/iaesf. 5. 
Hoc modo superioribus arinis convivium praemonstrabat Scotus, 
ex ciiiiis epulis saturiet sibi visi coiivivae, mn\ fame vera 
eruciabantiir. Similia iiiulta exhibiiit. iiistruxit et iustituit 
lohau. Faustus: Vel exbil)ere convivia ex cibis veris; (juos 
cum Daemon praebet Sagis, in nocturnis comessationibns, 
iit|»lurimum sunt ex morticinarum pecudum carnibus, rebusque 
aliis. (juas homines babent pio dereli<'tis, suntque adeo mall 
gustus. odoris tetri, ut vix sint ve.scendo: similes ut babeant 
labra lactucas. ?*sonnun(|am tamen s})urcus convivator Dae- 
mon suaves ac liberales cibos apponit suiTeptiti<»s et alibi 
ablatos. sieut et potum e vasis vinariis. vid I>. Baivm. de 
l^iditeiiberg im .pevenbitci)lein. [)ag. 1.'). Sed rarissime. Divina 
enim iustitia raio id ixTuiittit, ne guiuiis liaec sit ad ines- 
candum efticax illecebra. Sal ut })luiiinum deest. saepe pa- 
[114] nis. (|uare desint, ignoramus. Attamen non dubitamus, 
si Dens sinat et ipse veiit, posse eum salem et panem. atque 
adeo delicatos. exquisitos et electiles cibos apponere et 
suppeditare, ut non raro suppeditavit excellentibus suis cul- 
toribus, quos ipsi verbulo i)r(»]ato in |)romptu babent. Ita 
lobann. Faustus, Cliristopbov. Wagner, loban. Tbeutonicus, 
Tritbeim. Abbas, et Herolffus quidam Abbas, Antou. Morus 
saepissime soliti fuerunt cum Daemone accumbere, genialiter 
vivere. coenasque dapsiles celebrare. Vid. liudolpb. Widman. 
in Ilist. Faust. i)art. I. c. 13. et alibi. 

Deo connivente et permittente possunt captivos careeribus 
et vinculis eripere, liberare et transferre. Nee mirum! cum 
id sula disruptione fiat. Huius rei narratio extat de Lupoldo 
Duce Austriae. lectu dignissinia in (Inon. Hirsaug. Tritbeimii. 
et in Widin. Hist. Faust, part. 2. c 12. 



120 



lti(»7. l'hiliii|i Ludwig' l-]lich: I )a('iniMi(iiii:iui;i 

i) [). 1 l(i. ^»iiaestid VII. 

I^egimus etiiim Nectanehuiu Ilegeiii et Miiiium certo 
modo et magico artilicio cereas coiifecisse imaguiKnilas, quas 
cum ipse postea iminergeret a(|iiis, certa praefatione adliibita, 
liostiuin uaves in iiiari similitcr iiicrsas et periclitatas, Agrippa 
Uhr. 2. ()ccnlt. Philosoph. <-<ij). I!K et Widiiuiii. /// h/sf. Faust, 
parf. 2. c. J'). 

k) p. HS. Qiiaestiu VII. 

Hoc aiiiiini iiiulti ad haciiiiiiiiilatriaiii saepiiis adiguidur, 
capiuutiir. in »'xitium et intciituni alMliiciintiir. illi niaxinie, qiii 
a certa Hde deviarmit. DaenKinis esca illecti. thesauris iiihiantes, 
quo.>< sibi a Daemone praemoiistratos cum animae et corporis 
periculn eruere coiiaiitiir. Hei. llist. vid. in Xicol. Kernig. 
Daeinonolat. c. 4. Hodin. Daeniou. //I>. .7. c. .7. Widni. in Hist. 
Fausf. parf. 2. c. II. a (|nii nisi in .-rhgav äyelaoTov fueris 
mutatus sine risii mui discedes. 

I) p. ISi). (.Micstid XV. 

Iliic retVr illud Simonis Magi factum, et Cvuoi)is ex 
Procdioro. cuius Histuriam in hicem edidit Michael Neander, 
et loliann. Tritheimii ex Angii.stino ^^'crd)eimcr, et Tulianu. 
Faust. t'X coutext. liistur. vuluar. 

in) p. um;. Quaestio XVI. 
Xarratidues cum longiores sint. (piaui ut lioe loco et 
tempore adscribautur. Ic^ci'c volenti digitum iiiteiulimus in 
Sax. (irammat. Ili^t. hau. Hb. I. ubi praelium Hadingi et 
Theuningi prolixe descriptuui. (Maus Hh. .7. r. 20. Godelmau. 
lih. I. de. Laut. r. H. Ivudolpli. ^^idman. in hisfof. Faasf. 
parf 2. r. 4H. 

II) p. -JOl. (.huiestio XVI. 

Postremo iufertur omiiiuo spoute inservire et famulari 
homiinlnis Spiritus f-JOJ] ilbts. (pios vulgus FAMILIÄRES 
seu MA(iMSTELLuS, seu MAIiTIXELLOS vocaut, qui Ciraecis, 
quod assidue adsint . nutunupie Dominorum observent, 
Ildgedgot, quasi Assessores et ('(insiliarii dicuntur. Tale Dae- 
raouium familiäre fuit Simonis Samaritani canis. ad limeu 
nstii cubans et allo(piens Petrum. Tale Daemonium fuit lo- 

191 



(<2 
lt)07. l'lnH|i]i Liulwii; Elicli: J ):UMiioiioniagia 

liaiiiiis Faiisti caiiis ater et pilusu.s. cui iiomeii Praestigiar, 
(louatiis aliquaiido Al)l)ati ciiidam, (|ui eiuii ad vitae 8uae finem 
aluit. Widinau. /// liistor. Faifst. jxni. 2. vap. 0. Talern cauem 
daenioniacum lial)uisse fertur Papa Sylvest. II. sibi adeo carum, 
iit maluerit regno Nea])olitaii() privari. <|iiam cauem diabolicum 
amittere. vid. Widiii. part. "_*. cap. '23. 

o) p. -iOT. Qiiaestio XVI. 

Hiiie accedit loliaiiii. Faustus Üiaboli h.xFoafdg, hoc est, 
vas in (piod Diabohis smiiii stemis iniiciebat, ex Ä'nübtliug 
oppidiüo oriuudiis. (pii postfjuam multa portenta magica 
exercuisset, tandeni in pago ([uodaiii inveutus t'uit iuxta lectum 
mortuus. inversa faeie. ("onfer Kudolphiim Widmannum part. 
uJtint. siccis oculis rem liaud lectunis es. 
\^) p. -JOS. (,)iiaestio XVI. 

Et alii, quoriim inHiiitus est lui- |2()!J] merus, vivi perie- 
ruiit igne. Exempla obvia sunt in auctoribus. qui haec Ma- 
gorum tractant portenta. vid. AVicr. de J^rffcsfi;/. Df/ein. Hb. 2. 
c. 4. Item Georg. Kud. AVidm. /// Il/sf. lunisf. jHtrf. 3. c. 18. 
et M. Cbristopb Irenaeum in lih. Ger>iiaii. ein fit. Spiegel Der 
-petten etc. in (piibus vel sexceuta sui)ra modum horrenda in- 
veuies, ex (piibns discimns, quae siut Magiae istius et /.vxo- 
(/ih'ac; stipendia, (pii simnlatae fructus amicitiae! 

q) ('atab>gus Auctdrnm. qui in Daemouomagia citautur. 
p. (•_>!. M. 

F. 

Fabricatores Mal. Malefic. 

Fausti historia. 

Felix .pämmcrlin. 

Fincelius. 

Franciscus Vallesius. 

Fulgosius. 

(i. 
Gellius. 

Geuuadius. 

Georgius Sabinns. 

Georg. Rudolph. Widmann. 

Gilbei'tus Cognatus . . . 

122 



II 

I 



l(i08. Siiiioii Jliiidliis: Colloquia II 

1608. Simon Maiolus: Colloquia II 

nimoiiis Maioli Kpiscopi Vvltvrariensis ('()ll(t(|viorvm, Sive 
Diervm Caiiicvlarivm Tonirs Secri/drs: Septem eolloquiis pliysi- 
cis nouis ac peiiitiis iiicuiKlis et admiraiidis. (loctissiiiiorum- 
(pie vii-druni liiculti-atidiiihus liiiic iiidc auctus et absoliitiis. 
Qiiihiis j)lci-(i(jHc t((iii iKilnrd', (jiKiiii (jiKi' pvd'fcr iidfnrdin, et 
<jH(t' Ins (iihiicriif fchiis, aiif ijiki' iihnjuc /iiii/f in n'<il>H m , re- 
cetixciifiir ordiiir, (j/ifiii scijiicns ixnjiini iiidicaltit. ( )[)vs Collee- 
tiim ex saci'is litcris. carinii iiiterpvetibus. Ilistoi'ieis, Philoso- 
pliis. aliariiiii(|ue nTiiiii onmiuiii tarn s('ri|>toi-il)Us. (|uaiu 
atte,stati()iiil»Uf> euruin. (jiii Orheni tiiiii terra, tum inai'i pci"- 
agraruiit. Editio altera ') priori aiicflor et corrcrtior rinn I'ri- 
iiilef/io S. ('(r^. Malest, pnx/lf. 

[). 1.')."). ('()ll(M|ivni III. De Sagis. 

p. ITC) ii. 

J'I/. <>rriirrit iiiilii iaiii cuiiisdaiii Idamiis Fausti. (sed 
profectft iufaustisiiiii ). Ciiiidliiiiiciisis. |)rjestigiatori>s '^) et Magi 
Patriiin iiostroriiiu iiieiiiiiria iiisigiiis. ((|ui ('racoui«i inagiam, 
vbi ea puhlice oliin docel)atiii\ didieerat) faetiiin, atcpie id 
quidein ridiciilmii. vere tarnen diaboliciiiii. Is. iii(|uain. cuiu 
aliqiiaiidu apiid iiotos (|U()sdain diuerteret, (|iii de ipsiiis pr;e- 
stigiatricibus actioiiibus iniilta aiidiiierant, ij ab co petieniiit, 
vt speciineii aliquod su* inagi^e exliiberet. lloe ciiiii diu re- 
cusasset. taiidem iiiiportunitate sodalitij. ii('uti(|iiaiii subrij. 



') Tic "iUirvoDo ift iintcvu'irfmct KJos. Tao P'ditio nitcra fduMitt fiit) 
nur auf bon crftcu ixiub ^u bc',icl)cn. Ta^ö uvjprinuiltdi uuU)l ciubiiiiDuiie 
ii>cvf crfdiicu Kios uevniutlidi ^inii erftcn WnUc um einen ^lueiten t^anb iier= 
niel)rt. ^ieix^leidie bie i*>ibiimiu-( Deo 'inn'leiU'V'ö oliI). Il)eob. ^rfunnüetter 
^um jiueiteit i^anbe. x'üifi-^ninb lueldier Jl)atiadien biejev ^^lueite 3i^anD Dem 
("'H\n\■^ rvaubinci ^uiieidnieben unrb, ift mir nidit befannl. Tie i'eriiiutlid)e 
Urau-öivit'e üon mos eriiiebt feinen xHulialt bnfür. Tac- 1-^iid) ift ein (_'>iejpräd} 
Aiuifdien Eques. Philosophus nub Theolo.oiis. Tie '-JlUyiV^tiC Mooruntiae KiK) 
hat t'ie 2teUe |). (I(i2; bie x'luv'iiaben Fraiu-dfurti liU-J p. 4.35; OfT('nl)acli 
Ki'.M ]i. 41».") 1) .')i). velUore beibe xHu^öcjabcu nennen Aaiift audi im ."HeLiifter. T. .0. 

"I o'" -J^'l' pryestigatori.s. T. .v^. 

123 



tu 

1(508. Meissner: Englische Coinocdiantcn (1M84) 

victiis. promisit se illis exhihitiirum, (|iiodciiii(|ne expeterent. 
Vuaiiiini igitiir conseiisu petieriiiit, vt exhiberet illis vitem 
plenam viiis maturis: putabaut eiiiin ])ropter alieimm auni 
tempiis (erat euim circa bnimain) hoc illum [»rjestare uuUo 
modo posse. Assensit Faustus, et proniisit, iainiam in mensa 
coiispectum iri (|iiotl expeterent: sed liac couditione, vt omues 
magno silentio immoti pr?e.stolarentui\ donec illos inberet vuas 
decerpere: si secu.s facerent, instare illis ])ericiiliim capitis. 
Hoc quum se facturos recepissent, mox ludibriis suis hie 
ebrije turbse ita oculos et sensus perstrinxit . vt illis tot 
vii;e mir?e magnitudiuis et succi pleme in vite pulcherrima 
appaierent, quot ipsorum adessent. Hei itaque nouitate 
cupidi, et ex crapula sitibundi snmptis suis cultellis expecta- 
baut, vt illos iuberet rescindere vuas. Tandem cum istos 
leuiculos alicpiandin suspensos in ipsorum vanissimo errore 
tenuisset Faustus; subito in fumum abeunte vite. vna cum 
suis vuis, conspecti sunt singuli tenentes loco vuae, (|uam 
vnus(|uisque apprehendisse videbatur, suum nasum, apposito 
superne cultello, ita vt si (|iiis immemor pr?ecepti dati, iniussus 
vuas secare voluisset, sei[)sum naso mutilasset. 

TH. Kt recte quidem illis accidisset, dignique fuisseut 
alia mutilatione, ([ui non ferenda curiositate spectatores et 
participes esse satagebaut illusionum diabolicarum. quibus 
sine grauissimo periculo, vel potius i)iaculo. Interesse Cliristiano 
homini non licet. 



64 

1608. Meissner: Englische Comoedianten (1884-) 

ine Englischen Comoedianten Zur Zeit Shakespeares In 
Oesterreich Vtni Johannes Meissner. Wien. l<s,S4. Verlag 
Von Carl Konegen 

S. 7(). Brief der Erzlna'zogin ^Fagdalena au ihren 
Bruder Ferdinand in Hegensburg, belindlich im K. K. Staats- 
archiv zu Wien, vom 21. Februar KIOS mit einer Nachschrift 
vom 'l'l. Feln'uar. 

124 



<)4 

1()()N. Mt'issiu'i': Entiii.st-Iic 1 'cnnoiMliaiiti'ii (lfS84) 

S. TS. 

iiiicst 1"-. L. iil.'icli ;mcli schreiben, was die iMiiiclIeiider für 
Coincdi i;elial)t liidti'ii. als l^rstlicli wie sy sein am niitwdch 
naeli licclitmessen [(i. b'ehr.]') Iier klionnncn. Iialicn sv am 
pHngstag" [7. Fel>r.| anssgerast, am freitag |N. Fel)i-.| nachher 
lial)en sy die Cnmedi von den Verlernen sehn gehabt, wie 
zn Pasan. anib sainstag [i). P'ebr.] v o n (; i n e r fre in m e n fra wen 
von Antort" ist gewiss gar fein vnd /iichtig gewest. am 
sontagl 10. Febr.j haben sy gehabt von dem dockhtnr Faustus, 
Am Montag [11. Febr.| von ein Herzog von Florenz, der sich 
in eines Edelmanns tochter verliebt hat: am Frchtag 
[1l'. Febr.j haben sy gehabt von Niemandts und iemandt, 
ist gewaltig artlich gewest; am Mitwoch [18. Febi-.| haben sy 
gehabt von des fortunatus peitl und Wünsch hietel, ist 
auch gar schön gewest; am pfingstag [14. Febr.] haben sy die von 
dem Juden gehalten, die sy auch zn ])assau gehalten haben; 
am freitag [Ki.Febr. | haben sy und mir ausgerast, am sambstag 
[17. Fei>r.j haben die Patress ein Comedi gehalten von 
Cipria, no und Just in a. ist gar fein auch gewest, aber 
haben die ]»uoben nit so wTill agiert alss sonsten. am faschüng 
soutag |ls. Febr. I haben die khöch ihr hoclizeit gehabt; dar- 
nach haben mir vmb 5 gessen vnd zu nachts nach dem essen 
haben die Engeilender wider ein Comedi gehalten von den 
■-' priedern khüng ludwig vnd khünig friderich von 
Ungarn: ist ein erschröckhliche Comedi gewest. ein so hats 
der khünig Friederich alss erstochen und ermördt, am un- 
sinnigen Montag [10. Febr.] haben sy wider ein Comedi ge- 
halten von ei n k h ü n i g v o n k h i p e r n v n d von ei n 
herzog von Venedig, ist auch gar schön gewest. [79] nach 
der Comedi sein wir wider in schütten gefahren vnd zu dem 
nachtmall hat vnss der khisell zu gast geladen und darnach 
ein tanz gehalten: da sein 2 uuderschitliche parteyen Stath 
Frawenzimer hinkhommen, die ein sein khlaid gewest wie 
Unsere biege paurndirn. die Andern wie die glückhgöttin, 



') 3)ie Xatcn in AUaiinitcrn fin? vm\ mir in t'icn Jovt ciitciefrinUien, 

125 



65 
1609. Saiuucl IJ.uvlaiuls: ( '.miiilclc W.ii'ks (1880) 

gestern |"iO. Fchr.] liaheu die patress wider ein Comedi ge- 
habt, von hinter vollen lenten, was eines alles olin hebt, 
w^ann eins voll ist. K. L. sag halt dem oti'enheinier es wer 
ein rechte Comedi für in gewest, er liet mir alss anslegen 
miessen, was bedent hat. vmb 5 sein mir luiher wider zn 
dem essen gangen vnd haben die Engeilender wider ein 
Comedi gehalten von dem reichen mann vnd von dem 
lazarns; ich khau E. L. nit schreiben, wie schön sy gewest 
ist. dann khein pissen von pnellerey darin gewest ist, sy hat 
vnns recht bewegt, so woll haben sy agiert: sy sein gewiss 
woll zn passiern für gnete Comedianten. 

65 

1609. Samuel Rowlands: Complete Works (1880) 

Ihe Complete Works of Samnel Rowlands 1598 — 1628 
Now First Collected Volume Secoml Printed For The Hun- 
terian Club MDCCCLXXX. 

Leaf. [34]. 

The Knave Of Clnbbes. Printed at London for W. Fere- 
hrand, and are to be sohl at Ins s^liop in Popes-head Pallace. 

\cm. 

Leaf [47] p. 27. of The Knave of Clnbbes: 

Ä Gull. 
One wittily describd a Gull, 
In different sort and khide, 
and to the life doth paint a fop, 
For eves that are not blinde, 
His first Gull feares a silken wench. 
Her veluet gowne doth scare him, 
Another weares a siluer hilt; 
Yet euery boy will dare him: 
Next commeth fashions lack-an-apes 
A Gull composd of pride, 
That hath his goodness in good cloathes, 
And nothing good beside. 

126 



l()()!t. SaiiiurI |{,,wlaii(l.s: ('(Mii|ilcfo Works (18R0) 

Alul iastly licc's a (iiill (tf (Iiils. 

Tliat makt's an oiitward seeniin<i'. 

Yetli liatli not oii« poore oinice of wit, 

Tliat s wortli wisc iiich.s esteeniiug, 

Hut viito tliese lets ail a <iul. 

Tliats verv hite fouiul out. 

\VilI s|M'ii(l liis liuiiig, land aiid wealtli, 

To lind coiKdusioiis out. 

Heele niake von hread ot" [)onipion seedes 
[28] Sliall far excell all wlieat, 

And witli a kinde of burning glasse, 

lu Suniie, roast any meat, 

Heele teacli an a[)e to speake good french, 

lack-daw to write and read 

And luis a trickle to vse a Cat, 

That slie sliall Ferrets breede, 

Yet thesc aro all inferiour things, 

To those bis wit hatb fouiid. 

Sucli secrt'ts neuer werc discbjs'd, 

Vpou tbis eartbly ground. 

For sbortly be intends to tiie, 

One wing is almost made, 

To put downe simple Dedalus, 

He dotb biniselfe perswade. 

I)Ut See bow wise ingenious meu, 

Do often ouer-slip! 

A craftier knaue tlian lie (of late) 

Had gut liiui ou tbe bip, 

Wbicb sould bim a familier sprite, 

A Deuill in a box. 

Au artiticiali Hie of silke, 

(^A deuill witli a pox) 

For tbis niy (lull giues twenty pound, 
[29] (Would I minbt seil bim flies) 

ßut he sbould learne besides forsooth, 

To make a deuill rise, 

Tbis was allowed to tbe matr-h. 

127 



«5 
1605). SaiMucl l^>\vlall(ls: Cninijlft«' Works (1880) 

Au(l lit' luust fall to rlianiie. 
So l)(>tli against the i)oiiited day, 
Themsehies for spiiits arme. 
The Gull gets on a surplis. 
With a Crosse vpou liis breast, 
Like A//eii playing" Faustus, 
in tiiat maniier he was drest: 
Aiid hauiug all his furnitiire. 
He Steps iuto the ring. 
Saies his instriictor stir not out. 
1 raust goe feteh a thiug 
Is left l»elo^Ye, 1 needes inust haue 
So out of dore he hies, 
Vnto an officer hard by, 
Saying sir in any wise, 
Come with all expedition, 
1 will bruig von to ;i place 
Where a most wicked creature is, 
A wretch that wanf.eth grace, 
Raisiug of deuills. which you kuow, 
[30] The law doth straight forl)id. 
The action is so horrible, 
I durst not keep it iiid, 
The officer in all the hast, 
Vnto the house repaires, 
And his director wills him goe, 
Directly vp the staires : 
Meane while. hiuiselfe slips cleaue away, 
The Constable comes in: 
And in the Kings name chargeth him 
To ceasse Ins hellish sin, 
Art thou a raysing deuils beere, 
I Charge thee to obay me, 
Quoth Gull, if 1 should stir a foote, 
Ten thousand spirits would slay me, 
Keep out uiy circle. come not neare, 
Say you faire warning haue, 

128 



65 

lliDIt. Saiiiiicl Kdwlaiids: ('.nnplctc Works (1880) 

Depart l)ct'ui-i' tlic hciiill (•oiiies, 

T.cast lu'll Im- luade tliy graue, 

llt' raise the gliost of Hercules, 

Sliall hraiue thee witli liis cluh, 

I)(ist tlioii not See a smoaUe appeare? 

Wliy iiow cunies Belzehuh, 

1 (•(iiiiiiic tlice he goiie 1 say. 
l-*i| Depart l»y I-^ee, Fa, Intnr. 

No\v h'(((/u, (Vayo is at liand. 

Look wlier liis liorne.s do come. 

The oftieer iiuagining, 

He saw somethiiig arise. 

Kau dowue the staires hälfe mad with feare, 

Aud helpe, clubs, halberds cries: 

So appreheuded liiui preseutly, 

Aud carries hiui away, 

Vuto a lustice, where the foole 

Had not a word to say, 

J)üt ouely that he uient no harnie, 

Aud would a deuill see, 

AVliy ((uoth the Maiestrate. thou shalt, 

rie send thee where they he. 

lücaruate deuils, such as (h» 

Assume a liumaue sluipe: 

To uewgate with hiui preseutly, 

For playiüg Plutoes ape, 

where wheu he came he found the knaue 

That taught hiui eouiuration. 

Villaiu ((|uoth he) ba.se rogue aud slaue, 

Is tliis your eharmiug fashiou? 

To couseu nie of twenty pouuds, 
[32] Aud briug me beere to hell ? 

Kinde Geutlemau (saide he) forbeare. 

He recompence you well. 

Of purpose 1 haue met you beere, 

Because you shall see arte, 

To morroNv l)y a spirits helpe, 

Tille: Faustsplitter. 129 9- 



Itilo. Bihliotlioc-a Exotii-a 

AVe botli froiu hence will part. 
And all tliiiiiis I haue promis'd yoii, 
Sliall he perfoniid at füll, 
So iiext day got hiinselfe releas'd, 
And there Icaiies goodman (iull. 



6(> 

1610. Bibliotheca Exotica 

Dihliotheca Exotica. Siue Catahtgvs Ot'Hdualis hihrorum 
Peregriuis Liugvis Ysvalihvs Scriptorvm. Videlicet Gallica, 
Italica. Hispanica, ßelgica, Anglica. Danica. B(diemica, Vn- 
garica. etc. omnium. (|iiot(|in)t in Ofticinis Bihlidpolarum in- 
dagari potueruut. et in Xundinis Francofurtensihiis prostant, 
ac venales: hahentur. La Bihliotheque Vnivtn-sail. Contenaut 
Le Catalogve De 'Yoyr^ Les Linrt's. (|ui «mt este iniprimes ce 
sciecle passe, aux langues Fnnirdise. Italieuue. Ksi)aiguole, et 
autres, (|iii sont aiiiimrdhiiy ])liis (•(»mmuiies. despuis 1. an. 
1500. ius(jues a Tan pvesent Kilo, distrihuee en certaiu ordre 
selou les inatiere.s y coutenues. et les surnoms des Antheurs. 
Cum (iratia et Priuilegio (';ies. .Maiest. ad deceuuium. A 
Frankfonrt. par iMciTe K(»j)f. Anno MDCX. 

ig. r)4:). uiUei „•)aiibcvci)" 

J*. ^soli. Aaiiftcu .N>i[toria iinc er fid) (\cc\<:\\ Dem icuifel 
Quft eine benante ^eit iien"d)viebcn unie er l)ie 3iinid)eu für felUam 
'^Ibcittheuiur gefelien felbo aiu]erid)t luib tietrtebeit bif] er ent= 
Itc^ ieineii uerMenten 'i'ohii empraiu^eii. Aranrff. "sfb- ^picf; 
15,S7. 1.')!)]. s. .Mamburi; KIOO. 4. 

i^ou X^. "s'-''l)itn. ^-auften ein erjd)rcrflidi i^)ejd)id)t allen 
C>)üttlüjeii ^um jd)rerflidHMi (>7-enipel niib treinljerUiger :ii.Hn-iuuiö 
Oieimen lüetje / 15Ss. in s. 

1. 2. Ulli) '-'k Jbeil Der unuiDer jelUam mib iHbeiitl)einin-lid)en 
Jeuffele (^3eid)id)ten mint) ;]auber Munfteii Der l)rei)en uieitberü()mb- 
teil ;^)auberer unb leuffeiö äu'rfdjreiber. 3tlc^ ueinlic^ 4). "sohanii 
ys-aiifteu fampt feinem Aamiilo (ihriftopbori ^^inii^ner nnb "sacobi 
(Ed)oltuö ' .pambiirg l.')'.»s. in 4. 

130 



H7 

l<)I(i. Staticiiicrs" ( '(nii|i;iiiy. ( 187<)) 

3«m ')ii\]iitcv: 
(5l)ri[topl)oiiiö \\':ii;iR'i- .vt;). 

67 

1610. Stationers' Company. (1876) 

A Transcript < >f Tlic :)ici-ill'toro (»f Tlii' Company Of 
Statioiiers Of London i:):)4 l(i4() A. 1). Volume III. — 
Text. Kntries Of BiM.ks 10 11 .luly l(i-i() (Kntrics Of Free- 
men To 81 December 1()4<). | |Siuce8sioii of Ma.ster Printers 
In London 15<S(; — 1(;:^)(;.] Kdited Hy Kdwai'd Arber. Assoc. 
Kings Coli., London: F. S. A. Editor of Hk^ F/'rsf pr'ntted 
Eniilish New Testament, tlie /'Jii<//is/i Hcprints, and The first 
T/iree Etu/lis/i Hooks oh AiiuiiiK. Tliis Copy is the propertv 
of The Library Of Tlie l'niversity Of Clasgow. Prirrtte/i/ 
Tr'nitciL London: 1 .luly is?!). 
p. 44-2. 

\'M Septem bric IKiloj 
.lohn Wriolite '. Assiuiicd oucr t(» liini froni Thomas 
Husshell ;ind witli Consent of master 
Adsinies wurden vnder bis Iniinl. tliese 
2 Copyes followinge xij'^ 

TItc (jotc of S//OII or reli(/ioiis nieditations 
of thr DeutlH' <>/ CHRIST JESUS \. 
Thr traij/ral/ liistorij of the horrible life 
Ollil Droth nf Ihu-tio- FFAJ^STUS, 
written l»y <' M 

(>8 

1611. Daniel Schaller: Zäuberhändel 



Räuber .sSdiiDel 2ld)t i^vcLiicstcn "i'bcr t^ai^ 3lc^t unb ]^\wa\\'- 
lügfte (5apittcl bee (ärftcn 33ucl)Cö S;nnuelis, rariuucn not(niH'n= 

131 9* 



68 
Kill. Daniel >Seliall(>r: Zäuberhändel 

biger niitciridit > uiib trcuiljcrtiiigc Slnirmiiig flcict)id)t öou maiid^cr= 
Ici) art uiib (i>)eld)lcd)t ber ;)aubcrci) : :}lud) mai? nou einem jcbeu 
511 lialten imb ^11 glauben fei) ober uid)t: ^IiHinimb (^)ott bem 
S^euffel i nunb feiner ;]auberburfd) fo niel geftatle nnb ^ulaffe: 
Sie man fid) am beften für ßauberei) üeniia()ren ; ünnb bie 
üerl)edifnnij l)intertreiben fonne: 'i^nb luie bie iiH'ItIid)e S^brigfeit 
mit fold)em Xeuffelegefinb procebirn unb üerfa()ren folle ' bamit 
fie bcn bingen nid)t ^n üiet / nod) 3U mcnig tl)ue. ®el)alteu / 
burd) Dauielem Scliallerviii, Pastuni 3U ^tenbel. lila rel 
rumpant Sata)ia', plure^ mihi 'prcßsto Stnif comites, circum 
qui Sita castra locanf. Webrncft ^n ''lliagbeburgf ^ei) ^^seter 
(gd)mibt 3» 5?erlegung ^sotjann Js-rancfeu / 23ud)fül)reni ; ^m 
3al)r Kill. 

a) 331. 31a. 2)ie .^ierbte "^.^rebigt ; i^ou ber ßäubereg 
m. 36 ai) 

Faushis. gilt foId)er (^5efell ift ^u unfern feiten Faustus 

gcraefen uon iiield)em mnnberfelUame i^offen er^elilet uierben / 
"äie ba}^ er mit feiner ;-')änberei) yi megen brad)t ba\] man nid)t 
anbere gemeinet / benn er uerfd)lnri-e ein gelaben .s^emmagen mit 
dio^ Dnb 93knn. -^\ib bergleid)en (*')anrfelei) inelmel)r.j 

331. 38 a. 2)ie fiinffte i^rebigt / i^on Räuberei) nnb ßiinberern. 

b) m. 45 a. 

3llfo fu()r Faustus einmal)! in ber '^•aftnad)t mit feiner ®e= 
feüfd)aft nac^' bem fie ^u Tcad)t bal)eim geffen batten / 3um 
(£d)laiftrnnd-' au^ 5)?ei[fen in :^et)crn gen ^alUbnrg inö 33ifd)offi;( 
Äeller / über fed)lüg meileu , ba fie nod) einen ^Sd)(afftruncf gc= 
tt)an / 2C. 

c) ^l. 53 a. 2)ie 3iebenbe iU-ebigt ' non ber ;^äuberei). 
231. 5(5 1) 

.v)err Pliilippus bat ben Xenffelifd)en '^Bnben Faustum offt- 
malt" fe()r ernftlid) geftrafft ' nnnb iierma[)net uon fold)er leuffelei) 
ab^nlaffen. 2)er antmortet i()m einf^mably ' A^crr Philippe, ^{)y 
fabret micb att^eit mit rauf)en 3\>orten an \ ic^ mit eud) einmabi 
ein fel^amen '^soffen reiffen / unnb mad)en menn i()r mit emeru 



') 'i>t)rf)er finb ^.Jllbert 11. ^.'aiu^ini-(On, I.iittonl)cim iiuD CHiniiiiiiö 3U^rippa 
al§ 3rtubercr c\cnannt 2. .s>. 

132 



fül 

1*'. 11. (nMii'u' Draudiiis: Hiiiiidtln'ca ('lassica 

!liici)i-\diu"icrn ^ii Iifcl)c [ilicii l1^^ cffcii uiollet baf; alle löpff 
mit bcr epciic in bcr .siiiclien ^um ed)orn[tciii l)iuaii|; flici^cn 
folleu ' r»niib jbr mit cmrcn (Säften iiict)tö iiH'rbet ^u cffeu ()aLicu. 
^araiiff aunuortet if)m .'öcvr Pliilippus. ^ac' foltii mol laffen / 
id) f)officre Dir in Deine huift. '-l^nb er miifte ec- aiid) laffen. 

«9 

1611. Georg Draudius: Bibliotheca Classica 

Dibliothcca Liltrowni ( Jeiinaiiicorvui l'lassica. T^ae ift: 
SIier^eid)nnf; aller nnb jeDer !Süd)er ' fo faft bei) benrflid)en ^saren 
in Ientfd)er epraad) iion allertianb lliaterien l)in ünb miber in 
5rnrf anfu^ani^en ; mib nod) Den mel)rertl)eil in ::J3nd)läben tje* 
fnnben merben. 5>arinnen nid)t allein Jebere Jvacnltet in jljve 
befonbere Classes bergeftalt ift abi^etl)eilct baf, fo mol bie Wa-- 
tericn / alv and) bie Aiitores (befonberlid) nad) |t)ren j^nnamen) 
ordint^ alphabethieo, fanipt ^Hn^eißniu] mann i wo / nnb in mai3 
<s-ormat ober Wröffe ein febee getmift ' c\anU leid)tlid) imb ol)ne 
befonbere l^iülie ^n finben. eonbern and) ACift iebe 33iid)er / 
meld)e nid)t ein ieber ^n feiner tiebürenben Chtss onb "IVaterien 
^n referiren unffenfd)afft bat nmbin ein iebee öebbrit] mit 
einem * :?lnleitnni\ iiefd)iebet fo mol and) mo beriileid)en Dtaterien 
anbermertlid) ^n finben ^n iierftänbtlid)er '•3cad)rid)tnn(.:( mit einer 
Jg^^ ^.Hnmeiffnni] t^ei^eben loirbt. Dnrd) M. Oeorgivm Drav- 
(livni. Adriauus lunius iiujuit: Prurieiitem (|ui(lüis cliartis 
IllintMidi lii)i(linem iiifeliciter abortiri. <;jec(iS(|ue parere catulos. 
IKit 'Kom. Äei)f. '33fai)t. i»;-rei)beit ' anff ^eben Jar nid)t nad) gn^ 
trnifen. Wetrncft ^n A-ranri-fnrt am ''))Jai)n biird) Aobann 2aiirn/ 
in '-iH'rleiiniu^ i^eter .viopffen. MDCXl. 
2. 44:). 

1entfd)e .öiftorifd)e ^iid)er. 
e. :>4;j. 

p)anberei). 

inm i^nbolten öeven onb ;5anberern uninberlidie (Mefd)id)tc. 
A-ranrff. bei) iniltbenio in 8. 

133 



70 
KU.'). U. C: Tho Times" Whistlo. (1S71) 

lohaii. liodiiii De Magoi-uin Dieimuioiuauia, oom aii|;gc= 
iioffciicn iiiütigcit -Xeiiffeledeer :)aubcrcrn .s^evcn uiiD .pcvcn= 
meiftcv , ä^nl)oli)cu inii) leiiffcly bcicDwcrcr unbev CD. 3>ot)aiiii. 
3\>ier de prsestigii-s D?emomim auf^gangcu iicrtciitjcl)ct biivd) 
:^sot). Atcl)avM I.e. i£tmf;biiii] "s'-"'bin lö.SH in <s. lö!)! in fol. 

T. ^sol). J>-aiiftcu .s>iftovia luic er fiel) (\C(\cn Dem Iciiffcl 
aiiff eine bcnaiitc ^cir ucrfdiricbcn wav er bie ^iiiijc()eu \m 
felkame ^^Ibeiitbemür flefeben felbö aitcieridit inib (getrieben / 
bif^ er eiulid) feinen nerbieiiteii l'obn empfani,]en. Araiirff. ^ol). 
6pie^ 15N7. 15!»1. (S. .s>ambiirr^ liwio. 4. 

^Ihui r. "söbaii Aaiiftcii ein erid)rerflid) Wcid)id)t / alten 
©ottlofen ^nm fdirerflidien (vvenipel nnb trciuljcrlpiger 3A>ariuing / 
'Keimen meije l.">ss. in s. 

1. •-'. nnb ;-). Il)eil ber aninber ieU3am nnb 3lbentbcmrlid)en 
leuffelo 0cjd)id)ten unnb ;)anber >\nn[ten bei brei)en meitbe* 
rübmbten ßaubcrer nnb lenffelö i^erid)reibcr. ;^lly ncmlid) 2). 
>,obann Js-auftcu fampt feinem Aamnlo C5l)riftopbDi'i 2\>agnev 
nnb o-i^^'i-^ibi ed)oltuc^ .'öanibnrtj / 1598 in 4. 

^m 9U\"|tfter nnter a- 

^sobann Faiiss ')43. 

unter 8. 

laeol). Schottus 54;^ 

unter S. 

(ibviftopbornö Wagner 548. 



70 

1615. R. C: The Times' Whistle. (1871) 

^()e limec'" ä\>()iftle: or 31 %nvc -Dannee of eeuen @atirei^, 
anb Dtber >l>oem!3: (iompileb bi) ')i. (5., Went. Nuw First Edited 
Fruin Ms Y. s. ;;. In The Library of Canterbury Cathedral; 
3i>it() o-iitrobnetion, Ocotee, anb Wloffari), By ^. M. Cowper, 
Editor Of •Kiiglaiid In Tlie Reigu (»f King Henry The Eightl»,' 
Etc. London: l'ublislinl For Tlic Farly Fngli.'jli Text Society, 
By \. Trübner and Co.. (K). Paternoster Row. MDCCCLXXI. 

134 



70 

Kil.'). H. ('.: 'I'ht" Times' Wliisllc. |1S7I) 

p. 41.eat [h\\\ 4. [Agaiüst Aviirice. IJrihary. Apostasy.] 

p. 64. 

Pi.stor was fallii liitd great poverty, Pistor, who 

How come he to grow rieh tlm.s sodeiily".' w^i'* p<'f>i", 

For he (.f late hath inatchd his (huighter "'''^^"'^•^•^ '"' 

,, tlauiilitcr with 

well ■ . , 

a ricli man. 

Viitn a gentleman, as I hear teil. 1(;<»4 

(>f faire demeanes, and great exteiit dt" üinhiikI. 
And iiiade her portioii wortli five thuiisaiid [)uiiiid. 
Why, uuce w/thin these five year (as was tlinught) 
Ten poundp.s' wonld all f/w wealtli he liad have hought, 
Aiid iiow lie "s in his thonsan(U^.sI This (|iiic-k cliaiige, 
This sodaine metamorphosis is stränge. 
Helike he liath found ont some mine of golde, Pm-haps the 
Or eise ///e Fairies bring him heapes Fairie.s bring 

vntülde 1612 , ^ ' 

pcrnaps a 

Becanse he sweeps his honse eleane, sets spirit. 

a light, 
Faire water in a hasen, every night, 
And other pretty toyes, to doe them pleasnre: 
(h* eise some spirit shewes him hidden treasnre. 1(516 
now you hitt it, 'twas iiideed a spirit, 
T(i wlnini. for certaine tearme of yeares t' inherit 
His ease and pleasnre w/th abonndant wealth, 
He hath made sale of his sonles dearest health. 1620 
And in a deed engrost, signd \v/th his bloo(l,Hehas.signed 
Sonld sonle and body w/th all hope of good -^ tnniiact 
In heavenly ioyes to eoine, viito the devill. '^"^^'"'""''■'■''■ 
horrid act! exeeral)le evill! 1624 

Aiiotlici' Fanstns, haplesse. hopelesse man, ^yi,.,, ^^.jj! 
What wilt thou doe. when as that litle sand he dn in 
(U" thy soone emptied honreglasse, is spent? the end? 
When horro/a- of thy eonscienee keeps repent 4628 
From thy blaek spotted sonle? (bnt in vaine) 
Tlion wilt then wisli (and think it ease, not paine) 
"That I had that estate of ^race 1 solde 
[For the] friiition of a litle gulde. 1682 

135 



71 
1618. (Johann Valcutiii Andreae): Menippus 



Ho \vill he 
willing tu be 
a beggar il' 

he call 
[54] theroby 
escape hell. 



He will ciirse 

all meii. bot 

in vain. 

So every 

honouv is 

bonght and 

sold:letbuyers 

and sellers 

beware. 

[leaf 20. back] 



'rii(tuii[lil 1 liv de ne're soe miserablie poore, 

And like au abject begd at every doore 

Millions of yeares, 1 could he well content 

[54] To 'seape the everlasting punnishnient 1636 

Of liells infernall lake. and purchase 

lieaven, 

(»f wMcli for ever 1 am now bereaven." 

Then wilt thou curse thy seife, thy wretched fate, 

The wombe tliat bare thee, him that thee begat: 164:0 

Wish thou hadst I»een a beast, a sencelesse stone, 

Tu "scape that horro/n- of confusion. 

But Nvishes, vowes, and horrid execration 

Cannot preserve thee from danination. 1644 

Thiis each tliing of esteeni is bonght 

and solde 

For mindes-corrui)ting. soules-confounding 

gokle. 

Sellers t;ike heed, and l)yers have a care, 

This is no common ordinary wäre! 1648 
Looke to t betimes, lest you to late repent 

The poore mans curse. earths plague, hells 

punnisliment! 



71 

1618. (Johann Valentin Andreae): Menippus 

3lenij)pus Sice Dialogorviii Satyric(tnini Centnria Inani- 
tatvm Xosfratirm Specvlvm. In Grammatticornm gratiam 
castigatnm. L. S. Fida crudeJes pietas ti/raii/ios impios mores 
stola ßmhriatu cedat ; In pam^e tenui recoudit mida se virtus, 
tugiiri std) innbra rustici, nee se titulis snperhis veudit: insa- 
nosqne fori tinmdtus v/'def, et plausns popidaris aiira, nee 
cliens mar/ni forihus- pdtroii't assidef: Vifa fnritos heata rure 
secrcfo s/hl noto fantum t^r'nfit annox. <dsinop(di Anno 
M.DC.XVIIl. 

p. -M). 



Institvtio Mauica Pro Cviiosis. Crriosvs Et 



Christianrs. 



72 
Kil'.t. Wolto-aii«.'- Hildcltriiiid: Müüin Xatiinilis II. 

Cur. Quid accidit tihi? C Ilni. tilii (^tiain. Cur. 
Quid ita '.' ('. <* iiiultits ilhis. at(|iic (i[>t iiinis aiiiKis alisum])tos 
in re exiy,"ua! Car. Male sit til»i, adeo iKtn-ilicasti lue; 
tiuiui. iir iaiii prse forilms astaret Me|)liist(»pli()le.s. (\ Aunos 
eos eg(» luge(». (|iiiis iitcr<|ue perdidiiniis in addisceiulis liiiguis: 
Latiiia at(|ne (ira^ca. 



1619. Wolfgang Hildebrand: IVIagia Naturalis II. 

Mdijia; y^atrrdlis ;.H^^cl■ It)ciP)- llortus Deliciarum. X'aö 
i[t: i^^Hrabif; Viiftiiavtcii unb luillfoiumliclic '-i3c]d)rciLniiui bcö 
Jinmbcrbavlidicn fdiöncii imD orbcntltd)cn Wcbciiu'e .öinimclö 
iinb bor l^Tboii barinncu ein jebev mit ni'f'l'ft'i' ycniniiibcvuuge 
Viift uiib ^etjievbc jcbcn fan ' 'ii>ic Wott ber ^Umcditigc biird) 
fein cunncö ' ?U(mäditit-|Ci> ' UH'ienUid)Cö '.}\>Drt ' baffdbc ' unb 
nücc^ bcffcii barinncu bci]riff^''i crfdiaffcn alc> iuMnlid)cn: i>üu 
(Engeln gnten unb böjcu ; inarabif; unb a>cIIc .'öimmeln ' Fix 
6tcrncn l'laucteii Meteoris, fo fid) in bcr Cbcin imb isutern 
i^uffr begeben / ale Solifen / 'Hegen / 5am ' 'liciff ' ^öi)\Kt ,' 
J)iegenbogen llalonihns. pareliis 2)onner iMili 'llMnben / 
mandievlci) iciiirigen ^eid)en Kiementen, beni ']3cenfd)en /' nub 
nieleu anbern uninberbarlid)en bingen mebv inner nnb anffer beni 
Cn'bboben. 3üleö anö ben fürneniften ^)iatnrfitnbigern Mathe- 
maticis. onb A.stronomis. mit l)5d)[tem fleiffe c(dligirt. nnb ju* 
fammen getragen in jonberlidic Capita abgctl)eilet mit ^n ge= 
{)C)rigen ,\\npffer[tiid'en geyeret / imb nienniglidien ^n gnte in ben 
2)rucf gegeben, rnrd) Wolfgangum llildebraiiduni, Notariuni 

M Wolffgjinoi ,öili>cbvanL^v :Vcui aiuiivto ii'oit ucrbcijcvtc uiiD iiicUiov= 
JltelU'tC Maoia Naturalis: ItV> Üt >iUll1t lillD lliunDcvLn:* ((irfflivt MVll'!'!) 
ciitliält foiiic Aaiiftftcllc. oll i'^or rttiUHiu^öi-dUn' imn IC'.io (l*JoltfiTiaiui 
.(■>ik''obvatu~^-ö ^Ucuoö s\\\\\\\-- \\\\\\ ii>unbov='J^iut) ftctit Mc itcUo 2. h'2'1. 
^u bor x'liiöi^abe boii 1704 ilcl)t btc Stelle 3. .'Vi.') 2(; lutv mit neuerer ^Rec^t= 
fdircibinuv Xac> ">^udi beifjt in btefer xHu^^iv^h': WoIHVangi Hihlcbrands 
9icn= yerniebrt lunlvefflidi anj^crleien cnrieuieo swxwix unb i*ounberbud) 
uiui. uub bev 2. •'i<i7 betihiueube ^uu-ite Jeil: xHuber Jlieil re'> Muuft- unb 
Sunber-'.l-'udiv. T. .'>>. 



137 



7;} 

1<>20. Hiii.stliclu' Aderläss 

C?esareiiin Gebeseh-Tyrigetam. l-cip^ig C'-ii Pcrlcgiing -öcnuing 
©reffen bcö C^iiiu^cni i^iid)liänMcni. ^siu ^val)r MDCXIX. 
€. V2. 

ö. ^sn ^cl■ füiifftcn 'Crtimuu^e iei)n praestigiatores. ßctu&cr^ 

gciftcr UH'ld)e bie "llicufdicu ^m•d) falfdic ^aiiberifdie '}3t{rarfel unb 

^^3iiiibcniierrt' bctricgcii unb noii (Mott abfiilircit iniD aiiff ^Xb= 

götterei) retUcii intb treiben wk bie ^Janberer Fha- 

Satcni ein raotiis imb Simon Mai/iis, niiD iiod) t3efdiid)t lüie 

(vunt i^er ,jj unferer ^eit Fa/istus i'k^ucv SrotHs onb anberc 

Tim TT i II jjjj,|^^._ T>^>i- '^üyif Dicfcr "Crbnuna foll Satlmn beiffen/ 

orbiniiu) Der ' i i ^ 

icuffci. ^^'^"^ Mt t'iu Aeinb inib iiMberfadicr (Motten iine oben 
genielDt. 

73 

1620. Bäpstliche Aderläss 

iBäpftlid)e 3lbcrläf,; I'ai^ ift: Grbärmlid)er uiib flätilid)er \ 
t>od) luarbegrünbter iüngftnerundiencr ^eir uoii :liom anff id)ncl(er 
^sefuitifd)en "isoft 9)tepbifto|.ibültid)er ivcif; beraup gefd)td-ter 33e= 
rid)t 2)ie ber ^äpftlid)en -öeiligteit alö Cbriften i^roniforiu 
über bie .Hird) Wottec in allen jbrcn Wlicbmaffen iinnerfebfne 
eingeriffene luegen J^ef? langen anftanbeö uniib bef; tieffcn eiu= 
anirlieln befperirte i\nd) wegen l'affnng bec^ nielfaltigen 331utö / 
Dueurierliclie si/mpfomata betreffenb. IDnrd) einen initleibenben 
6()riften an lag geben. Auiio MDCXXM. 



1620. J. C: The Two lYlerry lYlilke-IYIaids 

a — b 

A Pleasaiit Comedie. Called The Two Merry Milke-Maids. 
< »r. Tlie Best Words Weare T/ie GarJand. As it was Auted 
betöre the King, witli geuerall Api)robati(in, by the Com- 
panie of the Reueis. By /. ('. i.diiddii. Priiited by Bernard 



M -Fie|i{)tftüpl)ülcv> cridicint nur auf Dem Jitcl Dco '^nidicJ. ;>di bcnul3te 
Diiö Circniplar K^r .öanilnuiicr ^taMbibliotlict. ?. .O. 

138 



71 
1(;2(). .I.e.: 'I'hc Two 'Slviry .Milk.-Maids 

Alsop, tor Lfi/rrri/cf ('lidiimdii, ;ill(l ;il"(' t(t 1)6 Sold at llis 
shop in ll(>ll)oriie. (»ucr agaiiist StapK' liiiie, liard hy IIk; 
Ban-es. l(i-20. 

a) p. :>. A PLKASAXT CO.MKDIK oK TlIK MKKKIK 
MILK-MAIDS. ACTVS PIMMVS. Scena 

Piiiua. 

Eliter Bentanl in liis Studie. Caiidle and 
Bonkes alioiit liiiii. 

IScIiuiitiitents phtchc ouf at tlic S/,-/r 

The Mooiir, f/io/K/h slic Ar jih/c't Oll llie. 

J)(()iic Circcs. irif/i Iwr ( '/idniiff; ^o fjne, 

Vlvsses Mates diil tiinn' to Siriiie: 

Uli' Snak-es irifh Charme is hiirsf in tiva'ine. 

In Medoires irlicrc sJiee dutli rciiiniiie. 

And liere ai^aine. 
Slii' jiliicl,-s eacli Sfan-e auf o/ /lis seat, 
Ainl fnriK'th hdcLf thf nuiUKj ii'inieg; 
W'itli ('Ikiviiii'ü she make^ tlie Eaiili fo siceat, 
And f(/i/s('f/i S(ni/rs nid o/' f/iidr (j raues: 
S/if InirncK mens honex i/s ir'dh ii live, 
And jniihdh dinrnc thc Lii//ds iif Ihaiicn. 
And tnakes it snair <it her desire, 
Ellen in fhe midsf of Kummer season; 
[6] -lind n-hnf is if ciinnof he done 
Ihj Uli ot fhe M(i(/irifn/ .^ 

"Tis triie, tliiugs iiiost incredihle are to be done, 

And I Iieleeue theo geiitle Booke in it. 

Neuer before niy warie 'i'iitor did 

Leaue the doore open, wbicli be well niight call 

His priuate Studie; für liere Secrets lye 

Were wortli maus labour to arriue to bem: 

Here are tlie Names, Shapes. Powers, and ( Jouernmeut 

Of euery seuerall Spirit. tbeir Degrees, 

Their great Etfeets, particular Seiguiories: 

And "inongst tliem 1 haue found one. if 1 bad 

But skill to rayse him for iiiy i)urposes. 

139 



74 
l(i20. ,1. ('.: Tho T\vr> Mciry ^Hlke-Maids 

And Iicrc's the forme of it set downe ut large: 
But stay. wliat "s tliis? 

Amaymon K'ikj of t/ie Easf, (lorson Kiu;/ of the 
SoHfJi, Zimimar K/'inj of f/w Xorf/i , Goap King 
(iikI Prince of the West, maij he hon ml from the 
tliird hoiirc tili Xooite, Dukes iik/i/ he hoinid from 
the first hoiirc tili Xooiie. 
Pisli. this is nouglit to ine. 

Asmody. (/ (ji-cdl K!ii</, sfroiKj (iml mi glitte, he is 
seeiie irith lln'cc hedih; irhereof tlic first h lil-e a 
Bull, the secoihl (t Man, the th/rd a UaiK : he hath 
a Serpeiits tagte, hf helcheth Flamen oiit o/' Ins 
Month, he s/ttrth oii an Infcrnall Dragon, he car- 
rgeth a Lance and a Flag In h/s hand , he (joeth 
hejore others n'hich arr mdcr the ponuir of Amay- 
mon, he gineth the Hing of Vertues , lie teachetJi 
(ieometry, Arithmetifk , Astronomie: fo all de- 
mantids he ans/rereth fdlg and trnelg: lie maketJi 
a man innisihle. 
I, this. 

[7] Ue sheireth the placcs irliere Treasnre Ige. 
I donnot care for Treasnre. 

He inahcth a man innisihle. 
This, this is it: (ireat Asmody. thou ai't the Spirit whom 
I wonld comierse witli, And 1 will fVtch thee, it" this Charme 
will doe it. — 

Now T hane layd my Cirfde. feare assanlts me: So sayes 
my grane Instrnctor all men doe when tliey hegin this Bn- 
sinesse; bnt bids me here be resolute and dread not: for 
bonnd in this Cir(de, and by these words cnnstraind. they 
cannot hurt me. 

l doe eoninre thee by these potent Names : 
Panthon, Ado)i((g, .{Igramag , Plaiiahoth, Muritou, Bise- 
cog Itaton, Slsto)i, Diaton, Maton , Tetragrammaton, Agla, 
Agarion , Tegra, Peiitessaron , Tendicata, Sorthie, Sorthia, 
Sorthios, Milia, Acliilia, Sihglia, Von the three Faierie sisters 
of the Ring come and appeare to me. or send your faith- 

140 



71 
HL'n. ,1. ('.: Tlu' 'I'wi. AI.-ii-v :\|illM-:\I;ii.ls 

füll st'iiiaiit Asniiiihi , (ir I wiil call tlir litic Kings (»t" tlir 

North. 

Elitär LaiwIdltV ///>■ 7'iifur l//,e <i Sj/irif. 

Lmiil. Fnr wliat tlimi dariiig Mditall'.' wliat wut tlioii 
doe witli AsiikkIii, now tlidii hast l>i(in;;ht liiiii hitlier? 

Ber. \ (hii' (•(iiuiiiaiiiiil tlicc tliat thoii lielpe me to the 
iiiiüsibie Kiiii;. 

1,(111. Il(». ho. lid, Thoii tnolish Thing" \vitli(iiit Art, and 
lesse Wit, Dost tliiuke it ddtli rtMiuire iiu inore but so? 
It is tiiy Masters Master-piece to doe it, 
And tliou dost call t'or iiothing but thy Ruine. 
Tlidii art iK»\\ in niy power, and I can teare thee 
As sniall as Atoniies, and thi'(»\v thee oft" 
Like dust betöre a wind: yet for 1 know thou art 
Pupill vnto niy Master, and his Minion, 
[8] And mayst hereafter with a word release me, 
Here vnconstraynd. I vow my seife thy seruaid. 
And will (ac((uaint nie with thy ])urposes) 
Ert'ect theni t(» the vtnnist of niy [)ower. 
Ber. Dost thou not this in sulttiltie. to di"aw me out 
of my Cir(de, and then ruine nie? 

Lait. I dare as well ninne on the fierie Sword that 
wounds Mulant]u(, Thama, or Sitriniii. 
Ber. 1 doe beleeue thee: 

Then be gone: yet stay, a word more: 
Thiiiks thou my Tutor, if 1 should coneeale this Act 
of niine froni liini. that he would know it? 

L(ni. I tliinke not: for hee hath giuen mee libertie these 
fiue dayes. 

Ber. Thanks Asmodij: n(»w leaue me. 
Ldii. \ am gone. 

Ber. I will get leaue of liim to returne back vnto my 
Fathers house. wdiere I will liue. if Äsmodij can doe it, 
inuisible. 

Not farre oft" is a Damsell whom T loue, 

But neuer yet dnrst teil her, uor did know it 

So feelingly, as now 1 am remoued. 

141 



74 

IC.-JO. .J. (".: The Two :\I('itv Milke-^laids 



T is alinost day I wislit. tliuiioli not für feare. 
For l(»iu' lia's iiiade nie a b(»l(l Coiiiurer. Exit. 

Lau. Aiid tlidu wert hold iiideed: hut youtli is desperat, 
Respects not dangers, how soer tliey looke. 
1 came my seife vnto tliis Art witli trembling, 
Aud when I first had raysd a Spirit vp. 
My flesh nie tliouglit ran like my bloud about nie, 
And 1 sat bathed in a cold faint sweat. 
ßut he was farre tVoni raysing any Spirit: 
He ran "liem so disorder'd. tluit no Deiiill, 

[9] Though he had lieard him. wud hane knowne his name. 
But it was my (leni(;e. seeing liini grow 
To extreme Melancholy and Discontent, 
To let him view these scattred papers thns, 
That l might soimd his griefe. knowing how apt 
And conetous yonth is of enery knowledge, 
If he might learue it witli a little babbling: 
Bat this is not an Art so to be gain'd. 
Ile follow him, attending still vpon him. 
As if I were the Spirit he guesses me: 
And if there shall be canse. Ile play my part 
So well, that men shall prayse the Magick Art. 

b) p. [44]. 

Dor^) Thon art all wildnesse, that nothing 1 thinke 
will tame, but a long Voyage. and vnfortnnate. 

luUa, 1 doe thinke vpon thy poore afflieted Brother, 
Good Gentleman, that he shonld place his lone so disas- 
trously. 1 wonder how he does? 

lul. -) He is a great stranger vnto me as to you Ma- 
dame. I neuer saw him since. 

Dar. I hope he did not spend his time so ill 
In the Vniuersitie at Wittemberg, 
But he has learnt so much Philosophie, 
To tame those headstrong Passions. 



^) Dorigene. the Duchess. T. .'Ö. 
^) lulia. X. .0. 

142 



IC-Jn. Zeitschrift Fiii- Dciitsclics Altcrtiiiim (ISSö) 

Jiil. '^ Oll ni;iy [iiay riitlici- lic li;i s intt spciit liis liiue 
As Fftiisfiis (lid. aiid iiiaiiy tliat air tlicrc, 
hl Negromancie. sd tu |)('ifoiiiir tlif Taske 
^(»11 liaiu' layd oii liiiii. 

Por. Ahis |)(Mir(' Wciicli, dost tlioii hidfcnit' tlici-c (-an 
be such an Art? 

|(4r.)| In/. Wliy. Iiaiic \ve it not rer((rdfd, Fanstus ilid 
Ft'tcli BniHo's Wife, Ducliesse of Saxonie. 
In tlic dcad timc of Winter, (irapes slie Ioui;'"d t'or? 
Por. Such a |{c|i(U-t there goes. hut I hold fal)ulous. 

Iiil. Well, had 1 l)eeii as von. 1' de not ha' hivd so 
(leepe an Oath vpont. 

Por. Wud that were inv Nvorst feare. Eiifer Doril. 



<•) 



1620. Zeitschrift Für Deutsches Alterthum (1885) 

/leitsclirift Für Deutsches Altertliuni L'ud Deutsche FJtte- 
ratur L iiter Mitwirkung Von AVilhelni Scherer Herausgegeben 
Von Klias Steinnieyer Neue Folge Siebenzehnten Bandes 
Erstes Heft (XXIX. Band) Berlin Weidmannsche Buchhand- 
lung 1!^<S5. Jiii Saf.zt' rollend et am '^0. Octohev, aufi(j('(i('h(ii diu 
20. December 1SH4. 

S. Sä. Zur Faustsage, [von Erich Schmidt] 
S. S7. 

Siimittarischer litlialt der Conioedien ron Theo[)hilo der 
Kirclieii In Ci/lclt/ Vicario: ueUicher .-^/c/i irajeii schnöden. Ehr- 
yeitzs dem /(ti/dn/en Saflidii mit eiijnem Blut verscltriben ; aber 
durch Hiljf der ISeeliyisten Mutter Gottes Maruc dieses blue- 
tuje verseil reibrn irider erobert, vnd ron der ewiifen Straff' er- 
halten u Orden. Gehalten zu Inr/ol statt, hin dem Academische)/ 
Gymuasio der Societet Jesv den Octobris Anno Kl'il. 

Gedruckt zu Inijolstatt, bei/ Gregor! Hänlln. 

143 



7(J 
l(i2t). .Icilvii IMcltiiii: Asti'dliiüu.sti'r 

S. 1)1. 

Scena VI 11. 

oder 

Beschlusti der Comoedi. 

Faiistus et Scotus Magi in iiiedio Haniiiiaruin aequalis 
peiie sceleris inaefiualein lainentautur exituin. 

Faustus vnd Scotus heriemhte Zauberer in einer Feier i(/en 
Hole hewaineii J/ir Elend, dieweil sie (jleichs Laster der Zau- 
bere;/ mit rn gleicher Straß' bezalden milssen, vnd in aller eivig- 
keit nit (tbzaleii nerden. 

7(> 

1620. John lYlelton: Astrologaster 

a — c 

Astroldgaster, Or, Tlie Figvre-Oaster. Ratlier tlie Arraigu- 
iiieut of Artle.sse Astrologers, and Fortimeteller.s, that clieat 
many iguoraiit people vnder tlie pretence of foretelliiig thiugs 
to come, of teil in;/ tliin;/^ that are past, ßndiny out thin;/s that 
are lost, ea;. poundiiigDreames, ealculatiugDeaths and Natiuities, 
once againe hrouyht to the Barre. B;/ lohn Melton. Cicero. 
Stultornm plena sunt omnia. Imprinted at London by Barnard 
Alsop, for Edward Blackmore, and are to be sold in Faules 
C'liurchyard, at tbe Signe of the Blazing-Starre. 1620. 

a) p. s. 

Therefore ou a Morning which was as calnie as I could 
wish niy tboughts now were, 1 put on a Sute of course 
Northerne Bozens, with all accoutrements that were most 
sntable to that homelinesse, and with all expeditiou weut to 
Master Doctor, and hastily knocking at bis AVorships doore, 
there came running downe the stayres with a nimble dexteritie 
(the little Mephistopliiles) bis Boy, demaiinding with wboin 
1 would speake; to whom, in a broad Somersetshire langnage, 
1 answered, with Master Doctor, vpon an earnest businesse. 
Vpon the delinerie of this Message, this young Spirit, like 
exhaled dew, nimbly flew away from me, who vpon an instant, 
like a Hash of Lightning, was in my bosonie againe before 

144 



7() 
1()20. .Iiiliii !\ri'llnn: Asti'nlnsjfastcr 

I rt\[\\{\ pcrcciiic liini; ;iihI tlicii. witliiMit ;iiiy iiKirc liiti/rroga- 
tories, niarsliallcd iiif v[) iiito liis Masters Study, who sat in 
tliis iiiaiiiii'i- followiii^': 

b) [). l."). A lleavenly Oratioii. | \ii ^crlclbeu riil)nit [id) 
öcr ;?l[trolin^, ^cll '3Ju'ltoii bcfiid)t, folöciiDenna^cii:| 

p. 14. 

My skill in Aldiyinic is so i;reat. tliat 1 cau tiinic any 
thiug that is brought to mr iiito as perfekt Gold as euer <-ame 
out of the Indres. Frier Bacoii was au Asse, 
Doctor Faiistus a Foole, Ripleii au Enn)erieive, and 
Kelly a Coxcombe to uie : they were not wortliy to hlow my 
Bellowes, or looke to niv Stvils, wliile I worive for the 
Philosophers Stone. 

c) p. '12. A uew aud true descriptidii of Astrologie, 
p. :u. 

Nay. dot' but looke iuto tlie liuuioui's of our Moderne 
Calculators, aud von shall linde tlu'iu raylc une against 
auother as bittcrly as Xasli against lidiidj; aud why is all 
this? but because they condemue each other for lyiug: wheu 
Heaueu aud Earth, (Jod an Man, kuow, that he that lyeth 
the seldomest, doth lye very offen. 

Sorae of them will prognosticate, that ou such a day 
very vufallibly there shall be Raine, wheu it is a thousand 
pound to a Farthing Token, but all the people dwelliug in 
that Meridian his Almanacke was calculated for. but will 
finde them Lyars : exeept some Widdowes, that haue buryed 
their Husbands, or Sonnes their Fathers. who raiue whole 
showers of teares froui their clouded eyes, it may be more 
for ioy then sorrow. Auother will ture-tell of Lightidng and 
Thunder that shall happen such a day, wheu there are uo 
such luilauiations seene, except men goe to the Forfioie in 
Goldhig-Lane, to see the Tragedie of Doctor Faustns. There 
in deede a man may behold shaggehayr'd Deuills runne 
roaring ouer the Stage with Squibs in their mouthes, while 
Drummers make Thunder in the Tyring-house, and the twelue- 
penny Hirelings make artificiall Lii^htning in their Heauens. 

Tille: Faustsplitter. [45 \\) 



77 
1H23. Shakespcnro: Coincdies. Histories. and 'l'ragedies. (1808) 

ii 

1623. Shakespeare: Comedies, Histories, 
and Tragedies. (1808) 

a — b 

3lr. William Shakespeares Comedies, Histories, And Trag- 
edies. Published according to tlie Triie Origiuall Copies. 
London Priuted by Isaac laggard, and Ed. Blount. 1()23.^) 

p. 89. The Merry Wiues of Wiiidsor. Actus Primus^ 
Scena Prima. 

a) p. 40 a. 

Eu. [ans] Pauca verha; (Sir lohn) good worts. 

Fol. [stoffe] Good \vort.s? good Cabidge: SIender, 1 broke 
your head: what matter haue you against me.^ 

Sien, [der] Marry sir, I haue matter in my head against 
you, and against your eony-catehing Rascalls. BardoJf, Xi/n/ 
and PistoJl. 

Bar. You Baubery Clieese. 

Sien. I. it is iio matter. 

Pist. How now, Mepltostophihis'^ 

Sien. 1, it is no matter 

Ni/m. Slice, l say; pauca, pauca: Slice, tliats my humor. 

b) p. öH. Actus Quartus. 
p. .")(). Scena Quinta. 

p. :)7. 

Rost. Where be my horses? speak well of them varletto. 

Bar. Run away with the cozoners: for so soone as I 

came beyond Eaton, tliey threw me off. tioiii behinde one 

M :;)leu^l•urf uüu 1808. 3()afcjpcarc'ö crftc ZWw^ luni A. Pleasant 
Conceited Comedie, of Syr John Falstaffe. and the nierrv Wiues ot 
Windsor. iHTlllUtlidl aiiC' i^ciu o^ll)V'C 1592 ( l)erau!öilCi"|Obcn lUin .James Orchard 
Halliwell. Limdoii IHH"). Printed tnr the Shakespeare Society), ClUhiilt 
^ie l^ci^en x'lui^Hcluiuicn auf Me AauftiaL-\o nodi nirfit. 2ic ift imtonii 18. Januar 
IfiOl -2 alö lU'^Vltcft in ^ie Keoisters of the Stationers' Company cill- 
cietraiien. Tie cvftc '.)lU'CH'5abG bcy uorbeiferten ^türfc'ö ifl Mo AOliüau'öflabc 
Don Hi23, Der bann bie Cnartaueiiabo oon 1 <!.'>( i foU^to. Tav lun-befferto 
2tücf wirb neuerbiuiv^ aufc^runb einii-(or x'lnjpicünuion barin H;n4 anitoiel.U. 



14(; 



Idl't. Williclin SchickanI: Hccliiiiath Ffappenisrliim 

(»f tlieiii, in a .sliiiigli of inyrc; aiid set .spurres. iiiid away; 
like tliree Gerniaiie-diuels: tliree Ihctor Fansfosses. 

Host. Tliev arc <;()iit' hat to ineete tlic Duke (villaiiH') 
(lue not say they he llrd: Germanes are honest nieii. 



7S 

1624. Wilhelm Schickard: Bechinath Happeruschim 

a — b 

bechinath llappeiaischini ') iJechinath llapperuschini Hoc 
est Kxaminis Cominentationuni Habhinicaruni in Mosen Pro- 
dronivs vel Sectio prima, coniplectens Generalem Protheo- 
riani. De 1. Textii JIehr</ln) 2. 'lari/ioi/ C/ialdaico 3. Ver- 
sione Grceca, 4. Mftsört'f/i, ■'>. Kühhai ali (i. Peruschim. ('um 
Indicibus locdium Seriptnn^'. Kerum(|ue memorahilium. Au- 
thore Wilhelmo SchickaiMh). Sacr. Litcraruin Ilehi-. Professore. 
rul>in,U";e, Tifpis \^i(liia' JolKin-AlcrdiKl li CeUü, Anim .Air)XXI\. 

a) Praefatio. |). 7. 

Deniquc Doct. Fanst'i ina;// apud jilehent relehris leijendam, 
qucnn p. 12(i. fiditiam, iioii i^'nu^ '//lormn atdhorifate statni, 
siod (jiii rfifiunmiH rfraiit n'nhnit ; cum /i/s noii roidendain, 
si forte patridiii s//inii tanti /Ji'tfstir/iatorls; of/f/iiie //oiiorari 
pidaveriid , dn))i sl/d jxijiiihi foii diciint: nt olim de Honieri 
rivitufe inter Gnt'eos certatnni J'nit. 

b) [). l-2(;. 

Apud (irsecos Xenophon Cyruni suum. non ad hi.stori?e 
lideni. !^^{\ perfecti Imperatoris effigiein delineavit. nee (pialis 
fuerit. sed (pialis fuisse dehuerit. descripsit. Sie Ulysses 
Homero, et apud Datinos -Eneas Viruilio nomen tantum com- 
modat non tideni: ut einregle delirent. (pii omnia ilh»runi pro 
historiis acceptant. Sic tota ^Metamorphosis Ovidiana. oinues 
Poetarum fabulse. omnia Comieorum theatra. suh eertarum 
personarum (vel alitiuando. vel (|uod perinde est. nuncpiam 
in mundo visaruni) liahitu. ex coniniuni ernditorum sententia. 



M 3m llrbvucf nn^ bicic beibon ii>ovto i^ae ovftc llfal mit Dobraifcfieii 
Vettern c^ebnutt. T. .ö. 

147 lü* 



l(i'24. Kosset: Les Histoires Traoiqiios, deutsch von ^lartiu Zeillor 

lüuge uliiul (loceiit, (luaiii literali sensu pr* se ferunt. Sed 
nee nobis Germanis exempla desunt. tales enim iiiter plures 
est V. g. famosissima illa et niultis quoqiie gravibus viris 
credita, fictitii ciijusdain Doctoris Fausti legeuda, quam tamen 
saniores non nisi in liunc finem excogitatam esse statuunt, 
ut promiscuam plebeni. in supersti[ti]ones et magicas artes 
pronam. tragico quem affingunt eventu, ab ejusmodi sceleribus 
deterrere. 

p. 186. Index rerum. 

Faustus Magus. pra^f. et. 1'2(] 

1624. Rosset: Les Histoires Tragiques, 
deutsch von Martin Zeiller 

Les Histoires Tragiques de Nostre Tenips: 3^06 ift: 5lelüe/ 
3i>art)afttic]c, trainrici ' tläc3licl) inib inunbcrlid^e @cjcl)id)teu / bie 
iDctjeu ßaubcreij rtebftal uub rliauberei) i @l)rc(eil3 i mib aiibcrcr 
jell?amen Dub beiufiniirbigeu i^nfi'ifl'^: fonbcrlidi aber nn^citig: imb 
önorbentlid)ev t^tcb ()alber / fid) mclirciitl)cily in Jianrfveid) bei) 
regieruug Äbuicj .v)einrid)en be^ IV. mib be^ jcfeigcn .«ilönig Sub= 
lüiflö XI 11. ^mitgetragen babeu: i^nb erftlid) imm .v^enu ^"vancifco 
tiou ^)iü[fet in Jyranluilljdier 5pvad) befdirieben / nub ^u önter= 
jd)ieblid)en maln ' in Aranrfreid) mit bcf^ Äönigt^ *!l>riinlegio jeijit 
gcbrnrft: Dtemlid) aber in bie Jeutjd)c ^gprad) fiiitdid) / fo niel 
ee ber :^sntialt ber -V)i[torien l)at leiben inoHen tranoferirt; 3)ar= 
bell bann and) allerlei) nnl.Vlid)e l^el)ren ,. jo luol alten al^ neuen 
()ier^n tauglid)en (vvempeln - bie am Oiibe einer jeben .V)iftün) 
(wie auf; ber folgenben ^orrebe ^n üerneinen jei)n mirb) ^nfinben. 
3efeo aber in bijer anbern ©bition mit bem anbern H)eil iut^ 
mef)ret ünb gebcffcrt bind) Martiuum Zeillerum Muraviauuni 
Styrum. ©ebrnrft ^n .'öofmarrf AÜvtl) / bei) l^Intonj .stummen / 
MDCXXlVij. 

'I 5^ae naiminfiiic rriginat gottoiift Aaufto niitt. Sie Stelle ftitbet 
fid) öielntel)r in ben 3lnmerfuni-(on bo-o Übcrict?er'ö 3ctÜcr. &u {^mnlax ber 
erften 9liiflage ber beutjdien llberjeUunci i)abi: idi nidit auf^ufinbcn ücnmulit. 
2). .D. 

148 



80 
l()lJö. (liihi'ii'I Xau(li'>: Apoloiric 

@. 41 [;^)Cillcrö ;Hiimoi-tiiiu]cu ^ur ^iDoitcn C^k'fcliiditcl 
cntlidicii aber ift ^ic1cr :]i)to mit Vcib unD 2.c\:[ offciitlid) 
iior bell teilten lunii Icuffcl liiniuci] gefühlt uiovbcn. '^lUc cö bcm 
bcfantcn j^aiibcror ^sol)aniil AQiifto luiii .siünbliiu^cii bi'trtui Der 
feine ßaiibeici) ^ii CSvacnui i"(e[tui^irt er^aiu^en / wie er ^ii ä^e= 
ncbit] in bic Inft luollen flieiien ' ber lenffel ji)n \aikn laffen / 
bat? er jd]ier i^eftorben mere / mie er ben lenffel in c^eitalt etneö 
.^?nnbey mit [idi bernnib iiefül)rt nnb ^n '^iMtten* |42J bevc] anff 
befeld) (ilinrfürft: "si-^lliiiiii ^n 5ad)fen mie and) ^n ^Jlürmberg 
dett loUen eini-ie^oc"ien merben aber entronnen nnb bodi entlid) 
in einem borf ^li.iürtenberiv:rlanb bei) ber nad)t nom ienfel um- 
flebrad)t Würben ift alfo bj jt)n fein i>i>irtl) na()en bem ^etl) 
mit nmbc^emanben ^.Hnc^efid)t be§ anbern lai^ö (igen c^efnnben / 
fold)es3 ift anf; ben Locis communiltus loliaiiiiis Maiilij nnnb 
fünften i^nnc-(famb befant. 

80 

1625. Gabriel Naude: Apologie 

Apologie Pdvr Tdvs Les Grands Persoiiuages qui oiit 
este faussemeut .sou})r()iinez de Magie. Par G. Navde Paris. 
Miiltos abso/ticitnis, si cayerimus ante 'nidicKre quam irasci. 
Seneca Hb. 8. de ira, cap. '29. A Paris, ('hez Frain^ois Targa, 
au Palais, ä lentree de la Gallerie des Prisonniers. MDCXXV. 
Auec Pri.u//t'(j(' du /,'oi/. 

p. 31. 

Ce ((iie neantmoius il a faict tres a-propos, puisque ceiix 
(|ui la pratiquent recognoisseiit par son moyen cette supreme 
et vuique üiiiiiiite. et peuuent montrer tant par la cog- 
noissance des creatures qirelle nous enseigne a celle du 
Createur, suiuant riustru(diou que luv mesme eu donnoit ä 
ÄFoyse, Fadem meani non ridebis, imsteriora autem mea videhis, 
que par la eertitude (jue eile nous donne des miracles du 
nouueau Testaineut ä celle du Redempteur: autrement il 
faudroit adinettre que Scaliger se seroit grandement trompe 
de paranym- [32] pher aiusi cette Theurgie, la(|uelle est ä bou 
droict condainuee par Delrio. Pererius. et tuus les autres: 

i4;i 



81 
162(i. Albort Colin: Shakespeare in (lonnany fl8(i5) 

aus(|iiels iiüiis! deiious aussi j)liistost uous rapporter cpra cet 
Escriiiaiii nioderne. leqiiel remuant le Ciel et la terre pour 
se faire estimer Magicieu, sans eii pouuoir venir ä bout, 
saduisa il n v a pas long temps de faire imprimer vne Rhe- 
toricpie aiiec cinq parties toutes nouuelles et non enoores 
pratiquees. (|iril faisoit quadrer aiix anciennes. .S(;auoir TArt 
dt' Trithenie ä riimeution. la Theiirgie ä la dispositiou, lArt 
dArmadel ä lelociitidii. lArt Paiilin ä la prononciation. et 
celuy de Lulle a la memoire, jxnir recompeuse de laquelle 
ie croy (ju'il iie svauroit maii<pier. sod credit saugmentaiit 
de ioiir a aiitre, que Ion ne face danssi beanx contes de 
luv dans cinqnante ans que Ion fait maintenant [83] du 
Docteur Fauste, de Maugis, Merlin. Nostradamus, et beaucoup 
dautres marquez en rouge dan.s le Caleudrier des Magiciens: 
auquel il faut encore adiouster Homere. Socrate, Aristote, 
Proclus, lamblique. Porphyre. Maxime, et tous les grauds 
Esprits de ces derniers siecles 



81 

1626. Albert Cohn: Shakespeare in Germany (1865) 

'Shakespeare In (iermany In The Sixteenth And Seven- 
teenth Ceuturies: An Account Of English Actors in Germany 
And The Netherlands And Of The Plays Performed By Theni 
During The Same Peridd. By Albert Cohn. With Two 
Plates Of Facsimiles. London: Asher and Co. 13, Bedford, 
Street, Covent Garden, And At Berlin: 20, Unter den Linden. 
1.S65. 

p. CXY. [.panbid)viftlid)e Einträge ciiice 2)rcebenev .pof* 
bcamtcu in einen KrJii iion 93?ai]. ^ohnnnee .^relijdimev ncr- 
£)ffcntlid)ten ^Cftanfaleiiöcr.J 

.lulius 3. — *lst eine Tragicomoedia von dem Hamann 
vndt der Koenigin Ester gespielt worden. 
— 5. — Ist eine Tragoedia von der Märtheriu Doro- 
thea gespielt worden. 

1.50 



t 



S2 
1(J26. Engel: Volkssi-haiis|)ic! Fiuist (ISS:^) 

— 7. — Ist eine Trag(»e(li;i vdii Dr. Faust gespielt 

wonleu. 

— 9. — Ist eine Tragicomoedia vdii einem Koiiigk von 

Arragona gespielt worden. 

— 11. — *Ist eine Tragoedia V(Hi Kortnnato gespielt 

\V(»r(lt'ii. 

— 13. — Ist Jeine ("onioedia von .loseplio Juden von 

Venedigk gespielt worden. 

[('XVIJ 

Julius 22. Dresten Ist eine Tragicomoedia von dem be- 
hendigen Dieb gespielt worden. 

— 2H. — Isteine Tragic(tmoediavon einem Hertzogk 

von Venedig gespielt worden. 

— 31. — Ist eine Tragoedia von Barrabas, Juden 

von Malta gespielt worden. 

Index p. 413. 

''Fanstus", a Germau play CXV. 



S-2 

1626. Engel: Volksschauspiel Faust (1882) 

Üay .3>oIfyjct)aiifpicl roctor "s'-''i)iiiiii Aauft. .pcraiiöt^egcbeu 
mit gGict)icl)tlid)eii Oiad)vid)teu über bcii Ivägev ber J-auftjaije iiub 
mit einer Siitiiiengefdiiditc bee A-au[t oou SXavi Gugel. :]iiieite 
umgearbeitete unb Lnelfad] ergänzte :}liiflage. Wit A-auft'ü i^or= 
trait imd) '){embraubt. Dlbeuburg, lss2. £d)iü3eic^e .'öofbiid)^^ 
I)aubluiu3 unb .pofbud)brucferei. (CS. Verübt iiub 21. (£d)iiiart5.) 

(S. 31. 

f.^alenber auf bem .N^ofmari'd)aUamte 311 Treyben mit l)aiib= 
|d)rifllid)en iiermerfeu über 23eiud]e, Kieater, r^iiflbt'n, Oteifen.] 

I(i26 'Juliue 7. Jift bie Iragoebia non bem Doct. Fausto 
gejpielet werben. 



83 
Ui'28. Z;ii'h:ni;is Th('ol>alil: An-aiia Xaturae 

83 

1628. Zacharias Theobaid: Arcana Naturae 

Arcana Natvrai Daß ift: i8onDevUcl)c iict)eimuuy öer 5latur, 
fo Wüi aus? i^laiibmirbtiicu '^(iitovtbuo. ak-> aiiy aigucr evta()ning 
^iijammcii ijctvat^cii rurd) 'i\>et)lanb beu t^bninirbigcu uub luol^ 
loderten .vcvrcii M. ßad)ariam JI)eobalbum i^farrcni iJiim 
Ärafftöliof- '^^ürnbcrcv 

©cbrurft 311 ')lüvubcr(3 , bei) l'ubuni] ^^.'odmcni 3>n iHTlcgung 
Slc^atij .V)iüiug6 ' ^i^urcjern imb ^Hiatcrialiftcii in '•}iünibertv ^sm 
5al)V ef)iifti / MDCXXVIII. 

@. 9<s. 

^sft t»cvl)albcn mit bcit Nativiteten fe^r inu^ciuicf^ mit» 
,^uiciffcH)afftic^ uiiciuol id) ftc ale ein eiuditam conjecturam 
uid)t iKnad)teu o^cr ein anttcvii ctiuae t^emicfce barauff baiucu 
mit» traiucii Oeiffc (ye börfft ftd) einer wie jener Manffmann 
inn '^Himntcrn uerredinen. -Edilic|3lid)cii t[t bae inciii mcijnmig: 
2)ie Stcni babcn in bcu sul)limaribus ein [tarrfe JlM'trrfung / 
Motu lucgcu i()re6 i^^iiiüß / Lumine uu'gcu jl)ver Vtcd)t[tralen / 
Iiiflueiitia mcgen be§ .s>immli|d)cn (Sinfliiffee ob luin ein joldie 
(bie bodi nod) in ©ottey .s>inbcn ftef}et) Impression ein Astrologus 
bnrd) ein thema C(eli ervatben ' ünb ^nfünfftige I^intj meiffagen 
t'anV 2\>ct|; id) nid)t glaube aiid) nid)t unnb jo fein Necro- 
iiiaiitia |i>'.)j Göetia mih Theiirgia dun" iiield)e Ö)ott alle ge= 
tauffte '(5bri[ten gnäbiglid) bel)üten moUe) mit onteriaufft ' i^Ke 
an ben |(v^"empeln F;msti. Tritheniii. Joliaii. Teiiton. imb Dov 
HO. ^sabven Scoti, etc ^njeben treffen fie eo mic ein 23linbev 
bie Ibür. 

84 

1628. Georg Maien: Historischer Lustgarten 



^fü (*>)eorgiuy ^Mkx, .s>i[torijd)er l'nftgarten ^). 
Secundn (Vnturia Historica 

'I Tic i^üncDo ift initcr^oiihuet ratiim ^itiuabadi ^o^ I. Mnn. 'Jlnuo 
C^"l}vifti li>-2H. 3" f'^'ui ci:Mit-ioit (ireiiiplar biofcv '^udicv, ba-ö idi fcittio, 
auf i<a Monii^licfien iMliliütl)ct in i^erlin, fcf)(t bas litclblatt. 2. .'ö. 

\:,-2 



84 

KI'JS. (icöi'o- 'Maicr: Histoi-isclicr Iviistunr-tcii 

6. 412. Taö 70. C<apitcl. 

<B. 417. 

ßiir ;)Oit ;HU\r: ^^lai^ni hat cö aiid) bcrülimbtc 2d)iiiaii3 
Äüuftlcr i^cbcii ' ale 8ci)iumiiC' ihmi 2!arcntü i^liiliftic^ uon 
8i)raciifa l1ll^^ .'öcraclitiiö noii l)ti)ti)lcnc unter aubcni aber 
fo ^11 mm ;]cit i^clcbt ift itocl) mol bcfaiit :so= 3,,„^i„ ,;.^^,„-f^,i, 
l)ainicc> Aüuftiiö uon (iiiubtliiuicii / UH'ld)cr fciue Äitiift 2diuHu-i3= 
,^ii (.M'acaiu ciiicnict ba man iior^citcu bffentlid) fünftior 
bic i^aubcrci) |»rnlitii-t. inib iiclefeit ' alfo baö aiid) unter bcni 
fli'nu'iiicu X^bfd nit lcid)tlid) einer i^efnuben luorben ber nid)t 
ein v£tiirflein baruou i^elernet. .tiefer AanftnC' ift and) ein 'Dteifter 
in ber 2diiiiarl3en .Mnnft yi feiner ;')eit ben obt]ebad)ten 'inil)= 
mifd)en ;)i)toni aller Tintiö erleid) cjeivefen barnnib and) einer 
ein fdirerflid) (^"nbt iienonimen iiiie ber anber. Tenn A-anftns? 
ane ec ivMernö er^el)let ift in einem Torff int :iL^ürtenberc]er 
^anbt neben feinem i^-tli tobt i.-\efnnben luorben bem ber Teufel 
ben .Uopff abc^ebrebet , bo man ^jnnor unib l)iitternad)t ein (\xo\] 
C-Hliimmel nnb Weriimpcl i-ieböret nid)t anberft aly wann bae 
ganl.u' .s>anf^ nber einanber fallen molte. -Der anber aber mie 
[cUt c(ebad)t ift lebenbit] luni feinem l^ebrmeifter binmei] oiefübrt 
irorben. ras3 ift ber öerbiente l'ol)n roenn einer nerbotene 
Mittel ßebrandit unb mel)r luiffen luil alö jl)n Wott inib fein 
.'!?. ülHH-t süleft. 

(418 1 X^amit mir aber nod) ctmae uon bem Aitnfte fagen ' 
fo bab id) oon bencn fo il)n gefent / geboret baf5 er ein ge= 
iMltiger ^dimarMünftler gemefen fei) / bo ee bod) fein red)te 
Ännft fonbern nnr eitel i^etrng nnb i^erblenbnng ift. ^snter 
anbern feinen A\iinften mirb einee / miemol eo läd)crlidi alö 
ein red)t lenfflifdi O.lteifterftiirf er^el)let. Tenn barane erfd)einet 
»nie betrieglidi onb bod) mit reditem (i-rnft biefer Janfentfiinftler - 
nnd) in ldd)erlid)en bingen baranff mnbgebe baf; er ben 
?Uicnfd)en nad) jbrer eeelen Seligfeit fteüe. 

Tarnnib fei)n bae nid)t allein leiditfertige fonbern and) 
(^Jottlofe !L'entb meld)e ein fold)e l'nft inmb .'anrluneil fnd)en 
mie fie meinen bie nid)t fd)abe onterbeffen aber nid)t be= 
traditen baf; fie bec 2?nnbey mit C^^rtt onnb in ber .s>. lanff 
gemadit uergeffen inib mit bem befftigen Aeinbt jbrer ^ieelen 

153 



S4 
1()"28. (ireorg Jlaicr: Historisc-licr Ijusty-ar 



cu 



3iiljaltni an bcm •<:^(S1)i':)i($Ti (ii)ri[tii trciulüc uicrbcii fiel) ba= 
vübcr ^11 bcm ^atan bci-(cbcn aud) ein 23uiiöt ober iStillftaubt 
mir jl)iu mad)eii. 5)eiiii er i[t / inie bie .s>. 6d)riftt iclbfteii be* 
^eiuict nid)tö anbcrft alö ein brülleitber \^bm I ber f)erumb 
c\c{)ct iHiiib ]iid)et iiHMi er uerjd)liiu'ie. 3*^^'"! ^''n i'i'dite Main' /' 
iiield)e bell 'isöiieln alli}enind) nnbt [tiUid)Uieti]eiibt und) jd)leid)t / 
iMib biefelbe friffet. X^aber faßt ber alte A^irdieii *L'e()rcr (il)vt)\0' 
[tomiie: uieiin bie .v^eijbeii bid) ,^11 trieben (äffen inib nid)t iicr= 
folgen ; fo ift ber AÜrft aller .v^eijben oorbanbcn / ber 2;eiiffel / 
ber ninunerniel)r aiiffl)ört ' ben "D.ltenfdieii ymerfolöen. Denn 
(^j^tt / iiield)er bie 'i'.ltenfdien ^n biefeiu >\ainpff onb Streit oer= 
orbnet ' inill / baf? mir atte^^eit inolU]erüft in ber(Sd]lad)t rrbnung 
[tet)en ,' and) ein madienbeo 'M(\ anff biefec einl3iiien ^-einbeö 
ßift oiiiib (^Jemalt allezeit baben / ber niiö Juie ein irioloerfnd)ter 
Aelbt Tbrifter / anff niand)erlei) meife nadiftelt nniib angreifft / 
in beni er einem jeben ein Spcri-leiii in bie Aallen legt ' lueil er 
meie ; luo^n ein jeber geneigt ift. 

Aaiiitiiv iciit ^^'•'^^ ^^^'^^ ^^'^ ^anfti .Svniiftftüdlein belangt / 

K'u K)afton im oerl)ielt ftd] baffelbe alfo: iHlc er anff ein ;]eit bei) 
i*>iiitor iiHMib guten AVt'unben cingefprod)en onb einget'el)ret iiield)c 

tvauboii lun- j^,^,j^ feiner 3iiiitit'rei)fiiiift oiel gel)i3ret / l)aben fie oon 
il)m beget)ret er folte ein '|>robfti'ufleiii tbnn onnb fel)en laffeii. 
T'a er nnn lang nid)t bran gemolt , l)at jl)n bie bolle onb oolle 
(^)cfellfd)aft enbtlid) oberrebt ' ha^ er il)neu oerfprod)en er moUe 
fie ein f'tiuflein fel)en laffeii nme fie für eince beget)ren. ,s>aben 
benuegen alle mit einanber begcl)ret er folte fie einen 'AHunftorf 
üoUer zeitigen Trauben fel)en laffeii. eie oermeinten aber ,' er 
lüürbe fold)ec^ megeii ber "siif)i"U"i^ 'i-^^'il ^'»^^ Äsinter mar , nid)t 
prestireii onb leifteii fLiiineii. Aanftne giebt feinen Sillen aud) 
barcin / onb oerl)eift il)nen ' fie follen alebalb anff bem [-1-19] 
Ziid) bad jenige fel)eii ; loaö fie begebret l)abeii , aber folc^er 
©eftalt / ha^ fie alle folteu ftill fd)meigen onnb fid) nid)t regen ,' 
bi|5 er fie bt'iffe baoon effen I menn fie fold)em iiid)t nad) fämen / 
fo ftünbt jt)nen Seib onb Veben baranff. 

3(l0 fie jbm mm fold)eö ]\\ tl)nn oerfprod)en l)at er mit 
feiner C^Jaucfelei) biefe oolle iJapffeii alfo oerblenbet, baf^ fie fo 

l.')4 



85 
](!'!(). .InliiiiiiK's liiidiiiot'i-: J>c' 3iajiia Illicita. Di'cas 1. 

uicl tiro)"i\" iHiL» i-HiUc ^^raiibcii an einen jcl)öncn '^iH'inftüif ijejclicn / 
fo lud ihr am lifd) iaücu. 

Si>eil nnn Dicioo im iiMntcr ein ncmc epcif] imnD fic ol)ne 
büi}' crliilict ^VlI^ Duvftit} marcn / l)at il)m ein jcDcr ein Iranbcn 
aiiCHicfcbcii unD Dae 'IVcffer branff c\d\:(\t l1nn^ iiemavtct bi^ 
er [ie l]ei[fe ^ie ^^mnben aLiicl)neiben. o>ii t*^'>n i-'^' fi^' mi" ^'i'i 
meil i^eäffet nnD anfi^elialten I ift ber 'l\.H'in[torf mit feinen Ivanben 
üericl)uninben mmh Da ein jeber c^emeint er habe einen Iranben 
in i^er v^anbt liat er [id) bei) ber '3iajen c"iel)alten nnnb baö 
^Jieffcv branff gcjcUt aljo ivenn einer mieber bao '-l^erbot in 
bcn Irauben i]eid)nitten t)ette er il)m felbft bie ^Jtajcn abgefdinitten / 
!üer j()nen aud) red)t i}cjd)c()en uferen and) uiol luertl) t"iemeien / 
ba\] [ic jl)nen iiniö anberft betten abiiefdinitten ,' weil [ie anc iin= 
d)riftlid)em AÜrroili nnnb iH'rme[ienl)eit bem Jcnffelö 33anncr 
in feiner Alnnft ^nfel)en uield)ee bod) oline tjroffe Wefa()r nid)t 
gefd)el)en hin iinnb einem CMiriften feineyroetiö i^ebüren luil. 

:)icgi[ter: 

Faustus ein 2d)marl3t'ün[tler auiö er für ein (5"nbe i^enommen / 
417. :Sringet mitten im ^>.Mnter einen :ii>einftorf uoüer Iranben 
l)erfür inib betrengt bie CMäfte , -il.s. 41!». 

85 

1630. 
Johannes Rüdinger: De lYlagia illicita, Decas I. 

a — e 

De Mao-ia Illicita J)fcaf< CoiicioiiiDu ;',el)en iirünblid)e ^Nre- 
bigten i^Cn ber ;]anber: bnb .v^ereniuerrf aue iHuIeitnntj l)eiliger 
(£d)rifft iinb beuu'brter Autoriim Rationibus nad) bem befanten 
<Sd)ul---Vers Quis? (^uid? Ubi? iini:i folgenbe anbern 3^smbftenben 
gefiatten X^arinnen anff bie bon bicfer .Materia fürnembften 
Srai^cn i]eantmortet etlidie bariiber ringlcid)e llcci)nnnc( erlebtet 
bnb biefelben fürlilidi mieberletjet merben Tnrd) .Idhainiein :1{it= 
bini^er Poet. Lanr. Cies. ^]>farrern anjelui ^n 'Lber-^Cpinirg. 
3el)na ^sn iHnlei^nnt] ^•ofHinn ')v\'iffenberi]erö iMid)f. Anno 
MDCXXX. ' . 

155 



85 
16o(>. .Iiiluuines Rüdinaor : J)c ,M;iuiii Illicita. J)ofas 1. 



^. l?!». 11. yvid? 

a) e. 46. 

J(tlianue.s Fanstus f)at einem Taimen fo i()me nid)! luolte 
auö ^em 'ii>ei\e uieid)en bic i^fen'ie mit Dem :iiHitien |47] ge= 
tren\"H. isiib ein anbev fo einem c^nte fette 2d)irein iiertanffte 
meldie alo fie ber .s^änffer ()eim treiben motte ; unb fie auff bem 
51iH\iie bnrdi ein i^adi trieb iierlot)r er bie Sdimein imb ja()e 
nnr etrolimifd) babin flieffeu. Aarane balb nod) ein ünflemüf)n= 
lidiee entfteliet. 5}enn er febret miebernmb ^nr .s^erberc^e ^n ind)en 
ben .^^erfänffer ben ^i.ifemidit ; berfelbe legte [id) in ber .V)er= 
brige (linter ben Tfen nad) bem ere mit ber ii>irt()in aljo ab- 
geleget / bnnb fd)nard)te ale menn er idilieff. ikki)Qt ber 
Ääuffer 3Drnig t)in^n nnb j^U'idit ^)ör bn 5>3etrieger , unb ^end)t 
j()n mit ben 33eine meldiec^ if)me ganli folgete beud)te i()n 
a[i> menn er baffelfae jbme nom Veibe abriffe baritber [tnnb 
ber arme Iropff ganU erjdirorfen. 8d)rci) ber anbere mit bem 
einen ^ein nber feinen empfangenen ediaben. (ynblid) mirb bie 
<Bad) gütlid) oertragen inib unrb baö 3?ein miber an feinen ^rrti) 
geridit nnb angemadit. 

b) 6. 60 111. LbiV 

6. 84. 

ä>nb ()at el)erma(t^ ^^n Vntfieri ßeiten "s'^iio'^i^ A-anftuc in 

2J?ittenberg fönnen etlidie auff feinen ^}}tantel in meit entlegene 

Gnedeim. 1. 2. "Crtev burd) bie i^'nfft fitbren mie niel mebr mirb 

p- ^^- nod) mal foldiec^ ber ienffel Acinfti l'ebrmeifter ^u 

öerriditen miff eu V 

c) ©. i>"). IV. Qvihus Auxiliis? 

•I)er bcilige ^Utoater Augustinus fagt audi baf? maud)er 
bnrd) lanter A-ürmil.; in baö ^Jauber onb .peren ii>efen gera()ten 
Contess. 1. -21). fei), (^'y l)at mand)er "i)Jtenfd) feine öaben uon C^)ott 
c. 3.-) an üi>eiR()eit :iierftanb ' [1-J-2| .»ilnnft onnb 3d)arff= 
finnigfeit aber er ift bamit nid)t ^u friebeu ionbern mil mel)r 
miffen. 

2i>cnn nnn fold)ee ber Jeuffel fil)et fo l)interfd)leid)t er 
bcbenb fold)e l^ente entmeber felbften ober burd) feine '.l\>errf^5enge 



l(i;5(). .iMhaiincs Kü(liii<)(M-: I)i^ !\Iayi;i Illii-ita. Di'cas I. 

vJdiibcrcr ' (Ecl)iiiarl3fün[tlcv imD Dcri]lcicl)cn imt) ocvlieiffct ihnen 
flVüffc Alunft iHiLi ^^.Mffcuicliafft luie mit Doctur Faiisto unCt 
iinborii vicl)Uiavl3tiinirlcrn iioict)cl)on i[t l1ll^ iiod) i.icfcl)il)ot. 

d) g. i;;i. V. Cur-.' 

;)U tticjcii iMiD Dcii]lcicl)cit ucrniciiitcn öioncii vHafcljcn für 
^cl• ^ii.H'lt l)ilfft Don ; Räubern uiu^ .nevcn ' mie gc* |14;^)| melbct ' 
ilir Lh'd [id) l)abcnöcr Iciiffcl lucldicn fic nid)t Ciürffcn mit bcii 
abidicuilid]cii Ouimcii leiiffcl ^atanaö k. joiibciii mit einem 
jlime anc\cuemlid)en Oiamen meldies} l}ent ^n läge cjemeiuiiilid) ift 
Spiritus vcl f;iiiiili;iris vd sororiiis. nne Faustiis jeinen nante / 
ein. eit]enen gelieimer iniD gemif; betantcr Weift / ober mie Cor- 
nelius A^rippa feinen fdimavt^en y)iu\i) Monsieur nni? .^crrn ober 
mie anbere ben meifeu C^H'ift, ÜJcorgenfteru ' ober IKagifterlein 
nennen muffen. 

e) 2. UC). 

III. Discessii. ;Hb^nt]. Tenn ee pflegen bie gnten ^)eifter 
non fid) felbften nad) }l)rer tjegen bem llienfdien anbefol)lener 
^Nerriditung nid)t allein bei]m Veben beffelben millii] ab 3n^ie()en / 
fonbern andi im lobe barff er für fic nid)t forgen nod) einem 
anbern biefelben ^niueifen fonbern bie (fmgel baben ad)t anff 
ben im C'jlauben an C^briftnm fterbenben ^^3icnid)en inib tragen 
beffelben Seel in iHbrabame >£d)of^. I^er Familiaris aber nnb 
gebcimer Weift bleibt bei) feinen .söerrn io lang er ift oon fl]me 
beftetlet uuirben nnb bif; er oon jbme einen anbern nerfanfft 
nnb ^ngemieien mirb in ucrbleibnng aber beffcn , onb ba^ ctncö 
foldien ,v)änblerö l'ebene iinbc l)erbei) fi.impt j ünb berfelbe feine 
■iinibv nidit nerfanfft / nod) feinem öaft eine anbere .s^erbrige 
beftcllet bat fo pfleget ber .pänbter nnb ^l^Jirtl) mit "M) nnb 
ii'elie ein fd)rerflid)ey (Snbe gemeiniglid) ^n nel)men ; benn eü 
faget Cypriau: Qui Satanam habeut suggestorem. hal)t'])unt 
etiam tortorein, fold)ei^ bezeugen bie @;i:empel bec^ Fausti, ^eucö 
3Sol)men Ignatii l.ojohe, Agrippse nnb jenee ^n SallVburg / 
n.ield)er fid) nermeffete er roolte burc^ .pilff feinem Familiaris alle 
(gd)lan= [147] gen aue }l)ren .polen in berfelben ganl3en 'i>flege 
anff ein ^ieilmegec in eine Wrube ,^nfammen bringen ineld)esi 

157 



8(i 
l()3(l. Thdmas Raiulnlj)]) : Aristippus 

er aiidi bcinieic l1^^ jctir nid 2cl)laiu3cn ^jufammcn bract]te aber 
ce war bcc> ::Befcl^iricrcrc^ Vebcuö (fnibc (icrbeii fommen inmb meil 
er Me ecf)Iangen 511 iefir platzte nnb alle iiuilte eranirgen luufte 
er felber barüber fterben. ^enn bie grofte unter bcu £d)langen 
fd)lnng fid) niub jlin mib ennürgte if)n ^iifelienb in ber Wriiben. 



8(i 
1630. Thomas Randolph: Aristippus 

Aristippvs. Or The luviall Pliilosopher: Fveneided in a 
priudte S/iew. To which i.s added, The Conceited Pedler. 
Omnis Ai-Isfippum decuif color et statine et res. Semel insa- 
niuimKs. London. Printed for Robert Allot. MDCXXX, 

p. S. 

^]ll(J^) O art thoii there. Saint Diuistan? thoii hast 
vndone me. thdii cursed Fryer Bacon, thou hellisli Merlin: 
bnt ril he reueuged vpon thee, T is not yuur Mephostopholis, 
nor auy other spirits of Riibie or ('arbiuicle, that you can 
raise, 11 or your good father in law Doctor Faustus, that con- 
iures so many of vs iuto your Wiues Circle. that with all 
their Magique, he shall secure you from my rage, you haue 
set a Spell for auy mans comming into my house now. 



S7 

1631. Thomas Board: Theatre of God's Judgements 

Ihe Theatre ( >f <io(ls Ivdgemeuts: Reuised. and aug- 
mented: AVherein is represented the admirable justice of God 
against all notorious sinners, both great and small; but espe- 
cially against the niftst eminent persons of the world, whose 
transcendent power breaketh thorow the barres of humane 
lustice; deduced by the order of the Commandements. 
CoUeded out of Sacred, EcclesiasticaU, and prophane Histories. 
Now thirdit/ printed, and encreased ivith many more Examples. 



*) Wilde-man. 



T. .n. 



158 



ST 
lUyi. Thdiiias liL'urtl: Tlioatre ot (jcul.s Judiii'iiR'iit.s 

Hv tlie first Autliur tliereof, Tim. IJeard. Doctor (if Diiiiiiitie, 
und Preaclier <tt' tlic Wm-d dt" (l(»(l in tlic Tuwne ot" Hiin- 
tiiKitoii. Ijiiidoii, Printed by Adam Islip. tor Mirlnal Sparke, 
and are t(» l)e soiild at tlie Blew Bible in (Ireene Arbour. 
Kiiil.') 

p. 54:3. 

A briete smnmarie of nidve Knni/phs, ((nne.re<l fo fhe 
formrr hij f/ic s(niir A/ff/io/ff. 

|>. .').');). 

Cliap. VI. 
OJ ('üii/Krers, ^layitiaits, ((inl \l'/frhes. 

lohn F(/usfiis, a tiltliie beast. and a sinke of niany 
(linels. led abont with hini an enill spirit in the likenesse 
of a (lüg: being at Wittenberg, when as by the Ivlict of tbe 
Prince hee shonld hane beene taken, he escaped by bis magi- 
call delnsions: and after at Noremberg being by an extra- 
ordiuarie sweat tliat rame vpon him as he was at dinner, 
certiHed tliat liee was beset, payed liis host snddenlv his 
shot. and went away: and being scarce escaped ont of the 
walls of tlie citie. the Sergeants and other ofticers came to 
ap[)reliend liiin. l!nt (!ods vengeance following him, as he 
came intü a village of the dnkedome of Wittenberg, he sat 
there in Ins Inne very sad : the host re(|nired of him. wliat 
was the canse of his sadnesse: he answered. that he would 
not hane him terrilied. if he heard a great noise aml shak- 
ing of the lionse tliat night: wliicli liappened according to 
his presage: for in tlie nioniing hee was found dead. with 
his necke wrnng behinde him: the Dinell wliom he serued 
haning carried bis sonle iiito hell. This story is set downe 
by many in other termes; bnt Philip Loj/im-ii.^ expresseth it 
in this manner. in his Theatre of Histories. 



') J'ic crftO X'UlfhuU' ('l'he Theatre ot (nxis Iiuloemeiits: Oi'. A 
ColliH-tioii Of Histories out of Haered, Ecclesiasticall. and pvophune Aii- 
fhuurs. conccrniiKj iJir (uhnirable ludgeinents of God v]H)u the trans- 
cfres.sours of his i-oimnaiidemeats. Trandated Ort Of FrJ'nch. And 
Avymented by man- thav ilirec himdred Examples, by Th. Keard. 
London. Printed by Adam Islip. 1597) lln^ Mo ^llioitc XHltfhlilC London 
Lslip. l(U2 cntlialten Mc 2tclto \\o&\ nidit. T. .n. 

159 



88 
1631. Lieehtenbery - Wecker - Hilclel)raii<i : (inctia 



88 



1631. Liechtenberg- Wecker -Hildebrand: Goetia 

Ijoetia. vel Theurgia, sive Praestigiarum iiiagiearum de- 
scrii)ti(). revelatio. resuliitio. iii(|uisitio, et executio. 2!^atf ift, 
"i\>al)re nuD eirtciitlidic (5:ntDeifuiu]e Declaration ober (Srfläruuge 
füvnel)mer l^lrticul Der ;]aubcreii 3>nb irae Pon 3a"&fi'ei"i^ i^n= 
()0lbcn .Steven ' bcrcv \"^änbcl iHvt I()uu 'i'affen ; 3i>eieu / 
Siielid)aüten .' 3lr^nei]eu molier fie ermac^jen ' onb i()rer Maehi- 
natioii. ^epc(lcictien 'iCHxe luni :J^i>ecl)jel Aliiibeni inib :Ii>üteiiben 
S^en- :;ii daltcu fci). ;?lUen i^oitjten Sdiultlictffeu ^Imptleuten / 
3(mptet)cniieieni ' i^onnaltcru bee 25?eltltd)eii Sd)iiierbty / onb j)te= 
gimeutc uütilid) ^u lefen. ö'tman biird) bcn ^iiHilgebonieit .^erni 
^acob -A"vei)()evrn noii l'ieditcnberg etc. isor öielen 3öf)i"t'n aiiö 
jliveii .iivt]id)tcii cvfal}rcn Diirdi beii .öodigelalirteu Aöerni ^sacob 
'il^erfeni M. D. ctmcic lueitleiifftiger beid)riebcu. '?(uu aber an 
jelio mit allem Aletffe revidiret öberje^en ' mit :?üi5nei)en iriber 
bte 3Q"1^ci"^^ fd)abeii inib roie eine (5ln'iftlid)e £:brigteit miber 
bie ßauberer aperen unb 'i^ul)olben red)t nerta^reu jol. @o rool 
aiid) bcrer in .*öiftorieii üornelimften , beic^riel)enen igd)tnarl3fiinft^ 
lern ßanberern önnb anberer ©ottlofen idircrflid)en Oiibe. 
;I^ann and) aninberbarlidien bar^n beqnemen luftigen , poj[ier= 
lid)en nnb jd)rcrflid)en .N^tftorien. 93teln" non Cfrjdieinnngen ber 
©eifter i^ntcrfdieib berofelben inib anbern oielen bendmirbigen 
8ad)en mel)r. i^eit mel)r über 5mei)mal jo Diel angirt, Der= 
me^rt nnb männiglid)en 3n @rgel3nng / gefallen onb jonber= 
lieber 3i>arunng in ben Drnrf gefertiget bnrd) Wolfgangum Hilde- 
brandum Notarium Caesareum, Gebesch-Tyrigetani. ^n 3}er= 
legung ^sol). A-rand'en £. örbcn önb Samuel vid)eiben 33ud)l). in 
Seip^ig 1631 ^j. 



lirfie (gntbecfung ober (Srflärunci ber fünteiitften 5(rtirful von ber Saitberei) ujiu. 
331. 4. l)at ben latetllifiten -ittcl (ioetia, Vel Theuruia, Sive Praestiufiarum 
Magicarum iJe-scriptio, Kevelatio, Kesoliitio. Inqui.sitio, Et Executio. Anno 

160 



8« 
I<>31. Ijii'C-litcnlicro-\\'c(-k('i-IIil(lcliranil : («octia 

ji) [Unter i)cn /3taiHcu öcr fünicl)m[tcn Autoren, baraiiö 
Mc Additioiios. oDcr ;^uiäUe, über Di|5 :ü^crlf gepcjen [inö." jHnbcii 
[id) aitcl):] 

Augustinus l^crd)cimcr. 
(ilirtftopl) ©acjuevö .'öiftoria. 
Johannes de Lunä. 
Johann Aaii[tenc> Miftoria. 
Johannes Trithcinius Abbas Spanh. 
Johannes Wierus. 

b) 8. H — @. U. 

C>"inc trciu()crl3ii]e isennal)n= inib ^^VHinuuu] bef^ ^^littl)oriö, 
uic(d)cr bio llistoriam Christophori 'XHignert\ be§ D. Fausti 
Famuli, mib iiicitbeid)ric{)encu Sdimarlj .Hünftlcre, gufammeu ge= 
trat^en, ba}] man fid) mit allem flciffe nor ber (£d)mart3 = Äün[t= 
lerci), Diib ;Viuberei), büteu joUe. 

6@ ift gitiui Tfteubalir, üiinb befanut, aiiff UH'ld)e meifc ber 
leibige Icuffcl bem '^licujdilidien (^)ejd)led)te nad)]d)leid)eii tlnit / 
mib r.iit Vift feine llielu' inib A-all[tricfe anjffteüet auff i)a\'^ er 

öie .N>eUe Defto beffer füllen mbd)te. bi^ 2. 14: Dal)er 

befcnnen offt bie ^^jiinberer, luenn ftc tjeti^btet merben, ba^ fie au 
etlid)en l'euteu alle il)re Alnnft iierfudit, aber bennod) feinen 
6d)aben ^nfiujeu feinneuM- 

c) Ä. 25. 
Additio. 

Joannes Scultetus Westphalocam in feinem tBerid)t uon 
3aiiberei], nnb Zauberern 6ap. 7. 

^iefe bep Xeuffele eigene X^iener finb breijerlei): (vtlid)e ' 
bie alleö nur ba()in rid)ten , ba^ [ie mnnberbarlid]e (Spil3fünbi(.v 

5IDCCIV. i*oürtlaut un^ 3eitenctnteilinu'5 fiiiD ual)cMu Mc oileiif)en. Xic 
Stellen ftel)eu auf ^cnlclLlcu 2eilen. -Tan Me leljte unten anj 2.-^42. (S-nc\c[, 
Aaufttdniftcn :iiv. ')ii i^icbt Mo 2oiten^al)lon Unit ','lnönal)nic ber letUen) Mefcv 
i^udioj', aber ben Jitel bon .öilbebranbd .suinft nnb ivUinberbnih, baö nur 
eine einjiciie Aanftevuuibnnnt-i (2. 325/2()) entbiilt, an ba*» aber bie Goetia 
auf 5al)lretdieu :^tbliotl)efeu anciebnuben ift. 2iel)e bie 3lnmerfunii ^u 
Splitter 72. ?. .s>. 

') riefe i^urrebe ^nni iiHu;inerbudi bructe idi uidit mit ab, ba fie uiditij 

auf Aauft l-^e^fu-(lidie'j ontbalt. ?. .ö. 

Tille: Faustsplitter. l(jl H 



88 
Itiin. Liechtenberg-Weckor-Hildel)i'and : (lootio 

feit / ^lml^ i]ro[fe Alimft ()crfiubringcu / inib l)ücl) tiarbiird) gc^ 
l^alteu lucröcii luic Tritheniius ber 5Ibt Uüii epan()ei)m. 

@tUci)e bic mir isoffcu roiifeu, eittiueber nu§ .*tlmi3iricil an- 
bern 311 ijctadeu mie Faustus, ober 311 i()rem -yaiU imnb @ei^ 
lüie bie (^)aiuflcr. i^'tlid)e aber viditcit 'i^iit^liuf uiib 3d)abeii an j 
tinub jüld)ee iinffcntlid) ober ominffcntlid). ::}i.M[feutlid) uub mit 
flei^ / aU bie ©ifft (ecjen. ä^ininfientlid) / bie ^i\.HÜ)rjager / meldie 
ber 5leuücl betrogen ' ha\^ [te 35nred)t berid)ten i m\b bamit Dl)ne 
jt)ren ÜIlMÜeii i^ut]lürf eriuecfen. 'i^nb biefe le^ite -l^ott jdiabet 
l^aub mib 'i'cuten am meiften. 
d) ^. G6. 

($iu anbcr (v):empel intt» luuubevbarlidje .sMftoria 1 fo ber 
Cfirce ^äm 'i>crftcllunrt befrafftii^eu ()ilfft. 

(S.spriftopff iiHttjuer (bee ip'offeu roeitberühmten @d)Uiarli= 
fünftlerö D. Joliannis Fausti Famulus) f)atte erfalireu / ha^ 3U 
2;oIeto in (Spanien / bie fdimarl3C Äunft offentlid) folte prnfitirt 
üub gelejen merbeu ' mie ee beim aud) alfo marb ba (latte er 
groffe 'L'iift hin intb fein ('^)eielle (iiield)er .lohannes de F.una. 
ge()eiffeu / ein guter Pliilosoplius) fie namen ]u ^]iabua {ha fie 
i()rcn :}lnfientl)alt hatten ) j()reu ?(bjd)eib / onb fnl)ren barüon auff 
3mei)en ,s>anen beren einer fo grof; alö ein '^sferb luarb / Pub 
!amen 3eitlid) ba an inib giengen liinnein in ein "J^irti? .'pau^ / 
ba n3of)neten etlid)e ^tnbenten in / bie liatten bie fd)roarl3e .Hunft 
aud) fe()r mohl gelernet ' ba[5 fie mol beftunben. "ii>ie fie über 
abgefeffen maren fo gebencfet :li>agner an feinen Mned)t (Slaufeu 
fd)irfet ben einen .'oan ^uritrf unb left i()n aud) l)olen / iDeld)en 
ber C^iieift t)ernad) ongefet)r in .s. ^tunben gebrad)t f)at. ^^nb ba 
eö nun 5li>agner :')eit baud)te ' gieng er 3U ix'tte mxb lie§ ben 
^o{)anuem nod) eine -^\>eile in ben Saal i ber fel)et unter be^ 
an mit jnen ]n reben oou j()reu Studiis. ba fagen fie / wie fie 
Magi fei)n ,; onb l)aben lange ßeit l)ie ftubieret. Cvr [teilet fid) , 
aB irüfte er uid)tC' brumb onb oerftunbe nid)t / mae gcfagt iiiel)re. 

[(57J Da fel)et ber eine an unter jl)nen ' ber il)r fürnembfter 
roa()r / mb fprad): (ir folte bay ^Jtaul Ijalten / ober eö iinirbe 
j()m nid)t mol befommen. X^a meiuete er / fie molteu auff il)n 
jufc^lagen , ftellet fid) aber ^ur Set)r / ba 3auberteu fie il)me 

l(i2 



88 
1HI5I. liiiH'htenbertj- Wecker- Kiklebrai 1(1 : ( iiMti;i 

ein i;rüi5 par C^jclo £[)\ci\ aiiff ^cll Alopff ^^il» ^iMc]ctcii Damit 
an ' baf! ein iolcl)cr Wcfclt iiidu iiad) allen Tini^cn frai^cn fol 
ber einte o>'-^f)iiiiii^'*^' '^'urft iinö bcni eaal unb rnffct jcincm 
.'öcrrcn imb (^'H'jcücn Dem ^^iHitiucv flai]ct jl)mc feine '^lot i unb 
i^offen i bor il)mc micbcrfat)icn. 'Anuincr faijtc uiarnmb liefcftn 
[ie nid]t mit [rieben ; ünb flien^eft mit mir. 

^ber bod) fieng er feine ;Vinberfunft an unb uenuanbelt 
[ie yi eämen bie lieffen l)in unb ber in bem A>anfe i raellieten 
fidi im Mote lieffen benn uneber auff Den eaal unb befnbelten 
inib befd)iffen eo i^ar febr unD madieten eö nnflätii] i^enng t)a^ 
ber ii>irt mit feinem (^'X'finbe bie ^äme iH'fftiii fdilni^ ' unb ane bem 
.'öanfe jätete ; nnb unifte niemanb wo bie Säiue maren ()erfommen. 

3lnff bem ''IVorijeii ale frül) anfftjemadit mar lieffen fie in 
ibre Wemad)c nnb marcn nod) lEäme i alö ec nnn mnb bie 
IKalil^eit mabr ba molt jbr feiner ^n Iifd]e fommen : tiel}et 
berometien ber 'ii^irt binaiiff ' ,^u feben ' ob fie nieüeid^t franrf 
rinb nntiefd)irft meren < fo fiebet er in einem {eben Wemad) eine 
t^am liefen bie er cieftern fo i^efdilaiien hatte ba merctet er 
allererft ; maö ec^ für eine Welet]enbeit bßben müd)te < fenbet 
beromeflen ^u einem fiirnebmen ^anberern ^n loleto ber fam 
unb brad)te bie ^k'fellen luieber ^n red)t baf; fie fbre uorige We= 
ftalt mieber befamen unb biefer mar jbr "üJceifter. Ta er^ebleten 
fie jbme erft ' mie ec fidi ^ui^etraiien btitte unnb mie fie bem 
einen ^venibben O'felC' Cbven t]emad)t betten ete. 

'^Inff ben 'Olbenb famen fie mieber ^ufammen ba faf; 'ii^agner 
and) ^n iifdu' unb Der .l(ili;iiiiies de Lima, fie mnften aber uon 
^iHißnern nid)t Daf^ er ein fo (\nk\- IVeifter mabr ' fonbern 
Jüolten fid) nur mieberumb an Dem 3«i-''bt-inue red)en / ba mad)et 
ber eine bem o<'-ibaun de Luu;i einen groffen langen Stordie- 
fd)nabel. (j^r ftebet uom Iifd]e uff unb tritt mitten in bie 
(ituben i ober 2aal nimpt ein D^'ffer / unb bemet bamit ein 
etürf uom gd)nabel ; ba feit alöbalD binber Dem Iifd)e / bem 
einen ber ee gemadit bie ^Vafen ab unb blutet fo fe(}r alö 
mel)re fie mit einem 5}ieffer abgefd)nitren. Der Äerl erfd)raif / 
unb mnfte alfo feine Ocafen entberen bod) gieug er über eine 
Seile 511 ibm unb uevfübnet fid) mit fbme unb batb umb i^er^ 
jeibnng ' unb lief; ibme bie Olafen mieber anfetien. 

1H3 11* 



88 
1631. Liochtenberg-Wec'ker-Hildel)r;iiui : (rnetia 



o 



i?lLicr büd) miiftc er jctn läge bic Ocajc bcl)altcii alö iiH'iin 
cö uicl)t iiicvc red)! ßclicilct aiorbcn. 

\iiS] ßu bicjem epicl iiicld)cö ^li>aivier aui5evid)tct lad)et 
er t)oiüfd) üimb jpottet il)r mie [ie fo feine Äünfte fönten ' 
M^ üerbroB ben anbern innib bad)te bei) [id) ben iinigner aud) 
einen iniffen ^u reiffen unub uinipt i)ierauft ein iiHid)fern 
93Mnnlein , meldiee er im 'iNorratl) bei) fid) ijatk . nnb ftid)t eo 
mit einer 'Jtabel in ein ^Hiuje \}ai\ ey alle jo ober bem Xild)e 
jaffen ]"ü()en , alöbalb nerbirbt bem 'Iinigner ein Slncje im Äo^ff / 
'iiaX^ ^'^'-" äiHifjer nber ben lijd) jprüiu't nnb ief)r fd)rerflid) ^n 
jei)en luar. 

darüber umrb 'ii>at3ncr ert]rimmet imb left i^nie ein im\ 
[tarcf 5)?e[jer lant]en mit bem ftid)t er in ben Xifd] ein ^iemlid) 
^bd)lein nnb fraoiet baranff ben Nigromanticum, ob er jfjme 
lüode fein ^Inge wtebergebenV Derjelbige jprad) nein er tonne 
ee nid)t tl)un , mann er id)on gerne luolte ' cc> war gar l)erauei/ 
ba liej^ ii>agner ein .sMMtilein bringen ünnb [terft ee in ben 
iifd) ' "iia mnd)ö eine fd)bne :)ioje branff bic mar ganli Slnt* 
rotl) inib jd)oner Aarbe. 

5}a ti'flöet 'li>agncr .' ob er beim aiid) fein :.Hnge molte 
mieber gnt mad)en / menn er gleid) tönteV X'er Xigromauticus 
jagt / nein. 

2*a 3ncft 'iiHtgner fein 9)?efier ' nnb t)ieb bic '){ofe oon bem 
etengel ,' balb fi^'l bemfclben Äünftlcr bcr .^\opff anff ben Xifd) / 
ünb fpriil3te baö i^lnt bif; anff bic X^erfe. 3)ic fo babei) faffen / 
meinten erftlid) ' cc^ mcl)re ec^impff ' onb baten ben ■:liHrgner / 
er moüe jl)me ben Äo|.iff miebcr anfffe^en /' et)e er erfalte | önb 
oerblntet aber ^^i>agner fagt ee ift gcfd)c()en nmb mein 3(nge ,' 
ünnb ümb feinen >lopff. 

Wi]d mufte ber SdimarMünftler in feinen gremlid)en Sünben 
fterben / onb 3nm Xenfel fa()ren oiib ^og '^i?agner bcö anbern 
Xagee auy ber .s^erbergc onb lic|^ 'bQW Merl liegen. 

Seine WcfcUen nnb ')3?eifter bcmül)eten fic^ .' ob fie fbn fünten 
mieber (ebenbig mad)en / aber ee ma()r mnbfonft.j 

2(Ifo le()ret ber Xenfel feine WefcUen / menn fie it)me lange 
gebienet l)aben ; Di^ ift hdv Xrincfgelbt önb ber ©eminn . ben fie 
baoon bringen. Sie f)abcn nid)t alleine Sd)aben an bem i'eibc/ 

1()4 



88 
IH.'i]. I.ici'htenberg-Wecker-HildoltniiMl : (iootia 

Ulli) Vcbcu fonDcvii [ic inüifcii aucl) iiod) bar^ii in (>-anijtcit Die 
Seele öevliereu mib ben Zcnid braten laffen. 

[(59] ^^troiuifdje luerbeu in 2.eiüe uemuinbelt. 

^O'i'-'H''^^ ('hristoplKiii "iVnupierC' 'AVeifter , I). Johannes 
Faustns. vicl)tet einmal}! einen 'l\>nd)er an ruftet fünft A^'i^^^'f^^te 
2ct)RH'ine ^n bie uerfenfft er eine nnib (!. fl. bod) mit bem 
'•iniet baf; ber Seiütreiber über fein iiMiffer mit ii)nen fd)Uiemmeu 
fülte. 1). Faustiis ]oc\ unebernmb l]eimb , ale fid) nnn bie (Seroe 
im .yi'ot iimbiue(l3eten ober befnbelten , trieb fie ber (Seiutreiber in 
eine 6d)iiiemme , ba iierfd)iininben fie unb fd)mammen lantcve 
@tromifd)e empor. Ter .suniffer mnfte alfo mit bem ed)aben 
babin (\cl)cn benn er unifte nid)t mie bac ^n^an^en uie()re ober 
loer ibme bie iSd)iüeine ^nfanffen i-^eben b^tte. 

^hnx foli^et I)ieva«ff U1ie^er eine A>iftovia 
mit ben AUivffcn abkamen 

DOctoi Faustus tani in ben Ruften c^en ^-raniffii^t in J)tc 

^ilVcffe ben berid)tet fein C'^k'ift (ben er Meiii(ist(i[)liilein nante) 
mie in einem ^>.^rtcbanfe bei) ber 3>ubent^affen oier ;)anberer 
iveren bie emanber bie .sUipffe abbieben onb .^iim ixilbierer 
fd)irfteii fie ^it balbieren , ba Diel l^ente ,3nfal)en. -Day nerbro^ 
ben Faustuni. er nermeinte er mebve alleine bef; ieuffelc -viane 
im Ä'orbe öieng babin foldK'k? and) yi befeben ba fie bie 
l^auberer fd)on bei)fammen maren bie AUipffe ab^nbamen bei) 
jl)neii mar ber 'i3albierer ber folte fie bnlu'n nnb :;iuagen. iHnff 
bem Sifd)e aber ()atten fie ein C^Haf^bafen mit bifttllierten iiniffer/ 
ba einer onter jbnen ber fürnämbfte :]anberer mar ber mar jl}r 
'i)iad)rid)ter , ber ^anberte bem erften eine Milien in ben Mafen 
bie griinete ba()er onb nannte fie 'Ilinrk'l bef? l^ebeiiö baranff 
rid)tet er ben erften onb lief? ben Mopff balbieren onb fet.Ue 
jbn bt'rnad) bemfelben mieber anff alöbalbt oerfdiiuanb bie 
l'ilien onnb bßtte er feinen .Mopff loieber ganl3 baf? tl)et er 
and) bem anbern onb britten flleid)er geftalt fo jbre Silien im 
^^affer l)atten baranff bie Äöpffe balbieret onb jljncn luieber 
ouffi^efet3et iinirben. 3lle eo nun am oberften ;^)auberer onb ')iad)= 
rid)ter mar onnb feine Milien im 'ii^affer and) baber bliiete onb 



88 
1G31. Liec-hteiil)erg-Wccker-Hildebraiul: Goetia 

griinctc unirbc jbmc bcr .Hopff abcjcfdimiffeu imb t)a eö an 
bemc UHir Da^ mau jl)n 3inat]etc miD balbierete in Fausti gegen* 
iiHirtigfelt Dom iülcl)c 33übcrei) in bie ^ngen ftad) önb nerbrop 
t'cu .'öodimutl) be^ ^svincipal ofinbevere mie er fo ^xed) mit 
©otteöläfteni mmb lad)eiibem |7()J 93Junbe it)me Uep ben Äopff 
Iievab ()amen. Ta gef)et D. Faustus ^n Iijd)e ba ber ^afen 
ünnb l^ilien [tnnben niinbt ein Mcücx , ijewet anff bie 33himen 
bar iMinb fctililict ben iMnnienftengel pon einanber ' beffen 
niemanbt geuial)r uun'ben. 

:?Uc> nnn bie .>]anberer ben Sc()aben ja^en marb flire 
Ainnft ^n nid)te nnbt fnnbten il)rem (Mefeüen ben .'rtopft nid)t 
aneber anfeUen. ^l^hifte alfo ber böfe lltenjd) and) in feinen 
^iinben [terben nnb nerberben (wie jener ^u loleto) ünb gibt 
ber lenffel aikn feinen Wienern let.Uid) fold)en l'o^n / önb fertiget 
fie alfo abe. 2)er ßanberer aber iinifte nid)t wie eo mit beni 
gefd)lil3ten Stengel mar ^ngangen meinete and) nic^t ba^ eö 
D. Faustus getlian l)ette. 

e) 2. 7:5. 

(yiue 'i\>uubevbarUcI)c lödjerliclie Historia 
uon (5()riftüVl) '^ItHtgueni wie ev yi '^Hibua eine imiuber6adtc()C 

Wafterei) angerid)ter unb barinnen einem 93^anne nnb -iiknbe 
einen "rd)fen mib Änef) .Hopff angezaubert. 

(<'Z batt O'Iiriftovl) "I^^agucr einen .Ferren ,^n (^aft / 
iüelcl)er ihn ben lag ^nnorn mit anbern .rierren aud) gn (5)a[t 
get)abt. iHle nun ber Aöerr mit feinen porigen ©äften erfd)iencn / 
\)ub tarnen ^ur beftimbten ^eit fallen fie fid] in feinem .söaufe 
vmb ba warb a- alle« gar müfte nnb meber A-emr nod) JUand) 
im .'öanfe onb bnrd)auB fein Wefinbe benu nur fein Äned)t / 
:meld)er C^lanc 'lliöUer l)ie| barinnen, ^.n furfeer ^eit maren bie 
Xifdie geberfet nnnb lagen anff ben ^änrfen l)ernmb etlid)e leere 
^affe onnb groffe ÄliMser barinnen ftacfen Alanen ; roie fonften 
in ben ryaffen ^u fein pflegt, ^a ()atte 3:^3agner ba^ eine '^enfter 
in bem Saal büpfd) mie ein Sd)ranrf nermadien. laffen / ben tliat 
er anff onb nam jmmer eine 2d)ü|fel und) ber anbern non 
ßffen f)erau§ onb fafete fie anff ben lifd) ein tbeil mar falt / 
vin tl}eil nod) gar ein menig marm unb alc er bi^ oorgetragen 

166 



88 
1681. rjiorlit<>nbt'r(> -\^'o^■k('^-Hil(l('l)l■alHl : (joutia 

hatte meinten [ie ee webre nun nu1)tö nielir uevhanben fo 
i^eliet cv abeimalile l)in / onb bracl)te nocli mehr Werict)te Da 
fieuflen [ie crft an fiel) ^nueminnbern wo bae l)errlict}e (yffen 
berfommen mödite unb mie er jo niel barinnen LH'()evberc\en fönte. 
^Hber [ie [dmnet^en bod] [tille imD betten iievne getrnnrfen jwuy 
ten ob nidit uhiö yi trinrfen lunbanben mere. C5bi"i[tD[t 'i^->iMl= 
ner naui einen etab / [d)lni^ an bie 'llninb ba fam ein [d)bnev 
"siinglini] berau| / ganli moi mie ein 4}ent[d)ev tiefleibet üunb tje-- 
gieret / bev batte ^lueene (i^nilbene i^ed)er in [einer .'öanb i bar= 
an[[en [tnnben |74| be[; iiirrti[d)en >lei)[erk? ')iamcn inib 2öapen / 
tjieng bin ^n bem einen leeren Aa[[e i nnnb oiipf[ete einen etilen 
^I\>cl[d]en •:li>ein bcran^ [at3te ben an[[ ben Ji[d) nnb lie|3 [ie 
ben iier[nd)en. 2?albt [d)hu3 ^^^iHigner anf[ bie anber @ei)te ber 
^^.Minb ba fam l)er[ür eine t)üp[d}e "snnc^tram bfltte einen gant3en 
.vlorb uoll [d)öner Änn[treidier Wulbcner nnb Silberner Irinrf= 
iie[diirr i barnnter üieler fs-ür[ten nnb .sperren "^camen unb •:I\>apen 
luaren nnb [onberlid) be[3 iUinit]eö in Spanien nnb A-ranfreid) / 
nnb anberer [iirnebmen isrelaten t*a\] [ie c\\mo, baran yiieljeu 
hatten. I^ie a,m\([ hin ^n bem biirren sxioU nnb @torf ; i)ap[[et 
einen i]nten fö[tlidien I1ialna[ier heran[^ ' nnnb gab ihnen ben 
OHi[ten. 'Cbcn nber bem Ji[d)e hing ein .s^blliern ?)iohr / menn 
einer ein menii] ::IiHt[[er i]abcn motte [o hielt er [ein We[d)irr 
an bac^ 'liobr [o lief[ hai^ 2i>a[[er hinein [o lange bi[5 er an 
bae :)iobr tlopüet : nnb mn[t niemanbt mo bae äl>a[[er hinein 
febme benn ec hieng oben an einem p)mirnö ^-aben. .'i^ber ha^ 
lagen and) und) anbere %ai]e barbei) an[^ benen alle (Spani[d)e, 
i^ngeri[d)e nnb anbere Ä^tine gela[[en morben / hay-, bergleidien 
non ihnen nid)t gefo[tet morben mar. 

-)iad) bie[em brad)t er nod) mehr Spei[e non [elt^amen 'V^ö^ 
geln nnb mnnberlid)en A-i[d)en j beren in Italia nid)t gernnben. 
^Nnb alc [ie nun [rblidi maren fam [ein (^ei[t (^)3tei[ter lHner= 
l)an genannt) mit einer lu[tigen p)nnf[t ' l)attcn alte ^ibeln nnb 
[d)arbten haxauji etlid)e 53amry 'iNillamellen nnb (^)ra[e l'ieblein 
balbt namen [ie anbere lustrunienta. nnb erzeigten [id) [rölid). 
^n vSnmma ^^^^[ter 3lnerl)an mar [o ln[tig nnb po[[icrlid) ha^ 
bic mercflid)en nnb furl3meiligen etütflein nid)t alle fonnen er= 
gebiet morben. 

ItiT 



88 
lt)i31. Liecliteiiberg-Weeker-Hildebraucl: Uoetia 

'iliic fic nun öaö Waal ge()alten ()atten ba tjrieff 5\>aguer 
iincbcr in leinen ^diranrf nnb brad)te ()ertiir allerlei) felt^ame 
<s:rüd)te fo in Spanien ^A-vanctretd) O^ieberlanb 3lvabia 
l^^nbia nnnb Wned)en l'anbt macf)jen non l)ervlid)ev frijd)er 
^i>iirl3e nnnb anbern id)5nen (S)euind)ien fo man mit *L'n[t tinb 
l?ieblid)feit effen inib genieffen fan roeldie 3um t()eil ben is^clfdien 
bcfant 3um t^eil aber gant; nnbefannt gemefen. 3(nd) maren 
barbei) allerlei) ^Inmen ünb uiolried)enbe jd)öne .viräntcr baf? 
fid) l)od) ^nueniinnbern. ^nb ale fie eine gntc meile frölid) ge^ 
mefen luaren ial)et einer an önter j()nen unb jprid)t ^n -K^üq^ 
nern: Signeur Chri.stophore. ^d) bitt fieunblii^ jl)r inollet öne« 
bod) and) ein l)üpld) hirfemeilig pbffigen je[)en laffen C5l)ri[to|f 
iiHigner antmortet ünb jaget: (Je inetire gnng anff bi^mahl er 
()ette neben anbern -NÖerren gnug gefeben roelc^e^ fie jämptlid) 
befannten nnb fagten: ^a§ ber .tnr^meil ein groffer i^berflnf, 
geiiiefen. 3tber er bielt iveiter an önb molte iiid)t nad)la[fen 
[75] batt nnr mnb eince 3nni id)lafitrnncf. 2)a i])xa(i} JC^agner 
ee folte ge]d)e^en. 

Salb l)ernad) in einem .vini) befompt berfelbige einen Cd)ien 
.^opfi mit groffen .^Dörnern red)t iine ein fold) J()ier bie an= 
bern ,'öerrn fangen an feiner 3nlad)en nnb ^ufpotten bip Der* 
breuft |()n ; önb ifill fid) nerantmorten mit 2d)elten fal)et alfo 
gremlid) an yipriillen unb brummen mie ein red)ter natürlid)er 
Cd)fe balb molte er einen Sed)er ine 931anl nehmen nnb trinrfen ; 
bn fnnt er fid) and) nic^t bargu fd)icfen bie i'appen am '0]ianl 
iimren il)me ^n gro^ / ba brad)te ©agnere Famulus :il\>ein in 
einem Aaffe ba tbet er einen gnten viuff. ^llfo hatten bie 
.V^erren jl)re Aontafei) mit bem ird)fen ünb gönneten jbme biefen 
(Ed)ald:y "iioffen gar mol. isnter beffen tompt bae (Mejd)rei) an 
feine Madonna, bie erfebret ■ bafi }()r 9}iann ein £d)fenl)anpt 
i)abe fie gebet geid)iinnbe babin ' imb befinbet ee alfo ba 
mad)te fie fid) mit lofen 2^3orten an i^^agnern flnd)tc il)m febr 
marnmb er ihren "l^canne alfo üerfd)impffiert bette. 3Sagner gab 
ber A-ramen gnte 'Ji^ort bie^ fie ftide fd)iüeigen alfo treten and) 
bie anbern aber ee mar ümbfonft. 

Ta zauberte äöagner ber Avaiüen einen fd)bnen Änef) .Hopff 
anff mit feinen |)brnern ba marb baz^ @eläd)ter nod) groffer 

168 



88 
IH.HI. Li('chtonl)or£r-\\'(H-kfr-TIil(l('liriiii(l : ( inctin 

l)^^ uiolto ^ic 7si'üw uicl ':li^iu^cC' macl)cii Inib an ^ii plarrcit ,' 
i'>cf;glctd]on aiidi i'icr Cct)fe. Ta ()attc man liiftit^c (Mcbcrbcn iic* 
jc(icii luic i'ic [icli [telletcn iniD \vk \[)\ku Mo hcuhmi Mappen 
\o diftii] anftiiULten. 

'^MiD alv [ic fallen ba[; ce nidit anbevö luel•^en molte mit 
ihren Möpft^'n gien^en [ie lieini imD hatten (\m\(\ 2d)aiiH'r 
anff ber C^miicn mnften fidi and) alfo bauiit fdileppen Inf, anff 
ben nnDern lag ' ba [ie i)enn "^iniiiner anff ber anbern .N>erren 
ä^orbitte uiieber entlebigte. 

(>l)viftüff "KHti^uer macf)t ,^u ^olcto einen 
'l^albiever ,yim AUilbe. 

(s'^snemalile iimven utel i^nte WefeUen in biefer ;^nnfft 
bei)iamnuMi unb nbete fid) ein jebev in feiner Mnnft , nnb ner- 
fnd)teii alfü maf; fie gelernet hatten imb tlieten 2dinlred)t. 

Ta molt nnn ']\>aiiner feine .Hnnft and) fel)en laffen inib 
ninib ben .Idhaimeiii de Lima, in c]ei]eniiiart ber anbern allen 
nnnb entbänptet ihn baf^ fie eö ial)en ninipt ben .Mopff nnb 
tl)nt ihn in ein i]rü|; Wefäf^ ober (Ed)ii[fel langet ben bem 
(jlanfen feinen "si^^gen er foll ihn ^n bem '-I^ilbierer ober 
(2d)erer tragen > onnb pntuMi laffen. Ter "snnge t()nt ee onnb 
laiifft ge= [7(i| fd)ioinbe anff ha}] er befto ehe mieber fomme. 
•Der S^albicrer nimbt ben .s^opff ' oub pnl^et jhn anffe hefte fo 
er fan onb hat gleid) fein 'ii^eib ein .vialb fd)lad)ten laffen 
barnon ber ,Halby Äopff and) nod) marm ben nimbt er onb 
cl)e fid) ber (ilane oerfiehet fo partl)irt er ben Äalb? Äopff in 
bie 5d)üffel - onb lief, ben (ilanfen alfo bamit hin^iehtMt ir>eld)er 
cö nid)t gemahr morben. (Sv aber ber i^albierer hat ec lool oer= 
ftanben baf; eö eine füld)e .Hnrkmeil fein mnfte , bann ec marcn 
jhme ^noor ehe Äöpffe ^n bullen fürfommen. 

^Me nnn (ilane feinen klopft oberantmortet ' ha fte()ct 
'Anrgner ha^ ec^ Äalbec Mopff ift ; imb meinet nid)t anbery ec 
habe ey jhme einer ^nr £d)ahfheit gethan er folle jm ben nid)t 
mieber anfffelien meinet e6 anirbe fid) nid)t ^nfammen reimen / 
aber er lief^ fid) nid)tö anted)ten ober iirren falite ihm hm anff 
önb oermeinete er mürbe mol balbt loieber ^nm ^lVenfd)en Äopff 
irerben. Ter .Hopff blieb ftel)en onb fieng an ^n blöcten mie 
ein .Halb onb gab ber Aohann de Luna ^noen"tehen ha^ ce 



88 
1631. Ijicc'htciil)cr<i - Wecker-Hildelirand: Gootia 

fein Siopü nid)t uie()rc Mf; mcrrfct Sagucr imh fraget ob 
einer bie 6ct)alifl)eit (}cttc angcrid]tet / ee entfd)nlbigte fid) ein 
jebcr anffy l)öd)fte ha\\ ce feiner nid)t getlian l)ette. SIsnter be^ 
fo fonipt bec 23albiererei ^-^^nnge ' imb bringt ben red)ten Äopff 
getragen , bcnn er anifte mol wcuu er erfaltet niib and) bev 
Stnmpff fj.1 fönten fie nid)t mieber ^nfamnien gefel3t mcrben. 

5^a biefen 'Ilnigncr fabe marb er frol) nnb l)ieb ben Äalbeö 
ÄO|.iff abe onb falzte feinen red)ten .siopff lieber anff ben t)ori= 
gen "Trt / ba luarb er genefcn. i^nnb luenn ber ^ungc nod) eine 
I)albe ©tnnbe anffcnblieben luere mit bem .Slopffe , onnb iicn nic^t 
gcbrad)t bette fo niel)re eö anf^ gemcfen. 

(fl)viftüff 'i\>a(^ucv bc,^al)lt i?eu '1^1116101*01' 
luicbcv mit rtlcid)cv 'i)3(üntie. 

^3( nun "üIhic^ut üou bem 'i^ttlbicvcr mav rcblid) bctros 
(^eu morbcn bad)te er in feinem Sinne mie er bemfelben bie 
^\>oltbat mieber oergelten fünte bamit ec^ nidit alfo ombfonft 
onnb oergcbene gefd)el]en fein mbd)te. i^nb erfnnbiget fid) ' ob 
bcrfelbe anc^ an einem Trte iemanbt einen @d)abcn ^noerbtnben 
\)abQ. I>a wirbt |l)m ange3eiget / ba\^ ein fürnebmer 531ann biefeß 
Dvtee / onb groffer .s^'^err oon jbm geenrieret ; onb an einem böfen 
offnen Sd)aben gebeilet lonrbe. 

[77] ::IiHigner märtet anff bi|3 er einemaly babin ^n jbme 
gieng ba mad)t er jbn ]n einem Äalbe / in ber geftalt mie fein 
Äalb gemefen mar. 

i^nb alö er in bai:'' S^an^ fam l warb er oon niemanb er= 
fant / Onb meinet ein jebey ee märe ein .S\alb / er aber mnfte 
nid)t anberc' er mebre ein "iJJcenfd) / mie ee bann and) alfo mar. 

2)a gieng er ^n bem Wann \ onb tappet jbme mit feineu 
.^ilälber^ ^'üffen auff bem Sd)aben omb | ale bif^ ber .»öerr fal)e \ 
l)ief5 er baz^ Äalb f)innauö t()un / ba molt ee oon bem £ager / 
baranff ber .^rancfe mabi / nid)t binioeg / l^e^lid)cn ; fo lief^ er^ 
gar mol pril3fd)en ,' onb mit .s^nnbcn anebetien ' bie bitten jbn 
bergeftalt alfo 3n biffen ba^ er etlid)e läge baran 3n bcileu 
batte. ;mfo marb jbme feine bemnfte Jliui3n3eil mieber oergolteii / 
raeld)e6 er gar mol oerftunb marnmb f6 jbme mieber fal)ren / 
Dub oerrebet er molle l)infort mit feinem mebv fd)erl3en fonbern 

I7ü 



88 
ItiiJl . Lil'l•lltonlllM■q■-^^'eekoI•-Hil(l(■l)^alul : (inotia 

I einen jeben fei neu ^d)impff laffen treiben luiD Uüllnbvingen / 
luie er jn bette ani]efani-(en. 

! 23e[il)e l)ieniün Llricum Molitoreni uon .pe;i'cn unb isnholben 

I Dialog 4. 

I f) €. 14H. 

Gine .s>iftL>na luic CC' beut 2d)iüavt>fniifteler Cliristoplion» 
SSai^ucru ' bes I). Fausli Faiinili» cicvuic^ni / mit feinem 

"iVnu-faiUMi 

'^^}{}i t»cv leufcl feim* Zäjnkv and) offtmalo nerire 
unnb betriefle inuib fie mit Sügen berid)te fietiet man in biejer 
.s)i[türien gar iHnflenjd)einlic^ ,' ft)eld)e fid) ^n 'JJeapolie ^n^etracjen 
ünb nerlanffen l)at. 

(äe UHir einemalk? 'ii>aflner bal)in tommen nnb oernommen / 
mie bae ein veid)er .Slanffmann uff bem IW'er uie()r beranbt unb 
ümbflebrad]! morben imb bie (^)iiter jme genommen ,' nield)e inub 
öicl 1(»<H). fi. feiinb ciefd)äl3et morben. 'i^nb ahi feine Grben ßerne 
flemiffen Wrnnb erfatjren lietten mie ee bodi barnmb gemanb / 
Dnnb mcr ber It)äter gemeft melire / boten [ie gvo^ @elb am j 
menn einer etmae banon entbertte onb offen bal)rete. Ta bad)te 
2i>agner , ee motte ein gnt Ding für ihm fei)n oermeinte ein 
ftatt(id) öelb baoon ^nbefommen nnb gab fid) an mie er bie 
Äunft fünte - onb offt oerjndit onb ;n-obiert l)ette. 

5tnn maren bie l'ente and) iHberglanbifd) mie benn bie 
SlH'lfd)en oiet baranff ()alten ' onnb aiid) bif^meileu gnte p,anberer 
fet)n / benn nid)l alleine bie i^faffen onb 53iünd)e fonbcrn and) 
etlid)e Zapfte fei)nb gnte ^anberer gemefen lieffen bem ^Ivnigner 
feine .sinnft gebrand)cn oerbieffen il)me -iOo. Jbaler. 2)a nam 
er eine (5l)n)fta(t befd)mDr fie / onb bielt fie gegen bie (gönne / 
ba fa()e man ein iMlbt , barinnen einec reid)en Haiiffmannö ^n 
DIeapüle meld)eö fie mol erfannten onnb fal)en ber folt bie 
Jl)at an bem anbern anff bem l^ieer begangen baben. 

|U4J Ohm mar bif? mar bafj er mit ii)me an^gefabren mar / 
bnb famen gIeid)moI nid)t mieber miteinanber i er marb oertlaget für 
ber rbrigfeit onb gefraget ; ob er nid)t mnfte mo biefer >Uinff= 
mann geblieben biefer gab ^^nr i?lntmort: (Sv mebre für jbme 

171 



.SS 

1<>31. Liefliteiil)ery-Weckor-Hildebraii(l: (Topfia 



licii]cid)iffct ob er iücl)rc ucrjiuufen ober iH'ricl)laiicn niorben / 
ober aber jrre i^eiaf)ren / fönte er uiclit luiffen ; gleictier (>)e[talt 
unirbeu aiul) feine T^iener i"\efi'iiö^ / ^^^ jagten alle alfo. Isnnb 
ba man [ie babei) nicl)t molte bleiben lafjen / ]oc\ man [ie alle 
®cfäni]lid) ein / bnnb marterte fie / bnb fiengen an einem Änedite 
an / ber befante / aU il)m bie sti-al)at;i cliorda ge3Dgen marb ,/ 
b([^ [ie i()n ermorbet l)ettcn / baranff ^ogen [ie ben .»oerren and) 
ein / ber befant anö ']>ein mie ber Äned)t ' er dette ee gett]an. 

;i^nb baranff marb baö ^isrtbeil gefeilet ; man folte [ie al6 
'^IJeer ')ienber ^nm lobt bringen. 

isnter be[[en ' [o fömpt ber ^anffmann / ben man üevmeinet 
erfdilagen ]n fei)n / mieber ^n l;anb / frifd) onnb gefnnb ' o()n allen 
ediaben ' mmb marb oerfd)lagen morben | i)a\\ er an einem Drte 
[iinff 3iHid)en l)atte [tili liegen mü[[en. 

T"a fal}en [ie / bap [ie oon bem 'ilnigner unircn betrogen 
morben ; namen beromegen il)n für ' er folte [ein (^)elb luieber 
()erane geben ' er aber ivolte ntd)t ' fonbern gieng bübon / ba 
folgeten [ie il)me mit ben ed)crganten nad) ininb ob er gleid) 
[e()r lieff ' [o erwifc^te il)n bod) einer beijm 3lrm / nnnb l)ielte 
i()n gar fefte. 

I'a fnlir (51)ri[toff 'ii>agner in bie l)bi)c onnb nam ben 
9}kMifd)en Aifdier mit l)inanff let)rete il)n fliegen ' onb ale er 
jtin ^imblid) meit erl)oben liatte ' le[t er fljn mieber anff bie (i'rben 
fallen , i)a\] er ein ix'in ^erbrad). 

3ll0 bif; bie anbern fal)en / gramete j()nen für bie ©peife / 
iMinb lüolte feiner mel)r baran / onb jlime nad)eilen / benn [ie 
fnnten and) nid)t onnb maren biefee (gteigene nid)t geniol)net. 

v^ü[o fam :ii>agner baoon onb f)ette ber lenfel balb ein 
[d)ön 2pk{ anrid)ten [ollen. 

g) @. 24:1 
Öenng anff bifimal oon -i^erblenbnngen onnb .3>er3anbernngen 
ber ed)iüarl3 .s^ünftlern / ßauberern onb i^nl)olben. J\>er aber 
mef)r baroon un[[en mil ber le[e bie [d)recflid)en .öi[torien Fausti 
imb ::l\>agner6 n3cld)e man in offentlid)em rrnrte feil f)at. 



172 



8!» 
lt).'}2. ('iiiirail Dicti'iicli : \\'('issli('it Salomoiis 

89 

1632. Cunrad Dieterich: Weissheit Salomons 

a — e 

i^iTbit]eii crflärot inib auf^ßclcgt / X^ariiiu Die nonicmbftcit .'öiftovion 
Ulli) (*«)eid)ict)tc 'JUtcu .Icftamcnts? non 'Jlbam an b\]\ uad) sHii|V 
tiH}rinuT( bcr .Uiiiber ^sfmcl an\] ^Hcc]i)ptcii biiiil) Mc 'AMiftcii / 
^iampt aubcvu uornemnicii Il)coloöijd)cu / ^|solitijd)en i (i-tl)tjd)cu / 
inib (:''1emcntariid)cu lliatcricii jo fonftcn in isopidav ']Nrebic]cu 
uld)t uortalleu begriffen luerbeii ; Weljalteii ^u '-l^lm im 93iitufter i 
Vnxö.) CMuirab I^ieteridi ,; ber .vi. 5d)rifft X^octoreii i islniifd)er 
Äivd)en eupcvinteiibeuteu. iHnbev Ilieil. '^Penebeu iinterfd)iebeueii 
uulUidieu :)iec]ifteiii. '3Jtit L^biirf: Diird)l: in 8ad)fen Privilegio. 
(^ktrnrft in bef; .i')ei)Iigen :)ibmifd)en 'Keid)y Statt 'lUm > -i^urd) 
Sonam eauru , ^eftellten ^nd)tvurtern. ^sm ;sa()r MDCXXXII. 

S. 10-25. Die Js-itnffte isvebig über bac XVII. (JiHHtel 
bef^ i^ud)C> ber 33Jei^t}eit. 
a) e 10-2H. 

::}\>ic ee uuib "s^^tian A-anftinn beiiuaubt ift fafr 
nuinuiglid) bciinift unb befanbt. (ix ()at gelebt ^n ooiianu A-auit' 
<?utl)eri unb isl)ilippi geilen ift atlerned)ft bei) iliiütt= ''^ ^^''" -'•'''^^'^' 
lingen in bcm '.llMrtem berger l^inb batieim ünb fein '.'^"'•'■^" ^'^"!-' 
3:octor lonber nur ein gemeiner 'L''anbitreid)er ge= phiiini)u.s 
mefen. Tann alö er megen nerobter (äübomiterei) / öon nennet inn 
eim ^:d)ulbienft unter Aranl3 uon Siitingen ab-- ('loacam 
gefeilt liat er alc ein erfnl)rner ed)uler in ber ^laboionmi 
'i\>elt nmbiiagirt nnb ni C^racam in i^oleii ' ha loldie ,, , . , 
ld)marl3e .Miiiut oftentlid) gelel)ret luorben biefelbige aUeg.decreat. 
gelernet brauff iiad) 'i!>ittemberg fommeii - nnb pay. ?>\). 
felt^am @amfeli|.nel bafelbft unnb anbcrn Trteii ge> li^cinftorfunnb 
trieben, 'runter aiibern alö eine male feine befanbte -i'^i"^^^'" "" 
üom |()iu ein ftiuf feiner Äunft uifeben ' unb meile '^""^*-' 

Lauiorar. 

mitten in bem ii>inter '^a)^ er j^nen ein iöeinftorf ^.^,„/ j 

uoller Iraiiben mad)eii molte / begct)reten / liat er „iiegat. c. 70. 

ilmen füld)ee angefügt , aber bod) fbnen ^niior i>ag- --^^ö. 
gcfagt baf? fie alle in groffer ftill fil.u'n ' feiner 

17B 



89 
1632. ("uniad Dieterich: Weissheit Salnminis 



unter ilincn 01111130 Ifauboii abid)noiöoii ioltc Ln^ öü|3 or [ie eö 

lioiffoii iinirbo. [lO^O] I)raiiff aiv or i()non ein ()errlid)on etocf 

biird) folii Id)iuarl3e .Vluuft tiircjcftelt üiib ein ici^lid)er mit ciroffor 

3?oivorbc und) einer c3rDfjen Iranben grieffen , bae '33teffer baran 

fet?te inib iiiarteto , bi^ Faustus fio abfd)neiben bieffe / tft ber 

Storf mit ben 3!ranben t)eri"d)Uninben , unnb l)att ein jeber jein 

9iaie mit ber .panb cjetjalten branff fein 'Hieffer cjefetit unnb mann 

er [ie ()ette l)ei[fen fdineiben ; bette ein jeber jbme bie .Vtafon 

felbft abgcjdinitten. inni eben biejem Jvauft er^e()lct 'L'erd)eimer / 

ale in einem (^elad) be^ ';fi>irt()ö ^iing, jlim ^n 00U einid^endete / 

trömete er jbm ; mann er jl)m nodi einmal jo einfdienrfete f molte 

todieim. iBe= ^^' l^^^ fveffon. 2)a nnn bor 3intg jein ipottete / 

bcnd. üüii jacjenb ' O'« ^^^^^ froffen / unnb er it)m nod) ein mal 

ir^aub. f'oi. ^u üoll oinfdienrfeto ba jporrcte Jyanftuy fein ^Icanl 

'■'■ ''■ anff nnnb Araf^ |i)n / orroiid)t barnad) ben Slübd 

mit bem Äüfilmaffor iprid)t ; aiiff einen gnten biffen gel)ört ein 

gnter Irnnrf ' ianfft bae audi an]]. 9lle jbm aber ber ii>irt() 

ernftlid) ^nrobote ' er iolte jt)m feinen X'icner miber üoridiaffen / 

ober er molte etmay anbero mit jbm anfangen fagt er 3U jl)m / 

er folte ^u friebon fei)n ' onnb l)inber ben 'C'fen fd)araeu ' ba 

finbet er ben ^nben liegen aller pfnt3naf5 bobonb oor 'Sd)red:en. 

SC^er fiel)ot l)ie nid)t " bd^ bii3 bo^ lonffcle (^andelfpiel? 

b) @. lOHO. 

„„ ., , , 4. ßnbtlid) ift fold) Wanctelmorcf ber fd}marl^en 

l)üii)fdHiMiit. •'*^""1t iold)on ed)martirnn]tlern bod)Ulidblid). vidiäblic^ 

1. 9in C5-i)ren an jl}ren (^■t)ren onb gnten "Tiamon. X^ann ob fic 

niiD iiiiton fd)on iior bem gemeinen "ii^oltl)anffon 'Knlim onnb 

lUanien. (^^j. {^i^^en jo mad)en fio bod) burd) Öaudelmorrf fid) 

oerl}aft onb oerbäd)tig ; baf^ fromme 6l)rliebenbe l^liriften fold)e 

Jenffelk?fd)märm onb (ibentbeiurer fliegen onb met)ben mit ji)nen / 

mögen fljrer fioid)tfertigtoit onnb 2romlofen ilbfally oon @ott / 

nid)t gern gut()iin onb 3nfd)affen liabon. 5)ann meld)or red)t= 

fd)affenor (S^rift / bem fein (^ott onnb fein 9?eUgton oon .v^orluMi 

lieb molte gu einem fold)en Senffolegefpanon ^nnoijgnng onnb 

ein oortromlic^ ^er^ l)abon / ba er feinem (i)ott nid)t trem. 

2 3in jt)rem (Sd)ciblid) an il}rem S;)aab onb ©ut. Tann ob [ie 

^aaLumböut. niol oiel @oIt onb @nt famblen fo ift bod) fein 

174 



Sil 
HVii2. Cuiiiinl Dictciicli : Wcisslicit Saloiixuis 

©tcrii iniD <sccicn ^arbcl) ; iinc cö uom Icuffcl fümmcn fo 

ciel)ctv aitd) für ^cn Joiiffol iiuDcr hin. ')3taii uu'ift iold)cr 

jct)Uiarl3cn C^HUutelmciftcv nid aber mau hat iiod] von 

feinem i-(el)ört , baf; [ie i]ro[; Welt miD Wut tiefamblet , uuub 

uiauu [ie eö Durd) be|; leuffelö >>iilft uuuD Aluuft fdiou ^uuiecjeu 

i^'bradit Da[; eiuiger ^e^eu barbei) gemefeu. ^d)äblid) ;]. ^,'iii iDvcr 

an ihrer Seelen bte ik Wott il)rem sid)bpffer / 3ooumi 

(5()rifto ihrem C'^'rli.'tier bem .öeilic^eu Weift {t)rem .s>ei)licpnad)er / 

auf? Den .öanbeu reiffeu imub fie bem (eibii'ieu Jeuffel üev= 

pfeubeu uub ^uei)i]eu l•^eben. ^Ahiö ift nun für ein eblerö M.leiuot^ 

bcf? ').iieuid)eu alc |l()ol| bte .ieeleV "^Ihiö fau bauu für ein 

tjröffer ^d)ab be^ I1ieufd)eu ale ber iserluft ber (£eeleu / feiju? 

«ad)äblid) au il)reni Vebeu. X^ann bae id)iuar^ 4. x'm ii)rcm 

ßcifperle ber ieuffel bieuet feinem ec^iuarlifüuftleru v'obcn. 

md)t mnb fouft fonbern mann bic jeit ji)ree nub feines 35er= 

fpvcd)cuo l)erumb fo i)elt er ijemif? ' nergift ber 93tiuuten nid)t / 

Iot)nct ihnen reb(id) brid)t ihnen i)cn .^>alf^ ober führet fic 

^inmeii in l'nfften ober brini]t fie fouft omb / mie ee ihm 

fommelid) unb i]elec"ien. Tarauff fie bann muffen ^eitlid) uub 

emig oerloreu fei)u oub ihr theil mit allen ;']aubereru l)abeu im 

^sful ber mit 2d)mefel oub ^-emr brennet , irffenb. :,. -iijii)|oit 

21. s. Ta lii^t bann bac Waurfelmerrf jl)rer Muuft cuntuicrDampt 

baruiber onnb bac^ rühmen il)rer Äunit mirb ^eitlid) icun. 

tiuub emin ^um Spott, ^liso fiub jelio bie berül}mbte Äd)iuarl3= 

fünftler All)ertii8, Trithemius, Cornelius. Fanstus, Scotus etc. 

mit ihrem C^kinrfelmerrfV '^Id), fie haben lanaft ihren ,. 

.. -^ . C'-icmpcl leeren 

Derbieuten iiol)u empraut^en onnb iiub oor laugjt mit i^nteu^ana 

i()rer fdiuiart3eu Äunft in bao fd)aiaröe 2oc^ 3n Egesipp. i. .v. 

ilirem fdimarlien 'OJieifter bem Ieuffel in bie fd)marlie / c. 2. de excid. 

buurfele i^ed^qlut tjefaljrcu . ba fie uumehr tjaurfelu "'■^- ß^'^''^'-'-'- 

in (ämiöteit. ^ ^- -" ''"'■ 

c) ©. 1081. 

Picus Mirandulaims fd)reibt / ha^ ein ed)mart5= pj^ jiirand. 
fünftler tjemefen / n.ield)er ale er einem dürften bie de prcenot. 
SSelägernutj ber (Statt Xroi?e geigen mollen / oon bem ^uperf<fif.i.-i. 



17.' 



\) 



81» 
l(iii2. ( 'iinrail Diotorich: \\'('i.ssh('it Salonirms 

(•■ '■>') Seuffcl IclHMiDii] iiict] i]cfiil)i'cr. :}llö hin ^iim louffel 
Camerar.cc«/. ,^i >s.oi)anii ^-aiift Da ci laiuj ö)aiutelipicl i]nug 
■.,.Ji'. ' ^'' iietiicbcn ift er in jciuev .'öetmatt) ^ii nad)t luni Dem 
^soDanu Aauft. -i^eiiffcl mit t)mbgetrcl)ctem ^pal[3 in jeincr Äammer 
Maul, in ^oc. ermürgct morbcn. lHlc> ()iii 511 Dem ieuifel 311! JCne 
de creaf. fol. fein rifcipul "sD()an iiHigucr umiD Scotiis. bie 
38. Camerar. ^t^i-jimi^te eiDiiHivlifiniftler umbfommeu ift aii^ 
a eg.^^^iH. p. ^^^^^^ (>)cjd)ict)teii bcfaiibt. 

rt) ^. 1088 

3. 3^raurfi cr= Tbriigfeit foÜ evmal)net jei)n ba^ fie jold)e 

maniiiia an lMo ed)marl3fi'tn[tler ^aitbevifdie ©aiufler Vanbfabrer 

i:in-u-<feit ^^j^j^ erta()nie ed)iik'r bie mit ber id)marUen .siiinft 

, -• - nmbgeneu 111 j )rem C^jepiet , statten 4Jovfrerii ' 

iiHuumb i\v5 ^^^^'^ ^^^^'^ Seut()cu nid)t bulbeu - joiiberu biefelbige 

(Srempd abfdjaffeu imb fbrem i^olcf nid)t geftatteu / felbige 

b"fiiuT. 3oi)an gugebrnumeii nod) bereu Waiufelfpiel 311^11 jelicit / 

in c;adi. 3^ircf. ^\^- Mx<i) meld)e (Mott iier()iV()iiet , bcm leuffel ge= 

10.) feiiret Mi^ hoia iHn-fiini'ct imb mit bem ^eiiTTel 
p. 10 Ji. 

(iari. i~^cr T. in S^liiltniien Peranlaffet mirb. 2o motte .per^iog ;sot)an 1 

Avaucfv. (iburfüvft 511 2ad)icn in feinem i.'anb ben 5ol)an 

Fuigos. //i>. 9. ^-aiift nid)t (ciben ,' jonbern gab 33e[eld) ; boB mau 

c. 2. /. 318. a 1^^,^ jyp jj^jjj^ fonbte beijfangeu folte ba^ er 

\^^. p fummerlid) au^ bem l'aiib entanid)en toiibte. vex- 

Coxmogr. 0^^'^*^)^'^^ 1^)"^ 3^^ ^tümberg aud) ergangen. Carulus 

Munst. lib. 3. ber ©ibenb / Äonig in Js-raurfrcid) Iie§ ben AÜrfteu 

c. 19. p. 429. ^Egidium. fo ein groffcr ßauberer a\\ Walgeu 

.ncrfeoii (gangen ' unnb mit Acmr fengen. Äegjer .'öenrid) 

3Ubri(tt.Birck. . ts -^t i- z. - • ■ - 4 -i. v- ^ 

„ , ber 5,ntte hen auft einer Modi^eit , bte er ut 

all. loc. pay. 111 /j - > 

17.'). SiiQ^'lflcini am :licin get)alten ' aüe Waucficr / -SpieU 

3l)rcn i'Hatt) leutl) / ©eilbanfeer / edialrfenarren bie mit groffer 

mct)t ge= 5[Renge barinn fid) ncrjamblet ,' abfdjaffeu / 3lnnü 

^ bmmtcn. |()44_ ^Qerfeog 5(lbred)t üerjudit bie .viunft / bie j^u 

8-> ser FJ ^^" ^""^ Icl)rct bof^ er feit ici]n lolt i an bem 

/. 8. cA&.p. 3^1^^" felbft. (EoUen felbft anbern mit gutem ©vempel 

100. Dorgel)eu / ber ©c^maröfünftler rHat() nid)t gebraud)en / 

^) 3)ie§ CMtat ift falfd). 2io 2tcllc ftolit Lil). IV. cap. 9. T. .n. 

]7»i 



8;» 

163!Ü. ("imrad Dii'ti'ricli : W'cisshcit Suldinoiis 

Damit [ic uid)t uon il]iicu aiiffc (}-\)}] c]cfül)ret oder i]ar ^^u 
ßaiibcreru ijcmad)! incibcii iinc cö Valeriana, lleliogabalo, uiib 
Maxt'iitio cnjaugcii. 
e) g. 1041. 
'kleben Dom tau man Dem ^iciiffcl nic()t UH'l)er 2i^,i^-„ „i^^,|.j 
tlnin all' manu man ihm nuuD icim ;*)aubevc]C)uiD uff i^on ^ouffoi 
nid)t nici boficrcuö mad)ct nid auff jlir AUiuft y""L^ '^'t'H' 
gibt / fidi nor ibucu förditct fouDcvu [ic ücrad)tct nhiuavi^oMunft 
auff [ic nid)t nid geben la[[et ,' oub im mabi'cn -^^ 
C^Mauben [ic trolict. Tann Der leuffcl i[t ein [todicr (^^^kift / tan 
menigcrö nid)ts3 alö i'erad)tuug lei)ben. -äh ilei)fer ^-ribend) 
ber (är[te i '')3iei)laub belagert nuD ein ;*)^uiberer au^ ber 'etabt 
iuo i'äger gefdiicft \mxi) ba[; er il)u mit (^ifft tobten ^^, . ^.^^j 
[ölte / nub [oldicö ber .s\ei)ier junen mürbe lie[? er ^,;i, vouioi' 
jbu faben. vHlc ber (^kfaugene [fjui tri.imetc ; mo er Avii\>ridu\H- 1. 
ihn nidit lo[; lie[[e molt er i()n yi tob ^anbern mit oincm 
fel)rcte ber ilei)[er [id) uid)ti3 baran , lic[5 jl)n bin= .^^i'i^^^'^'^'f 
rid)ten fönte jbni nid)to [diaben. ;?lle o^obann Aau[t [id) ein 
^eitlang ^n :li>ittemberg auff hielte oub offt ^u i'liilippd Me- 
lanclitiioiie fani lafe jbm 'i.ibilippitö alle mal ein Ie,rt ' [d)alt 
öunb nermaf)uct jbn ba[5 er oon bcm bing bei) feiten abla[[en 
jolte, cö mürbe ion[t ein bö^ (vube mit jhm ucmmen. X'ae nerbro^ 
it)n. xDarnmb alc er mit jm au|3 ber (itubier[tubeu bcrnntcr gieng 
omb Cy[fen63eit omb 1(> 33^r / onnb jbn mibernmb bcfftig id)alte / 
[agt er ^n jbm: A>crr iU)ilip|.ie (jhr fahret mid) allmegen mit 
rau()en SBorten an id) mit ein mahl mad)en ,' mann jhr ^n 
5i[d) gebet i)a\^ alle .öä[cn in ber Mnd)cn [ollen ^nm Sd)oru[tein 
binau[; [liegen i)a\] jhr mit emern Wä[ten nid)t ^\:.[)i[iv 
[olt ^ne[[en bnben. rarau[[ antmortct i^büippui? ' bae iiü-iamiitiuMi 
[oltn mobl Ia[[en id) tbäte bir in beine ,Slnn[t / onnb niit ^sonauii 
er tonte ec' nid)t ^n merrf rid)tcn. (Sinem anbern '^^im'ton. 
(Mottyfürd)tigcn '}}tann [d)icft er ein We[pän[t in bie .Mammer / 
ba er -^n i^ett gieng , büö gieng in ber .sUimmcr 

heromb , onb rod)elt mic ein Sam. Va [agt ber '^"f^'^'^w^'^ 

' ^' mit einer i; am. 

Ikann (i-i) mie ein id)on We[ang i[t bac oon einem 

(>mgel! ^er im .s>immel nid)t bleiben tonte ; gebet jetio inn ber 

l'ent Manier onnb manbcrt mie ein 3am. raö oerbrof^ ben 

Tille: Faustsplitter. [77 22 



SIÜ 
163"). .Irihaiincs Rüdinocr: Di' ilagiu lllu'it;i. J)('ras 11 

{^k\]t fam iiuDcv ^u Js-aiifto flacht ]()m unc er cm|."tfaiu]cn miö 
abgeiincfcii wcx • luoltc i?a uidit ici)ii ba mau jl)in fein ;Hbiüll 
nnb iU'tlu'il iicniiiejc ; inib feiner barübcr jpottete ; k. £^ay ift 
bic rcd)tc luclffc S\\\\\]\ mibcr bic fcl)uiart;e Muiift bariuiii iu UDr=^ 
t]icl)cnbcr i^rebigt lucitläiifftit^cr ^crid)t i]cid)ct)eii ift bef^aicgen 
iinre nor bifuiial t)icrbci) bcmeubcu laffeu / unb and) hiermit biefc 
^|^rcbil■^ bcfdilicffcii moUeii. (^£12: or()altc ime in fcim (^uäbicicu 
(Ed)itl3 imb Wiiiift , unbcr alt bc|3 leuffcly unb fcincö 3ln(iauc]y 
id)iiHirl3C Alnuft , ^crftbrc bic "iliHn-rf bce Icuffels} unnb lege beu 
igatan unter nnjere Aiiffc unib feiner (yl)rc nnnb nnfcrcr "il^ofiU 
fa()rt iiiilleu , Jl)m fei) l'ob imb i^rci)i3 ; non nnn an bi|; inn 
alle Cmngfcit Otmen. 

:)iec(ifter nnter F. 

Faiistus ein groffer ßanbcrcr ' 1028. jlini mirbr ^ai^ 2anb 
(£ad)jcn uerbotten l()H:i fan nid)t inn bae 2i>errf feUen xoais er 
gern molt \ lO-tl, 

90 

1635. 
Johannes Rüdinger: De Magia lllicita, Decas II 

-Uecas Coucionuin Secimda, De Magia lllicita. ;*)efien 
griinblid)c 'isvebigten ^o\\ fo niel fonberbarn xHrten bcr uer:^ 
botenen .v)ei)buijd)=iHipiftifdier (MreincI any Einleitung göttlid)en 
äi>orteö iiub beipertt)er Autorum Hatioiiibus nad) ^eben untere 
fd)iebeueu Mptlmdice erflerten leite gelialten / darinnen anff bie 
non biefer Materia fürncmbfteu Ziagen geantwortet etlid)e ha- 
rüber uugleidie ?]hn)nnng er3cl)let ; nnb biejelben fiirlVlid) unber= 
leget lyerben I^^nrd) M. rlohanuem !^iiibingern Poi^t. i.aiir. Ca-.sar. 
'i^farrern ^u 'i\>ei)ra. August, de l iiitate Eccles. c 4. Quicrnnjnr 
a Scripturis fianctis i/isseutiiint, non sunt Ecclesia. Wcbmcft 
^u ^;el)na / ^'U-^^t'rlegung 5ol)an nielffenberger^ ' 3?ud)l)änblerö 
bafelbften ' ^sm o>i^^)i" l'>'^>-"). 

S. Ifi8. V. Fascinatio. 

(£. INI. 

Sllfo ber ^äubercr imb .vtevcn 5li>cr(f ift hcutigee lageö 
mel)reutl)eilö Waurtelci) luib '^Menbiiiercf , bann fie pflegen beö 

178 



l»;;}*). (iishcrtus N'nt'tius: Soli'i-tao J)i.s|»iitatiipiifs (Ui."»!)) 

'i)Jienfd)en ^iiiin U1I^ ;Hiuicn offriualC' ]n L1lcll^l■^ ^a|; er cnt= 
mebcr ^ay nnu^ ctiiuie iü iiiciit [ihct oticr fac' iilditö ift ' 
für otiiHie aiifilH't oDcr ein Tiiui in einer a^^er^ Weftalt [il)et 
alö eö in ^er ^)iHirlieit i[t. 

i£olcl)c 'A^crrf [)aben Die ^diauirUfünftler l*asetes, Nunia 
Pompilius. eloluiiuiesj Faustus etc. fclir üielnial)! ant-;erid)tet. 

1636. 
Gisbertus Voetius: Selectae Disputationes (1659) 

a — i 

Viisberti Voetii Theologie in A(3a{l. Ultrajectiiia Pntfessoris 
Sele(;tariiin Disputationum Tlieologicarum Pars Tertia. Ultra- 
jecti. Kx (HHciiia .loliannis a Waesberge, Aniio MDcrJX. 

p. 5Hil. 

De Magia. 

Far^ Prior, 
Hpüp. Siinitiie Ravensl)ergi(i. Calslago-Rat. "J. April. \iVM\. 

a) p. ö-ti». 

De ehirographo seu iustrumento Script«», et (piidem saii- 
giiiue Joliaiinis Fansti. leg«) in lihforia de /pfu'Hn (jef^tis edita 

b) p. :^:yl. 

Si bene iiieiniiii. «diiii in liisturia ('lirii^toph. ad Waf/euaer 
legi, eiiin cum sanguiiie pitrri iiidigeret. forte iiicidissc in 
pueniin lap.^^uin in |>latea. cuju.s vulnus obligabat, et iiac 
occasiime ali(|naiituliini sangninis iiactiis nefariis snis nsibu.s 
a])plicabat : 

c) p. .').') 7. 

Nee (lesint hurreuda Dei judicia iu ipsos in hac vita. et 
tragici plerorunique exitns: (piales Simonis Magi. doh. Fansti 
et Christ()|)b«tri Wasenaer: (pn»rnm posteriornm liistoriie ger- 
manicd et nostrate idioniate editie snnt etc. N'ideatur et 
Honsdorfii ac Loiireri fjifuifrnm jurfiriorum Dei ^ ). 

M raci 'iPmii ifl iiiüit non .^>onDLn'ff uuc voiiiccv. c-iciiuint ii't 3piittors7, 
Boards Theatre of (tnd's Iiidomcnts. X. .{"). 

179 12* 



Ol 
163(5. (fisbertus \'()etius: Solectac Disputalioues (lOöO) 

p. 5()"2. 

De Magia. 

Pars altera. 

J-iesp. Theodore) Collino Haiiemo - Batavo, u-id diem 

1). Aprih's. Kioli. 

<l) p. 562. 

Not?e sunt liistorise Sivioiiis Ma</i ; et Doctoris Fausti, et 

Christophori Aurigarii ^)pecuJiarihiis libelJis germanicis descriptae, 

alioruin((ue magoruni, de quibus J*etrus ßoistieus Launwus, 

In seJecfis, seit memorahUihus Bistori Is. Theafruni Honsdorßi 

et Loiiiceri ad 2. praic. tit. de ma(/icis. 

e) p. 565. 

11. Secnndo, quod miilta qiiidem admiranda effecta ad 
causas naturales et artes homiuum uaturalia ageutia suis 
passivis applicantium referri possunt (qualia notat Augustinus 
/ib. 21. de cirit. Bei rapp. 4. 5. 6. et Fr((castorius in tract de 
sipnpatJiia et antipatliia , Baptista Porta in tnaijia naturaJi, 
Langius in epistol. medicinal. ep. So.); uon tauieu omnia: 
sed (|UcTdam su[)eraut liumauas vires, et omnium causarum na- 
turalium efficaeitatem; eo quod necessario ab operaute per 
iiitellectum procedere debeiit. ut dicere futura aut occulta, 
thesauros abscouditds indicare, faeere statuas locpieutes, de 
ignotis scieutiis disserere, ignotis unguis loqui etc. pluraque 
admiranda, (|u;e de Apollonio Tliyaneo, Simone Mago. dohanne 
Fausto, Christoph (iro Wagenaer, aliisque magis referuntur. 

f) p. 567. 

Hne [)ertinent exempla Magorum ex Jilstoria sacra, Bilea- 
mi, PythonyssiB in Endor. Simonis Magi, Elyma-: Ex historia 
Ecciesiastica, antitpiorum hsereticorum. Carpocratis, Priscilli- 
ani etc. Aliquot Pontificum Komanorum. ut Sylvestri 8. 
Gregor. 7. etc. Confer infra disp. de Bceresi part. 5. Ex histo- 
ria profa na, Apollonii Thyanjei, Juliani apostat^e, Porphyrii etc. 
et recentium Mich.Scoti, Johanuis Fausti, Christophori Aurigarii, 
et dosephi ^^igri, apud Cardanum Uhr. de reruin rarietate 
p. 1111 patris Hieronymi Cardani, aliorumque in Italia; quos 
familiäres, et paredros sibi spiritus habere vulgo ibi notum est, 

') llntcv ^tc1Cln '^Janicn on'rfioint l^hriftopl) ivHU^nor iMo iiiib bii. T. .0. 

180 



91 
1H36. (üsbcrlus Vootius: Selectae Disputatinncs (1H55») 

et ('anlaniis Uhr. de variefaf//n<s refert de patre, tanqiuim rem 
usitatain ef Uiudabilem, saltem licitam et iiidifferentein. 

g) p. Ö84. 

Nee rejicii'ii(l;r tot Iiistoria^ de iiiiscris Imniinihiis. (pios 
diaboliis suffocavit, aut elisa cervice sustiilit, aut diiro aliciii 
cdipdri illisir. ;iiit ali<i iiindo ru])it, contudit. ex alto pra^ci- 
l)itavit. avexit. iit [»o.stea iHiii<|iiain cuiispecti sint: (piale <|iiid 
evenisse C'Iii'ist(i|ili(ir(> Wagenaer eelrhri inago ret'crt historia 
de ijiso edita. et Fol[)ard() toparelue Leerdauieiisi liomiiii iin- 
pid et lilnsplieuKi, li/sfiir/(/ liclijH autore Goiithoeren. 
]i ) |). r).s5. 

De eadavere taineii jain diu ante nioi'tiKi. et forma ca- 
ilaveris amissa in elemeuta res<duto, iinmo materia sub aliis 
atqiie aliis foniiis speeitiee distiuctis existente, iiolim conee- 
dere: sed (|uid(|iiid liic inoliaiitur magi. ad pnestigias et sen- 
sunm delusioues referre. Talis erat reductio, seil mavis re- 
pra^selltatio Alexandri Magin, per doliaun. Faustiiiu: (|iiaiii in 
lilsforiff ejus olim legisse nieniiui. 

i) p. .')!)(;. 
In /i/storia eelebris magi Chrisfojihori \]^(f(/e)iaer a pio 
qiiodani Viro germanice deseripta, et in nostram dialectum 
tratislata legi aliqiiando (si bene memini, nam jain circiter 
57 aut 5(S sunt anni) responsum ejusdem Cliristüpliori da- 
tuin miranti Paracelso, (|ui forte eadem cum ipso navi vehe- 
batur. causam cursus navis per tractionem simii sui (is erat 
Diabolus, quem sub forma simii circumducebat) prorai navis 
pnealligati, esse talem. qualis est magnetis trahentis ferrum. 
Eadem hie connexio, eademque straminea eonsequentia, ini- 
mo minus straminea, de sympathetica tractione inter simiiim 
et iuter ligna seu arbores ex quibus navis fabricata, dirigente 
ac veliente spiritu muiidi: (juam de sympathetica tractione 
inter unguentum et coelestis alicujus corporis occultam [597] 
((ualitatem, ejusque dedu(,'tionem a delibuto atfjue obligata 
telo ad vulneratum absentem M- 



*) (5-itioti -iliaditrai.^ m Dicjor Disputation i\kbt "iUiotius ICöT, ^püttovlO.'). 
5). .0. 

181 



92 
1H40. .1. J). : The Kiiavo in Crraine 

92 

1640. J. D.: The Knave in Graine 

a — b 

ilie Kuave in (iraine New Vampt. A \vitty Coniedy, 
Acted at tlie Fortune maiiy dayes together with great Ap- 
plause. Written hij J. D. Gent. London: Priiited hy J. 0. 
and are to be sold by Jo/m Xicho/son at bis Sliop under 
St. Martins Cliurcb neare Lndf/ate. ]()40. 

a) p. [59.] Actns quartus. Scena prima, 
p. [TO.J 

JnJ.^) Nüw my Catter-wbauling Fnsse, bow didst tbou 
like my bist Cheat? did I not foole tbem finely? 

Piisse. Tbon art tbe very meere Mepliostophelus, and I 
perswade my seife tbon bast new vampt tby wits. 

b) p. [73]. Actns qnintns. Scena prima, 
p. [si;.]^ 

Coutit. fei.-) Hee tbat can plncke tbis peece out of my 
jawes, spigbt of my teetb. and I keepe my month fast sbut, 
Ile say hee is more tban a Cbeater, and a Doctor Fausius, 
or Mepjhostophihifi at least. 

98 

1642. Cunrad Dieterich: Ecciesiastes 

a — b 

Jcicclesiastes ^ix^ ift: 2)ev ^l?rebigev Solomo: ^su untere 
f(f)iebenen i^vebigen erflävt ünb aiif^gelcgt baviuuen bev tf)orid)tc 
3iieltiiiaf)n önb beffen ßi)telfcit f(ärlid) nor ;?tiu3eii gcfteüt barbe* 
neben audi mand)er(ci) noruelime J()eologiidie 'Bolitiid)e %[)\y' 
[ijc^c Glemcntavijd)e mib anbeve ?l)iatevien jü jouft in iiopnUtr 
^rebigen nidit novfaüen tractirt £>nb begriffen merbeu. Wel)alteii 
3U ^tW im 'DJiiiufter -i>nvd) "iCH'ilanb bcn '>ioI (Sfinintrbigen \ 

') Jiiiio. r. .0. 

'-) Coiintry fellovv. £. ,sj). 

182 



93 
1»)42. Cuiirail I)iett'rii-h: KiH-lesiastes 

Wrop<Hcl)tbarii l1ll^ .v)ocl)tU'liil)vtcu -sScrnt (iiinrab -Tietevid) Der 
A^ciligcu ed)riftt -Doctor / islmifd)cr ,siird)cn .spDd)iicrbtcutcii ^upcr^ 
iiitcubentcn. sXuxU uor feinem >ieelic^eii (ynb - uoii il)me felbfteii 
revidtvt; '3tiiiiiueliv aitd) aiiff iuftäiiMt^eö i>ei"|eliveii uou icineii 
(}interlaneneii (irlieii in offenen Tmct geben. ;Hni)ev Iijeil 1G42. 
i^l''33i Webrnrfr 3» ä>erlegnng ^sof)ann (Möilinö '^^nd)l)änblevi5 / 
rnrd) *ßaltl}afar AliUmen beftellten i)nd)trnifern. 

a) 2. -^'-'ü. 

'IlHinn fie iiuiö finben iinrD eö fei)n ^eitlid) unb eiuig "Ikr-- 
bevben 'lU)llipp. ;!. in. 1. (iorintb. <!. •>. 1'». 5onberlid) bie 
iJanber .\Uuift fndien, benen iinrb C'^'nbtlid) mit ben ;)anberern \i)X 
iljeil merben mie mir O'Tempel haben an Simone Ma^d. meld)er / 
ha er molt gel)n -viimmel fahren herunber gefahren .'öalf; nnnb 
^ein 3erfallen. Cynops, ber anffm "DJieer gehen möUen ucn 
3?nlgen uerfdilnrfet. ^sohann Aauften ber enbtiid) ba er lang 
gefünftlet uom Xenffel an etnrfen in feim .'öehmath ,,-.., 
bei} .^'nittlingen ^crriffen. 3)ac> hcift NICHTS fnnben Simonis Jlagi. 
inib mit unb bei) bem NICHTS, bie (vmige i^er= Oyuops. 
bambnnfv £ hiite bid) baf; bn bergleid)en nid)t ^o[)ax\n 
finbeft. ^ '^^^"'^^""• 

b) (2. ()6(). 

iUm -luhanne de iiidagiiie fagt man baf^ er einen fdimarl?en 
•Öunbt gehabt mit eim .'öalebanb baran mnnberbare (i()arafteren 
bnrd] meldie ihm ber hr>fe (^k'ift :?lntmürt geben, "inipft Sylvester II. 
hat ihn in eim fiipffern 93?enfd)enfDpff gehabt. iDie Gri)ftaü= 
feher beidimeren jhn im (5n)ftall bafi er jhnen barin geigen 
mnf5 ; mae fie begehren, ^.ohann Aanften X'ifcipnl hat Jhn im 
©lae gehabt, "sngleidien bie erfahrne £d)üler haben jhn in eim 
Olaf; mand)mal in ber (^)eftalt einer ÜJhufen ober ^ipinnen / 
barinn er ihnen antmortet. 3(nbere in eim Üiing. 3(ubere in 
eim Alnopff am Tegen ',?lnbere anber^mo. 



183 



94 
1642. .Jorcmias Drexel: Aurifodina 

94 

1642. Jeremias Drexel: Aurifodina 

Aurifodina Artiuin et scientianim omiiium Excerpeudi 
Sollertia Omnibus litterarum amantibus moiistrata ab Hiere- 
iiiia Drexelio e Societate lesu Kdici 111. Aiitverpiae anno 
11)42 cum gratia et privilegio Apiid Vidiiam loaniiis Cüobbart. 

p. 144. Pars II. Cap. VIII. 

FAVSTI VITES. Convivas habuit iiifaustiis ille Faustus 
multoriim amicorum. Petierimt lii, vites iivis praeguautes 
sibi repraesentaret in niensa, (juamvis putarint brumae tem- 
pore ab uvis tarn alieno. id tieri non posse. Nee tarnen 
difticilis fiiit magus persuasu. Vites igitur praestigijs e meusa 
evocat racemis vegrandibus })lenas. Prius tarnen eani omni- 
Inis edicit legem, ut alto silentio expectent. dum jubeautur 
uvas car})ere. Omnes se legi obtemperaturos recipiunt. Mox 
infamis artifex, in('antamentis carminum ita oculos appotae 
turbae praestrinxit. ut illis tos botri mirae magnitudinis et 
sueco maturo pleni apparerent, (juot eorum mensa numera- 
bat. Omnes ergo in gulam lianc avidissimi, jamque nonnihil 
sitibundi e temulentia, suum quisqae cultrum ad uvam sibi 
proximam a])ponit, dum modiimperator Faustus jubeat secare. 
Natant omnium dentes saliva, et in aestivam haue voluptatem 
pruriunt. Hoc situ aliquamdiu tenentur: iugens omnium 
expectatio, dum cultro jugulent [145] jam captam praedam. 
Tandem formosissiina vitis evanescit et in fumum abit. Uli 
nebula magica jam dispulsa, visi sunt singuli suum (juisque 
teuere nasum a})i)osito cultello jamjam pro uva secandum. 
Quod si (piis immemor praeeepti aiit eoutemptor, botrum 
sibi destinatum praescindere voluisset. misum sibi joculari 
vulnere praesecuisset. Hie omnium risus, et indiguatio. 

Hoc totum excerpsi, sed meis verbis. Vide Simonem 
Majolum j)art. 2 Canic. Joachimum Camerarium in Horis Sub- 
seciv. cap. 70. Ad bas Fausti vites, historiam refero imbi- 
lissi[m]am de Auxentio. (|ui a Lieinio Imperatore jussus. aut 
ßaccho uvam poiiere, aut militarem zonam solvere, ac faces- 
sere ; ille nihil cumdatus zonam liberrime solvit, Christum 
confessus. Suidas id fuse narrat, voce Auxeutius, pag. 15(5, 

1«4 



ff 



itf) 

1H4;3. 'I'djingraphia Siicviae 

95 

1643. Topographia Sueviae 

lopographia Sveviae ^aö ift i^cfclircib'- imil» ;Hii"\cutlict)c Olti= 
contrarcitiuu] ^or fiivncmti[tcii 2tätt imb %^[aU in "Cbcr Dub Oiiocr 
£cl)iiialu'n. .vcrl3ogtl)iim 'i\>üi1ciibcr9 lUavi](]vatfi'cl)aftt i^aöcii üui) 
an^cl•ll ;)ii ^cln .'öocl)liHil = 2d)UHibiid)eii (iralfu" i;\ct)öric;^cn l'aubt^ 
fdiafftcn uiib 'Titcii. ;Hii lai^ i^cgebcu uiibt r'ilicrlcßt biird) "IKat^ 
tl)äiim IKcriau Avaiirfiinr am "))la\)n Mix 'XU II. 

^. 111.- 

Ä u i t ( i n (\ c n , 

'il\svb iHiu Ihcilö iüv ein vEtdttlciu; boii anbcvn aber nur 
für einen luoluenüalirten Alerfeii t]e()alteii, fo v^^ifdieii ^-iM-etten, 
miD "^Juiiilbnutu iielet^eu, bnub Dem CSIofter OJiaulbnuiu iiehörii] 
ift; jo 'An. l.'»(»4. iii Dem i^[iill3ii(i)eiT Mrien, bou «tierliog :islrid)cii 
311 :ii>ürtemberci, fambt bem bejai]ten (ilofter '}}iaulbninn, fo beijbe 
povbin ^ur %\aiU i]el)ört, eiiu^eiiominen morbeit. "s'i A>eini 
!r. (iuiu'ab ricterid)0 feel. i^reDii] über bav fiebeiibe (ia|.ntel hcy, 
isvcbit^erö ^aloino, [teilet am -J'.n. :iMat, baf; Der bernifteiie 
ßaiiberer, -^sühauii Js-auft, enblid) bom leiiffel, au etiirfeii, in 
feim .'öej)mat bei) Aluitlinc]eu ^erriffcu uun-beu jei). "an. Klo-i. im 
Sommer, liabeii bie 93tDUtecitciiliidien Äuitliiigeii er[ttet]eii, aii^= 
gcplüiibert, mib bif3 aiiff •'. ober 4. .sSäujer abgebranbt. 

96 

1646. Jeremias Drexel: Christliche Andächtige 

Betrachtungen II 

Keverendi Patris Hieremi?e Drexelii e Socie: Jesu. 
2lnber Ifictl. C^(n'iftlirf)e 3lubäd)tige 3?ctrad)tuuiieu bub 
äUnuu-\eu iu ber 5.'iebe Wotteö onb be[; llaid)fteu: AMebeoor tu 
Satciuifdicr epraad) befdiriebeu: ^sel^o aber ^u ber ®l]re (^uittee / 
3um tlieil 00m ^Jlutboru jelbfteu yim tbeil oou auberu l)od)^ 
gclelirteu Theulogis iu bai^ 2:eutjd)c bberfeM iu XXVI. ^üd)cr 
abgetlH'ilt onb mit fdiöueu Alupfferftürfeu gelieret iu biefec^ 
Corpu.s gebradn: 03iit fouberbarcm Cümfcue oub ;Hpprobatiou 

im 



l(Ur>. .leromias Drexel: ("hristUrhe AiKlächtiije Jietrac-htiingen II 

^cl• S(M,'ietet lesii, luie aiuli Mci)jerl. citl]ciltem Privilegio, ^uni 
crftciimal in 5}vucf ncrfertiiict. Mogviiti^f Impensis loh: Godofr: 
Schonwetteii npud Nicolaiim Heistlium IC)-!"). 

aller .Münn miD •:li^tffcnid)afften c^cnaubt. 

Räuber 2:t)eil. 
(2. iok;. 

^aö Vlll. (Kapitel. 'i^Jie mau .öinorifdie 5ad)ei! fol aii§= 
id)reibeii. 



10 1: 



^ -2. 



FAUSTl -li>eiin-cbcn. Ter uuglüdlidie Faustus hatte uiel 
(^ä[t iiou jetiien Js-reiinben geloben: ^ie uoii il)m bec^elirteu er 
folt jlineu Dji bem Xtjd) etltdie ii'eiurebeu mit Jraiibeii laffeu 
niad)ien / ob [ie id)on mei)nten er würbe bei) liöd)[tem 33>{uter 
lold)ec nidit fönneii in^ 'Ii^crrf vtd)ten. X'er Sdimarlifünftler liep 
[id) leid)t übcrrebeii uiib eiaudelt jneii bie 2\>eiureben mit jel)r 
groffen ^^raubeii balier. 33efalil bod) il)nen allen ^uüor , fie 
folteii iTiauli [tili [ilieu bif^; er [ie mürbe lieifftMi bred)cn. 3k 
üerjprad)eii all foldiec^ äserbott ^u lialten. ÜBalb mad)t ber iier= 
rud)te (^Hturfler }l)neu mit feinem ^eegenmerrf fold) i^erblenbung 
tior bie ^üigeu [1017 bj mie fie bann fdion bemeint maren / ba}^ fo 
üiel 'Ii>nnbergroffe Jranben ganl5 noller zeitigen Saffte er= 
fd}ienen alfj jl)rer an bem iifd) faffen. "^hin maren fie all ]i\ 
biefem i^iffen felir begierig inib fd)ier etmae bnrftig öff ben 
9ianfd) legten jt)re 93?effer ein jeber ^n bem Iranben ' ber jbm 
am ned)ften mar ' ünb märten mit 5dimerl3en bi^ ber Ü3efeld)ö= 
l)aber merbe befel)(en an^ngreiffen. Tac^ -)Jtaul lieff fnen all ttoll 
äi>affer nnb fnl.u'ln fidi mit biefem eommerlnft. ^su fold)em 
Stanb mnften fie ein ;)eitlang bleiben bac jlmen bann ein 
Überauf; grop i^erlaugeu mad)t bif; fie bcn erlangten Dlanb mit 
bem ^3)teffer f ölten augreiffen nnb erlegen, (ynblid) iierfd)manb 
ber fel)r fdiöne 'ii>eiureb ' Dnb mirb ^u :)(and). Ta nun bie 
äu'rblenbnng fürüber t)attc ein jeber fein ei)gene '^iafe gefaft / 
al^ molt er fie an ftatt be^ 2;ranbene abfd)neiben. 3i>ann aber 

186 



07 
l(i48. llcniiaiiii Cfniriiio : De HcriiR'ticii At'fjyptiormii 

einer ^aö iH'rbott hätte iieri-jeffen , ober iieracl)t unb feinen 
2'rauben luollen abjdineiben / ()ätte er ihm Die Ouiie ^niu '-öoffen 
abcjefclinitten. Ta lacl)t nnb ^örut jebennan. 

2)ii3 liabe id) t]anl3 aufu^ejclirieben ' aber mit mein ei)t-(enen 
Sorten. eil)e Siinoueii) Majoliim im •_'. It)eil ber .önnbt^tag. 
Joachiiiiiini Caiiicrnriiiiii in feinen '.Kebenftnnben am To. (Sap. 
3u biefen be[? leinst i "liHMiireben fel^e id) biefe l]errlid)e A>i[ton) 
Don Auxfiitio. bem Dom ,Uei)fer Licinid befolilen mar entmebcr 
bem I)a(;cli(i ein Jranben hinzulegen bei)m "Tpffer ober fein 
Äriegögürtel gu qnittiren ober iion bannen ^n gehen; onb er 
ftc^t^ gar nid)tt^ bebadit fonbern ben (^)iirtel ablegt ,' önb (Shviftmn 
befennte. Suidas erzählte meitlänfftig im 5i>örtleiu Aiixeiitiiis 
am 15(i. i^lat. "sd) bring nodi anbere fehr fiirl.^ nrfgefdiriebenc 

1648. 
Hermann Conring: De Hermetica Aegyptiorum 

Hennaiiiii Couringii I)e Heniietiea .Egyptidiviii Vetere 
Et Paracelsicorvin Xova Mediciiia Liber Vnvs. (,)/(o siimil 
in Hermf'ti^ Ti-isniaiisti onniia, ac nnirersam cum ALytjptio- 
rum Ulm (Jliemiconini tlocfi-iinoii (iiiiiiiailrertitur. Helinestadii 
Typi.s Heniiiiigi Mvlleri acad. typ. Siiiii[)til)us Martini EichteTi. 
lAlDCXLIIX. 

p. 842. 

Hand ai)siiiiile fortassis ver(» est (piod scripsit ad Idannem 
Cratonein C(juradus (iesuerus /. /. ey^/s/" /. Eqtiidem siisplcor 
ilJofi f.r I)rii)(him rch'fjuijs esse, qui apiid CeJtus reteres in 
sn/demoieis locis ((l'npiof aiuios erudiebdutur: quod nostra 
memoria in Hixpaiiia (idlmc Sa/(n)iaiifir<r facfitatum coustat. 
Ex ilhi sr/io/a jirod icf/i iif , quos riihjo Sc/io/asficos cayantes 
nomiiK/Ijdiif, iiitcr 'jikis Faiistus qiddam, non ita pridem mor- 
tit/fs, inire (•elehr(diir. 

Index nnter F. 

Fan.stu.s schulasticii.-: vagans 342. 



1« 



98 
Xtu'li ltU8. Duiitze: Geschichte von Bremen (1851) 

I 

Nach 1648. Duntze: Geschichte von Bremen (1851) 

^cjcliicl)tc ^cr freien ^tabt 'Bremen uon "s'-''l)anu .vieniiauu 
rimlu', inaftor in ')iabliiuVl)aii|eii. visierter ::Baiib. I'iivc^ @e= 
red)tit]fett iiiib ^-rieben iinid)ft ber (Staat, biivd) is-i"önimit]fett mxb 
er erhalten. '3)ie (vlntrad)t [tärft, bie :]unetrad)t id)UHid)t ben 
(Staat. (;?Ute ^sni"d)riit am elienialii^en 51neijari=Ilior.) ::}?remen. 
I^rnrf nnb in (iommiifion bei 3ol)tinn ®eorg y>c\f]c. \x')l. 

S. 5<si>. 

"sm tomiid)en Sti)le c\ab biefelbe Irnppe fl)od)beutid)cr 
(iomöbianten nnmittelbar nad) bem (Snbe i)ec> brei|nfl}at)ric3en 
.^riegeö] ein anberey ^türi:, mac^ ber 1()eater3ettel mit Sd)(nf?= 
mort: „;seber iac\c ec^ bem ?(nbern," t'-''l!LH'"öerma[5en empfaf)!: 
„'^i^at-' ^^bcn nnb ber lob bee grölten (irji^anbererc^ Dr. ^solianneö 
Aanft mit isortreftIid)feit nnb ^sirfelhäringc^ 2nftit]feit non ^Jlnfanci 
biy yi (ynbe." (äs jei) ba mit '-iH'nininbernnc] ^n ]e()en: ^slnto 
rettet anf einem '^radjen in ber l'nft, ba er]d)eint Js-anft nnb 
bejd)mört bie (^)ei[ter, iUrfeH)ärint] mill (^Jelb fammeln, mirb aber 
nun allerlei be^anberten ä?ügeln in ber i^^nft nerirt; Dr. A-anft 
l)ält bann ein 33anqett, mabei bae Sd)ane[]en in allerlei |583] 
nninberlid)en A-ignren neniuinbelt mirb, baf^ any einer ']>a[tetc 
l'lenfdien, .vinnbe, Kalten nnb anbere Iliiere tommen nnb bnrd) 
bie Snft fliegen. 5)a fiinbigt ein fenerfpeienber, fliegenber ^)labc 
A-anft i)i:n lob an, Aanft mirb non (^3eiftern gel)olt, bie .öi^te mirb 
präfentirt, mit fd)Dnen Atniermerfcn ancnie^iert nnb bie gan.^e 
.pani-itaetiün am ©d)Inffe bnrd) einen ed)atten nüd)malc^ repräfen= 
tirt, mobei ^Ulaeferabe non fed)ö ^^serfonen, 1 (Spanier, 2 (^kinflern, 
1 (£d)nlmeifter, 1 *:>3ancr nnb 1 i^änerinn, bie alle abfonberlid) nnb 
fef)r läd)erlid) einen Xan^ anöfiil)ren. 0(ad)fpiel mar ber non 
feiner Avan inül)l ne^irtc (i-()emann Weorgc Tanbin. ^Hnf bem 
Hinterften X-iaUc fofte e^ nid)t mel)r alc n II. 



188 



il'.l 

ItiöO oder l'i-'il Kialirii'l N;iiiili'|: ^fascnrat 

1650 oder 1651 [Gabriel Naude]: Mascurat 

ivm'ineiit |)(' Tnvt < 't' (,)\i A V.str linpriiiK' ('oiitre Lc 
CardiiKil M;i/;iiiii. Dcpiiis Ic sixiciiu' laiiiiier, iiis(|üe,s a la 
Declaratinii du pi'ciiiiri- Aiii-il mil six ceiis (|uaraiite-neut'^). 

S. (> It" Diahle ciiiporte de toy oii de niuy, celuy (jui 
eu a iainais t'iiteiidu [)arler. 

M. II iKiiis eiiiporteroit tous deux a ee coiite la. 

S. Au luoin.s iie seroit-ce pas coiniue il lit Ic Ddcteur 
Fauste et soii seriiiteur, cai- ie iiaiuNds garde de te prendre 
par les pieds. 

JA Tu iiie parles dvii lioiiuiit' imagiuaire, dviie cliiiuere 
des Alleinaiis, (|iie ee graiid Docteiir [520] Petyrin Victor 
l*(ihiK( ('ffii't(t//its , Oll plustost Caiflette, crcdii/iiu/ illiul ani- 
)na/, et sfif/fnn/, iious a traduit eii l'^ranrois, conmie il lauoit 
desia este eu Auglois, adeo 8ari.si)crien.s. 

Omit/a )i'i iK'iicis l()C(( s/nif /i/cii/ssijiKt niajis, in 

(JiKirnin tota co/idrs est iiinnic(( mihi. Entiictico. 

100 

1651. Thomas Randolph and F. J.: 

nXovT()(fdaAui(L 

nkovTOffOaktud nXoxnoyafda. A. Pleasant Comedie, Kuti- 
tuled Hey for Hoiiesti/, Doini irifJi Knarenj. Translated out of 
Äristophanes Ins Plutas, hy Tho: Kandol})li. Augmeuted aud 



') '2a 'iH'vfafjov ijt (iahrid Naiidc'. Tic ovitc nur in -Iho C^-vcmplaren 
lU'^l'lutte 'JluflailO ioll bcifjcn Le 3Iasc-urat (lu de tont CL' (|ui a ('\v imprimo 
fontre le Carilinal 31azarin Paris 1650. 2^ay 'i*iul) i[t Ottt ('»ioiprädi V'-'iH'f^^'l' 
Sainct-Ange, Libraire linb Masourat. Imprimour. ^n einer an^el■en 'JlUi" 
c<abc (0. r. u. .'s. ) [te()t bie stelle p. 375. VelUere '.'lu6c;abe ift tum l<j'»0 
über '^\ ; bonn in Dom Cvremplav Der Uniiievi'itätc.=3^ibUot()ef ^u ©öttingen ift einige» 
fcblieben: Donn Authoris (t. X. possideo Samuel Hundiiis Parisiis MDCLI. 

189 



lOU 
IHÖl. Thomas Haiulolph and F. .1.: W-orTix/ fln/.nta 

Publislied Itv F. J. Dircs Fahida foDu s((f/.< xnpf^r'/ue: At 
Pauper satis et siqjer Poeta. London, I'riiited in tlie Year 
165P). 

p. 28 a Act. 4. Scsen. 1. 
p. 33a 2). 
Go(i. ^) 0. svvear not by St. Hugh, tliat cauouiz'd Cobler. 

Come hdly brotlier, let us drag him hence. 
Nev. *) Do, Scimdrels, do: biit if I once come a sequestring, 
Ile go to Dr. Faustus, true soii aud lieir 
To Belzebnh, whoni the great Devil begot 
üpoii a Succubus on Midsimimer Eve. 
As Hell was sowing Fernseed. This I). Fansfitfi 
The Mepliistopliolus of bis age, the woiider 
And the sole Asmocheii.'^ of liis time.s. 
Shall bv bis Necromautick skill (Fortnne mv foe) 
In the Black-art lend me bis Terma<jaiä, 
Old Ahnef/i'ofJi, or Cantimeropiis, 
Cr some Familiär eise an houre or two. 
Thence Ile to Pldegeton, and with bim drink 
A cup of Heils Flapdragon, and returning 
Spue fire and brimstone into Plidus face, 
To roast the rotten a])ples of his eyes 
With Stvgian Hames that I revomitize. 

Exit Nev. 

Go(j. We fear not Dr. Faiiatm: his Landlord Lucifer 
Sayes that his Lease witli him is out of date; 
Nor will he let him longer tenant be 
To the twtdvf' Ilouses of Astrologie. 

Car. '") Let Docfor Faustus do his worst. Let me see if this 
Termaijant can help you to yonr (Jlothes again. 



') 2a!3 3^urf) ift oiii Crtoiinaliucrf :Kaiu^olpl)v uiu^ fcino-jiücivö eine 
Übcrfe^ung aus 'Jlriitüpliaiic^ö. 2. .ö. 

-) Sie Stelle [tef)t i'dion in Sjcnc •_>, Devon xHnfanii aber niitt an-= 

gegeben \\t. 2. .ö. 

•■"I Goggle. 5). .sl"). 

■*) Xever-good. S. .ö. 

"I Canon. !?. .n. 

lito 



KU 
lti.")l. Blass : 'l'lioater und Drama in üi'lhincii ( 1S77) 

h'i/frr Anus. 

Ct/r. P)iit stay, what wonii-catcn ll;i^ is tliis? H<>ly 
brotlier. let".s away to li()-})et*[). \ve sliall be seeu eise. Do 
yoii iKit |)erceivt' tliat (»Id ürldame of [."/i/t/ii(f, tliat looks as 
if slie liad saiTd thitlicr in au egg-sliell, witli a wind iii the 
Corner of her liandkerclier? I aui not so inudi atVaid of 
Dr. F(nisf/is, as of tliaf ^^it(•]| of Eiidor. 

Exeunt Go(jle, Carlon. 



101 

1651. Blass: Theater und Drama in Böhmen (1877) 

Wiav It)catcr ulI^ Urania in inM)mcn bic> ^^iim ^liifaiuj beö 
XIX ^sal)rt)uni)erteö. .'oiftorticl)c ')iiirtbliifc uou l'eo "^ia]}. i^vag, 
Carl 33cllmanu'6 ä^evlai]. l'^TT. 

e. 57. 

5}ae im D3iai l(i.")l nou i:)cm „fiirfürftltd] fäd)f{i\1)cu mivU 
Iccverteii .N)offomöbiaiitcii" 3>öl)anu 3d)illiiu] bei bcr fbnii]lid)en 
(Etatttialtcrci ^u i^rcifl ciuijcreidite Wefiid) um bie (ärlaubitio 3UV 
3Uittübvuiu] „iiuterjdiieblid)cr, [ittfamcv It)eatev[türfe" fiUirt fü(^ 
gcnbc H\1)ö Iragöbicii au: 

inMi bcr f)eiliöcu uub auf idvem d}rt[t(id)cu fatfion]d)eu 
C*oIaubcu überaue beftäubigeu ^.uuc^frau 2)orott)ea. 

ä^üu -3>uliü (Säfarc beut crfteu ermäbltcu Maifer. 

inni bcm jämmcrlid)cu uui) uicmale cr()5rtcu 'IVorb aue 
ct'ifpauicu. 

"il'^ou bcm .vU^iii^c uou :)iobte, louftcu ticuanut bic ^suucv 
fvaueu^Iracjobic. 

il^ou bem (vr5^aubercr :roftor ^s. Aauft. 

iniu bem retd)eu Jubeu üou ^})?alta. 



11)1 



103 
ll>r>3. Martin Zcillci': ( "lii-unieon I'arvuiii Sut'\'iao 



102 

1653. Martin Zeiller: Chronicon Parvum Sueviae 

V hronicoii P;irvuni Sueviae. Cöer Mleiiicy ed)iiHUni"d)eö 
ßeitbiul), Dariuiieii ^ie iiornchmftcii, imD bofanutefteii (>)cici)tctncn, 
tiub (Sact)cii, 10 fid) nad) ;.Hiifiinftt bcr 3d)aiabcn, in Daö l)ciitige 
^dimabciilaiiD, in Demjclbcn, bi^ auff baö jcUun^ augelieiibe 
l(i53. :5al)i\ bCLjcbeu haben. iHii^ Felice Fahri. Vadiauo, 
Brusclno, Criisio, Aiuialihiis Aiigustaiiis. (Julero, unb uiolou 
üubcvn Aiitorihiis, jo berfelben, in ff)ven Sdiriffteii , öcbciutcu; 
niid) cjejdiriebiteii, üub crlaiu3ten ::J3ertd)ten; bc|^i]lcidicii eigner (rr= 
[afivnng, inib an^ 3>riad)en, bie in bcr isovrebe uermelbet werben, 
fihiilid) infamen getragen, inib nerfertiget, ^urd) Martiiivm 
Zeillervm. MDCLIll. ßn 'IMiw, (^)ebrncft inib nerlegt, bnrd) 
23altt)ajar Äitl)nen, bcftellteu :önd)trnrfern bafelbften. 

.»dnitlingen, luirb lum Ib*-'il^' fi'n' fi" Stüttlein; uon ^Inbern 
aber nnr für einen iiioluennalirten ^-leden get)aUcn, io ^anidien 
Bretten, bnb 'Mcanlbrnnn gelegen, unb bem (ilofter 5)?anlbrnnn 
gel)Drtg ift; fo Ütnno 1504. in bem i>fäll3iidien .^trieg, Don .siert;og 
ä^lridien ^n '^li^ürttemberg, fambt bem bejagten (51ofter ^!)}ian(= 
brnnn, fo beebe borbin ^nr 'i>fall3 gehört, eingenommen morben. 
;^u sperren I:*. (innrab I'ieteridiC' feel. Ki. i^rebig ober i)aä 
fibenbe Gapitel bef3 '^^rebigere Salomo, fteliet am -i;^?. i^lat, M^ 
ber ücrrutfene ;^anberer, ^sofianu Jvanft, entiid) oom Jenffel, an 
Stiufen, in feim .'öei)mat bei) .»dnitlingen ^erriffen morben fei). 
3ütuo \iy-'r2. im ©ommer, haben bie ^)3ionteeucnlijd)en Mnitlingen 
erftigen, au^geplünbert, onb bif;; auji 3. ober 4. .sSäufer abgebrant. 




103 

1654. Alexander Brome: The Cunning Lovers 

llie Cuiiniiiii Lovers. A (Jomedy. As it was Acted, 
witli great Applause, by their Majesties Servants at the pri- 
vate Hoiise in Drunj Laue. Writteu by Alexander Brome, 

192 



103 
1054. Alc'xaiulor liioine: The ("iiiining Lovers 

Gent. London, Priiitcd for IT///.- S/ieares, at the Bible in S. 
Pauls CluirchyJii'J, neare tlie little North doore. 1(^154. 
p. 53. 

Pro.^) IIc knoNvs all. all by liis light, 
Tliere's uotliing Icft unknown. 

Clo.^) Here's no roguery, here's no knavery, here's no 
villany, and ;ill confest too, He even, like a good Subject. 
niako all tliis a(;f|uainted to tlie Duke. 

Pro. Sweet Conjurer, good Mephaatophilus, 

lle give thee here a Imndred Duckets straiglit , 
Bat keep ray couiisell. 
Clo. lUit if the wise-man will, the foole will not; nay, 
and there be such knaveries in band, you liad better never 
have let tliem coine to my eare, the Duke sball know all, 

all by this band, nay, that's most certaine trust to it. 

Mon.'^] Stay sirrah, (ir lle bring you back witli a 
whirlewind. 

(lo. Not I most learned, you shall pardon me: lle be 
no Traytdur for no mans pleasure. 
MoH. Prethee come back. 

No such matter, have you .such fagaries, lle teil 



[54] Clo. 
the Duke 

Mon. 

Clo. 

Mon. 



You doore-maker 
How most wise? 

The Duke shall know of making of that doore 
By whicli the Prince had free the way to the Lady, 
You were bis Overseer. 

Clo. No more, sweet Doctor Faustiiii, no more. 

Mon. Sirrah, you had better been a doore-keeper than 
a doore-maker. 

Clo. Then 1 had better l)e a theefe than a knave, si- 
lence noble Scholler. and 1 am at thv Service. 



') Prospero. ®. .£). 
-) Clowne. 3^. Jj). 
') Montecelso. i). .VS. 



Tille: Faustsplitter. 



193 



13 



104 
1607. Thdmas HaiiiTiis: Caohnii Urientia 

104 

1657. Thomas Bangus: Caelum Orientis 

llaqqedem 'Et^j Cailum Orientis Et Prisci Muudi Triade 
Exercitationum Literariarum Repraesentatum, Curisque Tliomse 
Bangi D. Et. Pr. Regü Hauniensis investujatmn. Cum S. R. 
M. Friderici 111 Speciall Pririlegio. HaunisB Typis Petri Mor- 
singi, Reg. et Acad. Typogr. Sumptibus vero Petri Ilauboldi 
Bibliop. MDCLVII. 

p. 23. Exercitatio 1 de Libro Henochi. 

p. 65. 

Quauti faciendi sint Authropodyemones corameutitii He- 
nochi phautasticis illusionibus perstriugeutes oculos credii- 
lorum honiuncionum, hsec vetulse ludicra, imaginaria itinera 
et naturalium fimctionum qvasi qvpedara deüqvia soranifera a 
TioXvTexrijj] Diabolo injecta clare docent. Nunc ad reliqvam 
Lutheri narrationem pertexendara aggrediemur. 

I(Je7n (iiiqvit) patet ex vitis patnini, de virghie a paren- 
tibus ad S. Macariuni diiefa, q/re ab eo risa est esse puella, 
cum aliis vana videretur. Et tales prwstiyice plures Jiodie 
qooqve ßunt, ut Ule qoi Judceo debebat, et dormiens passus est 
sibi crus totum a corpore rapi, ut Judceum confunderet. Mein 
de Monacho qvodam refeftur, qvi plaustrum ßeni prope con- 
sumpslt. Exemplum prinium de Jud;iei flebitore extat in fa- 
mosissimi istius Magi D. Joli. Fausti Historia, qv?e. edita est 
Haniburgi 1599. cum admonitionibus Georgii RudoJphi Wid- 
manni, et qvidem cap. 44. pag. 166. et ipsi infaustissinio 
Fauste ascripta, cui crus a se avulsum esse imaginabatur 
Judieus. Posterius de Monaclio \\\ Colloq. Mens. Luth. Talis 
qvoqve ludibundus foeni heluo fuisse memoratur ipse Faustus 
cap. 45. suje Historie: cui luivam narratiunculam adjecit 
Widmannus de Äbbate Fuldensi Erlulfo, (|vi unus omnia lios- 
pitis cujnsdam fercula et vasa mensa' imposita visus est 
comedisse, qvae tamen familiaris Abbatis Genius in aliud 
conclave domus exposuerat, ibique novam mensam instruxerat. 
Liber iste plenus est talium prsestigiaruni Diabolicarura. 

') 5m original in ()ebräiii-fien Vettern. I). .p. 

194 



105 
1657. (xisbertus Voetius: Selectae Dispiitatidin's (1<)59) 

105 

1657. Gisbertus Voetius: Selectae Disputationes 

(1659) 

Uisberti Voetii Tlieulogicu' iu Acad. Ultrujectiua Pro- 
fessoris Selectarum Disputatiomiin Theologicarum Pars Tertia. 
ültrajet'ti, Ex Ofticina Johaunis a Waesberge, Anno MDCLIX. 

p. 612. 

Appendix Prima Ad Dispiitationem 

De Magia. 

Besj). Davide I.acclier, Mediob. Zeland. Ad dieni 16 Maji 
All HO TV) 57. 

p. CU. 

Si quis Doetorem Faustum, Zedechiam Jndjeum, Scotum 
parvum (le petit Schot), Trois-Esclielles, Magistrum videntem 
purgare inteudat, spondere ausim ilhim similem negationura, 
exceptionum, ratiouum pulverem oculis objecturum. Hos ta- 
rnen nefarise magia aecusat Naudeus cap. 3 p. bl. Quamvis 
in fervore defensionis Agrippje cap. 15. paij. 419. sui oblitus 
hisforiam Doctoriii Fausti una cum Jiistorüs Merli-[(ilb]ni et 
M</nt/ls sua lingua appellet Bomans magiques; et exserte 
distinguat a scriptis seriis, historicorum scdl. dsemonographi- 
corum Delrio, Thevefi, Pauli lovii. Sed quomodocuuque 
otiose et sine ratione historias quasvis in fabulas transformet 
Naudeus, magis adhibeuda fides scriptori illius historiie, et 
communi notitije Germanije, quam suis pnestigiis implerat 
int'elix Faustus, et testimonio Philippi Camerarii centur. 
1. oper. sub-isiv. cap. 70. (|ui retVrt eum Cracoviae ubi publice 
docebatur. magiam suam didieisse, et ex multis. qui eum 
noverant, se de mirandis ejus prjestigiis audivisse. 



195 13^ 



10(> 
1659. (iTiispar Si-hott]: Jocoseria Natiirao 

106 

1659 [Gaspar Schott]: Jocoseria Naturae 

Joco-Serionim Natur* Et Artis, Siue Magi^e Naturalis 
Centuri» Tres. Accessit diatribe de prodigiosis Crucibus. 

p. 1. Joco-Seriorum Naturae Et Artis Sine Magise Na- 
turalis Miseellauesp Centuria I. 

p. 5. 

Propositio 111. 

Vt alicni per fenestram prospicienti excrescant cornua e capite. 

Cornua per DUO intestina alicujus aninialis exsiccata, 

fenestram colore tincta, flaccida, et compressa, absconde 

prospicienti alteri iutra capillitium. clausa prius illorum extre- 

ut excres- t^\{.^iq q^j^g fronteni respicit, altera vero qu?e 

cant,efficere. • •- i . ,• i t\ • ,. 

respicit dorsum, aperta relicta. Dum igitur per 
fenestram respicit, infla retro intestina; erumpent paulatim e 
capillitio, et in cornua excrescent, ac divaricabuntur, ut per 
angustam fenestram caput retrahi nequeat. 

Exhihitum fuit in theatrali spectaculo pro interludio ; iibi 
dum herus e fenestra domus suce prospiciens maguni repre- 
henderet, artes suas ante a'des exliibentem; hie indif/natus 
cornua afßxit Jiero proidicta praxi. 

107 

1660. Bernhard Waldschmidt: Pythonissa Endorea 

a — e 

I ythonissa Endorea, 3)a0 ift: Std^t ünb jiuanliig .V)c^eii' 
uub (^kfpenft = ^isrcbißten / genommen 2tu§ ber ^piftori öon ber 
^aiiberinu ^u (änbor / im I. 33ud) ©amuelii? 6ap. XXVllI. 3n 
meld)eu bie @d)rorf(id)=0reultc^= unb ?(bfd)eulic^feit ber 3aiiberci)= 
(Sünbe aüen (5()ri[tcn ^ur treul)erl3icieu iiHirnunt3 für klugen ge= 
[teilet aud) bie 93?ateri non ben (^k'fpenften alfo abgelianbelt 
mirb / Xa^ ber le.rt ber .spiftori grünblid) erfläret bie uol)t= 

') Ser S^erfaffer ift @a§par ©(fiott. P. 304: Dabam Herbipoli die 
29. Octobris 1659. X. jp. 

196 



107 
1660. Bornhard Waldsfhiiiidt : Pythonissa Endorca 

lrcnbi(ic i'etiv bencbcn Dcrfclbcn "Iciilieii uiib Wcbraud) l)cvaiii3 tje^ 
iiommcn unb mit Dar^ii Dicnlicl)cu (5'i"cinpclii m\b .viiftoricn au|= 
iicfiif)iet mvb. (^)e()a(tcu in ber Äivd)cii 51111 Sarniffcni in J^-vancf* 
fmt / Ulli) minmelir mit iiiil3lict)cii aii}? iioiiicl)mcr Tlieologorum 
öiib aiibercr bcnil)mtcii Autoruni ^d)rifftcii i^ciiommencn :.Hn- 
mcrrfinu^cn iieimcl)iet / aiiff ::Bet3ct)reii i^mb bicfer Iclitcu Reiten 
millcii ; 511m Dnid' übcrijcben luni M Bernhardo ::liHilbjd)mtbt / 
{^üaiu-^clifdicii isvebii^ern. gi'aiuffiivt Jm '^H'rlag 0'Ol]aiin^::li>iU)elm 
:)lmmoiis? iiiib äi>ilbclm Serlin^. Öebnifft biivd) .pieioiiijmum 
^^solid) 1660 

ä^cgifter: 

Faiistus ber Sd)aiaii3füii[t(cr ift offt aiiff bcm ^}?ante( ge* 
fabreu 79. madit einen ii>ein[tüd: uoll Jranben. '^üjid eineg 
älMrtbo "sungen / and) einen :ii.iagen mit ^pero iinb ^sfcrben. 3?er= 
fanfft einem etlid)e Sdimeine / melc^eö Strobunid) [inb "204. 205. 
befommt enblid) non feinem (Meift einen fd)led)ten !L'o()n 467. 
a) (2. 7.S. 

3n ben meltlid]eu ."oiftorien finbet man / ba^ ber lenffel 
Jolianueni Teutonieum / ber ein 'l>riefter 3n .'öalberftatt / aber 
bod) baneben ein ßanberer geiuefen im ^Q^i" ^^)i''l"ii 1-^i- alfo 
l)ab gefübret 1 ha^ er [79] 3U ^)3titternad)t bat fonnen in i)cn 
brei)on ;2täbten ^n ^palbeiftatt / ÜJiainfe önb C5i.S(ln bk ß()riftme§ 
l)alten. iDen Bi^ii^^i'^t' ApolloDium Thyanaeuui Der fürin Äagfer 
Severo ber ^]anberei) überzeuget morbeu / befiuiegen er ino i^e- 
fängnüf^ fülle gemorrfen merbeu / l)at ber Seuffel in ©egenmart 
be| AUnfery unb anberer aii^ Otom gen Puteolis gefüf)ret , nnnb 
ift er beffetben 2agy ue(}mlid) feiner gefd)et}nen l)infartf) / aüba ge= 
feben morben. 

[2ateimfd)e 3(umerfnng über Apolloniu.s Thyanjeus] 

3llfü ift Johannes Faustus offt anff bem "IKantel gefal)ren: 
(rincMnalö fnbr er mit feiner @efe((fd)aft nad) bem 9cad)t Gffen 
5nm 2d)laftrnncf auf] ^Jteiffeu gen Sallibnrg in be^ 33ifd)off6 
nieder ( bariuuen truncfen fie ben beften Sein / Dub ba ber Äeller^ 
meifter obngefebr binein fam Dub fie alö 2)ieb aurebete mad)t 
er fid) mit feiner ©efeüfdiafft miber banon / nahmen j()n mit bi§ 
an einen 3^3alb / ba fe^et er |t)ii anff einen ^ol)en 2;annen=33anin / 
lief; ibn filien üunb fnbr mit ben Seineu fort, .'pat nun 

197 



107 
1660. Bernhard Waldscliniidt : Pythonissa Endorea 

biefet^ Faustus tf)iin föuncii / luaiumb joltc cw bcr leuffcl / ber 
fein 93tei[tcr c3ciüc|en / ntd)t aiid) tf)un föunciiV 

b) ©. 194. [a^anbtilofjc 311 '®cl)ucUbauteii.] 

Rud. Widmanno in hhst. D. Joli. Fausti part 2. p. 101. 

c) (S. 204. 

[Exempia] 2)crc]Ield)cu i)at ber befd)vei)cte ßöubcrer üiib ^d)ir)avti= 
Fausti fünftlcr Faustus öiel getrieben. 3lU^ einyinal)l0 jciue 
befante gute f^-reunb ein [ti'uflein non il)m fel}en molten j mxb 
mitten im ^Sinter an il)n bege{)rten / er molte einen 'I^Jeinftorf uon 
Sranben mad)en / ()at er ec i()nen gugefagt / bod) mit bem bebing / 
fie folteu [tili [i^en / ünnb feiner unter i()nen einen Sranben 
abfd)neiben / bi§ er fte e^ inürbe (jeiffen / ba er nun jf)nen einen 
l)errlid)en äBeinftocf üoll 2:rauben fürgcfteüt, ünb ein jeber begierig 
uad) beu Strauben griff / bae Itceffer anjel^ete imb martete / bif; 
er fie abfd)neiben l)ie^ / ba r)erfd)iyanb ber @türf' mit ben trauben / 
önnb bielte ein jeber fein eigen 5laÖ in ber Aoanb | nnb fein 
93ceffer baran / nnnb mann er fie Ijütte l)eiffen fdiueiben / fo (}ättc 
ein jeber jl)m felbft bie 5kfen abgefd)nitten. 2tlo eben biefer 
Faustus bei) einem (^dad) mar / nnnb be^ 3.'iJirtI)6 %mQ ji)m gu 
öolt einid)encfte / bramete er j()m / mann ero nod) einmal)! [205] 
t()äte / fo molte er jbn freffen. 2)a nun ber JiHH] feiner fpottete 
ünb fagte: ^a \vot)l freffen / ünub jl)m barauff mieber ^u öoll ein^^ 
fd)en(fte / fperrete er fein ^Utanl auff / inib fra^ jlju / ermifd)te 
barauff einen Aliibel mit bem .*(\ül)lmaffer unb fagte / auff einen 
guten biffen gel)5rt ein guter truncf / ünb fop auf^ / ba aber ber 
STMrtl) jbrn ernftUd) gurebete / er folte jl)m feinen jungen miber 
fd)affen / ober er molte etmae anberd mit jbm anfangen / ba fagte 
er / (är folte 3ufrieben fein / onb l)inber ben £ffen fel)en / ba fanbe 
er feinen ^ii'-^öen ganli naf^ liegen / ünnb für fd)rörfen gittern. 
ßr f)at and) einem 23amren / ber jl)m nid)t auf] bem meg meid)en 
wollen einen 2i>agen mit .s>em onb ^sferben gefreffen / fo er brauffen 
oor bem Il)or ftcl)enb miber gefunben. ß-inomable oerfieff er einem 
etliche @d)meine / fagte aber / er folie fie im bcimtreiben in feine 
(£d)raemme fitbreu / (i;6 gefd]al)e aber / baf^ fie fid) im ^lotl) borumb 
roeüieteu / onb befnbelten | ha fie nun ber Ääuffer in bie (2d)memm 
trieb , oerfdjmuuben fte / onb fd)mumnieH lauter @trol)mifd) empor. 
SBer fielet aber nid)t / ba^ biefee lauter bleubmerrf gemefen? 

198 



108 
1661. ilelchior Cioldast vuii Haiininsfeld : liochtliclies ßedencken 

d) @. 454. 

VVier. I. 2. 
de Praest. 
DjBmori. c. 4 

3of)auu Faustiis l)at aiid) einen jolcl]cn Spirituin '*-.^'''- "''"■^ 
lU'dabt, bev m\\ nir 3lnftellnnq allerlei) .Muii^iueil ae-- .,.,,, 

1. 2. c. 6 

canem hiuic 

Prsestigiar 

appellat 



Menet, i^en er Soi-drium l)at c^enennet. 



e) ©. 467. 

31>{e bem Faiisto fein ©eift gelol)net l-}ab I ift bcfanbt / in 
Dem er in feinem 33ett tobt i]efunben luorben / unb fl)m ber -spalö 
t»mbi^ebrel]et t"ieuiefen : ober luie Widmanmis in feiner -spiftoria be= 
rid)tet / baf; man in ber ^tnben / barein er c]eniefen / nid)t0 me^r 
gefelien / bann allein / hafi [ie noll i3lntö / imb bie 'Ii>änbe bc|' 
<3lcid)en mit iMut befpriik't cjcmefen / and) fei) fein 
©e()irn l)in unb luieber an ben '^i>änben tief lebt / bie Georg. Rud. 
•3äl)n fei)en anff ber O'rben nnb i^änrfen gelegen ' ^^'^dmann. 
Dnb bab man anqenfd)einlid) abnehmen fönnen / mie ','' ' ^'^. ' 
lt)u ber ^enffel non einer ä^anb 3nr anbern ge= ^. j^. p. 152. 
fdilagen unb gefdmiettert gel)abt , enblid) bab man 
hen geib anfferbalb be[5 .vtanfeö anf einem Wiit Ittjenb gefnnben / 
uicldier fc^rinflid) an ^nf eben gemefen. 



108 

1661. Melchior Goldast von Haiminsfeld: Rechtliches 

Bedencken 

a — tl 

l^rn. ^teldiior ©olbaft ^'on .s>aimin^ = ?yelb 3}ortreflid)en 
Icti, nnb bcrübmbten Hictorici. ete. ^)ied)tlid)ee 25ebencfen, Ison 
Confi.scatiun ber ßanberer nnb .s>7-en=('>)ütl)er. Iseber bie ?^-rage: 
t)b bie 3i"&^i'ci" wnb .V)e;ren, l'eib ünb @nt() mit önb 3n= 
gleid) nermürrfen, allfo nnb bergeftalt, bafj fie nid)t allein an 2eib 
unb Seben, fonbern and) an y)aab unb CimÜ), tbmicu nnb foKcn 

199 



108 
1661. Melchior Uoldast von Haiminsfeld: Rechtliches Bedencken 

(^cftraffet merben? @ampt cinüerleibtcni fuvljcm 33erici)t, üon 
inaiu1)erlei) 3Irt(] Der Baiibcver inib S;icxcn, imb bereu luujleidie 23e* 
[traffmig. ßu (5Tfläl)rung iiub ©rläuttcriing ber Jläi)jevlicl)en ^ein=^ 
Iid)en ^>lt^=^©erid)tc^>£)rbtmmö Carol. V. Imperat. '^m 109. uub 
218. iHrticulu, bie noit etlid)en jo (gd)vifit= qI6 ^lted)tö=®eiä()rten, 
im iinebrttjeii .^serftaubt mollcn ge30c3en iverben. 33ort)in nie= 
ma{)ln im S^iiuf aulnjauöeu, iuinmel)r aber aiio ^prn. l^)olba[t <Bäl. 
t)iuterla[feneu Bibliothec, imb eic3cn()änbit3cr ^er^eidinüf^ giim 
3:iiid befobert. ^Bremen, ©ebnirft bei) 3lreiibt äl>e[ielö, (5. &. 
.spod)!«. 9ial)tö beftalbtem Sudjbruderu Jn Dcr(ei]iing i^eter Jlöf)lerg, 
®iid)()änb(ert^ bafelbjt. Anno M.D.CLXI. 

aj ©. 71. 

25. 3t'itlid)e iffiotluft uub Abir|iaieil, \)ahen gejud)t, Doctor 
[72] %anit, anv bem .s)eii30c5t()umb äiMirtemberi] biirtig, äßageuer 
fein 3)ilcipel, &va^ Scotus, mit bem rcd)teu ?Jal)meu, 91 SSiÜibi) 
au^ ©d)ottlaub, ber ftd) ,^u uufereu ßeiteu, iu 2;eulid)laub, '?Vrau(f= 
reid), :3talicu, bei) "Js-ürfteu uub .s^erru auftöel)alteu; uiib aubere 
mel)r, bereu 9]al)meu mir umb gUmpffs miUeu, uub auberer 23r= 
lad)en falben, t)erjd)üucu. 

h) 8. 75. 

27. ßu beueu gel)Drcu aud) a bie uonniliige Stubcuteu uub 
@d)üler, bie fid) bem 23öjcu ^-eiub ergebcu, umb cjclcfiruicj, [iun* 
reid), tertic3 uub refofut gu mcrbeu; uub bcu ^or^uii uor aubcrn 
condiscipuln gu ijabm. 6"tltd)e aud) moÜ, umb (>')elbe^ seuug 
uou bem 2^euffel gu befommeu, auff baf3, fie mit auberer iuut3eu 
i8ur|3 uub 9)tttti]eleneu , fo beffere 93?ittel öou bem :J()riiJieu, aiü 
fie, l)abeu, föubteu burfiereu, jpicicu, baucfetiercu, uub im ßuber 
üegeu, bereu ©rempel mir eliüdie beanift feiu; uub meröeu aubere 
1) ÖOU beu Scribeuteu, mit mel)rerm 5,^mbftäubeu , referirt uub 
bejd)riebeu. 

a ^efiei}e ben 9lutI)oreu ber .*öi[tori neu Doctor fyauften, 
cap. I uub Lercheimer im ^eric^t ÖOU ßäuberei), art. 8. fol. 69. 
ba jener fagt, baf^ ?yauft mie er 3U Söitteuberi^ iu Sad)fen ge= 
ftubieret; 3)er auber aber, 3U (Srafaiu iu ^sobleu, bie ßäuber^^^uuft 
geleruet, nuh aubere 3tubeuteu förterö öclel)ret uub öerfüfiret Ijahe. 

200 




lU'J 
l()<il. Elias Conradi: Dispiitatio Physica 

c) @. 80. 

a. HKfü^) stattiircu iinb id)vetbcn, Luchvicus Pius Imp. 
Hb. 7. Capitular. Franc, tit. H5. 36 et 37. Bodinu.s. init. Iil)ror. 
de Daeraonomau. Valentin. Caesareus in Fide Bohenio-l'ala- 
tina, pro Ferdinand. 11. p 14S. Antlior bcv 'iHnvcbc über 3). 
Saufteil .'ölftovi / etc 

d) 2. 80. 

b. 3>nb be3eiu3en \o lüoU bic .V)iitoricn, alv bie (f'i'cinpcl, fo 
fict) ^lu^ctragen, ha]] wann tjicid) bie Obiißfeit idr 2Iinpt l)ierin 
nid)t ö^'tt)^^!'. i^al ber Jeuffcl felbft ^iim .s?eiufcr an beu @d)iüarö= 
Äünftleni luorben, lüie fold)ce mit eiiujcfülirteu 6;i'cmpelu beineijet 
bei Aut/ior ber Isorrebc über 3). Rauften vViiftüri, :c. 

^ießifter. @. [-2]. 

%anit ein tauberer 25. 72. 

109 

1661. Elias Conradi: Disputatio Physica 

i^ispntatio Pliysica exhibens I. Docfn'nam de Magia. II. 
Theoremata Miscellanea ex parte tum generali tum special! 
Physiche, Quam Suh Prcesidio Viri pluriinmn Eeverendi, Am- 
plissimi atque Excellentissimi Dn. Constantini 35@©9i2l SS. 
Tlieol. Licentiati, Physicie Professoris Publ. in Academia 
Witte bergensi florentissima longe celeberrimi, Domini, Prce- 
ceptoris, Patroni ac Promotoris sui ßliaJi plusqvam ohservantia 
cetatem devenerandi, Ad diem 6. Aprilis Anno t/)? ygioroyoriag 
1661. Horis matutinis, in Auditorio Majori. Puhliae Philo- 
üophorum ventilationi subjicit M. Elias Conradi Dresd. Misn. 
Auf. et Resp. Wifteheryce-, Typis Jobi Wilbelmi Fincelii. 
Anno MDCLXI. ' 

(p. 10.) 

Hactenus Pererius. His accensenda? non im- Vid. Ca»ie- 
raerito priestigiie illse innumerabiles et stnpend?e '•«'"• -'">'•• 
Job. Fausti Incantatoris et Magi decantatissimi, ^^it^^^'f'^^' 
(si modo Vera, de ipso, qva? habetur, liistoria et 
non lusus ingenij est) qvas pueros in plateis 



Wi er. 1.2. de 
prcest. c. 4. 



*) 5)aB bie rtnitsfcit gegen bie 3iutlierev eini'itreiteii i'oUe. X. -ö. 

201 



110 
1663. .Inhaiiti ]'raetoriii.s: Saturnalia 

narrare qvotidie adhuc audias. Et qvid aliud lycanthropia 
et galeaiithropia, (|uam mera deceptio? qvid Comitia et coii- 
ventiis lamiariim ac veueficarum in nionte Bructerum et alibi? 



110 

1663. Johann Praetorius: Saturnalia 

oatiinialia: 5)a6 i[t, (?iue (Soinpatpiie 3^\>ci()nad)te=^-ral3eu, 
SDber (Seutner 'Sitten, unö pociunitdie Positioues: ßufammcu ge= 
leget unb aud) äl>ieberleget i^on M. Johanne Praetorio Poeta 
Laureato Caesareo. 3m 'isa{)X Lieber: antworte 2)eM 9krren 
naCl) feiner 5lQrr()clt. ^eip^ig 5)rurfte nnb äsericgte '^ol). 2Bitttc3Qu. 

@. 5. 

Slber jold)er Söeln läfjet fid) uid)t bei) nue iinib 5v^elnad}ten 
im ^-elbe ftnben: ©ei mod)tc beim auberc üerftanben merben: als 
in ßonä S^orribä (mieino()l ba nid)t a((cntf)albeii ber ä^ad)n§ gu 
4^auje ober ha t)eime i[t:) 'lliannenljero 2). "J-auftiie feine 3A>ein= 
tranben bcfommen burd) feinen gefdiminbeii spiritum familiärem: 
3i>ie mo(}l fold)e and) oom lenffel ()aben föiinen an^ bent Heller 
t)ornel)mer niib I)crrlid)er Öente gefto()len morben; afö in iiield)en 
fie Uvas, anff befonbere 3Irten eine laiuje ß^tt, im 5l>inter I)inein, 
!öunen frifc^ nnb tjnt erl)alten. 



111 

Um 1663. Johann Balthasar Schuppius: Schrifften 

a — b 

Doct: loh: ßalth: Schuppii (2d)rifften ^). 
a) (S. 129. 

3)er ©eplagte .s)iob. S^ai? ift ^s-ürfteünng bee groffcn (Srenl> 
trägerö .piobe nnb ber mand)faltigen / fd)merl3()afften nnb jammer= 
Doden Segegniffen / mit benen er anff bte ©ebnltprob gefe^et 
morben. 



') £I)ne Cvt ulI^ %\l)x. 2)er 9^5erleger ift iiarfi bciii liiejjfataloq t>on 
1663 59uft in Aiantriirt. S. ,ö. 

202 



112 

lHfi4. Jaoolms Blascniiis: Pubpstra Elnquenti.T Lip^atfi» ITI 

©. 162. 

(Jg irirb aber biird) bicfc 2.\>ort aiu^cbeutct ; ba\] WDtt bcm 
(Satan ('•knvalt (n'iiebou l)ab / ben ^iob an feinem Seib ^u plac\en 
au ff allerlei) vHrt iinb äru'ife. 

2)iefer lVad)t nnb (.^knualt c]ebraud)te fid) bcr Satan ' unb 
fanmte fid) nid)t lani]. X^ann er i[t ein gefd)iinnber Weift. ''IKan 
fai]t / baf3 Ü). ?S"anft / ber befanbte ßiiitt)^'^"^^" 1 eincmale eine 
C^Hifterei) {)ahe moKen aufteilen i nnb {)ah einen böfeu Weift be* 
fdimoren / unb il)n cjefragt / inie f|efd)Unnb biftu? 2)a l)ab er ge= 
antmortet / id] bin fo gefd)unnb ali? ein i^feil nom Ixigen. Js-anft 
f)ab gefagt / bu bieneft für mid) ntd)t. ,s>ab baranff nod) einen 
befdiiiutren / unb gefragt ; \vk gefd)iviinb bift buV ^d) bin fo ge^ 
fd)iinnb al6 ber äi>inb. ?s-anft {)ahi: gefagt / bu bieneft aud) nid)t 
für mid). (är {)abe ben britten befd)moren / nnb alo ber erfd)tenen / 
l)ab er gefragt / mie gefd)minb bift bnV Jd) bin fo gefdiminb / 
alö ber liienfd)en einn unb Webanrfen. Ta ()ab ^anft gefagt / 
bu bift red)t für mid). T^a get)e t)in nnb fd)aff mir bae nnb baö. 
b) (S. 618. abgenötigte e-()ren=3iettuug. 

@. 65-2. 

2)u tl)Drid)ter ^Dienfd) bilbeft bir fo niel ein / mann bu etman 
nur eine Äunft fanft; allein ber leuffel fan mel)r fünfte alö bu / 
er ift ein taufcnbfünftler / unb fombt bod) nid)t in ben .5>ti»i»^'l- 
25>aö t)at er 5^. Js-anften uor .Slünfte gele()rt? 2)ennod) mufj enb-- 
lid) ber arme Doctor mit allen feinen fünften in bte .spolle. 

Ülegifter : 

^-auft mil einen Weift l)aben / ber fo gefd)minb fei) | aU be^ 
?3ienfd)en Webaurfen 162. 

112 

1664. Jacobus lYlasenius: Palaestra Eloquentiae 

Ligatae III 

1 alaestra Eloquentise IjigatcB. Dramatica. Pars IIL et 



r Comicam, 
)r PoesiiiA Tragicaiii. 

i Comieo-Trafficain. 



ultima. Qvie Complectitor PoesiiiA Tragicaiii. Pra'cep- 



203 



113 
1H(>4. David Schuster: Mahomets und Türeken Grewel 

fis et hisforiis rariorihus, cum Exemplis slngulorum Poematum 
illHsfrata , Ex Auctario Elegantiarum Plauti. Nova Editio. 
Priori longe correctior. Autore R. P. Jacobo Masenio, e So- 
cietate lesu. Coloniye Agrippinse, Ai)iul loannem Busseum, 
Anno MDCLXIV. Cnm Privilegio Superiorum •). 

p. 54. Liber II. 

p. 64. Caput IV. 

p. m. 

Joannes Faustus Magicis prsestigiis per Germaniam cele- 
bris hiberno tempore, in convivio, importune ad uvas exhi- 
bendas postulatus. denique, ea lege, vitein uvis fertilem 
omuiiim oculis proposuit: ne quis, nisi jussus proeputaret. 
cultellos jam amputandis racemis adhibuerant, cum mox, vite 
evanescente, suo se quisque naso aciem applicuise sensit 
Majohis. 

113 

1664. David Schuster: Mahomets und Türeken 

Grewel 

pH 3lpr^e5@ ünb %\ixd^\\ ©rciüd ,' SBorgeftellt 2)urd) eine 
fiirlie .piftoriidje 6utiüei7fiiug / \o üiel bcffelbtcieii au fein '')3ia()ometö 



*) ®ie erfte SdlStiabe ber Palaestra ift DOn 1661: Palsestra Eloquentise 
Ligata?, Xovani ac facilem tarn concipieudi, (juam scribendi quovis Stylo 
poetico methodum ac rationem complectitur, viamque ad solutarn elo- 
quentiam aperit. Partis I. Liber I. Rationem universim poeticse conci- 
pieudi tradit, cum Artificio Homeri et imprimis Virgilii, eorumque in 
concipiendo virtutibus simul ac vitiis expositis. Cid accessio brevis 
veterum Mythologia in ordinem Iiisforicum redacfa , et per indicem 
ad usiim scrihentium directa. Liber IT. Rationem optirafe Elocutionis 
investigat et expönit, traditque praecepta tarn ornate quam copiose in Poesi 
loquendi. Liber tEL Artem prosodicani in quantitate vocurn, et carnii- 
num cognitioue positam. nova et strieta methodo complectitur. Autore 
R. P. Jacobo Masenio, Societatis Jesu. ColoniiP. apiid loamiem Bvscevm, 
Bibliopolam stib Monocerote, 1661. Cum Privilegio Csesareo. 

£)b e§ (\\\<!c) Don bcm britten Seil eine Sluöcjabe Don 1661 giebt, f(()cint nur 
jireifel()aft. -löcnigftenö ift allen mir bekannten ^in^ocjaben ber erften beiben 
leile üon 1661 bev bvitte %i\[ non 1664, ber fidi ielbft al5 Nova Editio 
beäeirf)net, angcbunben. 2^. .p. 

204 



113 
1Ü64. David Schuster: Mahomets und Tiin-ktn (Ircwcl 

fcUift ci)iicncr ^^crfoii ' nlifcl)cuVlirf)cn ^d)\- ! feinen 9^ac()folocrn an 
9.)iorb, ')u't]iincnt j Vcl)V unf) CsMaiiben [id] befinbct: ^>An'an[5 bao 
£)ttomanni]cl)c ^)ictd) cnt|prmuuMi ' mic ce in folcl) ^Hnffiui)mcn gc^ 
fonnnen iini) uh'v bcffelben ')iei}cnten nad) iinb nad) in bor 
r-vönung ßeuiefen; '^iMc i^raiifnm nnb c^rcaUid) [ic bif^ anff bicjcn 
Zac\ regiert: 60 Dann :liMe bor iiirtfiid)c -s^off an ^Jlmptlentl)oii 
nnb ^r^fn'^ii"'-'i''i beftcUt luie hk (:^ei[tlid)e befdiaffen / luie [ie bie 
Jürcfen nntcr fid) im^ gemein leben nnb bie (il)ri[ten nnter jdnen 
gelialten luerben: (5nbüd)en :ii>ie lang biefer lKa()ümetiid) inib 
5ürifiid)e Wremel etiuan annod) iue()ren joüe. 3Uley beni We= 
meinen Jentid)en 9Jiann ^nm beften / mit fonberm ?s-lci|; anfj 
allerlei) ben beften nnb beiiiel)rteften Autoribus ^nfammen getragen / 
^TMib in A'ünff 5f}eil ' ^X>evenjebern ei)gentlid)ern '^snlialt / ber benen-- 
felben Dorgefelite / abfünberlid)e Jitnl mel)rerö anzeigt / abgetl)eilt 
iinb mit nnberfd)ieblid)en fd)önen 5tn^ifferftid)en gelieret / X^nrd) 
5)5(58^2) @G.t)i^Sie?li ' ^i^on «lemmingen. ^^-ranefnrt am 9JJai)n / 
5n i^erlegung ^^r.p^l"»]; i^;'risJ;sS45l 3(i.^^^0^Il^eilie^K(g. 
^etrnrft bei) l1^attl):i-o Äempffern. Aimo MDCl.XIV. 

@. 18. ©00 VII. (5ap. 0}tat)üniety C^()ftanb nnb ]iid)tiger 
S^anbel. 

iS. 19. 

311^ biefer @itl)uren=Tl?eibel i ein aubermal / ein 2A>eib anff 
einer '^lc\}\] angetroffen / [-20] nnb gerne gebnlt l)ätte / fie cü il)me 
aber abgefd)lagen ' ()at er bariiber ein (iamel mif^gebrand)t nnb 
gefagt: l^ai^ Sßeib l)abe mit j()rein Tsnmillen iinb ^sngeborfam eine 
groffe £i'mb begangen ' meilen fie barbnrd) eineö '^Nropl)eteu d^c» 
bnrt t)erl)inbert l)abe. S^arnmm / nod) anff bt;n l)entigen 'lag ,/ 
bie iitrrfifd)e SÖeiber jät)rlid) bi^ fvel (|uasi) nnglürffelig nnb 
iinbebäd)tlid) SBeib , nnb |l)rcn isuuerftanb bemeinen ' f'traffen 
nnb nerbainmen! ale bie eine fDld)e @nab nid)t fo unbefonnen 
molten aiif;fd)lagen. 2öie lueilanb bie Söeiber nnb Concuhinen 
Solymauui, in il)rem Serreja ober Serral, ^u CSonftantinopel ge=^ 
inefen / benen ber berül)mte @d)ir)arlifiinftter D. Faustus, in ®e= 
ftalt btefey 53ial)omett^ erfd)ienen j 6. 2ag lang einen bicfen Giebel 
gemad)t fein Spiel mit biefen armen eingcfperrten äl^eibebilbern 
getrieben intb gehabt ; bie i()ncn anberö nid)t (lueit fie öermeinter 
2Bei^ be^ ^;)]iaf)Dmetö fel)ig morben) eingebilbet I alö eö werben 

205 



114 
Umi. .Johann-Peter Langius: Deniocritus Ridens 



o' 



nun i^roffc 9^icfcu iinnb Jnciblidic .s^clbcu an)^ ihnen eiiftcl)en mtb 
I)erfünimeii. Lumina: 3.^üUii[t bco ^■lei]cl)eo i[t fein l)5cl)ftcei ©iit 
aufi (ärbcii geiiiejeii ; 1. Thess. IV. uub möcl)te er il)me jelber 
nicl)t6 liebere geinüufdict l)abeii / üIö bafj er Semiramidem, 
Yenerem, Tomildam, Laidem Corinthiam, ja alle berül)mte förö 
Saub* unb 33ranb=^.s^Hren (salv. hon.) bei) fid) l)citte l)abeit mötjeii / 
fid) mit i()nen euuiilid) 311 delectircn uub 3U belufiigeu. 



1667. Johann -Peter Langius: Democritus Ridens 

Democritus Ridens: Sive Narrationum Ridicularum Cen- 

turia: Ad Animos ex contentione graviorum Studioriim, seu quo- 

rumvis negotiorum lassitudine relaxandos; Selecta a Johann- 

Petro Langio. ülmse, Apud Balthasar. Jtül)ueu/AunoMDCLXVlI 

@. -247 

LXV. 
Fall st i Vites. 

104. vUnvivas habuit infaustus ille Faustus multos ami- 
corum. ["248] Petiernnt hi, vites uvis prägnantes sibi reprse- 
sentaret in raensa, quamvis putarint brum* tempore ab uvis 
tarn alieno, id iieri non posse. Nee tarnen difficilis fuit niagus 
persuasu: Vites igitur praestigiis e mensa evocat racemis 
vegrandibus plenas. Prius tarnen eara omnibus edicit legem, 
ut alto silentio expectent, dum jubeautur uvas carpere. 
Omnes se legi obtemperaturos recipiunt. Mox infamis artifex, 
incantamentis carmiuum ita oculos appotse turbie perstriuxit. 
ut illis tot botri mint raagnitudinis, et succo maturo pleui 
apparerent, quot eorum mensa numerabat. Omnes ergo in 
gulam hanc avidissimi, jamque nonnihil sitibuudi a teniu- 
lentia suum quisque cultrum ad uvam sibi proximam apponit, 
dum modimperator Faustus jubeat secare: Natant omnium 
dentes saliva, et in sestivam haue voluptatem pruriunt. Hoc 
situ alifjuamdiu tenentur: ingens omnium expectatio. dum 
cul- [249] tro jugulent jam captam pr;«dam. Tandem formo- 
sissima vitis evanescit, et in fumum abit. Uli nebula magica 

206 



lir, 

1669. (Jeorg Schröder: (^uodlibot 

jam (lispulsa, vi.si sunt singuli suum quisque teuere nasiim 
appo.sito ciiltello jam jam pro iiva secaiuliiiii. <i)iiod si (juis 
iinmemor pnecepti aut coiitemptor. botrum sibi destinatum 
priesciuderc voliiisset, iiasuni sibi joeiilari viilnere pr;ese- 
cuisset: Hie oiiuiiuiii risiis, vt iutliguatio. Drexel. in Äurifod. 



115 

1669. Georg Schröder: Quodlibet 

Quodlibet D^(>'^)i Zac\c Sud) 'i^ou :}lUcr(}auD3lniuerrfuugcu ^). 
331. 89 bic^ in» Dae Mljx 1009. 
231. lUa Zn. 1669. 

3>on Nathaiiiel (£d)rübern ein 33ud) cjcliabt uub burd)blättert, 
bartuueu "staliäuiid)e Comedien befiublid), Der mittel mar: 
231. 114 b (öor Dem 20. iTftübcr 1669) 

Commedia ^^om D. Fausto. 

3iier[t fompt Pluto .spcrtür au]) bcr .s?c(lcu uub rufft einen 
Tcüffel nad)beiu anberen, -Ten Tobactäuffel , ben .s^ureu=Teüffel, 
aud) unter anberen bcn t(neift)eit Teüffel uub giebt il)neu order, 
bae fie uad) aller niäcjlidifett bie ßeute betritoien folleu. ^ierauff 
begibt eö fid) baö D. Faustus mit gemeiner ä\>i[feHfd)afft uid)t be= 
triebtget fid) umb magiid)e i^iid)er bemirbet, uub bie Teüffel ju 
feinem bienft beid)märet, "ii^orbei) er il)re gefd)mindigfeit exploriret, 
imb beu gefd)iinubefteu er ä\>el)len Sil. ift il)m uid)t gnug, bac^ fte 
fo gefd)unube fein 'i\>ie bie .V^irfd)e, mie bie holden, ilMe b ilMnb, 
füubereu er Sil einen, ber fo gefd)miube; Sie bee mcnfd)eu feine 
gebanrfen, Lud nad)dem für eiueu fold)eu fid) ber flüge teüffel an= 
geben, mill er Tac er il)m 24 5al)r bieueu foKe, fo moUe er fid) 
ibm ergeben, Seld)eö ber fluge teüffel für feinen fopff uid)t tl)uu 
Sill, fonberen [115a] e^ au bem Plutonein uimt, auff bef^eu 
guttbefiuben ergibt fid) ber fluge teüffel iu Büubuü^ mit D Fausto. 



') AOliobaiiMdirirt ^e^5 r){atöl)ovrn (3an\} idirobcv von KiC') — 1675, 
unter ^cr i^c^cidnuinoi III. A. 36 auf ^el• 2'an3iöi.'r 3ta^tlntlliotl)of. 3di ^ebe 
Me stelle nadi Dom »on ^suliu-o i^obc auiiefcrtitdcu Aatfiiuilc, ein ^Ibjuct 
uon ^cnl (Jfnl■^el für bie gmcite 'Jluflac;c bc^^ „Isolt^idiauipicleci Xoctor 3i-''l)rtmi 
Sauft (1882) üürlag, Don il)m aber nicl)rfad) uuijenau abgebrurft iintrbe. 2). ^. 

207 



HG 
lß(>9. (Tabriel Naudö: A^idIo^ip 

^cr [idi ihm aiui) mit bliitt iHnicl)reibct. .spicraiiff uii( ein G'iii» 
ficMcr ^c^ Faustum abma()ncn, aber licvticblid) , i^cn Fausto ge* 
ratdcn aüe bcjdinioninge luol, er left i\)\\\ Carolum Magiuim, 5Me 
(Sd^öite Helenam ßeiigen ; mit ber er fein nergiiügcu bat. (^wb- 
lid) aber 3,\>a(^et be^ i()m bae gemipen aiiff, iinb gebiet er alie 
ftiuibe bi§ bie glocf smölffe, ba rebet er letiieii Diener an, iiiib 
mal)net i()n ah üon ber ß^iiberei). Bald fompt Pluto iiub jd)irfet 
jeine Teüffel bae fte D. Faust ()oleu Jollen, ii>eld)ee and) geid)iel)et, 
unb lüerffen fie i()n in bie l)öl)e, nnb ßerreifen il)n gar, and) wirb 
präsentiret 3Sie er gemartert mirb in b .s)ötlen, ba er balb anff 
nnb ntber gebogen SBirb, nnb biefe Sßorte an| ^-eür S>ercf ge[el)en 
n^erben Aecusatus est. judicatus est, Condeinnatus est. 



110 

1669. Gabriel Naude: Apologie 

a — d 

Apologie Poiir Tous Les Grands Hoinmes, Qui Oiit Este 
Accusez. De Magie. Par Mf Navde. A Paris, Chez Fran- 
^ois Eschart, au troisieme Pillier de la grand' Salle du Palais, 
vis ä vis la porte des Enquestes, ä la Sagesse. MDCLXIX. 
Avec Privilege Dv Roy^). 

a) p. 41 [Chapitre III]. 

F^t ä la verite ie croy que lOn doit faire le mesme 
iugement des vns que des autres, et que la meilleure In- 
struction f(ue Ton puisse tirer de toutes ces resueries, est 
de pouuoir discerner par leur descouuerte la verite d'auec 
le mensonge. la Magie reelle d'auec la feinte et simulee, et 
la politique et naturelle de la diaholi((ue, et pour ce sujet 

^) 3n ber ^UlCnVlbe von 1712 [Apologie Pour Les (xrands Hommes 
soupQonnez de Magie Par G. Naude Parisien. Derniere Edition oü Ton 
a ajoüte quelques remarques. Mulfos absolvemus. si caeperimus ante 
Judicare quam irasci. Sen. lib. S. de ira. cap. 29. A Amsterdam, Chez 
Pierre Humbert, JtDCCXII.] fte()en Me 5tcUen e. 37, 29S, 305/6, 314. 
,^ecf)tirfireibunoi unb ^apau finb bariii du uiouic( mobevnificrt, bcfouberä bio 
langen 2ä^e cietcilt. X. .v- 

208 



11t; 

1(»()'J. (inliricl Xaiidr: Apologie 

coudamiiec d vn cIkuuiu coinme estoit cellc (|ii(' |>rati(iiiereiit 
autresfois coiitre Moyse les Magiciens d«' IMiaraou. nomme/ 
par S. Viuü laimnes et Mambres, Simon Magiis (iiii «"opposa 
a sainct Pierre, Cyiiops ([ui tut siihinerge ä la priere d«' S. 
leaii rEiiangeliste. Klymas (|iie S. i^uil llt deuenir 

, ,/ 4. \ L' 4. • ■ 4. ri • i • postcrioris 

aiieugle, /aores et Artaxat (lui suiiiant 1 nistoire , „,. 

' acl lim. c. ;< 

d'Abdias fiireiit tnii- |42| droyez en la Ferse; 

«t tels eucore (juestoieiit il n'y a pas long ü^- 'i- 

teiiips le Docteur Fauste, ic luif Zedechias, le petit Scot, 

Trois-Esclielles, celuy (|ui du temp« de TEmpereur Charles 

<|aint se faisoit nomnier M(i(/isfer videns, et beau- 

<i(uip (lautres. des(|uels il taut expli([uer cet ^^9^ ^ 



iittcst fulniine (-(intre les Magiciens dans le Code, 



Cod. de 
male f. ef 
MiKji in (iHucHn<iue siitt parte ferrarum, humani Mathem. 

(/eneris iiiimici credetuli sunt. 

b) p. 303. 

Cettc preuue qui est la plus forte et la inidus desguisee 
■([ue puissent auoir uos aduersaires, estant ainsi rendue vaine 
<^'t de nulle consequenee, il n'y a rieu si facile que de venir 
a bout des autres, lesquelles se liroient beaucoup plus ä 
j)ropos dans les Romans magiques de Merlin, Maugis, et du 
Docteur Fauste, que dans les Ecrits serieux et bien examinez, 
■Oll qui le deuroient estre, de plusieurs Historiens et Demo- 
nographes. mais principalement de Delrio, Tlieuet et Paule 
Jone 

c) p. 3;>5). 

Combien que Vvierus (pii auoit este son ser- t^e praestig. 
iiiteur. dise, ([u'il n'en auoit que deux (|ui lib--cap.50. 
«stoient perpetuellement auec luy dans son estude, Fvn des- 
<piels se nommoit Monsieur, et [310] l'autre Madamoiselle: 
mais puisque Tincertitude du nombre de ses chiens qui pou- 
uoit cbanger de iour ä antre, ne peut rien faire ä nostre 
preiudice, iestirae (pie Ion ne sgauroit manquer de conclure 
auec le susdit Vvierus. quils ont donne suiet ä ses ennemis 
de vouloir persuader que le Diable conuersoit auec luy sous 
la forme d'vn grand chien noir, suiuant ce quils auoiut 

Tille: Faustsplitter. 209 l-t 



117 
1669. (ii'imtnelshausen: Simplicissinius Teutsch 

autrefois oüy dire que Simon le Magicien. Syluestre, le Doc- 
teur Fauste, et le Bragadin de Veuise, le faisoient tousiours 
inarcher ä leur suite soiis la forme dvn tel animal. 

d) p. 318. 
telles iuueiitions ue sont pas iugees moins vaines et 
iiTOSsieres que toutes les histoires comprises dans les Romans 
Magiques de ^laugis d'Aigremont, du Docteur Fauste, ou de 
uötre Merlin, ducpiel ie croy que ce que Ton peut dire auec 
plus d'assurance et verite, c'est qu'il u'estoit point fils de 
Tvn de ses Incubes: 

117 

1669. Grimmeishausen: Simplicissimus Teutsch 

Her 5lbcntl)eurlid}e Simplicissimus 2;eutjd) / ^ae ift: 5)ie 
^e]d)rcibung bc^ i'ebenö etnee icü^amen Vaganten genant 93teId)ior 
Sternfel^ öon ?s-nd)öt)ahn / mo iiub meldiev geftalt @r nemlid) in 
biefe 3Öelt fommcn / wai er bartnn t3ciel)en /' cjelernet / erfahren unb 
anfjcjeftanben ' aud) luarumb ei iold)e iineber tvet)iinl(ig quitttrt. 
liberauf, luftig unb männiglid) nulilid) gu lefen. ?ln %aQ geben 
:'^on German Schleifheim öon Sulsfort. ?l3ZonpeIgart / ©ebrurft 
bet) So'^fli^^i <>-i(üon Csi« 3a^v MDCLXIX. 

@. 119. :}lbcnt()euvlld)er Simplicissimus 2;entfd): 2)aö 3'öet)te 

(g. 190. Cj^üt^ XVlll. C^apttcl. 

@. 191. 

(So ift and) me()r ale gcnngfam befant maö geftalt tbeilö 
Selber unb lebige 3)irnen in 2?5()mcn / {l)re 23ei)]d)(äffer bef, 
Oiad)ty einen lüeiten 3Seg anff 33 öden 3n fid) l)olen laffen. :föaö 
Turquemadus in feinem Hexamerone üon feinem ©c^nlgefeUcn 
er3et)(t / mag bei) i()m gclefen merben. Ghirlandus f(^reibet and) 
non einem riornel)men 5J?ann / [192] nie(d)er ale' er gemercft ba§ 
fid) fein 2i>eib falbe / nnb baranff anf^ bem .v^an^ fa^re / l)abe 
er fie einenmle ge^mnngen ' il)n mit fid) anff ber ßanberer ßu* 
fammenfnnfft gn nel)men; ^le fie bafclbft äffen nnb fein @all3 
uor^anben mar l)abe er beffen bege()rt / mit gvoffer 53tül)e and) 

210 



118 
lt)t)!t. Daniel Öchiicider: Titius Conlimiiitiis 

crl)alrcn lln^ barauff nefagt: (^)£tt fet) gelobt i je^t fompt bae 
eoUi! 5}avaiiit bie i$ied)tev crlojdH'u / uui) alle»? iH'iid)iuuiit)eii. 
3lle ec mui Jag inovtten / l)at er üüu Den y^^irteu nerftaiibcii , baf; 
er ualieiif' öer «Statt Beneveiitd im Äöuigreid) '^ceapolii? / imb 
alfü mol 100. '^)ieil uou fetner .'öeimat feije; X'eroiuegen ob er mol 
reidi geioefeii habe er hod) itad) .v^aiiB bettlen muffen unb alö 
er beim fam , gab er alebalb fein ~:ii>eib oor eine Zauberin bei) 
ber Tbrigfett an loeldie aud) oerbrennt luorben. iiUe Doctor 
A-auft neben nod) anbern mel)r bie gleid)mol feine ßaubever 
loaren i bnrd) bk l'ufft oon einem Drt jnm anbern gefahren / ift 
anf; feiner .s^iftori genngfam betant. 

118 

1669. Daniel Schneider: Titius Continuatus 

a— c 

litiiis Continuatus Et Illustratus 3)ao ift Loci Theologici 
Historici Et Practici Ober 3^l)eologifd)eö ^rempel=5Sud) / in tt)eld)em 
^aö:} bem Methodo bec feiigen .»perrn Titii nebenft oielen fd)önen 
mevrfmiirbigen Dieben nnb öefd)id)ten (bie bergeftalt eingerid)tet j 
boB feine im Titiu gefe(3te ^iftoria barinu ge^eidjnet i ee iimren 
benn mel)rere i^mbftänbe unb befferer grünblid^er ^3lad)rid)t / fo 
lyobl ber ^^eiten ale berer i^erfonen unb mao fid) fonften ^uge=^ 
tragen ; barbei) in ad)t ^u nebmen:) faft bet) jeber 3(btbei)lung 
berer l.ocorum / allerl)anb l)errlid)e Dicta S. S. Patrum ^u be- 
finben. 3Uiy eilten unb 5kuen Scribeuten / fonberlid) reinen nnb 
(>)ottfeligen Theologen ^ufammengetragen Unb / nebenft einen 
oollftänbigen ludice mit einer ^Inmeifung / wie fold)ec^ unb bee 
Titii (5>-empel=i^ud) , bei) (Srflärung ber Aeft= unb @ontag6=(£pifteln 
nnb (äoangelien / (berer febee in eine gemiffe Disposition unb 
•rrbnung oerfaffet ift) aud) fonften ^Olänniglid) in gemeinen 'sieben 
nii^lid)en 3U gebraud)eu / fampt einer 5i>orrebe bee (i.l)urfl. eäd)f. 
£ber = ^pof=^^srebigere / 23eid)t=^ater6 unb Äird)en = Oiatl)y , (Tit.) 
^errn D. Martini (ieieri, etc. 2)urd) M. Danielem ©c^ueibern i 
in ber (f()urfl. eäd)f. Resident 2)ref5ben 3tabt = isrebiger / aiid^ 
6. 3Bo^l = 6t)nii. Ministerii 311m ^. ßreu^ bafelbfteu Seniorem. 

211 14* 



118 
1669. Daniel Schneidor: Titius ("oiitinuatiis 

1^1 it (ilnirfl. I'urd)!. ^u <Baö.)i. (^)näbigft-ert()eUten Privilegiu. 
:ii.^3Iie0t33(i-^K@ i "Mt i^erleguiig Job. Wilhelm Fincelii ed. 
(^"rbeit ; 2)rurft^ 311 3e()na viamuel Ärefay ^sm ^sai)V 1669. 

a) S. 439. 

JOhaiiiie.s Faustius i)at gelebt 311 Lutheri iinb Philippi ßciten 

Locus XI. unb unrb non gebaditeu Philippo genennet Cluaca 

Secf IL Diabolorum inultüium ift a(lernecl)[t bei) Änütt=^ 

"'^^^ lingen in bcn -Biirtembergev^i^anbe bal)eim ' unb fein 

"soll. Aauft Doctov joubern nur ein gemeiner l'anbftreidier ge= 

ein iirofjcr n)e)eu. J'enn a(e er megen Derübter Sobomiterci) öon 

,3aubcvcv einem Ädjul-Tienft unter '^-raulii uou Aldingen ' 

abgefe^et / l)at er alö ein erfabnier ^Sc^üler in ber 5i>e(t um* 

vagiret / unb ]n CSracau in iHilcn ba iüld)e id)aiürl3e ^binft 

Dffentlid) gele()ret worben biejelbige geiernet ' barauf nad) 3Sitten= 

berg fommen unb i"ell3am (^)aurfel Spiel bajelbft unb anbern 

Trten getrieben, äson biefem Pi-anft er5e()let Verd)eimer im i8e= 

bonrfen Don ßanberet) fol. lö. a. aly in einem t^elad) beö ';B}irtbö 

2>ung ilim ^u üdU eingefd)eurfet , liabe er ilim gebriinet luenn er 

i()m nod) einmaf)! jo einfd)enrfte luolte er itm fveffen. Ta nun 

ber ^nng jetn fpottete jagenb: '^a n3of)[ fi'effen! unb er if)m 

nod) einmal)! jo einfd)enrfte ' ba jperrete Faiistus jein Waiü auf 

unb frap ii)n / eninid)t barnad) ben .^iliibel mit bem ^ü()l=il>affer 

jprid)t: ;^lnf einen guten Siffen gel)ört ein guter Irunrf jäufft 

bae and) aiiv. -Ms i^n aber ber 3Sirt() ernftlid) jurcbete er jolte 

if)m feinen 3)iener mieber iierfc^affeu ober er loolte etmae mit 

il)m anfangen / fagte er ^u ibm : (S'x fotte aufrieben fei)n unb 

l)inter ben £fcn jc^auen ba finbet er ben i^nben ligen aller 

pfüfe^na^ bebenb öom 8d)recfen. 3(le biejer -A-au[t lang genung 

fein Waucfel^Spiel getrieben / ift er in feiner ^)ei)matl) ^n ^J^ac^t 

öon bem S^enffel mit umgebret)eten S)ai^ in feiner Äammer er= 

iüürget morben. 

(D. iioxnab ^iMetrid). Sapient. Part. 2 p. 1028. 
1029. 1030. 1031. 1032. 1033. 



212 



118 
16H9. Danii'l St-hiieidi'r: 'l'itius ('()iitiiiuatii.s 

b) (g. 445. 

Mi\ex Carolus V. mit feinem A^offftabt c^en ^ -''; 
AtUlbrurf uorviidte marb aiul] mit ba()tu t]ebrad)t ''.'■^'■. '^'^.^\ 
.loliaiines Faustus. meil er biird) feine Ännft inelen \5arln 
Ai"ei)()evren ' (yblen unb C'-h-affen i^etiolffen Iiattc / uon x'iiemnbnim 
allerlei) fd)merl3liclien biJft'n ^'ranifl)eiten / i[)nen ciud) *i- ""^^ '^'i" 
bnvd) feine fd)marl3e .'i^nnft niel 6bentl)eiier gejeiiiet. <'^^'iii^iiii- 
3)a nun ber Mäifer feiner über (yffene i-^emal)r marb nnb er 
fragte ' mer er märe / unb mae \nv Äünfte er fbnteV Aorberte 
er i()n nad) (vffenö ^n fid) nnb begelirte uon il)me / er folte i^m 
bnrd) feine .sinnft l]erfiir bringen ben allerberülimteften Ääifer 
Alexaiidruni Magiiuni unb fein (^ema()l / in ber Aorni / ©eftalt / 
(*<Jauge nnb (^eberben , fo fie im i!eben ge()abt unb gefü()ret. 

[44(5J FAustus antmortete ; er molte fo niel er bnrd) ■'öi'tlft'^ 
feinee ®eift^ oermöd)te / i()rer .Slätferlid)en Diajeftät 
iöege()ren nad)tommeu / unb bie '^^H-rfonen erfd)einen Lac. xi. 
laffen / mie [ie geleibet / unb im lieben l)ergangen ^^^ect. 11. 
mären: 5Ibcr bae folte i^re 9JJai). miffen ' ba]} i()ve ^'"^'- ' ^• 
Leiber uid)t anfftünben / unb auf bifnnal)l aue ber 
{^"rbeu Ijerfürfdmen: Slber bie nl)ralten (Meifter / ineldie Alcxau- 
(Inmi M. unb fein C^emai)! gefe()en ()ätten ; bie fönten fid) in 
t^ve ^orm unb ©eftalt oermanbeln ,' barburc^ molte er bei)be 
i^erfouen ma()rl)afftig *^st)r l^iajeft. fe()eu laffen / in aller ©eftalt / 
ime fie geleibet unb gelebet. 3lUein 3t}r 5}ta}. folte tl)m ,^ufageu / 
ba'i^ fie nid)tc^ mit il)nen reben molte / aber befid)tigen möd)te er 
fie ftillfd)meigenb mit l)od)ftem ?s-lei^. 

.Ipierauf gieng Johann Faustus auü beö Ääifery ®emad)e fid) 
mit feinem ©eifte l)ieüon 3U unterreben unb ba fie ber ead)en 
ein^ morben ' gieng er miebernmb l)iuein ^nm ,*(lüifer nnb lie^ 
bie 2;i)iir offen. ^Hlfobalb trat nad) il)m l)inein iläifer Alexander 
Magnus in ber Öeftalt / mie er gelebet; (2in moljlgefelitet^ birfe» 
')3iänulein / mit rot^em ; ober gleid)farbcn nnb bicfen :i3artl)e / 
rot()eu i)acten ,' unb einet* geftreugen 3lngefid)te / alü ob er 33afilif;feu 
3(ugeu f)dtte , f)atte einen gauti DoÜfommenen fd)bneu .s>arnifc^ 
an I trat gum iläifer unb büd-'et fid) für il)me mit tieffer D^eoereut;. 
3)er Äciifer molte auffftet)eu unb il)me bk ^anb bieten aber 
Faustus mincfte il)m j ba^ ere nid)t t()un folte. ,^pierauf neigte 

213 



118 
1669. Daniel Schneider: Titius Continuatus 

fiel) ber Äaifer Alexander, uub gieiig ^uv H)üv l)iuauc\ 33alb 
baraut trat ()ereiit fein 0emal)l in einem blauen 5ammet'3^ocfe 
mit gölbenen 6titcfen uub inerten gelieret. Sie mar aue bermaffen 
icl)ön / unb rot^bäcfigt mie Wüd) unb 23lut läut]lic()t uub eiuee 
ninten 5Ingeftd)t. Sie fie nun .*iläifer CSarl lange mit i^emninberung 
augeid)auet fiel il)m ein baf, er gelefen unb get)öret t)ätte fie 
folte im Oiarfen eine groffe 'i5?arl3en geliabt ()aben ftunb ber= 
l)alben auf Don feinem (Stuel ' unb gieng ^u il)r fie 3U befid)tigen 
ob er bi^ 3rmf}r3eid)en and) an {f)r finben unb alfo erfennen 
fönte / ba^ ber @eift in tbrer berjber Weftalt fid) mal)rl)aftiglid) öer* 
manbelt ^ätte i unb nid)t mit falfd)er J>-orm betrogen. Sie ftunb 
ftiüe / bücfte ben .flopf unb ^alc^ ' ba^ er bie -ii^arfee fel)en unb 
augenfd)etnlid) erfennen fönnen. .»öierauf netgete fie fic^ für il)me 
gieng 3ur 2l)ür aus unb oerfdimanb. 'Ollfo gemel}rte Fau.'^tus bem 
Äaifer feiner 33itte ' triebe fonften üie( Iäd)erlid)er '?lbent()cuer 
am ^ofe ' unb erlangete eine gute ä>ere()rung bamit 30g er 
^inn.ieg. 

Idem ibid. ['D3tid). Sad)!. Äüifer=6bronic.] Part. 4. 

p. 27S. 279. ex Part. 3. Histor. Fausti. fol. 133. 

134. 135. 

c) (g. 460. 

2l2c^ ^sodanneö -^-anft fid) eine ßcitlang 3U 3Sittenberg auf= 

53 l)ielte unb oft 3U Philippo Melanchtlioni fam / lafe 

Philippus il^m Pliilippus a((emal)l einen Xert fd)alt unb oer* 

Mdanchfiton maf)nete il)n ba^ er oon bem 4)ing bei) <^eit ah- 

mit if)m net)men. 2)a0 üerbro^ if)n barum aiv er mit ihm 
au0 ber gtubierftuben herunter gieng gegen effenc 3^it umb 
10. U§r unb il)n roieberumb l)efftig fd]alte fagte er 3U il)m: .perr 
Philippe i[)r fal)ret mid) ademege mit rau{)en äl^orten an id) 
mil einmaf)l mad)en ' menn tf)r ^n Xifd)e gel)ct 1 ba^ alle .päfen 
in ber Äüd)en follen 3um 2d)ornftein l)inauy fliegen ' ba^ il)r 
mit euren ©äften nid)t follet 3U effen baben. X'arauff antmortet 
Pliilippus : Tae folt bu mol)l laffen id) tf)äte bir in bcine 
^iinft / unb er fönte e» nid)t 3U roercfe rid)tcn. 

2U 



118 
Um 1670. Johann Balthasar Schuppius: Schrifften 

©Ruften fcf)iifte ^oI)ann <yauft einem (Mottfüvd)tit]en ?}iann 
ein ("^efpcnft in Die Kammer / ba cv jn ^ette gicng ' -,4 

Dae gient^ in ber Kammer liernmb nnb r5ct)clte mie A-auft fdiiirt 
eine (San. 2)a facite Der ^)Jiann; Gl) luie ein fct)ön einem ciuni 
Wefang ift ba^ uon einem GngelV J^ev im -s^immel ''''5''^ '" 
nicftt biciben fönte geht ilU in ber i^ente ytäniev i ^^ 
nnb luanbert ane eine San. X^ae uerbro^ ben (^Jeift 
nnb fam mieber jn ?s-an[tü flaget il)ni ' inie er iinire empfangen 
nnb abgemiefen molte ba nid)t feijn ba man i()m feinen '2lbfa(l 
nnb Uitl)eil üermiefe unb baviiber feiner fpottete. 

Index II. nnter ^•. 

§anft ein p)anberer / pag-. 4:^!). n. (5 geiget Alexandruni M. 
[). 44:5. n. 2!» fd)idet einem eine San 3n [). 461. imra. .')4. 

Um 1670. Johann Balthasar Schuppius: Schrifften 

a — c 

Doct. Joh: Balth: Schuppii Sd)rifften ^). 



') Sroei S3ön^c ü()ne>rrt unb ^a[)i. ä>er(eger offentiar ii>ni"t in <svant= 
fürt, um 1670. 3}eri'(Ieii1)e öciuftfplittor 111. tiö giebt noit) eine biittc, 
uur meniii fpiitcre ^Jln-joiabe: l'clnvciifie iefiiifftcn ' Seren fidi bei)bö (Meifl= 
al'ö ii>eltlitte mcc^ 2tanbeö unb x'lltcrc^ ftc aurfi finb / nüljliili gebraurfuMi 
tonnen / Derferttget ucm bem iiH'ilanb .bod}-- unb äßoI^Gtirmürbii^en ' C5"blon 
unb .öocficjeleOrten .perrn ^oi). i<ati)af. 2rfnippen / ber .s>eil. 3itrifft D Com. 
Pal. Caesar, gürftl. .peiieU'Xarmbftäbttidien Consistorial-3iat() , unb treU' 
ci'ricien ^eelforc^ern ]n 2t. 3arüb in .nambuviv ^u förmltdie 'Drbnune'» ^u-- 
jannnen oietragen unD mit ^uh'I) 'IJeciifteru i.Hnjel)en. Arancffurt an iVuhiu 
■Trurfö unb i^erlatjc^ '^alt()aiar C5l}rii"tüpb i'ouft'5 5ni 3a()r (St)rifti 1677. 

3. 124. Ser ©epiagte .piob iiiui. 

2. 156 Wk 5. 16-2 innt Doct: loh: Balth: Schuppii irfirifften (um 
1663). Aauftfplitter lila. 

3. .581. 3lbgenot()ioitc li-[)ren=.'Hcttunoi ufm. 

S. 613 wie 3. 652 üüu Doct: loh: Balth: Schuppii 3d)rifften (um 
1663). .'saultipüttcr 111b. 

.^egijter: 

Aiiuft D ber betäube Sauberer beidmuirt unb fragt einen bbfen @eift / 
lüie gejdninnb er feiu'. 156. l)at riel Münfte yon bem leufel gelernet. '613. 
fein enblic^er 8üt)n ibid. 

215 



lli) 

Um lü7ü. Johann Balthasar Schupj)ius: Schrifften 

a) I, ^. 129. 2)ev i-icplagte .'öiob. 

8. lO'i mie <B. 162 ber 2lu6gabe öon um 1G63. 
?;-aii[tjpl{ttcr lila. 

b) (B. (ilH. i^lbt^cnöticjte (?f)rcn'^1icttinu] / 

(E. (ia2 mie @. 652 ber i?liiCHinbc non um 1(>63. 
?;-au[tiplitter 111b. 

nJcijiftcr mie 'Kci}i[ter ber ^^tucn^abe nou um 1663. 
?;-au[ti>littcr 111. 

e) II. 31190b Doct: loh: Balth: Schuppii @d)rifften. 
6. 53. 2)er i3eiftltd)e (Spaliiergaug. 
©. 82. 

3^on Sobauu ^aufteu / bcm '}lal)men naä) eiucm glücfjeltgen /" 
aber in ber %i]at uuglücfieligcu Doctor, jaget man / ba^ er einc^=^ 
ma^le öou ctHd)cu crfucl)et morbeu fei) ' er folte burd) feine Äunft 
ibnen einen 3Seinftorf mit reiffen Trauben 3n mcge bringen / meilen 
e^ aber im SSintcr mar / öcrmetjueten fie / er fönte megcn ber 
ungelegenen ßeit ' tf)rem Segel)ren fein (^5enügen tijun / nod) i(}re 
3?itte erfülten. 2)er Doctor üerfpri(^t if)ncn / baf? er mad)en 
moüe , ba^ fie balb einen SBeinftocf anff bem Jifd) fef)en folten / 
bod) mit bem iBebing ba^ fie in alter Stille ermarten folten / 
bi^ er fie bk ^^ranben mürbe l)eiffen abbrcd)eu. JÖürben fie bicfe^ 
nic^t tl)nn unb feinen 3i>arnungen / bic er il)nen bamit geben 
molte ; in bm 2!i>inb fd) lagen fo mürben fie in 'iähQ= \a mol 
gar in Sebcn6*@efa{)r geratl)en. Sllö fie nun fämptlid) fold)e6 ju^ 
gefaget / ^at er il)nen /' ale meld)e fc^on mol]l be3ed)t maren ; 
burd) feine Waurfelei) bermaffeu il)re ©innen unb Singen öerblenbet 
ba^ fie ücrmei)net l)aben / eö feij allbereit ein 3Beinftocf ba ' mit 
eben fo Diel fd)öuen groffen Jrauben / alc^ it)rer an ber ,3al)l 
maren. SBurben beromegen / ale bie Dorl)in fd)on öom Srnnrf er= 
f)il3et ' 3U biefcr Dieuligfeit alfo begierig / ba^ fie il)re 93teffer er* 



3uiVlb Doct: Jüh: Balth: Hchuppii 3rf)vifften [ül)nc £rt Ullb 3<^\i)X, 
Derlegt offenbar bei 2i>u[t in Aranffiivt a. i>i. um 1677.] 

<B. 263. 2er i^etftlic^e S^iajir-Öang. 

@. 285 irie 3. 82 be§ H. ©anbes lunt um 1670. Aauftfplitter 11 9i'. 

Sas anbete .'Reiiifter. 

Sauft D. fteUt 5ur iBinteisö^eit einen aSeinftorf mit aeitigen Trauben 
Dor 285. 

216 



120 

lt>71. Mii-hiH'l Frctidiiis: (TowissoiistVa^rcu von Zaul)t'rcy 

i^riffcii u^^ mit lU'oiTeiu 'iH'rlaiu-\cii cnuartetcii ,' b\\] cv [ic I)lci'fc 
3iifdinciöcu. O'nMict) lU1Cl)^cm er ^{efe lcid)tiutntt]c Dicufdien in 
tl)vein iviic\cii ^^inibn ci;ic ^cttlaitc] l)attc [tcdcii laffcii un^ tticfcr 
älU'ini'toct' fauipt ^cnc^ Imubcii jäbliiuj üerfdiani litten , ()aben [ie 
befunDen ba^ ein jei^lidier nnter ilmcn an [tat Der Iranben / 
entmeber feine Ühfe, Sj()V / (:^3nri]el ; oöer .siinn ()ielten / unb an 
öiefelbe ©lieber bae ^^JJeffer ßeieliet bamtt mann [ie beß X^octoio 
C^rma()nnni-( bevgeffen nnb Iranben l)ätten [d)neiben lyoüen [ie 
[id) [elb[t i]e[tiimmelt , öer[d)änbet / nnb tl)ei(o bie (Mnri]el abge= 
[d}nitten l)ätten. 

C^-ben alfü niad)et eö ber 2:an[enbfün[tler j ber leijbige eatan. 
(ix legt nnt^ bk ^so(lit[te nov ' alö [di5ne reiffe 'Iranben alö 
[duMie (zitronen nnb '|>ünimeranl3en ober anbcre fü[tlid)e i3e= 
jd)madte Js-riid)te. ßr erma()net um aber nid)t , ba^ mir [elbicje 
nidit abbred)en ober t>er[nd)en [ollen baniit mir nid)t in l'eib* 
nnb l'ebenc-Werabr nne [türlien ' [onbern er ernial)net treibet / 
reil^et nnb locfet mvS inelniel)r ba\^ mir [ie e[[en. ^a /' bie 
i\>oUii[tler [dmeiben wit il)ren eijgenen lKe[[ern an [tatt ber Jranben 
il)nen bie -s^änbe "Jiaien / ja gar bac^ .V)anpt ah j ba^ ift / [ie 
mad)en [idi il)rer Sinnen / 3>ernnnf[t nnb iser[tanb / unb ber 
(^nabe ®£ttec^ oerlu[tig. 

3fiegi[ter: 

ts-an[t D. bringt bnrd) [eine ^un[t einen ^Nein[totf mit reii[en 
Jranben ^n megen 82. 

1671. Michael Freudius: Gewissensfragen von 

Zauberey 

a — b 

^emi[[eny=^(^-ragen Cber C^3rünblid)er 33erid)t ä^on ^^anberei) 
unb 3öiit)t'rern i^on ^33iitteln miber bie[elbe Unb mae* [ür einen 
Proeess 6l)ri[tlic^e Tbrigfeit miber bie Bcinberer gebrand)en [olle. 
iBenebenft einem -3(nt)ang ä>on (5)ei[t> nnb i'eiblid)er 23e[ifenng 
nnb 5ln^treibung be[5 bö[en @ei[te6: 93(änniglid)en ^n gnteni 
Unterricht unb treuljerfeigen :iC^arnnng miber [old) lenffelö = @e= 

217 



120 
1671. 31ichael Freudius: Gevvissensfragen von Zauberei 

frf)mel^ bicitlid) {nionbci()cit aber 3}eiicn ')ücl)tcrn 311 eniiec3en 
l}od)nöl)tt9 Ulli) crbaulid) / auf5 ©ottce SJort iiiib t)ornc()mcr 
Theologorum, Jurisconsultorum, uub aiiberer berü()mteii Autorum 
Sdirifftcii auft t)od)aiijeI)iilid)cr ''3}täiiiicr ?)latf) j uiib guter ^yveunbe 
2tniimf)nuuii umb biefer let;teu ßeiteu miüeu / ii)o()lmeinentli(!^ 
^ufammeiiijctragcn / aujeho mit allein ?yleif3 revidiret ^) ' uub oon 
neuen überfcl)en / in brei) 5ll)eile abc]etl}eilet ' mit allerlianb bencf= 
iinirbiöen bar^n bequemen O^empeln uub Wefdiiditen illustriret / 
gemebret uub üerbeffert unb famint bei)i}etitgten ber l)od)lübUd)en 
Theologifdjen Facultcit 3U O^oftorf / Ceusur unb 2?ebencfen über 
bij^ ißserrf l and) angebengten nütilid)en Diegiftern ,' ^um üffent= 
lidien IDrucf betbrbert Turd) Michaelem Freudium !Dienern ©ött- 
lid)en Söorte 3U (iuppenbin unb ^slauerbagen. ©rüde unb 3}er» 
läge ^altb- ß()rt[tüpl) älUip / 33ud)brurf= uub .pänbelerö in ?vranrf= 
fnrt am llfa^n / 3m 3a{)r 6f)ri[ti ^]3i:D(5!t?3:M"3. 
a) e. 262. 

Qu. 119. Cb unb luie ber Jeuffel unb bie .'ocj-en ben l'euteii 
bie (Sinne ' 3Uigen / Cljren ' c^änbe öerblenben fönnen? 

@. 2(J4. 

11. Da 2lnno 1260 Jläi)ier Wilhelmus öon feiner (Erbnung 
uon 3lad} nad) (iöün fam unb bafelbft nieten ^-ürften unb sperren 
ein ftattlid) ^4>anquet 3urid)tete: 2ie^ Albertus [265 a] Don Sau* 
gingen / ber gelät)rte / berübmte ^srebiger=5Jiiiiid) ;' ber öon iregen 
feinee 3>er[tanbei unb (yeid)idlid)feit / Magnus, ber ©roffe genannt 
i[t morben audi habet) ein Btüd feiner ^auberifdien ©dimarli 
Ännft fel}en / bann er inad)te / ba^ ber Zaal j barinnen baö 
^sanquet gebalten marb / mitten im ^löintev um 5lÖct)I)nad)ten 
mit 53ciumen / Mräutcru l'aiib itnb (^>ra§ (^rünctc ; ber 
(Mudug ; \ierc^ unb ^]laditigal barunter fungen ' ale mann e^ 
im tfrüling gemefen märe: meld]ee bem Äät)fer fo mol gefallen / 
ba^ er il)m nnb feinen .«dlofter^^rüberii ein ftattlid) Vanb^Öut 
t)erel)rete. Doct. Güdelman. Jibr. I de iikuj. et renef. cap. 3. 



M 3)iefe eingaben be3tcl)eii fidi offenbar aitr '-IUintal)iiten mit Dom llia= 
nuffript, ni(f)t mit einer gebrucften erften 3luflage, bie fic^ übricjen'S auf etroa 
40 5Pibliotf)efen nirfit bat ermitteln Inffen. Xa-ö einzige (j^remplar biefeö 
iet)r fcltenen ■i'ucf)eö, bae idi gefeljen b^ibe, befinbet fid) auf ber (^rLii5l)er30iv 
lidien 5Mblic)t()et' ju Sarinftabt. 3). S^. 

218 



120 
1671. 3Iichacl Froudiiis: (Tcwissensfragen von ZaiihiToi 

ntiiii 14 H se<j'/. D. Dietericli. et M. Waldschmidt lue. cit. ^) 
M. Tit. fö^-empelbucl) Ärtic. IL cap. (>. p. 839. Lerchheim. 

c.%.f. 17. A. Dil. rjüldast uoii (5üiififcatioit bcv Mcreußüter 
^. 6. ///>. 4. i>. 9. 14. 

12. rcri]leld)en l)at bcr bcfd)vci)ete ßöiiticrcv iinb (Ed)UHirl3= 
fünftlcv iufaustus ille -lohaunes Faustus, lueldien Philii)piis 
cloacain miiltoriim diaboloruni geneunet / (Manl. tn ioc <h 
rrcaf. p. 39) incl getrieben. Gr ijat gelebt ^u l.utheri iiiib 
Pliilippi ßetteii / ift aUeinndift bei) .Uuüttliiigen in beni 'Ii>ürtem- 
bergev Vanb babeim nnb fein Doctor. fonbern nnr ein gemeiner 
!L'anbitretd)er geniefen. Tann alv er wegen nerübter Sobomiterei) / 
non einem ^dinlbienft , unter -^-ranli non 3idingen abgejelit / 
l)Qt er ale ein erfal)rner 3d)üler / in ber iiielt nmbPagirt nnb 
3u Gracau in iuilen / ba iüld)e [dimarfee Äunft offentlid) ge(el)ret 
lüorben biefelbtge gelernet baranff nad) ^liUttenberg fommen / 
nnb feltiam ©aurfeljpiel bafelbft nnb anbern Trten getrieben. 
Unter anbern al6 einemalc feine befante gute Arennbc ein Stüct* 
Lein non i()m ]el)en molten unb mitten im "i\>inter begel)rten / 
er molte einen Si^einftocf üoKer Jranben [•2651)] mad)en /' t)at er 
ee ii)nen ^ngefagt bod) mit bem i^ebing ' [ie jolten [tili [ifeen / 
nnb feiner unter it)nen einen Iranben abid)neibeu / bi^ er fie e^ 
mürbe l)eif[en. Xa er nun il)nen einen ()errlid)eu ^ii>ein[torf uoll 
Irauben bnrd) feine fd)Uiarl?e Äunft fürgeftellet nnb ein jeber 
begierig nac^ h^n Iranben griff ; bae ^3ieffer anfe^ete unb wartete / 
bi| er fie abfd)neiben t)ie^ ba iierfd)maiib ber etorf mit ben 
Irauben unb l)iclt ein jebcr feine ei)geu ")iafc mit ber .s>anb / 
uunb fein *i)3ieff^v 'ixivan j unb mann er fie i)ätte Ijeiffen fd)neiben / 
fo ()ätte ein jeber ii)\n felbft bie -[llafe abgefd)nitten. .s^ierauf; luirb 
Derftanben ba^ ber Satan nid)t allein bie Slugen !an üer^inbern 
unb Derftrirfen ' fonbern andi baö AiUilen nnb I'aften fan irre 
unb frafftlof) madieu. 'Denn biefe Wäfte meber gefe()en nod) ge= 
fü()let f)aben baf; fie fid) bei) ber '?iafen ()ielten mei)nten fie 
i)ielten 2;rauben. 

13. 3llö eben biefer Faustus bei) einem Öelad) mar / unb 
be^ 'IlMrtby ^ung itim ^u luill cinfd)enrfte bränete er ii)m / manu 



^) 5^105 tie3iel)t itdi auf X Waldschmidt Ftjflion. Endor. p. 2(»o. T. .p. 

219 



120 
1671. Michael Freudius: Gewissensfragen von Zauberei 

cve uod) einmal t()äte lo uiolte er ihn treffen. Ta nun aber 
Der ;snni-; feiner jpottete \u\b faßte: ^sa woi treffen I unb if)m 
barauff mieber gu noll einfcl)encfte / fperrete er fein ^3tanl anff / 
unb fraf3 i()n > enuifcf)te barauff einen .Rubel mit bem .Rü()lipaffer / 
nnb fai^te: oiiff einen gnten 'Riffen gcl)üret ein guter ^rnncf 
unb foffö an^. 2)a aber ber 2Birtl) i()m ernftlid) jnrebete i er folte 
it)m feinen ^niiöt'n mieber fd)affen ' ober er motte etmae anberö 
mit i()m anfanc|en / ba facjte er er folte ^u frieben fe^n ,' unnb 
llinter ben Dfen fe()en M fanb er feinen Jungen gan^ na^ 
liegen nnb für (2d)rect"en 3tttern. X^a()in (latte il)n ber 2euffel 
geftoffen bae 3Saffer anff tf}n geftür^t ben i^ufelieru bie klugen 
bezaubert b^ fie meiueten er märe gefreffen unb bae äöaffer 
au§ bem [•266a] Äübel gef offen. D. Jac. Martin, de magic. action. 
th. 17. n. 3. D. Dieterich ^) et M Waldschid •^j d. l. Lercheim. 
cap. 7. /■ 15 c. 8. / 19. b. D. Gödelmann d. l. Dn. Camerar. 
centur. I. horar succisiv c. 70. ^J«f/. 315. M. Tit. c. /. n. 10 
p. 339. 

1-1. Gr l)at aud) einem 23auren ber ilirn nit auf] bem äi>ege 
meieren mollen / einen 5h>a(^en mit -Oen nnb ^^^ferben gefreffen 
fo er barnad) brauffen für bem X()or ftet)enb miebergefunbeu ber= 
gleichen uon einem 5}Kind)en ^u (?rffurt and) gebad)t mirb. D. 
Jac. Martin. M. Wald.schmid elf. loc. M. Rudiiiger. dec. I conc. 
de mag. Illic. p. 46. [.,erch. c. 7. /. 15 h. 

b) @. 266b. bie •267a (ß^to oerfauft .spenbüfdiel ale 
©c^meiue unb läfit fid) ben 8d}enfel anereifien). 

e 267 a. 

dergleichen fol Joh. Faustus and) get()an ^aben vid. 
M. AValdschmid p. 205. Hildebr. in Goet. p. 69. M. Rudinger. 
dec. I. ij. 47. 



M Se^iefit ixd) auf Cunrad Dieterich. J<auftfplttter 89. 2) .p. 
*| l'ies Waldschmidt. X: ^. 



220 



121 
ltj7;3. (?ir W. D'Aveiuint: l'luy-housc tu be let 

121 

1673. Sir W. D'Avenant: Play-house to be let 

Ihe Works Of Si" William D'avemint Kt Consistiug of Those 
irhich wereformerhj Pr'nded, And Those ichich he desiyn'dfor tJic 
Press: Now Publislied (Uit of the Authors Originall Copies. 
London: Priiited by T. N. for Henri/ Herrintpnan, at tlic 
Sign of the ßleir Anchor in tlie Lower Walk of the Xeir 
Exchange. 1()73. 

[11] p. (u ^) The Play-house to be Let. 
[). 71). 
Play-): Well, weTl be content, like other rieh FooLs, 
To be laiight at. There is au old tradition 
That in the times of mighty Tamherlane, 
Of conjuring Faustus, and the Beauchamps hold. 
You Poets us'd to have the secoud day. 
This shall be ours, Sir, and to morrow yours. 

1 oo 

1674. Bartholomaeus Anhorn: Magiologia 

.1 — b 

Magiologia. (^"firiftlictie 'I\>anutng für bem 3lberi\lauben nnb 
ßaiibcrei): darinnen gcf)anC)elt iinrb ^o\\ bem 2i>ei[fai3cii / 2.ag= 
uicKeit X)\\b 3eid)eiibcuteit öüu bem ^iiub ber oiiuberer mit 
bem ieufel: uou bcn c]e()eimen (skifteren , 3i>aari"aßen Soüfeii 
ünb Spielen: uoii Den X'ueUeii / .s^et^^Cyifen \m\> 'i^Jmfferprob: uoti 
bem iiabeu in bae X()a( ^soiap()at / x>\\^ fluten ber ermorbten 
l'eicl)nam. 3^on ber ©auflerei) iserblenbung öub ^i^enuaublung 
ber '')JZenjd)en in %\)m: 3>on ber A>ej:en C^)abelreiten / 'innfamlnnci / 
^ial)l3eiten ; ^et)]"cf)laff ; 2ßettermncf)en ' Vent unb -iUe() beid)äbtc]cn. 

2)te Seiten be§ 'Zij\tz- finb gejäljlt biv 2. 402. -rann foKit neuer 
Sitel The Siege Of Rliodes etc. London etc. 1672. Sluf iS. G7 Diefeö 
3lbüfiiiitte'5, geiuiffermaijen eines gineiten ^^anbC'S, beivnnt ba«? Play hnuse. 
2'. .0. 

-j Player. X. .0. 

221 



122 
l(j74. Bartholduueus Anhorn: Maofiologia 

'■Ihmi tieiu ^]^e[telfiiipten ' J'iebftan raeifen / Slveftjdiienen j Segnen 
^J)uU3netiid)en (Sur / onb .töniglidicm Mropffjeilen. i^on ber '!|3a[famcr 
Äunft / Sd)a3 tjraben j 3(Urannen / -2lld)imet) ,' Schlangen bc= 
jd)nieeren nnti "i^iebgifften. i^on ^cm ©remcl ber ßaubere^ / ber 
ßauberer Straff - nnb mi'ujliglieit ber ^efet)rnng ju @ott. 2)er 
fürnnjtgen ^Ä^elt 3nm (SM i Sd)cm|al nnb ä^ntermeijung fürgefteit 
burd] Bartholom^eum 3lnliorn ^ifarrern ber ©uangelifdien Äird)en 
nnb (L^)emetnb jn 8ijd)off3ell. 235XS(ä£ / ©etruft betj ^o^a^'i 
.'pctnrtd) 5)iei)er KiT-t^). 

a) 6. 249. 

li. 3?on '^ohan Ränften / ünb jeinee i^clirjüngere 6f)rt[top() 
SBagnere ßanberei) ; nieif^t nod) lientige Jage alle äl^elt 3n fagen. 

Benedietiis Aretius in Prohl. Loco 144. p. m. ^12 fc^reibt 
üon bifem Job. Faiisto: Slle il)mc anf eine 3eit ein Sanr nid)t 
roollen an^ bem 2Beg n)eid)en / l^ab er bnrdi S^Ienberei) benjelben 
mit 9?o§ ünb Sagen üerfdilnngen. Gtnem anberen f)abe er ['2b()\ 
fette Schwein nerfanfft mtb ale ber ^änffer fold^e i)eim / Dnb 
bnrd) einen "^ad) treiben tuoüen jeijen bie Sd)niein öer]d)ir)nnben 
unb anf bem '$!?affer nnr Strof)müfd) geid)aniinmen: morüber ber 
.Hänfer alöbaib intbernmb bem -Ii>ürtöl)an^ ^ngeerjlt benjenigcn 
3nindien ber il)ne fo fd)änbtlid) betrogen ; önb fein gelt Don 
if)me roibernmb 3nbeget)ren. "äiß er nnn in^ STMirtc^ftan^ fommen / 
liabe er ben 33etrieger l)inber bem Dfen fd)iafenb gefnnben jl)n 
zorniger meife bei) bem g-n^ ge30gen nnb fein ©elt mtberumb 
geforberet. 2)er 3a«öei"ev aber i)abc jl)n alfo geblenbet bo^ 
er üermeint / er \)abe \\)\nc ben ^n^ an^ bem ^Jeib geriffen ; fei) 
anfgcftanben fii^ f(äglid) übel gebebt, bif^ enbtlid) bie ^ad) Don 
bem 2Öürtl) gütlid] oerglid)cn morben onb ^-anftnö mibernmb 
onDerte3t auf feinen beijben ^-üffen l)ernmb gegangen. 

Simon Majolus er3ellet Don biefem 3dI). Jöintt^i^ P- iii- ■i">-5- 
ba^ , alö \i)x\e auf eine 3eit eine ®efc(lfd)üfft angefprüd)en , fie and) 
einee öon feinen ß^uberftüflin fel)en 3ulaffen l)abe er beffen fid) 
lang gemeigeret / auf einftenbigey an()alten aber / mann fie fold)eö 
alte einmüt^tg beget)ren / jl)ne eineö 3umeifen eingemilliget. "^lad)^ 

5;te Cftauausgabe üon Aug. Hauraco. I(j75 giebt i'id) als ücrfafU 
„burc^ Philonem." 2). ^. 

222 



I 



122 
1674. JiarlliuloiiKi'us Auhora: Magiuloyiu 

bcme [ic niiii nou j()me betjctjvt , er follc idiicii eine jd)one gvoffe 
ih>eiiiiTben iioll ^eitti^er Svaiibeu bavftolleii (lueld)ec [ie meil ec 
innb bie 3eit bef? fürjeften lagy geiuefen , üiimüc^lid) iei)n uer- 
meinten.) tint ?s"Ciu[tnö iierfprodien i()rem 'iiUllen c\m\Q ^u tbnn / 
mann [ie [tili [ei)u ; fein ii^ort reDen / nnb mavten mevben / bio 
er [ie l)ei[[en merbe bic J^vanben ah^ |'^'">1J [cl)neiben iMtb e[[en: 
inibricjen faüo / [tef)cn [ie in (^)efa()r. 9üt^ [ie j()me 3ni^e()ovd)en 
üeijprodKn / I)at er bie ?(ngen ber na[[en l^nr[d) i^eblenbet / ha]] 
[ie uermeint / ei? [te()e ein aninberi3ro[[er 3.i>ein[tDf auf beni liid) 
ünb ()anflen an bem[erben [o Dil [d)one c3rü[fe Irauben alü niel 
il)rer geijenmcrtitj maren. (fin jeber nam fein ^)JJe[|er , tjrieff einen 
2ranben an / inib luolt benfelben ab[d)neiben ' martcte bod) an[ 
^aufti ix'[e()l / barmit i()me fein "iiäih unberfn()re. (S-nbtüd) ()ub 
^■an[tne bie 33Ienberei) an[ / onb ()atte ein jeber mit ber einen 
.vtanb [eine halfen t3e[a[[et , ünb mit ber anberen [ein ^33Je[[er 
barauf flel)a(ten / al[o ba^ j mann einiger i)ätte mollen einen 
Sranben ab[d)netben / er feine felbft eigene ^^[en abge[d)nitten ()ätte. 

b) @. 625. 

5Bie 'Joüanneei ^■au[t / mit einer gnten We[ell[d)a[t gen (Salg» 
bürg anr feinem l^iantei / in bef^ 'dürften äl^einfelter gefal}ren / 
[id) ba[elb[t ln[tig gemad)t / nnb aU ber Äe((ermei[ter baryi 
fommen ben[elben mitgenommen / ünb in einem ^I\>alb auf 
einen ()D()en CDannenbanm ge[e3t / er3ellen etlid)e / bie be]^ 5fiu[tt!n 
3anberi[d)e 9lbenbt()emren be[c^rieben. 

33iel anbere bergleid)en .spi[torien be[d)reiben IVIajolus (,'ol- 
lo(iuio de Sagis pag. m. 47() seq. Martinas Del Rio Disquis. 
Mag. 1. 2. qii. 1(). p. m. 167. seqq. Caspar Seliott in Pliys. 
cur. pag. m. 68. seqq: ünb anbere me()r. 

:)?egi[ter. 

^an[ten ßi^iit'^i't'i) -49 

t>er[d)lingt einen ^anren mit ?Ro^ m\b 3Bagen. 33er= 
fünfft Stro()mifd) für ed)mein. 250 

ftelt im ^sinter einen 3Seinftof mit seitigen Iran^ [ J ben 
auf ben 2;ifc^. 250. fa^rt gen Salzburg in ben J-ürftl. 
SBeinfeder 625. 



223 



123 
1675. Edward Phillips: Thoatniin Poetanun 

123 

1675. Edward Phillips: Theatrum Poetarum 

Theatnnn Poefanoii, Or A Compleat Collet-tiiui dt" tlie 
Poets, Espeeially The most Eminent, of all Ages. Tlie An- 
tients distinguisht from the Modems in their several Alpha- 
bets. IJ'ith some Ohservations and Beßecfions upon matiy of 
fhem, particidary those of our owri Xation. Together A\ ith a 
Prefatorv Discourse of the Poets and Poetry in Generali. 
Bij Edward Phillips. — — 6 Ö' ^'Olßiog övriva jaovoai cfile- 
covrai yXvxEQYj oi äjio oTO/majog gen avd/j. Hesiod. Theog. Londo», 
Printed for Charles Smith, at the Angel near the Inner Temple- 
Gate in Fleet Street. Anno Dom. MDCLXXV. 

p. 1. Eminent Poets Among the Aucients, biä p. 192. 

(iDaiiii beginnen bie ^eitcn3al)Ieii mieöer üou 1, bie ^^ogenfiguaturen 
üou Aa.) 

p. 1. Eminent Poets Among the Modems. 

p. 24 unter C. 

Christopher Marloiv, a kind of second Shakesphear (whose 
conteraporary he was) not only because like him he rose from 
an Actor to be a maker of Plays, though inferiour botli in 
Fame and Merit; but also because in his begun Poem oi Hero 
and Leander, he seems to have a resemblance of that clean 
aud unsophisticated Wit, whicli is natural to that incompa- 
rable Poet; this Poem beiug left unfinished by [25] Marloic, 
Nvlio in some riotous Fray came to an untimely and violent 
End, was thought worthy of the finishing Hand of Chapnian; 
in the Performance whereof nevertheless he feil short of the 
Spirit and Invention with which it was begun: of all that 
hc hath written to the Stage his Dr. Fausfits hath niade the 
groatest noise with its Devils and such like Tragical sport. 
nor are his other 2 Tragedies to be forgotten, namely his 
Edw. the II. and Massacre at Paris, besides his Je ir of Malta 
a Tragecomedie, and his Tragedy of I)i<lo, in which he was 
joyned with Xash. 



224 



121 
1G75. .Juliaiuies Lliii'us 3Iayer: J^Lsuiirsiis de V'aganlibus. 

1675. Johannes Ulricus IVIayer: Discursus de 
Vagantibus. Praes. Jacob Thomasius 

a — d 

-Uisciirsus Ilistorico-riiilologicus iJe Vagaiitil)us Scliolas- 
ticis, Sive ilsou ?'s-a()reubcn (£d)ülcni / Qrem fhivaiite Nuinine 
luclyta Faciiltate Philosopliica con.sentieiite Et Moderaute 
Viro Amplissimo Et Exrellenfissimo M. Jacdbo Thomasio Kloq. 
P. P. l(tnp;e celeberrimo, Miiioris Principiim Collegiato dig- 
uissimo, Faoiiltatis Philosophicpe Assessore gravissimo etc. 
Dil. PiitiMiK». Pr?eceptore ac Promotore omni observantia'. 
ciiltu perseqveiido. Ad. d. XXV Septemhris, Anno MDCLXXV. 
In Alma Philurea defendet Johannes Ulricus Mayer, Delitio- 
Misn. IMiil. Raccal. Literis Johann. Georg. 

a) [p. 9] 

i? lis. Nonne vero, iuqvies, peregriuandi com- [10] pen- 
dium jllud exercuit D. Joh. Faustus, (ejus historiam vidi; 
cap.3]. p. 214. edit. Norib. A. 1674. Dn. Joh. Nicolai Pfitzeri,) 
qvem vagautium Scholasticorum censu habet Gesneriis? Novi 
Gesueri hoc adsertum, sed ab eo subtraham calculum infra. 
Itaqve Fausti illud exemplum nihil facit ad rem präsentem. 

h) [p. 45] 

§ 131. Alter Gesneri locus legitur in ejus ad Joh. 
Cratonem epistola, qvae est I. lib. I. ubi cum Theo- [4(1] 
plirastum Paracelsum, vocasset impium hominem ac magum, 
et eo.*^, qvi ejusdem cum eo farinae essent, Astrologiam va- 
nam, Geomautiam, Necromantiam et hujusmodi artes prohi- 
bitas exercere dixisset: Eqvidem inqvit p. 1. Suspicor iJlos er 
Druidarum reliqviis esse^ qin cvpud Celtas veteres in subterra- 
neis locis a Diemonihus aJiqrot annis erudiehantur: qrod nostra 
memoria in Hispania adhuc Salmanticce factum constat. Ex 
illa scJio/a prodierunt, quos vnhjo ScJioIasticos rarjantes no- 
minahant, inter qvos Faustus qvidem non ita prideni inortiius 
inire cefebratur. 

Tille: Faustsplitter. 225 15 



125 
KiT"). (Christian Fromnuiiiii : Tractatus de Fascinatione 

c) [p. 46] 
§ 134. Docuimiis hactenus, vagantes vendicasse qvidem 
sibi nomen Magorum, sed absque suffragio rei, perqve meram 
adeo imposturam: (respice ad §. 93.) At Gesnerus pro ve- 
rissimis eos Magis habet, cum Johanuem Faustum, (de quo 
plura §. 145.) iis aunumeret. sirailesqve liabeat Paracelso, 
aliisqve Necromantis. 

(l) [p. 49] 

§ 145. Factum inde, ut Scholasticis vagantibus etiam 
Johannem FaustuDi, qvod obiter supra § 134. tetigi, accen- 
seret. Am- [50] bulatoriara ille vitam egit, fateor, et Ma- 
giam ita circumtulit, sed graviori schemate, qvi verus esset 
incantator, artisqve scelestse specimiua clara posset edere, 
secus atqve isti nugiveudi. Ciugarorum cousvetudine dili- 
genter usura, ut Chiromantiam edoceretur, prodit in ejus vita 
Part. I. c. I D. Joh. Nie. Pfitzerus Vagantibus nostris sociuin 
se prsebiiisse, non prodit. 

125 

1675. Christian Frommann: Tractatus de 

Fascinatione 

a— b 

iractatus De Fascinatione Novus Et Singularis, In quo 
Fascinatiu nthjaris profligatur, naturalis confirmatur, et ma- 
(fica examinatur; hoc est, nee visu, nee voce fieri posse Fasci- 
nationem prohat itr; Fascinatio naturalis non per contayium, 
sed alio modo expJicatiir; Magos de se nee visu, nee voee, nee 
eontactu, nee alio modo Iwdere p)Osse reprohatur, Theologis, 
Jurisperitis Et Medicis, praesertim animarum Sacerdotibus 
provincialibus, quibus cum variis superstitionum monstris 
ssepe est pugnandum, imo omnibus hoc seculo corrupto, quo 
non tantum pravus circa fascinum sensus simpliciorum in- 
genia fascinat, sed et praeservatio et curatio morborum ver- 
balis (ad quam per occasionem hie fit digressio) ad äxul/v 

226 



125 
1675. Christian Frommanu: Tractatus de Fascinatione 

tendere videtur, Jertu iitiUs: Äutore Johanne Christiano 
Jrommaiiii D. Medice Pruvinciali Saxo-Coburgico et P. I'. 
yortmberyie, Sunitibiis Wolfgangi Mauritii pjidteri. et Joluuini.s 
Andre« Eudteri Hserediim. Änno M. IJC. Y^A'A'T'. 

a) p. 451. Liber III. 

p. 542. Pars IV. Sectio L 

p. 580. Caput VI. 

p. 585. i> 11. 

p. 586. 

Etiam Magi D«monis ope corpori vero partes phantas- 
ticas assuunt. Sic Christophorus Wagnerus Paduie a quodam 
rogntus, ut jucundum animi gratia praesentibus spectaculuni 
exhiberet, id quidem primum renuit; illo aiitem instante [587J 
mox Caput bovinum maguis cornibus refertum eidem aptavit, 
ut verum bovem referret. Hoc cum cseteros in risum. et 
fascinatum in indignationem solveret, veri bovis instar valde 
mugire coepit, orii calicem admoturus ineptitudinem suam, 
ob labiorum magnitudinem, advertit. allatum autem a Wagneri 
famulo in dolio quodam vinum pleno gutture traxit. Uxor 
famae inclementia mota cito gradu ad maritum tendit, visoque 
mariti fascino, dira quseque Wagnero imprecatur. Fascinator 
autem cum bonis verbis silentium frustra petiisset, uxori 
quoque vaccinum caput cum cornibus aptat, ex quo major et 
prsesentium risus, et ex hoc fascinatarum personarum mugi- 
tus. Fascinatum ita par conjugum in magna spectatorum 
frequentia domum rediit suam. nee, nisi sequenti die ad alio- 
rura intercessionem a fascino liberatum, Quae omnia hie in 
compendium Latinis verbis coacta pluribus Freudius Qucest. 
l')7. n. 2. ex Hildebrandi Goetia recitat. 

b) p. 588 Caput VII. 
p. 595. 

§ 8. Fascinatur etiam tactus, ut sentiat ea, <iuw non 
sunt. Ita Magi ipsi saepius fascinantur, et decipiuntur, cum 
se tactu percipere existimant, in capite se cornua gestare, 
se habere os bovinum, manuum loco ungulas equinas; cum 
sagae se procos infernales seu Spiritus in amplexibus, osculis 

227 15* 



L 



125 
1075. Christian Frommann: Tractatus de Fascinatione 

et congressibiis tätigere existiniant, qui tarnen de se carneni 
et ossa noii luibeiit: caro autem et ossa quae tanguut, cada- 
veris simt, quod Dsemoii, ut suos felicius decipiat, ssepemi- 
mero subit, testibus Historiarum et rerum Magicariim condi- 
toribus. Fascinationis tactus et visiis exemphim egregium, 
ridiculum quidem, vere tarnen Diabolicum de publice illo 
^lagise Doctore Job. Faustio, reipsa infaustissimo [596] recitat 
^[ajolus Colloq. 3. pag. 176. Is cum aUquando apud notos 
quosdam diverteret, qui de ipsius prcestigiatricihus actionihus 
niulta audiverant, ii ah eo petieruut, ut specimen aliquod suce 
Magice exhiheret. Hoc cum diu recusasset, tandem importiuii- 
tate sodalitii neutiquam sohrii rictus, promisit, se Ulis exhi- 
hiturum, quodcunque expeterent. Uiianimi igitur consensn 
petiveruut, ut exhiberet Ulis vitem plenam uvis maturis: puta- 
baut Olim pjvopter alienum anni tempus (erat enim circa bru- 
mam) hoc illum ptroistare nullo modo posse. Assensit Faustus, 
et promisit, jam jam in merisa conspectum iri, quod expetereut, 
sed Jiac conditione, ut omnes magno sileittio itnnioti prcestola- 
rentur, donec illos juber et uras decerpere: si secus facerent, 
instare Ulis periculum capitis. Hoc cum se facturos recepis- 
sent, mox ludibriis suis hie ebrice turbce ita oculos et sensus 
pnestrinxit , ut Ulis tot uvce mirce magnitudinis et succi plenoi 
in vite pulclierrima apparerent, quot ipsoruni adessent. Bei 
itaque novitate cupidi, et ex crapula sitibuncli sumptis suis 
cultellis expectabant, ut illos juber et rescindere uvas. Tandem 
cum istos leviculos aliquamdiu suspensos in ipsorum vanissimo 
errore tenuisset Faustus, subito in fumum aheunte vite una 
cum suis uvis conspecti sunt singuli tenentes loco uvce, quam 
unusquisque apprehendisse ridebatur, suum nasum, apposito 
superne cultello, ita ut, si quis immemor prcecepti dati, in- 
jussus uras seccare voluisset, seipsum naso mutilasset. Tactu 
hi senserunt nvas, qu« non fuerunt, et tactu non senserunt 
nasos, qui fuerunt. 

Index Rerum Et Verborum. unter Historia 
[Historia] de pari conjugum a Wagnero ridiculo spectaculo 
fasciuatorum. 586. 

[Historia] Fausti visum et tactum prsestringeutis. 596. 

22S 



126 
lÜTt). |,J. (J. Schelhoniius]: Aiinenitatcs Literaria' ( 172<)) 

1676. [J. G. Schelhornius]: Amoenitates Literariae 

(1726) 

Amoenitates Literariae, Quibus Varize Observatioiies, Scripta 
item ((iiaMlam anecdota et rariora Opuscula exhil)entur. To- 
111118 Quiutus. Fraucufurti et Lipsi*, Apiid Daniel. Baitlio- 
loma^i, MDCCXXVI. 

p. 50. 

II. 

Epistola Ad (Tit.) Domiunm Georgivni Sjtrismvndvin 
Fiihrervm, De Jolianne Favsto, M. .loliaimis Conradi Dnrrii. 
Prof. Alt.^^) 

Mac/iiif. Xobillss. Strenuiss. et Prudentiss. Vir, Do- 
m'uie et Patrone midta cum ohservanfia Colende. 

SEldet utique fideliter in animo promissnm, (juo me Tibi 
jam ab uno alteroqne mense devinctum tenes, idqne per 
Magnif. nostrum Procancellarium pri- [51] mam prjesenteni, 
dein per epistolani nuper adeo in memoriam revocasti. J^t 
V. eo facilioris negotii res mihi accidit, qnod de fabella ali- 
quein Doctorem Fanstnm fictitinni eum et imaginarium in 
scenam provoeante, jam ^nperiore anno in gratiani Viri (']. 
et Aniici. Jen?e jetatem agentis, nonniliil commentatns fneram. 
Interea nt dies diem docere solet, ex isto, qiii subito natns 
fuit manipulo ratiounm ea exsurrexit amplior veritatis messis, 
(pi;e totum horreum implere possit. Dissimnlare autem nolim, 
[)rinnim omninm, qui assensnm meum ab historiola ilbi, 
pueris et anniculis credita retraheret, fnisse Guil. Schiekar- 
dum, (pii in sno, quod appellare libuit, Bechinatb p. 126 
inter fal)ulas referre uon dubitat, famosissimam illam et multis 
qnoque gravibns viris creditam fictitii cujusdam Doctoris 
Fausti legendam. quam tameu saniores non nisi in liunc 



*) Dissertationem hanc epistolicani, lectii non injucundam, beneA'ole 
mecum communica\it Theologus Altorfius Celebratissimus. D. Gustavus 
(xeorgius Zeltuerus. 

229 



126 
l(i76. |J. Gr. Schelhornius] : Amcenitates Literariae (1726) 

üiiem excogitatam statuaiit. ut promisciiam plebem in super- 
stitiones et magicas' artes prouam, tragico, quem affingimt. 
eventu, ab ejusmodi sceleribus deterreant. Apparet autem 
ex prjefatioue, quam operi isti ad umbilieum perducto prae- 
misit Schickardus, fuisse. ({ui litem ipsi intenderant super lato 
isto [52] judicio: itaque huuc omnino iu modum adversario- 
rum tela retundere ipsi est visum. Doctoris Fausti magi 
apud plebem eelebris legendam, quam p. 126 fictitiam, non 
uisi aliorum autoritate statui, sunt, qui etiamnum verara 
eredant; cum his non contendam; Si forte patriam suam tanti 
prgestigiatoris origine honorari putaveriut, dum sibi popu- 
lärem dicunt, ut olim de Homeri civitate inter Grseeos cer- 
tatum fuit. Hajc cum ita a compluribiis annis legissem, 
malui rem tum quidem iu medio relinquere et altius cum 
auimo reputandam commodiori occasioui reservare, quam 
priecipitato judicio dubi* ale^e famam expouere. Nunc de- 
mum animo paulo confirmatiore liticulam istam accedo, osten- 
surus primum, tantum abesse, ut istud commeutum historia* 
laudem mereatur, ut potius multis figmentis, absurdis ineptiis. 
contradictionibus seipsum conficiat, et legentibus deridendum 
se propinet: deinde a stirpe, qiiod ajunt, exquisiturus occa- 
sionem ejus tabula:' papisticis figmentis ita conturbata? et 
confusse, ut neque pes neque caput appareat: Ut igitur rem 
a principio arcessamus, constituamus primum xonifjoia et nor- 
mas omnis prudenter et utiliter scri- [53] benda^ histori*. 
quas complexus est Tullius lib. 11. de orator. et fusius ex- 
plicavit G. I. Vossius lib. de art. Hist. c. 0. Sic autem 
docet Cicero: Quis nescit primam esse historise legem, ne 
quid falsi dicere audeat. deinde ne ([uid veri non audeat. 
neque suspicio gratiae sit in scribendo. neque simultatis. 
Paulo latius easdem leges diducit Frauc. Balduinus Juris- 
consultus in Tnstit. Historiae: Pnecepta. ait, sunt ha-c, ut ha- 
beatur delectus rerum narrandarum, ut narrentur res magna^ 
atque utiles: ut temporum et locorum notatione illustrentur: 
orationis Ince commendentur, ut causje, consilia. eventus ex- 
plicentur. «Vuibus merito juugimus illud itidem apprime 
notandum Quintiliani monitum, quo futurum oratorem instruit 

230 



12fi 
1676. [J. (t. »Schellnn-nius] : Aina.'iiitatcs Literuria' (1726) 

liis inter alia verbis: Enarratio liistoriaruni <liligens esse lie- 
het, iion tarnen iisqiie ad supervacumn laborem occiipata. 
Nani acceptas aut certe claris oratoribus ineiiioratas exposiiisse, 
satis est, persequi autoni ([uod (|iiisf|iie inujuain vcl contemp- 
tissimus hominum dixerit, aut nimia' miseriae aut iiianis jao 
tanti* est: et detiuet atque ol)ruit iiigenia melius aliis vaea- 
tura. Naui qui omnes etiani indiguas lectioue schedas ex- 
<nitit. auilibus (iuo(|ue [54] fabulis accomodare potest. llaec 
(piidein illi nou contemnendi utique, sicut omiiis elegantiovis 
eruditiuuis, ita bistorhe etiam ex arte adornandae magistri. 

Liceat nunc bona Tua cum pace, Vir Magnif. et Nobiliss. 
])necepta ista prudeutise sale adspersa, ad iiustrum applicare 
iustitutum. Ibi vero (etsi nolim audadus mea trutina tuum 
occupare Judicium) alia ab istis omnia deprelieiides in nostra 
liistoria fabulosa: hoc enim molli nomine tantisper appella- 
vero, donec vel meo tantilio iiidicio apparuerit, fahellani 
isLam pellucere (ut ait Comicns) quasi laternam Punicam. 

Ergo primo omnium desideratur et veritas et gravitas et 
tnimprimus authoritas, imo vero iniprsesentiarum notitia au- 
thoris. Jam profitetur Autlior praäfationis prsemissae editioni 
Noribergae ante hoc bienniuin procuratse in multis exempla- 
rium editionibus antehac prodeuntibus multa falsa fuisse 
admixta, multa etiam praetermissa fuisse. lllam autem edi- 
tionera consentire cum primo autographo, (juod Christcqih. 
Wa,gner Famulus I). Fausti amicis familiarihus de mandato 
iieri sui paulo post tragicum excessum obtulerit, et i)ost in 
[55] veteri quadam bibliotheca fuerit asservatura. Examina- 
binius haue rem ad obrussam jraideiag et prudentije, cognos- 
cendi verum authoris alicujus nomen. Sunt autem yvwoiofiaTa 
et notc'e fere istse pr?eeunte R. Danhawero in Id. hon. Inter- 
pret, et malit. calumn. p. 178. I. Titulus et inscriptio. 
II. Styli identitas. III. Descriptio ejusmodi circumstantia- 
rum, quae ad hunc authorem quasi manu ducunt. IV. Testi- 
monium tum proprium, tum aliorum testium fide dignorum. 
Quis vero putet I. titulum hunc, quem prae se fert nostra 
e litio Norib. ab ipso autore Fausto esse iuventum: Dt^'s 
ärtja-Uche Leben und schröckliche End. An is dixerit vitam 

231 



126 
1676. [J. Ct. Scliolhornius] : AiiKenitates Literarite (1726) 

siiam improbam et scandalonim plenam, quam vivus tut 
facliinnorum et risiuiin effiisione approbavit? an is vivens et 
siia manu titulum appingens suo scripto horribilem suum ex 
vita exitum appellaverit? 2. Stylus ipse jam Immi repit, 
jam sidereo spiritu et divina quadam majestate iutumescit, 
ut legenti cognoscetur. 3. Quam belle cousentiaut circum- 
stantia?, paulo post videbimus. 4. Qui sunt testes fide digni, 
(|ui testimouio perhibendo sufficiunt, de Authore D. Fausto? 
Au est Christopli Wagner, [50] quem vendicat nostra editio? 
Kcquis vero ille Wagnerus? au Famulus D. Fausti? Id vero 
alio certiore doeiimeuto ostendatur, quam quod ipse liber 
suspectus suppeditat. Ubi vero edita est historia ipsius 
Wagueri? Nempe in Hispania a Friderico Schotto Toletano, 
([ui eam aecepit a (piodam fratre Martino ordiuis Benedictini, 
et primum edidit A. 1594. ut colligitur ex fine ejus libri. 
^lirum vero cpiod hie liber in Hispania primum editus sit, 
Ilispanico idiomate, cum in Germania et vixerit et pr«stigias 
exercuerit Wagnerus, et typographia longe ante in Germania 
usurpata fuerit, quam vel ejus fama ad Hispanos pervolaret. 
Nunc examinabimus circumstantias ad cognoscendam qnamvis 
veri nominis et certse fidei historiam necessarias. Patriam 
tribuit editio nostro Comitatum Auhaltiuum. Non jam ur- 
gebo, Comitatum Anhaltinum See. XII. fuisse commutatum 
in Principatum. adeoque aliquot ante Seculis, quam infaustus 
ille Faustus ex inferis emerserat. Qui vero Parentes? Mirum, 
(juod eos non indicaverit nomine Faustus: quod non signifi- 
caverit Famulo Wagnero, quod hie etiam indictos prseterierit. 
Quis vero ille Fausti Patruelis, isqne dives upum, is- [57] 
(pie Wittebergse domicilium habens? Nempe persuaderi de- 
bebat, credulse turb« Wittebergam esse altricem praestigia- 
toris sceleratissimi. Porro setatem suis artibus nigromanticis 
{in haue enim vocem barbaram transformarunt infelices gram- 
matici vocabulum usitatum necromanticus) illustravit Faustus? 
Antecessit (ait nostra editio) Lutheri reformationem. Mirum 
quod heros noster Evangelicus, rerum ante se actarum. sive 
earum ad Ecclesiam, sive ad vitam civilem pertinentium 
utique scientissimus, nusquam eins celebrati magi meminerit 

232 



126 
IfiTti. [.I. ü. SoliellioniiiisJ : Amcjeiiitates Literariye (172()) 

vel verbulo misiiuaiii in eiim. (|uu flagrabat spiritii. iiivectiis 
fiierit. mis(|iiam ejus exi'inplo juvciitutcin al) iiicautatiiniihiis 
deliortatus fiicrit: miriiiii ([iiod nee IMiiiippus, nee Erasiiius, 
necCaiiierarius. nvc Sleidanus, nee Sleidonomastyx Laur.Surius, 
nee ullus alins superioris seculi seriptoriim, (|uasi divinitns 
missoriini ad detegenda multa arcana, (juai liaetenus tenehris 
papistieis (djriita jaeiienint, mentionem hominis fecerint. 
Nondum ecsso <iu;erere homo C)]Tt]Tix6Q. Qn?eso te, qua »täte, 
([uo anno vixit ante Lutheruni Faustus? An Caroh» V. fuit 
arrygoros'! Negat autlior nostne editionis in admonitione [')8j 
pneliininari prjemissa e. lU p. 2. p. 4rj et substituit Maxi- 
niil. I. Inip. t|ui Iniperatoria dementia eomplexus fuerit 
Faustum. ([ui magiea arte spectandum ipsi exhibuerit Alexan- 
drum M. in 8plendido eomitatu Conjugis apparentem. Hsec 
dum animo reputo, uon possum effervescentem eontinere 
bilem, adversus improbura Authorem fusis impudentiie habenis 
super famam Imperatoris sapientiae, pietatis, justiti:e, et qua- 
runi nun virtutum? gloria eminentissimi proveetum. Ergone 
Imperator Augustissinius delectatus fuerit prai-stigiis phantas- 
ticis? Ergone tam Sanetus, tarn gravis Monarcha in intimam 
familiaritatem admisit maucipium Sathanie? hominem flagi- 
tiis et sceleribus infamem, Dei juratum liostem, scurram, 
blasphemum. luerouem, et quid non? Ergone Imperator 
omnium rerum, quse t?edia negotiorum publicorum dispungere 
possint, copia eircumfluens non satis paseere animum queat 
annenitatibus divina bonitate eoncessis, nisi diabolicai pr?eterea 
artis Indibria in societatem earum adsciseat? Id vero si eve- 
nisset. anuon aliquis historieornm, quorum ampla ista »täte 
eopia erat, vel verbo subinnuisset? Aunon gravissimus Vir 
.loh. Cuspiuianus, eadem [59] sjepe cum Imperatore isto pa- 
tiua vivens, vel nutu dissensum iudicasset? annon memora- 
bile istud faciuus in vulgus emauasset? in fastos et annales 
relatum fuisset? annon (quod nunc demum suceurrit) potius 
Imperator hominem imparatum, monstrum scelerum. orei 
vietimam. eompreheudi, vinciri, in barathrum teterrimum 
eoujiei. eijunleis et fidieulis torqueri, denique exquisitissimis 
eruciatibus e consortio generis humani exigi et in eum locum 

233 



126 
1676. [J. G. Schelhornius]: Amoenitates Literaripe (1726) 

duci jussisset, quem ipse nun nisi pileo a capite remoto 

veneralnindus et hac voce prolata prseterire solitus est: Salve 

Alia editio ^^^cta justitia? Sed confuntaüdus est justa in- 

iudicat dignatioue ehulliens stomachiis. An vero illud 

Theol. Doc- veritati consonum sit, quod Faustus priraum Ma- 

torem crea- gjg^gj. feinde Ductor Medicinse sit creatus Ingol- 

tuin fuisse. . i-- i • tt . .... ,., ,. 

stadii. ex nujus Lmversitatis annahbiis rectius 
cognoscetur. Fredium certe posterius nee credere nee con- 
cedere velle indieat Author edit. Xorib. sub. fin. c. 1. Ecce, 
quam suaviter. si Diis placeant, consentiant persona, loeus, 
tempus! videbimns nunc quas res atque utiles ceu supra lo- 
quebatur Balduinus Juris consultus, complectatur libellus noster 
liistoricus. Sequamur summa rerum [60] fastigia, et velut 
per saturam recensebimus gerras, siculas, quarum ipsa lectio 
fidem apud cordatos et prudentes abrogat: Igitur prseceptori 
D. Fausti inditur nomen Mephostophiles. Quid id monstri 
est? nura credamus ullum in inferno Diabolum esse, qui istue 
nominis gerat? At et (pdipus mihi esse videor. Rudis et 
infrunitus scilicet monachus. qui libellum istiim ex suo in- 
genio velut araneus telam finxit, per somnium monasticum 
inaudivit. alicpiem e Diabolorum caterva amare nomen[e] Me- 
gastophili {jueyaoTocpiXov) ut intelligatur. se raagnum et prse 
aliis eminere velle, eeteros volitare velut umbras; ipse por- 
tentosa juerajuoocpcooei transmutavit Megastophilum in vocem 
ao}]juoi' Mephostopliiles. c. l'i. 1. 1. Porro ingeniosus My- 
thicus attribuit Spiritui. qui appariturus posthiec Fauste erat, 
habitum monasticum, sie tamen ut admoneatur ne sanetos 
monaehos liidibrio habeat. praesertim quod isto vestitu ac 
liraecipue S. Francisci, ipsi Imperatores, Reges. Principes fue- 
rint gavisi. Xempe inter ipsas prsestigias Sathanicas consu- 
Ivijndum est ditjnitati et reverentiie Sanetissimi monachorum 
ordinis. Simul autem depraedicanda erat infernalis raagistri 
dignitas. Esse se, ajebat, sapientissimum. [Gl] doctissirnum 
et subtilem Spiritum. qui tamen non dedignetur cuculluni 
monasticum. 1. 1. c. 15. Idem infernalis Doctor. dum Disci- 
pulo suo methodum sacrorum studiorum pra-scribit. in mate- 
riam argumentorum ad disputandura propositorum, commeudat 

234 



120 
167H. \,\, Ct. Scholhnniius] : Ainn'iiitates Literariu' (172(») 

(loctriiiam dv Conciliis, de ceremoniis, Missis, Piirgatorio, (^t 
siniilibus tidci artieiilis. Nempe iion alium inagis aiitorem 
decebat commeiidatio istoriiiii mysteriormii ex Apolliiiis titiqiie 
tripode exsiift"lat(innii. il». siib tili. Perge etiam, iiisusurrat 
Pr?eeeptor ibidem disci[)ulo, scrutari Patres, illos scilieet. i|iii 
istis eleusiniis sacris custodiendis sunt priefecti. <i>iiaii(|iiain 
paiilo post, e(tritractu velut in ineliorem senteiitiaiu redueto, 
cum Doctore suo paciscitur, se non lu.straturum libros S. 
Scripturam dictos. ne(iue disputaturum de rebus fidei, stipu- 
latur autcm simul ab eodera, ut omnia ea se doceat breviter 
et perspicue, ((uorum cognosceDdorum cupido se incessat. Et 
sane si Laieis apud Pontificios negatur potestas penitius iii- 
trospiciendi areaua Ecelesiasticie Poutificise, ne nimia fauiilia- 
ritate et sparsa in vulgus promiscuum notitia, vilescant: et 
satis est fide carboiiaria ea venerari: cur non procul ire ju- 
beatur [H2] homo profauus, et Erebo magis, (juam purgatoriu 
vicinus? cum etiam stygii Spiritus indigni ab ipso Deo ba- 
bentur. (|ui gloriam ejus manifestent. 1. 1. c. 19. lila vero 
religiosa veneratione acceptanda a Fausto suo putat Spiritus, 
quse ex Dionysio Areopagita, dudum nugarum convicto, ex 
Scriptura Sacra saepe mutilata aut prave interpolata. ex Sclio- 
lasticis garrit de Spirituum infernalium a Dei seterna rejec- 
tione, de angelorum in varios ordiues divisione, de loco 
Paradysi. de Solis et Planetarum e locis suis transmigratione, 
de pomis paradisiacis, de defunctorum animabus, de Spiri- 
tuum malitrum in certas classes ordiuatione: Suiit(iue isti 
sermones ita comparati. ut cum pleraque sint fabulosa. et 
conficta, illis tarnen ali(|iii(l veritatis sacrse admisceat. ut ali- 
quam verisimilitudinem conciliet, et os melle sublineus, ab- 
syntbia pr^beat. Est vero id consuetudine receptuui in Dia- 
bolicse eloquentise iiymnasio, ut, cum fidem conciliare satagit 
suis. qu?e diu parturiit. mendaciis, simplices bomulos adoriatur 
partim byssinis, partim veritatis specie abblandientibus ver- 
bis, (juibus dum locus relinquitur, faciliorem sibi viani aperiat 
ad suggerenda dam nihil tale suspicantibus men- [tlH] daci- 
loquia. qualem scilicet ludum in nostro Agro AltdorfHno ante 
paucas hebdomades ludere est ausus, dum muliercul« ruri 

235 



126 
ItiTH. [J. (t. Schelhornius]: Amoenitates Literariae (1726) 

gramiua velleiiti sab specie sive viruiiculi sive pueruli. albo 
iiidiLsio nitentis apparuit, pradictiirus iuimiuentem tempestatem 
et poenam diviuam graviorem, nise poeniteutia eam averteri- 
mus. Atqui iitruinque non iiecesse est, nos a Genio aliquo 
sive bouo sive malo edoceri: nam teiiipestates humaais prae- 
sagiis prjecognoscuntur, et poeuarum miiias iutentas iiobis 
Dens, nullo accedente raiiiisterio ciijusciiuque angeli. Sed 
iiimirum, ita est, iit quoiidam B. Lutlieriis iudicavit; Diabulus 
semper alteriim pedem suggestiii sacro vult inferre. Sed ecce 
nunc prominentem alterum nigricantem, capriaum et menda- 
ciorum fcetore marciduin Spiritus Faustiui pedem! quanquam 
si Hebr*orum adagium audimus, mendacium alias non habet 
pedes. Juvatne colligere flosciilos in Paradiso Satanico col- 
lectos? 1. I. c. "22. Non prorsus desperamus (spiritus infer- 
nales,) sed etiani num speramus salvatum nos iri. Quin eo 
audaci:ie procedit impudentia Spiritus IMephostophiliani (nee 
enim invidebiraus horridiusculum et dignum Erebi portis no- 
meu) ut as- [64] severare dubitet äreo ygarpfjg, Christum non 
tantum pro honiinibus sed pro omnibus etiam creaturis anima 
rationali et intelligente praditis esse mortuum: secus ac do- 
cet divinos Apostolos, Diabolos quidem credere, sed tarnen 
contremiscere. Videmus porro unum et alterum exemplum 
earum. cpue venditantur historiarum, quamque beue cohitre- 
ant, consideremus. Ac primum quie referuntur c. 83. et 34. 
de equisone et porcorum venditore vel propola. illa I)ul)ra- 
vius 1. 23 bist. Bohem. tribuit famoso illi mago et prsestigia- 
tori Zytoni Boheme, sicut hanc historiam ex Dubravio de- 
promptam tulit in suas disquisitiones magicas Martinus Del. 
Piio 1. 2. 9. 6. Fallor an historia de plaustro fueni juxta (;um 
ipso plaustro et equis devorato a Fausto detruncata est ab 
illa, quam ibidem ex Dubravio recenset Phil. Camerarius 
Uperum subcisiv. Cent. 1. c. 70. Ipsa verba adscribam. ut 
Nobiliss. Magnif. T. evolvendi labore sublevem. 

Cum ^yenceslaus filius Carol. lY. filiam Ducis Bavariae 
Sophiam uxorem duxisset: novus soeer ubi generum ludicris 
spectaculis et magicis pr?estigiis delectari cognovit, plenum 
praestigiatorum PLAUSTRUM [65] secum Pragam advexit. 

236 



126 

1Ö76. [.J. (r. Si-hclluiniius]: Amoenitates Literariio (1726) 

ll)i (Ulm j)r;i'staiitissimiis artifieum ludihria artis ad perimil- 
ceiidus oculüs explicat. adest iiiter spectatores ZYTO, ^^'('ll- 
ceslai magus, ore iisque ad aiires dehiscente, accedeiis(|iie 
propius. artificeni illmii l*alatiiii cum omni apparatu siiltitn 
devorat, solos duutaxat calceos, (|iii luto obliti videbaiitur. 
expuens, secessuiiKiiie inde peteiis veiitrem iiisulita e.sca gra- 
vem, in solium a(|ua plenum exonerat, prsestigiatorem adliuc 
madidum spectatoribus restituit passim deridendum, adeo ut 
ceteri qiinqiie ejus socii a ludo desistereut. Hene tamen est, 
quod Autlior nostne editionis. Norib. ipse vocat illud mira- 
culum fascinationem vel occaecationeni. 

Sed nunc (pueso, expende mecum Vir rernni liistoricarum 
fjcientissime , (saltem enim hac vice patiaris, Tibi Vir Nobi- 
lissime, istud nominis a me imponi) qua äviorao)]ciiag vertigine 
laboret editionis nostr?e Noribergens. Author. In c. 9. 1. •!. 
narratur, Lipsienses excepisse Cardinalem Campegium ad se 
adveutantem, et multis hoiKirum generibus affecisse, simul 
autem Faustum tum forte pr?esentem et ipsum artis su;e 
nervös intendisse et venationem in aere instituisse. Quem 
vero vel tironem [6(3] historiarum fugere potest, Campegium 
Cardinalem functum fuisse officio Legati in Germaniam in 
causa Lutheri, ubi peculiariter Noribergam transierat, ceii 
liquido constat ex Sleidan. 1. 4. de statu religionis ad an. 
15-24. p. m. 93 et 94. Atque hoc utique tempus est illud, 
(|uo rerum habenas tenuit Carol. V. Nunc verte mihi paginas, 
si placet, non totas quatuor. Ibi vero redarguit editor nostrai 
historine primum editorem, quod nonien Caroli V. pro nomine 
iMaxim. I. pusuerit. Ergone Maxiinilianus 1. Campegio ietate 
»([ualis fuit? et annon potius Carolus V. fvdr]lov\ 

Nunc f|uid sentiamus de prophetiis ipsius Lutheri Refor- 
mationem autegressis. Quas quideni editor modestise memor, 
ea libertate lecturis permissa proponit in Nota 1. 3. c. 3. ut 
ex ingenio suo cuique liceat addere vel demere fidem. 
Nempe facile est, pnesagia scribere, et qui prsesagiorum 
eventus exemplorum et experienti» fide oculis et auribus 
habet subjectos: simul etiam animo eos prjecepit ut pr^edicti 
fueruut a Nicoiao de Clenardii. a Joh. Hufs, ab Hierouymo 

237 



12« 
ItjTt). [J. Ct. Schelhoniius]: Annenitates Literarise (1726) 

Pragensi, ab aliis, qui maguo numero memurantur in catalogo 
testium [ßl] veritatis, et aliis passim extantibus libris. 
Quis enim acleo hebeti.s ingenii fuerit. ut non perspiciat, quae 
a lare familiari suggesta sunt D. Faiisto 1. 3. c. 3. vaticiuia 
(de papatus fastu et arrogantia potestates politicas pro virili 
convellente et subvertente, easque imbelli mouacho coercente; 
de magna et ignem spirante atque ex occidente iu germaniam 
subvectis alis, volante aqiiila; an vero is alias quam Carolus 
V. fuerit? de neglecta a parentibus liberorum educatione; 
De magistratus desidia in promovenda ad bonarum literai-um 
culturam juventute: de eollatis ad voluptates opibus e 
miserorum subditorum sudoribus exactis; De subsequente 
denique totius muudi machinie interitu et abolitione;) a quam- 
plurimis piis istam ?etatem antegressis anteversa fuisse? 
y.al javra jukv Öij javra. 

Unum adhuc. antequam primam quam mihi constitui, 
epistolae hiijus partem absolvam, liceat monere. Qui fabulam 
istam pro historia memorant, plerunque tuentur se isto 
dicterio Grammatico: Ajuut. dicunt. ferunt, perhibent. Vel 
ut remoto joculari sermone serio pandam, muniunt se isto 
vulgari prsesidio: Fama fert. Cui formulae quantum tribuerit 
communis [68] noster. Prieceptor C. A. Rupertus ipse indi- 
cavit hoc argumento, in observ. in Synop. Besold. min. p. 
670. 671. proposito : Cuicunque narrationi appositse uotie: 
AIüNT, FAMA EST, FANDO ET ORE VÜLGI SALTEM 
ACCEPIML'S; ea uti commemorari potest, ita pro certa et 
fideli sive approbata nee accipi potest nee debet. Idque 
probat aliquot Historicorum exemplis. Equidem sententiam 
suam prodit Vir suramus et prorsus incomparabilis G. 1. 
Vossius lib. de art. bist. c. 9. Ridicula, inquiens, Grsi-culorum 
atque aliorum etiam vanitas, qiii ut auditorem admiratione 
percellant. coufugere solent ad ficta prodigia, ac res fidem 
omnem excedentes, atque ad effugiendam vanitatis notam 
satis fore putant, si addant solemne suum AIUNT, FERTüR, 
vel aliquid, quod tantundem valet. Cui thesi a se adductae 
lucem affundit Vossius illo Senecae ex lib. 4, natnr. quaest. 
vel inprimis ad praesens nostriim institutum faciente: Quod 

238 



12(5 
lt)7(). [.I. (i. Schelhornius] : AnKenitates Literari« (172Ö) 

liL^torici fai'iunt, et ij)se faciam ; illi cum multi mentiti sunt 
ad arhitriimi siuini, unam aliquani rem uoluiit .spondere; 
sed adjiciunt: Penes aiictores tides erit: certe Mart. del- 
Kid iiarraturiis aliquid de Fausto et Agrippa 1. "2. distjuis. 
[()U] mag. i). 12. p. 170. FERT FAMA, iuquit. Et pliilo- 
sophus Camerarius uostras lepidam fabellam de Fausto 
piülaturus 1. cit. cent. I. c. 70. Faustiiiam ait, deceptionem 
FERÜNT, ejusmodi fuisse. Jeremias vero Drexeliu.s artem 
excerpeiidi moustraturus in aurea sua aurifodiua, dum exem- 
pli cum inliuitis aliis, lueo addueit illam ipsam Camerarii 
mirratiuuculain part. 2. c. 8. Hoc totum, iuquit, excerpsi, 
sed meis verbis. E quibus vero auctoribus? Eos non alios 
laudat quam Simonem Majolum et Philippum (sie euim 
debebat seribi) Camerarium. Ut adeo is ipse eam rem 
describat illorum fide, qui illo proletario FERUNT injiituntur. 
Quid? quod Camerarius loco cit. profiteri ingenue non dubitat, 
Johanni Fausto Cundlingensi eadem ludibria adscribi, (|uye 
ipse modo de Mago Bohemo dixerat. 

Hactenus ergo argumentis non contemneudis, iisque quse 
ex prieceptis historiarum Yvi}aioiq. nee non ex eircumstantiis, 
quibus res eouneeti debeut et solent, petita sunt, evicisse 
mihi, si (juid est iu me ingeuii. aut judicii videor, sermun- 
culos istos sive vulgi ore cireumferri solitos, sive literarum 
monumentis })roditos non esse [70] dignos nomine histori» 
aut veritatis authoritate. Quonam vero titulo sim dignaturus, si 
me etfari impuleris. Vir Nobilissime et Strenuissime, dicam his- 
toriam eo sensu. f|uo Plautus ejus generis fabulas historiarum 
nomine dignatur. ut cum alibi, tum Baeeh. Act. I Sc. H 
ejusmodi histori;e fabularis scriptores fuere. Onomacritus, 
I^esches, Arctiuus. Eumelus, alii. (|uorum poemata in unum 
corpus eonflata dicebantur isrty.os y.vyMx;. ut erudite ostendit 
Isaacus Casaubonus in animadvers. in Athenseum 1. (i. c. 
'^^. ergo vero Observationen! istam debeo G. J. Vossio lib. 
de art. bist. c. 6. Nescio an lieeat bona cum paee eru- 
ditorum dicere ad formam Amphitruonis Plautinae TRAGICO- 
COMOEDL\M. Nunc quia privata suo merito veste historica 
est tabula Faustiua, et Eeberide nudior prostat, superest. ut 

239 



126 
1676. [J. G. Schelhornius] : Arnoenitates Literariae (1726) 

privatain meam sententiam taiulein in mediiiin proftrain. qiue 
cum primum ad Lipsieuses superiore anno deferretur, suspen- 
sos. ceu audio, tenuit eorum animos. A. -lenensibus autem 
«(juo et grato animo accepta est. si quideni jactatiunculam 
hanc ferre potes. Vir Magnifice, in me liomine Philosopho. 
et imbec'illitati isti lioniinuni generi familiari, vel luic vice 
succumbenti. [71] Sie igitur subduota ratione et eollectis 
diligeuter cum temporis tum aliis circum.stantiis tandem apud 
animum meum censui. Vixit circa annum ehr. 1440 coiitin- 
gentem vicinia ^etatem Maximiliani illius I. (glaucomate 
Fausti magi ut olim Ulysses Circes veneficiis conturbati, si 
fabulse ist! fidem amplius tribuere liceat) Johannes Faustus 
. Germersheimensis, Palatinus. Is excitatus fama artis noviter 
inventfe, ita ordinandi iuversa figura literas, ut iis attramento 
illitis, Charta aliquoties super impoui et figuras earum 
literarum recipere brevique adeo tempore pluriraa exemphx 
describendi copia esset, concessit Harlemum in Bataviam ad 
ejus artis primum inventorem Laurentium (Johannem vocat 
Georg. Hornius dissert. bist, polit. 31. § 22.) Costerum, 
curaque eam artem animo compreliensam teneret, subductis 
literis et necessariis ad eas articulat« scripturse aptandas 
instrumentis ipsis vigiliis natalitiorum Christi dam aufugit, 
ac primum Amsterodamura, dein Coloniam ac demum Moguu- 
tiam venit: sicut hsec prolixe refert F^manuel Meteranus bist. 
Belg. ]. 4. Ibi cum occulte. imo administris artis suse 
sacramenti religione ad silentium adstrietis, [72] aliquot operis 
antehae nee visi, nee auditi in Germania specimina edidisset 
mirum non est, quod suspensos admiratioue cum aliorum 
animos tum inprimis Monachorum in se converterit. imo etiam 
iü suspicionem magi?e et incantationis inciderit; quod viderent, 
all uno liomine uno die tantum literarum imprimi. quantum 
vix (ino anno scribi a pluribus posset: ut loquitur Polydorus 
Virgilius 1. 2. de invent. rerum. c. 7. Cumque a multo jam 
tempore scribendi opera magnum qu?estum facerent monachi 
et raoniales. non potuit non in acerrimum odiuni et indigna- 
tionem nee non calumniam incurrere, cum et oftas suas 
attenuari, et culinas frigefieri. et luculentos ignes extingui 

240 



12*5 
1H76. [,]. (t. Schelli()riiiu,s|: Aiiiu-iiitatcs r.itcrariu» (172H) 

paulatiiii seiitireiit. Ergo proposito sibi velut in exeinpluiii 
Demetrio illo argeiitario. in Actis Apostolicis. <|ui faciebat, 
templa Diaii* argeutea, et pnvbebat artiticibus iion parviuii 
qiuestum, facta velut agmine: Viri. iiiquiebant, sritis ex hoc 
(jusestu iiostras esse copias. Krgo ([uern sceleris maiiifesti 
coiivincere iie(iuibant, feriati ali(|üaii(liu a bellariis et cupediis 
(lentes Theoniiii euin cahminiis opprimere et proiniscuis 
mussitantium hominiim odiis objicere omnibus mo- [78] dis 
teiitabant : augeute pnfsertim suspicionein hiuc noviter in dies 
himinis oras velut ex tenebris emicantis inusitata artis 
iniperitia. illinc solertissima. obtegendi silentio exosum arti- 
ticiiini. ciira. 

Ita misiT FaustiKs in niaguin est transforniatus, et omnis 
ejus sueii intra septa privatorum parietuni latentes et ad 
silentium juramento adacti diabolici pacti sunt insimulati. 
Nee difficile porro est conjicere. cur tot ludicrae et stupendae 
actiones (ahentheio-lic/ie \ocM editus Noribergge Autor) quasi 
Diaboli ope exhibitae tribuantur Fausto. Cum enim istliae 
tempestate (juin e primis rudinientis facie non tarn culta, 
nee tarn speciosa ac hodie per Dei gratiam extat, emergebat. 
typographia, more receptum esset, ut jam in frontispicio, jam 
in calce, jam in mediis librorum figuras appingerent, partim 
6 sacris, partim e profanis historiis petitas, partim etiam 
proprio ingenio excitatas, et lectori risum et legendi avidi- 
tatem movere solitas, invaluere susurrantium et mysteria ejus 
artis ne quicquam assequentium rumusculi, patrari clam pa- 
lamve a Fausto talia, qu;e ipsius libris essent appicta. In 
hac sententia coufirmat me etiam illud, quod laudatus supra 
Me- [74] teranus memorat inter prima artis typographicie 
specimina, a Fausto edita fuisse Doctrinalia Alexaudria: qua:' 
autem temporum eorum fuit stupiditas, fuerunt fortasse, qui 
opinarentur et in vulgus spargerent, a Fausto Alexandrum ^\. 
arte pniestigiatoria in lucem produci. Idem liistoricus statim 
subjungit, aliquot tractatulos (liceat ßagßaQiCeiv) Petri Hispani 
typis exscriptos, a Fausto fuisse. Si quid est in me artis 
diviuatoriye, prorsus putarim, bunc esse Petrum illum. quo 
Prieceptore uti oportuit adolescentem Maximilianum 1. cuius- 

TiUe: Faustsplitter. 241 16 



12H 
167(>. [J. G. Schelhorniiis]: Anioenitates Literarise (1726) 

<liie maiiibus male precatum in mensa multis adstantibus 
Cuspinianus aiiritus testis meraorise prodidit. Tempuris certe 
(;irciimstantia non abhorret a mea opiuione. Et edit. Norib. 
1. 2. c. 10. indicat, P'austum in magna apnd Maximilianum 
gratia fuisse. Quod autem augustissimo et sapientissimo Im- 
perator! quisqnilise et sordes Petri Hispani bilem in nasum 
conciverint minus mirum videbitiir, qui vel tenuissimum ha- 
bitum odoris ejus illa^tabilis naribus attrahere velit. Mi di- 
vina (si Diis placet) virgula obtigit libellus Petri Hispani, 
([uem ego cum intactis thesauris Arabum et divitiis India? 
(seil.) nolim commutare, qui hoc titulo [75] per oculos legen- 
tium incedit: Copulata summularum Petri Hispani secundum 
processum burse Laureutii: juxta mentem veuerabilis Domini 
Alberti Magni, feliciter incipiunt. Postquam inchoavit opus 
suum magnum, memorabile et ingens, sumto velut altius 
principio: Dicitur, iuquit, dialectica a dia, quod est duo, et 
logos, sermo vel levis ratio, quasi duoriim sermo vel ratio. 
Nempe hac lauru ornari decebat postes sedificii summulistici 
Petro-Hispanici. Desinit libellus gemmeus in ha?c verba: 
Oommentarii in omnes tractatus Petri Hispani et nonnullos 
modernorum in Aggrippin. Colonie Florentissimo gymnasio, 
«(uod bursam Laurentii vocant, ex divi Alberti Magni coni- 
mentariis perauguste memorie scientissimum virum Magistrum 
Gerardum Barderwicensera artium liberaliura Magistrum. nee 
non Sacra? paginse professorem eximium ecclesie Sancte 
columbe dum vixit pastorem in eodem regentem olim elabo- 
rati, etc. satin vero ad palatum delicise Petrino-Hispanicse? 
Imo vero recedendum est quantocyus ab ista mepliiti, ne 
acrior ejus moschus cerebrum aifligat. et descendentes iude 
vapores stomaclii teneritudinem affligant. Experi- [76] mento 
enim non semel deprehendi, si quando exemta epulis fame 
mensisque remotis placuit convictoribus meis 

— verecunda laxari seria mensa. 
ego vero temetum istud Hispanicum ipsis propinari, miseros 
pelviiu petiisse, et non minus animi deliquium passos fuisse, 
ac Uli' ad mortem saucius, et ad rigidum medicastrornm 
tribunal statutus Priscianus. Sed desinendum est nugarnml 

242 



126 
lti76. |.J. G. Sc"helhi)niiiis|: AiiKPiiitatos LitorariiP (172H) 

et redeunduiii c diverticulo in viam. Nempe concilianda est 
tides conjectur^ mea-. (\\vd ego ex fictitio et scenico Jitiiamn' 
Fausto mago cudendo, dolaiido, asciando liiixi refiiixi(|ue ve- 
rum et iion necromantico sed typographico atramento nigri- 
cantem -lohaunem Faustura. Ac de eo ita scribit Aventinus 
1. S. liist. vel Clirou. p. 4"22. edit. (Jerni. (nee enim nisi hanc 
p(»ssideo) Eben auch (jencnitcs Jahrs (1447) ist erfunden, wor- 
den, die Truckereij zu Meintz von einem genant- Banns Faust, 
hat 2 Jahr daran zuyericht mit Hülff seines Eidams Peter 
Schäfers, von Garensheim (ecce vicinam voeem et paulum 
deflectentem a Germersheim, iinde (»riundum esse G. Hornii 
seutentia siipra est ostensum) dem er seine eigene Tochter 
Christinam zu der Ehe gab. Die zween haben [77] diese Kunst 
in Geheim gehalten NB. niemands zusehen lassen. NB. haben 
alle Gesellen und Knecht zu solcher Arbeit und Kunst noth- 
dürß'tig einen Eid schweren müssen. NB. dass sie es niemand 
ofenbahren noch lehren uolten. Doch über 10. Jahr Jaiben 
Jetzt genandtes Fausten und Schäfers Diener diese Kunst ge- 
ojf'enbahret, und öffentliclt herfür ans Liecht gebracht. Hans 
Gutenberg von Strassburg in Teutschland, seine Landsleiit 
Ulrich Han, und Sixt Beis, haben s in Welschland und gen 
Hom am ersten gebracht, ist zu unseren Zeiten so gemein 
worden, dass nirgend ein Winckel ist, man drückt lateinisch, 
griegisch und hebreisch darinn, seyn die Bücher ganz wohl- 
feil worden. Es druckt einer ein Tag mehr, dann einer ein 
ganz Jahr möchte schreiben. Peter Schäfer, obgenanten 
Faustens Erfinders dieser Kunst Enckel, druckt zu Meinz, 
und zu Strasburg, wo die Kunst nicht erfunden wer worden, 
ueren die alten Büclier alle verlohren worden, man will in 
den Stijf'ten und Klostern nichts mehr schreibot, (NB.) die 
haben vor Zeiten die Büclier geschrieben, die Schul aufgehalten. 
Hsec Aventinii et illa superius ex Meterano addueta non 
<lifficulter amplius juvabunt distinctionem inter fabiilam de 
Fausto mago, et historiam de Fausto typo- [78] graphise in 
Germania superiore inventore vel procuratore. Conferamus 
ex utrofjue paucula quaedam strictim et velut opera perfunc- 
toria. 1. I. c. 12. c. 27. c. 31. etc. Mephostophiles interdicit 

243 16* 



126 
167G. [J. G. Schelhornius] : Amcenitates Literariae (1726) 

Fausto ue condiicat ancillam. ne per eam emanet magia 
(typograplii;e) liceat autem couducere operara famiili, qiii 
rem diligeiitiu.s silentio preniat. Faustus serviebat vohipta- 
tibiis corporis cum ebriis sodalibus, iisque Alcliymistis et 
auri fossoribiis. Xempe (|uia Faustus opes acquirebat arte 
a couspeetu et notitia hominum remota. opprimendus erat 
ista calumnia. 1. 1. c 14. ibid. Pra^dicitur ipsi a Mephosto- 
pliib» odiuin et invidia hominum: sane non poterat eam effu- 
gere apud Monachos lucro, quod ex arte scribendi capiebaut, 
jam privandos. Spiritus Fausti (Monachorum invidus et ma- 
ledicus) (d)jicit. quud satis pecuni* ex arte magica (Typo- 
graphica) possit accpiirere. 1. I. c. 32, Faustus mandat fa- 
mulo SUD Wagnern, ut sileutii iidem pra:'stet: nee enim fu- 
turum putat. ut libri uicromantiei divulgentur (ut ars typo- 
graphica tam occulte a Fausto habita innotescat hominibus) 
facta vero Fausti post ejus ex hac vita abitum demum literis 
consignanda esse: quse [79] scilicet facta magica ipsi per 
calumniam sunt imposita: 1. 3. c. 6. Fausto moribundo con- 
solatio erat a Theologu (utique non Papistico: eo enim in- 
dignus erat scilicet magus: sed P^vanselico) afferenda ex 
meritn Christi: non bonorum operum meritis: quse consolatio 
solis Catholicis (Papisticis) est relincjuenda. Scribo hit^c et 
colligo veluti per saturam: e quibus paucis de similibus 
reliquis facile Judicium ferre poterit. (pii ingenii nervös inten- 
derit. Mihi nunc calanium excutiunt vicini operarii. securibus. 
asciis. malleis, ferris, vectibus, trabibus aures obtundentes, et 
majorem dulcibus ante omnia Musis meis caliginem, minantes. 
quam bonus ille Faustus (credo enim sie satis jara vindicatum 
a me esse innoxium et ab isto saltem. quod ipsi intentatum 
fuerit. magiae crimine immunem) in abditis sedium suarum par- 
tibus artis suae administris imposuit. Quod si et visus et auditus 
(quos sensus imprimis famulari Philosophi.e dudum Aristoteles 
docuit, certe omnes experimur, fideliorem operam praestare 
nobis. quam ullus Wagnerus socius hero suo Fausto omni conatu 
commodabat) officium mihi posthac intercipietur. periculum est. 
ne mihi cum Democrito Abderita [80] Philosopho, aut Didymo 
Alexandrino Theologo et ipsis coecis, philosopliandum fuerit. 

244 



127 
167«. C'onr. Sam. Schurzfleisch: Epistolae (17(»0) 

Hoc Ithaeus velit, et magno inercentur Atri(he. 

Ego sane illam perniciem, apud vos Patroiii i)ro Sapieu- 

üae tran((uillitate. ut Aristoteles in I^thicis ostendit, imperiiim 

gerentes. interpositis Musannn et Charitum la(;hrvmis et sus- 

piriis de[)recor. Nee vero legre ferre debet homo vTTFoßn/Moi' 

y.ai fi(irara(K. si non meliore conditione esse peimittatur, (|aam 

esse in gratiani populi Romani libenter voluit Valerius. (pii 

ne vel specie arcis offenderet, ledes suas eminentes libens in 

plana submisit. Vale. Vir Magnifice et Prudentissime, stn- 

diorum meoriim graude et pnesidinm et decus, et prolixitati, 

qnam argnmenti gravitas videtur imposuisse, veniam He(|uo 

animo largire, et legendär hnins epistol* copiam Magnif. Dn. 

Procancellarid band gravatim facito: Altdorffii d. is. Julii IHTC». 

M'Kjnif. Xoh. Streu, et. Prud. 

Cultor obseqniosissimus 

J. C. DCRRIL'S. 

\Ti 

1676. Conr. Sam. Schurzfleisch: Epistolae (1700) 

vonradi Samvelis Scbvrzlleisclii Epistolae Nunc primxww 
editae. Cvm Privilegiis. Vifemhergae Saxonnm, Apud lo. 
Gvil. Meyervra, et Gotofred. Zimmermaunum. Tt/2)is Chris- 
tiani Gerdesii. Anno MDCC. 

p. 557. Epistola CCCLXXTX. N. N. (d. XXVI. lau. 
MDCLXXVl). 

p. 559. 

Qvod ad Faiisti nomeu, resqve gestas attinet, non ausim 
refellere sententiam vulgo proditam. neqve tarnen sum nes- 
cius, plurima de eo narrari fabulosa, nt sane ineptiunt, qvi. 
in vicino pago. cui Brodae nomen est, esse commoratum, tra- 
dunt. qvam vanitatem ex nostrorum hominum. (jvi studiorum 
causa apud nos versantur, animis nondum penitus evellere 
potui. Cuiusmodi est, qvod Henricus Meibomins, de pueris 
Hameleusibus prodidit, et Saxones nostri de Ludovico Salta- 
tore non absimile aliqvid satis lepide comminiscuntur. Vul- 
garia enim chronica, ab ignaris historiae viris scripta editaque, 

245 



128 
1676. Theophil. Spizel: Felix Literatus 

tarn ab se disseutiimt saepe ac niigautur, ut me qvisqvilia- 
rum taedeat. Ipse tu [560] nosti, eeleberrime vir, Manlii 
aiictoritateni miiltis ac variis rumoribiis praetexi solitam fiiisse. 
Etiam Camerarius, summus vir, qvaedam scripsit, ut accepit, 
non certe omnia ad historiae fidem. Vierio, sine rationibus 
argumentisqve tempdrum commentanti, non protinus assentior, 
qvippe nimiae credulitatis non semel mihi coraperto. Instru- 
menta publica, ac documenta veritatis, certa indicia actoriim. 
luculentaqve vestigia expressa, scire cupio, qvae vel nulla 
hie sunt, vel certe suspecta mihi videntur, non tamen refra- 
gabor dissentientibus. praesertim in re non magni momeuti, 
ueqve cum rationibus imperiorum coniuncta. 

Index rerum praecipuarum. unter F. 

Faust i historia quid veri haheat? 559 et seq. 

128 

1676. Theophil. Spizei: Felix Literatus 

r elix Literatus Ex Infelicium Periculis Et Casibus, Sive 
De Yitiis Literatoriim Commentationes Historico-Theologicae. 
Quibus Infelicium Ex Animo, H. E. Vitiosorum Literatorum 
Calamitates Et Miserise, Concpiisitis Exemplis Et Documentis 
Selectioribus Exponuntur, Atque Eruditis, Ad Verai Et Im- 
perturbat» Eelicitatis Sedem Tendentibus Via Tutissima 
Ostenditur. Aufhöre Theophilo Spizelio, D. V. I. E. A. M. 
AiKjusüe Vindelicorum, Apud Theophilum Goebelium, Literis 
Koppmayerianis. MDCLXXVI. 

p. 162. 

D- ./ 7^7 Quinimo (teste Binsfeldio) omnia malefico- 

confess. ^'^^'^^ Opera eiTectum sortiuntur ex pacto expresso 

male/: vel tacito cum Dasmone, ita ut semper, quando 

]). I. in-fn- viilt maleficus operari, expresse vel tacite invocet 

;" Da-monem in auxilium ut concurrat ex pacto. 

in princ. c ■ . j. ■ ^ ■ n • . 

Scripto autem id i[)sum .sjepe contirmari. daemo- 

neraque efflagitare. ut paciscens instrumentum obligationis 

et chirographura proprio scriptum et siibscriptum sanguine 

exhibeat, non ex omnium solum de re magica scriptorum 

246 



128 

ItiTtj. Theophil. Spizel: Felix Literatus 

consensu, verum ipsarum etiam sagarum uiiaiiiini constat 
confessiüiie. Quam horren- [1^3] dis atrocibusque conditio- 
iiihiis iiifaustus ille Faiistus Da^nioiii sese mancipaverit, l)K<> 
niiserit repiulium et pactum .sponsiünem(|ue cum dialxdo 
san(;itam proprio .saiiguiue ex leviter vulnerato pollice emiss«), 
se totum ipsi adscripserit, docet apograi)hum, post mi.sera- 
bilem eju.s ex liac vita exitum in museo repertum, et a 
Georgio Rud. Widmaiino divulgatum, h;ec iiiter alia ^ „ ,,.. , 

Cr. it. M id- 

continens verba: ßiir 33ehäfftii]iuicj nicinev äser* „^^^^^ ,•„ 
l)ei[finic\ und trf) bicfem QUeiu treulicl) uad)fümmen / Hist. Fansti 
Ulli? Memcil imjer üufgend)te 33iinbmtB Siiniir^ig ^saf)r i^«''^- J- 
jci)u füll ; fü benn bie üerjcl)iciien iiub ncvloffcu ^- ^^• 

jo foK er bi§ fein i^faiib \Jcib iiiib ^cel aiigreiffeii ,' unb barüber 
311 fd)alteu unb 3U roalten l)aben / fo(l andi fein Jisort W^Dttey / 
ancf) nid)t bie füld)eö prebigen unb fiirtracjen ()iertnnen einige üer= 
l)inberung tl)un ' ob [ie mid) fd)on befe()ren mollen. U[)rfiinbt 
biefeg 33ricffö / ()Qb id) ben mit meinem eignen ^Int befrüfftiget / 
unb Derfd)ricben. O pactum nefarium horrendum et execrabile! 
(pio miserum d;emonis mancipium seipsum teiiebrarum obli- 
gat principi, DEO sancto illius verbo, stipulatioiii in baptis- 
mate fact« et su» per CHRISTUM redemptioni renuntiat, 
eademque opera in diabolum crediturum, opem et auxilium 
ab illo expectaturum, accepturura, et in vitie fine corpus et 
auimam ei traditurum dato chirographo, vel aliqua sui san- 
guinis particula velut confirmandae pactionis pignore et arrha 
polli- [164] cetur. Diabolus vicissim pro sua parte promittit 
se mancipii sui nutum et voluntatem sedulo observaturum 
atque exsecuturura, ita ut quocunque tempore in creatune 
alicujus figura et similitudine appareat, ad deliberandum et 
consultandum cum ipso, ut vel in aliquo adjuvet negotio, 
vel ad desideratarum voluptatum, honoris, opum, dignitatis 
et amplitudinis consecutionem provehat, tunc ejus causa pro- 
ficisci. hominem quocunque libuerit circumferre, et (ut brevi 
compreheudam omnia) in illius gratiam pnestare quicquid 
jusserit haud invitus velit. 

Index Rerum Memorabilium p. 1150a. 

Fausti Joh. pactum cum dsemone execrabile, 163. 

247 



129 
1680. Eiasmus Francisci: Überzug der Niderwelt 

129 

1680. Erasmus Francisci: Überzug der Niderwelt 

iSer 3i^uiiber=rcid)e Überzug unferev ?libcr=2Belt / Dber 6vb* 
iimiu'benbc Sutft'-.vtrct)c. f^ad) feinem natüvlidien Sefen maitcl)= 
falttcjeit (yigcufct)aftteu / 5hil5eu itiib 3Sürcfinu]cn natür= unb iin= 
natitrlict)eu feuere uiib iiiäjfengeit 6iid)eimingen ' (nlt^ ba ftnb 
i}k ii^affer^Sonuen i ^vegeiibögen ( 'Jlad)t'' iiub lTJeer'-£ict)tev ; etc. 
!L'iifft=^Ii>uuber ; Soldfen / Stegen ' (2rf)nee 35>inb / unb (2d)ift= 
bred)eube etürme / ®onner= unb Slili'-Stvaleu / ) in nntev= 
id)tebltd)en ^iecnrfen abgebanbelt ' ba^n mit nieten mevcfinürbigcn 
(_^;i-empeln nnb (5)efd)i(^ten erflärt: Oiebft einer lior()ergel}enbcn 
!2n[tigen Spatner* unb 2;ijd)4lnten-ebung etc. Unb einem / uov 
bi^mal fnvtiem iHnliange ' üon bem 2i>elt^Crt unb l^uitfe / ober 
etillftanbe ber 2ufft=umfangenen ©rb^Äugel: ßn Stuebreitung C^nitt^ 
lid)er l^tUmnd)t, unb ©rlnftigung be§ curiöfen l'ejerö, erörtert, 
unb befd)rieben, burd) (fraemum ^-rancieci. 'Jcürnberg ' ^\i 
i^erlegung tWolffgang Utort^ (Jnbter j unb 3ot)ann Slnbreae ©nbterö 
feel. (£üt)ncn. Auno MDCLXXX. 

6. 29 (in ber 58orunterrebung) 

SB 3ißer ^ttt eö bod) (fragt er gar artlid)) 

(^mf)n wann man 31t bem Cxi nxd)t t)inauf tun? 

2. 5Bie(leid)t t)at eß ein @ngcl jcmanben gezeigt. 

M. 3?ie(leid)t aber / unb ^inar niel üermutlidier / feiner. 

S. ?3^an fagt i ber Jeuffcl habt: ee bem ?yauftue üon fernen 

%. So(d)e6 I)abe id) in feiner 2ebent^=33ef(^reibnng ^mar 

nid)t gefnnben: mol aber biefe (L^r5ef)[ung: 

©as ba- I. ®- Afluftii^' fragte feinen ®eift um bie Umftänbe 

bemX. $auft, bep inirabeifcö. Mephistophiles aber (alfo nannte 

Don bem fid) biefer fein fauberer 2et)rmeifterj autmortet 1 unb 

^^arabeiö, j^j-q^^. ^i, f^^^-^^ „^^.^^ ^^^r g-aufte / felbft Ieid)t= 

üorgeu ira. . ^.^ cibuebmeu ' unb gebencfen ha^ txxiS ^Narabeic^ 

nidit in biefer 2Belt ftetie fonbern etman gegen Cften ' gar nal)e 

beq bem .spimmel lige, alfo ha^ ielninb bie 5onne uom ^.liittage 

bie* gegen ;.Hbenb fic^ barinn üerbirget / unb alebann nimmt ber 

9J?onb bie Solinung ^ur 3^ac^t0=ßeit bartnnen. X^. ivauftue üer= 

248 



129 
1680. Erasinus Fratu'isci: Überzug der NiÜLTwelt 

fetjte alcbal^ mc foll id) Mefcc noii bei Sonnen nn^ Dem 
5)?onb uer[tcl)cnV eold)er flcftalt fagte bcr Weift: Dao inirnbeiö 
lii^r i^eiu'n bev nütternäd)tit]en 'Linie / nnb gegen 3(ufgang ber 
(Sonnen ' ha etamn anjelio feine lebenbtge Seele tt)o()net; ()at 
a(fo nHein Sonn 53ionb , nnb Sterne il)re (yrgel.üidifeit barinnen. 
£>ie Sonn ()at i()rcn f)errlidien Sd)ein bermaffen lanter nnb 
flar / ha^ man an if)r alle ?vorm nnb il)re ganUe Snbftanti 
barinnen jeden fan; fo t)aben ftc and) bafelbft feine bitiige ^latnx / 
fonbern ift fo lieblid) nnb fd)einbarUdi baf^ and) il)re befinbltd)e 
^^itie lieblid)er ift < ale bie finfft; nnb nmnn '^Ibam erfteiMnalö 
barinnen feine il'ollnft f)aben mollen / fo bat er fid) an bie Sonne 
geleget in iüeld)e er ganli üollfönunlid) mit nnoerrürften ^Hngen 
feben mögen; bannenl)ero ber t)ieUeid)t ber Sonnen 'ilMtrctnng feinen 
5iad)fommen geoffenbaret i)a\. 

3)ie Sonne aber ift l)ernad)malo nad) bem menfd)lid)en 
J-alle gleid)mol ber -v^iUe balber gegen ber mitternäd)ttid)en Sinie 
f)erab geftiegen / nnb \)at bie fünbHd)e 'iinlt ent^ünbet / roie eö 
annoc^ ift - alfo ha^", non nnn an fein ^}3Jenfd) in bie l^cinge / 
ber Sonnen S^iUe fan erbniben ' nnb ertragen: iueld)e0 bann / 
uon bem ^)}conb im gleid)em 3n öerftel)en ift. 3tnd) fei)nb bie 
Sterne fo flar nnb belle ha\] [ie / üon bar / boö ©rbreid) ei= 
lend)ten fonnen gleid) einem (iarfnncfel. So toben bie i^aneten 
am i^immcl fo nngeftümigtid) / ba'^ et^ im '!|?arabeie nid)t anbertJ 
erfdialiet [HOJ alö mie in biefer äl^elt ha^ X^onnern; fie fei)nb 
aber ganti anmntig nnb lieblid). ^sn biefem t)errlid)en Jl^o^n^^ 
banfe in biefer angenebmen tKoUnft / f)at ',?lbam allee mit fonber= 
barer (Mefd)minbigfeit nnb ber ä?ollfommenbeit nad) in hk er 
uerieUet gemefen ' betrad)tet ' mit fingen gefeben nnb fold)eo / 
nad)bem er ano bem ^sarabeiö uertrieben morben ale ein er= 
fat)rener Astrouomus ' feinen '3kd)fommen binterbrad)t: Tann / 
er mar uon ©Ttt alfo erlenditet baf; fid) alle Wefd)üpfe 0)£tte^ 
3n ibm neigten. 

allein Meplii.stoplieles, fragte 2). S'^nffn'? , mie ift bod) biefer 
(^)arte ber in ber Sd)rifft Oben genennet mirb / befd)affen ge= 
inefenV fei)nb and) barinnen Sdnme Örae nnb anbere Sad)en 
gemefenV ber (^)eift fagte '^a ' nnb ^mar nid)t Diel anbere a{6 
mie auf bem ©rbreid) bie ©arten nnb Inftreic^e Si^älber an3nfe()en / 

249 



129 
1(j80. Erasmus Francisci: Überzug der Niderwelt 

jcbod) in ctiiia0 iintcrid)lebci!: bcun ba^ (Mra^ / mie es ®Dtt erftlid) 
evid)aüen l)at / alfo [tcl)ct ee annod) ba / iinb ^at 2lbam uub 
©Da fid^ nienmlu genug über bie jd)öuc / ^elle ; anmutige uub 
bunte fs-avben / mit meld)en ee uermenget i[t - oemnuibern fönnen. 

Sae bie 33ciume belanget ' bie feijnb fo l)od) ; ha^ bas (^e== 
niölcfe be^iSpimmcle bavburd] ftreid]et i unb breiten fic^ bie tiefte fo weit 
aue ba^ man [ie nid)t itberjef)en fan: bie Blätter baran fer^nb 
3um I()eil breit j gum 2:()eil jpiliig ' uub jo gro§ ale ein O^eid)- 
©pie^: ba§ Dbft baran ftiUt nimmer ab jonbern bleibt alfo 
fteben btö an ben ijüngften Jag: in ber 9}titten aber be^ 
'iHirabeifee ba 2(bam gefd)affet uub gepflanl^et t)at jei)nb ^-eigen^ 
23äiime unb aUer()anb ^b[t; unb bie 33lümlein barinnen feijnb 
bermaffen lieblid) am ©erud^ unb @eid)macf / baf; joldiee niemanb 
red)t beid)retben fan. So f)at ee and) im "^sarabeie ge()abt aUerlet) 
Oierfüffige geflügelte unb fried)enbe I()iere / bie alle ganfe ^a^m 
loaren unb ftd^ gar betmlid] ^u bem ^ll?enfd)en ^ibani tl)äten / 
benen gab er nun / auö erleud)tetem i^erftanbe ' einem jebeu 
feinen 'Flamen: (5» mar auö:) ]u. ber ßeit an i()nen fein @rimm / 
ßorn ; SBüte nod) Öifft / fonbern maren bem 93ienfd)en mie gefagt 
ganl? untertbänig I unb geborfam ' ja gar ,^al)m ' unb faft furd)tfam. 

Silfobatb aber Slbam unb ©oa ' bie Sd)an^ a\\§ .poffart miber 
®Dtt ebener maffen mie mir 2;euffel / überfeben unb @ott 
il)ren Sd)öpifer mit Ungeborfam er^örneten ' unb oon bem (Sngel 
(S^erubim auy bem ^sarabeiö oertrieben mürben ' ba gingen alle 
Spiere in bac fünblid)e l^anb ; oeränberten ibre oorige Dktur / 
yvreunblid)feit ' unb Zuneigung ]n bem "'I1cenfd)en ja ' ein feb= 
mebere Il)ier=@efd)led)te i mar in ®iite unb ^itterfeit g(eid)fam 
oermanbelt uub mürben l)ernad)male be§ 53?enfd)en ^einbe / alfo 
bi^ nunmel)r fein X^kv i in bem 'i^arabeig ift fonbern lieget 
biefcrbalben faft öbe. 3). ^yauftuy oermunberte fidi unb fagte / 
lieber Meplii- [31J stopliiles, mo ftel)et aber ber 33aum befj 
(^rfenntnip (>)uteö unb Söfee / baran fid) :.Hbam unb ßoa Der= 
griffen babenV 2)er ©eift antmortete / biefer 2?aum befi Öuten 
unb ^öfen / ftcl)t mitten im i^arabeife ; ein gar einfältiger unb 
fi:^Ied)ter 33aum meld)eö bann and) iHbam unb (foa am meiften 
t)erfüt)ret unb betrogen bat meilen fie nid)t oermeinet ba^ @Dtt 
eben fo Diel an biefem Saum gelegen märe / ober ba^ eine fo groffe / 

250 



129 
1680. Erasnius Francisci: Überzug der Niderwelt 

ja faft göttdclic 5ü>inTfinu3 barinn ftecfcn lolltc: 2){e 2tc.pffc( Daran 
fei)nb nid)t fo gar grof^: aber auffcu au bcn (Sd)clffen iei)nb [ie 
au ber JVarbe tuic eiu :)icgenbogcu gcjprcugt. -Der ;?lpfft.'l aber 
iuircubig ift Wejpreu=iiietfe formirt mit leibfarbuen .^ireulileiu ; 
uub [tel)et biefer ißaum / bii? au beu ^iiugfteu lag aU^bauu 
er mitten üoneiuber fallen / unb fpallteu füll, l'ieber Mephisto- 
pliiles / öerfe^te l)ierauf 2). ^yauftue hm aber niemaub mel)r 
jnm ^sarabeio gelangen ober fommenV ■)iein ' autmortete er / 
fein i'ebeubigee mirb mel)r bat)iu fommen fönnen , beun nm 
biefen öerboteuen 23anm ift ein 3BaU mit feurigen Äetteu uni^ 
ringet uub l)ütet bef) C^arteuö ber (Sngel (51)erubim , mit einem 
feurigen ^(i)merbt; aber alle nnb jebe feiig abgeleibte eeelen / 
fef)en einen ^Itcf nnb ^s-renbe biefee 'j^Hirabeifet^ / nnb laffen fid) 
bamit begnügen / biö -jur öollfommenen ^"yreube be§ emigen ßebenö. 
2Bo aber unb an iueld)em (f'ube / ift ber Drt / ba ber flieffeube 
5Brunu innen fteliet; fragte 2). ^anftnöV 2)er Weift autmortete / 
biefer ^rnnu ober leid) ligt mitten im ']>arabeit^ - nnb befend)tet 
ben ganlien (^Jarten: tl)eilet fid) aber l)cruad) in oier fonberbare 
jpanpt'g-lüffe / unter n)eld)en ber erfte genannt mirb Ganges / 
ober Pischoü, ber anbere Gilion, ber britte Tigris, uub ber 
üierte Euphrates (a). 

3Ö. 3(i) ^a» fain» glauben / ba^ ber Üeuffel j^, (s^ ^jm^ 
bem 2). ^i-anft ; ber bod) eiu gelel)rter l^knn foll gewefen ^iiMi^mami 
fe^n / mit fo albernen ')3iäl)rlein ' aufgepgen fommen w-nt L^om 
feQ. Senn er bie einfältigen "subianer l)ätte üor fid) ge= auimitchon 
habt mare ee oermnt id)er. 3jenn bie fabulircn norbui -. ^,., 
felbft gar tl)örid)te nnb tt)eile poffierlid)e iSai"^en / (^^^p^ j)^ 
Don bem ^sarabeie: U)eld)e alle 3U er3et)len 1 unb 3üi)ainih5 
angnfibren / einem eine groffe 53?arter ' nnb feine A^iinti 
'»Parabeit^s^nft / fonberu eine irbifd)e ?s-egfener6=^|sein *^''^^*-'- -'^^• 
öerurfad)eu börffte. 



251 



130 
1680. Pacta und Gelübdnüs des Herzogs von Luxenburg 

1680. Pacta und Gelübdnüs des Herzogs von 

Luxenburg 

1 acta unb ©eli'ibbnia^ 2)e^ '^sn ber 23afttÜte 311 ^^^ariB »^ S^ev* 
t)afft (Siliseiibcn .vierfeogt^ 0011 l^urenburg (£0 er ^}J?it bem Ici^bigcn 
eatan c3ctroffen. 2lu§ bem $rau3bj. Tviginal im 2;eut]d)e über= 
fefeet. ^m o<i-ü)r 1680. 

@. 3. 

2^!;se Qau^c Seit mar 511m ()öd)i'tcn nenminbert / inib fiinte 
fid) utct)t eiubilben / au§ \va^ Urjad) bod) ber in bem jüugft Der* 
gaugenen '3]icberläubt]d)en Ärieg t()eil6 bitrdi tapffere ()erolfd)e 
3Ictionen tl)eilo aber biird) barbarijdie unb iinmenid)(id)c nerübte 
®reuel=3ll)aten / (monou bte bei)be ^poÜänbijd)e |d)öne ^vlerfeu / 
C^c(;raüen unb «Scfiiüammcrbom ein unan^Iöid)lid)eei ß^nfliiw^ / 
fo lang bic iri>elt ftebet / merben geben fönnen) in gan^ (äuropa 
beniffenc .'öer^og üon Su^'enbnrg jo plöt3lid) ' unb miber aller 
93?enld)en ä>ermutl)en ,' in be6 2iner=Gl)ri[tltdi[ten Äonigö Ungnabe 
geratben ba]^ er in bie jogenanle Saftilien ^u ^ari^ in enge 
3?erl)afftung gejetiet morben. 6ö gienge ^mar int^ gemein bie ©age 
unb iiermutl)ung bal)in ' als ob er bei) ber jo befd)reiten ®if|t* 
'2a<i}Q mit^interejfirt geirefen / meldjee man meilen l)iertion feine 
grünblid)e Wemi^beit üorbanben / an feinen 'Trt gefielt fci)n läffet; 
jebod) aber l)at man nod) uad)gel)enb0 erfel}en ha^ berfelbe in 
feiner C')efangcnfd)afft aufjgefagt unb befennet ' ba^ er fid) mit 
bem l)üllifd)en ^Piorbgeift ,' bem lei)bigen 8atan / in ein i^erbünb= 
nu^ auf nad)gcfct3te ^^^suncten eingelaffen / unb fid) mit il)m foI= 
genber 5)taffen üerglied)en: 

1. (Eolft bu ' fiucifer / mir alfo babr bunbert taufeub isfunb 
an @elb einl)änbigen. 

•2. 2llle erfte -Dienftag eineö jeben ^llionate tanfeub ^sfunb 
lieffern. 

3. (£ol biefegi ©elb ' fo bu mir bringen mirft geb unb gang* 
bar fei^n / alfo unb bergeftalt / ba^ n{d)t allein [4.] id) i fonbern 
auc^ alle benen id) baoon geben merbe fold)eö 3U if)rem fa&^m 
anroerrben unb gebrauchen fi3nnen. 

2r>2 



im 

1680. Pacta und (Teliibdnüs des Herzogs von Luxenbiirg 

4. :öefagtcei C^H'lö fol nidit falfcf) ober betrüi^Iid) itod) non 
ciiter füld)cu 'DJMtcrta fci)n iiield)e unter ber .s^aiib ciitiuebor iincbcr 
iicrfd)Unubet / ober 311 ^tciii - Äol)lcn luib beriilcid)cn luirb foii'- 
bern ei? fol baffelbe ooii |old)em ^JietaU feijii > iücld)c>3 oon DJieii= 
fd)en .^^ä^be^ t]epräget loorben / itnb in aüen "Trten nnb l'änbern 
wo cc aud^ l)infommcn mag gültig nnb gangbar feijn. 

•"). 'ii>ofern id) eine gute Summa @elb»? nounot()en {)aben 
würbe I Cd möd)te and) feiju ^^n mae für einer ßeit ober :;n 
mae für einem C^^ebrand) es immer moUe ; fo foKeft hw obligirt 
unb t)erpflid)tet fei)n mir oerborgene ober oergrabene Sdiälu' 
ein3ut)tinbigen ' nnb ^loar nid)t alfo / baf^ id) biefelbe an bem 
jeuigen "Crt / mo fie oerborgen / ober »ergraben fei)n ' f eiber erft 
i)olen nuifte ' fonbern bu folft mir felbige o[)ne einige meine 
^Jiübemaltung an baofenige Drt 100 id) mic^ ^nr felben :]eit 
anffialten nnb befinben merbe ' ^u Manben lieffern ,1 barmit nad) 
meinem belieben unb C-kfallen ^u |d)alten nnb ^n malten. 

ß. 2olft bu mid) meber an meinem Seib unb ©liebmaffen 
bejd)äbtgen ' nod) an meiner öejunbbeit angreiffen ' fonbern mir 
biefelbtge obue einige menfd)lid)e 2d)mad)()eit fünffliig -^ai)X lang 
uniierfel)rt erl)alten. 

7. ^Sofern td) aber je / miber ä,^erl)offen / in einige Äraiuf^^ 
beit fallen folte ' nnb bu folc!^ec^ nid)t oer^inbern fönteft fo folt 
bu mir beilfame unb beiüäl)rte 3Utnei)=^]?ittel üerfd)affen ; nnb 3U 
meiner oorigen Wefnnbl)eit ' fo balb ee immer möglid) feiju mirb / 
mieber üerl)elffen. 

8. -Die 5a^v ' auf meld)e mir uue mit einanber üergleid)en 
werben follen in jmolff 53ionaten / mie a^ nid)t allein bier in 
-Jrandreid) ' fonbern anc^ in ber ganl^en [5.] ©elt gebränd)lid) 
ift / beftel)eu nnb ^mar jebeu ^DJtonat 5U 30. ober 31. Jagen / 
ein Sag nnb Okd)t ^n -J-t. gtnnb gered)net. 2)iefe ßeit fol fid) 

anfangen l)eut X'ato ben biefeö 1676 ften Sa^vö / unb fid) 

enbigen eben biefen 5:ag be| 1727. '^a\)X^ j alfo mib bergeftalt / 
ba^ im geringften nid)te oon biefer -^^dt abgel)e unb bn mir 
biefelbe oerfnrl3eft ober eine falfd)e unb oerfel)rte ^)ied)nung unb 
2(n§beutung (mie bu mol ebema^leu anbern 5U tl)un pflegen) baber 
mad)eft. 

253 



130 
1680. Pacta und (-relübdriüs des Herzogs von Luxenburg 

!». 2^anu nun bieje ßeit aüerbingc nertloffen unb au§gelaiiffeii 
folft bu mid) / uad) bcni gemeinen l^anff ber 5ktnr ,' ane alle 
anbere ^tenid)en / jcboc^ fonber gvoffen Sdimer^en nnb Dnaal I 
au&i o^ne Spott nnb Sc^anb [terben laffen nnb nid)t Dei1}inbevn | 
ba^ mein l^eib eljvlid) gnr (ärben beftattet luerbe. 

10. eolft bu mid) bei)m Jlönig mie and) bei) allen uor^ 
nel^men ^^erren / in Snmma / bei) @ro^ nnb Älein / ^ol)en nnb 
^liebem 5)?ann= nnb SBeibe^'^serjonen beliebt nnb angenehm 
mad)en fo ba^ id) il)rer ®un[t unb @euiogenl)eit jebergeit t)erfid)ert 
fet)e / unb [ie mir in allem »ae i^ an fie begel^ren mcvbe / nn= 
lucigevlid) millial)ren mögen. 

11. (Solft bn mid) felb anbei an alle Trt nnb 6nbe bei 
SBelt / rüoi)ui id) oeilange [ie fei)en \o mcit abgelegen / aU fie 
lüollen , unbefd)übiget fül)ien / unb mid) berjelben Spiad)en alfo= 
balb fünbig mad)en ' ha'^ ic^ biefelbe feitig reben fönne / auc^ / 
mann id) meinei Cinriofität ein ©enügen getban i unüeife^it mieber 
3uinrf in meine 2i>ot)nnng biingen. 

12. (Solft bn obligiit unb oeibnnben fei)n / mic^ für allem (^e= 
fc^o^ ' ale nel)mlid) / Stücten ' Bomben / ^-euei 5J?öifeln / ©lanaten / 
?Otn^qneten ^iftolen - ^yeuei 9iöl)ien / nnb allem anberm (^emel)r 
unb SBaffen / fie [G] mögen and) 9cal)men f)aben / mie fie motlen / 
bewahren ha^ mid^ feinee beifelben beiül)ieu / noc!^ mir an 
meinem £^eib nnb ©liebmaffen einigen Sd)aben 3ufitgen mögen. 

13. Solft bu mir be^ülfflid) fei)n / alle fo mol be| Äönigö 
offentlid)e / als meine pniticnliei=^-einbe ^uübeiminben / unb übei 
fie 3U tiiumpl)iien. 

U. Solft bu mir einen 3f^ing ocifd)affen j nnb 3nmegen 
bringen meld)ei mid) ' fo offt id) benjelbcn an ben Jvingei fterfe / 
unftd)tbai unb unübeiminblid) mac^e. 

15. Wnit bu mii in allen ©tücfen ' fo ic^ bid) fiagen merbe , 
gemiffe mar^afftige nnb giünblid)e / nic^t aber i)erfe()ite / 3meiffeU 
Raffte / ober 3n3e9beutige 9lad)rid)t eitl)cilen. 

16. Solft bu mid) für allem / mae mieber mi^ inge^eim 
Doigenommen unb angcfponnen miib / 3eitlid^ mal)inen / mii auc^ 
5)iittel unb äJJege an bie .s)anb geben / folc^e miber mi(^ gemad)te 
-2lnfd)läge 3U l)inbertreiben unb 3n nickte 3n mad^en. 

254 



130 
1680. Pacta und (Teliibdnü.s des Herzogs von Luxenburg 

17. Solt bii mid) alle i2pvad)cn fo id) iicvlangcn U1cr^c / 
lejen / rebeii iiiib aui^fprcdien Icviicii / uuh ^uuu" fo c\iit iinö perfect / 
a\^ ob id) bcrielbou oou :CsU9ent) auf tm\b\c\ gcmcicu iiHire. 

18. (Solft bii mir Atliui()eit / 3iMl3 iiub iserftaiib Pcrlei)()cu / 
uoii allen i^adion iHnnüufftu^ ^ii bijciiriren imb ein Urtlieil bariiber 
311 fällen. 

19. ©olft bii mid), Dor allen ®erid)ten unb ^Katljeftülen beä 
Äöuic^^ / barnor id) möd)tc cttivt unb gelaben merben , mie autt 
bem isübftl. unb (Sanüniid)en :)ied)t pntjeiöiren unb nertretteu, 

20. (Solft bn ntid) ' unb mein ^anf;ircjen iievu)at)ren ; ba^ 
iiH'ber C:^inl)eimtjd)e uod) ^-rembbe mir baffeU [7] bige angreiffeu , 
ober etmae banon entfrembben , fonberu iold)et^ uuüerfel)rt er* 
l)alten. 

•Jl. (Eol mir ^uc3elaffeu feiju ba^ id) bem än[ferlid)en Äd)ein 
nad) alö ein guter Cbrift mein "^cbcn tü()reu | unb bem offent^ 
lid)en ©otteebienft ol)ue einige bereu i^erl)iuberuug beijmol)nen 
möge. 

22. (Solt bu mid) in ber UniuerfaU^Jiebicin pryepariren unb 
5urid)ten lernen - mir aud) bm red)teu ©ebraud) berfelbeu unb 
bie 3^o[in ober bae öemid)t / mieotel man einer ^^serfon baoou 
eingeben fol / jagen. 

23e Sl^otern id) in irgeub einer Dccafiou / (Sd)armü^el ober 
@eted)te an meiner "»^^erfou attaquirt unb angegriffen werben 
iolte folft bu mir ^uforberft , unb oor allen 3)iugeu ^ülff unb 
^^eijftanb lei)[ten. 

24. ©olft bu iierl)inbern ba^ niemanb / mer ee and) fei)n 
mag biefen unfern gemad)ten Slccorb unb 35ertrag / innen 
irerben 00er erfal)ren oielmeniger aber eutfrembben ober \n 
.panben befommen tonne. 

25. So offt id) beiuer beget)ren merbe / folft bu mir in einer 
lieblid)en unb angenebmeu , feines ifijege aber in einer erfd)rörf= 
nnb abfd)eulic^eu Öeftalt erfc^eiuen. 

26. eolft bn mir 9}tittel öerfd)affeu / ba^ @ebäd)tnuf, ]n er= 
f)alten unb ju ftärcfen / unb biefee utd)t nur für meine "^serfon /' 
fonberu ba^ fold)e and:) allen unb \cben 5DJeufd)en / benen id)ö 
mittbetlen raerbe / l^elffen tt)ue. 

255 



1680. Thomas Johann Schnitze: Des Tenftels Berg-Werck 

■21. Solft bii mir 3iil"at3en unb üerjprcdicii i ba\^ bii aüc ob= 
anc^cfüfu'te iNiuicteu / unb einem jebcu injünberl)eit / imDeibriid)= 
lid) l)alten , unb bicfem aücm tlciffig nadifominen luoKcft: 5i>d^ 
fern bu aber an einem ben tjerincifteii fclilcii ober bid) ()ieiinnen 
faumfelici erzeigen unirbeft / fo fol alöbanii biefcr 'inict unb 'iser= 
trag null unb uid)tig i unb üon ganli feinen ilräfftcn jei)n. 

28. 3)a()ingegen gelobe unb uer|prcd)e id) bir nid)t allein 
nnterjd)ieblid)e -lltanne^ unb 2i>eibcv- -|>erjonen in beiuen öcivalt ^u 
lieffern fonbern ocrläugne and) ©ott bie 2lUert)eilig[te rrei)nig= 
feit / unb fünbige berfelbigen ben 23unb / ben id) in ber 2auff 
mit il)r gemad)t ()abe / gcinlUid) auf / trette l)ergegen mit bir in 
eine neme 3>crbünbnü^ / unb ergebe mid) bir mit ßeib unb @eel 
immer unb emiglid). 

131 

1680. Thomas Johann Schultze: Des Teuffels 

Berg-Werck 

a — k 

Wid^ Sleuffele ä^crg=2Öercf, ober .pöd)ftnött)iger, unb in @otteö 
SBort gegrünbeter i^nterrid)t 3Sae öon ben 2d)a^graben, unb 
(Sjelb=fud)en 3ul)alten fei), Wit ©. ^^c^löbl. Sl^eol. g-acultät ^u 
3i>ittenberg Consens unb Approbation, üorgefteKet i^on 2;i)oma^ 
3ol)ann (Ed)ul^en, ^sfarr()errn ^u Sorgeborff unb .V)ol)en=2talBbDrff. 
25>ittenberg, 3» 3?erlegung 5). %obiä 93kini fei. (Srben, unb C^lerb 
(gd)umac^erc\ T'rncftö ^33?att()aeuc .s>en(tel, Untoerf. 2?nd)br. -^m 
3al)r e^rifti 16«0. 

a) <B. 8. 

2)00 I. (5apitcl. 3?on bee Jeuffel^ Sßerg-mercfi? 3?erfid)erung. 

ij. 3. Jn ber .piftori non bem bcrübmten Sd^mar^fiinftler, 
5)octer 3ö^ann Rauften, meld)e nad) ctlid)cr ^ll{ei)nung gu 
SSittcuberg gefd)ctien fei)n fol, si tabula vera. ift folgenbeö auff= 
ge3eid)net: Tamit ber 3:euffel feinem (Srben, bem /vanfto, gar 
feinen iliangel lieffe, meifte ber (>)eift 53tep()oftovl)ile0 D. Faustum 
in eine alte (Sapelten, fo eingefallen mar, unb bei) 2i>ittenberg bei) 
einer l)alben 5)^eilmegee gelegen ift, allba hatte eö einen ner* 

25ti 



181 
1680. Thomas Johann Schnitze: Des Tenffels Herg-Werck 

grabeneu Alefler, ]o fo(te D. Faustus graben, fo mürbe er einen 
groffen ^6.)aU finden. [i»| 3)em gieng D. Faustus trenlid) nad), 
line er nun bar fani, \anb er einen greulid)eu groff cu '^Nurm 
auf beu vicl)al3 liegen, ber (8c()at3 erfd)lene, mie ein auge^üubet 
:S^ied)t. D. Faustus bejd)Untre il)u, baf; er in ein 2od) frod). 5)llp 
er nun i^m 2(i]aU grub, faub er nid)tei, ale .<ilo()len barinnen, 
^orete uub fabe audi banu'beu niel Wejpenfte. ^Ufo brad)te 
D. Faustus bie .\lol)leu 3U Spau^ , bie alpalb .^u Silber unb 
©ülb unirben, iiield)e0, mie fein ^-auinlue* ober X^iener barüon ge* 
melbet l)at, in etlid)e taujenb (^)iilbeu uie()rt geid)al3t i[t morben. 
b) (S. -20. 

'^sugleid)eu bae ^eufteltfdje (^^ejpräd), meld)eö I>. Faustl 
fauuilus. (ibriftüpl) ilinigener, mit feinem (Reifte uou biefen 
fingen gcl)alten, ba unter auberu and) gelefen mirb, baß bei? i\>agnerö 
CMeift uon bem erftcu fürne()mften dürften ber leuffel gefaget, 6r 
foune Sd)äl3e in Äob^'u, unb mteberumb .ftoi)len in 
(id)cil3e lu'i manbeln. Ci>aö flapt uid)t mol)! für bie .perreu 
Sd)al3=Wräber. 

ci S. 7(). 

rer un3Üd)tigen .v)uren-iMuuft, meld)e fouft \)z\\ (Sd)at3gräbern 
unb anbern 3aubcrifd)en beuten üou ben bbfen unreinen ©elfte 
uub ftiucteuben .s)bllenborf im ^perl3eu ange3Ünbet mirb, mil tc^ antfeo 
nid)t gebeulten. I1iau befe()e nur W .s)iftori uou D. Rauften, 
älMtguern, uub i()ree gleid)en. 

(1) (£. 81. 

@D benu nun (^^^ottee ißort, beu bluffen :i8ud)ftabeu 
unb @i)lbcn \\(x&) , foldie Ärafft nid)t ()at, überuatür^ 
lid)e 2)iuge 3U mürcfen, ober beu böfeu ?S'einb 3U oer^ 
treiben, fo merben eö 9.^erfe unb ';Ii>örter ber .s)ei)buifd)en ^^soeten, 
item bie unoerftäubige 3iotbmelfd)e Sinter, al| Aracadabra, Hax. 
pax. niax. Dens adiniax, niatas, denatas, daries dardaries, Da- 
mosses. gades, bichidos, mechadis. cames offidius. ("ümitecro. 
Zozin, Agare, Zedelay. Bitelbaut. Ydon. uub bergleid)eu, {ha 
man mol fragen möd)tc, meld]er Jeuffel in ber .pi)ne fo 
t)eiff e?)üielmeniger tt)uu. 33efiet)e, mo bunid)tö beffer^ 3U tt)un f)aft, 
Don biefen Olarreu iniffen, Magnif. Du. D. (lejer de Superstitione, 

Tille: Faustsplitter. 2.^7 17 



lt)8Ü. Thomas .lohanii Schnitze: Des Teuffels Berg-Werck 

B. Dorsch. Dissert. de Satanae obsess. Secf. I. quaest. 6. 
B. Balduiii. Lih. JIJ. cap. V, cas. 3. B. Dieter. Anal. Evang. 
P. 11 p. 405. a. Seiden, de Diis Syris, p. 118 seq. M. Bayer. 
addit. ad Seiden, pag. 206. seq. ürsin. Acerr. Philol. p). 466. 
Camerar. Cent. III. Hör. succis. pag. 401. c. 76. Boissard. 
de Dicinaf. p. 167. ßn. seq. Waldschm. Python. Endor. p>ag. 296. 
seq. 632 seq. Del-Rio. Disq. Mag. p. 965 seq. Schott. Fhys. 
cun'os. p. 1287. Wier de Praestig. p. 376. seq. Histor. de 
Faust } famulo. 

e) Z. 95. 

Slt%\\<&j tan mau aiid) ben böjen ^-eiub burd^ räud)crn 
uic^t öertrcibeu, fiutema()l er fo(d)ey jiuneilcn fclbft üou feinen 
lie:^ [96.] ben (betreuen be9ef)ret l)at, ^(x^ [ie i(}m einen Diani^ 
mdd)en, ober ein ^tandj-rpffer bringen joKen. Sßefielje bie 
.piftori uon Söagnern, 2). kauften 6 famulo, nnb Natal. 
Com. MytJio/og. p. m. 35. 

f) e. 107. . 

(Sin beffer (J7ein;}el einer [td)ern Jenffelo 2>erad)tnng mirb 
une in bcr^spiftori von JJ. Ränften üorgeftellet, an einem 
alten frommen ^})taune, ber ein ^Ir^t nnb [108] '"}kd)bür D. 
Faiisti mar, biefer üermal)nete ben @d)marpüuftler ^-anftum, Dou 
feinen 2;euffelet)änbeln ab5nftel)en, mit iun-()altnng ®öttlid)er (Sd)rifft 
nnb fdirerflidier «gtraffeu C^S^ttee. 5lUein fo meit fe{)lete et\ ba^ 
bie^ Senffelefinb fid) befet)ret bätte, ba^ er fid) inelmef)r üon neuen, 
nnb nod) fefter, ai\] juüor, mit feinem '-i3lnte bem Xeuffel uer* 
fd)riebe, nnb bem guten alten e()rlid)en ^)3taun fo feinb 
mürbe, ba^ er ii)m nad) Veib unb Seben ftellete, miemol 
ber leuffel ii)n nid)ty anf)aben funte, raeil er fid) fleiffig mit bem 
Webeti) üerma()rete. Über ^meen 2^age I)ernad), al0 ber fromme 
'l^cann ^n 33ette gieug, ()örete er im .paufe ein gro^ gerumpel, 
meldjee er ^noor nie gehöret Ijutte, bai" tarn ^n i{}m in bie Kammer 
hinein, gruntite mie eine <Baii, ba^ triebe ee lang. ^Darauf 
fieng ber fromme alte 9]{ann bee Senffely ^u fpotten unb fagte: 
C rate eine 33äurifd)e 93hiftf ift ba^l (i\) rao()l ein fc^ön 
Sobgefang dou einem ©efpenfte! 2A>te ein fd)i)u Sob = 
gefang dou einem ßngel, ber nidit ^racen Xage im ^sa» 



131 
1680. Thomas . Johann Schnitze: Dos Teufluls Bcrg-Werek 

vQbic§ i)at fönnen bleiben, iu',vtcvct ftd) crft in anbcrcr 
1^ eilte .s; ii II 1 e r , iiiib l)at in feiner 3i^ot)niing nici)t bleiben 
fönnen. Wü folct)ein Wefpötte bat er ben böjen (^)ei[t üertrieben. 
■Js-anftne fragte i^n, luie er mit ben alten iimbc]anc-\en wäreV ^)ah 
ibm ber (^3ei[t gur Antwort, ec blatte o>bni nid)t bei)fümmen fc)nnen, 
benn er gebarnifdit gemeft fei) , bae (>Jebetb meinenbe. <Bo i)ätk 
er feiner nod) ba rgu gefpottet, iiield)ec^ bie (L')eifter nid)t leiben 
tonnen, fonberlid), menn man ibnen ibren A-all fürmirfft. 

g) S. 111. 

2)ie IX. ^ratje. Db bie genanbtc (Ed)al3grdber ^{agi ober 
(gd)marl3fünftler fei)nV >j. 4 1.). 

^Jauberer pflegen bei) it)ren i^errid)tiingen geiüiffe 
^ilä^e ab^iimeffcn nnb f LMiberbabre (^irrfnl ober greife 
3U mad)en, in iiield)e |le fid) oerfügen, unb il)re jlenffelifd)e 23e= 
fdimerungen bauten, bauou bie .s)iftori D. ^'yauftenß feinee 5)ienerö, 
bei? ^agnere, nnb anbere 2!3üd)er non ber (Sd)marl3en!unft 
fattfam ')cadirid)t geben. 

h) (S. lU. 

3)eö unfeligen D. ^"vauftene 2)iener, CSbriftop^ 2S agner, 
fam einöiua^lö gen "^ceapele, nnb oernabm, mie ha'^ ein reid)er 
Äanffmann anf bem ^)3?eer märe beranbt, nnb nmbgebrad)t morben, 
unb bie ®ütl)er ibm genommen, meld)e umb uiel taufenb ©ülben 
finb gefd)ät3t morben. Unb al^ feine ßrben gerne gemiffen (^himb 
erfat)ren bätten, mie ec bod) barnmb bemanb, unb mer ber S^bäter 
gemeft märe, botl)en fie gro^ ®elb au^, menn einer etmac^ baoon 
entberfen unb offenbal)ren mürbe. -Da bad)te ber !2d)marl3"fünftler 
'ii>agener, ee molte mol ein gut -Ding \nv ibm fei]n, nermeinte ein 
ftatlid) @elb baoon gubefommen, unb gab fid) an, mie [115] er 
bie Äunft fönte, unb offt oerfuc^t unb probiert ^ätte. ■)tun maren 
bie Seute aud) abergläubifd), mie benn bie äl>elfd)en öiel brauf 
balten, and) biijmeilen gute ßfliiberer fet)n, lieffen ben Slsagener 
feine Äunft braud)en, unb öerl)ieffen i()m gmet) t)unbert 2;l)aler, 
mo er ben :Il)äter fönte an3eigen. 3)a nat)m er einen (5l)ri* 
ftallen, befd)mor ben, unb bielte i()n gegen bie @onne, 
ba fal)e man ein ^Mlb brinucn eine» reid)en Äauffman^ 
3u 5leapel0, mcld)eö fie mol ertaubten, fagten, ber folte bie 3^f)at 

259 17* 



131 
U)8U. Thomas Joliuuii kSchultze: Dv6 Teuffels Berg-Werck 



'» 



an bcm aubcvii aiiff bcm lliccr bcc^angen {)aben. 9lun mar bt^ 
iimbr, ba]^ er mit ilim aii|5ßetal)ren mar, luib !amcn gleict)mol nic^t 
mitclnanber luleber, er iinirbe nerflatjet für ber ^ibrigfeit imb ge= 
fraßet, ob er uid)t müfte, wo biefer Jlauffmami c]eblieben iinireV 
5)iefer tjab giir 'Jlntmort, er iväre öor S^m t)er t3efd)iffet, ob er 
märe iierfundeii ober oerid)(ai]eit morben, ober aber, ob er irre ge= 
fal)ren, fönte man ntd)t miffen; 0')leid)er ©eftalt mnrben and) feine 
2)icner gefracjet, bie fagten alle alfo. Hnb ba man fie babei) nti^t 
molt bleiben laffen, 30 ge man fie alle gefänglid) ein nnb 
marterte fie, ba fiengen fie an nnb befanbten, ha'^ fie 
it)n ermorbet ()ätten; Garant 3ogen fie ben sperren auc^ ein, 
ber bcfanbte an^ ^sein, roie ber ^nedit, er l)ätte eö get()an. Unb 
baranff mnrbe bav Urtl)el gefället, man folle fie, al^ 5Reer» 
O^änber, 3um ^obe bringen. Unterbeffen fo fömbt ber Äanff= 
mann, ben man oermeinet erfd)lagen 3n fei)n , mieber 3n Öanb, 
frifd) nnb ©efnnb, ol)ne alle (Sdiaben, nnb mar üerfd)lagen morben, 
baf; er an einem S)rt fünff 2r^od)en l)ätte muffen ftilt liegen. 
$Da fal)en fie, baf^ bte oon bem ^\sagener maren betrogen 
morben, (är nal)m aber fein (^elb nnb mifd)te baoon. 

i) ©. 128. 

^ 6. Hmb meiter 'i)lad)benrfenö roillen, füge id) biefeö nod^ 
mit bei), ba^, aU D. ^-anfti A-amnlne fid) bem lenffel, ©Ott, 
behüte nnö alte in ©naben, mit £eib nnb ^cd anf emig t)erfd)rieb, 
nnter anbern pnneten, meld)e biB Slenffelefinb 00m Satlian bagegen 
begel)ret, and) biefer nnb ^mar ber fiebenbe gemefen, baf? er 
ttUc Dcrborgcue unb l)eimlicl)e 2>d)ät'i unter ber ($rben miffen 
unb überfommen möd)te. Unb alf! er eini?mal)lt^ oon feinem 
©eifte bie mand)erlei] .species ber 93tagifd)en ober ßanberifd)en,?lnnfte 
miffen molte, antmortete i()m nnter anbern ber ®eift and) alfo: 
I)iefe ^unft, (eß mcijnet bie ßanber^Ännft, barnmb er gefraget 
morben,) mer fie re^t fennen mil, ber mn| fie oon nnö 
lernen ninb eine gemiffe 33ebingung, ba^ er fid) nemlte^ 
gegen une oerpf(id)te: Unb meil i^r ©efellen an^ is'ür= 
mi^ entmeber roollet reid) merben, nnb 2>djäi^ii fucf)en, ober 
aber ^rand:t)eiten oertreiben nn b @elb bamit oerbienen, 
ober aber Inftige furfemeilige ^soffen anrid)ten nnb öor= 

260 



131 

IGbU. Tliuiiiati Jiihauii Si'liiiltze: Dva Trullols Bcry -\\ urt'k 

bviuiu'n, o^or ^u c^rofleu OM)rcn fomincii, u^^ aiid) eiict) 
an ^c^ Aetuben, iiitb bcneii, fo ciicl) übel c3Ctl)an, iccl) = 
II c n D c r j o it [tc n b c n ^Di c n f d) e ii j d) a b c u ^ u f ii ß e u , f o l) ü b e n 
wir bavautt allciici) Äüiifte crbad)t uiib aiiö Vidit bvadit 
ale crft(id) bic ('onjurationes ober ^eid)li)eriiiu]en, baiuit 
il)r iiiio bejd);iieret, lueuu \l)v S-djätje fm1)cn luoUct [l-'4] 
unb uiiö ucvtrcibct, ba mi[Un-aud)t il)r baö (>-üüngeliiim 
3>ül)aitiiic\ iiiib bic i^falntcii, iinb [aKct au|> euren iU'^ 
riiff, bar ein ciid) (^'^'Ctt flcjctu't l)at. ^st}r mi fUir a ii d) c t 
bar3U bae tjciucibcte 'ilsaffcr, ober 5lait[tiiiajfer, iiitb 
anber 5>iiu] me()r, iijui. eo prcbii]t ber "leuffel felber bie 
■ilni l) r t) c i t 011 bcu 2d)alujräbern, uiib bie ilH'lt itrt()ci(et jo 
geliube imb fauft ooii jold)cn :]aiiber=(^eieUcii inib Sd)marl3füii[t= 
lern, ift ba'ö nid)t eine Seiiffelijdje ^erblenbungV 

k) @. 129. 

Die XII. ^rage. Cb ein 3d)at;a väbcr uub ■■^aubcrcr 

bcfel)ret, unb ^itr ©elit^feit gebrad)! merbeii foniie"? 

<:?. 2. ^^i>ir beaiitiuorteu bicfe A-raße mit J«. '•''ö ^^^ ^^uar 
mol loiffen , baf^ ev mit lold)er l'eute iV'fet)rung cjar jd)mer ()er= 
gcdet, in ix'trad)tuui}, meil i3öii^fi'ci) eine cirofje .paupt = (2ünbe 
ift, unb ber leuffel fold)e l'cute gar ^n feft in feinen ©trirfen 
(}ält. 23eficf)e i)teoon M. ii>albfd)mtbtö .peren='']>reb. 
pai--. 86. ":li>ie offt t)at ber befanbte 3d)marl3fünft(er, D. ^-anft, 
angefangen feine SSof^lieit nnb 2euffelifd)ee 'ilk'fen, 3U bereiten? 
Sie offt ()at er il)m fürgenommen, bcm Jcuffel, unb allen feinen 
'ii.H'rrfen nnb ';)i>efen öou neuen 3U entfagenV 2lber mae ift brau^ 
morbenV '3ttd)t6. (>:r ift bod) mitl^eib unb@eelüombbfenyS'einbegel)olet 
lüorben. 93can lefe aud) bie -s^iftori oon feinem Famulo, ba mirb 
man gleid)er Wcftalt finben, mte er offtcre auf gute SSuf^gebancfen 
geratl)en, gleid)iool)l aber bet^ 2'euffcle mit 2eib unb (ieel emiglii^ 
oerblieben. 3^a0 maren jmeen @d)al3 gröber, mie oorl)er 
oon ihnen gemelbet morben, oon ^anfto 3mar im erfteu (Sapitel, 
^. •■). ilNon Ba= [130] genern aber in ber 9. '^xac^c, ^ 6. 



261 



132 

1680. Theophil Spizel: Infelix Literatus 

132 

1680. Theophil Spizel: Infelix Literatus 

Infelix Literatus, Lahyrinthis Et Miseriis Suis Cura Po- 
steriori Ereptus, Et Ad Supremae Salutis Domicilium Dediictus, 
Sive De Vita Et Moribus Literatorura Commonefactioues 
Novae Historico-Theosophicae, Qvibiis Mysterium Infelicitatis 
Literariae, Extreraaque Vitiorum Doctos Homines Infamantium 
Pernicies Expressus Detegitur, Praetermissa in Opere Anteri- 
ori Exempla Et Documenta Exhibentur, Atque eruditis Culpa 
sua ^rumnosis, Via Ad Verae Beatitudinis Portum, Nee Non 
Ratio Expeditissima Copulandae Cum Doctrina Eminentiori 
Virtutis Solidae Ostenditur. Aufhöre Theophilo Spizelio, 
Avgvsfce Vindelicorum, Apud Theophilum Goebelium, Literis 
Koppmayerianis, M.DC. LXXX. 

p. 864. Commonefactio XXTX. .Estus Ingeniorum Tem- 
peratus, Sive Desiderii Sciendi Insatiabilis Et Noxii Christiana 
Refroenatio. 

p. 882. 

V. Sit denique cunctis omnino Literati Orbis incolis, 

infrunitum sciendi desiderium, vel hoc solo nomine suspectum, 

qvod iuge- [883] nia pra?stantissima, ad pessimos quandoque 

ausus abriputjrit, ut satiandte iuqvietudinis ergo, tandem nee 

diemonis Imperium subterfugere dubitarint. sicuti alibi diserte 

ostendimus, et loco qvodam memorabili insiguis qvidam ICtus 

edocuit; Nimia (ita scribit egregie) CUPIDITAS OCCULTA 

Tip . SCIENDI, qvce ipsos jjWmos quoque pcirenfes dece- 

Godelman- P'^r prcecipua causa est, propter quam Magi sese 

nus, lib. I. diaholo obstringunf. Nee ettim qvisqvam sua sorfe 

de niagis, contentus est, sed certatim omnes in DEI arca)ia 

c.,..p.m.w. jienetrare voluinus, ejusque siimmam il/atn prce- 

scientiam consecuti nohis videmur, si qv(edam fu- 

tura, et aJiis adhuc ignota ipsi prcesciverimus, haue vanitatem 

cum in animis hominum inesse videret omnibus secuUs satan, 

et futura etiam prcenosse gestirent homines, istam hominmn 

demulcendoriim, sihique devinciendorum et conciliandorum oc- 

262 



132 
1680. Theophil Spizel : Infelix Literatus 

casionem sedulo arripuit. Ifaqrf pollicitus est, se faclle iis 

prcpstiturum, et effectnrum^ qvo' i/)si cttperent, <J(iti(yintUjr(' re- 

nnn cofpiifionem, si sihl parere et obteniperrtre velleuf. Id <jr<>d 

rani, insaiii, curiosiqve homines 7ieqvaqvam renuere. Consimili 

plane, li. e. impia et scelerata ciiriositate, avorum nostroniin 

memoria fascinatus JOHANNES FAUSTL'S, (heinonis in se 

imperiiim admisit, et per annos miiltos impo.storem fanio- 

sissimum egit, taiidemqve dignissimum ne(ivitia sua pryemiiim 

reportavit, mortuus seil, jiixta lectum repertiis, inversa facie, 

et [8841 domo, uocte i)r3ecedenti media graviter ,, ,. ^. 
L J ^ ^ ( onf. eftnm 

qvassata. Compescatur itai^ve insatiabile illiid ßodin 
noxiiinKjue sciendi, euuctaqve pervestigandi desi- Ub JJJ 
derium; facessant MALE-CURIOSI, ne et ipsi ^^^ doemon 
tandem misere corruant, ac dsemonis magistei-ium. '• ^' ^' ■^" 
perpetimmqve e Regno cffilesti excidium subire eogantur. 
Desinaiit eruditi, iiitemperantes reriun universarum agere 
scriitatores, neqve priii'sumaiit iiitelleetus siii ftiniculo rerum 
summe abstrusariim. ipsorumqve cadestiiim mysteriorum pro- 
fimditatem metiri. Si desideriu vere Christiane, vere salutari. 
Sacra arcana penetrandi teneantur. qviuimo <\d ipsius coelestis 
sapientiie sacrarium velint intromitti, sciant precibus pie ac 
huiniliter fusis divin» dementia januam esse pulsandam. 
Inreniet (ait apposite D. Bernardus) pins ejusmodi puhator, 
qrod temerarins scrutator iHveHire non potest. Et multo mn(/is 
(Allgustino judiee) inveniet sidennn Co)iditorem humills pietus, 
qimm siderum ordinem superha CÜRIOSITAS: vitam denique 
suam religiöse ac devote iustituant, cujus exacto curriculo, 
DEüM ipsum a facie ad faciem videbuut, inqve eo cuncta 
sa})ienti3ß ctelestis arcana, clare ac dilucide seternum contue- 
buntur. 

Index unter F. 

Fausti Johannis misera- [ ] bilis e curiositate noxia 
iuteritus, 883. 



26.3 



133 

1682. Adam von Lebenwaldt: Achtes Tractätl 

133 

1682. Adam von Lebenwaldt: Achtes Tractätl 

a — d 

Adami ä £ebeinrialöt ' Philosophi et Medici, Com. Palat. 
et Poetae Laureati C*sarei, Notarij Apostol. Publ. 2Id)teä 
■Jractätl / .^iUm hq] 3;eiiffele £i[t uiib 33etviig in 58evtiU)ruug ber 
93ccnicl)cn 3111 3>-i»t)t't"t'0: 5Ulaio and) noii bcm 3lntid)rift al0 lelUeu 
ßaiiberev i]c()anMct mirb / mit bem ix'fdilu^ / \vk man fid) nor 
be^ S^eiiffclt^ £i[t / 3(ufcd)tung mib .iscriül)ning beiiiaf)ven folie. 
(galtVbuvg / -Driuftc niib uevlcgte ^oljann ^aptift 93?ai)r / .poft= 
nnb iXcabcm. ^ud)bnicfer / 1682. 

a) @. 46. 

3). "^-aiift lebte laQ Diib 5tad)t im ^L'ueber / l)ätte iiiema()lö 
fein übrigee ®elb ' öerlieffe auc^ nid)ty imd) feinem er|d)retfltd)en 
2;obt ; ber boje ©eift tan nit a(f3eit C'-klb geben / Dens aliqiiaiido 
inliibet: mie bemelbter ^-anft ^n offt non if}m ®elb bege()rt ijat 
er ii)m ein ^-illi geben: er fnnbte ai\o nif gefolgen / er joKe mit 
feiner Profession and) etiüaö gewinnen, ©r roei^ 3aiar alle V)er= 
borgene (Sc^äfee / er Itift aber gleidiiuoiilen bie ©einigen in [47] 
ber Slrmnt / bamtt fie begierig uierben ')ieid)tt)nmb ^u erlangen 
önb ifim ]n bienen. @r gibt offt feinen i^erpftegern gar ein 
fd)lec^ten So'tjn. 

b) ©. 74. 

3>or ßeiten waren bie Salmantifd)e ©d)ne(en ' niie and) 3U 
Toledo, meld)e Carolus 5. Caesar abgefd)afft / in bem 2Öelfd)=^ 
lanbt bei) bem 9curf inifd)en 6ee ' nnb aiUvo ber Doctor ^-anft 
feine Ännft [75] erlernet t)at. 

c) (g. 16;'). 

2)e^ 2)octor yyauftö ßeben i[t fd)ier jebermann befanbt / 
er tf)üte einen 23auren uie(d)er ibni nit abmeid)en WüUen mit 
9RoB önb 3i>agen Derfd)lüngen / einem anbern ::Banrcn üerfauffte 
er faifte Sd)n3ein in bem er fü(d)e bnrd) bac ii?a[fer tribe / 
iinirben fie 3n lanter 8troanifd) / ber 33aiir gieng 3ururt' ben 
S^erfanffer omb ben SSetrug 3U erfnd)en l fanbe if)ne onber bem 

264 



1602. Martin Lipenius: Bibliotheca Realis I'hilusophica 

^fcn fd)laftcnt moltc if)n bei) bcm ?s-ii^ ()eraii^ ^ief)en ireldier 
aluT in L^cn .päiibcu blibe ; D. ^-aiift niefftc fku^lid) ' t>er "^aux 
crfdivatfc l1u^ licffe fein (^Jelt gar gern ^unirt' iincino()len bev 
^-aiift balb iinbcr aiiff -f. ^s-üffeii gcftanbcn. Seine Wäft batf)en 
{()u er lUüUe il)iieii [l(i()] 311 gefaUen einen ©einftocf mit Xranben 
(ec> \mx aber mitten in bem ^^sinter) anff bm lifd) felien eö 
gefdiaf) unb uiolte ein jeber ein Jranben mit bem ^)Jce[fer t)erab 
id)neibcn er aber l)ebte bie 231enberei) anff ba ()ielte ein jeber 
fein 'Fieffer auff i'elbft aigner l)tajen. 

d) S. 219. 

(?y foUe and) einmal ein t)ornei)me '^serfon in einem ^diex 
fei)n ertappt morben. Cb ber D. A'Cinft mit einer Wefellfdiaftt 
tjen SalUbnrc] anff feinem 93iantel in ben .N>od)fiirft(. älsein^^ileüer 
gefahren nnb alba mit einer gnten ;]ed) fid) erluftiget ' tmb in 
bem ber .Hellermeifter bar^n fommen benfelben mitgenommen 
Xinh in bem äLHilb anff einen l)ül)en il)anen=^aum gefeiU melbet 
fein Chronica etmae baruon l)ab ee bod) gelefen iu Magiologia 
Philüüis t'ol. m. 625 i). 

134 

1682. Martin Lipenius: Bibliotheca Realis 

Philosophica 

M. Martini Lipenii Bibliotlieca Realis Philosophica Om- 
nium ^lateriarum, Reriim. Et Titulorura, Li Vuiverso Totivs 
Philüsopliia- Ambitii Occurrentiiim, Ordine Alpliahetico sie 
disposita, itf primo statim aspectu Titvli, Et snh Titulis Aiitores 
ordinata velut acic dispositi. In Ocnlos Pariter Et Animos 
Legeutinm Inciirrant. In duos Tonios divisa, Quorum prior 
initium capit ah litera A. usque ad literam M. Alter reliquas 
usque ad finem continet. Tomvs Primvs. Accedit Index 
Avtorvm Et Scriptorvm Copiosissimus. Cum Gratia Et Pri- 
rileyio S. Ccesarece Majestatis. Francofurti Ad Moenum, 



^) S?ie§ ?,itat befiel)! firf) auf 2pUtter ii'-_', x'liU)orny ^yiagiolügia. l^er' 
9leicf)e bie xHnmeifiuig auf £. 222. 2). Jb. 

265 



135 
1682. Johann Georg Schiebel: Zweytes Historisclies Lust-Haus 

Cura Et Suniptil)us Joliannis Friderici. Typis .Egidii Vogelii. 
Anno MDCLXXXII. 

■p,mid)cn p. 864 unb 865. 

31. Martini Lipenii Bibliotheca Realis Philosophica Om- 
uium Materiarum, Rerum Et Titulorum, Ordine Atphahetico 
dispositOj Cum Indice Avtorvm Et Scriptorvm Copiosissimo. 
Tüuivs Secvndvs. Francofurti Ad Moeaum, Cura Et Surapti- 
bus Johannis Friderici. Typis .Egidii Vogelii. Anno 
MDCLXXXII. 

p. 869. col. a. 

Historia D. JoJi. ^auftenö. A-vancff. 8 1587. 1591. 
in 3. I()eil. .pamb. 4 1598. 1600. 



135 

1682. Johann Georg Schiebel: Zweytes Historisches 

Lust-Hauss. 



Pi. ^oi). ©eorg Sd)tebelö 31^^^)^^*^' .piftorifdiee Suft'.f)auf) / 
darinnen abermni)le (5in anne()mUd)cr 3>ovratf) Slueerlefener @e= 
j(^tc^te / @innreid)er Ji?aI}I=@priid)c ,' -SIrtiger ®(etd)niiffe ' Weid-- 
töürbiger @innbt(bcr ßu bee ßefer^ 5hiö unb £n[t eröffnet wirb. 
Selp^ig unb {s-ranctfurt 3'^ 2?erlegung 53itd)ael. Siu^mornu^ ' 9lnno 
1682. 

e. 105. 

3. .pat ftd) ber befanbte (Srl^^auberer ^-auftu^ berüfimen 
bürffen ' ba^ ber Satnn [106] fein Änec^t fet) / fo ()ättc biefe 
@d)anb--^irne fagen fönnen ' ba| er i(]r 33ul)(e märe. X^enn a(ö 
jener (ber ^auftuö) ein^mQf}fö bei) einer ©efeüfdiaft mar burffte 
er fid) öerlanten laffen: (gr bürffe ftd) ino()l böbcr ad)tcn al^ 
bm :){ömtfd)en .^eijfer ' nie(d)er nur über ein Äci)fcrtliuin l)errfd)e / 
i()m aber märe ber 0roB=?5'i'ivft biefer 3ÖeIt untert()an ' unb tf)ue 
mae er begef)retaj. 2tber ber elenben ^^ra(crei)I Du guter 



a) vid. D. ^^^fi^er im Veben Fausti. 105 

26f> 



1684. [JuckIj von (Triiuiuelshau.sciil : Tculscher Siiiiplicissimus 

?;'au[tc ee mar eine l)crri"d)cni)e Uiitcrtliäiiii^fcit / bic Mv ^er 
Jciiffel cmnefe. 

Otegifter unter %. 

A-aii[t mill mehr [ciju als ber Aläijfev. 105. 



im 

1684. [Jacob von Grimmeishausen]: Teutscher 

Simplicissimus 

a — b 

iSIcr 9luö beut Wvab bcr '■iH'Vt^cffcn()eit micbev erftanbcuc 
Jeutjctic Simplicissimus: Steffen :?lbcnt()cm'lid)ev ' unb mit aller= 
f)anb feltfanien fait iiuer()Ln-tcn ix\-(ebcu()citcu aiu]cfii(lter l'cbene* 
Si>anbet iHiiff eine (\a\\U iiußcmeiiie ' mett bcffcr alö Uürtjiu ' iieu= 
eingcrid)tcte / 3ierlid)ere iiub anmut()tiierc (Sd)a'ib=2U1 ' öevniittelft 
(£d)arfluiiugcn 2ei}Ku ' uiot)ltüinmenben 'Jdimevrfuugen itiib fd)ün= 
flingenben i^oetifdicu i^erfen / aud) rcd)t lebf)affteu ^iipftt'v-'i"^ilb= 
nüffen; Suftltcbcubeu / uub ciinöfen ®emuüt()cni auf bae auue()m= 
lid)[te ,' 3u öcrhoffentlid) fattfamcr 23e[nebiguug ' auf^ unb t)orge= 
ftedet lüivb / 2)urd) German edileifbciiu non viulefort. T^eni cö 
iroKen fo 6e()agen ' Öadieub luae uml)v ift / ^u fatjen. -Iiitru^ 
berg 2)rucftei unb nerletjte ^ofiann xsoi^i^t'f)^" Aelf^ccfer. I(i84. 

@. 1. (^rfter Sf)eil. 

@. 139. ^e^ evften J()eil6 ' anbein ^ud)e* ;>nl)alt. 

@. 216. ^a^ XVlll. (inpitel. 

a) @. '217. 

So ift audi md)v a(y genugjam betaut wai} Wcftalt t()eily 
SSeiber unb Icbicje Xtrnen in "i^öt)meu {t)re ^I^tn)fct)läffer be^ 
^Radite einen ineiten il^etj auff Torfen ^u [id) t)ülen (äffen. Ül^aö 
Torquemadiiis in feinem Hexamerone öon feinem ed)nlgefeüen 
eqelilet matj bei) ibm gelefeu merben. ©birlaubuc fd)reibt auc^ 
Pon einem t)ornet)= [-ios] men 93iann iiie(d)ev a(e er gemerrft / 
ba^ fid) fein 'i\>ei6 falbe unb barauff aue bem .viane fa()re / ^ab^ 
er fie einomak^ ge^iintugen ii)n mit fid] auff ber ßauberer i3u= 
fammenfunfft 3U net)meu; 211^ fie bafelbft äffen / unb fein @al6 

267 



136 
1684. [Jacob von Grimmeishausen]: Teutscher Simplicissimus 

i.iürf)anbcii raar ' I)abe er beffeu bei]e()rt ' mit groffer 5Rüf)e aiict) 
er()a(ten uub bavauff gejatjt: öott fet) gelobt je^t fontmt 
»Ealfe! 2)araufi bie Sieci)ter erlDid)eu iinb a((ee nerjdjiüunben. Slls 
eö nun 3^ag morben f)at er üou ben .Otrtcii öerftanben ba| er 
nal]enb ber 2'tatt ^^eneücnto ' im Mönigrctd) "i)feapoliei uub 
alfü mol 100. OJteil. nou feiner ^eimat fei); ^^eromegcn / obmol er 
reicl) gemejen ) ()nbe er bo(^ nad) S^ane bettlen muffen ; unb alö 
er ()eim fam ' Qab er alcbalb fein äöeib üor eine ßauberin bei) 
ber Cbvtc^fcit an , meld)e and) öcrbrannt irorben. 3i>te ^octor 
^•ttiift neben nod) anbern mef)r bie gleid)inol feine ^^aubevcr 
maren ' bnrd) bie Snfft öon einem Crt 3um anbern gefafjren ift 
au^ feiner AMftori genugfam befanbt. 

b) @. 2-20. 

3^it>a6 für garftige öerlarfte 3:cuffcl6 = "i^ilbmiffe merben nid)t 
gn ?;'aft5uad)t,^citen offt an mand)en £rten gemad)et ' anegefleibet 
unb angefteüet meldiee bann nm fo i.nelmel)r eine befto gröffere 
<^cl)iüad)t)ctt unb fünbltd)e 'i)iarrf)ett ift nm mie inelmebr unb 
gröffer offt gemeiniglid) bie ^^crfoucu unb fo iicrfteUte 'i)iarrcus 
ober 'leuffelc^siMlbcr felbft fet)n / meld)e mü()l billiger unb rec^t= 
muffiger anbere bamon ab()alten folten. 5fi>a6 agiret ; fpielet ,' 
unb fil)et man bod) lieber aly bie .piftoviam beö Herrückten Üv^' 
^aubercve Doct Johannis Fausti. barnm ba^ ein .pauffen 
2;eiiffcl barinucn allezeit eingefübret unb in allerl)anb abfd)en= 
lid)en (Mcbärben norgefteliet werben. 5)a bod) befant / mie fd)ou 
fo mand)e6 mal bei) fo(d)em icufflifd)eu "I^iaiqüerabeusläntjcu 
unb '3"«nfti=(^omöbteu fid) auf^ i^erl)ängnü6 (Lottes ; anc^ red)te 
3:eiiffel unter benen fo oerftcllten mit eingefnuben uub mau 
nid)t gemnft ' mo biefer ^Isicrbe ' ober ^icbenbe ober ^^^uölfftc 
(mie in oerfd)tebenen SSegebenbeiten gefd)eben ha^ einer ^uoiel ge= 
mefen) berfommen'^ 



268 



137 

1685. Jacob Daniel Ernst: Neu auffgerichtetes Historisches Eilderhauss 

137 

1685. Jacob Daniel Ernst: Neu auffgerichtetes 
Historisches Bilderhauss 

a — b 

Maä ')teu = anffi3evtd]tctc .vii[tortid)e Silber()au§ / 3« beffen 
ßiueijcu Weinäct)eru / 3l(c^ beut 2aftev= iiub -ivaiicr=3tiinner (Sin an= 
fc()ulict)cr i^orraf)t aui^crlcjeucr CMeid)id]t iinb jonbevHd)er ^Segebeu^ 
lietteit bergeftalt novt]e[tellet n.nvb ' [)a^ hie bet)i}chxa(i)ten fdiau= 
untrbigen (?;rempel , bie eufevfte 5rf)oi1)cit bee ÜJieufd)Ud)cn .^erlieuö / 
bell (äiffer ber ©ünben=räd]enben CMered)tigfelt ©ottee / unb bicfeö 
i)etvügttd}en l?e6eue uiditigcn Uubcftaub aiu3euid)ein(id) abmafilcii. 
^116 fieii^itger / foiüo()l alter ale neuer (L^)eid)id)t=@d)retber 5)urd)'' 
leiung erbanet; mit Setjfitgung nieler Sinnreichen (Srfinbungen ; 
erfpriet4id)er l^ef)r=Snfee ' mie and) anmnt(]iger Sd)In^=9^etmen auf;= 
ge^ietiret unb benen .spiftorien liebeuben (^)emütl)ern ' nebenft einem 
au}lfit()rlid)en Otegifter ^ur Snft unb -}lnl3 eröffnet, i^on M "^acob 
2)aniel (ärnften / Äei)f. C^jefr. i^oeten unb ber >]dt ^^srebtgern ^n 
5{Itcnbnrg in 53iei|fen. Slltenlnirg i ©ebrurft unb üerlegt Don Q)otU 
trieb :)ttd}tern / 3m 3at)r KIS.') 

Oiegifter: ^sot)amte6 |>*auft ftellet Carolo Y. beö Sllejranbri '^)t. 
©efpenft für. 35 mirb öom 2euffel eninirget. 74. 

a) S. 35. 

6. 2)er anbere nürtrefflid)e.^elb/meld)er öon unt^ fo(( auffgefül)ret 
toerben ' ift ^ei)fer Carol ber V. 2)iefeö Ota()menö ' mclc^er bergleid)en 
SIenbung einften mit jeinen Singen and) mit ange)el}en. ^enn 
ale er mit jetner .poffftabt nad) ^sufprurf uerrücft mar / bat er and) 
mit bat)in gebrad)t D. Joli. Faustum: meit er burd) jeine Äunft 
nielen A-rei){)erren ©raffen unb Übkn get)olffen l)atte / unb non 
allerlei) jdimert3lid)en .slranrf-l)eiten befrei)et and) il)nen burd) feine 
jd)iiiarfee Ännft niel munbcrlidie Snd)en gemiefen. 3)ie|eä D. 'i^anjU 
^änbel mürben beut Äei)ier and) fiirgetragen unb il)m ba§ Wemütl) 
baburd) lüftern gemad)t / ba^ er benfelbigen nor ftd) forbern lie^ / 
unb öon il)m begel)rete / ba^ er burd) feine Äuuft ben aller be- 
rübmteften Äeijfer 2lle;i-aubrum / ben ©roffen / unb fein (^emal)l 

269 



137 
1685. Jacob Daniel Ernst: Xen auffgerichtetcs Histori.sches Bilderhauss 

in ^cl• $onn uub (^cftalt ' \o fic im \!cbm c3efü(n'et i)cr[ür 
Liniu";cn folte. 

7. Aouft aiitiüovtete er wolte fo Diel er bitrd) .'pülffe feiiiee 
©etfleö iiermocl)te / S^r Äeijj. 53taf. 33itte geiref)reu ' iinb bec3el)rte 
^lierfonen er|cf)etneu laffen: :?lber bae folte 3Dve ^Rajeft. miffen 
i>a^ i^reSeiber utd)t aiiffftüiiben ' luib auff bi^mal au^ ber (ärben 
l}erfür fe(}men: l^lber bie iif)ra(ten ©ctfter / roel(i)e 3ileranbriim 
iinb fein (^cmaf)I gejef)cu ijabeii bie fönten fid) in i()re ^-orm 
unb ©eftalt nennanbeln babnrd) inolte er bei}be i^erjonen iiiar^ 
f]afitic3 isi}xex Wia\. ]e()en laffen in aller C^eftalt ( wie fie geleibet 
nnb gelebet. Cllleln [36j 3i)i'e Wa\. folte il}m ^nfagen / baf; fie 
nid)ty mit il)m reben iiiolte / aber bepc^ttgen mbd)te er fie ftill^ 
fdimeigenb mit allem Aleiye. 

8. ^^ieranff gieng J-anft ane bee .^e^fert^ @emac{)e fic^ mit 
feinem ©elfte t)iert)on ^n nnterreben / nnb ha fie ber @ad)en eine 
morben / gieng er iriebernmb l)ienein 3nm Äei]fer unb lie^ bie 2l)ür 
Offen. -2llebalb trat nad) it)m Ijinein .fteijf. 3lle?:anber M. in ber 
(^eftalt mie er gelebet; ein iuol)l gefe^tec bicfee 'Dcännlein , mit 
roten ober gletdifalben nnb bieten ^arte roten 23acfcn unb einee 
geftrengen 5lngefid)t6 / ale* ob er Safiliefeu Slugen ^ätte / t)atte einen 
ganlien jd)bnen oollfommenen .s^arnifd) an / trat jum Äe^fer unb 
bi'irfte fic^ für tt)me mit tieffer 'lieoeren^. 2)er ^eijfer roolte auff= 
fielen unb il)m bie ^^anb bieten - aber gauft mincfete il)m / baß 
erö nic^t tt)un folte. .pierauff ueigete fic^ Äaijfer 2(le;ranber / unb 
gieng 3ur ^l)ür l)inan^. 

9. 23alb barauff trat l)inein fein (^H'mal)l in einen blauen 
(Sammet^9iocte mit gülbenen @türfen unb ^serlen gelieret / fie mar 
au§ ber ma^en fc^öne unb rotl)bäcfigt / mie 53Hld) unb *ßlut / läng=^ 
lid)t ' unb einee runben 3lngefid)t6. Söie fie nun Äei)fer (iarl 
lange mit ^ermunberung angefc^auet / fiel il)m ein / ba^ er ge= 
lefen unb gel)öret ()ätte ; fte folte im ^Rarfen eine groffe SBarlien 
getrabt l)aben ftunb berl)alben auff oon feinem ©tul)le unb gieng 
^u il)r 5u befic^tigen / ob er bi§ 2ßar5eid)en auc^ an i^r finben / 
unb alfo erfcnnen fönte - ba^ ber ©eift in tf)rer beqber ©eftalt 
\\(i) marl)afftiglid] oermanbelt liätte / unb ilin nid)t / [37] mit 
falfc^er ?5orm betrogen fie ftunb ftille / bürfte btn Äopff unb |)al^ / 

270 



187 
1685. Jacob Daniel Ernst: >«'t'U auffgericliti'tes llisturisclics liilderliauss 

baf? er bie ^iHirlje fel)en ' iiub aiu-(Ciiid)einlicl) erfciiuen hink. 
.s>tci'aiift ncicjtc [ic fiel) für il)m i ging ^ur Il)iir l)iuau|? unb uev= 
fd)aianb. 3I(|o gciuc()ret D. <s-aii[t bem Äci)fcr jciiter :i5itte - trieb 
fünft inel Iäd)erlid)e :?Uient()ener am .'öoffe ' nnb erlangte eine gnte 
ä>erel)rnng ; barmit ^og er l)inuieg. -Diefe 6-v^c()lnng mirb an^-- 
fiihriidi befd)rieben in bem V'cbeu bcC' D. ^•oufti? III. 2t)eil. 
3o bl. seqq. nnb uiieberf)oIet uon 'iöiid). ^ad)feu in bcr .»aeiifer 
Chiron. IV. :il)eil am H03. 804. mat. 

b) e. 74. 

15. @ö giebet ein @d)o ober 51\>ieber=2d)an ' wenn man faget: 
Qvalis vita, mors ita! SSJie bae l*eOen ift / fo ift aud) ber 
^oi?t. 3^ßie bie i^effen öon fanrem 23iere feiten gnt nnb bienlid) 
feijn; alfo folgt anff ein böfee lieben and) feiten ein gntce (Snbe. 
2)aü f)at and) erfal)ren ber befante :]anber=''lVeifter / ^o^ann Sauft/ 
beffen in biefem ■jimmer fd)on and) gebad)t morben. 2)iefer ale* 
bao Ul)rmerif feiner 3^'it an^gelanffen ; befanb fid) gleid) 3n 9lürren= 
berg. Slle er nnn bafelbft ^u 53Jittage effen motte, t)nb er au 
öor 3tngft fet}r gn fd)mil3en ' nnb nad) bem er ben äi^irtt) al^balb 
be^a()(et \va§ er fd)nlbig mar bat er fid) baöon gemad)t nnb 
ans? ber 'Stabt begeben, (äx mar faum 3nm 3:t)or ()inan|3 / alö 
bie (Sd)ergen im @aft=.V)off anfaf)men if)n gefangen 3n nel)men. 
^^ieranff t)at er fid) in bao .'öer^ogt()um 3©irtenberg begeben < nnb 
ift in ber .sperberge fef)r tranrig gefet)en morben. 3Uy i()m aud) 
ber 3Birtf) barüber 3ur 9iebe gef eiset / ^at er gefagt: (£r folte ftc^ 
biefe 5tad)t ntd)t fiird)ten / ob er gleid) ein grof^ geholter ^ören / 
unb hac^ ganfee ^S^an^ fid) bemegen mürbe. 2)e6 93?orgene' ift er 
in feiner .^Hammer tobt gefnnben morben nnb ift i()m ber [75] 
^aU nmbgebrel)et gemefcn. Hist. Tragic. Lib. 1. p. 28. 

Diegifter. 

3o^anne^i gauft ftellet Carolu V. bee 2lle;i-anbri W. @e= 
fpenft für 35. 

mirb oom 2^enffel ermürget. 74. 



271 



138 
1(585. Johann George Schiebel: Ncu-oibauetes Lust-Hauss 

138 

1685. Johann George Schiebet: Neu-erbauetes 

Lust-Hauss 

a — b 

pf. 3'-''()i''"i^ = ®^orge 5cl)iebe(o 5ceii=crbaiictee crbaulic1)eö ^)i= 
[tonjd)ee £'u[t=^A>aii^ / 2)arinueu 6iu anic(}nUcl)er m\h Sy\% -- t)er= 
guiigenber ^sorratt) 3luöevlefener Öejcl)td)tc 53tcirfunirbii3er ')ieben / 
SIvtiger ©inubilbev / 5]ad)[iiiulid)cr älsal)l''Spvüd)e /etc. ©o metften» 
tl)etle nod) tu feinem ^ud)e iemal)ly t3elefeii morben / ßu 3)e0 
Seferö gegiemenber @rgc)l3üng Unb 3^icltältigem ©ebraud) eröffnet. 
Seipgig / %\\ ^serlegung 9}iidiael 'Thi^inorme Söittbe / iHnno 1H85. 

a) @. 229. 

LXI. 

%zx am \Jcbett gcftrafte ^-^aubercr. 

2B@nn td) fagen luolte / ^io!^ bie aUerberüt)mte[ten unb groften 
tauberer inegeinein ein jämmerlid) (änbe genommen / unb / mie 
man fpric^t / feiten anff ?;-ebern geftorbcn / fie fet)en benn über 
eine ®an§ geftolpert unb gu tobte gefallen; fo mürbe ic^ bie @r= 
fal)rung gur 3^"9^n l)aben ' unb fönte ' ftatt alter / ben (Sr^= 
ßanberer ^•auftum anfübren bcffen erfd)rerflid)e0 @nbe aller 
Sjrt^en befanbt. %<&) mil ober nur fagen, baf; man fold)e Seute 
l)art abmeifen unb gu fd)meln'er (Strafe ,^ic^en foU / menn fie ber 
@ad)e über^ [280] ralefen ^) ; ober fommen \ öon it)rer Äunft unb 
^acbt üiel ^^srat)lcrci) mad)cn / unb einen bamit in gleid)e Ä'uedjt- 
fd)afft be^^ l)öllifd}en ©eifteö 3iel)en unb ftürt3en mollen. 2)effen 
nadifolgenbee ßjrempel fo mol)l mürbig ift / '^o^'^ eö mel)r / alö 
in einem :^ud)e gelefen merbe ' ein feince SSeijfpiel geben mirb. 

b) @. 264. 

LXIX. 

5B6nn alle 3eitlid)e X)inge oergänglid) fet)n / mie and) mol)l 
bie täglid)e 6rfal)rung ermeifet; fo ift leid)t gu erad^ten / mie 



*) 3m XtxX ltet)t: ireifen. 2). .0. 

272 



138 
1185. .Johann (ieorge Schiebel: Xeu-erbauetes liUst-Hauss 

l)aiipt=üercviiuilict) Die jcnigen eacl)en ici)n inüffi-ii fo Der ] •_'<;.')] 
'^■iivftc biefer 'Il>elt iciueii (Mliuto*.RiiiDeru iinb ?vcuioiiten ^iimeilcii 
öevcjöiiiiet. älHiveu feine Krempel uorl)anbeu fo fönte bod) ita- 
nov bk ^uft iinb 6rrtöl3(id)feit [tel)en uield)e iüld)e !!::eiite / aiiff 
■^iilaffiuu) ober aiidi :iH'rnütteluiui il)ree i^rinctpali? niand)mal)l 
öeiiieffeu. l'teber C>«)£'tt! wie nid)tii3 uub flüd)tit} ijt [ieV luie balb 
öevjd)iiniibet bod) bie .*öaub=t>oU eiller (^l)rey luie luiüerfelieui} plt)t3= 
lid) ift bod) bae '-iH'nuelrfen ba lüeiin maud)er mil bem reid)en 
5)taniie alle läge iit Jl^ribiiy 511 leben faum angefangen liarV elc. 
Unb wie foUe and) uon beui nnbeftanbenen / nnbcflänbigen (^knfte 
Wae beftänbigee fönnen anffgebrad)l werben V ^3iad)gejet;ler Vn[t= 
£aal weid)en er bnrd) einem feiner "K^ercf-i^cuge einem l)ol)en 
A)anptc norgenebelt fan beffen and) ein 3{emlid)ee nnb 3ierlid)eö 
ix'ijfpiel fei)n. 

2. (S'S l)alte nnnmel)ro O'0l)anneo Faustus (infaustu.s) ber nn= 
gliuffelige 'iikilbernffene ßfin'-^'-'i"^-'^" l)^'1" .*itei)fer Maximiliano 
anff 33egel)ren 3lleranbrnm ^3iagnnm nnb feine (*')emat}lin Ser= 
blenbnngc>-we{fe üorgefleUel nnb fold)Cö fid) ber Äeijfer wol)l ge= 
faden iaffen nnb A-anfto einen flatllid)en 'Hccompent^ nere^ret; 
alö ^'sanflnc fold)ey mil ^anrfbarfeil ^n erwicbern ; nnb ^l)rer 
lliajefläl nod) eine fonberbal)re (rrgbl3lid)feit jn nerfd)affen ' ge= 
bad)te. '}iad)bem nun furl3 baranff anff einem 3ibenb ['2W)] ber ,^ei}fer 
,5nr :)inl)e gangen ; nnb fid) in fein gewöl)nlid)e!? Äd)laf^@emad) 
öerfiigel fnnle er fid) frül) morgene ba er erwad)ele nid)l be* 
finnen ' wo er bod) immermel)r wäreV 2)enn eo l)atte fid) aüeä 
unüermnlbel oeränbert ' nnb war bay (S(^laf=3iiiinier bnrd) ^-aufti 
Ä'nnft fo angerid)let ; alo wie ein fd)öner 5aal ' alba niel an= 
mull)tge unb luftige 33dume Dou grünen ÜJfäi)en 3U beiben (Seilen 
flunben / nebenft anbern / bie mit zeitigen Äirfc^en unb anbern 
S^bft reid^lid) bel)änget waren. 2)er ^oben beß ^aalö war aw- 
3ufef)en ale eine grüne äöiefe / mil allerlei) bunten Slul)men ge= 
jd)mücfel. Um beo Äei)fery 33eltftalt ftunben nod) eblere 33äume ' 
al6 ^^Nomeranl3en Wranalen / ?S'eigen unb Simonien alle mil 
reiffen ;s-rüd)len. l\nff bem öefiniö waren bie wot)l ried)enften 
i^lnlimen unb an ben S^Csänben bk reiffften unb fd]marfl)afftigften 
Irauben 3U feben. *^eid]l ift .^n glauben baf^ fold)e uuüerl)offle 
33eränberung bec Sd)laf^3immerö unb fonberlid) bie ßierbe nnb 

Tille: Faustsplitter. 273 18 



138 
1685. Johann George Öchiebel: Neii-erbauetes Lust-Hauss 

l^iiftbarfeit bee ^iu3cncl)tcteu ^Eaale bem Iöblid)eu Äcijfer feine flelne 
^ienininöeviing märe üeriirjac^et ()aben luie er beun aiid) etiuae 
länger > alö fonften alba im 33ette Der[)arret. lH(e er aber cub> 
lic^ auffftuub jeineii Oiad)t > ^selfe iimb fid) t(iat ; uiib fid) na^e 
bei) bem -öette aiiff einem Stnt)! nieberfal3te: borete er ben lieb= 
Iid)[ten (^e- [2(17] fang ber Otad)tigaÜ nnb bic anmut{)reid)[te 
^^nfammenftimmnng anbercr [ingenber 9?5gel - bie benn immer 
Don einem i^aume ^nm anbern ()iipfttcn; '^nd) fal}e er üon ferne 
fd)neen)ei[fe (Sanind)en nnb jnnge .pafen ^n Gnbe bee Saale lanffen; 
nnb balb baranff überwöge bai> obere Jafel=3i^errf ein artigem @e= 
iDÖlde. 3ll6 nun ber .vlet)fer biefem allen begiel)r(id) ^ufal)e nnb 
JDlc^er C^kftalt fid) im 5aal nermeitete gebad)ten bie Gammer» 
3)iener mie eo bod) fommen müfte baf^ ii)x gnäbiger Si^vx nnb 
Äeijfer nid)t nom 23ette anffftünbe ob ibm etman eine Unbä§= 
ligfeit müfte ^ngeftoffen feijnV @rfül)neten fid) bemnad) / nnb er= 
r)ffneten gar mäl)lig bie Il)üre bee ®d)laff=(^emad)ö allmo fie 
nid)t altein ben Äei)fer bei) gnter ©efnnbbeit antraffen fonbern 
and) awv ber gegenanirtigen l'nft abnehmen fnnten ^ maö bie Uv- 
fad) feiney 'isermeilcny gemefen. ^er Äei)fer aber lie§ alfobalb 
bie i^ornel)mften am .spofe ^u fid) bernffen bie fid) benn eben- 
mäßig ob ber li'nftbarfeit bee (Saale nid)t gnngfam oeruninbern 
fnnten. ',?l(lein nad)bem nngefefir eine Stunbe oorbei) pa^iret / 
fiengen bie 33lätter an (el)e fid) bie ^^Inmefenben beffen oerfeben 
bätteu) an ben 23änmeii melcf ^^n roerben / nnb 3n oerborren ■ 
wie and) bie Ariid)te nnb Slul)men. ::J3alb baranff fal)m ein 
:ibJinb ^nm l^kmad) l)inein ber mebete allce ab i fo gar . ba^ 
al= ["icsj lee in einem ;Xngenblirf oor il)ren längen üerfd)ioanb 
unb il)nen bie ?nfrbarfeit nid)t anbere oorfam ale menn il)nen 
baoon getränmet bätte"*). 

;'). 3)ae mar ber Vnftreid)e Saal bae natürlid)e ^)3(nfter 
aller 3:i>elt»^reubel Wan fielet aber barane bee 2;anfenb=Äiinftlere 
feine i^erblenbnng bamit ber (?rti»Pr?estigiator ber 0}ienfd)en 
Sinnen bemmen nnb imenben tan ba^ fie meinen ' fie fäl)en 
etmae ba boc^ nid)te öorl)anben ift. .^iefe feine 3>erblenbnnge= 
Äunft l)at er mel)r ale einmal)l gebraud}et nnb obermel)nten 

a) vid. Vita Fausti {in S. I67ö i^ebr. ) pag. 418. se(i. 

274 



lt)87. Christian W iliieliii Eyhoiiiu.s: Magiri E])iiii\in(il<i^fiiiiM 

?'N-au[tinn unb anhexe jeiuc lieluMi C^)etveiic 3icmlt(.1)er nmffen ^al•* 

innen nnlerrid)tet aljo baf^ nid C^^-cmpcl banion ^u cr3el)len 
ftünbcn. 'Mein fie feijn nad) i)ergleicl)cn i^aubenjdien ^iNeiblenbungcn 

bat)tn t;^efat)rcn luo fic cnnglidi mcrbcn uevblenbct bleiben fo 

hü^ [ie beiö Vid)t nimniermel)r fc()en werben. (Psal. XLIX, 20). 

')iei]i[tcr unter a". 

f^-ttuftiie ber ;^^)anberer. '-M;,'). 

139 

1687. Christian Wilhelm Eybenius: IVIagiri 
Eponymologium 

lobiye Magiri Plponymologium Criticum, Compledens Cog- 
nomiiut. Descriptiones, Elogia Et Censuras Personarum Ac 
Reriim cum vetenim tum recentium bello aut pace insignium: 
Ex variis Scriptoribu.s collecta. Xunc duplo quam olim auctius 
editum Curu Christiani Wilhelm! Eybenii. Francofvrü Et 
Lipsice, Sumptibus Friderici Lüderwald, Bibliopol* Helm- 
stadiensis. Anno MDCXXCVU i). 

p. U?y. 

-lohannes FAVSTVS. 

Novi queudam FAL'STüM de Kuudling, (hodie forsan 
Knifli)i(/a, e.n'yKum illud Suevice oppidwm) quod est parvum 
oppidum patriie meae vieinum: hie cum esset Scholasticus 
Cracuviensis. ibi ^lagiam didicerat, sicut ibi olim fuit eins 
niaguus usus et public* ibidem fuerunt professioues ejusdem 
artis. Vagabatur passim. dicebat arcana multa: Venetiis cum 
vellet osteudere spectaculum. dixit se volaturum in coelum: 
diabolus igitur subvexit eum et afflixit adeo. ut allisus humi 
pene exanimatus esset, sed tamen non est mortuus. Job. 
Manlius /// ml/ectaneis suis, quae ex relationibus et doctorum 
Virorum sermonibus se confecisse testatur, jxt;/. 38. edit. 
Basil. 1600. 



') 3)ie erfte x'lueivün' Avaitcrfurt a. W. 1644 eutl)alt über Aaujt noci) 
niitts. .r. Jp. 

275 18* 



140 
16S7. .lohuiiii Adam Oslander: Tractatus IMiiMilogicus 

Hic FAüSTUlS in Imc (»ppido Witteberga evasit. cum 
(iptimus Piiuceps, Diix .lohannes, dedisset mandata de illo 
capieudo. (Ibid.) 

[344] JOHANNES FAUST US, ex Kuudling oppidulo 
oriiindus, Cracovia; Magiam, ubi olim docebatur palaiii, didi- 
cit eamque paiicis aunis ante (juadragesimum supra ses(|ui- 
millesimum cum multorum admiratione meudaciis et fraude 
multifaria in diversis Germanict^ locis exercuit. haec Job. 
Wierus. add. qui plura et similia fere de eo habent. Joach. 
Camerar. in kor. suhsec. Andr. Hondorf, in promtuar. exempl. 
ad 2. prcecept. p. 167 quantum autem fidei hisce relationibus 
tribuendam et iium talis Praestigiator, qualem FAL'STUM 
illum fuisse voluut, unquam extiterit, vid, post alios in dissert. 
de Fausto Prcesticjiatorf »lob. Georg. Neumanui, Witeheryoe 
1683. hahita. 

140 

1687. Johann Adam Oslander: Tractatus Theologicus 

a — (1 

Iractatus Tbeologicus De Magia, Exbibens ejusdem Ety- 
mulogiara, Synonymiam, Homonymiam, Existeuciam et Natu- 
ram, Causas et Effectus; mirabiles. inter.spersis binc inde 
rarioribus Subjectis. et Exemplis ac dilucidatis uotabilioribus 
Coutroversiis. Cum Indice Rerum et Verborum necessario, 
Accusante Job. Adamo Osiandro, SS. Tb. D. F. Cancell. et 
Praeposito Ecclesiae Tubiiigeusis. Tubiugae, Sumptibus 
Christiani Mülleri, Bibliopol. Typis Viduae Johann -Henrici 
Reisi. Anno MDCEXXXVH. 

a) ]). 73. 

XXXI. 

Veniamus ad proxiraiora Tempora atque Fausti lustre- 

mus vitam famosi illius Magi, de cujus patria et moribus 

Manlius in Loci.s Communibus b*c habet: Novi quendam 

nomine Faustum, de Rundling, sive Knittlinga. quae est par- 

vum Oppidum patri* meae vicinum. Hic cum esset Schola- 

276 



14U 
1688. .Inluinu Adam Osiaiider: TruL'tatu.s ThouInguHis 

sticus Cracovieiisis, ibi Magiain didicerat, sicut olini ibi fiiit 
ejus magiius usus, et ibidem fuenuit piil)lifae ejusdem artis 
professiones. Vagabatur bic passim, dicebat arcana multa: 
Venetiis cum vellet ostendere spectaculum, dixit se volatu- 
rum iu coelum: Diabolus igitur subvexit eum et afflixit adeo, 
ut allisus bumi pene exanimatu8 esset, sed tarnen uou est 
mortuus. Ilic Faustus in ()p))ido Wittenberga evasit, cum 
(i|)timus Priuceps Dux Johannes dedisset niandata de ilb» 
capieinb». An tanien vera sint, quae de Fausto iUo infausto 
referuntur. meiito dubitanuis. Nam prinio patria illius dubia. 
MaiiHns quidem refert illum t'uisse Kuittlingenseni AVürten- 
bergicum. At contradieit Wideman, qui illi Vicum Vina- 
riensem Rochim assiguat, inio ipsius Autographuni Ilistoriae 
Fausti, ((uae vult Soltwedelani ipsius fuisse patriam. Secuiido 
Historia illus non tarn Historia est (piani tabula. (|uic(|uid 
sit de Fausto sive extiterit in rerum natura sive non, ([uein 
MdiiHiis testatur sese novisse. atque a viro (juodam edita, 
quia sc. invalescebant artes magicae, Spiritusque familiäres 
passim affectarentur a Studiosis, in exempluni et terrorem 
istoruui maleferiatorum edita. Fabulosum ceusetur a (pii- 
busdam, quod Maximiliano 1. Alexandrum praesentavit Oeni- 
ponte, ({ui tarnen Magiae non fuit Studiosus, sed verae virtutis 
custos rigidusque Satelles, fabubjsum quod Rustico cuidam 
plaustrum foeni plenum soluto pretio devorarit, cum aperte 
constet liaec de Monacho quodam referri in Colloquiis B. 
Lutheri. Fabulosum est, quod Doctoris titulo coronatus sit 
in L'niversitate Wittenbergeusi, cum nihil habeatur de hoc in 
Historicis coaevis, et a ManUo asseratur, quod Wittenberga 
[74] evaserit. Duce Jobanne illi Capturara intentante, nihil 
de hoc Lutherus nihil Melancbton, nihil Caspar Peucerus, 
gener Melanchtonis. nihil Schieidanus, nihil Thuanus. Tertio 
in contrariam sententiam nituntur B. uoster Schickhardus, 
(iabriel Naudaeus, nee non Meigerus in Nucleo historico 
lib. 7. cap. 18. Quanquam ut ingenue fateamur, credamus 
Naudaeum justo longius progressum esse et excusasse etiam 
illos. qui hac labe fuerunt infames, nee non Meigerum, (jui 
probum piumque filium hunc Faustum appellitavit. 

277 



140 

1687. .Inhaim Adam Oslander : Tractatus Theologiciis 

l)) p. 85. 

XXXVIII. 

Non taiituni autem daiitur Efficiente.s qiiae prodiicuut, 
sed et quae couservant et propagant, (|uales sunt Scholae, 
Doctores et libri. Et quidem ((uod Scholas coucernit. fuerimt 
olim in Hispania tales Toleti. Hispali et Salmanticae ubi pu- 
blice docebautur niagicae inventiones, de quibus Vossius Hb. 
de Origine Idololatriae, Delrio. Tholosanus lib. 84. Syutag. 
cap. 21 in Italia ad lacum Nursinum et in spilaeo Visigniano, 
ostendente hoc Martino Delrio lib. 2. p. 1. quud spectat Doc- 
tores. recensentur illi varii: Badudus rex Britannorum. Thes- 
sali qui vicinos docebant, Ephesii et inter illos Apollonius 
Tbyanaeus, qui cum venisset ad tumulum Achillis. obtestatus 
[86] est manes illius, ut sibi antiquam suani Imaginem de- 
monstraret, juvene couiparente, cum tumuliis iutremuisset, 
qui alios quoque docuit ita. teste Philostrato in ipsius vita; 
infaustus ille Faustus cum Wagnero Discipulo suo, si verum 
est extitisse illum. de (|U0 aliqui dubitant: quod deuique 
concernit, Scripta sunt illa commentitia vel vera. Inter com- 
mentitia referimus libros Adami, Abelis. Enochi. Abrahae, 
Pauli, Cypriani. Honorii, Alberti M. Salomonis Claviculam et 
Septem volumina, librum artis grimoriae, qui Patrnm uostro- 
rum aetate circumferebantur, docens mortuorum Evocationes. 
de quo videndus Delrio pag. 99. lib. 2. Inter veros vero et 
Authorum suorum Testimonia. relicta Trithemii Stegano- 
graphiam, Cornelium Agrippam de occulta Philosophia, Jo- 
vium, Thomam Eboracensem. Petrum de Apono. Juliannm 
Chaldaeum Pliilosuphum 4 lib. de Daimon. Juliannm filium 
Theurgiarum Authorem. Porphyrium. Palladem. Symbolum, 
Adelphium. Heylinum. Alexandrum, Philocomum, Demostra- 
tum, Zostrianum Nicotheum et alios. 

(•) p. 209. 

EXXXVI. 

Sic vecti Marcelli olivetum Romae pul)licam viam ali- 
quando supergre.'^sum et in alium locum translatum esse. 
Sic (Jynarias lusulas vel scopulos sub Pliosphoro Thracio a 

278 



141 

1687. Gottlieb Spitzel : Gebroehne Macht der Fiiisternüss 

Poetis inter sese conciirrere ausos referri. Sic deiiique 
Faustum Principibus Anhaltiiiis egregias arces et palatia ali- 
(juaiido in aere ostenta.sse, qiuv nionicnto (lis])aru<'riiit. (mmi- 
start^ ex historia illius cap. 44. 

(1) 1». 21t). 

LXXXVll. 

Secundo particiilam terrae exigiue posse Diabulum movere 
et loco transferre coiicediinus. at inortes. quos Dens posuit 
firmos pro luhitu traaslocare illius superat potestatem, iiipri- 
mis, si considereinus loca ScriptiiryB Psalm. 18. v. 8. Psalm. 
46. V. 8. et 4. Psalm. (15. v. 7. Ps. UT. v. 5.-. Ps. 144. v. 5. 
lertio Fausti repraesentatioues fueruiit verae praestigiae, quod 
vel ex eo patet. (piod momento disparueriiiit. 

p. 331). Index. 

Fausti, famosi illius Magi vita et facta, tli. 31. p. 73 
th. 38. p. 8(). th. SiJ. |). 200. th. S7. p. 210. 

141 

1687. Gottlieb Spitzel: Gebroehne lYlacht der 

Finsternüss 

a — 11 



ie ©cbroc^ne 93iad)t ber ^-inftenüi^, ober ßevftörte 
'Jeuflijct)c i^unbk?^ uiib 23u()l=Aveunbjrf)afft mit ben 53fenf(^en: 2)ti0 
ift @riinbUd)er ^erid)t, iine unb meldjer (>)c[talt bie abfd)eu(i(^c unb 
Derfluc^tc ,3aubcv = (*')emctnjd)aftt mit ben '^ö\en ©ctftern angc()e; 
lüie bicjelbc ?u= unb fortgebe; Db unb auf \va§ ^Äxt unb älseife 
fie lüiebevnm ^ergebe, unb benen 3^eufflii'd)cn ^unby = :i^ermanbteu, 
aug( bem änfferften !2cclen''iH'vbevben raibev gebolffen merben fönne; 
5n(en .'öeiiU unb (Mnaben = begierigen, unb uom lei)bigen 5atan 
fd)änblid) = berürften unb uerftrirften Seelen, ^um notbiuenbigen 
llntevvidit unb A^eiiljamev 'i^iiberfebi'uug, bejd)vieben, unb mit uilen 
merrfmürbigen alten unb neuen (^'v^cblungen , mie nud) einigen 
^Sliipfter^^ilbern anege^ieret uon (^)üttlieb Spilu'ln, ^]sfarrern 3U 
©t. -^aeob in Ülngipnrg. 3lll(^S^:|sU3{@, ^n .Verlegung Öottlieb 
©öbele (Seel. 2i>ittib. (^ebrurft bei) ^sacob Äoppmai)er 1687, 

279 



141 
1687. Gottlieb Spitzel: Gebrochne Macht clor Finsternüss 

a) (2. 41. 

25^ie gieug e^ bem unfeligen Fausto, er war aWhcxQxi auf 
gutem 21U'g ber 58u[; uub Sefeliruug, er f)ntte fid) feftiglid) inx= 
gefe^et, üou ber Ieufflifcl)eu iBo§()eit ab^uftefieu, uub ber bemeg* 
lirf)eu (ärmaduuug eiuei? gottfeligeu 93?auue6 ®e()ür ^u ge= [42] 
faeu; eo balb il)m aber ber grimmige ©eeleu-A-eiub eiu fd)öueö 
äöeibebilb norgcftellet, fü l)at er fid) um ber id)äublid)eu SßoÜuft 
jriüeu aufe ueu bem ^atau ergebeu, uub bie Hörige SSüubuuo mit 
jeiuem Slut abermaleu befräfftiget. 

b) €. 70. 

3lut bef; uufeligeu Fausti 5ü"beit, folget aud) Fausti erbärm= 
lidier !i?of]u ! O.Vaffeu berfelbigc gleid)falö burd) täglid)e6 SBolIebeu 
uub müf[iggel)eu ba(}iu gerat()eu, ba^ er eiuem [71] @d)a^, 
(lueldier oor 'Jlltert^ bei) eiuer ^^crfaüeueu (5ape((eu oergrabeu morbeu) 
uad)geftrebet , aber er ()at bei) ber 6rf)ebuug uid)t6 aubero alö 
breuueube £'ied)ter, feurige 6d)Iaugen, uub Äo()Ieii uutcrjd)ieblid)er 
©rbffe gefiiubeu, uub obmolu burc^ Seufflijd)e '?3titunirrfuug uub 
i^erbleubuug bie ^ot)leu iu gulbene uub filberue 53tüul3eu üer= 
iraubelt iiiorbeu, fo t)at ee bod) ber armjelige 5DJauu gule^t t()eur 
geuug mit feiuer Seele be^ableu miifjcu. 

c) @. 106. 

5i>a0 f)at beu uufeligeu Faustum aubere .^um Xeufflijd)eu 
S^unbeoeriuaubteu gemad)et, aly ber fd)äublid)e -Jürirtlif), au^ 
beffeu autrieb er eiue geraume >^dt üorf)er mit aberglaubtfc^eu 
Characteren ober ßeid)eu*@d)riffteu umgegaugeu, 311 beueu um= 
jd)meiffeubeu 3H]eii"^vu fid) flt'ijfig get)alteu, ciueu groffeu i'or= 
ratt) 0011 allertjaub Räuber ^^©c^riffteu fid) iierid)affct, uub bariuu 
mit groffem A-Iei^ uub ©ruft fo laug ftubiret, bi| er mit bem 
'dürften ber ^infteruu^ eiueu Pact etugegaugeu, oermög beffeu er 
(nac^ S^krflieffuug ber beftimteu ßeit) [107] folte t)iugefitl)ret, unb 
in hm 3lbgruub be§ eroigeu ^lierberbeuö geftürk't merbeu. 

d) (2. 116. 

3u bejammern ift ee, baf, au maud)en Drten fold)e Spiritus 
Familiäres ober 3)ienft=@eifter in ©läfern, 23üd)feu, S'cberfielcu unb 



t) 5Befit)e ^ie .^iftorlen Joh. Fausfi im erften unb fok-(enbcn (<apitiiln. 

280 



141 
1687. Cxottlieb Spitzel: Gebrochiie 31iulit der Fiiistciniiss 

beriV(ctd]cn 'l^ef)ä(tmiffen ciiu]cipcrrct, offcnt(id) ncrfaiiffct, ober auf 
fünf, 3el)eii iinb nu'l)r ^sat)r uerlit)en, imb barnad) iinebev anbemi 
mit l)üd)[ter Ok'tal)r bcr <Eeeleu iiitb iNCvleluinc; bc|? Weunffcns} über-- 
laffcu uicrbcn. '^^ie [ic offt biird) ttbcjüttlid)c, abcrglaubifdie unb 
3aiibeiiid)e i-5ci"d)iuöriiiu-\t^ = i).lHnt ()crbci) i^clocfet iiub ^^muct^cn ije-- 
biad)t uievbcii , aljo mivb man it)rev iiid)t aubere mibcnim , als? 
mit iscrliift bc[^ \!dKm iiub bcr ©eeligfcit (of^ Jf)re lliciuinu^ 
t[t, bie '!).Ticn1d)cn , iucld)cit [ic bicncii, ine iscrberbcii ,^u briiu^cn, 
iiiib in bas3 ciuic^c i^crbamnui^ 311 itürlicnf). Sobalb bcv 
üüuiie^ [ll<i| bad]tc Fanstus mit einem jold)cn öcrflndjtcn SDienft- 
@cift fid) c-icmcin gcmadict, \o i[t er nid)t allein be^ guten ®eiftee 
öerlufticjet , jonbern uou bcm Iaufeubfd)alrf auf bac id)änblid)irc 
betl}üret unb ju grunb t3erid)tet luorben. 

e) @. 1-22. 

Unb ^mar, baf? nur jeUo gcfdiiucigcn uon bcr .v)bllijd)cu 2i)= 
natjogen unb icufflijdicn ^auber^^edinlcn, barinn tior ßeiten biefe 
i^o[5()eit offentlid) gelel)rct morbcnf), alo ^n Salaniauca unb Toleto 
in (Spanien, bei) bcm Tinr[inijd)en See in 'Italien, 3n (Sracom in 
^^Hilen (ha ber nngliirffelige Faustus bie [128J fd)Uiart;c Kunft 
folle begriffen fiabcnj in ber Ästfigniani]d)cn Älnfft, unb anberer 
'Crten met)r; 

f) @. US. 

SlH'ilen ber unjelige Faustus (laut feiner fd)rörflid)cn i^'bene= 
25efd)reibungt) an fold)e rol)c i^urfd) unb (:'')efcllfd)afft geratl)en, 
iüeld)e mit aberglaubifd)cn rharacteren unb 3^'<d)eii''Sd)rifften 
umgegangen) ia fid) ^u benen bamale umfd)metffcnben ßtgenuern 
fleiffig gel)alteu, fo ift er enblid) bnrd) [149] biefelbe gar ^^ur 33e= 
ld)n)ürung ber (>3eiftcr, unb ber lenfflif d)en Wemeinfd)afft Herleitet 
morben. 



t) i^cn folrficn ricnft^OHnftcin bcfiI)o .öcrrn Freudhu)! in ^e^ ('<ienn|feiK->= 
fragen uon Der ,^)aubcvci), p. 98 seqq. Jic .s^iftoiiani uun Joh. Ftuisfo. 
p. 83 seqq. Goldast. im 'J'ebcncfcn uon Confiscafion bcr o^itber- Wütei", 
pug. 75. M. ©albfdimibÄ 'ißvebii^cn von bor .'i>cr \n Cynbüv, p. 4.^3 unb 
meinen Liter. Infel. p. 189. ueqq. 

t) 2^cfi(ie liiei'bon Mart. Delrio üb. II Dtsqvisit. Mag. qr. I j/. 95 
unb P. Tholnsan. Syntaym. l. 34. c. 21. i^ 10. 

t) Joh. Faust, ?eben§'33efd)reibung cap. 1. p. 3. 

281 



141 
1687. Gottlieb Spitzel: (rebrochne flacht der Fiusternüss 

g) @. 23."). 

@in foId)er ©efell mar Dormale Gvilhelmus Edeliniis, roeilanb 
berühmter Doctor in bev Sorboua 311 ^i^avii?, r»on nicW)eni Joli. 
Charterias nermelbettf), bafi ba er [236] ber Räuberei) (lalben im 
^ai)x 1453. 3um iob t)eriirtf)etlet tuorben, of)noerf)oleu befennet babc, 
ba^ er bei) (Stngel)uu(:5 be^ Xeufflifc^en ^sactö feinem ed) Opfer 
f)ätte abfagen, iinb beit Jeiiffei in (^kftalt eines ^ocfe anbetten 
muffen. Gben bife Condition ()at auä) bei) feiner -i^erbiinbnng 
mit bem leibigen 2atan ber nufeeUge Fanstusf) angenommen, 
ba^ er nm fo üil billiger @5Dtt im .stimme! abgefaget, um fo üi( 
mef}r er ^unor (lant feiner eigenen Stu^fag) an ber 3(uferfte()nng 
ber lobten ge3meiffclt, unb bao jüngftc (^erid)t in feinem .'öerlicn 
r)erlad)et t)atte. 

h) @. 260. 

2)er iierflnd]tc Faii.stus yerfprad) in feiner Ul»ligatioii ober 
3.^erIobnu6 = @d)rifft, baf^ er bem Jrbifd)en ©ott, (inie bic 
5i>elt ben Icnffel nennete) fein i^eib unb ©libmaffen, 
fo it)m bnrd] bie Gltern gegeben, oon fold)er ßeit an 
feil tragen, ®Ttt nnb allem .*öimm:= [2(;i] lifct)en .peer, 
unb mae ©Dttee ^"i'eunb fei)n mbg, abfagen, and) fein 
2Sort ©Dttet^ nod) bie, fo fold)ey prcbigten unb nor- 
trngen, l)ierin fid) einige 3>cr^iuberung tl)un, ober fid) 
3U ®Dtt befel)ren laffen molt. -^n Urfnnbt bälte er 
folc^e -paubfc^rifft mit feinem 33lut befriifftiget, unb 
eigen I)änbig uuterfd)rieben, maffen er fold)em allem 
getreu lid) nad)3nfommen gebtid)tc. '2o halb ber Satan bem 
offtermel)nten A-ran3Öfifd)en 3iJ"tier=isfaffen Lud. GautVedo ba^ 
33erfpred)en getl)an, baf^ er 34. '^sa\)x ber norncbmfte i^riefter in 
gant3 ^].srooan3 oerbleibcn, ot}ne .viranifbeit nnb Ungliuf leben, nnb 
aller SBeibe^'^Nerfonen, fo feinen klugen gefielen, genieffen folte; fo liat 
er in einen eben fo fd)ri.nflid)en il'^ergleidi alo Faustus eingemilliget, 
nnb bic unfeelige i^erbünbnug mit feinem 23lut auf gebad)tc 'Annfe 
fcftgeftcllet, laut iucld)er ä^er= [262] fd)reibung, er ben lauff^i^nnb 
mit (Ebrifto gäntdid) aufgel)oben, unb bem Satan l'eib unb Seel, 
Sili unb ^^H'rrf üollig gcfd)encf'et nnb übergeben. 

tt) JoJi. ('Itan'crius in /li.stor. Carol. Vll. Rcy. (tüU. 
f) SPefi()e FaiisH .sMltoviaiii jmrf. I. c. 9. p. 59. Go. 

282 



141 

1687. (lottlieb Spitzel: (xebrochne Macht der Finsternüss 

i) <B. 270. 
3?il anbere (F^einpel joldiev 3^euffUfd)eu äserfd)re{6unt3en fönten 
tHn)(3ebrad)t nnt> angetit{)ret irerben, wo ee [271] iionnöt()cn nnb 
nict)t of)ne ba^ ]m genüge befanbt wäret), ha'^ ber nad) 6l)ri[ten= 
23Int fo fet)r bnrftenbe S^euffel [ic^ mit ben 9]cenld)en jeltcn auf 
anbere älseife in Allianz ober 2Sünbnu§ einlaffe, alö ha^ fte 
bnrc^ eine abfünberlid)e unb mit il)rem ^Int be3eid)nete .'danb= 
jd)riftt [td^ i()m ^u eigen mad)en. S^afern aber foId]e bem 6atan 
oerfdjriebene ii?ent nid)t aüerbtngt^ ©(auben l)alten , unb burd) 
bte I)efftige ©emiffeui^'Slngft getrieben, miber oon if)m ab- 
fällig werben, ober 3U @Dtt ftd) befet)ren moHen, fo f)ält er i()uen 
nid)t aUein it)re auf;gefertigte Obligation gaul3 ergrimmet oor, 
unb trübet fie unr)er3itglid) in ©turfen 3u^erreiffen, fonbern ftrenget 
fie mit groffer llngeftümmigfeit an, bafi fie fid) nodi einmal oer= 
fd)reiben, ben oormale eingegangenen 23unb oon neuem mit ibrem 
23Iut befräfftigen , unb fid) l)infiiro oon feinem 5}tenfd)en, er fei)e 
and) wer er moüe, miber folten abmenbig mad)en laffen. i^l(ler= 
maffen bann ber [272] mit guten 23cfel)rnng0=(>)ebanden auf eine 
^eit umgef)enbe Fanstusf) eben bergleid)en t()un, fid) uiberfe^en, 
unb bic anbere 2^eufflifd)e 3?erbiinbungö=@d)rifft oerfertigen muffen, 
nad)bem er ootl (Srftannnug bie erfd)röcflt(j^e 5rrof)mort be^ 
.'po((ifd)en Öngen^^SL^attere anget)i)ret t)atte. 

k) (g. 316. 

!3ft ;5of)ann Faustus mit feiner ©efe((fd)afft gen ©altVburg 
auf bem 5Rantel in bef; J-ürften 'ii>ein = Aü'Uer gereifet, unb ba-- 
felbfteu feiner @auff=l^uft gepfleget: eo wirb ber .s)öUifd)e l^ufft- 
@eift aud) anbere, bie oon ibrem @d)öpffer abgefallen, unb fid) 
il)m ergeben, gleid)ermaffen ol)ne groffe ^)}iül) l)aben entfül)ren, unb 
an bie beftimte f^rter liffern fbunen. 

1) ©. 423. 

(Sine gleid)mäffige (>')efd)id)t wirb oon (Sbriftopt) iisagnern be§ 
D. Fansti famulo er3el)let, bifer fam einften mit feinem ©efellen 
Johann de Luna nai^Toleto in.s^ifpanien, an einen S)rt, bafid) etlid)e 



t) 9?efi{)e Bodln. Üb. II. Daemnnoman. 6. 4. unb bac^ ?cben .7. Fausti, 
p. 74 seqq. 

t) 5^eiil)c bao l'cbcu Fausti pari. II. c. I. p. 332. 

283 



141 
1(>87. (xottlieb Spitzel: Uebrochno Maclit clor Finsternüss 

(gcliiüavMiinftlcv aiiftic()alten, bei berofelbeii Dberftev uml)roicnommen, 
baf; iiHiiiiicr feiner Äimft nur gefpottet, nnb fid) uov lueit er= 
tal)nier tjcfdiät.u't, fo mar er (Xeiifflifd)er (^kuiol)n()eit imd)) alfobalb 
auf bie 'Kadi bebad)t, mie er bem fpottenbeu Saguer einee ner^ 
fel3cn mbd)tc; '^tal)!!! berül)albeii ein mnd)fernet^ l^uinnlein, \iad) 
benifelbcn in C'^kxjeninart ber anbern ein i?luci any, inoranff bem 
3i>a!.-\ner plötUid) bac .^Inoi im Äopt üerborben , meld)er ()ierüber 
befftig ergrimmet, nadi einem [424] ftarrfen 03te[fer gec3riffen, ein 
ßod) in ben Xijd) gemad)t, nnb bnrd) .'oitlff feinee Priiicipaleu 
nerjd)aftet, iia\] eine 331ntrüt()e 'Kojen b^vtior gemad)ien, e!)e iinb 
beiior er aber baö 93ieffer geendet, fragte er ben (Spanier, ob er 
ibm fein '^hig miber gnt mad)en molte, bafern er eö in had 'J\>er(f 
3nrid)ten nermoditeV Unb alc> er l)ieranf mit 5iein geantmortet, 
t)ieb S^l^agner bie ^Kofen üom ©tengel ab, aunanf nnnergüglid] bem 
anbern (Sd)marl3fiinftler ber S\op\ anf ben 2:ifc^ gefallen, nnb mie» 
moln er inftiinbig gebetten iinirbe, bal)in bebad)t 3n fci)n, t>a^ ber 
Äüpf miber an fein uorigee Trt fonimen mi.Hl)te, ebe i)a'^ er er* 
falte, nnb nerblnte, brad) ber 23of^mid)t in biefe 2ßort Ijerane: 
6^ ift gefd)e()en um meinSlng, nnb and) um feinen Äopf! 

111) (S. 4:38. 
äiJie man non bem nerbamten (>-rU=;)auberer Fausto lifet, ha^ 
er auf ernftlidied ^ufpredien niler ®ottey=^gelel)rten l'ente (ba^ er 
fid) bod) ^n @Dtt befebren, unb bem 2euffel entfagen folle) in 
bife öergmeiffelte ä^^ort auf^gebrDd)en: ';sdi befeune rnnb t) er aus, 
baf^ an mir uid)tk5 ^ugemiunen, bann id) l)ab mein Äeib 
unb ieel fo bod) oerpfänbet, bai^ id) barane nimmer = 
me^r fommen fan, unb bemnad) ganli feine (Seeligfeit 
gu hoffen, Urne einmal oerlol)ren, fan man [4H9] nid)t 
roiber bringen. 6r griff be^megen (mie bie .'öiftoria melbet) gan^ 
rafenb nad) einem ')3leffer, fid) felbft bamit ^n entleiben, nur ba^ 
er ber innerlid)en @eunffenö=Dual abfommen mbd)te, unb meil er 
fid) bebnurfen lieffe, baf; ber ^ijllen ®lut fo grof^ unb grenlid) 
uid)t fei)n fönne, aiv bie ^|>ein feinee Aperfeene, nad) bem ee an 
(^Dttee i^wab nnb 23arml)eii3igfeit oergagt f)atte, fo unterftunbe 
er fid) be|megen .söanb an fid) felber 3u legen, unb oer^meiffelter 
2Beife feinen l^ebene^^-aben ab3nfd)neiben, baran il)n boc^ ber 
leuffel felber mebrfältig oerl)inberet l)atte. 

284 



141 
ItjRT. (rottlieb Spitzel: Gebroohno Macht der Fiusteniüss 

n) @. 617. 

2^00 VII. Gapitcl. 

^^3iand)eiici) .v)i[torifd)e Urfiiiiöeu uoii Dem fct)röff» 
(idien (riib inib 'ün e g fü l) r ii lu] ^>3ouberifd)ev fieiite, lo Die 
il)ncu aiu]obotcne (^5öttlid)c C^5nab iiiiö ^anu{)ev^iöf eit 
•aii|U3cfd)lagcii iiub uciaditet baLuMi. 

Uiib fbuncii mx bei) bicjcr (^eletieul)eit uid)t iimge()eu, uiitev- 
jd)ieblid)e (vvempel aii^ufübren, ume bie aUevberiibmtcfte ^ön^evev 
luib Ieiiffelc>=("vveunb iuel)vfältiö oov ein iämmevlid)eo (5"nb 130= 
nommen, mae üor (r()v [018] iinb 33elo()iuiiu] ber Js-ürft ober bie 
iDbrigfcit ber Tviiifternue, ifirem .öofiiefinb iinb '-Bebienten aiic> 
örttcy 9ered)tev '-l^erbengniif; ertt)eilet iiiib gegeben ()abe. ;Hu bie 
@pil3eii foldier iHnfUid)ten Ieiifiely = .sincd)t, iiHid)e beii uevbienteu 
l'o!)n tbrer ini|5f)eit eiiblidi überfommen, fteUeu unr billid) beii 'ii^elt^ 
befdinjcnen 3niibcrer Juhaunem Faustiun, üon beffcii greultdiem luib 
erjdivörflidiem (änbe mau nidit of)nc erftaiineu ^lun 23eid)Uif5 ber 
^iftorit) ieine6orgerlid)enl'cben6lcieu tan, anetlägiid) uuberbärmlid) 
ec mit i()m ^ugegangeu, alc bie beftimte odt nerfloffeii iinb aiijV 
gelaiiffeit: Okd) bem il)mfurt3^iaun-getraiimet, t)a\] me(}r banutaiifeub 
bbje ©eifter 311 feiner .Hammer biueiu tretten, roeld)e mit feurigen 
;£dimerteru öerfebeu, auf it)u mit groffer Uugeftüm ^ufelieteu; fo 
ift ibm balb barauff ber 2^raum iu bcrfenigen Oiad)t au|;gegangeu, 
meldie bei) tf)m beu 3lufaug au ber emigeu .s:öUen*^-iu[ternu|? ge= 
madiet, [619] ale uemlid) gegen 12. Ul)r plöl.Uid) ein groffer luu 
geftümer ^AUub cutftanben, uid)t aubery geriffen uub getobet, alö 
ob bae S^an'i^ ^u (^ruub geftoffen merbeu folte, luorüber bod) hk 
iu einem beuad)barteu ;^immer fid) aufbalteube vgtubeuten uid)t fo 
iebr erfd)rüctcn , aU ba fie ba^ 3ifd)en ber ^^öütfdjeu id)langeu 
uub Settern, bae Stoffen uub berum merffeu be^ aruifeltgeu Fausti, 
löie aud) beffeu erfd)rLHflid)ey ßt'tter^ uub 9Jiorb=Wefd)rei) augebbret. 
^Ii?orauff fid) mit aubred)eubcm lag uub (yroffuung ber Stuben 
befuuben, baf? bie lifdi uub etiite öott Slut^ gemefcu, bai^ Sywn 
be^ l)ingertffeuen Fausti an beu '.Iiniuben geflebet, bie ßäbne auf 
ber (Srbeu gelegen, uub ee alfo a(le 'Hinneigungen gegeben, baf; ber 
Xeuffel bifeu uerflnd)teu Wann muffe graufamer meife l)iugerid)tet, 



t) 5Befil}C ^ac^ Vebcu Z>. Fausti p. II. p. IT. 

285 



141 
1H87. Gottlieb Öpitzi'l: (Tebroehne ^hu-ht dw Finsternüss 

uoii einer 3Banb 311 ber anbcreii gejct)mettert iinb gcicl)lageu ()abeu. 
3tod) mc(ir aber ^at fid) )old)ey bejd)einet, alö beffeii tobter Görper 
aii[ferl)alb be^ ^paufet^ auf einem 'D3tt[t()aiiftcn mit ^erfpalteiiem 
[620] ^aupt gefunben, ja mit ()öd)[ter ißeftinijung matirgenommen 
morben, i)a^ !ein ©lieb an feinem gaulien ii?eid)nam unuerlefet unb 
unjerriffen geblieben. (?y ift il)m alfo nid)t inl bcffev aly bem 
3Sb()m{jd)en tauberer Zytoni ergangen, ber nad) lang üerübter 
^o^l)eit (babnrd) er ftd) ber) Äaifern Weneeslao fet)r beliebt ge= 
madjet) am f)ellen 2ag nor nilen l)nnbert ^?enjd)cn mit l'eib unb 
@eel baüon gefül)ret, unb in ben unauBlDid)lid)en 5d)metel = i^tul 
gemorffen morben;!) £ber mie bem Grli^ßauberer ßinoaftri felber, 
meldien eben gu ber ßeit ber leuffel joüe binger{d)tet unb er= 
morbet baben, ale^ er öor einen @ott non ben 53ienjd)cn angefeben 
unb gebalten iet)n, ja bte Stern felber uom .pimmel jureiffen fid) 
gelüften laffeu motte. 

Gin gleid)fd)rörflid)eo Gnb l)at bef^ üorbefagten Fausti gemefter 
Discipul Gbviftop^ SSagner genommen, alc ber 3mifd)en il)m unb 
bem Satan gcfd)loffene fünfffaljrige 'i^act ju (Swbe gelauffen, unb er 
ben moloerbienten £ol)n [6-Jl] feiner üerübten 3ciuber=ä3opbctt gleid) 
mie fein 'sieljrmeifter empfangen folte: 2lle bie ßeit ^er^u tam, 
(fo fc^reibt ber unbenabmte Author ber ^iftori oon bef; ermelbten 
2^agnero geben unb %oh faft gu Gnbef), ha bte oom leuffel für= 
gefefete unb beftimte ^^rift ber fünff 3at)r öerfloffen mar, 
bt§ ungefeljr auf einen DJionat, fam öetft 3(uerban 3U iijm, 
unb geigte if)m an, ba^ er i^n gu Gnb bes ^33tonaty genn§ 
megfü^ren, unb geigen motte, maö er längftgern gefeben 
§ätte. 2i>agner bäte ii)i\ nod) um ein "^ai^x, mit oermelben, 
ba^ er fold)e0 mol üerfd)ulbet l)ätte, unb meilcu er uil 
geute um geib unb Seben gebrad)t, unb fonften Derfül)ret, 
fo märe gant3 billid), ba^ er il)n beffen genieffen lieffe. 
©er ©eift antwortete: Zb bu gleid) [62-2] oermeineft, mit 
beinern ^Betrug länger -2{uffd)ub gnerlangen, fo ift eö boc^ 
umfonft unb »ergebene, bann bu mol oerbienet, ba^ 
©S^tt mir üil e^er ©emalt bid) meg3ufiil)ren gegeben 

t) Dubra%'ius in Hist. Bohem. 

t) ^£>i[tor. Don (il)riftop() aSagners lieben m\\> Job, c^ebrucft im oahT 
1594 ht. F. 5. seqq. 

286 



141 

ItjbV. (iottlieb Spitzel: CTcbrochiK' .M;ulit ilcr Finsteniiiss 

()iUtc. ,^^icr baft ^u bic ;Hutmort, mav td) jcl^t iacu\ loll 
inalir fci)ii uiib bleiben, bariiad) rid)tc bid). Hub alfo 
jd)icb bcr Weift uoii il)ni. ^alb baiaiif (iäl)rt bcv eniuibtc 
Autlior fort) bcnifftc ::1ihiivk'V leinen C'H'fellen nnb ?;-rennbe, ben 
Jolianneui de Luiia 3U fid), nnb er^cblte i()m, luaö ber (^kift für- 
i^ebvad)t bcitte, nnb bei^eiirtc biciinnen feinen ))iaÜ). .Idlianii de 
Luiia fi'aßte: äl>ic eö feinem .penn bem Fausto evivmt^en uhutV 
llnb aiv er nernabm, baf; er fid) nid)t üor feinem (ynb befebrct 
bdtte, fviad) er: '3]iein Cliristopliore, irf) ()ielte bafür, mann bn 
nod) i^nffe tl]äteft, nnb bid) ^n (^"Ltt menbeteft, nnb beine 6ünben 
bid) berl^lid) gerenen Ueffeft, bu foltcft nod) angenom= [62H] men 
merben, nnb ('•Miab erlangen tonnen, etc. Slle* 3isagner bifeg 
l)örete, lieffe ero il)me gefallen, nal)m il)m für Poeniteiiz ^ntl)nn, 
in .9, i£d)rifft ,^nlefen, fid) mit WCtt ^n nerfübnen, nnb feiner 
3.krl)eiffnng ,^neraiarten: 3lber mann er lefen molte, fo mad)te ii)n 
ber (^cift blinb, er gab bae i>nd) feinem Faraulo, ber (afe i()m 
ein mentg für, benn er lief^ fid) balb genügen, nnb triebe alfo 
feine Poenitenz bei) ^rneijen lagen. 2)er C^kift 2tnert)an gebad)te, 
Mmui ee lang uuibren folte, fo börffteftn mol einen böfen '')}Jarrft 
balten. Ta nnn 'A^agner einemale fpalüeren an^gcgangen, marb 
er balb einer fd)ünen A'vanen gemabv, baf^ er ber 33nffe barüber 
ganl3 oergeffen, nnb oon feinem (^)eift begef)ret, ba§ er if)m fold)eö 
fd)öne 'iVH'ibebilb nnoer ^nglid) ^nfn()ren motte. Wie fie nnn in 
furher •jeit in fein ;^)immer getretten, nnb bret) ganl3er iliod)en 
fid) bei) ibm anfgebalten, l)at er oollenb aller Poenitenz oergeffen, 
nnb allein feiner 23nl)lfd)afft abgemartet. 3tlö bie 3. äi^od)en oer^ 
flof= [624] fen, nnb bie ^ran Urlanb oon il)m genommen, marb 
er erft innen, i}a^ ey ein l)e§lid)eö alteö nnb nngeftaltee ii>eib, 
unb einem tobten l'eid)nam glcid) gemefen fei)e. fcad) bifem rüftete 
fid) '^iHugner jnr A^innen= ober DUmel)r .pi.illenfal)rt, forberte mibcrnm 
feinen (Mefellen Joh. de Lima ^n fid), oermad)te bemfelben im 
Xeftament alle feinen ä^orratl), nebenft einem Weift Cynabal genant, 
oon meld)em er groffe (fl)r, ')inl)m nnb ©efd)iiflid)feit baben folte, 
baranf gieng äs^agner in feine Äammer, meinete nnb me^flagte 
immerfort über feine begangene eünben, nnb ocrbrad)te bk 3^it 
mit ©r^eblung feinec^ gefüf)rten grenlid)en Seben^, bi§ anf ben 
anbern Xag, ha ^atte er einen «Sard: beftellet, baretn er fic^ ge* 

287 



141 

liiSl. CTotlliob .Spitzel : Gebrochne Macht der Fiusternüss 

(ci-\ct, u^^ Ilc§ bell -loh. de Lima iinD feinen Mncdit auf bet)t>^ 
vSeiteu [tl^cn, mit initäubigem 33ct3e()rcn, ba]^ [ie @©tt um @nab 
unb '^arm()crtiigfeit für feine @eele anrnffcn folten. I:^ann er 
meinte alfo ben böfen ®eift Qli3ufd)röcfen, bay-, er ihn nicl)t [ni'.')] 
l)olen folte; i^Ue nun bie Stunbe fid) l)er^n i]enal)et, tarn ber Weift 
lüie ein [tarrfer cjroffer branfenber Sinb, breitete ben (Sarcf l)eriim, 
[tieffe bie bei)be, fo barauf gefeffeu, auf einmal alfü, ha^ i()ncn 
©el)Dr uub ®eftd)t uertiangen. 'Jlad) ä^erflieffnng breijer ^tnnbeu 
fameu fie miber ^u fid) felbften, uub funben nid)t6 in ber ©tnben, 
benn nur etlidie 33eintein oon ^-ingern nnb ^vup^iu'u, and) bie 
bei)be Stugen, neben etlid)en f leinen Ätücfletn {v(eifd) nnb We()irn, 
fo an ber Si^anb geflebet. 2)i^ tt}aten fie adee ,^nfammeu in ein 
@efä^, meld)e6 ber balb gururf fommenbe ©eift and) ()inmeg ge= 
nommen. 'Bo aber fein 8eib mit bem Sarcf geblieben fei)e, ift 
leii^tlid) ]n era(^ten. Soliden molnerbienten, gefnd)ten nnb be= 
ge()rten 2ol)n ^atte (5f)riftopt) 'Jl>agner nor feine perübte ßouber- 
23o^()eit öom Seuffel empfangen nnb überfommen. D erfd)röcf== 
lid)er Sol)n be| .s^ölltfd)en ."^endere, irield)en feine .*!^ned)te nnb 
Trabanten gugemarten ()aben! (äben benfelben empfieng auc^ [626] 
ein anberer £dimarlifünftler, beffen Picus Mirandulaniisf) 
gebencfet, ber ^n ber ßdt, ai& er feinem dürften bie 33elägerung 
Trojae nor 3lugen ftellen mollcn , üon bem 6atan lebenbig meg* 
gefittiret nnb 3erri|fen morben. 

Otegifter (£. [819]. 
?f2lnft, 3iol)ann, ein unglüiffeliger :2d)al3gräber , 71. fomt 
burc^ '^■ürmi^ ^ur 2;enffltfd)en 33nnb0 = is'vennbfd)afft, 106. feine 
fd)r5cflid)e Obligation ober ä^erlobnn6 = ©(grifft au ben S^euffel, 
260. abf(^eulid)e, i^erjmeifflnuge'-ir^ort, 438. graufameö (Snb unb 
iämmerlid)c .pinrid)tung, 618. 

Oiegifter 8. [830]. 
SSlgnere 'Kac^e, auf^geübet an einem @panifd)en 3<i»^ci"^'i'. 
423. elenbe Suffe unb erfd)röfflid]ey Gnb, 620. 



t) Picus Miranä de praenot. suj)erstit, 1. 5. 



288 



142 
1688. .Jiu-olj Diinicl Kiiist : Ehreiiholds Koirtlicli-l.i'trai'htctc Eitclkcil 



1688. Jacob Daniel Ernst: Ehrenholds Reifflich- 
betrachtete Eitelkeit 

^f)ren()olbi? ')icifflicl)4ictvad)tetc unb (i^ri[tmiitl)ii}*üevac()tctc 
<5-itclfcit : ^eß Tddjtuy unt> tlitd)tii^cn ^iik'(t = :ii>efen0 / 5)ariunen 
Slnmulititjc 6inn''0n'finbiiuc^cu öor / luib anbädittcjc 2cuffl3cr imc^ 
iebcm (iapitel / mic aiid) foitbcvbavc .'ötflorieii ' iiiib aiibere / eiiiev 
S>e(t'Derid)mä()cubeu eecle aiiftäiibu^e (^^ebancteu 311 bcfiiibcu. 
3i>iebcnim iibcri'e()en ücnncf)vet / iiub ^iim bffcutüd)en 2)rucf be= 
förbevt 'Ihn M ^acob 3)anie( e-nifteii P. C. 2ll'je-3t23lU){0 / 
3>ni(f iiiib iNcrlag ©Dttfrieb ^)iid)teio i 1()<S8. 

€. 21Ö. 

2)amit nbev baejenii^e / \va^ bi^ au()ero iucitläiifftii-\ iiir= 
<jetratieii uiorbcii 311m i^ei"d)(ii[) bicjcr sHbtbetluiu] uod)nuilö über 
•.•öaiibt füri^cftcllct luerbe ' jo luolleii luir iüld)ec mit fohjeuber 
(är^ebliuu] bcmcrrfftcUicjcu. IKan jacvt ba[; bcv bcfantc :-]aiiberer 
3ol). §aii[t bcm Äaifer Maximiliauo I. eiiiftcu eine iinnibcrbare 
<ibcr bod) fiivlie ^-veubc i;(emad)t babc. 60 umr [)Dd)n]ebad)tcr 
^äifcr ciiiftcii beo morgeue uou feinem Sd)(ai cmnidiet / ^a er 
metjcn uerauberteu ßnfl^aiib bey ed)(ai=3immerö fid) iiid)t befimicii 
funte ' luo er bod) immermebr feiju müfte. Seun eo l)atte aik^ 
ein anber auy|el)eu , uub fam il)m bae ©emcid) öor aiü ein 
iüiiiiber=jd)bner @aal / alba oiel aiuuiitf)if\e uub (uftige 33äume 
Don grünen ^lTiei)en 3n beijben weiten [tnnben , nebenft anbern / 
bie mit zeitigen Äirfd)en nnb anbern £:bft retd)iidi be()enget maren. 
I^er 33oben beö tEaale mar an^njeben ' aiv eine grüne W\e\c I 
mit aüerlei) bnnten iMnmeu geid)mücfet. Um beo Ääifery 33ett= 
[tat [tnnben nod) eblere ixuime , [-16] ale ^^somerantien / 0ra= 
iiaten / Aeigen nnb Simonien / aüe mit reiffen ^-rüdjten. iHnf 
■bem C^efiniö maren bie mobl'ried)enften i^inmeii / nnb an ben 
SStinben bie reiffeften nnb jd)marfbafte[ten Iranben ^n je()en. 60 
ift leid)t 3n erad)ten tia\] fotbane nngembbnlid)e '^seränbernng 
beö Sdiiaf^immerei ' ben sXäiia in bie bbd)[te isenininbernng muffe 
flefelit ()aben / geftaltfam er and) etmae länger alö fonften im 

Tille: Faustsplitter. 289 19 



142 
1688. Jacob Daniel Ernst: Ehrenholds Reifflich-betrachtete Eitelkeit 

25ctte iH'r()an-et. ^Ue er aber enblid) aiifftunb ' feinen 5lad)t*^sel^ 
um [id) t(nit nnb fid) na()e bei) bem 3^ctte au\ einen 8tnl nieber^ 
fel3te / I)ürcte er ben Iiebltd)[tcn Wefang ber '^kd)ttc3an / nnb bie 
Qller]ü[fe[te ßufammenftimnmng anberer ftnc]enben 53ögel I bie 
benn immer üon einem Saume ^nm anbern {)üpffeten. Sind) |al)e 
er uon ferne fd]neemeiffe C5aninid)eu nnb fnuge .*paafen gn @nbc 
beö iS-aaU Inuffen / nnb balb barauf über^joge haz^ obere 'Jaffel^ 
merrf ein artigeö (^^kmölrfe. i?üy nun ber Äätfer biefem aüen be= 
cjierlid) 3nfal)e / nnb fDld)er gcftalt fid) im Saal nermeilete | 
gebad)ten bie (iammerbiener / mie e» bod) fommen müfte / ha]] 
\{)v gnäbiger .sperr nnb Alaifer nid)t uom 33ette aufftünbe / ob i()m 
eine Uupäf,Iid)feit müfte gugeftoffen fei)n. 6rfüi)neten fid) bem= 
uüd) ,' nnb eröffneten gar gemad)fam bie ibiire bee 6d)Iafgemad)y / 
almo fie nid)t allein [217] ne ben J^difer bei) guter ®cfnnbl)eit 
antraffen fonbern and) aiiv ber gegenmiirtigen Suft abnebmen 
f nuten .' mae bie Urfad) feineö JBermeilene gemefen. 2)er Äcitfer 
lie^ alfobatb bie ^-ürnebniften am .viofe gn fid) beruffen ,' bie fid) 
benn ebenmäffig ob ber i^nftbarfeit bct^ @aalo uid)t gnugfam 
oeriunnbern hinten. 'Jtüeiu ,' nad) bem ungefe^r eine Stnube oorbei) 
paffirct (' fingen bie 331dtter an (e()e fid) bie ?(niiiefcnbcn beffen 
oerfaben) an ben S3äumeii melrf ^n loerben ; nnb gn oerborren / 
mie and) bie ?5'rüd)te nnb i^lumeu. 23alb barauf fam ein Si^inb 
3um ©einad) ()inein ,' ber iue()ete aüeö ab j fo gar / balß alkv in 
einem 3tngenblicf oor i[)ren fingen üerfd)n}anb / nnb it)nen bte 
£'nftbarfeit nid)t auberö oorfam , ale lueun il)nen baoon getrcinmet 
()ätte. i'i^k in ber !i^ebenö=Sefd)rcibung bee Fausti am 418. 23lat / 
nnb bei) .s?. !JoI). ©org @d)iebeln , im 1. I(). beö .V)iftorifd)en 
i'iift'.paufeo / Gap. (59. bl. •2()5. mit mebrern baoon gn lefen. @c 
tft biefe .^»iftorie in 3Babrbeit ein beqoemer (äntmurff allee md)= 
tigeu nnb ocrganglidien '^i^eltmefene / ak iiield)ec^ meiftentf)cile in 
einer bloffcn (finbilbung nnb 23(enbmercf beftei)ct / nnb ebe man 
fid)y t)erfie()et / ein nnöermut()etey ©übe nimniet: Humana cuncta 
vanitas, umbra, fumus, (?§ ift aüee i^aitt^ eitel / [218] fprid^t 
ber ^-^^rebic^er / eö ift ttUe§ t^an^ eitel / ^^^reb. 1. 2. unb ta^ 
3:Öefeu biefer 5lÖe(t ücrc^etjet / 1. (£or. 7. :}L 

^Kegifter (g. 417. 

%aüit 2). mad}et einem ^äifer einen fell3amen ^nftgarten 215. 

290 



143 

1G9U. Christian Stridtbeckh : Dissertatin Arii(l"iiiic:i de Say'is 



1690. Christian Stridtbeckh: Dissertatio Academica 

de Sagis 

(Praeses \'aleutiu Albei'ti). 

Christo Sercatore Anniientf! Dissersatio Academica. De 
Sagis, sive Foemiins, commercium cum Malo Spiritu liabentibus, 
E rhristiana Puevmatologia desumpta, et Sub Pryesidio Viri 
Maxime Reverendi, Amplissimi atque Ecellentissinii ^ Du. D. 
Valeutiui Alberti. P. P. Consistorii Assessoris, AcademisB 
Decem-Viri, Collegii B. Marise Virginis Collegiati, Xationis 
Polouicpe Seuioris. et Alumuorum Electoralium Epliori, Dn. 
Patroni, Pneceptoris Et Promotoris Sui omni obserrantiff cultu 
(etdtem suspiciendi, Publicse proposita veutilatioui Ad diem 
(>. Deceinbr. A. 0. R. M. DC. XC. Ab Autore Cliristiano (gtribt^ 
l3erf() / Augustano. Phil. Baccal. et Mag. Caud. Lipsia*, Typis 
Christopli. Fleischen. 

p. (12) Caput II. Pragmatologicum. 

p. (25) § XXII. 

Similiter in relatione de magia in Suecia aute paucos 
amios ibidem multis cum liberis peracta dicitur: satauam 
liberos seorsim sumere, atque frouti uotam inurere, vel in 
siuistra liedere digitum parvum, ex eoque aut ipsum, aut per 
[[^i'^^] sagam. .sanguinis aliquam elicere partem, magnoque 
intincto calamo uomen infernali suo inscribere protocollo; de 
quo etiam vide sis Max. Beter. Spizel. in Expugn. Orci 
p. 11^. seq. 274. 357. Nomiunquam etiam sibi despousatas 
eo adegit, ut. si ob dolorem sanguiuem elicere ipsa- nolint. 
tameu leviter ab ipso aut saga vulnerato membro aliquo, 
sanguiuem accipiaut, eoque nomina sua subscribaut. Sic de 
iufausto illo Fausto Widmannus refert, proprio sauguine ex 
leviter vuluerato pollice emisso illum se totum diabolo ad- 
scripsisse, Deoque repudium misisse. 

291 19* 



144 
ltt92. Misander [Adami]: Deliciae Eiblicae, XVII. 

1692. Misander [Adami]: Deliciae Biblicae, XVII. 

Delicirt^ Biblicse Cber 33ibltjd)C Grget;(id)fetten / 5)urd)e 
gan|;e Üleiie leftameiit unfcvö .pßrvn S^ju Cil)vi[tt ' Söoriunen 
2lÜe Ciirieuse mcrcf= unb Dencfmiirbige ' 3it)eiffer()affte Werter / 
©prüd^e unb ^rat3cn / nad) ber :liid-)t=2d)niir 0öttlid)ey S^öorte ' 
aue bcaiel}rten Theologis erörtert unb iebem (Sapitul ßu groffeu 
Dhifee ber Studiosorum roie aud) "i^riefter / Loci Coramunes in 
Discursen / abfonbcrlid) in 'T>rebtgteu 3U gebraud)en ' in ^iemlic^er 
9)cenge üon fouberbatiren alten unb neuen .spiftorien ' (iinn=^5Bilbcrn 
unb @leid)ni[fcn bei)gefüget aud) geliebtg @Dtt! fortgejefeet Unb 
bamit bie ntd)t ftubirt ; aud) 2Seib6=^^serioneu i()re 33tbel t)er[tet)en 
fönnen / üon 9J?onat 3U 5Ronat einige 33ogen t)eraue gegeben 
irerben Don 93Zifanbern. Januarius. 1692. Wit Gf)nrtür[t(. 
<Säd^^. ®n. Privilegio. S)re^ben unb ßeipjig / 3.^er(egt uon "sol)ann 
ß^rti'top^ ^3üet()en ^). 

©. 3SG. 

äi>aö bie Magiam praistigiatoriam anbelanget ' jo ift bic= 
felbe eine jold)e .siunft ; ta nur ^djeius'iöuut'er burct) .Oülffc 
bcö Teufels gefct)c^ett. ^)ier luäre nun meit aue3U)d)ii)eiffen ' 
roenn man luolte; O'ö be[tcl)et aber bie ead)c in lauter 33leubnngen 
beg @atanö baburc^ er bie 9Jlenjd)cn ]n betriegen pfleget. -Datjin 
ge()ören alle folc^eX)iuge / fo feine lieben ©etreuen / bie.peren unb Un= 
l)olbeu t^un / ha^ fie meijuen / biefee ober jenes fei) mal)r fo ec> 
boc^ nur fo fd)einet; !Denn ba nimmt er il)neu bac> jenige meg 
it)Q6 [ie fonft fel)cn folten unb giebt il)nen au bie Stelle mac 
anberö unb falfd)e6 \a er bezaubert iljre Sinnen / ha^ fie nid)t 
mffen / n3a6 fie fel)eu unb ^öreu. 2i>a6 t()aten bort bie 6gi)ptifd)eu 
ßauberer l biefelben roolteu alles bem 53iofi unb feinen red)ten 
2Sunbermerrfcn nad)tl)uu / aber e« mar ^leubmerrf bamit '^sI)arao 
bad)te ; ee mären 9}Jofi6 feine Söunber nid)te fouberlid)i?. 3A>urbe 
nic^t @aul oon bem Teufel geblenbet baf; er bie jeuige i^erfon fo 



') Vol. XVII.: Xov. Test. Vol. l.: WiianMv ift C^cv %i\avxa 5ül)ann 
'Samuel 2tbami in 'Isre^fcfienbüvf bei ^ippolbtsiüalbe in 5ad)ien. T. .ö. 

292 



144 

1692. :\Iisan(ler |A(laini|: Dclioiac Hiblicat-. XVII. 

it)mc ^ie .'öe.vc imu (Snbor aiiö Der (5"rDcu brnd)tc oor bcii red)- 
[387 J teil eaniiicl l)teltV .s)ici1)cr i'\cf)öret allce bac^ icii{i]c ' inaö 
man üon D. Fausten ]ct)ieibet / ben man / ob er gleicf) fein Üoctor 
i^emejon baf)er ben Doctor genennet / meil er fo gelef)rt joU tjeinejen 
iei)n. 3>ün biefem ift ein eicjen 33nd) l)eranffen fo ein Theologus 
mit uielen 'rheologi]d)en sHnmerdniuien ()erany gegeben bat / ale 
barinne lanter ^erblenbnngen 3n finben / alö menn er einft einem 
lÖaner 5d)meine uerfanfft ' nnb bernad) ant^ benfelben @tro()=iisifd)e 
lüorben [inb item / baf? einer einma()l bem Fausto/ ber jenem 
id)iilbig geiiH'ien ' ein 33ein anegeriffen / \o allec^ ^lenbmercf gemejen / 
it: ba er einem 33aner ben ilnigen mit famint bem .pene gefreffen ' 
bauon ein metjrerc* t)in nnb mieber fan gelefen merben. ']iad)= 
benrflid) i[ty / maö ber .perr (ärnft non ein paar joiift lbblid)en 
.siäijjern nnb it)rcm .^sormifee ineibet / bie Part. J. feinee '-bilber^. 
p. m. H'2. alfo (anten: Äciijjer IKapmilian ber (?r[te ; ein frommer 
nnb grüBmütl)iger .perr ' t)atte 3nr (^)ema()lin ^}}tariam / .'peii^ogt^ 
(iarlö üon 33nrgnnb :Iod)ter / meld)e er über bie maffen jet)r 
geliebet / unb baliero bnrdi il)ren töbtlid)en .s)intritt nid)t luenig 
gefräurfet morben. 3)ieier (}at [id) oon bem 31 bt 3n ©pan= 
beim ; Johanne Trittenheinio, iueld)er ein groffcr ^anberer nnb 
^2d)mart3fitnftler mar baljin bereben laffen ' hü]] er einge* [388] 
milliget / bie (^eftatt ber S^ei^torbenen iiiiebernm ^n fel)en. Daranff 
bat ber 5lbt ben Ääi)fer bencbenft einem 2^iener in ein ®emad) 
beijfeite gefitt)ret / nnb ibnen oerboten ; fo lieb aio {()nen S^nb nnb 
lieben märe ' fein 3Sort 3n reben / wenn [ie fold)ey nid)t ()alten 
mürben ' mürben fie nid)t miebernm lebcnbig anö bemßimmer tommen. 
33alb baranft fam ber böje ®ei[t in ber ©eftalt ber oerftorbenen 
.slüi)jerin in bae (^)emad) getreten / nnb gienge mit foldien an= 
mntt)igen '"l)iinen nnb (^)ebebrben oor ben Ätii)]er üorüber / ha^ 
er feinen Unterid)eib nnter biefen tenffelifd)en nnb ben menid)- 
lid]en 53ilbe feiner oerftorbenen ©emablin bemerrfen fnnte / er 
erinnerte fid) and) ba\] bie V'ebenbige einen fd)marl3en 'OJJafilflecfen 
an i{)rem ^)larfen gel)abt nad) meld)en er / a(6 ber (^3eift ^nm anbern 
madl üorbei) gienge gar fdiarff fa(]e - nnb benfei bigen and) fanbe. 
2o genan ift ber tanfenbliftige (Sd)alcf ber 'i)3tenfd)eu funbig / ba^ 
er and) bie üerborgenften !L'eibet^=3t'id)en in ad)t nimmt nnb man 
barane leid)t fd)lieffen fan , mie na()e nne biefer Seelen^^J^örber feijn 

293 



144 
1692. 3üsander [Adaiiü]: Deliciae Eiblicae, XVII. 

unh•^c menii luiv it)u fel)cn jolteii. ^snDcm nun 9)ia,riinilian bcn ®et[t 
alfo bcfdjaiiet ' fömmet it)n ein (Sd)rccfen an / imb loincfete beni 
3lbt / ba'^ er i'^n ali[ü()rcn jolte. 3lad)bem nun ber Satan ah-- 
getreten / betrad)tete ber .»diiijfer bte ibk\a[}x ' in [389] luelc^e 
if)n biefer ßanberer gcfeiict ' irenbetc fid) 3n bcm 3lbt / nnb jagte im 
3orn: .pöre bn Ü)cünc^ / bu magl't l)intüt)ro mit mir nid)t alfo 
fpicicn! i^elitc and) I)in3n / lute fdiluerlid) er [id) cnt()alten fönncn 
haf^ er ben (^kift nid)t angerebet ' meld)eo / mcnn eö gefd)e()en märe 
anirbe tf)n ber Senf et gleid) enuürget t)abcn / aicld)ee and) biefer 
93iorb=(^)ci[tey '^tb]el)cn o()ne ^lueiffel gemefen. 2)er anbere oortreff^^ 
lid)e .s^elb ' n3eld)er üon nnö joli anfigcfiil)ret werben / i[t Ääi)fer 
(Sarol ber V. biefee '3ta!)mene( / meld)er berglcid)en SSlcnbnng einften 
mit leinen fingen and) mit angejel)cn. Denn aU er mit feiner 
.«püffftatt nad) Jnfprncf berrüctt ' anirb and) mit ba()in gebrad)t 
D. Job. Faustus, njeil er bnrd) feine Jlnnft yiclen ?vrei)l)erren / 
©raffen nnb @blen get)olffen {)atte nnb non allerlei) fd)merl3l{d)en 
.f^rancfl)eiten befreiet ; and) il)nen bnrd) feine fd)mar{je Ä'nnft uiel 
n)nnberlid)e @ad)en gemiefen. 5)iefe^ 2). ^-anftö ^iinbel iinirben 
bem .^äi)fer and) fürgetragen / unb il)m bai^ ©eniütl) babnrd) lüftern 
gemad)t / baf^ er bcnfelbigen öor fid) forbern lie^ / nnb üon il)m 
begcl)rete baf; er bnrd) feine Ä'nnft ben allerberiif)mteften ^äl)fer 
Alexandruin bm ©roffen / nnb fein @cmal)l in ber is-örm nnb 
©eftalt fo fie im 2eben gefüf)ret . l)erfür bringen folte. ^^-anft 
antmortete ; er motte / fo oiel er bnrd) .^^ülffe [390] fetneö ©eiftee 
ocrniöd)te ^f)r Ääi)ferl. ^Ikfeft. ^itte gemät)ren ' unb begehrte 
'•^serfonen erfd)einen laffen: 5Uier ba^ folte %}rc ^3)kieftät miffen 
ba^ il)re l'eibe nid)t anffftünben ' nnb anff bi^mal)l anö ber (ärben 
l)erfür fämen: :?(bcr bie nl)ralten ©elfter / Ji)eld)e Alexandrum nnb 
fein ©emal)l gefel)en l)aben ' bie fönten fid) in il)re Aorm unb 
©eftalt ücnoanbeln ' babnrd) molte er bei)be *']iorfoncn mal)rl)afft{g 
3f)rer ^Jlajeft. fet)en laffen , in aller ©eftalt ,' mie fie geicibet unb 
gelebet. 3lllein '^f)xe 93?ajeftät folte il)m fagen / baf) fie utd)t(< mit 
i^m reben molte aber befid)tigen möd)te er fie ftillfd)meigenb mit 
allem -rfleiffe. -viieranff gieng Aanft auc^ beö .^ü^ferö ®ema(^e / 
fic^ mit feinem Weifte l)ierüou ^u nnterreben / unb ba fie ber (Sad)en 
ein0 morben gieng er uncbernm l)inein ^nm .Häi)fer unb lief? bie 
2;l)ür offen. Sllöbalb trat nad) i^m l)inein Ääi)ler Alexander M. 

294 



145 
1HU3. Nieolaus Kenügius: Daeiiiuaulalriu 

in bcr ©cftalt / mie er gclcbet; (Sin iiiol)(t}cjcl3tec> 93?äinileln mit 
votlicn ober i^lcid)falbcii imb birfcn l^arte ' rot()cii ikrfcn ' luib 
einei3 geftrciuicii :}liu^ciu1)ty alo ob er ::i3a[iliefcii=vHiu]cn l)ätte i ()Qtte 
einen flanl^cii fdjöucii oolltommcncii .N>aruijcl) an, trat ^nm iläijjer, 
nnb bürftc fid) für ibine mit tieffcr ')icüercnl3. -T'cr ,SXä\)iQX inolte 
auft[tc()en iiub ibm btc .v>anb bieten aber ?;-au[t luimfete il)m / 
ha\] erö nidU tbini folte. [.'i!)l| .nierauff neic^te fid) Äätjfcr 
Alexander, nnb t^ienoi ^nr Jl)ür Ijinane. '-Balb baranff trat 
hinein fein Wema(]I in einem blaneii 2ammet=')iode mit i^ülbenen 
(Stürfeit nnb 'V"^^'^^^'^^ H^'^iciet / @ie mar anv ber maffen fd)öne nnb 
rotlUHirftc]t mie '93iild) nnb 33(iit / läniilid)t nnb eineo runbten 
3tniiefid)tö. iiMe fie nnn .»iläijfer Garl lauere mit 'iH'rmnnbernng 
anijefdjanet fiel i()m ein - ha^ er gelefeii nnb i]e()öret l)ätte / fie 
jolte im '}caifen eine groffe 'Xi^arlien (3el)abt l)aben ftnnb berf)a(ben 
anff öon feinem 6tnl)le ' nnb gieng ]\i it)r , ^n befid)tigen ob er 
bi^ 2i>a()r^eid]en and) an i^r finben nnb alfo erfennen fönte / ha^ 
ber @eift in if)rer bei)ber C*>kfta(t fidi mat)rl)afftii]lid) nermanbelt 
Ij&ik I nnb i()n nid)t mit falfd)er ^orm betrogen / fie ftnnb ftille / 
bürfte ben Ä'opff nnb .s:alf3 / bafi er bie 'iiHUiie fel)en nnb angen= 
fd)einlid) erfennen fnnte. Mieranff neigte fie fid) für it)m / gieng 
3ur J^ür ()inane nnb iierfd)iuanb. ^Hlfo gemä()ret 2). ^-anft bem 
Ääi)fer feine iMtte trieb fonft oiel läd)erlid)e tHbent()enr am .v)ofe / 
nnb erlangete eine gnte -lH'rel)rnng barmit ^og er binmeg. 

145 

1693. Nicolaus Remigius: Daemonolatria 

-INieolai Remigii Daemonolatria Ober: i^efd)reibnng oon :^)an= 
berern nnb ßanberinnen. Wdt iininberl. @r3el}hingen oielen natür= 
Ucf)eu fragen nnb teuflif. (^3ef)eimniffen t)ermifd)et. Örfter ii:t)eil. 
2)er Slnber 'Jl)eil l)ält in fid): ^ii^nnber'-fediame Historien ^son 
beS 2enffe(ö .^pinterlift i^etrng Aalfd)beit nnb ilierfül)rnngen / an, 
bei) nnb nmb ben '3Jienfd)en in me()r bann 300 fo moi)t alte 
alc nene .s?iftorien tt)eilt^ oon p)anberern ßanberinnen Wefpen= 
ftifd)en C^rfd)einnngen nnb Wefid)tern tbeile oon Cffenbabrnngen / 
2ränmen i^erblenbnngen ^ii>eiffagnngen nnb .iserfül)rnngen. Wit 

295 



145 
1H93. Nicolaus Remig-ius: Daemonolatria 



'o' 



einem 21(u()ancic. Q^on fa{frf)cn crbicfitctcn eingebilbeten au^ 
Äud3UiciI aiuierid)tctcn ,' betrietVlid)cu j ofttmalilc^ aber übel aii^- 
fdilat^euben / ja Ämiuf()eit unb lobt briugeuben (:*«Jcfpeuftijd)eii SSe- 
gebeubciten. Hamburg, (^)ebnicft bei) 5^l)omay non 3i>iering im 
gülbeneii A, B, C. Anno 1693. 6inb aiul) 311 Airtiirt't. u. l^eipg. 
bei) Bfld)flna^ ^erteilt 311 befommen ^). 

3:i)eil 11 <B. 509 

2) er nou bem Doctor Fausto burd) jeiue Ä'unft l)err=^ 
lid) ge3icrter 2aa[. 

-3Md)bem Johannes Fanstus, ber äSeltberuffene ßaiiberer / 
bem Maximiliano auff 33eget)ren Alexandnim Magnum imb feine 
®ema()lin 3.^erblenbungö=2i^eije norgefteUet ; imb fold)eö [id^ ber 
^äi)ier nio()l gefallen laffen ' unb Fausto einen [tattUd)cn ')iecompcnt^ 
iierel)ret; als Faustus jolc^ee mit 3)ancf barfeit ^n eranebern ,' unb 
Sl)rer ^JJajeftät noc^ eine jonberba^re 6rgöl5lid)feit 3U öerjd)aften / 
gebadete. 9iad)beni nun hir^ baranff auf einem 3lbeub ber Ääi)fer 
gur 3hi()e gangen / unb fid) in fein gemobnlidiee .id)laf*(^kmad) 
verfüget / funte er [id) früt) ^])iürgenk? / i)a er eniiad)ete / nid)t be= 
[innen mo er bod) immermel)r märeV X^enn ee l)atte fid) aik^ 
uniiermuti)et üeränbert/ unb mar bac^ (2c^laff=Btmmer 1 bind) Fausti 
^unft i \o üngerid)tet / ale mie ein jd)öner Saal / aüba üiel an= 
mittt)ige unb luftige 33äume oon grünen ÜJiixijen 3U bei)ben ©eiten 
[tunbeu / nebenft anbern ' bie mit seitigen i^irfi^en unb anbern 
S^bft reid)lid) be()änget maren. 2)er ^obcn beo Saalö mar an^u^ 
fet)en / alö eine grüne SSiefe / mit allerlei) bunten :ölul)meu ge= 
fc^mürfet. Um bee .*«läi)fere 33ettftäbte ftunben nod) eblere 33äume / 
aU i^omeranfeen / Granaten / -(S'eigeu unb Simonien ' alle mit reiffen 
i^rüd)teu. '^Xuff bem ©efimö maren bk mol)lricd)enfteu ^lul)men / 
unb an bcn J\?änben bie reiffften unb fd)mad:l)afftigften Jrauben 
3U iel)en. l'eid)t ift 3U glauben / ba^ [510J fold)e unüerl)offte 
33erdnberung bee Sd)laff'3immerö / unb fonberlid) bie ßkvbe unb 



^) Nicolai Remigii Sereniss. Dvcis Lotharingiae A Consiliis Inte- 
rioriVjus, Et In eivs Ditione Lotharingica cognitoris jiublici Daemono- 
latreiae Libri Tres. Ex ludicijs capitalibus nongentorum plus minus 
hominurn, qui sortilegii crimen intra annos quindecim in Lotharingia 
capite luerunt .... Lvgdvni. In Officina Vineentii ÜIDXCV. ent()ält 
nocf) feine gfluitfteUe. 2). ö. 

296 



146 
lH!»ri. ('liristoph Zcisseler: Neii-eröffiicter Historischer St-liauplatz 

!L^u[tbaifcit t>ce ^lu■^er^d)tctell 2aalc bem löblict)cii .Uäi)icr feine 
fleiiie IsenuiuiDeniufl luerbe üeniriadiet dabeu lüic er beim aiic^ 
cnuae [aih]cv > ale fonfteu ' a(lba im i^ette üer()arret. '.HIö er aber 
euMid) iiuffftanb feinen 5iadlt=i^ell3 umb [id) tl)at nnb [id) na()e 
bei) beni löette auff einem 2tnbl nieberfelite l)övete er ben lieb* 
lid)ften ("»k'i'ani-^ ber ''}cad)tii;\al nnb bie anmntl)ig[te ■^niammeu= 
[timmnng anberer fint^enber inn^el ' bie benn immer Pon einem 
^anme ^nm anbern tiüpfften; iHud) fabe er non ferne fd)neeiueif|e 
(5anind)en nnb innc■^e -v^afen ^n Gnbe beö 'Baak^ lanffen; unb 
balb barauf iiber^oi^e bac obere Jaffel="il>errf ein artigee C^xniiolcfe. 
'Mv nnn ber ^äi)fer biefem allen begierlid) ^nfabc nnb folc^er 
0)eftalt fidi im .Eaal nermeilet ' c]ebad)ten bie (lammer =2)iener / 
mie ec' bod) fommen miifte - ha^ ibr gnäbiger .sperr unb .viaijfer 
uidn nom 33ette anfftnnbe ' ob ibm etmann eine llnpäf]lid)feit 
miifte ^ugeftüffeu fei)nV (^'rfübneten fid) bemnad) nnb eröffneten 
gar mäl)lig bie 2l)iire bee 5d)laff=Wemad)i3 allmo fie ntd)t allein 
ben .<iläi)fer bei) guter @e)nubl)eit autraffeu fonoern and) am ber 
gegeniuärtigeii 2nft abnebmen fuuteu ' maö bie Urfad) feinee i^er= 
meileuö gemefen. 2)er Ääijfer aber lief; alfobalb hk isoruebmften 
am .v>ofe ^n fid) bernffeu , bie fid) benu ebeumäefig ob ber l'uft* 
babrfeit beö 2aalv nid)t gnugfam oeniuiubern fnnten. 3lllcin 
nad)bem nngefehr eine etuube oorbei) paefiret / fiengen hie 33lätter 
an (ebe fid) bie ;?lnmefenben beffen iierfel)eu l)ätten) an ben 
3?äumen melif ^n merben unb ^u oerborren / mie and) bie Arüd)te 
unb ^lubmen. i^alb baranff fam ein 3Binb yim Öemad) binein / 
ber mebetc allee ab fo gar ' baf? allee in einem ^Ingenblicf oor 
ibren klugen oerfc^manb unb ibuen bie l'uftbarfeit nid)t anberö 
Dorfam alc menn ihnen baoon geträumet b^tte. 

146 

1695. Christoph Zeisseler: Neu-eröffneter 
Historischer Schauplatz 

Pen^eröffneter .N>iftorifd)er 2d)auplal3 'iiorftellenb -v^nubert 
au^erlefene öiftorien ■ nnterfd)iebener beurfmürbiger 23egeben()eiten ' 
aue Dielen Autoribus mit i5leif^ 3ufammen getragen • nnb Denen 

297 



14(i 
1H95. C'liri.stopli Zeisseler: Xeii-eröffiietcr Historischer Schauplatz 

Sicbiiabcrii Der ,v)lftorleu / ncbft einem nül3licl)cii :)ictvftci- 311111 offeut^ 
licl)cii rniif befördert üon (Slirtftopl) ßci^eleni. l^eip^ig 1H95. Söcibiter. 

(S. 147. 

•Öiftortc XXXVII. (gd)iiiarl3 .\lihi[t(ev Praesentireu biird) .'pülffc 
bee leuffcle bcr tierftorbciicn i()rc leiblic()c Weftalt. 

-äU bein ,Häl)fcr Maximiliaiio I. feine (^)emat)lin Maria, 
^^ciiiog 6ar(c> uon i^nrtjnnb :Ioc!)ter / n3eld)e ev jel)r liebete / burd) 
ben lobt entrifu'n warb unb erftd) bavübev (jcfftig fräncfete / er* 
böte fid) ber '^Ibt 3U ©panf)eim / Job. Trittenhemius, erloolte 
3()me 5i)re lebenbige Weftalt anebevnmb anff eine ßeit bav> 
ftellen ' iüeld)ey benn ber ,ylei)]er beliebete aly iueld)er oerlmitjen 
trug ' feine @ema()lin nnr nod) einmal)! 3nfel)en. 

3Sorauff gebad)ter "äbt ben .Släi)fer benebft feinen 5)iener 
einem in ein Wemad) bei) feite gefitl)ret i unb il)nen oerbotl)en / 
fo lieb alö il)nen Veib unb lieben ioal)re / fein .^Isort 3ureben ' 
nnb menn fie fold)ee nid)t f)ielten / luürben [ie nid)t mieberumb 
lebenbig aue bem ßn^i^'^i" tommen. 

[148] 311^ nun ber .siei)fer ein fold)ey ftillfd)meigen Der* 
fprod)en / fal)m barauff bie uerftorbene Meijferin in bae Wemad) 
getrettcn, unb gieng mit fold)en '^lumutl)igen gebärbeu oor bem 
Äei)fer oerüber / ba^ er feinen unterfd)eib unter biefem 33ilbe / unb 
feiner oerftorbenen (L^)emaf)lin mad)eu fnnte; (5r erinnerte fid) and) / 
ba'^ bie lebenbige ein fd)marl3C6 ')3ial)( an il)ren '-i3arfen gef)abt / 
nad) iüeld)en er / afö ber (^eift ,3um anberu mal)l üorbei)ginge -' 
gar fi^arff fa()e / unb baf^ felbe and) faube; @o genau traff biefe 
geftalt mit feiner ®ema()lin überein. 

^sn bem aber .fläijfer Maximilian ben öeift alfo befd)auete /' 
fa()m ^sl)n ein !Sd)recten an ,' unb minifte ben 3ibte / ba^ er ben 
(^3eift mieber folte abfül)ren. ?lli? er nun meg / fagte ber .^äijfer 
in ßorn ^um iHbte: ^pöl)re bu 5)iiind) bn magft l)infiil)ro nid)t 
mel)r mit mir alfo fpielen. @aMe and) {)ien3u / mie fd)incrlid) er 
fid) entl)alten tonnen / baä er ben ©eift nid)t angerebet / n3eld)e^ 
3t)n ben iüo()l fein 'L'eben biirffte gefoftet Ijaben. Wolf. Lect. 
Memor. T. II. toi. 1)92 i). 



') 2^a§ 3>U(t lohan. Woifii I. ('. Lectionuni I\lemoral)iliiim et Ke- 
coiulitarum Centenarii XVI. cr|d)ien Lavingao 1(300 in 5t>liü. Xev ^UDC^' 
bapi 1608 ebenba. 3). ip. 

298 



146 

IfiO.'. Chi-istoph Zeisseler: Xou-eröffiiotcr Histnrischor Schauplat/ 

Da0 ift fiel) ^uiH'mniiii^ent: 'aber nod) mc{)r ift iiuinberuk? 
H1ih•^il] iinc tier 'i^öfe ^-eiiib aud^ bie Wcftalt bovjciiigcu hat 
iriicbcrumLi i^c^ciu^ct Die aUcLiercit \)ox lüelou 0'nl)vcn flclcbct haben. 

[149] 2)erßleicl)en Carolus V. r)iom. Maijfer erfahren alc 
er fid) mit feiner .v)ott'Ätabt .^n o^'Mpi'iUl befanb ' allmo [id) ba-- 
3umal)l bev berü{)mte ;]anberer / D. -lohaim Faust anffbielt non 
bcffen >lnnft nnb Ba^berei) ber Siih)ic\- üiel i]el)ö()ret unb bee^= 
liieren ^sf)n lun- fid) tomnicn Iic| ,' mit ben bec]el)ven baf; er ihn 
bod) bnrd) feine .\Uinft ben aller berit()niteften .Släl)fer Alexandruin 
ben (>h-offen nnb fein (^knnal)l . in ber (^)eftalt /' fo fie in l'eben 
gefübvet ^eic^en folte. 

'ii^eld)eö 3()m ber 8d)iüarl3 .*i^ünftler alfobatb üevfpradi ' tebod) 
mit bem bebinge ' '^(}ve DJkjeftät folte "sl)nie ^nfagen baf; 5ie 
nid]t6 mit ordnen veben luolte , aber befiditigen mödite Cyr fie ftilU 
fdimeigenb mit allen fleifv 

.viieranff ging er ano bee .Släi)ferö (^kMiiad) I unb fam in 
menig ^eit mieber liienein unb lief? bie iibi'tr offen. ',?llebalbt 
trabt nad) ^st)m t)ienein Alexander Magnus, in ber C'kftalt ' mie 
er gelebet ein mo(}l geftaltee bicfee 9)tännlein mit rotljeu ober 
gleidifalben unb birfeu i^arte j rot()eu baiteu nnb einee ernfteu 
Slngefiditc ale ob er i^afilit^fen 5Ingen l)ätte f)atte einen fd)5nen 
ganluiDlltommenen •,'öarnifd) an trabt 3nm Ääijfer / unb bürfete 
fic^ für :s[)m in tieften reverenfe. 

[l.")0] xDer .ftäijfer molte auff ftef)en unb '^l)me bie .NSanb 
bietben aber Faust miurfete ^ijm baf? erc nid)t tbun folte. 
.'pierauff neigte fid) Alexander, unb ging ^ur 2[)üx bienauö. 

33alb l)ieranff trabt bicuein feine C^^emabliu in einen 33lauen 
Sammet Otorf / mit gülbenen £d)murf unb i^erlen ge^iebvet / Sie 
mar auc^ ber muffen fd)tm unb rotl) 23äcfig mie 'Diild) unb Slut / 
längltd) unb einec rnnben '^lugefid)tee. 

3i>ie fie nun ber ^täi)fer Carl lange mit öermunberung an= 
gefeben ' fiel)l '^ijmc ein , baf? er gelefen unb geböl)ret i)ätte fie 
folte in Tcacfen eine grof?e 5Barl3e gehabt hnben ftuub berohalben 
auff oon feinem Stuhl nnb ging ^u ^shr ' fie 3ubefid)tigen / ob er 
bie^ 'i^ahr3eid)en uod) an ^shr finben ,' unb baran erfennen fönte / 
baf? ber Öeift fid) in ihrer beijber Öeftalt mahvhafftig lunmaubelt 
hätte ' unb Faust ^"si)m nid)t betrogen. 

299 



147 
169H. Willielm Schwartz: Dissertatiu Moralis De Peceatis Eruditorum 

Sie [tiiube [tiHe / biirftc ben Äopff ""^ •'po'^B / "^"^B ^^ ^^^ 
2ikii3e |e()en / uiib augenicl)ciuUd) crfeniien fiinte; ^pierauff neigte 
fie fid) für Sf)n ' ging 3nr 2;()iir Mcnauc / unb uerjdiiüuub. 

147 

1696. Wilhelm Schwartz: Dissertatio IVIoralis 
De Peceatis Eruditorum 

(Praeses Phil. Anton Laub) 

a — b 

JJissertatio Moralis, De Peceatis Eruditorum Qvmn Su- 
premo Numine Et Amplissima Facultate Philosopiiica favente 
in alma Julia jmblico Eruditorum examini submittit Praeses 
M. Pliil. Antonius Laub, Augustanus, et Respondens Wil- 
helmvs Schwartz, Stadti-ßremensis. A. 0. R. MDCIVC, Mense 
Decemb. In Auditorio Philosophico. Helmestadi, Typis Georg. 
AVolfgangi Hammii. Acad. Typogr. 

a) p. (19) 

Lippis et tonsoribus notum est, quod de iufausto Jo. 
Fausto memoriie proditur. Et ille diemonis in se imperium, 
solo Curiositatis aestu permotus. admisit, et per annos multos 
impostorem fainosissimum egit, tanderaque dignissimum ne- 
quitia sua prsemium reportavit; mortuus scilicet juxta leetum 
repertus, inversa facie, et domo, noete praecedenti media, 
graviter (juassata. In censum hunc refereudi sunt, qui p]ru- 
ditionis pariter ac existimationis amplioris eonsequend?e gratia, 
D*monis admittunt magisterium, atque SPIRITIBUS utuntur 
FAMILIARIBÜS, quos Grseci TrageÖQovg (eo quod adsiut 
assidue) nuncuparunt. 

b) p. (20) 

Utinam Dyemones illi inter Ethnicos mansissent neque 
inter Christianos sese insinuassent; verum non paucos eorum 
recenset s«pe quidem et nunquam satis huidatus Spizelius. 
qui Christian! audire voluerunt, et dsemonum familiaritatem 
admiscrunt. Hetiric. Cornel. Aijrippa hoc nomine apud omues 
famosissimus habetur. Siniiliter et Christop/iorum Aitrigarium, 

300 



148 
l(>9(j. N'iorteljahrsfhrift für Litterat urgesclüchte IV (1891) 

Septem aiirios sub specieSimii, et modo meinor;itum./o. Fnusfum 
XXIV. aiiiios sub forma Monachi dsmonem circiimduxisse 
referunt. 

US 

1696. Vierteljahrschrift für Litteraturgeschichte IV 

(1891) 

©iertcl}al)rfdiriit für l'ittcratiiri]e|d]id)tc, mit Unterftiituiui] 
Don C^rid) 5d)mibt iinö 55. €up()an licrauygegebcu uon ^. ^icuffert, 
'Viertel- 23ant). i\>eimav, .V). ^ö()lau 18U1. 

3. 3- @dierrcre (ianbid}riftlid)e üliroiiif. 

8. 158 

169() ben 14. -^ioncmbriö t)üt man JcutfdH' (iomcbtaittcii a\u]C' 
nommen. ^en Ki. l)abou [ie aiiijefanßeii 311 fpieleu, roareu 3ujammeu 
12 ^|Ncrfonen, battcu fdiöne .Vlleibcv. 53hirfi]raf t)on 33aben'Diiv= 
iad) ift mit feiner A^o[l)altniu} alle Xai] ,)iu]Ci}eu cjeaiefeii. 

3lfö I)iev obicie Ciomebiauten ben •24. biee ben Doct. Jvauftnm 
ai\ievtcn nnb eine ciid)rbrflid)e Iragebi frieden, bca^ab e^ fid), 
ba^i, nad) gcenbctev biefer Iragebi bev ()arlegin 311 ä\>eberen anf 
t)n\ ;^)nnft neben bem 33aUent)auc\ aümo gefpielt morben, jn Öaft 
geloben mürbe uon etlid)en f)erren berfelben ^ii^ift, unb alc> biefer 
mohl ge^ed)! I)eimge(ien nnb bie ireppen binnnter [teigen rooKte, 
tbatt er ein 'i)3ti^tritt unb fiel l}tniptltngen ()innnter anf ben Äopf, 
ba}^ er bie auf bie birnfd)alen pleffiert morben. tiefer marO in 
fein l^ogement getragen, nerbnnben nnb in fein 33ett gelegt, aber 
mornberift tobt gefnnben. ^ierauö ift ^u merfen, baf^ fid) nid)t 
fdiimpfen laffe, fo gottlofe (iomebien ^^n fpielen. 

149 

1697. Kristian Frantz Paullini: Zeit-kürtzende 

Erbauliche Lust 

^eit^nrlienber C^rbanlid)en Suft ' ober / 2l((erbanb au^erlefener / 
rar= unb curiofer fo nü^^^ ale ergel3l{dier Öeift^^ nnb 'Jl^eltlidier / 
"■33ierdmürbigteiten dritter iijeil 3iii" üortbeilbaftigen ^bbrnd) 

301 



1H97. Kristian Fraiitz PiiiiUiui: Zeit-kürtzende Erbauliche Lust 

iicibnc[5lid)er ^aniiuicil ' iiiib ntedrcnn '^iadifinneu {)eranöi\ei3eben 
r>on Äriftian J^'^'i^i iHiiiUiiü. ^-lanrffiut am 93cai)ii ^sii i^er* 
Ici^iing ^-riebncl) Änoctenö ;sm ;sa(ir MDCXCVll. 
Ä. 694. 

CXII 

ÜTaf^ tk CrT,^öI)luni^ umt beut (fo gcuaubtcn) !2). ?;-auft ein 

leeree (^kiudfd) fei) 

6e i)at einer Olamene ©örg i>?ut»oIt "I^^iebeman f)ierbeüor 
Doii Mefee ^oami ?^-aufteu i.'ebeu nnb 2t)aten in ieutfdjer Spvad) 
ein ;:Biid) l)eri)or öeßebeu worin er aüerfiani? ©eiuäid) ^njammen 
rafpclt / nnö bem '^söbel nad) bem Waiü jdiinälU. ^ITb nu iuof)( 
lold)e «Scartefen bet^ ^kdjte nicf)t mertf) [inb / beunod) bat man 
fie anberöiuo ' nnb ^roar mit ^iemtidiem ßiij^^ ,' wieber [id)tbar 
gemad)t. Sonberlid) bat D. '|s[i^er fold)e ^u 5titrnberc3 mit atier^ 
^anb ^3J?oralien gcfpicft mieber anfleiien (apen. 3Se(d)e ^mar 
etirae 3(nfef)en erjac^en börften ; lueil er )id) anf ein alt Mauuscript, 
jo er in einer ]"id]ern '-i?ibliot[)ee anl gernnben baben be^ie^t ' 
mc)d)te aud) ber mir beiiciebefttete -^labme bee befanbten Theologi 
Placii etiraö ©d)ein geben, be^en 3Bercf de spectris et lemuribus 
ber tjelarten 3Öe(t Dor Singen liegt. 3Ser ber ^löiebemau eigent= 
Itd^ gemefen fei) ift tunrfel. @ö lebte ^mar beim Stnogang 
oorigen Seciili ein feiner ^Itann biefee ■)tab= [695] meny ' litie 
Crusius melbet; (d) ber . nad)bem er nnterid)iebner feiner 8d)rifften 
erme()nt fo aber im 23anren=.'rtrieg ^n 'Irümmern gangen, be= 
fennt luie er allerl)anb 5cad)rid)t megen ber .'pe;i-erei) oon il)m 
befommen babe. Tbc aber biefer nnfer "lötebemann fet) / ift 
3ineiffell)afft. ^oanu "^^iQuItuö / fo nnr au^ gelal)rter Seute 
Discursen unb Relationen feine Collectanea ^jnfammengeftopt f)at / 
nennt fyöuften d\mi .^rafanifd)en 2d)üler non Äüntltngen / jel3t 
.^mtlingen gel)ei^en einem geringen Stäbtlein in .idimaben bärtig, 
ßn A^rafan fol er feine .pe,rereQ gelernt baben luo fie oormalö 
bffentlid) gelel)rt marb.(ej Sd)eint faft alfo baf3 "OJJanliue ^-auftcn / 
feinen ""^anbyrnann gefennt i)ahc I jnmaln er alle feine 5ad)en 
bergeftalt er^älilt alö ob fie jn feiner ßeit ge]d)et)n loären. (Sr 

(d) P. lU annal. Suev. p. 369. 

(e) vid. collect, edit. Basil. KiOO p. 38. 

302 



14!i 

Iti'JT. Kiistiaii l'Vaiit/. I'aulliiii: Zcit-küitzciiili' Ki-Iiaulirlif liUst 

fd)iucifttc ipridit er übcrahl l)cvum ull^ offeiUialirto Diele c\c- 
tieiiue I^iiu"(e. '2i>ie er ,511 '-Ihmu'Mc-i feine .siimft aiul) luolte febeii 
laffeii (\ab er uor er iiuille i^en A^inniui flicf^eu. Der ieufel 
()Qlff ihm ^luar empor lief; ihn aber uneber yi 33oben fallen 
baf? er fd)ier brüber bätte einbiifuMi muffen. :^i>eld)ey Weplapver 
bod) in obenuebnter ^)iftorie feinec Vebenö ja nid)t 311 finben ift. 
iSol einemalö nad) ^^i^ittenberi] fommen aber ba il)n (5l)nrfiirft 
^sot)nun luni ^ad)fen molte greiffen laf^en entiinfd)t ; nnb in 
einem '2^.Mirtenberi]ifd)en Dorff gcftorben fei)n. '^htbrcue •Oout'orff ; 
i^farrberr ^n X'roiiuci bat in i^iter (vinfalt allerl)anb .v)iftc)rdien 
nad) ber Crbnnni) ber ^el)n C^n-bote in grofu'r ''^Jtencjc 3ufammen 
getragen - unb ^n Avanrffurt am %'ai)n im Csal)r 1572 {^eranö 
gegeben / proniptiinrium Exemplorum betittelt. 2)er [69()] fprid)t 
and) mc 'iso.uii ]n SlUttcnberg l)ätte follen gel)afd]t merben, iiiare 
er nnfiditbar gcmorben unb nad) l)iürnberg ge(anfen.(f) ^oaun 
"It^icr /Cornelii Agrippye Sd)iUer menn Crespotus iüa()rfagt / (g) 
fcl and) in böd)fter !L\'benC'=Wefa()r gefd)mebt ' bod) aber mit ber 
?s-lnd)t fold)ey nodi errettet baben miemol)! Carolus (ialliis, ber 
Theologus. nnb ber ^urift ül^avtol t>fid) famt üielen auberii 
IVännern / il)n entfd)ulbigen (g). ^I\>ier fagt uon Jvauften er 
babe nnr Wanrfelei) nnb bie 'i:',eute maö meiy gemad)t / üieler 
Dinge fid) gerübmt aber menig 'oermod)t. ^abe feine fünfte ^n 
Ärartan gelernt mie non .Vlnntling bitrtig geiuefen / ijätte l)in 
unb mieber 5entfd)laub burd)ftrid)en nnb bk l'ente belogen unb 
betrogen. Alouvat» ('>)cfnicr ein gelal)rter lltaun / 3äl)lt ii)n ^un 
iniganten mie '•)>aracclfu!? gemefen fei)n fol. '-^J»!)!!!)}^ Camerarius, 
and) ein l)itbfd)er liümn fd)mäl3t aly l^iaitliue oon i()m mit 
bem ;-)Ufal3 mie Jvauft bei) etlid)en eingetebrt unb gebeten luorben / 
baf; er bod) ein i^rüb^Stitcflein feiner .Munft möd)te fel)en lafjen / 
babe er fid) anfange lang geweigert bod) eublid) itjuen gemill= 
fahret unb gefragt mae fie benn üerlangten? Sintinort: @r 
mbd)te einige frifd)e ::li>eintrauben ihnen auf ben Difd) fteüen. 
J^-auft fagte o>'-i t'ii'^ iv>-ille er leid)tltd) thun ' nnr feber folte 
ftorfftille fdiUH'igen unb nid)t el)e 3ngreiffen bie ere iijnen ev= 

(f) Ad pnecejit. .secund. 

(g) vid. diseurs. de odio Satauii-. 

(g) ^'id epist. Wier. Tr. aiinex. pag. 687 et 690. 

303 



ll!t 
lt)97. Kristian Fiaiitz I'auUiiii: Zeit-kürtzendt' Pjrbauliclic Lust 

loubte. "W\t fie a((e l)icrcin uiinißtcu blcuCtcte er bie gantic 
®efcnid)att ba^ fic meinte Da [tünbcn fo üiel Imiibeu / alö 
teilte überm %x\d). :5eber mar beöierii] feine i^ortion banou ^it 
f)aben. |6!)7] C'^nMid) nerfdimnnbeu bie Sranben ' nnb jeber batte 
Mi' WiC\m' an feine '^lafe i"tefel3t nnb um ein A>aar abi]e!d)nitten.(h) 
'21^eld) .s>iftörd)en <^imou '33cttjoUif> (i) mieberbolt. J^od) meil ^inton 
nnr bcn erften J()eil biefee !:önd)ey t]emad)t / Worj^ Traut aber 
bie übrige^) ' mn^ tl)m and) biefe (£i)xc ]n tbeil merben. "^u= 
gleid)cn bat Drexelius (k) fie in feine ^sapiererne @olb = @rnben 
mit cingefd)oben. 1)? arten Tcirio (1) mad)t ^-ttuften ju Agrippae 
Äammeraben nnb fprid)t: 5föie fie einft mit einanber gereifet / 
()ättcn fie bem @d)ein nad) lauter gut Weib ben 'Ii>irti)en ' mo fie 
gelegen i gegeben. 'ii>iey aber bk gute 5ente l)ernad) bei^m ßiec^t 
befal}en ' marenö fleine ©tüdlein uon .'porn. ')ited)t aber nad) 
einem ^3}Jäl)rlein / ma^eu uicnuinb fünft bergleid)en uon Agrippa 
ermel)nt. ^mar fie follen sngleid) gelebt I)aben / ^a einige irollen 
gar / ^-aii^i fei) Agrippae i^el)r=9}ieifter gemefen. 9lber allee ol)ne 
®rnnb. *i)3?ci(^cr (m) nennt biefen f^auften probum piuraque 
Filium, einen frommen 'Boijn j mie erö aber eigentlid) gemeint 
l)ahc ftel)t bal)in. ©onft gemif^ / baf) feine Süd)er ()ie nnb ha 
gebredilid) fiub ' öbfd)on *i))?att)cniei ®ref}er / fein unebner Histo- 
riciis, fie (mod)te nninfd)en bebad)tfamer) ()eran0 gegeben l)at. 
(Gabriel Xau(l;eus, ein ^^nirifiuer /' ftabtlid)er Pliilologus unb 
Medicus. l)at eine artige 5d)nl3=^Kebe anno 1()25. ane £icd)t ge= 
fteÜt ' morin er bie, fo ßanberci) megen übel berüd)tigt fiub ; 
eifrig üertl)äbigt / unb unter aubern ;soanu Jvauftene G"r3äl)luugeu 
für [(598] eine pure ^-abel ad)tet. ©inige meinen ' ber Tial)m 
^•auft fei) ertid)tet / unb megen ein= ober aubern gliuflid)en Suc- 
cesses einem Mago beigelegt morben. 3(nbre bref)en il)n oom 
Fausto Socino !^er. 2)iefer l)at iu ^soleu iiuo ^-auft feine .fünfte 
gel)olet l)abeu fol /) feine 3^'i'lcl)i'e ^iemlid) aucngebreitet / ba benn 



(h) Camerar. hör. .succis ( '. l p. .314. 
(i) T. II dier. canicular. colloq. 3 p. 602. 

*) SSorauf fic^ Mefe Slncjabe ftiitU, babe irfi iiidit ermitteln töimoii. r. .<x 
(k) aiirifodin. P. II c. 8. pag. 14<i. 
(\) li. 11 disquis. mag. qu. IL 
(m) L. VII nuclei hist. c. 18. 

304 



140 
1697. Ivi'istian Frautz raiilliui: Zoit-kürtzcude Erbauliclic Lust 

^el■ flcmcinc iUibcl ein i^vof; ^}Jiiiafiil aiiö il)m inad)tc fo ^aB 
bev ä^üvi)er = 'i)ia()m (youft l)icöurd) in ^ic Sinnbc fommen ift. 
?(l(cln laug üor Socino Ucff bae C*^ciiuiict) uoii Ti-auftcu in Icutfdi- 
lanb hcniiii. Hub fiiib bor 'Js-aiiften üiclc i]eiiic|cu, mafu'u Kapliael 
Volaterraiius i()rcr ein (\anU :)kc\\itn- giebt. '^Inbrc Dcnuirreu 
^oauit Jvauft mir Joanne Teiitoiiico, uicld)er letztere einckj 
tirieftero ^ol)n uni) Canonicus 311 A>albcr[tabt mw unb alfo 
gar feine Wenieinfdiafft mit 'S'öuften l)at.(ii) 'Mc6 übvitje uou 
ihm meiben Wic^bcrt '^Noctiuö (0) / Tlioma.sius. (p) Ts^cuh ((\) nnb 
^■^cilci'(r) mit mobierm melben. X^od) miiiH'ii wir bak? ^J3täl)rlein 
nur in ctmaö nod) piüfen. IWmliiie ber büd) Tyrtuftcu luil 
gefennt baben - jagt: iix roare neu .MüuMiugcu auö 2d)mabeu 
geiuefen '}i>iebenmu Don einem iiHnmari]d)en 2)orf t)foJ)a ge= 
nannbt obenuelinte .spiftorie mil ^-oltiucbcl l)abeu. Db nu 
3Uiar er immei ()crum uagirte bod) fol er auf ber .s>o()eu»©d)ul 
Sugolftabt eine :ü\>etle gelebt f)aben (s) meld)ee mot)l jeiju fönte / 
fintemal ^n ber i^eit füld)e in grof^em :)inf RHir(t). 3)a§ er aber 
ein ^^i^ittenbergifd) sVinb gemefen ift im [(59i)] ©runb falfd). @r 
foll einft feine .Hammerabeu in einem '-!i>alb ^^^jefjittvt genennt / 
unb nal)e bei) ber ^tabt gelegen eingelaben babcn ' aicld)cr meil 
er im ^\>ürtembergifd)en Sanbe ift fan jeber fel)en ' luie "i^Jürteu» 
nnb '^li^ittenberg bief^fale oennirret merbe. 3(nbre fd)mäl3en: @r 
l)abe einen 'i^etter ^u Wittenberg gel)abt / bei] bem er fid) eine 
3eitlang anfgebalten nnb an .Hinbee ftatt Don il]m angenommen 
fei)(u). o«ft öl^t'nnale uidit ein Wörtlein banon mal)r. -Dod) bleibt 
'IVanliuo fteif brauf baf^ ; mie C5l)urfiirft ^oaun ber ^taub* 
I)aftic;c il)u 3u Wittenberg t)abe luolleu betjui fragen friegen / 
habe er bau 5^f)or gefnd)t. D. Viiter bat in feinen Iifd)rebeu 
gar nid)ty l)ieüün nielmeniger "^Hnicev fo bod] mit gutem ys-let^ 



(n) Wolf. lect. meinorab. T. II p. 434. 

(o) P. lU. select. clispp. p. ö'dd. 

(p) disp. de schol va^ab. § 28. 

(q) in casiial. de Mag.. ]). 26."). 

(r) in chrou. Suevic. p. .564. 

(s) bist. Faust P. 1. c. 1. 

(t) vid. Erasm. Roterod. L. II. epit. 17, j). 121. edit. Lond. 

(u) P. 1. c. I. 

Tille: Faustsplitter. .305 20 



140 
1697. Kristian Frantz Pauliini: Zeit-kürtzende Erbauliche Lust 

de divinatioue imt) niagia gcid)nebcn i)at unb bie§ fd)»3erUd) 
unirbc QueH-\cla[;cii ()abcii uiotern ctutae brau iinivc. Oben jo ifte 
mit atleu .'öi[toidioit bcuianbt fo man non il)m berum txäc\\. 
i'i^k Äaifcr ^?^(Qj.:imiItau I. eiuft l^uft balber ,511 ^i^P^iirf ^(^^^ 
jol er ^-auftcu babcn ^u fid) bi-^l*-''! laffcu luib iiejagt: 6r möd)tc 
feine Ä'nnft mir ibm bartbuii. Jyauft traute ^Hntangö nid)t / bod) 
in 3^er[id)eriing aller Äaiferlidicn ©uabe üerfprad) ere« ^u t()nn 
irta^ aber ber .'^aijer gern bätteV ör müd)te ' roar bie ^Intmort 
beu 5)iaceboniid)cn Äßnitj iJüejranbcrn in feinem .r^abit mot)l 
feben. ^-auft fteüte it)n bar. iik^^iialben tf)m ber Äaifer iüoö 
i?lnfel)nlid)eö iicre()rte / nnb im is-rieben unebcr 3iel}en lie^. (vv) 
Vauter Sügenl iHnbere er^äblen bae öon ^soaun lritt)em ber 
fol bergleidicn i]einad)t ()aben. ;?l(letn äaifer Wla^U [700J milian 
mar ein frommer anbäd)tiger ^v^err / (x) integrae pietatis et iii- 
comparabilis virtutis Heros, (y) ber fid) mit fold)en Lappalien 
gar nid)t bebengte ' and) feiner fo jemalti feiner gebad)t / ()iet)ün 
etmaö enueljut. 2iefe hm gankni (fo gcnanbten) 2:f)eiir bancf / 
unh feine ^baten fo ein nnbenanbter ^u ^ngolftabt im 3ö^i' 1631. 
{)ert)or gegeben l)at / ba loirftn yoar aUer{)anb non it)m finben 1 
aber bief^ (Geplapper gar nid)t. (vben fo mabv iftc> ' ba'^ 1 lüie 
.<öüd}ftbelobter iHaifer "^^carimiüau einft aufgemad)t fei) / märe fein 
ganl? -^immer mit aUerbanb i^himen / 23änmen nnb Kräutern 
gefd)miirft gemeien ' bie einiget battcu gcfnngen nnb mat^ bcö 
>]engö me()r ift.(z) ^bev bief; ift bem Alberto M. abgeftol)len.(a) 
renn luie aiino 1-260. Äaifer 'ilMIt)dm ^n i?(ac^en gefront marb 
fol er '.li^intere^ßeit aflerbanb nngeioöl)nlid)e grüne Önftigfeiten im 
^immer ibm gemad)t l)aben. 'ii>eld)e meil fie ber ^^söbel in fein 
t)erfd)rnmpfftey (^ebirn nid)t bringen fönte mnfte er ein @d)mart3' 
fiinftler beiBen. Oin mar bicfer Oiegenfpnrgifdie 2?ifd)0ff 3(Ibcrt 
üon l'aningen aiid) 2d)maben ' (b ) nnb 'iötcbcmau fo ^-aufteus 
.'piftorie ancgebrütet ^at / aud) ein Sd}mabe. 2i>iee i^m nun an 



(vv) bi.st. ead. P. 1 1. c. 10. 
(x) Ciispinian. de Imp. Rom. ]>. 404. 
(y) Jovius e\()g. e. '». p. l")."). 
(z) bist. Faust P. II. c. 11. 
(a) vid therna III. 
(h) vid. chmn. Citiz. Lang-., p. 807. edit. Pistor. 

30ß 



14ft 
1697. Jvrisüan Frautz Paiillini: Zfit-kürtzcmle Krliauüt'lic Lust 

aiieIaiiL)ifd)cii -^-abiilu maiu^cltc fcliarrte er in iciiicr .v>ei)inat() 
aicld)c ^ufammcn mir Ciaf? Dae i>ud) üoU alar^. >,a wü()1 
lad)crlicl) ^a|? er dnft mit einem 33aiireii jol i]eiiiettet l)aben / er 
molle it}m fein A-nDer .'öen fref^eu. (c) liLsivb aber ba^ [701 j nid)t 
aud) oon einem Dtond) er^äblt"!' (d) "sa berßleid)en unet)er()olt 
Cainerariu.s (e) am bem Dubravio Dou Dem i^öl)mifd)en C'-Janrfler 
3t)tI)on unb iet?t beutlid) liin^u: (5ben bcri'ileidieu ']>Dffen ( fo 
man uon bem i^rof^en i^ot)men jagt werben and) ^•ttuftcn 5U= 
iiefd)rieben. A,nbeffen meint i>oetiu6:(f) '^'ttxift i)abQ mit eatan 
einen iörmlid)en Contract tiemad)t nnb |et) üon il)m ge3eid)net 
morben. T^a]) er aber ein Doctor Medicinai geiüefen ift aber^ 
malö ertid)tet (g) ec^ n)äre benn , ba^ i^m bie i3auren iold)en 
litcl gegeben liätten luie fie nod) je^o ben ©torgern nnb !Dnacf= 
ialbern tl)nn. ^s[t alfü bae ganlie (*»)eniäfd) ein Hoinau Magiqiie, 
mieö Naudieus nennt (h) eine ]old)e Gr3ül)lnng fo mit üer= 
änberten Umftänben ertid)tet ift Don einer inegen i^anbers.Hitnfte 
berülimten "^serfon bie ()ernad) bcr p)nfal3 oon gabeln ober 
.N?iftörd)en nod) mel)r im @efd)rei) gebrad)t ()at. 2)od) meK 
^IcaiiliuC' Aanftcu fol gefent l)aben Camerarius, loao er ge()int 
er3ät)lt unb "ilMer oon einem A'vennb ben /^-auft betrogen t)at 
000 feinige oernommen and) fo oft bk (£d)UHiben Äunblingö 
gebenden ^ngleid) Js-auftcnö babcx) eriüe()nen (i) börfte man faft 
nid)t alleö fo gar im Sabnl=9tegifter merffen / bod] iftö aud) feine 
.'piftorie -' maffen ^Icibon ber iim alle Jeutfd)e 2ad)en guten 
'-3?efd)eib iinifte nnb fonft mand) (yefd)mät( mit anmerrfte / aud) 
mand)mal lueit geringere X^inge auf5eid)nete / nid)t einmal <yauftcue 
[7(>"2] gebenrft. ^l)uan fagt ^luar oon bem ed)marl3fünftler 
Tarnt) C»)ör(;cu bem !)iieberlänber gar loeitleuftig , (k) aud) ein 
^iemlidu'ö oon bem Wefpeuft ^n ^^>rag i (1) aber bieoon lüil er nid)te 



(c) P. I. c. 42: 

(d) In coUoq. mensal. Luteri. 

(e) hör. succis. C. I. p. 314. 

(f) 1. c. 

(h) in apolog. c. 15. p. 419. 

(i) Conr. Diteric. conc. XVI. in Ecclesiast p. 237. 

(k^ L. XXII. bist. p. 427. 

(1) Lib. L.. p. 663 

307 20 * 



150 
1698. Peter Goldschniid: Höllischer Morpheus 

miffcn. (faepar "^Hniccr fdiricb inic fdion t^eiagt mit allem 
A-lci^ fein ilH'Vcf de divinatioue, aber oon ^-auftcu l)at er iiict)te^. 
M. 'i)ieumauu (m) meint ; ey jei) faft mit ^-auftcu mie mit ^em 
33iidi öüH Den 5d)ilbbürgern morin nid)t lauter -A-abeln eiit= 
balten ' foiiDeni teile jüld)e Tiitge ; bte i)ie uiib Da ge]d)e()en 
waren / ungead)tct folc^e nur alö ÄurtiJreile uub 'i^offen öort^e^ 
[teilet mürben. Unb mag ^-auft etma im 2(nfanc] norigen Seculi 
fet)n jung morbeii. Ta^ nu üiele beunod) bcm Weriid)te bet)taUen / 
meinenbe ' er fei) aud) ^u 'iiUttenberg gemefen fömmt bal)er. 
'£>te im öorigem brei)f}ig {äl)rigen Ärieg bie ßente um JiMttenbcrg 
t)erum ^iemlid] mitgenommen mürben unb alfo auf allert)anb 
2lueflüd)te bebad)t fei)n mufteii gejd)ad)0 ba^ ein 8d)iüarm 
Solbaten auf ein nd)er -Dorf an ber @lbe ^utrabte ' uub bei)m 
vEd)nlfeeu fid) einquartiren molte. ^er aber fagte er molle jold)e 
@ä[te gern annel)men nur fein .^^au| iiHire bef^megeu in üblem 
füu^, meil D. ^-ouft barin ümfommen geigte il)nen and) eine 
3Banb / fo er mit Cd)fen=^Slut üorl]in gefärbt ()atte ' unb trieb 
fte alfo üon feinen Sd)mellen. ßnleljt fol ^•auftcn in feiner 
.'peijmat Äütlingen ber .SDal^ ^nbrodien morben fei)n inie ber 
ec^raabe Monrab SMctric^ (u) nebft feinem i'anbömann Manlio, 
bejengt / fo ic^ [703] allee bal)in geftellt fei)u lafie. G^)ebt nid)t 
Manm bem ^öfterer, (o) 

'Ikgifter. 2. Cccc jv. a. 
§anft (^oflnj l)at einen Spiritum in Js-orm einee ÜJtünc^eö 690 

ob hai^ ©efd)mü^ bou il)m maf)r fei)'.' 694 seq. 

fein Sebenelauf 695 

unb (i^oancfelpoBeu ibid. 

ob er ein Doct. Mediciii. gemefen 701 

150 

1698. Peter Goldschmid : Höllischer Morpheus 

1 etri ('>3olbfd)mibö Pastoris Sterupensis. ^üllifd)cr Morpheus, 
2Seld)er fnnb mirb iDurd) 3)ie gefd)el)ene (?rfd)eiunngcn 2)erer (^e-- 

(m) disp. de Fausto c. III. thes. 5. 
(n) conc. cit. p. 237. 
(o) Eph. r\'. 27. 

308 



ir,i 

161>H. Misandor [A(lami|: Dclii-iac IIi^t(irii*at' 

fpcuftcr lIll^ inilter-i^kiftcr 2o ln[^l)cro ^iim idcil uoii fctueii 
eiiilüiicii Skribenten aiiflcfülivct unb bcmcirfct iiunbeii [inb. 
raraiic^ nid)! allein crmicjcn mirb - ba^ (^Jcfpcufter iei)ii ; unai? 
fic jcijii iinb 311 lucldiem (Jiibe bieidbii^cu crfd)eineii 'AUbcr bk 
üorige unb (jeutige Atlieiftcn Naturaliftcn iiiib '3iat)mcntlid) 
D. Bet'keni in ber 23c3aubcrteit ^^selt etc. Sliie allcii aber beö 
^eiiffeli3 Vil't lücfe Wciinilt ()eimlid)e 'i)tad)[tetliuu]eii unb 23e=^ 
trug / l)anbi"(icitlid) fan erie()';n unb erfanbt luerben. Hamburg 
"^HTleöty ©ottfrieb l^ebcrnirfel / l(i98 

6. 372 (Cap. L\.) 

(Sd)lägt ber Satanae ben i^aulnm mit (vauften unb bringet 
beu .piob auff bcn .Hjdjcbcrg 3U [ilieu; fan er [ic bod) nid)t bei)be 
in bie (^)rube bringen. Mergegen aber i[t fein (>)ütt(ojcr ein 
einljigco 3lngenblicf [id)cr \nx I^T.'iJ beffen ()öUijd)e Alanen. Unb 
ob er jmar biefe feine 9Jcörberijd)e (^raujamfcit i()ncn nid]t gleid) 
funbt tl)ut baf; er [ie nad) getroffenem i^nube plölilid) 3erftiirfe . 
fdionet er fie bod) nur ein ßeitlang. .s^eiffet cv bod) bei) alleß ' 
Ieuffele=5claocn nad) i^erflieffung etlid)er ^Q^j^'^'i^ fo^t bi\ mein 
fei)u. Fausti unglürffeligee ^;rempel bemeifet e^. ^ie öerborgenftc 
ii>iffenfd)afftcn ert)ielt er burd) ©ntbecfnug feineo um it)m feijeuben 
(i)eiftey ;' allein mit iueld)em (flenbe ber graufal)mer 2euffel £eib 
unb @eel gefd)icbeu / bemeifet bie let3te 3lbenb[tnnbe vid. Godel- 
manu. de faustu Hb. 2. cap. 3. de Lamiis. et Wiedmans ^iftoria 
oon D. Fausten. 

151 

1698. IVlisander [Adami]: Deliciae Historicae 

a — d 

Delicia- Historicse, S^ber: .f^iftorifd)e C''rgöl3lid)feiten / 23e= 
ftc()enb in benffmürbigen 2ituln oon fonber* unb uninberbaren 
.N?iftorien ergbl3lid)en Taiiy^ unb l'el)r=rei(^eu @efd)id)ten ,' (i^-rempeln 
unb ^egebnifjeu; D3tit bei)gefügten fef)r nüt3lid)en If)eologi)d)en 
"(S-ragen 3lui' bemäbrten gelehrter ßeutf)e i^iid)ern 3nfammen* 
gebrad)t bafj fie nid)t allein 3U beliebter (?rg51ilid)feit / unb 
erbaulid)er 'Jintibarfeit foubern and) in ^^irebigten bei) .v)od)3eiten / 
i.'eid)eu unb anberu 33egebenbciten mot)I 3U gebrauchen; -Uebft 

309 



151 
1698. Misander |Adami]: Deliciae Historicae 

einer ^Porrebe ()eraue gegeben üon 9)tiianDern M- D9R(?(3D(59? j 
.^ierlegt uon :Jot)ann 6()vi[topl) ^]3itet^en ( unb ^sof). Ci()ri[topl) 
ßimmcnnann / 1698. ^nia / brucfte ®eorg '-8altt). l^nbeiuig. 
@. 223 XXXIII. ßanber^.söänbel. 

a) (S. 2-24. 
2Sic (5()riftop() SBagner be^ Fausti Famulus nnb Diseipulus 
3U ^abna ' mit anbern eine gute 2Beile trolidi gemefen mar ' fät)et 
einer unter if)nen an / unb bittet 3i>agnern ' er ttioüe i^nen bod) 
einen hirhmciiigen ^^soffen ie()en (äffen. Sßagncr antwortet unb 
fprad) : (äß irärc genug auff bif^mat)! er l)ätte neben anbern gnug 
gefe()en. ^tlß er aber weiter an(}ielt unb nid)t nad)laffen motte / 
fpridit 2^i>agner: iBol)(an i ey foll gejd)cl)en. Salb barauff in einem 
■ÖuQ betommt ber anber einen Dd)fen=ÄO|)ff mit groffen .pornern , 
red)t mie ein rd)fe. 3){e anbern fangen an feiner ^u Iad]en nnb 
^n fpotten. 3}aQ öerbreuft it)n unb milt ftd) üerantmorten mit 
(^dielten fanget an greulid) ^u brüKen unb brummen ' mie ein 
red)ter natürlid)er Cd)fe. 23alD motte er einen :i3ed)ci- ine llcanl 
nehmen [225] unb trincfen fnnte fid) aber nid)t bar^u fd)iden; 
bie Sappen am ^JJauIe maren ii)m ^u gro^. ^a brad)te äöagnere 
Famulus Sein in einem ?S'affe / ba t{)ät er einen guten eoff. ^^üfo 
l)atten bie anbern .pcrren i^re ^Js^antafei) mit bem rd)fen unD 
gönneten il)m biefen ^d]a(rfe='l> offen gar mobl. Unterbeffen fcimmt 
ba^ @efd)ret) an feine 'D3?abame bie erfäl)ret ba}^ it)r Wann ein 
T)d}fen=.s^aupt babe; eie ge()et gefd)Uiinbe babin unb befinbet ee 
alfo / mad)et fid) mit lofen 2C^orten an Sagnern / unb flud)et if)m 
fe^r / marum er ibren 93?anu alfo iierfd)impfiret bätte. Sagner 
gab ber g-ranen gute Sort bief^ fie ftille fd)meigen: 5llfo tbäten 
bie anbern and) aber ee mar ümfonft. 5)a zauberte Sagner ber 
'grauen einen Äü[)=Äopff auff mit feinen Römern barüber marb 
bae ®cläd)ter nod) grbffer unb motte bie ?vrau uiel ii>inbe>? 
mad)en ' bub an ^n plärren i beegleidien and) ber rd)fc. Unb ale 
fie fa()en ba^ es nid)t anbere merben molte mit ibrcn Mopffcn 
giengen fie beim unb l)atten Sd)aner gnug auff ber (^)affcn; 
muften fid) and) alfo bamit id)leppen bif^ an ben anbern lag. 

*) JTer i>erfa|ier ift ber ^4>rarrcr ot»l)aiii' 3aimKi ^.JlDaiiit in ^|>rolMit}on= 
borf bei XlppDlbiöiualbe, Sac^jcii. iscrglcidie 3pltttcr 141. T. .0. 

310 



ir)i 

1698. Misander [Aclaiiü|: Delii-iae Historicae 

$Da |te benii '2^3nnncr auf] ber anbeni .öevrn ^sovbitt iincber cnt= 
(cbii]te. Vid. llildehrand. in (ioet. pag. 75. se(|(|. 

b) @. 236. 

(So ift bod) iud)t 311 iieriieiuen ba|3 Satan i"\lcid)nui()( biird) 
©S^tteö 3?ert)äiuviiH mib i^ulaffuiu] oiel unuibevlid)Cö luib icll3ameö 
üorbriiii^oii iiiib i)nu'ticiren iiiai] beffeii Urjad) - vHvt imb '}\>eife 
aiidi btc |diarff[iiiiüi][teii 5}Zenid)eii nid)t crgrünben luib auefimicu 
iiibi^cii ' eiitmcbcv baj] er 

1. 5)urd) 33c()cnbiiifclt ume bari]e[te((et / ba^ eö baö 3ln|c()cit 
tjcdabt a(i? inaiiii ero fclbften gemadit iiitb evfdiaffeii (}ättc / mie 
er biu'd) bie oi^iibcrcv in (ygijpten i3et[)an ' ba benn £täbc ^u 
©d)lan!.-|eu movbiMi ba [ic ^•rbid)e ciemad]t ' luie i)Jio[iy H:]iob. 7 TJ. 
Cap 8 / 7. ^;li>ic man aud) in (il)ri[tüpl) Söacjnevö .s^iftorie liefet / 
ba}] er bei) ani-teftallter (^nifterci) ^u einem ?i-en[ter immer eine 
'ed)iiffel nadi bor anbcvn (linein öenommen unb anffgefelit ' ba\] 
ficf) feine (^)äfte ncnunnbcni muffen mo baö t)errlid)e (^'ffen ()er== 
fommen möd)te; mc er and) an bie '^i>anb mit einem (Btabe ge* 
fd)lai]en ift ein ^siinc(iint^ berane fommen ; ber ^meene cjülbene 
5J3ed)er in feiner .'öanb getracjen ' baranff bQ§ lürcfif [287J Ääijferö 
'Jkbmen nnb 'ilnippen tjeftanben; 2(uo ber anbern 'Ii>anb aber eine 
3.nni]fran fommen mit einem (.]anl3en .Slorbe öoil fd]bner gülbener 
unb filberner Irincf=C^)efd)irr barnnter iiieler 5'ürften unb .s^erru 
^iabnten unb JlMipen fonberlid) bee .Slönicjö in Spanien unb 
pjrancfreidi maren. Vid. Hildebr. in (Joet. p. 7;H seij. 2)a6 aÜeö 
benn fein 9J?eifter 3luer()au ' ber leibige Jeuffel ' mit fd)neüer .sper,^u= 
brintjung ber Iractamenten aue ^l>äbftlid)en unb .*iUiniiilid)en 
^üd)en I ber i riurf = ("'Jefd){rre au6 .fläi)ferlid)en unb .\Uiuit3lid)en 
Silber^ unb Sd)afe=.\\ammeru burd) W'Ctte» ß^löff^n^Ö 3" 'i\>erife 
ridUen unb praestireu fönneu. 

@. 28ä XLI. Ter oerbiente ßauber^l'ofju. 

c) @. -J.ss. 

o>o()aun ^-auit ber beritt)mte ;)auberer bat gelebet ]n Lutlieri 
unb MelaiK'ht. Reiten ine(d)cr oon iuol)lgebad)tem .perrn Piiilipjx» 
Melanelitlioiie cloaca multoruin Diaholorum ift genennet morben 
(Maul, in Luc de Croat. p. 39.) Seiner Weburtf)e=Stabt nad) 
ift er bärtig tton iluubliugen / aue bem i^Jürten berger l'anbe unb 

311 



151 
169H. Misander [Adanii]: Deliciae Historicae 

fctii Doctor, foubeni nur ein t^eineinev 2aub=(2treid)er gemefen. 
2)eim alö er fon uicgeii ocvübtcv ©obomitcrei) öon einem (2diiil= 
btenft I iiittcv <s-raitl3 n. (gicfingcn abcjefeM / t)at er ' alo ein erfa{)rner 
iäd)ülcr / in öcr 'Ji>elt ümvagirt / nnb ui CSracau in ^solcn ba 
man üor ßeiten bie fd)mark' Ännft ' ober ßrtnbcrei) ijffentl. gele()vet i 
biejelbe gelernet / nnb bamit felliame ©andelfpiel niib Jenfele* 
()änbcl an nielen Drten getrieben. (?nbl. aber bat it)m jein (^eift 
übel nnb nad) 'i^erbienft gelof)net inbem er im .^^itrtenberger= 
l^anbe < in feiner .vieimat ; neben feinem ißette 3n ■)Jad)t in ber [289] 
.Hammer ift tobt gefnnben morDen / nnb it)me ber -s^ali? ümgebre()et 
gemefen: ober ' mie Widmaimus in feiner A^iftoria beriditet ' ba^ 
man in ber ©tnben / barinn er gemefen / nid)tü mel)r gefel)en, benn 
altein / baf^ fie oofl 33lntö / nnb bie SSänbe beeH3leid)eu mit Salute 
befpril^et gemefen / and) fei) fein C^)el)irii f)in nnb mieber an ben 
2A>änben geflebet / bie 3ä()ne fei)n anff ber (^Tben nnb 33änrfen 
gelegen / nnb f)abe man angenfd)einlid) abnel)meii fönnen / mie il)n 
ber Jenffel oon einer 3i>anb ^nr anberu gefd)lagen nnb 3erfd)mettert 
gebabt / enblid) ()abe man ben 2eib an[ferl)alb bee* .panfe^^ anff 
einem W\\t liegenb gefnnben - meld)ee fd)rerflid) an3nfel)en gemefen. 
Georg. Ivudolf. AVidmaiin. lib. '■^. Histor. Faust, cap. 18. pag. 152. 
(1) @. 681. 

CXIX. JTer ;^)auberer ?yanft. 
S5^'l)ann Js'onft / ber berül)mte ßauberer / ^t gelebt 
3U Lutlieri nnb Melanchthnuis Reiten meld)er oou mo()l= 
gebad)ten A^errn Philippo Melanclithone Cloaea multoriim 
Diabolonim ift genennet morben. (Manl. in Loc. de Creat. 
p. 39.) ©einer ®eburtf)6 = etabt nad) ift er bürtig öon Ännb* 
lingen am bem Sitrtemberger = l''anbe nnb fein Doctor, 
fonbern nnr ein gemeiner l^inb^Streldjer gemefen. 2)enn als er 
megen ocrübter Sobomiterei) oon einem @d)nl>-i}ienft / nnter fs-ranl3 
üon (Sirfingen abgefefet / t)at er / alei ein erfahrner ©d)üler / in ber 
Sßelt iiniüagiret ' unb ju CSracan in ^^solen i ba man nor ßeiten 
bie fd)Uiarfee Ännft . ober ßanberet) öffentüd) gelet)ret / biefelbe 
geler [682] net / unb bamit fellmme ®aurfel=(£piel an nielen Dvten 
getrieben. Unter anbern feinen -lenffele^^iliinften fei)nb folgenbe 
Don i^m practiciret unb oorgenommen morben: Slle er anff eine 
ßeit bex) guten yS'vennben eingefel)ret / ()aben [ie oon it)m begel)ret / 

312 



151 

1H98. MisiUldor [Adiinii]: Dcliriac Histnricac 

bnf^ er foltc ein ""^NroLiftürfleiii t()un iiui? luin i()m icbcii laffcii. 
2)0 er nun laußo nid)t barau geiuolt tiat il)u bie tolle iiub üolle 
@efcUfd)atft eiiblicl) übevrebet / bn[; er il)nen i)evfpvüd)en er molle 
fie ein (gtiuflcin fel)cn laffen iini^ [ie für ciito be^elirteii. 

ipaben beronici^en alle mit einanber be^cliret er jolte fie einen 
2i>einftLnf uoUer zeitigen Irauben feben laffen. @ie ncruKnjnten 
aber er iinirbe foldiei^ luegen ber ^sa()reö=ßeit / meil ee ii>inter 
luar nid)t praestiren unb leiften fönnen. 'Aauft i]iebt feineu 
ilMllen aiid) barein unb nerl)eift il)nen fie füllen alfobalb auff 
bem lifd) bae jenicie fel)en ' \va6 fie bege()ret; aber fold)er Weftalt 
baf? fie alle folteu fülle fd)Uieiiien / unb fid) nid)t rechen and) feiner 
unter il)uen eine iraube abid)ueiben bif^ er fie ee mürbe ()eiffen; 
'iv-enu fie fDld)em uid)t nad)!ämen ' fo ftüub i()ueu l^eib nnb i^eben 
barauff. ^Uy fie il)m nun fDld)eö .yi t()uu lu'rfprodien ()at er mit 
feiner Waurfelei) biefe nolle ßflpff^'" ^'H^ nerblenbet ' baf^ fie fo 
niet groffe unb oolle [<iS3J Irauben an einem fd)ouen 'il^einftotf 
tjefeben fo oiel il)rer am Jijd)e jaffen. 

'I\>cil nun biefee im 'IBiuter eine nene 2peife , unb fie o!)ne 
bae erbittet unb bnrftii] maren / {]at il)m ein jebiüeber eine Irauben 
au!,H;\efeben unb bae l^ieffer brauff gelecjt / unb geiuartet ' bi^ er 
fie l)eiffe bie Jranben abfd)ueibeu. J»^*-'»^ t'r fie nun eine 
SBeile geäffet ' ift ber 2i>eiuftori-' mit fetneu 2;rauben oerid)Uniubeu / 
unb ba ein jeber gemeiuet / er bflbe eine strauben in ber .s)aub / 
bat er fid] bei) feiner 'Wulfen cjcbalten unb bae "DlJeffer brauff 
gefeUet: 2llfo / ineun einer unber bae i^erbotb in bie Iraubeu ge- 
fd)nittcn f)ätte er il)m felbft bie Dlafen abgefd)nitten. M. ©eorge 
5)iat)er in feinem .'öiftorifd)en i.'uftgarteu. 

2tlC' eben btefer ^'Ciuftuö bei) einem ®elag raar / uub bee 3Birtf)ö 
^unge il)m ^nooll eiufdiencfte / brauete er it)m ' manu ere uod) einmal)l 
t()äte fo molte er ibn freffeu. -Ta nun aber ber ^unge fciiuT 
fpottete ' unb fagte: >,a mol)l freffeu I unb il)m barauff mieber fo 
Doli eiufd)eurfte ' fperrete Faustus fein "lltaul auf / unb fraf^ il)u; 
(§rmifd)te barauff einen Äübel mit bem .viül)l=2Baffer uub fagte: 
9luff einen guten 23iffeu gebort ein guter 2;runrf /' uub foffö aibi. 
2)a aber ber 2\>irtl) ibm eruftlid) [(!S4] ^urebete ' er folte i()m 
feinen o^nngen mieber id)affen ; ober er molte etmaö anberö mit 
il)m anfangen; !Da fagte er: (är folte aufrieben feiju / uub l)inter 

313 



151 
lÜDH. Misaiider [Adamij: Deliciae Historicae 

^cll Tfcii jefieu. 2)a fanö er feinen "Cmihö^h i]i-ii'l3 luif; liei]eu / 
ll^^ für (Sd)recteu ^littevn. 2erd)eimev in feinem ^ebenrten üon 
Der ^^auberei) Cap. 7. fol. 15. Ta\)'m {)atte t()n ber lenffel 
iieftoffen bai^ SBaffer auff i()n öeftiirlit ben ßufedern bie 'fingen 
be^anbert ba'^ fie nun)neten / er inäre gefreffen / nnb bav 3i^affer 
ane bcm SXnhd gef offen. 

@r fiat aiid) einem 33anren / ber i()m ntd)t ant° bem 2Bege 
meid)en luoüen / einen ä^Higen mit ^'öen nnb ^]>ferben gefreffen / fo 
er barnad) brauffen für bem Sl)ore ftelienb mieber gefunben. 
D. Jacob Mart. de mag. action. th. 17. n. 3. [.erch. c. 7. 
fol. 15. b. M. Waldschmid. Python. Endor. 

2)iefer %an\t ift and) offt oiiff bem 33tantel gefahren. (Suw= 
mai)U fn!^r er mit fetner @efellfd)afft nad) bem '?tad)t*6ffen 3nm 
>id)laff=2rnnc! / anö 53tetffen gen Saüibnrg über 60. 5Jteilen ' in 
bey Sifd)offö i^eller ' barinnen trnncfcn fie ben beften 2i>ein. Unb 
ba ber AteKermctftcr ol)ngefcl)r l)inein fam nnb fie alo 1)icbe 
anrebete mad)te er fid) mit feiner (>3efeU [(585] fdiafft mieber 
bamon ' nal)men i!)n mit bif^ an einen SBalb ba fe^te il)n ^anftnd 
anff einen boi)en Jannenbanm liep il)n fi^eu . nnb fuf)r mit ben 
feinen fort, Lercheim. 1. 2. 

2)em .^äi^fer (5aroln bem 5. biefee Oiabmene / t)at gebad)ter 
is-anft einemablc eine fonberbabre 33(enbnng für fingen geftellet. 
renn alö er mit feiner .s^offtabt nad) ^^nfp^'i^ö üerrürfet mar ; 
marb and) mit babin gebrad}t ;so{)ann ^anftno ' meil er bnrd) feine 
.^nnft Dielen ^-renberren trafen nnb Öblen ge()0lffen t)atte nnb 
Don allerlei) fd)mcrl3lid)en ,«flranrfl)eiten befrei)et aud) ibnen bnrd) 
feine fd)mart3e ^unft öiel iünnberlid)e ead)en gemiefen. IDiefee 
^yaufte ^dnbel mnrben bem Ääifer and) fürgetragen / unb il)m bao 
©emütbe baburd) lüftern gemad)t ' ha"^ er benfelben oor fid) forbern 
lie^ / unb üon il)m begel)rte / ba^ er bnrd) feine Ännft ben al(cr= 
berül)mteften Ääi)fer Alexandruin, ben troffen unb feine @emaf)l ' 
in ?^-orm Öeftalt ' Wange unb Webäbrbeu io fie im i:'eben gebabt / 
l^erfür bringen folte. 

%anit autmortete: Crr molte / fo oiel er bnrd) ^pülffe feinee 
©eiftee Liermöd)te i()r .*(lei)ferlid)e lliajeftät i^itte gemäl)ren nnb 
begcbrte i^erfonen erfd)einen laffeu: ;?tber baö folte il)re ^J?a [<)8<5] 

314 



ir.i 

1H98. Misander |Adaiiii|: Di'liriae Historicao 

jcftät iinffcn baf^ tl)re l^cibcr iiicl)t auffftüiibcii iini» aiiff bi|Vual)( 
aw ber ßrben (icrfür fäincn. 

',?lbor bic ul)valtcu Woifter j roeld)e 3ne;i'anbnim iM imb feine 
®enia()llii flefelien t)atteii bie tönten fiel) in ilire aovui unb (^k-ftaU 
oemianbeln babnrd) luolte er bei)be '"iserfoneu iiia()rl)afttirt il)ver 
DJhjeität lel}en laffen in aüer Weftalt mie [ie i-jeleibet nnb c3elebet. 
allein i()ve ■33iaie[tät jolte i()ni ^njaflen M}] [ie ntd)tö mit il)m 
veben iiiolte aber befid)tii3en mbd)te er [ie [till[d)aieiflenb mit allem 
-A-(ei[[e. 

•Öieranf ciientj A-an[t am bee iläi[ery ^^)emad)e [id) mit 
[einem C^)ei[te t)ierOün ^n untcrreben / iinb ba [ie ber 6ad)en eint^ 
aiorben gienc3 er iinbrnm hinein ^nm.^äi[er / nnb Hep bie I()itr of[en. 
Stlybalb trat nad) i()m binein Aläi[er Alexander Magnus, in ber 
©eftalt inie er i^elebet: O'in mü(]lge[el3tee bicfeö ^^JJänlein ; mit 
rot[)en ober gleid][alben nnb birfen ^art()e rütl)en i^arfen / nnb 
cinee i-ie[treni]en ;?ln(."5e[iditö ale ob er :i)a[ilicfen v'lni]en bätte • Ijattt 
einen i]anl3 [d)önen noütommenen .'öarni[d) an trat jnm .Sliüfer / 
unb bürfte [id) nor il)m mit tie[er '){cüereul3. 

2)er .tei[er inolte an[[tef)en nnb il)m bie :^^ani) bieten ' aber 
A-au[t minrf'ete it)ni / ba^ ere nid)t tl)nn jolte. .'öieranff neigte [id) 
ber Ääi)[er Alexander, nnb gieug .^iir 2()ür l)inanö. Salb [«^^i^J 
baran[[ trat t)inein [ein (^H'mal)l in einem blauen Sammet^^^TCürfe 
mit gülbenen 8türfen nnb i^erleu gelieret. 6ie wax aue ber 
ma[[en [d)ön unb rütl)bärfig mie Hiild) unb Slut länglid) nnb 
eineö runbten ^Hngc[id)ty. 

■!iUe [ie nun ,suri)[er Üarl lang mit 3?enininberung ange= 
[d)auet ' fiel itim ein ' ha^ er gele[en unb gef)oret l)ätte [ie [ölte 
im Diarfen eine groffe Sarhen gebabt ()aben - [tnnb berl)alben au^ 
Don [einem Stnble unb gieng yi il)r ; 3U be[id)tigen ob er bi§ 
®al)r3eid)en and) au il)r [inben nnb al[o erfennen fönte ba^ 
ber (^)ei[t in il)rer bei)ber C^3e[talt fid) uiarl)a[[tig iienuanbelt 
bätte nnb ibn uid)t mit [al[d)er A'Oi"ni betrogen. Sie [tunb [tille / 
bürfte bcn A^opf unb .palj^ ' ba^ er bie 'iiiarl^e [el)en unb augeu= 
[d)einlid) erfennen hiute. 

.^?ieran[[ neigte [ie [id) für il)m gieng ^nr Jbür ()iuau6 unb 
iier[d)iiianb. >^(l[o gemäbrte ?;-au[t bem .^ei[er [einer ^itte trieb 
[on[t öiel läd)erlid)e 5lbentl)eur am .v>o[e unb oerlangte eine gute 

315 



151 
1698. Misander [Adamil: Doliciae Historicac 

3.^eve()riiiu3 / bamit 30g er (linmcg. Triefe (i§r,5e()liing wirb aii0= 
fül)rltdi befcl)ricbeii in bem Scbeii yS-aufte 111. 5l)ctl 133. 231. seqq. 
iinb unebcr()ület üoii lliid). £ad)icu in ber A\äi)fev 6f)ron. 4. 2^. 
am 303. 304. ^l. 

2II0 biejer 3o{)cinncö ?^'aiift fid^ eine ßeitlang 311 5fi>ittenberg 
auff()ielte 1 iinb offte 311 Philippo [688] Melanchtlioue tarn j (afe 
{l)m F*hilippiLs nllenia()l einen Se?:! / fd)alt unb liernm()nte i()n / 
ha^ er üon bem ©ing bei) ßeit ablaffen folte / eö mürbe fonft 
ein böfee @nbe mit i()m nef)men. Dae öerbro^ if)n / barum / aU 
er am ber @tnbier-8tnben mit it)m ^ernnter gieng / gegen (ä[fenei= 
ßeit um 10. lH)r / nnb ^Ntjüippnc t^n mieberum ()cfftig id)alte / 
fügte er jn i()m: iperr ^^^()il{ppe / il)r iat)ret mid) allezeit mit 
ran()en 3Öorten an / id) mill einmal}! mad)en / menu i^r 3n 2;ild)e 
ge()et ; ba^ alle .s^afen in ber Äitd)en foUen gum @d)ornftein 
l)eran6 fliegen / ba^ il)r mit euern ©äften nid)tö foKet gn effen 
l}aben. T^arauff antmortete i^(){lippiie: -i^ae foltu moljl laffen / 
id) t()äte bir in beine STnnft. Unb er fönte et^ nid)t gu Sßercfe 
rid)ten. D. Conr. Dieter. Sap. part. 2. pag. 1041. 

(Sä ift über enblid) biefem !lenffelä = 'i)3iünne non feinem ®ei[te 
übel nnb nad) ^serbienft gelüt)net morben inbem er im ^Ißürtenberger* 
Sanbe ,' in feiner ,s>ei)matl) / neben feinem 23ette ,' gn 5lüd)t in ber 
Plummer tobt gefnnben morben ; nnb il)m ber .spal^ ümgebrel)et 
gemefcn. Dber wie Widmamuis in feiner .spiftoriü berichtet / ba^ 
man in ber Stnben / bürein er gemefen ' nid)ty mel)r gefel)en / benn 
üllein i bü§ fie öoll 23iut6 ' nnb bie ^i>ünbe be6gleid)en mit 23lut 
befpriliet ge ["689] mefen ' und) fei) fein ©el)irn l)in nnb mieber 
ün ben 5i>ünben geflebet / bie 3ül)ne fei)n anff ber (£"rben nnb 
33ünd-en gelegen / nnb l)üt nrnn üiigenfd^einlid) übnel)men fönnen / 
lüie il)n ber Jenffel üon einer ®ünb gnr ünbern gefd)lügen nnb 
3erfd)mettert gel)abt. (Enblid) l)übe man ben 2etb üufferl)ülb bee 
c^ünfeo '' üuff einem 5}iift liegenb /' gefnnben / uield)er fd)recflid) an= 
3nfel)en gemefen. (Jeorg. Rudolph. Widraaun. Lib. 3. Histor. 
Fausti c. 18. pag. 152. 2)iefeei ift in bem .pert3ogtl)um :ißürten- 
berg gefd)el)en ' bie mit bem gemeinen ""^sooeUäsolcf büfür l)ülten / 
üle folte ber fo genünnte Doctor ^'üuft bei) iisittcnberg in eüd)fen / 
in bem ned)ft = angelegenen 2)orffe / ^M'üte / biefeä fd)reiflid)e @nbe 
genommen l)übcn ; nnb miire büfelbft nod) bac^ 'IlHil)r3eid)en feineö 

316 



151 

1698. Älisander [AdainiJ : Deliciae Historicae 

!öliitk? au einer 'Ii>anb ^ii jeden ba i()in tier leuffel ^en A>al^ 
(]ebri,Hl)eu. 5lH'ld)ey aber DajelLift ntdit ^ii beft^^ell: Hub ift biefe 
irrii^e ^)3iei)iuiiu] bap ec beij .^Bitteiibeni Jolle gejd)el)en feiju üieU 
leid)t baber entftaiibeu weil 'A^itteubert] unb iisürteuberg faft 
gleid) lautet ba|; biefee noii jeuem ber gemeine IKann nidit bat 
iriffen ^n nnterfd)eiben. 

^el.u'it 3um i>ei"d)lu[3 bie Avai^e; 

^on luem bie (Zauberei) uriprünglid) l)erfümineV 

[f)90] Rt'.sp. ;?illce ßauber= .s^eren-- nnb Unt)ülben:^ii>erif 
rüt)ret n()r|prüngUd] Düu beut leibigen 2enf[el / inie Lactautiiis 
I. 2. Iiistit. c. IT), j). lol). unb Cypriaiius de Idfitor. vanit. 
tract. 4. p. 175. red)t ^emjcn / bann ber ift nid)t allein mäd)tit3 
in ben .^inbern bee* Unglanbenc^ ; fonbern lui'irtfet aud) burd) allere 
let) lügenbafftige Airäffte ' 3^i'i)t'n unb 3öunber ' allerlei) ilserfül)' 
rung unb Ungered)ttgfeit ' 2. S^eff. 2/9. Dann mie Methodius 
jd)re{bet in Reveiat. qvae ab iiiit. mund. contig. T. 2. Bihl. 
PP. Col. ')14. Bo baben im brei)t)unbert unb uierlitgften ;sa()r 
beö 3(ii'fb6 / bie ^3kd)fommen bec^ (Sains / "^obet^ ' unb -J:bolu]eob / 
bie (Si!'()ne Samed) / Viri malae artis inventores, iiii(|vi et omni 
neqvitia pleiii, fo ungcred]te ©efeÜen - böfer Avunft (frfinber / ooll 
aller 3?ofU)eit ^um erften mabl allerbanb ß^itticrei) / burd] bee 
XeuffelC' (Eingebung erfnuben. Hemniing. de Superstit. iiiagie. 
<|. I. B. H. unb bemnad) bie Posterität beo CSaine in ber @ünb= 
-^hitf) umbtommen / t)at er biefelbige burd) beu (5l)am ' fioä ©o!)n / 
ben ©üttlofen i£d)anb=l?appeu ' mieber ()erfürgebrad)t ' uield)er C'^bam 
iion Dielen ©elel)rteu für ben Zoroastreni gebalten non meld)em 
Aiigui^tinus lil). 21. dec. ü. Cap. 24. Tom [(i91] .j. col. 1295. b. 
befd)reibet ,' i}a\>, er allein unter allen 5JJenfd)en=Äiubern erfnuben / 
ber ha 1 aU er auff Grben gebol)ren ' gelad)et; Ji>eld)er monstrosus 
risus, 2Sunber=^£ad)eu / uid)tc> gute bebeutet bann er ber Ü3tagifd)en 
i)auber= unb .^ej:en=Aiünften ber erfte luventor unb Grfinber 
gemejen. 

2)tefer Zoroaster. metl er ein guter Astrouomus unb Physicus, 
fo ine .s?immelö i^ruff unb aubern natitrlid)en Dingen mol)! er= 
fabren luie Justiiuis 1. l. [>. !> unb Dn. Milichius im ^^janber* 
3:enffel c. 4. fol. 20S. et 209. üon if)m fd)re{bet / ^at er obu 
allen ßo^^ift'l bie ßanberei) unter bem 3d)eiu unb Decf=93iaute( 

317 



152 
1699. Eberhard (rnokol: Tractatus f'dlyhistoricus 

Der i^(vl3iun) iiid)t allein für eine iiatiii1icl)c gnte ' l)ciljanie ,s\un[t 
aui^gciiicben Pliiiiiis Hb. 80. cap. 1. uat. liif^tor. fol. 2Hi'. fon-- 
bern and) feine '^ladifonnnen barinnen nnterrid)tet / Cassion. 
Coli 8. cap. '21. pag. 1073. 'Dannenl)er fie bnrd] (5anaan an^ 
Die (Sananeer ' iüeld)e non il)m ben ÜJal)men nnb Urfprnng l)aben l 
fortgevflantict ; M. Meiger. de Paimrg. lam. 1. 1. c. 2. Qvis 
primus eam excohierit, et a Diabolo didicerit, incertum est. 
Viguisse ante diluviuii]. periisse [692] in diluvio revixisse, 
post diluvium et apud Clialdaeos, Persas et Aegyptios potissi- 
mum fioruisse aiiti(iva testantur historiariim monumenta. 
Freudius Tract. öon ^i^iitierei) nnb ßanbern. Vid. Autores ibi 
allegatos. 

(^nbe. 



152 

1699. Eberhard Gockel: Tractatus Polyhistoricus 

a — 1) 

Iractatus Polyhistoricus Magico-Mediciis Curiosiis, Dber 
@in hirfeer / mit Dielen öenininberlid)en .piftorien nntermentjter 
33erid)t non bem 33efd)rei}en nnb ä^er^anbern ' i'lnd) Denen baran§ 
entfpringenben Ärand:l)eiten nnb ganberifdien ed)ciben. 2i>ak5 
baffelbe eigentlid) feijeV ane maferlei) Urfad)en fold}ee t)erfümme? 
mie fid) üor fold)eni Uniucfen ^n l)ütenV Unb anf mau ^Ä^eife \>it 
baran^ entftanbene 5lranrfl)eiten unb gauberifdie ^d)äben /' »er* 
mittelft eineö anbädjticjen ©ebet? / nnb bereu bar^n gel}ürigen 
beionbern 2tr|3nei)=^3iittelu curiret luerben fönue? l^lUeii am be= 
rül)mter Sllter unb Diener Medicorum Scriptis. and) au^ eigner 
Grfat)rnnö / unb 4-2jäl)riger Praxi ^ufannuen getragen unb l)er= 
üor gegeben non Eberharde Gockelio, Med. D. .pod)fürftl. 
älUirtenb. äl^eilting. .\rchiatro Primario, aud) bereu bec .peil. 
:Köm. r)ieid)6 Stabt Ulm unb auberer ^crfd)iebeuer ^Ke{d)6* 
«EtüuiMJU Phys, Ordiiiario, et Illustr. Colleg. Curiosorum 

318 



ir)3 

17UÜ. .Jolianii Nii-olaus Martins: Dissortutio ile Mayia Xatiirali 

Collega, (licto Alectore. ^miuffuit iinb 'i^etp^ig / 3»" ^^cilacj 
fiovcii^ ilroinc-\crö iiub (Mottlieb (^)öbe(k? (gel. i) [l(ii»l:»V] 

a) @. 7. 

3a cc ift cubUcl) fo iiunt c^cfoimiicn ba'\^ Carpogates beo 
Simonis Marci jcl)iüaiiie Äiinft üffeniltd) profitiret; feü ift lUid) 
biefe fdiiuartje Äuiift yor ial)vcn 311 CSmcau in ''^HV()Ien in offcut* 
lld)cr vBd)ul t3ele()ret luib c|etvicbcu uiorbeii ' alliüo \k aiid) L). 
Sül)auii Faustiis, uoii .Hünbtlingen cicbiirtig / gelcrnet uub bicjclbc 
in furliem fo mol)! begriffen / ba\^ er el)e man nod) ir)4(). ge^ 
jeljlet / btefelbe mit groffer äsenintnberung in 2entfd)(anb ebne 
@(^eu ^n treiben angefangen {)at. ä^^ie Wierus in feinem ^-^nd) 
de Pr.T8tig. Diemoii. bezeuget. 

b) @. 23. 

3Bai? D. ^ofjann ^anftni? mit fetner Räuberei) für felhame 
""^soffen nub abent()enren angeftellet ; baiJ ift in einem abfonber= 
lid)en i^nd) / luorinnen fein Siehen i nnb erbärmlid)er uufeliger 
STob nad) ber l^inge befd)riebeii irorben nnb in bem offentlid)en 
S^rurf auegegangen / ]n lefen. 

153 

1700. Johann Nicolaus Martius: Dissertatio de 

Magia Naturali 

a — b 

U. Ü. T. 0. M. R, V. Dissertatio Inmujiiralis Physico- 
Medica, 1)q Magia Naturali, Ejus(ine Usii Medico Ad Magice 
Et Magica Curaiidiiiii, Quam Indultii Illustris Ac Gratiosae 
Facultatis Medicse In A/iint Et Peraydiipia Electorali Hierana 
Pro Licentia Simimos in Arte Medica Honores Et Privilegia 
Doctoralia rite impetrandi, Publico P>iulitorum Examini ex- 
ponit Johannes Nicolaus Martius, Erfilurtensis, Die 21. Maji, 
Anno M. DCC. In Auditorio Majore Collegij Majoris, Horis 

^) 3n bcm ein3icien mir befanntcn (ireinplar bieies 33u(^§ (auf ber 
HuiycrntätÄbibliütl)ef in O^öttint-^eti) ift bie untere .öäifte ber SlerlacvSauciabe 
uH\-^c(cidinitten. S^ccnVeiiteu aurf) eine etwa norljanbene 3ii')rcc^3al)l. Xie 
'-üorrcce ift unter3eid}nct d. 15. Martii 1699. T. .'p. 

319 



154 
1790. Georg Pasch: De Xovis luveutis 

consvetis. Erfordice, Excudebat Job. Heur. (^vojd) Acad. 
Typogr. ^) 

a) [). S. § (;. 
p. 9. 

Cjeterum hac occasione excusandus mihi venit Heinricus 
Cornelius Agrippa a Xettesheim, cujus suininam eruditionem 
cum Vera pietate conjunctam non satis mirari possum in 
pulcherrimo ejus Traetatu de Vanitate Scientiarum. Refertur 
autem iuter veueficos ac magicos doctores a D. D. Pßtzero 
in eruditioue prseclara plenis ejus animadversiouibus ad vitam 
D. Fausti p. 15. et 172. partim ob librum de Occidta Phi- 
hsophia , partim ob auilem quaudam fabulam de eane ejus 
Monsieur dicto. 

b) p. 10. § 7. 
^ p. 11. 

De Necromantia et Theurgia quid statuendum sit, (juivis 
facile videt. Qui Magice diaholicce et sagarum historias, 
operationes, examina et poenas scire cupit, evolvat sequentes 
Autores: Marf. Del Bio Disquisitionem Magicam. Joh. Georg. 
WobeIömann6 Tract. de Magis, Veneficis et Lamiis. Joh. 
Bodini Tr. de Magorum Da'monomania. Faul Chirland. Tr. 
de Sortifegiis. Lamherti Donoii Tr. de Sortiariis. Remigij 
Dsemonolatriam. Daniel. Fabr. bie .pödifcfie 3<^i^6^^ii^- Ciree. 
Lips. 1699. 8. Fßtzeri 3lergerüd)e6 2ebeii itiib icf)rerf(id)ei^ (inbe 
Fausti. Xorih. 1695. 8. 

154 

1700. Georg Pasch: De Novis Inventis 

Ueorgii Paschii. (iedauensis. Phil. D. Ejusdemque in 
Academia. qwpe Kilonl Holsatorum est. Prof. Ord. De Novis 

^) 2)er mtd ba ftarf enueiterten Sluögabe non 1715 lautet: lo. Xicolaus 
Martius, Med. Doct. Et Practicus Brunopolitanus. De Magia Xaturali 
Eiusque Csu Medico Ad Magice et Magica Curandiim, 3L>Dn ber '?iatiu"lufictl 
3üuber = SUini"t unb Scroftibcn '3cu|en 5n ber Medicin, ®te ncmlich ^^Uif 
eine nerborgene 3lrt rerfite 2i>uubci = Curen an3ufte(len. I^ritte 3liiflage ü)tit 
Dielen Annotationibus erläutert. Lipsiae. Literis Aiidr. Mart. Schedii. 1715. 
£ürt i'te^cn bie beiben 5teUen 2. IG unb 2. 20. 2^. ix 

320 



1.-).-) 

17UU. .loh. Ciottfricil Zeidici-: I'aiitoiiiysteriiiiii 

Inveiitis, Quorum Accuratiore Cultui Faceni Pnetulit Autiquitas, 
Iractatus, Secundum ductuni Di.scipliiiarum, Facultatem at(iue 
Artiuin in gratiam Curiosi Lectoris concinnatus. KditioSecunda, 
Priori quarta parte auctior. Addifi sinif Indice^ I. Aueforum, 
quorum scripta ^ dicfn et facta recensciifin-, illastrantur, Jaudnn- 
tur vel casf'Kjaiitiir. II. Rerum marime memorahil'nini. Lips'ue, 
Sumptihus Hieredum doli, (irossl MDCC. 

p. 5(S8. 

[■J^acfibem auötühilid) über ;.Hlbcrtiic^ '33tai]mi0 iinb Oioftrabamu^ 
c^eipvodicu uuM•^(Ml ift.| 

Taiv'o llt'iir. Com. Agrip[)aüi. (juein atri cauis indutum 

forma Diemonem perpetuo cirinimduxisse, .lovius aliique tra- 

dunt: sed doli. Wierus tidus A";rippje discipuliis, „ 

, ^ ^ * Henr. Corn. 

acerrimiis(|ue defensor, nou ni.si merum commen- Aerippa an 
tum id esst^ affirmat. Postremo et doli. Faustum atri canis iu- 
hic pr;t't;'nnitt(i. (|iii. ut ideiii habet Wierus. ex dutum fonna 
Kundliii^a oppidiilo oriuudus. Cracovia^ Magiain. ^^^monem 

, . ,. , , , , 1- 1- -i • eircum- 

nni (dmi dncehatur palam. didicit. eauKiue paucis 

annis ante (|uadragesinium supra sesquimillesimum 

, 1 • >• I •• , /. 1 Joli. Faustiis. 

cum multoruin admiratioue. mendaciis et traude 

varia in diversis Germanife loeis exercuit: de quo ([ui plura 

scire avet. consulat Cl. Joh. Georg. Neumanni Prof. Witteberg. 

Dis(|uisitionem Historicam de Fausto Prcestigiatore, in qua vitae 

factorumque ejus accuratius instituitur examen ^). 

Index I Auctorum. unter F. 

Faustus (Jo.) Magus 583 

155 

1700. Joh. Gottfried Zeidler: Pantomysterium 

Moi). WottfvieD pjCtMcvö Pantomysterium, ober bae ?leue uom 
3a()ve in ber ii.Miub]dielrut()e Slly einem aHc^emeinen ii^ercf^euge 



') S'ie UrauSOiafae: Oeorgii Paschii Philos. Mor. in Academia Kilo- 
nieusi Prof. Ord. Schediasnaa De Curiosis Hujus Seculi Inventis, Quorum 
Accuratiori Cultui Facem Prsetulit Antiiiuitas. Kiloni, Sumptibus .Joh. 
Sebast. Riechelii. Literis .Toac-h. Reunianii!. Anno 5U)('X('V enthält bic 
Stelle iiod) nidit. J. .ö. 

Tille: Faustsplitter. 321 21 



15.') 
ITUU. Jüli. Uottt'ricd Zeidler: Pautomysteriura 

I1cen](l)ltd)cr uerliorgcucii 'ii>i)ienid)aftt. I^anuuen Jljre ?iatiir 
^n^ Ui|ad) il)rcr i^cuictyiiu] aud) inettläufftiger ©cbmud) iiiiD 
Oiiili an6 i^cc Autoris eigener (ärfal)ning ; iinb '!|.s()i)[icaUid)en 
(^JriinMe()ren pliilosopliifd) auygefiüiret ;' unl) ber gelel)rtcn SÖelt 
311 Jueüeni Oiadifiiuten übergeben lyirb. Samt 2i>ieberlegiing bee 
bi^bev babei) gel)egteii iHbevglaubene / irriger Urfad) it)rey jdilagenö / 
luib i^erbad)tö etueo ()eiinlid)eu pacts mit bem Jeuffel ^er 
Araul3C>i. PliYsic;e occultcf, Item bem 23lenbmerrf ber Philosophen 
entgegen gefegt, l^tit einer r^^orrebe .sperrn (5i)ii[tian Xf)omafen£* ' 
6l)nr=^'itr[t(. 5Branbenbnrgtid)en 9?att)ö nnb Prof. Publ. 3n S^aü. 
etc. nnb angehörigen .Hnpffern. ^pa(( in 9Jcagbebnrg / 3(n. 1700. 
ßn finben im :)iengerijd)en 33nd)laben. 

©. 527. 

Sonberlid) bitte id) / ee molle ja nimnnb jo gottlo^ unb 
Herwegen feijn / nnb fid) nnter[te()en bei) rnrfenben ober befeffeuen 
(2d)äfeen / bie (^k'ifter 3n bannen nnb ^nbefd)meren. £)enn ob 
mol einen red)tfd)affenen (5f)riften and) bie ©eifter muffen nnter^ 
tl)an jei)n / fo ift bod) eine to(lfii()ne i^ermeffeu()eit / einer .paiib 
Doli (^)elb halben d^kitt ^nyerfnd)en j nnb mit ^.1?ifUn-and) jeinee 
hetligften '^tat)menk3 einen iold)en närrifd)en |5"2S] nnb nnglanb= 
Iid)en .v^öüen^mang / babei) einem bie .paare ^n 33erge ftehen 
möditen an^nftelten. ^d) ad)te alle biefe (Zeremonien nnb Cha- 
racteres nid)t fo gut al6 eine A-lö()falle. Ji;>ae foUen bie eigen* 
nitl3igen Webetgen / mit fo üielen ^peraueforbernngen bee !ienffelci 
auff ben .s>ieb nnb anff ben etof) / ba^ er ben .^ilreif, nid)t ner- 
lelie / fonbern bm 6d)al3 bringe / be^ öielen ^JiiUionen / in einer 
frennblid)eii (S)eftalt erfd)eiue ' fid) melbe / mer er fei) (mie bie 
Sd)ilbmad)e rnfft: 2^i>er ba? Wut is'veunb / etc.) baf^ er in ^vicbe 
fid) mieber fortpacfe / baf] er einen anffn ^}tantel nad) i^Uigfpnrg 
bringe ,' u. b. gl. X'a ber $^e)d)iiierer einen hanffen .sireiffe mad)t / 
mie bie ."pe^'e ^u Gnbor / alle Slenffel in ber .spöllen mit vRotf)= 
ii)elfd)en 5kmen nennet / fo ein l)anffen Grenze / Adonai, Tetra- 
grammatou etc. mad)et / ben ©etft in alle emige (Smigfeit 
peinigen mill alö märe er aller S^iebhänd'er ^r bermeifter ? ^Soll 
man benn ane einem ^unbe beten nnb flnd)en? mit einer ^ebn' 
5(lpfitffe , lenffele = '|.^foten nnb (ircnhe mad)en? S« tt)eld)er 
"i^roce^ = Drbnnng f)at man fold)e iierfhid)tc < 'itationes gelernef? 

322 



lr.n 
17(K1. .Idli. (TotttVi<(l Zeidicr: l'aiitomy.stfriiini 

3)a mau einem jebem ieiiffel iimc 1o^^er(ld)ey fd)eiffet. 2)a I)aben 
bie .ViiiitiC'füttev eine iolcl)e Coiinoistsance im A>i.Hlen = 3icicI) | öa^ 
|ie einen ieuffel fieiffen: Mönig Q'^iiiin / ben anbern ^ürft '')3tä= 
ftvort ben brüten > AÜrft iMeastofolus ben üierbten / is"iii"ft 3(frifa /. 
(iK'vbeiffet baö Vad)en') ben finifften ^in'ft (5aroüni^ / [529] 
((;*')ütt Dergebe ec> ben (i-feln ba^ fie if)ven ^^vüiften in !Sd)(au= 
raffenlanb mit fo eineö bolien T^entfd)en (^kfd)led)tö Ütal)men 
täuffeii / ale f)ätten [ie feine ?vi'an3ö[ijd)e M;ir((iiisen, ober Grandet-: 
(IKspagne, feinen Melac, Duc de Luxeiibourg über Bonfleur.) 
'i^Hiö ift Aziel mir ein .^erl / bcr red)te Sc^al^be^il3erV r^n ^^iarr ' 
fenncftu benn ben Hedelziel nidit / ben &i% £d)al3mei[ter / jo 
biftu nüd) unbeiranbert in ber ed)a|(jud)erei). .Homm ^n mir td^ 
null bir i()n in Tritiinali 3eigen. 6r luirb bidi nid)t [reffen. 
^r wirb bir in frennblidier l^kftalb erjd)einen luib liieUeid)t (}aftn 
i()n fdion cjefetien uni) incoguito mit i{)m conversiret. Temere 
me taugis et angis. S. S. D. 9}htffen fid) benn bk ©eifter alle 
anff ein (yl enben gleid) alt* mären fie alle aiiv ber (^breifd)en 
"K^dt'^ .v^üben fie feine i^obinifdie ©nbungen ' Ofzky? ^d) 
balte bie >.talienifdien Jeufel merben mol Joli. Bottista ober 
Marcus Antonius? ()eiffen / bie llngarifd)en eteffen / bie (?ng= 
lifdien Thomas, bie .po((enbifd)en Cornelies, unb bie 2)entfd)en 
.N^anf5 ' bk etnef{fd)en U / ober YaniquamsieD : 3l>ie merben aber 
bie anfim .lapiter ober Saturuo ^eiffenV '^<i} mn^ lad)en / ba^ 
fie bie (^)eifter locfen mie bie @d)meine ' dujam. dujani, diijatn. 
fom fom fom Cus, Cus, Cus, mol 100. mal in einer ^tnnbe. 
Unb fan maiiö mol über^ ."perli bringen ' bal] f')80] man bk 
nnfdinlbigen (""Hnfter fo grenlidi martert nnb peiniget / il)nen 
£panifdie Stieffein anleget unb £d)mebifd)e iriinrfe gtebt / menn 
fie nidit jagen mollen ' mo fie il)ren @d)al3 baben / unb allen 
ibren isoratb bergeben, i^ebret uuö benn Wottee äi>ort ' baf] mir 
eine fold)e Executiuii nnb ®elb'-'^ireffnr in ber Apüllen aufteilen 
follen ' mie bie A-ranpfen in ber ^sfalBV .pat eo mol eine Jlsar^ 
idieiulid)feit baf; ein geilnger ungefd)irftev 'l\'enfd) , ber il)m 
nid)t mit einem Ibaler l)elffen nod) eine geringe Welbfd)ulb mit 
aller feiner .slunft unb i^ermögeu oon feinem 5lad)bar erlangen 
fan fo Diel 03tilionen am ber .pöllen erpreffen foune. Unb ba^ 
einer ber feine aUMi ntd)t Urningen fan / alle Jeuffel jmingen 

323 21* 



155 
1700. Joh. (rottfried Zeidler: Paiitomysteriiim 

fömie. Sßenn "^at 6I)iiftik^ uiib feine 3lpo[tol iold)e 35>uuber i;^c= 
tlianV 3>eriucl)e et^ öeuii erft mit beii 3(pü[tolifct)eu SSuubeni < 
9^cbe uiibefaube iSprad)eii / treibe Djtmouia anv' i Devtveib 
€d)Iaiit-|en / triiicf ©ifft / ba§ eö bir inrf)t ld)abet / ciirire bie 
^'raiufeii mit .s>inb aiifflegcn / iinb la§ beine 3Biinber erft bie 
SlNelt burd)9eii / et)e bu bid) bamit in ber ."öbUcu aumelbeft. 3^ 
fagftii hk 3l|.iofto(tfd)en il^nnber l)aben aiifft3el)Dret. <iolte Öott 
bie nitl3lid)en ^Nunbenuercf aufff)ebeii iiub an beren [tat bofeii 
uub geizigen (Sd)al3gräbern fold)e unnüljie iinb üermeffene Ä raffte 
unb Siiitber ertf)eilen"? 3)aö ift nid)t 311 glauben, ©in [531] 
lueifer 'Utann fan all.^eit @elb ermerben / unb bvaui^et ba3U 
feine D. ?s-aufty 33üd)er unb .sjoUen^mang. 3A>er Physicam uub 
Mathesiu üerftet)et / getreu uub gered)t ift uub feineiJ i^aterlaubee 
Si^olfart fuc^et / ber tau nid)t uerberbeu / er mirb fc^ou 5cat)rung 
uub 33efbrberung fiuben ^-iirften uub ^)erren werben t{)u fd]Ou 
anfffud)en ,' unb il)m etiuaö uaf)rt)affte^ 3U t()uu geben. iDenn 
i^re Singen fe!)en nad) ben Sirenen im Sanbe. 101. ^]. Unge= 
fd)icfteu unb geiliigen Venten aber ift fein @elb uid)t nü^e ' beim 
einem i^utfev fte{)etc^ nic^t mot)! au reid] fei)n / uub \me foU 
0elb unb @ut einem fargen .spnnbeV 8ir. am 14. Hub @ott 
mirb i()reut()albeu feine ■^)eid)en unb SBunber tl)nn. ^d) fan mir 
nid)t aubere einbilbcn ' benu eo ()abe ein fd)e(mifdier Saubbetrüger 
uub grober Idiote fo ein Scriptum supposititiuni unter D. ^'auftc' 
9iameu erbid)tet / unb it)m oou bcn curiöfen @dial3begirigen ec> 
ti)encr (üor SO. i()aler.) be^atjlen laffeu. 2)euu 'Starren mnf^ man 
mit Äolben Saufen. Muudus vult decipi. ßumr ber i^erluft 
beö ©elbee märe nodi 3ur)erfd)merl3eu aber ber 53?ü0braud) bee 
l}eiligen 9tai)mcn6 (^)Dttee ift uuleiblid). 3n^ ^-euer mit fold)eu 
Jeufelg-^üdieru. (Stpoft. (S)efd)id)t. 19/19.) mit ©eiftern foil 
\\<i) niemaub nermeffeuer Süeife einlaffen i ee ift (^)efal)r babet). 
@iu ©eift ()at eine 3fi1d)metterube Ärafft ' [582] meuu^ aud) 
gleid) eben fein Icufel ift. 2Bir finb fo weit in ber Pliysica 
ober lnelme()r Pneumatica nod) uidit fommen ' baf? mir alle 
Slrteu'ber öeifter miffen ' \mb foldie oou um abbalteu tonnen. 
X)arum ift bir mo()l fo bleib baoou / baf^ bu nid)t fricgeft bofen 
Sot)n. Übe bid) erftlid) beu ä\>eg ber C^eifter uatürüd) ju er= 
feuneu unb mae bie Urfad) ift marnm bie ed)äl3e rurfen ' eo 

324 



IM) 

Um 1700. Cointe Aiitoinc Hainiltnii : Oeuvres 11771] 

ift ]o gar uumütilicl) nid)t ct^ üiK" 311 [iiiben iiiiD öaö dindm ,^u* 
i)enr>el)ren / jo faiiftu graben in (^ottce '3ia()meu / wnb braud)e[t 
feinen D. ^$au[t / S>ad)oltd)tcr / DJionftraulicn ^ iHlpfitffc nnb 
Icnfcki=l^nd)[taben. CDod) iicnnng non bicfem / eö t[t meinet 
lsorl]abene nid)t öom ^id)al3C}raben nnb rnrfcn 311 fd)reibcn / fon=^ 
bern nnr bau Pantomysterimn '^|.s()iloiüpl}tfd) jn erflärcn. 

3fiegtfter (unter %) 

^-auftö Doct. .spöUen3iüaug. .')-_>S. scriptum supposititium p. 531 
alber ring p. ibid 

loü 

Um 1700. Comte Antoine Hamilton: Oeuvres [1771] 

Cciiivres Melces En Prose Et En Vers, Du Comte Antoine 
Hamilton. Septieme Partie. 

[p 111] (Euvres Diverses Du Comte Antoine Hamilton. 
Septieme Partie. 1777 
p. 162 

L'Enc'lianteur Eaustus, 
Conte 
BELLE Daplme, je me repens 
De la petite confidence 
[p 163] Que je vous fis vers le printemps, 
En parlaut des amusements 
Que le loisir et l'indolence, 
Ou plutot, que votre presence 
M'inspiroieut dans ces lieux charmant«, 
Ou les Graces et les Sorans 
Gut etabli leur residence. 
Je sais de quelle inditterence 
Le ciel vous fit pour tout encens, 
Sil s'adresse a vos agremens: 
Car j'en ai quelque experience. 
II est meme certains moments 
Oll, malheur ä (jui vous encense, 
Et dans ses discours ou ses chants, 

325 



lötj 

Um 1700. Comte Antoiue Hamilton: Oeuvres [1771) 

Vous va (loiinaut la preference 
Sur les beautes de untre temps. 
Pourquoi done, avec ce iiierite 
Si rare chez d'autres beautes, 
Voulez-vous taut que je macquitte? 
Pourquoi faut-il quuu vous irrite 
En vous disant vos veritesV 

Cela veut dire en peu de mots, Mademoiselle. qu'il y a 
je ne sais combieu [KU] que vous me perseeutez pour uu 
miserable ecrit, iudigue de vous et de moi. Vous le voulez 
voir, quoique je vous aye dit que j"ai täche d'y mettre quelque 
chose qui vous ressemble; et eepeudaut vous ue voulez pas 
que ce qu'on fait pour vous, ait de votre air, taut vous avez 
peur que ce ue soit vous flatter, que d'attraper votre ressem- 
blance! II u"y a pas de Peintre que cela nenibarasse: mais 
pour depayser votre delicatesse sur les louanges. il taut vous 
conter une historiette oii vous serez niise tout au long sans 
pouvoir y trouver a redire. 

La Reine Elisabeth (dout tut autrefois (irand-Amiral en 
Irlande un grand grand-pere. ou trisaieul de Madame votre 
mere) etoit une merveilleuse Princesse pour la sagesse, le 
savoir, la magnificence et la grandeur d'ame: tout cela etoit 
beau mais eile etoit envieuse comme un chien. jalouse et 
cruelle, et cela gätoit tout: 

Je nentends pas. en parlant d'elle, 
[165] Parier de cette cruaute. 
Dont une farouche beaute 
Martyrise un amant fidele: 
Car, entre nous, de ce cöte 
La Reine n'etoit point i-ruelle; 
Et dans Ihistoire on a doute 
Si la pudicjue Majeste, 
Qui tut au Dien d" Hymen rebelle. 
L'avoit ete par chastete, 
Ou par une incominodite 
D'espece bizarre et nouvelle: 

326 



I 



15t; 

Um 17U0. Comte Antoine Hamilton: Oeuvres [1771] 

Mais eil fuit de viigiiiite 

Ce fnt uiie etrange piiccllc. 
'^»iKii (|u il eil soit. la Reiiomine. qni dit le hieu et le 
mal. avoit [xnle soii cara(;tere jusiiuaii foiid des Allemagues, 
d'oii certain persoiiiiage partit eii poste poiir se reudre a sa 
Cour: il sappelloit Fauste; peut-etre le iioinmerous-iious 
quelquet'üis Faustiis. pour la couimodite de la rime, eii cas 
que la fantaisie nous preuue de la inettre eii vers. (Je Fauste 
[166] donc, graud Magicieu de professioii. fut envie de siii- 
former par lui-meme. si cette Elisabeth doiit (Hi parloit tant, 
etoit aussi merveillease en belies qualites, qu'elle etoit endiablee 
sur les autres. II eu pouvoit etre juge eompetent: tdut ce 
qui se passoit la-baut aux pays des etoiles et des pianettes, 
Uli etoit couuu, et Satau lui obeissoit comme son cliien. 11 
savoit tout {dein de petits secrets jjnur rire, et uu million 
de tours de passe-passe, qui ne faisuient iii bleu ui mal: 
comme par exeni]de. quand il voulnjt. une Ducliesse couroit 
les chaiups apres son Cocber. et un Archeveque passoit les 
jours ä faire des vers pour sa servante de cuisine, et les 
nuits, a lui donner des senerades. Cetoit lui qui le premier 
en Angleterre avoit enseigiie a niettre dans certains jours de 
l'annee, du romarin. du pisseulit, des os de beceasses et autres 
curiosites de eette nature sous les chevets des jeunes pucelles, 
pour leur faire voire. la nuit en son- [167] ge. eelui par qui 
elles ue le seroient plus. La Reine, charmee des gentillesses 
quon eu disoit, voulut le voir. et des ((u'elle le connut, eile 
devint presque folle de son savoir et de ses nianieres. Elle 
croyoit bien avoir elle-meme tout lesprit du monde, et n'avoit 
pas tort; eile se flattoit aussi d'etre la plus belle personne 
de son Royaume: mais il neu etoit rien. 

Un jour quelle setoit extraordinairement ])aree pour une 
audience d" Ambassadeurs, eile se retira dans son cabinet 
apres la ceremonie. et eile y fit venir notre Docteur. Apres 
s'etre admiree quelque temps dans deux ou trois grands mi- 
roirs. eile parut fort contente d'elle-meme: 

Elle avoit eet air f(u'au matiu. 

Du Soleil a l'avant-Couriere: 

327 



156 

Um 1700. Comte Antoine Hamilton: Oeuvres [1771] 

Rieii n'etüit plus frais que sou tein; 

C'etoit tout lis et tont jasmiii 

Mele de rose priiitaiiiere : 

Car des qu'on a force or en main, 
[168] Les plus beaux teints ue manquent guere. 

Court etoit sou vertugadin. 

Et montroit, depuis l'escarpin, 

Sa Jambe presque toute entiere; 

Et s'etant assise ä la fin, 

Le dos penche contre sa chaise, 

Comme qui diroit saus dessein, 

Ce penchemeut montroit son sein, 

Avant fait regrimper sa fraise; 

Tandis que sur la blanche main, 

Rubis, et diamants sans fin, 

AUoient brillant tout ä leur aise. 
Ce fut dans cet etat que l'enchanteur Faustus la trouva: 
cetoit bien le courtisan le plus adroit pour un sorcier, qu'on 
put voir au raonde; et connoissant le foible de la Reine sur 
sa beaute imaginaire, il neut garde de manquer une si belle 
occasion de lui faire sa cour. Ainsi choisissant le röle d "Esther 
interdite, il fit trois pas en arriere, comme pour tomber en 
foi- [169] blosse. La Reine lui ayant demande s'il se trouvoit 
mal, il dit que non, Dieu merci! mais que la gloire d'Assuerus 
l'avoit ebloui. Elle qui savoit l'ancien et le nouveau Testa- 
ment par coeur, trouva lapplication juste et ingenieuse: mais 
nayant pas alors son sceptre sur eile, pour lui en faire 
baiser le bout en signe de grace, eile se contenta de retirer 
un rubis de ses doigts d'ivoire, dont il le contenta aussi. 
Vous nous trouvez donc assez passable pour une Reine, lui 
dit-elle en repassant ses levres du bout de la langue comme 
sans y songer! A cela, il se donna au diable, (le present 
n'etoit pas nouveau) il se donna donc au diable non seule- 
ment il ny avoit ni Souveraine ni particuliere qui l'egalät, 
mais meme qu'il ny en avoit jamais eu. Fauste, mon 
ami, lui dit-elle; si ces fameuses beautes des siecles passes 
pouvoient revenir, il seroit aise de voir que vous nous flattez. 

328 



läti 

Um 1700. ("onite Aiitoine Hamilton: Oeuvres [1771] 

Votre Majeste les vcut-ellc voir. dit-il, eile ii a (ju a dire; 
eile [ITOJ eu aura i)ieiitot le e<i'iir net. Notre homme ne 
mau(|ua pas d'etre pii.s au iriot, soit (lu'elle eCit envie de 
leprouver daiis im effet si merveilleiix de science inagi(iue, 
(lu ([u'elle voulüt satisfaire iine curiosite qu'elle avoit eue 
(lepiiis assez long-temps. 

All reste, Mademoiselle, u'allez pas vous imagiiier ((iie 
ce ({ue je vais dire soit iiiie fable de ma favon. Levenement 
est tire des iiiemoires dun des beaux esprits de ce temps-lä: 
c'etoit le Clievalier Siduey, espece de favori de la Reiue. (pii, 
paruii (|uel(pies faits particuiliers de sa vie. a mis cette aven- 
ture tont au long; et c'est du feu Diic dOrmond, votre graud- 
oncle, (|ui uien a souvenf fait le recit, que je tieus ce 
passage dhistoire. 

KUe dit donc que notre Magicien pria la Reine de vouloir 
bieu passer dans une petite Galerie ([ui etoit pres de son 
appartemeiit, taudis quMl iroit clierclier son livre, sa baguette, 
et sa grande robe noire. 11 ne fut pas long-temps ä revenir 
avec son equipage et ses talismans. 11 y avoit une [171] 
porte a chaque bout de la galerie, par une desquelles les 
personnages que Sa Majeste souhaiteroit, entreroient, et sor- 
tiroieut par l'autre. 11 n'y eiit que deux personnes, saus 
plus, d'admises avec la Reine au spectacle; Tune desquelles 
fut le Comte dEssex, et l'autre de Sidney, Auteur de nos 
memoires. 

La Reine etoit placee devers le inilieu de la galerie, ses 
deux favoris. a droite et ä gauche, aupres de son fauteuil, 
autour desquels. aussi-bien (|ue de leiir Maitresse, l'Enchan- 
teur ne manqua pas de tracer des cercles mysterieux avec 
toutes les fayons et ceremonies en pareil cas usitees; il en 
tra<;a un autre vis-a-vis, oii il se mit liii-meme. laissant im 
espace au milieu. pour le passage des Acteurs. Cela fait, il 
supplia la Reine de ne pas dire un niot tant qiiils seroient 
sur la scene; et sur-tout de ne se point effrayer, quelque 
chose qu'elle piit voir. Cette derniere precaution etoit assez 
inutile ä son egard: car la |17'2] bmine dame ne craignoit 
ni Dieu, ni diable. Apres ce mot davis, il lui denianda lar 

329 



156 
Um 1700. Comte Antoine Hamilton: Oeuvres [1771 J 

quelle des beautes trespassties ■ eile souhaitoit de voir la pre- 
miere? Elle dit qiie, pour suivre l'ordre des temps, il falloit 
commeneer par la belle Helene. Sur quoi le Negromancien, 
dont le visage pariit un peu cliange, leur dit: tenez-vous 
bien! Le Chevalier Sidiiey dans son recit, avoue qiie sur le 
point de cette Operation magique, le eoeur lui battit un peu, 
que le brave Comte d'Essex en devint pale comme im mort, 
mais quil ne parut pas la moindre petite emotion ä la Reine. 
Ce fut alors 

Qu'ensuite de quelque oremus, 

Et de quelque autre momerie 

Que fönt gens de la confrairie, 

Dans les vieux contes rebattus 

D'esprits et de sorcellerie, 

Le Reverend Docteur Faustus, 

Voyant trembler la galerie. 

Et nos deux Heros eperdus, 
[173] Dit, criant comme une furie: 

Paroissez. fille de Leda! 

Et d'uue prompte obeissance, 

Offrez-vous a uotre preseuce 
Teile que vous etiez, quand sur le mout Ida. 
Venus au beau Paris jadis vous accorda 

En faveur de la preference 

Dont vous fütes la reeompense 

Dans le proces qu'il decida. 
Apres cette invocation, la belle Helene neut garde de 
se faire attendre ; eile parut au bout de la galerie, sans quon 
se fut apperpu comme eile y etoit eutree. Elle etoit habillee 
ä la greque; et, suivant les memoires de notre Auteur, son 
habillemeut ne differoit en rien de celui de nos Deesses 
dOpera. Sa coett'ure etoit composee de quautite de plumes 
flottantes sur sa tete, et surmontees d'une belle aigrette: des 
boucles de cbeveux noirs lui descendoieut jusques a la ceinture 
pardevant. et jusques au croupion par der- [174] riere: ses 
engageantes lui battoient agreableraeut les genoux eu mar- 
chant. et la queue quelle trainoit ä la Lacedemonienne, avoit 

330 



il 



15t) 

L 111 ITOO. Comtc Autuiiie Haiiiiltun : ()ciivrcs |1771| 

pour le moiiis ((uatre auiies (run riclic Iji-orard de Corinthe. 
Cette figure s'arrtHa qiiel<|iie tem|)s devaut la compagiiie; et 
s'etaiit tournee face-ä-face devers la Keine, pour en etre inieiix 
observee, eile en prit eonge avec im («'rtaiii soiirire, entre- 
doiix et hagard, et sortit, par lauti'e purte. 

Des (juelle disparut: quoi! dit la Reine, e'est lä cette 
belle Helene! Je ne me pitpie pas de beaute, poursiiivit-elle: 
mais je veiix bien moiirir, si je changeois de figure avec eile, 
((uand meine cela >se pourroit. .Je le disois bien a Votre 
Majeste, repondit lEnclianteur: et cependant voilä justeinent 
comme eile etoit dans sa ])lus grande beaute. Je trouve 
pourtant. dit le Conite d'Essex, que'lle ne laisse pas d'avoir 
les yeux assez beaux. Oui, dit le Sidney. ils sont grands, 
noblements fendus. noirs et bril- [175] lauts: mais. apres tout, 
ses regards disent-ils (luebpie cliose? Pas im mot, repondit 
le favori. La Reine (|iii. ee jour-lä, s'etoit fait le visage rouge 
comme iiii (•<•([. demanda. cii parlaut du visage dHelene. 
comment oii trouvoit son teint de porcelaine! De porcelaine, 
s'ecria le Cdinte; cest tout au plus de la fayence. Peut etre, 
poursuivit eile. (|u"ils etoient ä la mode de son temps; mais 
vous mavouerez que, dans aucun siecle, il na ete permis 
d"avoir les pieds tournes eomme eile. 

Je ne hais pas son habit, poursuivit la Reine, et je ne 
sais si je ne le mettrai point ä la mode, au Heu de ces imper- 
tinents vertugadins dont les femmes ne savent que faire dans 
quel(|ues occasions, et oi'i Ton ne sait que faire des femmes 
en (juebiues autres. Pour l'habit, passe, dit le Comte dEssex: 
mais, ma foi! ce n'est pas grand cbose ((ue la figure que 
nous venons de voir. Le Chevalier Sidney, topant ä la re- 
manpie, secria: 

[170] () Paris! (juel aniour fatal 

Te fit dans Ilion renfermer un proie, 

Dont nous venons de voir le pietre original! 

Si cet exploit dabord te donna quelque joie. 

Sa presence y fit plus de mal 

Que ce graud diable de cheval 

Qui fit perir lantiqne Troie. 

331 



156 
Fm 1700. Comte Antoine Hamilton: Oeuvres [1771] 

Cette benigne critiqiie sur la figure et les pretendus 
(lefauts d'Helene, etant finie. la Reine eut envie de voir cette 
belle et infortimee Mariamne, dont rhistoire fait iine si belle 
meution. Lenchanteur ne se le fit pas dire deux fois: niais 
il ue jugea pas ä prnpos d'evoquer iine Priucesse qui avoit 
connu le vrai Dieu, de la meme maniere qa'il avoit appelle 
la beaiite payenne. C'est pourquoi, setant tourne quatre fois 
vers lorient. trois vers le midi, deux au couchant, et une seule 
du cote du septentrion, il dit en hebreu, mais d'une maniere 
honnete: Mariamne. fille d'Hircan, mon- [177] trez-vous. s'il 
vous plait, vetue comme vous aviez coutume de l'etre pen- 
dant la fete des Tabernacles. A peine eut-il fini, que lepouse 
d'Herode parut et s"avan(;a gravement jusques au milieu de 
la galerie, oü eile sarreta comme avoit fait la premiere. 
Quant a ses habits et son ajustement. ils sembloient repaudre 
sur toute sa personne un air de noblesse et de dignite qui 
la rendoit respectable. Elle etoit mise ä peu pres comme 
on represente le grand Sacrificateur des Juifs, excepte qu'il 
ne hü paroissoit point de barbe, et quau Heu de cette tiare 
en croissant, que portoient les grands. Pretres, un volle de 
gaze qui prenoit depuis la tete, et qui etoit rattache vers la 
ceinture. trainoit bien loin derriere eile. Apres s'etre assez 
long-temps arretee devaut la compagnie, eile poursuivit son 
chemin. mais sans faire la moiudre honnetete ä la fiere Elisa- 
beth. Est-il possible, dit cette Reine, des qu"on ne la vit 
plus, que cette celebre Ma- [178] riamne füt faite comme 
(rela? Quoi, c'etoit une grande idole pale, maigre et serieuse? 
et depuis tant de siecles, eile a passe pour une merveille? 
Ma foi, dit le Comte dEssex, si javois ete ä la place d'Herode, 
je ne me serois Jamals brouille avec un chat sauvage comme 
cela, sur le refus de ses caresses. Je lui ai pourtant trouve, 
dit Sidney, une certaine langueur touchante dans les regards, 
un graud air, et quelque chose de noble et de naturel dans 
toute l'action. Fi! repoudit Tautre; la grandeur de son air 
est impertinente, la grace quelle a dans ses manieres aisees 
que vous admirez, est pleine de presomption et je lui trouve 
de l'insolence jusques dans la taille. La Reine ayant approuve 

332 



156 
Um 1700. ('Omte Antoine Hamilton: Oeuvres [1771] 

tont ceUi. coiulainii;! ))riiieii)alemHiit h\ pauvre Princesse siir 
le inepris t't raversioii (|ii'elle avoit eue pour la [)ers(Hiiie de 
.son mari. et sur la le.sistance (rontinuelle (lu'elle avoit faite 
ä ses i)liis tendre.s empressements; (luelle avoit eii l)eaii dire 
que c'etoit paree [ni>j <|U il avoit egorge toute sa famille. 
ce netoit pas une raison pour Ini refuser les droits de 1 liyrnen. 
(piand il les auroit exiges vingt fois par jour, et conclut (pie 
pour cette seule rebellion. Herode avoit bien fait de lui couper 
la tete. 

Le Docteur Fauste, pour paroitre savant eu tout, assura 
que ce netoit point pour cette raison qu'Herode s'etoit defait 
de la (haste Mariamne: que tous les Historiens s"v etoieut 
mepris: mais (niune certaine Salome, soeur du Roi, et inaudite 
de Dien, avoit rapporte a son frere, quetant ä un Sacrifice 
aupres de la Keine, eile Tavoit enteudue de ses propres 
oreilles. qui prioit hien devotement le Dieu d'Abraliaiu. 
disaac. et de Jacob. <le la delivrer de son vieux cocu de 
mari. Si ce trait-anecdote ne fut pas cru. au uioins parut-il 
nouveau. Un moment apres, la Reine ordonna (|u"on fit venir 
Cleopätre, du meme air qu'elle auroit pu demander une de 
ses femmes de chambre: 

[180] Pas n"v manqua le savant Fauste; 

Et pour uetre point ennuyeux. 

II fit partir devant ses yeux. 

Un petit diablotin en poste, 

Pour la transporter dans ces lieux. 
Peut-etre serez-vous bien aise d'apprendre la numiere 
dont ce Courier fut depeche; la voici: II ne fit (jue prendre 
un grand bonnet fourre qu il portoit, et en trois coups de 
baguette. layant metamorphose en haquenee I)Ianche la plus 
jolie du monde, il lui mit un bout de sa baguette dans le 
derriere, et apres avoir souffle dans lautre, la haquenee partit 
comme un eclair, et en sept minutes, revint avec l'illustre 
Cleopätre, qui mit pied ä terre au bout de la galerie. La 
Reine compt(tit bien que cette apparition dedommageroit sa 
curiosite du peu de satisfaction que les cliarmes taut vantes 
des autres lui avoient donue. Nous allons voir ce qui en arriva. 

333 



lui 1700. Ciiinte Antoine Hamilton: Oeuvres [I'^TIJ 

La Reine d'Egypte avoit fait de grands [1*^1] apprets, 
ayant appris par sa monture, le >sujet de soii voyage, et le 
peu de cas (jUGn avoit fait de la belle Helene et de l'infor- 
tiinee Mariamne. Des quelle parut, la galerie fut eubaumee 
des parfums les plus precieux de l'Arabie heureuse: car eile 
sen etoit mis par-tout, tant ä cause (|u"il y avoit du temps 
quelle etoit morte, que pour laisser au moins sa memoire 
en boune odeur, eu eas qu"on ne füt pas content de sa ligure 
apres son depart. Elle avoit la gorge fort decouverte; une 
attache de rubis et de gros diamants retroussoit ses jupes 
beaucoup au-dessus du genou gauche. Ce qui netoit pas 
decouvert de sa personne, paroissoit tres-distinctement au 
travers d'uue gaze transparente (pii composoit son liabille- 
ment. Dans cet equipage galant et leger, eile fit au milieu 
de la galerie le meme manege qu'avoient fait avant eile les 
deux autres. 

Des quelle ent le dos tourne, on ne manqna pas de 
tomber sur sa personne et [182] sur sa fripperie. La Reine 
crioit comme une possedee, quon lui brülät du papier sous 
le nez, ä cause des vapeurs que longuent dont cette momie 
setoit frottee, lui avoit causees. Elle la trouva moins suppor- 
table que la femme d'Herode et la iille de Leda: eile se 
moqua fort de ce quelle s'etoit troussee en Diane ponr niontrer 
la plus vilaine Jambe dn monde. et dit quelle auroit mienx 
fait de paroitre en robe fourree, ()ue dans ce petit liabille- 
ment d'ete. (|ui exposoit ä la vue des tresors qui netoient 
faits que ponr etre eternellement caches. En effet, dit le 
Comte d'Essex. voilä un corps plaisamment biiti pour aller 
aussi debraille quelle fait. II est vrai quelle a (juelque eclat, 
et que sa pean est assez blanche ponr une Egyptienne: mais 
c'est l'apanage de toutes les rousses dont eile a sans doute 
ete lArchi-Doyenne en son temps. Le Chevalier Sidney, qui, 
outre ces defauts. tronvoit quelle avoit trop de ventre et 
trop peu de derriere, s'ecria: 

[183] Fanste, par rette vision, 

Combien de choses ä rabattre 
Dans la riante fiction 

3U 



II 



156 

Um 170U. ('(iiiiti' Antoine Ihuiiiltiii] : Oeuvres |1~71J 

Qiu' riiistoire nous fait ä sa confu.sioii 

De la fainense Cleopätre ! 

Ah! dans le combat (rActiura, 

Antoine, pimr eile poltron, ' 

Devoit Cent fois plutot se battre, 

Ou 86 faire tenir k quatre, 

Que de siiivre cette giienon. 
(lueüüii tant (piil vous phtira, dit le Docteur! voila poiir- 
tant eelle (jui mit daus ses fers le Heros (jui s'etoit rendu 
maitre du monde, et cest cette meme giienon qui tourna la 
tete ä cet aiitre Heros que vous venez de dire. Mais, Ma- 
dame, dit-il a la Reine, puisque ces faraeuses etrangeres ne 
sout pas de votre goüt, n'en cherchons plus liors de vos 
Etats. LAngleterre qui a toujours ete en possession de pro- 
duire des beautes parfaites, comme uous le voyons par Yotre 
Majeste, nous [184] fouruira peut-etre un objet plus digue 
de votre attention dans l'apparition de la l)elle et malheureuse 
Rosemonde. Votre Grandeur qui sait tout, n'en ignore appa- 
remment pas l'histoire. »Jen ai quelque idee, dit-elle: mais 
comme mes grandes occupations l'ont presque eft'acee de ma 
memoire, je ne serai pas fäcliee (ju'on l'y retrace par une 
petite repetition de ses aventures. 

11 n"y a pas encore trois jours, dit le Chevalier Siduey, 
que je lisois cet endroit de la vie d'Henri second, un de vos 
plus illustres predecesseurs. Ce grand Roi avoit le cteur du 
monde le plus tendre, mais rien moins que scrupuleux sur 
linconstance: eependant il y avoit quelques annes qu'une eer- 
taine .leanne Shoar en etoit en paisible possession: eile avoit 
de la beaute; mais il sen falloit bieu qu'elle n'en eüt assez 
pour fixer une legerete comme la sienne, si le diable ne sen 
etoit mele: ear en ces temps-lä tout le monde tenoit [185] 
pour eonstant que c'etoit par sortilege et pure magie qu'elle 
s'etoit fait aimer. et quelle conservoit sa conquete. Cest ä 
Faustus a nous dire ce qu'il en pense, lui (|ui est verse dans 
ces innoeentes petites rubriques. Quoi qu'il en soit. voici 
comme leuchantement de Dame Jeanne se rompit, si tant 
est qu'il y en ait eu ä son fait. 

335 



15lJ 
Iiii 1700. Conito Aiitnine Hainiltoii: < »ciivics |1771| 

Le Roi s'etaiit lui jour egare ä la cliasse daiis uiie vaste 
foret, fit taut eu toiirnoyant et retournoyant de cote et daiitre, 
quil se trouva au bord duii ruisseaii ddiit leau etnit ))elle 
et claire : il eu suivit (juelque temps le cours, et cela le 
mena dans un endroit oü le ruisseau selargissant. faisdit une 
espece de bassin, borde duu gazon verd et frais, ombrage 
de grands arbres extrememeut toufl^'us. ()r, couime ces sortes 
d'endroits sout d'ordiuaire les scenes de quelque aveuture, 
Celle qui lui arriva, fut de trouver d'abord des habits de 
femme au pied d'un de ces arbres, ce qui l'obligea [186] de 
mettre pied k terre avec quelque emotion, et s'etaut avance 
trois DU quatre pas, il vit les personnes ä qui ces habits 
apparteuoieut; c'etoient deux Nymplies qui etoient jusqu'au 
coii daus cette fontaiue, et qui pousserent en meme temps 
deux cris des plus aigus, voyant un homme de cette apparence 
qui venoit droit ä elles. Le visage de la plus jeune le frappa 
d'un si grand etonnement, qu'il en demeura quelque temps 
immobile, et parut tout eperdu: il ne prit pas garde a l'autre, 
quoiqu'elle füt sortie de leau comme une etourdie, pour 
courir ä ses habits. Sa compagne, qui avoit bien autant de 
peur. et qui n'avoit pas ete moins surprise qu'elle, ne jugea 
pas ä propos de limiter. Elle etoit fort embarassee : mais 
voyant que le Roi ne letoit pas moins, eile se rassura un 
peu, et lui dit, que comme tout ce qui paroissoit en sa per- 
sonne lui faisoit juger qu'il avoit ete arme Chevalier, eile 
le supplioit de lui accorder un dou: c'etoit la [1''^TJ grande 
maniere en ces temps-la. Ainsi le Roi qui lui avoit deja 
donne sa personne, sa liberte, son C(pur et son ame. jura 
quil ne lui refuseroit rien de ce qu'elle lui feroit Ihonneur 
de lui demander. quand ce seroit la moitie de son Royaume. 
A ce mot, la belle tressaillit, et pensa se lever pour lui faire 
la reverence; mais supprimant ce premier mouvement que 
le respect et les devoirs lui avoient inspire. la grace qu'elle 
lui demanda, fut davoir la bonte de se retirer, jusqu'a ce 
qu'elle füt sortie de l'eau et qu'elle eut repris ses habits. 
II obeit comme un enfant, quoique dans ces sortes d'oecasions 
il fut dordinaire aventureux : mais le pauvre Prince l'aimoit 

336 



ir)(> 

Um 1700. Comte Antoine Haniiltdii : Oeuvres |1771| 

■deja ä la fureiir. 11 neu taut pas davautage pour (|ue lliomnie 
•4lu monde le plus delibere devienue [)Ius souuiis et plus tiuiide 
<iu"uue pucellc aupres de robjet aime. 11 se retira done: 
mais ce ne fut pas avec iutentiou de teuir tout-ä-fait sa parole. 
Des qu'il se vit couvert de (juelques buis- [ 1S8] sons, il donna 
un coup de fouet a son clieval. (|ui se mit ä galopper par le 
höh. et Sa Majeste se mit ä (piatre pattes, et setant trainee 
vers l'emlroit d'oii il veuoit, il ecartoit doucemeut les branehes 
f|ui lui fenuoient la vue de la fontaiue. justement comme la 
belle iacuiinue en sdrtoit sans aucurie precaution, et sans se 
(louter de cette supercherie de la part dun Chevalier errant, 
<jui de plus etoit Roi. Dieu sait si le Priuce. (|ui etoit devenu 
eperduement amoureux, ä ne lui voir pour ainsi dire (jue le 
bout du nez. trouva de quoi achever de s'enHammer dans la 
•conteniplation de tout le reste. L'liistoire dit (|ue quoiqu'il 
füt ;i (|uatre pattes, il y auroit bien reste trois jours saus 
boire ni manger, tant les objets lui })laisoient: raais (tu ne 
lui en donna pas le temps. I^a Nymphe fut shabiller, et son 
n(uivel adorateur, apres un petit detour. se presenta devant 
eile. La premiere ehose qu'il tit. ee fut de se jetter a ses 
pieds pour lui [189] jurer «piil ladoroit, sans sinformer qui 
•eile etoit. La suprise. le respect, Lemotion et la rougeur, 
<[ui s'etoient empares tout ä la fois de la charmante Etrangere, 
auroient sans doute desoriente les appas de tout autre: mais 
les siens neu firent que erditre et embellir: si bien que le 
pauvre Roi . . . Chevalier, dit la Reine, abregeons, sil vous 
plait. Tant ([uil vous plaira, Madame, reprit-il. On entendit 
un grand bruit de chevaux: cetoient les gens de la suite du 
Roi. (jui l'ayaut cherche pendant une grosse demi heure, lui 
ramenoient son elieval par la bride. 11 remonta dessus, apres 
avoir appris (pit' s;i uouvelle Diviuite sappelloit Rosemonde, 
fille dun Baron dout le Chateau netoit qu'ä cinciuante pas de 
cette foret. 11 revint tout reveur et tout refroidi pour sa 
maitresse Jeanne. Elle s'en apper<;ut bientöt; il ne s'en mit 
guere en peine; il alloit plus souvent a la chasse, et en re- 
venoit toujours plus refroidi pour eile. Cela fit naitre les 
^oupvons. et les soup- [190] yons mirent force espions en 

Tille: Faustsplitter. 337 22 



Um 17UU. C'ointe Antuine Hanültun: Oeuvres [1771J 

campagiie, im desqiiels liiiforma (|u"()ii avoit troiive le Roi 
ä deiix genoiix devaiit mir jeune persomie belle comine im 
ange. le joiir quil setoit egare: et ((ue toutes les chasses 
((u'il avoit faites depuis, n'avoieut ete qua soii intentiou. A 
cette deeouverte, la Dame Jeanne. ([iii. sauf le respect de 
Votre Majeste, etoit la plus mechaute carogne de l'univers, 
jetta feu et flammes, gourmanda le Roi comme eile auroit 
fait s(in laquais: et comme eile avoit un ascendant diabolique 
sur son esprit, eile lobligea, par ses meuaces et ses vacar- 
mes. de eonseutir. comme un grand benet qu'il etoit, quon 
enlevät la pauvre Rosemonde, et quon l'enfermat dans un 
vieux chäteau, au milieu dun desert, qui s'appelle encore de 
nos jours la prisou de Rosemonde. Ce tut dans cette prison, 
qu'au bout de quelques annees, la detestable Shoar fit etrangler 
sa rivale, pendant un voyage que le Roi fut oblige de faire 
en France. 

[191] Voilä. (lit la ?ieine, une fin bien deplorable! Ce 
(juil y eut de i)lus triste, dit lEnclianteur, c'est quelle fut 
enlevee, et quelle mouriit sans ({ue ce Roi si passionne eüt 
Jamals mis dautre fiii ä ime aventure qui avoit eu de si 
tendres commencements. I^a bonne Elisabeth, apres un certain 
braulement de tete et un petit sourire dincredulite. temoigna 
beaucoup dimpatience de voir celle dont on venoit d'abreger 
l'histoire. II y a. dit Faustus, un iiistinct secret dans cet 
empressement, puis([ue. siiivaut la tradition et (pielques me- 
moires de ces vieux temps. la belle Rosemonde avoit beau- 
cdup de V(»tre air. et resembloit passablement ä Votre Majeste. 
(|Uoique ce fiit en laid. comme on peut croire. Voyons-la. 
dit la Reine! Mais des qn'elle paroitra, Chevalier Sidney. je 
vous (irdf)nne de lobserver avec la derniere exactitude, afin 
(|ii('. si nous trouvons qu'elle eu vaille la peine, vous en 
puissiez faire une description ressem- [192] bliinte. Cet ordre 
«ionne. et (|uelques petites conjurations finies, comme lendroit 
Oll la Belle etoit enterree n'etoit qu'ä trente lieues de Londres, 
eile parut au bout dun moment. Des la porte de la galerie, 
son air et sa figure pliirent extremement. A mesure qu'elle 
avancoit, ses attraits sembloieiit briller d'une nouvelle lumiere; 

338 



im ITOU. Cdiuti' Antoinc Hiuiiilton: Ooiivi-es [177] | 

et si-töt (luellf fut ä portee detre mieiix exaniiuee. l'appr«!- 
batioii de la couipHgriie |)anit ä certaiiis airs de plaisir et 
dadiiiiratiou (pie chaciiii temoigiioit eii la regardaiit; et chaciiu 
.seiulddit approiiver en soi-meme le guüt dllciiri second pour 
eile, en detestant la füiblesse dont il l'avoit iiiimolee. Le 
Docteiir ue liii avoit i)()irit doiiiie dautre liabit que celui 
(pi'elle avoit repris en sortant du bain: ce n'etoient qü(i des 
cornettes unies. rattachees au haut de sa tete; une robe de 
chambre de tatt'etas, un jupon de toile jaune assez court, et 
legerement brode de soie. Cetidt pourtant dans eet extreme 
ne- [lySJ glige ((uelle ett'av'oit Teclat du jour au gre des 
spectateurs. Elle s'arreta beaucoup plus long-temps devant 
eux, (jue navüient fait les autres: et comme si eile av'oit su 
les ordres qu'on avoit donnes au Chevalier, eile se tourna deux 
uu trois fois vers lui en le regardant assez agreablement. 
On eilt dit ((u"ä chacun de ces regards, le cceur lui fondoit 
dans Testomac. taut il en avoii la mine niaise et deconfite, 
11 fallut eiilin (juelle fut prit conge de la compagnie; et des 
([u'elle fut sortie: mon Dien! secria la Reine, la jolie crea- 
ture ! non, je uai rieii vu de uia vie ((ui plaise taut. Quelle 
taille! quelle noblesse dair sans aft'eetation! et (juel eclat sans 
artifice! et Ton me viendra dire que je lui ressemble! qu'en 
dites-vous, Comte, poursuivit-elle? II etoit alors si peusif, 
(piil ne lui repoudoit rien tont haut, mais il disoit ä part 
soit: plut ä Dien. Habet, ma Reine et ma maitresse, jen 
donnerois le meilleur cheval de mon ecurie, (|uand ce ne 
[194] seroit queu laid que tu lui ressemblerois! et puis, 11 
lui dit tont haut: si vous lui resemblez! Votre Majeste n'auroit 
qua faire un tour de galerie en robe de chambre flottante, 
et en jupon brode de soie; et si notre Sorcier lui meme ne 
s'v meprenoit. tenez-moi pour un facpiin. Pendant toutes ces 
fadeurs, et quantite de miseres de cette nature, dont le favori 
flattoit la vanite de la bonne Dame, le Poete Sidney, un crayon 
a la main, achevoit de inettre au net le portrait de la belle 
Rosemonde. Des (juil y eut mis la derniere main. il eut 
ordre den faire la lecture, et voici par oü il commenva: 

339 22* 



156 

Um 170U. Comte Antoine Hamilton: Ueuvres [1771] 



Allous, mes vers! obeissons, 
Puisqiie ma Reine me lordonne; 
Et tu plus beau de uos crayons, 
Tra^ons et i'air et la personne 
D"un objet dont leclat de mille feux rayonne, 
Et qui du Dieu des vers merite les cliausons. 
[195] Loin dici, flatteux imposture. 

De fictions, de faux brillants 
Dont on embellit la peinture, 
Quand les objets sont indigents! 
Pour mettre a fin mon aventure, 
Dune main et fidelle et süre, 
Peignons roriginal sans fard et sans encens: 
11 suffira des ornemens 
Que fournit laimable nature. 
11 faut, en tra^ant la beaute 
De la divine Rosemonde, 
Dans le plus beau portrait du nionde 
N'employer que la verite. 
Voila parier en honnete hoinme, et (pii, pour un faiseur 
de vers et de romans, semble avoir (piebjue conscience. 
Voici comme il poursuit dans le detail des eharmes quil 
decrit : 

De graces et d'attraits uii brillant assemblage 
Accompaguoit mille agrements, 
Inseparables des beaux ans, 
[196] De la jeunesse lieureux partagel 

Tout plaisoit dans son beau visage: 
De Flore les tresors naissants 
Y paroissoient en etalage, 
Mais purs, naturels, innocents, 
Et tels (ju'on les voit au printemps, 
Quand Zepliire les seche, apres un prompt orage. 
Sa bouche couronuoit l'ouvrage : 
Elle etoit faite pour ses dents. 
Heureux! parmi tous les vivants, 
Qui jouiroit de lavantage 

340 



156 
Um 170U. C'onite Antnine Hiimiltnn: Oeuvres |1771] 

Apres mille et mille tuiirnieiits, 
D'y pouvoir offrir son hoinmagel 
Ses yeux n'etoient pas des plus grands; 
Mais, ciel ! qiiel etoit le laiigage 
De leurs traits vifs et seduisarits! 
Puisque par leurs regards, les plus iudifferents, 
Jusques au fond du cceur, ils souvroieut un passage! 
Rien u'etoit si bcau (jue son nez: 
D'Hebe c'etoit le uez Celeste: 
[197] Et ses deux pieds etoient tournes, 
De mauiere que pour le reste 
De (*es attraits toujours moins nus que devines, 
Qu navoit pas besoin dun autre manifeste. 
Sa taille avoit des ces appas 
Qu'on sent, mais quon n'exprime pas. 
r.a noblesse en etoit supreme. 
Dans toute sa figure, et jusques dans ses pas, 
C'etoit un certain air digne du diademe; 

Mais c'etoit de ces airs ({u'on aime, 
Et qu'on aime jusqu'au trepas; 
Bref, a lexaminer du haut jusques au bas, 
Belle Daphiie, c'etoit vous-meme 
Qu'on peignoit sur ce canevas. 
Du moins en aurois-je jure, taut la description vous 
convient, excepte pourtant la gorge, qu'on a oiibliee; et cer- 
tainement, si Ion prenoit la liberte de vous copier. ce ne 
seroit pas un article a sup- [198] prinier. Certaine forme, 
certain eckt, et certaine Situation dont la nature a doue 
le peu que vous en laissez voir, oft'riroient d'assez agre= 
ables idees ä mettre en prose ou en vers, sans la moindre 
exageration, pour rendre la cliose plus toucbante. Je ne 
suis guere plus content de ce qu'il dit de la bouche de 
son original. On diroit que c'est celle de quelque Sybille, 
taut il craint d'y toucher! II est bien vrai (jue dire quelle est 
faite pour assortir les plus beiles dents du monde, c'est quel- 
ipie chose: mais ce n'etoit pas assez: et s'il avoit eu con- 
noissance de la vutre, il auroit depeint en vers aussi gracieux, 

.341 



156 

T'iii 1700. ('onito Aiitoiiio Hamilton: Oeuvres [177 1| 

vos levres fraiches et vermeilles: il auroit dit (luautoiir de 
ces levres, quaiid il voiis plait de soiirire, le ciel a place 
certains agremeiits quil ouI)lie. ou ([uil iie se donne pas la 
peine de placer autour des aiitres. 

Revenous ä notre galerie. On y deliheroit sur le choix 
de lapparitioii ({iii devoit succeder k celle de Rosemonde. 
L'En [199] chaiiteur tut davis de ne plus sortir d'Angleterre 
pour chercher des beautes de reputation, et proposa cette 
celebre Comtesse de Salisbury, qui avoit donne lieu a l'insti- 
tution de 1' Ordre de la Jarretiere, comme une certaine Beau- 
te tiamande avoit ete cause de l'invention de celui de la 
Toison d"()r. On trouva la propositi((n bien imaginee: mais 
la Reine dit (pi'avant tonte cliose, eile vouloit voir eucore 
une fois sa ciiere Rosemonde: le Docteur sen defendit fort 
et ferme en disant que la cliose u'etoit guere pratiquable 
dans l'ordre des conjurations, outre que la retrogradation des 
fantömes irritoit les puissances soumises ä ses premiers eu- 
ciiantements. Mais il eut beau dire, on crut quil faisoit ces 
fa^ons que pour se faire valoir, et la Reine lui parla dun 
ton si serieux. cpril fut oblige de s"y rendre. 11 assura pour- 
tant que si Rosemonde faisoit taut que de revenir, ce ne 
seroit ni par (»ii eile etoit entree, ni par oii eile etoit sortie 
la pre- ["200] miere fois, et ((ue chacun })rit garde ä foi, car 
il ne repondoit plus de rien. La Reine, comme on a dit, ne 
savoit ce que cetoit que la peur, et nos deux Messieurs 
etoient un peu aguerris sur les apparitions. Ainsi les paroles 
du Docteur ne leur causerent pas grande emotion : cependant 
\\ avoit commence. Jamals conjuration ne lui avoit donne 
tant de peine: car apres avoir marmote (pielque temps en 
faisant des grimaces et, des contorsions qui n'etoient ni belles. 
ni honnetes. il mit son livre a terre au milieu de la galerie. 
en fit trois fois le tour a cloche-pied; ensuite de quoi. il fit 
larbre fourcliu cuntre la muraille. la tete en bas et les jambes 
en haut: mais voyant que rien ne paroissoit, il eut recours 
au demier et au plus puissant de ses prestiges, et ce fut de 
faire trois sauts en arriere. le petit doigt de la main droite 
dans l'oreille gauche, et de se donner trois claques sur les 

iH2 



15(5 
L 111 17UU. L'oiute Antüine Hamilton: Oeuvres |1771| 

fesses, eil criaiit trois fois, Rosemonde. |201] ä pleine tete. 
A la deniiere de ees chKiues mayiques, im verit soudain 
ouvrit avec impetiiosite la feiietre dune graiide croisee. par 
(lü la cliarniaiite l^osenionde mit pied ä terre au niilieu de 
la galerie couime si eile ne fut descendue <|ue dune berliue. 
Le Docteur etoit tout en eau; et peiidant (piil sessuyoit, 
la Reine qui la trouva incomparablemeiit plus aiiiiable (|u"ti 
son j)reniier voyage, lai.ssa, pour le coup, endonnir sa pru- 
denee ordiuaire par uii transport d empressemeiit. et sortit 
de son eercle les bras ouverts, aussi etourdiment ([uaurüit 
pu faire la Dame ä la piece jaune. en secriant: all, ma cliere 
Rosemonde! Des quelle eut lache la parole, uu violent eelat 
de tonnere ebranla tout le palais; une vapeur epaisse et noire 
emplit la galerie, et plusieurs petits eclairs nouveaux nes 
serpeutoient ä droite et ä gauehe autour de leurs oreilles, 
et faisoient transir les spectateurs. L"obscurite s'etant enlin 
dissipe petit a petit, on vit le Ma- ['20*2] gicien Faustus les 
quatre fers en lair, ecumant comme un sanglier, son bonnet 
dun cote, sa baguette de lautre, et son alcoran magicjue 
entre les jambes: personne dans cette aventure n'en fut quitte 
pour la peur. 

Les eelairs redciubloient avec vivacite; le Comte d'Essex 
en avoit perdu le sourcil droit, Sidney la moustache gauche. 
On ne sait s'il en couta quelque chose ä la Reine: mais uotre 
Auteur dit dans ses memoires, (pie la fraise de Sa Majeste 
sentoit le soufre. et le bas de son vertugadin le rissole, que 
cetoit une pitie den approcber. Vous jugez bien, charmante 
Daphne, (pi"apres une teile deroute parmi nos curieux, le 
desir de voir la Comtesse de Salisbury, fut remis ä un autre 
jour; je ne trouve pas meme dans les memoires du Chevalier 
Sidney, cpiil en ait jamais ete f|uestion depuis. 

.le me flatte de mon cöte, ([ue cette longue rapsodie 
vous aura tellemeut excedee, que vous ne vous aviserez plus 
[208] de me prier de mon deshouneur, en mobligeant a re- 
tomber dans ces sortes de recits: 

Ainsi chantoit par nos vallons, 
Par nos bois, et par nos prairies, 

343 



157 
1701. Felix Martin Brähui: De Fallacibus ludiciis Magiae 

Oll bien 8iir les rives fleiiries 
De quel(iu"onde des environs. 
Uü certaiu berger saus raoutoiis 
Soccupant de ses reveries; 
Oll decrivaut dans ses chansons, 
Sans y meler de flatteries. 
De vrais appas sous de faiix uoms. 
Mais c'en est fait! et ce langage, 
Dont il sut par fois enchanter 
Quelques bergeres du village, 
Du temps qu'il aimoit a chanter, 
Ne lui paroit qu'un sot ramage, 
Qui ü'a plus de quoi le teuter. 
Adieu, dit-il, celebre rive, 
Oü tant de fois, mes chalumeaux 
Aecompagnoient ma voix plaintive, 
Lorsque je racontois mes maux 
[204] Au cours de votre eau fugitive 
Adieu vous dis, celebre rive! 
Je vous consacre mes pipeaux. 



157 

1701. Felix Martin Brähm: De Faliacibus Indiciis 

Magiae 

i/isputatio luauguralis De Faliacibus Indiciis Magise, 
Quam Rectore Maguificentissimo, Serenissimo Principe Ac 
Domino, Dn. Friderico Wilhelrao, Regni Borvssiae Ac Electo- 
ratvs Branden bvrgici Herede, etc. etc. etc. In Illustri Frideri- 
ciana Ex Decreto et Authoritate inclykc FacuJtatis Juridicce, 
Praeside Dn. Henrico Bodino, Serenissimi Et Potentissimi 
Regis Boruss. Consiliario Ecclesiastico In Ducatu Magde- 
burgensi, Professore Iuris Ordinario Et Facult. Juridica? h. t. 
Decano, Patrono Ac Promotore Svo uFtatem Bevenerando, Pro 
Licentia Summos in utroque Jure Honores et Privilegia rite 

344 



158 
1701. |.)oli. Georg Kcc-ardJ: Mouathlicher Auszug 

capessendi Die XXII. Orfohrls A. C. MDCCl. horls ante et 
j)omef/<Iltfnls In Avditorio Majori, IMacida- Eriiditdriini disqui- 
sitioni submittit Felix Martimis Srü()ni Ililperhusa Franciis. 
Ilalae Magdehvrgicae, Literis Christiani Heiickelii, Acad. Typogr. 

|17(»1| M. 
p. ■27. 

§ X\II. 

Indicium reputatur a Cnisio certum loc. alley. ntim. :V2 
quando peiies reiim ejus(iue sui)elle('tileiii reperta 
t'uerit sclieduld san</i(ine scrijAa. Ratio est, qui Kcncdula 

leuitur Fau.stiis, famosiis ille Magiis Yittebergensis, . f ... 
talia factitasse, liacque solenuitate Diabolo sese ^./„„^ ^^^ 
devovisse Pr;eter(|uam vero qiiod tota illa narratio Magia'. 
de Fausto putidum conmientiim sapiat, et adhuc 
sub jiidice lis sit, an AVittenbergse, an \Vürtenbergica in terra 
(sat grandi iuter utramque biatn,) commoratiis sit; certe de- 
bilis est consequentia: sanguine Fanstns Apocham diabolo 
scripsit, ergo ((ui conviuci possunt, (piod sanguine aliquid 
j)inxerint, idem fecerunt. Nam et potuerunt literas amatorias 
scribere, exempla cum bujus rei nun sint infrequentia, et 
aniantes ex araentia solent (juidvis arripere ad declarandas 
passiunes suas. Potuisset igitur sanguineam schedulain omit- 
tere, et potius inscriptionem et sensum scheduhe urgere, an 
ad diaboluni directus ille sit, nee ne. 

158 

1701. [Joh. Georg Eccard]: FVIonathlicher Auszug 

]|Bouatl)lict)cr 3(iic\^ug auc aller()anb ueu4)eiauögcgcfaeueu / 
uiit3ltd)cn iiub avtiöcn 23iid)eru. 9}J2(^RItsUe. MDCCI. ßit finben 
bell iVicol. ^A-brftevn 33ud)()äubl. in .'oauoöcr. 

©. Ö(). 

VIII. (5'uriofc CrTiucipmc^ ber J\?orte SOfoffe Genes. VI. 2. 
iTa fa()cn bic 3ö()ne (^ottce iiiie bie lödjtcr bor '^^ccufdjeu 



M iTii!? üüu miv licmtt3to (i-icmplar i^cr :liiarburt-(Ci' llniiievntäteLiibltotl)cf 
ift iD fctiarf bci'dnüttcn, Daf; Mefe ^at)re'ö,5al)l iicviiuitlidi mcgcicfaücu ift. 2^. .ö. 

345 



158 
1701. [Jüh. Georg Eccard | : Moiuithlicher Auszug 

fc()ön JDarcn uui? unl)mcn tl)neu "il\>cibcv aii^ aflcit tk ftc 
cnuei)lcn jc. "i?(mftcrl?am 1700 in bie 2. "Bof^eu. 

5)@v .'öcraiiCH^ebcr ') jagt ber Autor biefeö '-Bitcf)leiity babe 
ce il)n gcfd)ricbeu ^ugeftellet unb er l)abe ce nad) feinen lobe 
imbliciret. (?e luivb barinnon nnterjnd)et (1) ob hnvdj t>k Beneha 
Elolüm, bic vi,ö()ne OVCttee mit bcn iHlten .Sltrd)en igcrtbenten 
G'nijel nnb ©eiftev ober (2) [57] mit ben Wienern natürlid)e 
5}tenid)cn ^ nemlic^ ber frommen Seute Äinber oerftanben merbenV 
2i>eld)ee er lengnet / meil maö bae erfte anlanciet bte (Sngel 
ftd) nie ein fpiritualee ^iisefen mit ben '"lKenfd)en nid)t üermifd)en 
üiel menicjer etmao erzeugen fönnen. 3)aö anbere oon ben ^}3cenfd)en 
iDtd if)m and) nid)t in ben ilopff / nnb bilbet er ftd) ein , ee fet) 
biefe Slueletiinng bei^ SÖorteö Beueha Elohint non einem @ered)teu 
3>o(rt'e in feiner Steüe ber 58ibel nod) etnmn()I in bergleid)en iHn-= 
ftanbe 3n finben: ja er mill oongeben ; ee fomme fot()ane ?lnö= 
bentnng üon eineö gemiffen ^(rabery Patriddis ^ycibel (ler bem 
R. Gedalicha in feinem Schal schäler. bie metften (il)viften in 
Crient nnb Tccibent nnb P^lmacino ein anberer 3lraber bei)faUen. 

2)ev :Mntor aber oerftel)et mit bcn (iabbaliften ' Theophrasto 
Paracelso unb bem Autore h^?> ^ud)ö Entretiens sur les scieuces 
secretes iutituliret bie suhstantias iutermedias ober (äinmot)ner 
ber (v(ementifd)en ^Mi bee Jenero < ber 2ufft ; bee 3öaffere nnb 
ber (£Tben(7) bie etmae mit ben ©ngeln nnb ^)3ten= [58] fd)en ge= 
mein l)ätten ; baoon er ein ()anffcn 2Befen mad)t ' nnb fagt ey 
fei)n biefe oon 'b^w @ele()rten in Agathod?emoues nnb Cacodie- 
mones nnterfd)ieben nnb mären nor nielen 100. ^ö^ven unter 
ben DIamen ber Geniorum bem Platoui, Pytliagoiie Celso, Psello, 
Proclo, Porphyrie, Jamblicho. Nolli(». Trismegisto, Plotino. 
Fludo, Dorueo, Fausto felbft alc^ er nod) ein guter J/agus ge> 

*) X\i 3ntcrpunftion ^e•ö icrteci ift: ?(£r .öemuC'Cjelu'V latit Der Autor 
Meie^ i'iidilelus [)<\b(. J. .0. 

t) 2^ev 'Jtutor I)at nidit c(cumit baß -S'. TJiowas de Aqvino c\,qac\t 
ba^ Der 5^ei)ütlaff mit [58] biefen öciftcvn niitt aüein fniditbal)r jei) fonDoiu 
bafe aiirf) Die barans er3euiite .vitnber eine tirojjiinilitiinc unb lieroiirfie i^latnv 
ftaben. Lactanlius ift in eben ber '3)lCl)nl^1^;^ k. i\>nel)e aiuti rUisfoirc 
de Melufäne 1700. ^u t^arif? in 1-2. c(cbrucft barinnen nicitliinfftu^ uon ben 
belasten ("•ieiüevn i^el)anbelt mirb unb junir eben 10 une e-ö ber 'Jlutor 
gerne f)aben roil. 

346 



158 
1701. |.loli. (Joorg Efoartl|: Mdiiatlilichcr Auszug 

.luefcn / (s) itiib Trithemii» etc. bcfaimt |")i)] i^cmcfcii uiclcl)cn ftc 
Die ncrLiürflcnftcn Wclieimniffo bcr "^catiir t]clc()rct / btefc ^Juinncr 
[60] ^11 bcriilimten l^cuteu in ber 3Selt flenuid)! l)ätten ' luib bei) 
iintcvfrfiicbltclK'n nod) ibvc Alunft fc(]en [icffcii. (5v [agt * biefe 
CErcatiircii [id) i^i^if^^Ö ^i' niad)cn märe iüd)tö beffere nie bie 
iNvacttcinnu^ ber ')iec^eln jo ber Comte Gabalis ()ier3u oor^ 
gefdirieben. 

ße fömmet mir aber/ mie bai^ ganlic '^üc^lein ' alfo aiid) 
biefec^ ind)erlid) üor / ba^ er beii C(tmte Gabalis 311111 (ieremouieii^ 
^lieifter iiiib lutrodiieteur ber .'perreu ^ylattergeifter iiiad)en lüill / 
ba hod) bie uieiften iiiei)iieit ' er l}nbe fein ^öitdilein nur ^iim 
i^offcu (lernuC' gegeben um ber 3:i)ürt)eiten / meld)e iu biefem 
^•aÜe begangen merben 3U fpottcu. iionft ift ber Autur bei^ 
Comte (iabalis ber iHbt iiou 5^il(nrc gemefen meld)er non Tou- 



(s) iiHVö iHMi i^on Genus Piatonis, Pythafjora' et. ^ii I)alteu fei) / 
laifo idi üenühifftiiU've bcitrt()eilcii; ;,iuit luenit'd'tcu lueiß id) nidit nur einoö 
ju l■^e^onc!cll , wo ^or 5lutüv \>o\\ Fausto ba-ö erfahren / mas er er3e()let 
UH'uu cci i()m niitt LueUcid)! Mo .Derrcti (">)eifter uftenba()ret l)abeit. Xxnn 
U'enu MitnlluH in Collectaneis nidit jagte / er liabe Mefen horribilicribrifax 
get'ennet / würbe man 'ywd^dn ,' ob er jemal'? auf bor 'il'elt iTicuiefen. 3ein 
ü?eben fo man icutidi uiib Aranl^bfifd) ()at / ift mit red^t von Xanda'o ein 
Poman Mai/iqrc i.;(cnmnot [ö'.»] iiiorboii/imb bat ber .nerr T>. Ncuman. ba 
er nod) Mayi-'nit'r cjeioefen iit einer 311 iiUttenbercu gebalteneu Dispiaatiitn 
de Fausto prcestigiatore geiinefen / baf; bie .NMftbrdicn fo il)me tu feiner 
S^ebenci-i^efitreibimg 311 geeignet werben / oon au bern 2eribentcn anberii ber 
Magie luegen bernffenen l'cnten i'or ihm ^ugefdirieben uun-ben: CTaf; e^J alfo 
bannt gebe ' une mit ber .öiftorie ber 3d)ilb='!i?ür}^cr / Cyiilciifpicgclo uub 
(51auc«"i)iarrcn6 bie eine ^ufannnenlefung aUerl)anb Uiftiger .lianrfe unb 
3dinacfen fei)n uiie fie ber Hutgifdien ''^ioffen. Unb geiüiß / wenn manba§/ 
wai- non ben "suben Sedechia fo ben Carolum Calvum »ergeben l)aben foll 
(Crus. Ann. Svev. p. IL l. 3 c. 1.) ron ben 'iPbbmifdien Zytone, Tritlienüo, 
Cornelio Agrippa, Alberto Magno nnb bergletdien Veuten fabnlirt mirb / 
pon /xauftc^ ^l)aten roegnebmen folte unirbe gar menig übrig bleiben unb 
ber ^IJeft nidit nerbienen gelefen ^u loerbeu. o" übrigen meifet ber .öerr 
r. '^leunuiu Rieitläuffttg bay^ 3). Faustus fid) nidit / mie man in»gemeiu 
fagt , gn ii>itteuberg aufgebalten foubern bafj e§ ein Srrtbum im i)lal)nien 
fei) unb oor "i^nttcnberfl nniffe "I^Jürteubcrg geiet^^l uu-rben inbeiu ber 
3peffart babin er offt gegangen nidit bei) i\>ittenberg fonbern nal)e an 
'JKnrtenberg lieget etc. 

347 



159 
1702. Ijuxeiiburijs Y(^rl)iindiii.ss mit doiii Satan 



' ti' 



louse nad) ^nirw fommcii fein ©lücf biird) prebigen 3inuad)en. 
2)ie fünf ®efpräd)c baraiie bic .püf[ierlid)c >id)riftt be[te{)ct / [inb 
au^ bencn luftigen unb [iiinreid)cn 2)l6ciirfcn Gntftanben / bie ber 
Autor mit allcrt)aub luftigen AXopfeu nou ^eit 3U gett gel)abt. 
ßuerft würbe ee uid)t gead]tet ,' uad)gel)eubö aber contiscirt unb 
feinem anbäd)tigen Autori bie (5aul3cl iierbol)ten. ©e t)at berfelbe 
einen anbern tl)eil iierfprod)en / er ift aber balb l)ernad) auf bem 
Sege nad) Liou öon bbfeu 2euten ermorbet luorbeii. 2)ie (Spötter 
Iiaben l)ierauf gefagt ' et^ iiuiren uermafqnirte ©nomcn unb 
>^ilpl)cii geiuefen bie il)me bae lieben [61] genommen / lüeil er 
il)re (L^H'l)eimniffe entbeifet / aU lueld)ee bei) beu (^knftern öor eine 
'lobfünbe geljalteii werbe / mie ber 3(bt Don 3>iilaro in befagteu 
feinen ^üd)lein felbft bezeuge. Dbigeß öon ben 3tbt isillary t}aben 
irtir auc beu Melanges d' Histoire et de fJtterature bee öon 
Vigneul-Marville entlel)uet. 



159 

1702. Luxenburgs Verbündniss mit dem Satan 

Üeö Duc de gurenburgo j (^Hnnefenen Äöuiglid)en J^-ran^ö- 
fifd)en Geuerals unb Apof-'5}Jarfd)allt3 , iserbünbuif^ / @o er mit 
bem eatau gemad)t ' X'a er 5lnno 1659. :^u 'l^ariö in ber Basteille 
in 33erl)afft gefeffen unb beftel)et baffelbe in 28. ^;t>uncten 
meld)eö ben 2. Januarii, obbefagten ^sal)reö angegangen / unb t)at 
fid) geenbiget ben 2. Januarii, bee 1(595. 3«a{)i'fö / ba gleid) t)ae 
36. 3ät)nge 33ünbni§ an 3()»i burd) ben eatan ein fd)ri)rflid)ee 
6nbe genommen ' liiield^eö bi| bat)ero fe^r secretiret inorben. 
'iiikn unb iebeu / fo feine Seufel glauben molten / gum @;:empel 
ane 2:agelid)t gegeben, ßölln / bep i>eter 9}larteau / l^lnno 1702^). 



') „©ennffcr iiiib UHil)r()affter 2;<crt(tt ä^on be§ ijcroefenen Arauaöf. 
f'»)eneral=AeU''»iyiarfdHil(§ Duc de Luxenburgö l^erbüu^nü§ ' ■Ii>eh-f)e'§ (5r mit 
^em IciDiiien 2at()au 31 1059 bi]] lß9.o. unb alfo tu Me 86. ^a()v hing ge^ 
troffen aiicfi beffen barauf erfolgteö cr]c1)rücf(id) nnb tvaiirigo^^ (S:nbc. 'Hm 
bem Arairjönfiten ins Seutfcfie iiberietjet / unb allen 2irfiern unb rKuitlofeu 

348 



1702. Luxeiilxirurs Verbündniss mit dem Satan 

Facta. 

®eö in ^cv lid^itfille ,^u ^'^Htvie iu "iHn-bafft fit5eii&cu 
Dkc de l'ii):cntnir(i fo ev mit bcm Ici^i(^eu 2-111011 auf 
MS ^sat)r Hüll i?(uiio IC».')',), an bif? IC»'.).'). gemacl;t. '-?lu6 ttem 
J-rantjüfiU'ljcii iuc^ Ioittfcl)e überfetiet. 

T^^cfci? umre ber cjauUeii Seit t)öd)[t ^u iicnmuiDcrn iiiib 
funtc [id) btcfclbc nidit eiitbilbcu aiiö luae nriad)eii bod) ber in 
bem iinu][t ncrcjaiuincu ~3iieberläiibi|d)eii .Hviege / t(}cilö biird) 
ta^iffere Atriet-^o^Actioii. tt)cili? aber aiid) biird) barbaviidjc uiib un= 
meiifdilid)e c-(ieiilid)c 2:(]ateu auuioii bic .'öülläubijd)cit A-lectcn / 
fo lange W Seit [tel}et i]ebenrfeu fonnen luie ber in gan^ 
Kuropa bernffcne .pcrtiog öon Su^cnbnrg fo plölUid) / nnb wiber aller 
^?cnfd)en -i^ermutl)en /in bee 2Ulerd)riftl Äönige Ungnabe gcratt)en / 
^ix\x ev in bte fo genannte Rasteillc ^u i^ari^ in .^serliafft gefettet 
morben eö gienge ^luar insgemein bie Sage a(e ob er bei) bei' 
fo befd)viebenen ©ifft=^2ad)e mit intressirt gemefen iiield)eci man 
meil feine gritnblid)e '3iad)vidit btebon iierl)anben an feinem Ort 
geftellet fei)n läffet iebod) ()at man nod) eital)ren / ba^ berfelbe 
in feiner @e^ [4] fangenfd)afft anögefaget nnb befennet ^a^ ev 
fidi mit bem l)öllifd)en '!)3JDrb = (^eift ; bem eatan in ein 'liev= 
bünbnif; anf nad)gefetite Piincta etngelaffcn nnb fid) mit ilim 
folgenber maffen üerbnnben: 

1. 

Solte il)m bev 2atan alfobalb 100 ouo :]itli. an baavem 

C^elbe Uefevn. 

2. 

:}lUe evfte CDienftage etnee ieben 53iünaty 1000. :)it(i. liefevn. 

3. 
8oIte biefee C!)elb fo ev it)m bvingen müvbe / gebe nnb 
gangbar fei}n / alfo nnb bevgeftalt ' ba^ nid)t allein er fonbevn 



\m Jinn-mnu-^ füri\cfteUt / im ^<x^x 1702." büppclfoliogrDBeö J^latt mit lU'ofiOni 
"JMlb am.s^opfe, nur auf einer Seite bebntcft, in ber ^i*iblit)tl)ef bee Areien bcntitten 
.poct)itift5 3U Aranffurt a. IIJ., lel)nt fidi nott (.-lenauor an bie 'Jluögabc Don 
1G80 (Splitter 130) an, l)at aber ben Sprudi iKattli. Ki norf) nirfit, £>afür 
aber eine anöfitl)rliit)e i>eicl)reibunc( ber ©raujamt'eiten Dei? vurenbur^ers. .2). .ö. 

349 



159 
1702. LLixeiiburgs Verbünduiss mit dem Satan 

and) bcnen ei^ gegeben univbe / fold)e(? ^ii i()rem 'Ihtlien aniiienben 
föuneii. 

4. 
33efagtc^ ©elb folte nicftt iai\&) ober betrüglid] ,' uod) öon 
einer fold^en ^Dkterie fei)n / lueldieö entoeber iier|d)iüinbet / ober 
3U @tein unb Äot)lcn lucrbe / fonbern eo jod baffelbe an fold)em 
5)ietaU fei)n / lueldjee non ?JJenid)en=.'pänben gepnigt morben / unb 
an allen 5Drtl)en nnb l^änbern / luo eo and) l)infünimen mag / 
gültig nnb gangbar iei)n / 

5. 

Sßoferne er and) eine iSumma ©elbeö non '^iotl)en ^aben 
iDÜrbc ee möge and) ]ei)n ^n \m^ nor einer ßc'ü ee immer 
wolle jo foll ber Satan obligirt fet)n / il)me verborgene ober 
»ergrabene @d)äl3c ein3nl)änbigen / nnb 3mar nic^t alfo / ba§ er 
felbige an bemjenigen Crt / mo fie üerborgen fe^n mod)ten / felber 
erl)eben muffe , fonbern er folte il)m biefelbigcn ol)ne einliige 
feiner "lltübcmaltnng an ben Crt ' mo er fid) ^n berfelben ßeit 
anfbalten mürbe ' liefern . mit meld)en er nad) 33elicben malten 
molle. 

6. 

(Soll er il)n meber an feinem Selbe / nod) au feinen (^lteb= 
maffen befd)äbigen / nod) il)n an feiner ®efnnM)eit angreiffen / 
fonbern il)m biefelbe ol)ne einige menfd)lid)e Sd)mad)l)eit nnb ®e= 
bred^en 36. '^a{}V lang unoerfel)rt erl)alten. 

[5] 7. 

Boferne er aber roiber 3?erl)offen in eine ,^'rancfl)eit fallen 
folte / nnb er fold)ey nid)t öerl)inbern fönte ' fo folte er il)m bod) 
l)eilfame nnb bemäl)rte 5)tittel fd)affen / unb ^n feiner oorigen 
@efnnM)eit fo balb eei möglid^ fei)n mürbe iierl)elffen. 

8. 

^ie ^sal)re auf meld)e fie fid) mit einanber üergleid)en / 
follcu in 12 Hionaten / mie ee nid)t allctne in A'vanrfreid) - fonbern 
and) in ber ganzen SÖelt gcbrtuid)lid) ift / beftel)en ,' nnb jmar 
kben Wonat ]n HO ober 31 Jagen / nnb Sag unb ■)iad)t 
24 (gtnnben gered)net. 5)iefe ßdt nun foll fid) l)eute anfal)en ; 

350 



1 



15!) 
17U2. Luxiiiliurgs Verbündiiiss mit dein Satan 

alö bell •-'. .lamiar. Mcfce 1659 [teil 3^af)re0 , unb fid) cnbit-\cn 
eben Diefeii lag bcö l()S»5fteii Sa()i'f>^ atfo nui) ber gcftalt / 
baf; i.m gerin^ftcn nidite noii biefcr 3^'if abgefje / luul) er il)m bte* 
felbe ncrfüiik' / ober eine falid)e 'liediniiiui iiub iHuebcutuiu^ ' mie 
er UHi()l c()e anbcrii ßottiaii balicr inad)c. 

9. 

'IlHMiii nun bie ■]dt ganti öcrfloffen unb aut^ielaiiftcn / foK 
er i()n nad) gemeinem 'i'auff iebod) fonber groffe @d)mcrl3en unb 
Qöaal and) Df)ue epott unb ©d)anbe ; fterben laffen and) ntd)t 
nerliinbern ba^ fein l^eib e()rHd) begraben merbe. 

10. 

2o{[ er i()n bei)m Äonigc ' wk and) bei) aüen iiorne()men 
cperren in eumma bei) ©roffen nnb kleinen / .spo()en unb 
5^tebrigen - bei) ^}Jcanne=^ unb 3.ßeib^='i?erfünen / beliebt mad)en / 
io i>a}^ er it)rer ©uuft unb ©eii)ogeul)eit ieber^eit tier[id)ert fei) / 
unb fie ibm in allem ma§ er au fie beget)ren würbe nnge* 
weigert anüral)rcu möd)ten. 

11. 

;Ed(1 er il)n an alle Werter unb (?nben ber SBelt [ iDol)in er 
nerlange alebalb unbeid)äbiget fül)ren / unb i^u berfelben (2prad)e 
funbig mad)en / ba^ er fie red)t fertig reben fönue; Unb menn er 
feiner Curiosität ein ®nüge getl)an foU er it)n aneberum un= 
üerjebrt ^uriirf in feine '^sobnung bringen. 

[6J 12. 

Soll Satan nerbunben fei)u / il)n für allem @efd)0^ / @türf / 
3?omben g-ener=^33cbrfel ©ranaten ' 5)hifqneteu / ^siftolen / 5euer= 
'Köbre i unb allen anbern ®emel)r unb Saffen / fie mögen and) 
"Itabmen baben / irie fie wollen / bemal)ren / ba^ i^m feinet ber=^ 
felben rubren uod) an feinem Selbe nnb C>Miebern einigen @d)aben 
zufügen foune. 

13. 

Solle er il)m bef)ülfflid) fei)u / fo mol)l beö ^önig^ offent» 
lid)e ale^ particular- Jyeinbe ^u überminben nnb über fie 3u 
irinmpbii'en. 

351 



159 
1702. Luxenbiirgs Verbündniss mit dem Satan 

u. 

@olte er t(}m einen ?iTu\g, iier|d)affeii uield)er fo offt er 
i^n au leiiieii ?s-luger [tecfeu uuirbc ' it}n iui[icl)tbar unb iiiiiiber= 
uiinblid) mact)en fonne. 

15. 

(Soll er il)n für allen nnb lüae inecjcmein miber il)n iior= 
genommen nnb angefponnen mürbe / 3eitlicl) marnen i il)m and) 
mit lltitteln nnb 2;i)atcn an bie ^panb gehen jold)e miber il)n 
gemachte ^^orfc^läge 3U hintertreiben ' unb ^n nid)te ^n machen. 

16. 

©ölte er ihm in allen Stürfen / jo er ihn [ragen mürbe / 
gemiffe marhafitige nnb grünblich^ / ^^W ^^^^^' oerfel)rte unb 
3mei}beutige 5lad)rid)t crtl)eilen. 

17. 

8olte er ihm alle (Sprad)en ' fo er oerlangen mürbe ' laffen 
reben unb auöfpred)eu lernen / unb fo gut nnb perfect, al^ ob 
er berfelben oon ^sngenb auf funbig gemefcn märe. 

18. 

@olte er ihm ®lücf - äßei^heit unb ^^erftanb oerleihen in 
allen Sad)en oernünfftig ju discuriren unb judiciren. 

19. 
@oIte er ihn cor allen @erid)tö=@tühlen bee Äönigö / bafür 
er möge citiret merben ' mie and) ^nUiftifch^ ii^i^ Canomfd)en O^atl) 
])rfeservireu nnb oertreteu. 

[7] 20. 

Soll er ihm fein .NÖauf^roefen oermahrcn - ba\] mcber Öin-- 
hetmifd)c nod) yyrembe ihm füld)eei angreiffen ' ober etma^o baoon 
entraenben fiiuten / fonbern fold)e0 uuüerfel)rt erl}alten. 

■21. 

@oIte er ihm 3u{a[feu Da§ er / bem euferlid)en @d)ein nad) ' 
alö ein guter G^rift fein geben führen / unb ben i3ffentlid)eu 
©otteesbienft / oI)ue .piuberuiuj bchmohnen möge. 

352 



1702. Luxenldirgs Verbüiidniss mit dem Satan 

'2 '2. 

<Bolk er il)m bie Universal- Medicin pnepuriven lernen / 
il)ine and) ben rei.1)ten (^ocbraud) berfelben iinb i)k dosin einer 
ieben ^^serfon jai^en. 

©oferne etiuan in einer Occasion. Clianniikl ober ®efe(i)te/ 
an feiner '•^serfon attaqniret werben folte foU er i()ni ^nförberft / 
nnb für al(en ringen '^ei)ftanb leiften. 

'24. 

<Bo{{ er uerl)inbern / ha}] nienianb wo er and) fei)n möd)te / 
biefen if)ren t]emad)ten Accord innen luerbe iiieluienigcr aber 
^remben ^n .v^anben fomme. 

•2."). 

@o üfft er fein begel)ren mürbe folte er it)ni in einer lieb= 
lid)en / feineeiiieget^ aber erfd)rbtflid)en Weftalt erfd)einen. 

2(1. 

(Soü er it)ni t)erfd)affen bae (>3ebäd)tnii^ ^n erl)alten nnb 

]n nerfttu-rfen unb biefet^ nid)t nnr für feine '^.^erfon fonbern 

baf? füld)ee allen ^]3tenfd)en / benen ero niittl)eilcn untrbe / Ijelffen 

möd)te. 

27. 

«Solte er i()m and) s^ifagen nnb Lierfpred)en ' baf; er alle 
angefüt)rte ^snneta nnb einen ieben infonber()eit , unüerbrüd)Ud) 
halten i nnb biefen allen flei^ioi nad)fommen uiolte; inofern er 
aber oben in bem cjeringften fel)len unb barinnen fid) fanmfelig 
erzeigen mürbe ' fo foll alc^benn biefer Pact unb ä^ertrag null unb 
uid)tig I unb uon feinen Alrtrfften fei)n. 

[S] 2S. 

il)a()iugegeu gelobe er uid)t nur uuterfd)iebene (Seelen in feine 
(*öeiv>alt 3U lieffern fonbern DerUuigne and) ÖDSJ unb bie 
aUerl)eiligftc 5)rei)einigfeit / nnb tunbige beufelbeu ^unb ben er 
in ber .peil, iauffe mit il)r gemad)t, gtrutilid) auf trete l)iugegeu 
mit bem ^atan in ein neu ^erbnubni^ unb ergebe fid) i()m mit 
•»^eib nnb (geele emüglid). 

Tille: Faustsplitter. 353 23 



1;VJ 
1702. Luxenburgs Verbiiiidniss mit dem Satan 

Matth. XVI. 
^I^ae f)iiim bcn 'i).Veufd)cn fo er bic gaut;c äÖcU gc= 
uiinnc iint» uei)mc ^d)atcn an feiuei* v^cele. 

D^se maijic fiadDxidjt uou bem erfdjrerfliclien 6nbc bec IKar- 
fd)aU Duc de i^ii^-eiibiivg bcoeben unb iiniiibcrbarlidiei- 3i>eije 
biivd) einen ber bamahligcn (iaiumer=ricner ie|?o ber äßelt public 
gcmacl)t unb foU]enber (Meftalt nor klugen gefteüet : (es ^alt 
felbige i^erfon fid) icl^t in .poüanb an einem noinelimen ^ofe 
auf) ^al] alö fein i^eineicner Jiii'Ü ii'ib .perr nad) üodenbetei- 
Campague Auno l()i)4. auf -|>ariö geeilet bem Könige ^u Ver- 
sailles raport baoon ^u t()un unb I)ernad) ^u ^^ari^ biQ ))ln{)c 
feinee ^^salafte ]u nel)men: Gö fid) zugetragen , ha^ fein S^n'v 
einee Jagee ben 2. Januar. 169.) über (^kii'iDl)n()eit traurig 
niorben < be^()alben er gegen 'D3iittag unterfd)ieblid)e Unter=Generals 
unb Prigadirs ale feine Dertraulid)ften ^vreunbe bie Melancholie 
ju üertreiben ,' unb baburd) feine gräBlid)e Webaurfeu ]u iierl)in= 
bern ^u fid) bitten laffen als? felbige fid) um beftimte ^ät ein= 
gefteüet bat er ein fonberlid) Aporteineut fenfeit bec groffeu 
iBaalö ^u biefcr ^^eituertreib eriueblet unb bie invitirten felbft 
empfangen unb gebeten ibme bie (Gebäuden nertreiben ^u 
()elffen niemanb mar non Zic io miliig :^t)n ^u fragen i mae 
beffen bie Urfad) märe mürbe alfo bie ßeit tt)eilC' mit luftigen 
Discursen t()eily mit fpielen uutermifd)et unb mit einer Depouche 
in S>ein unb 33{er nebft labarf bif^ um 2. U()r passiret / oor- 
()ero aber anö mtd)tiger Uriad)e l)at gebad)ter 'i)){arfd)all feine (iarde 
fold)er geftalt or- [5>] diniret ha\] banon ein il)eil an ber 
üuferften i^forte bey iiürl)üfey ber aubere Jf)eil an bie aubere 
i^forte bey inneren .s^ofee ber britte Ibeil an bem Esalies ^n 
fteben fam mit expresser Ordre, niemanben felbigen gaul3eu 
Jag ein passiren ^n laffen obne feinem expressen ÜÖiffen unb 
3^\>iUen mer er aud) fei)n müd)te; me[d)em Sefe()l bie Garde 
nad)fam. ^Hly nun Die Ul)r 'i. gefd)lagen melbet fid) bei) ber 
erften 2Sac^e ein fe()r groffcr .Vieri an mit einem fd)marl5eu ^art 
unb paruquen. fonften erbar unb mol)l befleibet / mit ^Borgebeu ' 
baf; er nütt)meubig mit bem 0}krfd)al( megen mid)tigeu .Slriege» 
Afiaireu inbem er oerfdjirf't geroefen unb iet^o mieberfommen ' 
ju fpred)en unb gleid) einige Briefe einyif)ciubigen l)ätte. 2)ie 



t 



ir.o 

1702. Ijuxeiiliurijs W'i'biiiuliii.ss mit dem Satan 

äi>ad)o nal)iii biejoö an iiiib hielt ihn uor bor inncrii X^\oxk 
an Li[; 00 bcni 11iai]d)all miffcub bcv alöbalb nacli bee A^crlö 

'am- iinb iHnjcdcn fiaö^'-' / ^^'^' i'l^i^ ^^i'i^ ^^'•''•J ii^^^'i" öcnaucr 33e= 
ncl]t get()an iinirbc i^ab er Ordre, ba[3 ber Äcrl bic i^ricfc folle 
f)eri;\ebcn nnb beö aubern 3;ai]Cy ancbcrfommcn; bicfcr aber lUDltc 
ntd)t ]ai]cnbo: C^'r miiftc [ic fclbft iibevi]cben nnb mitnblid) in 
t'jcticuu mit i()m fprcd)en; bcr<ieiieral aber [k\} luieber bc[el)leu / 
fie jolten bcn Aterl abiiicifcn unb il]n nid)t l}iueinlaffcn; worauf 
bicfer ^iir (iarde in'U^A'-'f: ^^ melbct bem .vm. (ieiipral, ba|^ id) 
um 1. Stiinbe uneberfommeu luiü, inbcffen ]oU er bete()leu i>a[^ 
man mid) für il)m laffe / beuu id) mii^ / füll unb iinÜ t)eute bei) 
it}m je^n / luetl et^ @ad)en fet)n / bk feinen ^^er3nii ^aben unb 
leiben uutllen; uield)e6 bie Garde bem 9Jfarjd)aU mieber entbieteu 
laffen iiieid)er aber ' ale au^ luic^ttgeu Urjad)eu / perplex, ale 
aieiter Ordre, ert()ci(et: So biefer Äerl luieberMme / unb ()iuein 
motte ; folteu [ie i()n 3uriitf [toffeu uub ba^ @eme()r unter bie 
;?lugen bieten gab barauf üor ba^ biefer einer uon feinen 
?S"einben wäre, ilin ^u massaeriren. '}}ad) oerlauffener @tunbe 
fam obbefagter .^erl mieber / uub frat3et ' ob ber General t()u 
für fid) laffen mottet iHte il)m aber bie erfte STsac^e ' it)rer Ordre 
gemä^ antwortete facjte er: Messiers des Gardes, id) bitte eud) 
nod)mal)(eu bie 53iii()e 3U ue()meu / uub bem General 3U fagen: 
(är folte mid) in @üte 3U i()m ()iueiu laffen ' beuu id) l)ätte [10] 
ead)en nou l)bd)fter importanti / bie feinen 33er3ug litten / i^m 
Dor3utragen; unb würbe er ee uid)t einwilligen / fo wüfte id) 
fd)ou einen :li>eg / wie id) ^u il)m fommen wolte ,' nnb ba foll 
mid) feine menfd)lid)e (^)ewalt bauon 3urüct l)alten; bae faget er 
il)m / uub repetirte fold)eö grünblid) nod) einmal)l unb fprad): 
Xsd) will and) l)ernad) feine iueomniodität mel)r mad)en. äiield)ec^ 
beuu bie 3iHXd)e t()üte i unb fold)ey bem (Jeiieral referirte; al^ 
er fold)eö öerna()m / alterirte unb entfelite er fid) fo fel)i / baf^ 
er erfd)ütterte unb crblafte / (weld)ey allee bie aubern ^ol)en 
Ofiicirer fel)r bef rem bete) recolligirte fid) bod) wieber / um feineu 
nad)beurflid)en iserbad)t 3U causiren / gab für / wie ^noor ee 
wäre fouber ;')Weiffel einer oon benen ^polU unb ßngelläuberu 
erfanfften 93iörbern , il)m / unter fold)em pra;text, beu 'Tieft 3n 
geben ; weld)eö er wol)l 3U Dermeiben wüfte ; gab alfo ber 2i>ad)e 

355 23* 



159 

1702. Liixenburgfs Verbündniss mit dem Satan 



■»'^ 



311 ncrftclieii mit öieicv Ordre. i)avi U^' öcii Äerl uüu ieinetn3ec3en 
faiicii joltcii lliorgcn iinctier 511 fommeii oDev Die :Sriefe nou 
[id) 511 tjeben unö fo lange bei) der crftcn 'ilH"icl)e auf iHiitiiiort 
311 inarten luo nid)t ]ü jolten [te i()m crftlid) treiben mit 100. 
^^iriigeln im %a[[ er aber mit Öemalt burd)öringen molte / 
nicberftoffcn; gleidien ^efebl betam and) bie anbere iinb brittc 
2Bad)e. i^tle nun bk 3i>ad)e biefe yom General ert()eilte Ordre 
bem ^evl brurfcn :;n üerftefjeu gab replicirte er: 5hin irüfjlan [ 
bie ßeit passiret ba^in ; fieng barauf au mit id)red:lid)er Stimme 
bie EiJac^e 5U fragen ' ob fie if)n motten in @üte l)inein laffen 
ober uid)ty Sie folteu nur fein geid)iüiub tf)re resolution oon 
[id) geben, '^(le nun bie erfte 3i>ad)e i()n bart abgeroiejeu mit 
S^l■ot)eu uub bloffem öemebr surfte er and) feineu 2)egeu 
bieb red)t uub Itnrf ' bod) ot)ne 3>erle^nng mit groffer ©eroalt 
ha^ bie 3iHid)e tobt jur (Srben fiel; barauf fam er ^ur anberu 
^^'■aö:)e / fo bae* Wefd)ret) geboret m\b fid) fd)on in road)fame 
püsitur geftellet ale er aber uod)mabl6 bitteub brobete ,' mit (^je- 
malt bnrd)snbred)en ' fielen }k ibu alle mit cutblöftcn uub 
fd)ieffeubem (^kroebr an ' beneu er aber gleid)er ©eftalt mic 
beueu crften begegnete uub [ie alfo in einer Cbnmad)t ^uv 
Grbcu falleub [11] mad)te. 3110 bie britte 3i?ad)e biefee granfame 
Spectacnl l)örete unb faf)e eutiet;teu fie fid) lieffeu cilenb beni 
General biefeö roiffeub 3U mad)cu unb eutid)loffeu fid) * bcn 
(Eingang anfe befte ^u befd)ül3en. 3lle er fie nun abermabl roie 
t)orl)in ibu einsnlaffen bäte fie aber tru^ig autroorteten uub 
il)u ^ugleid) mit Sd)ieffeu .^^auen unb Sted)eu überfielen / t()at 
er nur bie jenigen ^roei) 2treid)e red)t unb liurf gegen fie / ba 
fielen fie alle augeublirflid) ale tobt barnieber. .picrauf gieug er 
ben öang l)inauf in ben i'or=Saal ' ba il)m ein Page begegnete 
roeld)er ' ale er il)u fa^e für entfel3lid)em Sd)rerfen anfieng 3U 
fd)rei)en unb feine 5tud)t uad) bem öemad) uabme ' roo ber 
9}(arfc^all / mit anberu l)ol)en Officirern unb feineu beijbeu 
(5ammer=2)ienern mar roorunter and) ber ; fo biefe roabvbafftige 
liistoria ersel)let famt Pagen unb l.aqvayen ^ur ^tufroartuug 
roaren roeld)er Page, burc^ fein fd)rerf'lid) erblafteö Ütuöfel)en unb 
Haport. groffeö (futfe^en oerurfadiete; inbem ik aber be^ War- 
fd)allö feine resolution barüber ueruebmen roolten fiel)e / ba gieug 



i 



159 

17(12. Luxeiiburgs Vcrbiiiuliiiss mit dein Siitaii 

bk Zinix plol.Uicl] lUif m\\> fani i)cr gi'of^c fcl)UiavU4uirtii]c Mcrl 
in rci1)ter iuciiicl)licl)ov Wcftalt iiiiD .Mlcibiiiu^ llinciii blieb bei) 
bcr Il)iir [tcl)cn ' iiub bcijrülU't ein uicuifl bic ;Hnuiejoiibcn ,^u 
bcm Ihi^Tubiu't^ aber \a(\k er: Sßrcit bii ; HiarfctiaU iiHiviim 
baft bii niid) nid)t berein iinb nor biet) ßelafieu"!* '^.^ie fommft 
bii bar^iiV ^iebeft bii nun ba\i id) unber beinen ii^iüen 
nnb Weinalt ber olinmäd)tii] non bir befteütcn 'liHid)e bod) ()cvein 
fommen binr A Muns. fort! fcnneft bn niid) nid)t mel)r"i' 
bn uic{)"t ja luol)! lucr ic^ bin nnb luae id) tan; A Mous. 
fort! fort! id) ninf; bir eilii^ft Jind)tige 2ad)en oertrauen. "Mk 
:}lnniejenben ocrftnuimeten über biefec Äcrio bliebe abfonberlid) 
l^n.renbnri-; bein bie (Seele im l'eibe gitterte bod) enblid) aus 
^d)ain nnb Anrd)t bamit bie ;Hnioe]enben nid)t niöd)teii ein 
loiebriiieö oon biejer ead)e urtf)eilen ' iinb er bae fd)rorf(id)e oom 
leiifel l)abenbe Dessein öffentlid) auc[tef)en me>d)te , resolvirte er 
fid) iKileiis volens mit ilim biefen 3lbfd)ieb 3U ge()en / unter 
einem i^eioiffen prjetext aber fac3te er: Messieurs, [1'2] biefer 
SUü ift ein >id)alrfö - Tiarre nnb pussirlid)er .^topff /' ber uiid) 
untevid)ieblidie mabl je()r divertiret / unb groffe treue £)ieufte 
getbau ; il3t fenne id) {()u ()ätte id) ee geunift ;' baf^ er eo fe^ / 
fo loolte id) iold)e idiarffe Defeusiou. il)n nid)t berein ^u lafjen ' 
meiner 33?ad)e ntd)t befo()leu ()aben , fonbern er l)ätte gleid) oor 
mid) fommen folten , id) gebraud)e ibu bffterc alö einen ge{)eim^ 
beu 'Katl) fe()r Düvt()eill)afftig ba er mir meine Intriqveii unb 
( orrespondenlien mit t^et(y feinblid)en <U"Hcirern bfftere Briefe / 
unb and)tige Avertissements. ^u '^culi unb 3)ienft uufero gvoffen 
Munan-Iien l)in unb ber traget ^n bem fan er aud) fonber= 
lid)e .Stünfte ^u ]old)em 3.^orl)aben benn er [id) nn)ul)tbar madicn 
tan (bicfeö jagte er nur glaublid) ^u mad)en ba\] er ein 
natürlid)er lltenfd) fei)) ift aud) oon groffer Stärrfe fan and) 
bie l.^eute burd) fein bloffeö 2(urü()ren ale tobt mad)en. ^subem 
fieng biefer Alerl mieber an: .'öbreft bu / Su^-euburg ' milft bn 
nid)t mitv eoll id) bid) auä) oon bem 2ifd) n3cgfüi)reu? A 
Moiis. fort! fort! jold)eö leibet nid)t länger i^er^ng: milft bn 
nid)t mit? -hierauf antmortet ber ^]l3Jarid)aIl: O'O mein (Eol)n / 
9el)e nur ooran id) mill bir gleid) folgen, hierauf gieng ber 
Äerl loieber \u It)ür t)inaue; 1'urenburg aber jagte mit ge== 

357 



l.VJ 
1702. Luxenburgs Verbündniss mit dem 8atan 

^unnui(oncm ?ad)cii: Messieurs, 'circ3crt eud) mä)t an biefciii 
Roussoug, füllte teilte ()aben alle ^A"vci)l)eit fo [te [id) 311 iuil3= 
lidH'it 2)ien[ten tiebvaudicn laffcu; er bringet importante Briefe; 
Die idi cjleid) beautmovteu \w\bc ' imb fein rapport ^oren / i^n 
beim fd)rifitUd) /' aU niid) miiublid) abfertigen; inbeffen differtiret 
eud) inoI)l in meinem .v^anfe / Adjeii! bi|5 anff bae 3^.>ieberie()en. 
3u feinen 33ebienten jagte er: .tetner non eud) folge mir nad) ' 
nod) lierl)inbere mid) / benn id) mill mit biefem J^erl ganl3 alleine 
fe^n fold)eo jaget and) allen / bie nad) mir fragen, -viieranf 
gieng er öon [te 3ur 'Xl)ür l)inane ,/ ha er mit bem nod) auf il)n 
lüartenben .Slerl jenfeit bee ©aal^ gerabe l)initbei- gieng / nad) 
feinem ordinairen Aporteraent 3U ' fold)eö öffnete / unb nad) 
t{)rem .spinein fei)n / bie Jl)üre mit abgelaffencm ^d)loffe aufö 
feftefte iieriv)al)rete. ^nbeffen resonirten bk im Öemad) [13] t)er= 
bliebenen Generals febr uninberlid) über biefen .öänbeln / rouften 
ee and) nid)t ^n bcgreiffcn ; ber eine Gammerbiener aber / ein 
2;eutfd)er / fo ') biefe Aventura eutmorffen / fieng anff einmal)l ju 
fte alle an: Ö 2i>et)e mes Patrons 6 äBe^e! 3d) fürchte fe^r ' 
mir feben unfern tapfern General ^n^enburg nid)t me^r / beim 
marltd) ber .fterl / ber fo munberlid) eingefommen unb gerebet ' 
ift fein red)ter 5)lenfd) / fonbcrn id) glaube feft / ec^ ift ber Satan. 
3Borüber fie alle erfd)rarfen ■ unb eö iüol)l glaubten / in einee 
beffen / baj3 oon tbm fd)on längft spargiret morben -' ba^ er 
einen (Sontract mit il)m gemad)t. (Snblid) bat ber Bouffleur an= 
gefangen: Messieurs, laft une^ beimlid) über bcn ^iaal für fein 
©ernad) nad)fd)leid)en / unb forfd)en ' mag fid) 3iiiifd)en biefen 
3raei)en begeben mod)tc / beffen bie an bem ben Accord au= 
nal)men ; unb l)cinilid) babin fd)lid)cn allino fie l)efftig disputiren 
Porten / fonberlid) ba^ £u^'enbnrg um länger ßebeu bäte ,' um 
1. '^üt)X I ber anbere uield)ec ber -Teufel frei)lid) mar / mie bie 
^tntmort unb (Srfolgung an^niiefe ; molte gar ntd)t einmilligen 
hie ßeit märe aue / unb {)ätte er il)m 3(;. Jabr ja alle puncta 
reblid) gebalten / fo er feinem / al^ Doctor Faustd, bem ©"rfe* 
ßäuberer ber il>elt getban; fo bäte er nur nod) um ein bnlb 
3a^r ' aber er befam and) eine abfd)läglid)e ;?lntmort. C^nblid) 



^m Jertc nc()t „fie". 2. .ö. 

358 



170^;. liUXL'ulmrgs \'orbüii(liii.ss mit dein Satan 

bat er mir iiod) um ein halb 'i^icrtcl ^sa()r il(iiflrf)iib aber bor 
replicirtc tl)m er foltc IdiiiHni-tcu iiiib bcbciufcn mic faiier er 
{1)111 feine Dienfte i^cnuidit alö faft nie fein anber biitte and) 
t)a^ änfferfte muffen antmorten ha}] er allee fo er uon i{)m 
nerlanc^ct ' bei) W'Ctt nid)t l)ätte erlangen fönuen. (&v l)ätte ja 
alle Vuft .i^eriiniii^nui^ (^l)re / (Mlürf nnb bie nevlangte l^ebene* 
^dt nad) bencn felbft anfc^efel3ten i^uncten / gcl)abt alfo roäre 
e^^ allee umfonft nnb biüid) baf; er and) fein iserfpred)en reb- 
lid) l)alte; l)ier läi^e ja feine .'öanbfd)rifft beftatiget mit feinem 
23(ute nnb .s^anb. l'nj.-enbnrt"} bäte mit erbärmlid)en kleben nnb 
eenff^en bafi, bencn branffen nor bcr Il)ür ane IKitleiben bie 
'klugen itberlieffen ev folte ibm bod) nnr 1. 9J?onat fein i'eben 
erlauben fo iitolte er mit fort unb ^n frieben fei)u ; er befcnne 
ja frei)lid) alleö mabr \u fei)n mie er |l-l] t3ebad)t ,' aber fo 
eine geringe ßeit mürbe er ibm ja gemäbvenl 'JBelrf)eti er ihm 
abermal abfd)lug unb mit grä|Uid)en iiNorten beranö fnbv: (iv 
folte fortmad)en, fid) feigen unb bae jenige tl)nn ' mae er il)m 
t)eiffen nnb ^n exiMniiren anbefebleu mürbe; Sn^Tuburg aber bat 
nur uod) um eine '2iHHl)e mit oitteru nnb ßagen / aber bev Icnfel 
lüolte ganli nnb gar nid)t er folte immer fort madien; enblid) 
flel)ete er nur nod) um ein paar läge um fid) ]n feinem ('»JiDtt 
^^u befel)reu; baranf fieng ber leufel ein gräfUid) l'ad)cn an ' 
marum bift bu bod) fo einfältig ba}^ b\\ gUiubeft / ba^ bei) fo 
geftalten 2ad)en ba bu beinem 2d)opffer fo offter^ frei)millig 
abgefagt ■ unb bid) mir mit ^^.'eib nnb Seel ergeben / and) alle 
erfiunlid)e @ünben = l'nft unb Ubeltbaten miber (^Ott / (Sngel 
unb ')3ienfd)en ' eigenfinnig nnb rad)gierig begangen / beßi .peiligcn 
©eiftec^ nnb ©Ctteö ^arml)erl3igfeit fo offt fie bei) bir ange^ 
flopffet mit mntbmilligcr Oirimmigfeit oon bir geftoffen - mie 
magft bn bir eiubilben baf) bid) (^)'Ctt mieber annel)mcn irerbe'^ 
9J?ir baft bn bidi frei)iinllig ' burd) öffteri^ l^lnrnffen unb mit 
expressen @rf orbern ' auf cmig mit l'eib nnb ©eel ergeben 
alfo bift bn mein meil bie ßeit um ift unb muft mit mir fort 
an beinen beftimmten Drt ba fo oiel Teufel ]n ber ^ufünfftigen 
tloaal bir ^n bienen parat, alö nnfd)nlbige ißlntetropffen bu üer= 
gicffen helffeu meil bie ßeit oorbei) passiret nnb meift bu 
mol)l ba^ um ö lU)r iHbenby cor 8(5. 3öf)^"t'n mifer Accord 

35J> 



159 
1702. Luxeuburgs Verbüiidiiiss mit dem Satan 

iierfcrtiijet ' imb unv mir norf) eine I)albc ©tiuibe ßcit ^aben / 
bi^ bte (*»)Iod:c ö U()r fdiläiict iinb bic ßeit pr.ecise um ift. 
3Ulo fcl3C bid) itieber / iiiib id)icibc bem .Honig ; ba|3 bu bid) if)m 
311 Siebe mir ergeben Ijaft ane ßii^^Mfiii^O ©""^ttee beei A)5d)ften 
an§ jrtie^en iind)tigen Avertissements, nemlidi fetnec^ 'Tkid)6 3(n= 
gelegenl)eit biejey aikv iinirbe Aranhöifd) gerebet. .v^ier bat 
ßurenbnrg mit lanter eenffjen gefaget: 3ld)I mu^ e^ fe^n fo 
fe^ ee! ßr ()ätte and) ©S^tt um .^ülffe angernften / beffen aber 
ber lenfel immer met)r gelad)et ! unb il)n ernftlid) üerma()net ' 
fort ]i\ mad)en. äßorauf !i^nrenburg jagte: (§v ift aber fein 
^^^üpier unb 2:inte tjier / fonbern ift tu ber X'iener ©eniai^ / id) 
mn§ il)uen [lö] flingelu. i^lber ber Jeufel antiitortete; "lidn ! 
t)icr baftn ^-eber / 2;inte unb i^apier; ineldiec benn bie brauffen 
oor ber Ibür ioal]rnef)iuen fniiten. .s^ieranf fefete fid) 2u;renburg 
an ben lifd) ' unb ber Teufel barueben / fieng an ^u dictiren ; 
in einer ganli befonbern @prad)e / biefeß mäbrete bei)naf)e einer 
tjalben lUertel (Stunbe ' barauf fieng ber leufel au /' lege ben 
2?rief 3nfammen / oerfiegele it)n; morauf abermabl Sujeuburg mit 
einem fdimeren ^enff^er anfieng: "sd) ijabc loeber l-'aif nod) l^id)t; 
muf^ alfo noll)iiieubig meinen Iiienern flingelu. 3lber ber 'leufel 
jprad): 'eie()e ba l)aft bu Sarf unb ange^ünbet Sic^t / eijle / oer= 
fiegcie ben ^rief /' unb fd)reibe bk llberfdirifft / benn eö mirb 
gleid) fd)Iageu / unb öEttee gered)t (^eridite muf; exeqviret luerben / 
benn id) loid unb barff nid)t länger luarten bip bie ©lotfe ge* 
fd)lageu. lltan funte büv 'Lid)t burd) baz^ 8d)lüffel*£od) fef)en. 
.s'^^ieranf ()ief5 ber ieufel Su^'enburg bm abrief mitten auf bm 
2iid) legen ,' ba fieng bie ©locfe an ju fd)lagen / mit (vrftau= 
nung bec^ l'u^-enburge; ber leufel aber fprad): ,s?oret ibr "Ikx^ 
iDegenen ,' bie ibr oor ber Xl)ür ftel)et / unb börct uno ^n 
@£tte0 .s^anb l)ält mid) ^uriiri-'c ' fonften motte id) end) allen bie 
.•pülfe bred)en; ■'oier lieget ein ^rief an euren Äi)nig auf beui 
lifd) / ben bringet i^r ^Jiorgen frübe l)inüber feiner aber unter 
end) unterftel)e fid) felben ^u eröffnen ,' fonften foll ibm augen= 
blirflid) ber .pale gebrod)en werben, ^i^oriiber fid) alle bie für 
ber I^ür entfeMen / fid) fegneten / unb baoon lieffen. ^subem 
l)örten fie l'u^-enbnrg fd)ret)en / 3ugleid) and) einen graufamcn 
,^nall ba^ fie meijueten ee mürbe allee untergeben. Oiad) 

360 



ItiU 
1703. Johann Reiche: Unterschiedliche Schrifften 

einer »Stunbc ficng obbcmelbtcv Manimer-2)icncr an: 9}inn mnf^ 
bod) fclien ' mo nnfcr .'öeiv l)intonimen ift ' id) lüill cc in W"Ctlcö 
-)cabnicn maiicn iiiovanff [ic alle niit^ni]obcn fid) rcsolvirten. 
Slle fic nnn öor bic Zi)iw fanicn nnb bnrd) bae 5d)lii[fcl = Vüd) 
faf)cn ()öreten nnb mcnftcn jie nid)t bac tjeringftc anffcr ba^ 
[ie meinen entc^ei^'n ,^icl)cnbcn "M]] = Öeftanife nicid)en nuiften ; 
bif; bcr X'icner einer über eine ':li>eile v)uuid)enuerrf t)olte; ba fie 
benn bae ©emad) öffneten fnnben fie nid)te ale etlid}e Jropffen 
frifd) [KiJ i^lnt ba Heijen ' aber H. -Aenfter=2änk'n ' nebft hcn 
?yenftern / inaren fort nnb auf beut in ber Stuben ftel)enben 
^ettgen fnnben fie bie Dö(lit3e .SUeibnni^ nnb paruqvcn fo orbent* 
lid) ba liegen / alö menn er fd)lieffe er aber mar mit 'i'eib nnb 
©eel bal)in. 2)er tjcfnnbene 33rief anirbe beut .Mönii] einge* 
{)änbiget. 

riefet ift nnn bat? fdirerflid)e nnb granfame ßnbe bec iuelt= 
bernffenen $n,renburgo fo man bif3 biefc i^]iit fonberbar secre- 
tiret ()at. 

3l^;Hrnnng an alle rber= nnb Hnter=Offi(;irer / nnb alle @e= 
meine fo fid) in Alriegtv5)ienftcn befinben ' fo mot)l an alle fo 
fid) in groffen '^lemtern befinben / nnb mer eo and) fei) ()ot)ey 
nnb niebrigen Stanbec^ (l)roffe nnb .\lleine • J)ieid)e nnb :?lrme > 
bebencfet biefen fd)rerflid)en Accord müt)l / nnb laffe fid) ja nie= 
manb ^u fold)er 8ad)e oerleiten / in fold)e ein3uge()en ober uor» 
3unelimen benn ee folget gemif^ ein fd)led)ter Vo()n 3nni Xrind:= 
gelb mofiir nnö C^Ctt alle in ©naben bemabren mode! 



100 

1703. Johann Reiche: Unterschiedliche Schrifften 

a — h 

Mnterfd)ieblid)e 3d)riffteii inin Unfug Ve^ .^eyQW^X^xo^Q^^eö 
3n fernerer Unterfnd)nng bcr ßanberei) l)eranö gegeben '-iHin 
3o()ann :'l^eid)en 33ei)ber :)ied)te Licent. 5cebft einer i^orrebe 

361 



ItiU 
1703, Johann Reiche: Unterschiedliche Schrifften 

3.^011 öee 2i>erifec^ '-iHnfiabcii iinb luac^ loiiften noii beu ßaiiber^ 
Sefen uiib .öe^veii^i^ro^efKn 311 ()altcn. >?alle im ^3)^ai3beburg. ^u 
finben im 'lieiu3erjd]cii 33iu1)=Vaboii im ^sa[)X MDCCIII. 

e. 1. 

I. Malleiis Judicum, bao ift: ©e]e^ .Stimmer / !Der 
iiiibarml)erl3ii3en .pe^emid)tcr aiiö bem bcften ©rfe (*')üttUd)er / 
9btitrlid)cv unb i^^3cltltd)er !'1^ed}ten dou (Stltd)CM C^()viftlid)en 
5)?ciftent i;efd)miebet: Unb felio biivd) einen barm{)eii3igeii (5atl)o= 
lifd)en (5()viften aiiffö neue beftielet. 

a) ^. 12. 

2)at^ fSkvk .siaupt=^ti'uf. v:j I. 

Sllfo fu^v !2^. %an\t einmal in bei Aaf^nad)! mit feiner 

®e= [13] feüfdiafft nad) bem Olad)t=(J-|fen am ^3)cei[fen in i-^ai)ein 
gen ^allibnvtj im Sijd)ofty ,He((ev ^nm Äd)lafttrnncf / nnb ta [ie 
ber Äedermeifter Df)nc;(efel)r aljo in ber aüeibeften ^l!i>ein3ed) an- 
traffe nnb alc I'ieb anfprad)c fnbren fie bciüon j namen ibn 
bar^n mit bi^ in einen 'Ii>alt ' ba jeliet il)n 5D. ^-anft nnff eine 
t)ol)e ^anne nieber ' [teilet ben gnten öejellen anff bie nevlotjrne 
6d)ilbiuad)t nnb er mardiirt mit feinem Jropp micber gegen 
bem .v)anpt''Ünartir , bal)in er and) nod) felbige ')cad)t gelanget. 

b) 2. 35. 

^ae Sichte ipanpt=£tücf. ^:j T. 

.... 3Bir üerfteben es bei)be non ("^ifft .^ö(^en / nnb non allen 
anbern fold)en 3<-i 11 tierern ale 3U ''Hcofeo Seiten gemefen / 311 ber 
ßeit aber nnb bernad] mad)ten bie 3*-^nberer groffe 'i^erblenbnng I 
üerfübrten bac i^olrf mit falfd)en ,5li>nnbermerifen / meiffagten bnrd) 
inmolinenbe C^etfter 3?ügel=®efdirei) ane Iränmen / ftelleten 
Ienffely=(^efpenft an ftatt ber ül'erftorbenen / fid)tbarlid) ^n feben 
unb '^^atl) ^n fragen Grobi 7 u. 1-2. -i-i. item s / n. 7. 'i^-eüit. 20/ 
D. 27. Igelit. 18 D. 10. II, I. gamnel. 2S n. 11. ^ctor. 8. 
©old)eo aber fönnen nnb tl)nn [o5J nid)t nnfere Aoeren fonbern 
bie $i>arfüger / 23efd)iiierer bec* ^-anfti ^Ii?agneri, Seoti '^ady 
folger nnb UtitgefeUen. 



362 



IHl 
170B. Königl. Preu'is. Ueh. Staats-Archiv zu Berliu 

1(>1 

1703. Königl. Preuss. Geh. Staats-Archiv zu Berlin 

.a — b 

'^öiui]ltcii i^rcii|;iid)Ct^ C^k'tH'iniec' Staate^ = 3(rcl)iii ]n 23cvliu. 
Acta de 170H betr. Comoedieii des Italieners Sebastian de Cio^) 
auf dem Katlihause in Berlin, t'ol 7. Rep. f.L. 7 e. 

a) 3?l. :i 
2Üler 3^iird)laud)tit^[tcr Oh-oi^mädittgftcr .sioiiig unb C()ur ^-ürft 

lHUevt]uäMi3[tcv .N?erv '^) 

■)U'd)ft innit]lid)cr ainuiiiifdiiiiuj allcö re{d)e[tcn ()tinliid)eu jcgeriß 
über Den .Münigltd)eii 3;i)Vüu, jo ein ftiuf iinfere täcjlidieu gebetö 
ift, beweiset iiiiD treibet iiiic uov iS. Si. ^}3i. in ttefffter ^emutl) mit 
ciei]eniuärtii^ev allevuntertl)tinii]ften bittidirifft eiu^nfouimen, jo iiiol 
bie (>)üttlid)e oerbinbinu] iinfeiy amtc\ hhiö Die um au]] bie unfrige 
pon oben [}ev auoertraute feeleu ärcjern faii, nad) allem üermögeu 
pon benfelben ab^nmenben, ale aud) bie nid)t meniger iinc^ ob- 
ligenbe ^iflidit nid)tö be^en ;)nunterlai^en, müriunen mir einigen 
fd)aben, nornebmlid) im geiftlidien, ober nrfad) ferner g5ttlid)er 
gerid)te, nm benfelben in Reiten nor^nfommen, gehörigen l)ol)en 
ortC' an^u^eigen müfjten, alö bie mir fünften bnrd] be^en oerfän= 
mnng eine fd)mel)re üerantmortnug anff unö laben mürben, äo 
ift ee nnn an bem, i>a^ nou nnterid)iebtid)en jal)ren l)er Der= 
fd)iebene gefelfd)aften uon comaHlianten fid) in l)iefiger (S. Ä. W. 
'liefiben:; i;]n el3lid)en malen eingefnnben, nnb mit nor^eigiing bero 
Äöniglid)en allergnäbigften cunceslion anff unferm '^erlinifd)eu 



') Sa§ üom Ifj. Cftüber 1703 batierte befrei hc-i Sidmci,^-, bae fid) als 
331. 1. in bem obu'ion 5lftcn(iotte ftnbet, cieüattet bie 5litffiif)ning ber {^oniijbien 
auf bein ä^evliiüfdieii .lUilUliaiife „mit ber aufjbrürtlidicn i-^eDiiu-iuiu'« baf] er 
nii^t§ scandaleuses über fo eintcje 'JUgeriüifj i^eben tonne mit unter nieneie." 
5). .0. 

'-) -Dem 2d)reiben ift ein t^ri^.1atbrief unter",eidinet '].^l)ilipp ^acob 2pener 0. 
beii-^ei;\eben, ber an ben :\Vintftor perfonlidi iv'viditet ift, aber nur einen 3Uiv= 
]no, be^ö 3d)reibenv' barftellt, unb Aauft-ö nidn befonbers (i-runifinung t()ut. 
'i^l. 2 bes ^asjifelö. 2. .ö. 

363 



161 

1703. Königl. Freiiss. Geh. Staats- Airhiv zu Berlin 

rath()aiif5 ihre ünclc gefialtcii. Oiiiii l)ättc man fid] ncriel)eu foüeu, 
Daf; Mc Iciite, iüd)t allein aii^ algcmciuer pflid)!, ba fte aU 
til)n[tcn öcl)altcu luerbeit aiolleii, fonberii aiirf) abjouberlid) ( . ba 
(5^. St. ?)t. crtl)ctlte coucesrioii Mefeii ucrftanb iiotl)Uieni)ig i.]el)abt 
l)abcn miif;, ja bcrglcid)en mit au^-- [iBl. 'M)] trüdlid)cii luürteii 
folte ciiigeii'ufct iiunbcu fein) fid) aiift il)rem theatro alleo bc^eii 
mit jovc\falt cntl)alteu anirbeu, mae fomol gesell bie moral et)r= 
barfeit alc and) bic cl)rc Wottcy [tvitte. 2lber, :}lllergnäbig[ter 
^oitig, mir müi^eii (S\ W. untcrtljäuigft flagcu, ba]^ iold)e co- 
nKjedien Iciber nidit ol)no uiele ävcgenui^en abgcgaiujcu , nid)t 
allein biird) ber aufiöcitelteu uarreii iinb pidell)eriiu3en uicle uaiTen= 
tbeibicjeu, fo bann repnt'reiitirte reilunibe lieber gei'd)id)te ( . ol)iie 
uield)erlei) arten bk lente felbo il)re comcfdien angenel)m ßn 
niad)en fid) ntd)t getranen, nnb bai)ev btefelbe ganfe uotbmcnbig 
ad)tcn.) fonbern ba man aud) tu bec vorgegeben D. Js-auftene 
tragcbdie bie formlid)e bc]d)Hiebrnngen ber tenffel, bie erfdieinen 
jolten, unb bie läfterlid)e abid)mel)riing Öottes? an ben bofen feinb 
anl)öreu, nnb bie nerfleibete tenffel anfeljen mü[5cn: iücld)erlei) 
and) aber ßn gebenden erjd)redlid) i[t, unb bie babei) gemejeu, 
il)r barüber empfnnbenee graufen befennen. X^arburd) aber [inb 
nid)t nur in l)ie[{ger ftatt niele tt)eily mal)rl)afftig geärgert, tl)eile 
mit une l)erl3lid) betrübt nnb ßu jeuff^eu bemogeu mürben, fonbern 
eö ift and) bac^ geritd)t baroou an anbre ort au^gebrod)eu, alfo 
ba^ einige uötbig erad)tet l)abcn, anbermertö()er burd) fd)reibeu 
uuy barüber unfern amty 3"= [331- -taj erinnern. 21>ie mir nun 
oon (y. R. 9Ji. begierbe tl)re cron m\b fcepter, bac ift oon oben 
I)er empfangue gemalt, bem v'lllerl]öd)ften geber miberum ßubeiligen 
( . fo and) in offentlid)eu oerfamluugeu ftete oor bef;en .ö- auge= 
fid)t befannt mirb.) auf] oieleu m{rdlid)en proben lbblid)er anorb> 
nuugeu um oerfid)ert ()alteu, baf^ fie auf5 berjelben feine il)r fnub 
geatorbene argernuffen in il)ren Vanben, fouberltdi l)iefigeu reH- 
denzen. frei) in fd)maug gel)eu la|3en merbeu, fo mad)t uuö fold)eö 
aud) oor bif;mal getroft, ()iemit ben greuel bif;;l)erigen c(nn*dieu- 
mefeuü cor bero äugen i]u gered)tem eiffer unb fteürnng 3" 
briugen, bey allernntertf)änigften oertraueuö, ö. Ä. 'DJt. merben 
nid)t allein biejenige, meld)e ber erl)altenen concesfioii miber bero 
Äouiglid)e abfid)t mif5braud)et f)aben, unb ;]ma()r miberum oon 

bb4 



ilO'd. Künij,^!. l'rcuss. (iuh. .Stauts-Ari'liiv zu lierlin 

l)icr uicg [inb, ba [ie iinbenim foinmcnbc, ticr fm)(ieit fid) c\i:- 
bvaiicl)cii luoltcii, bcö lunlicr i"ict]5niietiMi iiunmclir luibcnim üev= 
liiftiiit crflä()reii, foiibcni cr.ul) nüt ()oct]ciioiicl)totcm uerftaiib, baf? 
bkim Iciitcn auff il)rcn oeripnid) in il)rem fpielcu fid) o()ne im^QV- 
niiffcit oll lialtcii, iiid)t ijutmiicii , foiibcni bicicv c"\eiin|V'r crfoh] 
miiniui)!' iHin ilii'cr i)n»fe8ri(iii iiiiabfonbcrlid) morbcii )ei)c, aiul) 
aiif^ bicjem ejccnipcl crfcmicii, ba()cv in t'^clicilicjtcm ciffcr bic 
(£()n[tlid)e rerolutiou fa\]c\\, i]n comd'dieii luib aiibcin bcrc3lcid)cii 
[üj?(. 41)) frf)aiifpicloii ( . bal)in aiid) feiltantuMi, iiiib bac» ^u jpiclcii 
offeiitlid) (.^cfd)ct}ciibc aiif5[tel)cii bcr iuairfid)reiei- c"|cl)orct.) bero 
(illeripiäbigftc conccsfioii nimmenno()r ;)iujebeii, i)iclinc()V ba eiiiti-je 
biivd) c]iitee noviiebcn bci-t^lcid)en bereite erlaiujet l)ätten, meinen 
jtd) mm ereiciuetcn iiu|;biaud)6 t3ercd)tei- ina|;cn ;]iivürf p)ii 3ic{}en. 
S^ar^ii aiid) bie i^ci^cniuärlic^c betrübte (^dkn ctiicii jonberbareii 
antrieb billid) geben: nnb ba inir, bie luir allein tia^ offenba()re 
an^nfeben nermöflen, baö elenb bct^ gemeinen ßi'ftiiiibeö nnb bie 
grofu" nefabr, fo inögefauit bee (lanlien reid)*? aiv befonberö ber 
(^yaniielifdien ,Slird)en nid)t ipiiu-i beiamuiern fönnen, ininjen luir 
leid)t ennepen, ba^ (£. Si. '!)Jf. bero angen üon bero l)ül)ern Iro()u 
viel ]d)äi'jfer nnb meiter ()inan|l allee ein5nie()en uernibgen, io(d)c 
gefabr and) fid) üiel eigenüd)er, nnb baf; aud) bero lanbe, aield)e 
bi^ ba()er auf, ber .^^ilnmli1d)en gute nod) ßiemlid) uer)d)onet 
geblieben jinb, bei) niebr gereiliteni gerid)t Wottee mit eingetlod)ten 
werben börffen, crfennen, bal)er ben oitftanb mürbig ad)ten merben, 
ba§ aly in einer allgemeinen Iraner bergleid)en, nod) bar^n ärger= 
lid)e, Inftjpiel, bie h^n ;')0rn beö 3lilerl)öd)[ten mel)r en^ünben, 
gän^lid) oerboten werben. [^1. 5aJ &v fommet nod) bar^n bcr 
fd)mel)re anftof), jonberlid) ber armen jngenb, bie, ioac> fie aU ein 
;)nnber, in i()re ßarte gemütl)er an[? ben id)anbbaren luorten nnb 
narrentbeibnngen, Die [ie geboret, nnb anreiluuigen ;')nr fünbe, 
bie [ie ge[eben, gefa[5et ^aben, [o leid)t nic^t miber baran^ 
bringen fönnen, [onbern ee flagen mand)e nod) mol bif? in il)r 
alter, roac bie bnrd) [old)e gelegen()eit bei) i()nen reggemad)te bö[e 
luft il)nen [d)aben gett)an i)abz\ ba aber nn[er Apeilanb [o ern[tlid) 
iinb mit angebengter [d)mel)ren [traft öor allen ärgernn[[en nnb 
bero üer[tattnng luarnet. 'Ii>ir möd)teii obigem allen bei)[et^en, bie 
une mel)r ale anbern befante armntf) ber mei[ten einivol)ner ber 

36;") 



161 

1703. Königl. Preiiss. Geh. Staats-Airhiv zu Berlin 

(liefigcn ftatt, aiid) mand)er bie be^en aiiicf)en aü^erlid) nid)! haben; 
bte billitj abcv cinrathcii mac(, feine gelegcn()cit ihnen unb ben 
il)rigen, etivav nnniiliUd) anfj^ncjeben, benen fvemben coraredianteii 
aber gelb iiieg^utvacjen, ^^HFbcn. 'ii^ann bann, 5lüergnäbig[tev 
.Monig unb ^^err, luir nne in nnfern gciinfH'n iier[id)evt halten, ba}^ 
bie [331. 5 b] angefiil)rte griinbe erheblidi unb göttlld)em iintleu 
geniä^, büfjer and) &. ^. 9}f. allevgnäbigfte approbatiou finben 
inevben, fo erfühnen mir unc\ nor berojelben nnfre not() unb bitte in 
tieffi'ter bemuth I)iemit bav^ulegen, unb tröftlid)e (jülffe ^ü jud)en. 
3}er ,f>err A^err unb bcpen luei^ht'it, burc^ bie bie Könige regieren, 
unb bie ^S'üi'ften unb alle 9?egenten aujf erben herid)en, regire 
and) l)ieriuuen alleö ßur rettung feiner ef)re, in eingebung heiliger 
unb ^öniglid)er gebanrfen. eetue einige allmad)t unb gute be-- 
feftige auch bero 3^t)rou, ßiehre ihren jceptcr, jegue ihre anjd)lägc 
unb luaffen, fdjii^e ihre lanbe, erhalte bae S\nd)= unb puliceyiüe|eu 
in guten [taube, unb nornemlid) überjd)ittte er feiueö gefalbten 
geauirbigte i^erfou unb gantsee .^üniglid)e ^t^au^ mit allem bem, 
ironou benjelben ßeitlid) unb eang mol fein mag, mit iyeld)em 
iuniglid)fteu [^l. 6 a] muufd) ber emigeu hulb bee 2(ilmäd)tigeu 
erla^seube mir tierl)arreu 

-2(llergnäbigfter Äönig unb .^err 

e. Ä. m. 

3u gebet unb allen gel}orfam 
allerunterthänigftey 
SSerlin b. 18. (S3^angelif(^=i:'utherifd)e6 ministerium 

Oct. 1703. ber Serliuifd)eu Äird}eu ^j. 

b) [231. 7 a] 
2). 25 Cot. 1703. Resolution auf 
bee Miuisterii in ©erlin memorial 
iregeu ber Comoedien unb Sd)au= 
fpiele. 

fyriberic^ Äönig in '^srenf^en p. 

Uul ift gel)orfamft öorgetragen, SSoB 3^i' uermittelö eiuee 
fd)riftlid)en memoriale megen berer auf bem Berliuifc^en ral)thau^e 



^) 2^iefe Unterfchrift ift iion ipeners mnh, iomk aucf) Crt unb 
Xatum. X: ^. 

366 



ITiM. Willicliii Killst Ti'ntzel: Curieuse Hibliothee I. 1 

pneseiitiitcn Conioedieii u^^ ^diau^ivielcii alleniiitl)t erinneret 
unb tiorgeftellet. fam feiiib bieieiiige, fo beri-;leid)cn uon ciid) 
nni^efiUirte Scaiidala iiiib äröernü^e öei"\cbeii, iun'eity abi3eid)aftet 
aiorbeii; 3on[ten aber ift eo an bem, baf3 in einer fo (iro|H'n 
etabt, al^ biefige rcsidentzieu fcinb, alle 2d)anipiele nid)t i^änUlid) 
abi^eflellet ircrben fönnen, o^^'bod) luüllen ipir bal)in jehen, M^ 
wann l)ierned)[t einigen ('omoediaiitcn ober anberen ;^)n ipielen 
mibernnib nerftattet iiunben jolte, alley, iva\\ miber bie Moral 
el)vbarfeit nnb infonberbeit bie 0""()re nnb bae 'ii>ovtte (Motten ift, 
nad)bleiben unb abc^Mtcllet aierben folle, ipeld)ey mir and) bann 
in alU^ftr rescdutiou nidU oerl)alten. -Eeinb p (f'blen 

hen 25 Octobr 1703. 

^ai> Miui.sterium iii Berlin Ä. ^v. ?s-ud)e. 

Hainraht. 



162 

1704. Wilhelm Ernst Tentzel: Curieuse Bibliothec 1, 1 

varieu.se Bibliothec. Zb^x ^-ortfe^nng ber l)iünatlid)en Unter= 
rebiingen einiger guten -Js-reunbe / ä^ou aüerdanb 33üd)cru unb 
anbern anuet)mlid)en @eid)id)teu / Slüen l^iebbaberu ber Curiosi- 
tdten gur @rgc)l3lid)feit unb :)iad)fuiueu oormabli? I)erau6 gegeben 
^Nou Anno 1G89. bif] Hi5)8. 5)uvd) äßilbelm örnft 2:en|^eln / 
Äönigl. ^noIu. unb (i()urfürftl. 8tid)f. "Mali) unb Historiographuin 
tu 2)reBben. X^eö erften Rt^positorii erfteo Tsad] j 1704. '^-rancf:: 
fürt uub i'eip^ig 33ei) i^Mlipp 'ii>i(ü)elm Storf. 
ßaiifd)en g. 720 uub 7-21. 

2)eo erften Kepositorii ad)teo Tsüd} 1704. 

(S. 721 [^efpred)ung oou] 
Nicolai Henelii ah Henne nfeJd, S. C(es. Maj. Consiliarii, 
ICH et Sijndici olim Wratislaviensis, Silesiographia renovata, 
iiecessarüs Scholiis, Observation Ums et Indirc aucta. 1704. qrat'to. 
PARS PL'IOB, 

367 



163 
1704. Johann Reiche: Thomasius" Lehrsätze von Zaiil 



IClfV 



e. 7-45. 

Neffen aUeii ungcad)tet ciläubet ber Sdiuliast, ee jei) bauon 
jo üicl iiia()v ' ak^ iion einer oileid]cii ^-abel Die Faber in jeineni 
Sabotho ev^el)let uon einem ber auff btefeni i^ottenberi^e 'iHH^^cl 
anc\^nne(imen anff il(buiec-\e t]eratf)eii nnb in eine bnnrfele A>öle 
fontmen ba er gvoffe (*')olb=.v)anffen anc]etrDffen ' feine eclmb^-iärfc 
bamit angefüllct - unb im .'öeranögelien a((e Stnnben nnb ixinme 
ge^eid^net aber bod) bie .Döl)le nid)t mieberfinben fönnen. IKeinee 
menigen (yrad)tene [74(5] tft e» of}ne ©anrfelei) nnb i^erblenbnng 
be^ (Satanc nid)t abgegangen luie fromm and) 33eer unb 
Jvranrfenberg fid) babei) angefteüet. X^ac auff bem ^ifd)e gelegene 
(*')e()orfame=5Bnc^ nerrätfi alleö / unb mill Jvancfenberg felbft mit 
ber eprad)e nic^t red)t f)eranö / menn er in parenthesi fefeet: 
Cb mm Ohedientia Spirituum, ber "^loti)- ober ©et)orfamme'S 
3tt)aut^ bev C^etfter ober \va^ anberö bariuncn entt)alten unb 
begriffen? I)atte icf) uietter utcf)tsi oentommcii: uncuio()l ec- mag 
eine '^hobe unb "i>crfud)uni^ (^emefcn fei)u iDelct)e6 3:^etl bem 
anbcrn mirb iiad)(^cben ober bei)pf(ici)teu foUen. ii>er empfinbet 
nid)t baf^ biefeö fd)mecfe nad) ber nerboteneu evocatioue .spiri- 
tuum. banon uebft bcn Clavieulis Salomouis ger)anbelt l)at ha6 
uon Dielen fo eifrig mit I^arbietnng groffeu ©elbec ge)ud)te ^u(^ 
B. Zsoi). /yaufteuö C^etftcr=.3«'au}^ genannt fo ^u ''^Hifau (ol)ue 
ßweifel bie uerbamte 'iHiffauer^^Alnnft bee J^-eft^mad)euö ^u bebeuteu) 
in octavo gebrurft fei]n foÜ'j' 

•Stubereö 9?egifter unter F. 

D. Johann J-auft p. 746. 



im 



1704. 



Johann Reiche: Thomasius' Lehrsätze von 
Zauberey 



a 



fr 



ferrn D. C^tiriftian 2:f)omafii Atöuigl. ^l>renff. '1Jatf)C' unb 
Prof. Publ. in .v^aüe Äurtie Se^r=@äl3e ä^ou bem Safter ber 
Räuberei) Uad) bem inat)ren iserftanbe bec' i?ateinifd)eu OTemplarc 
iu6 Dcutfd)e überfel3et Unb auö beö berii(]mteu Theobjgi D. 
Meyfarti. Naudaei unb anberer ge(e()rter 5}Jänner Sd)rifften er= 

368 



1704. .Inhaiiii lieiche: Tlmiiiasius' Lehrsätze mmi Zaultcri'v 

leutert ' aiid) 511 fenicrcv Unterfiidiiiiu^ Dec niditiflcii ■Jaubcnuofciii* / 
mit) ^cl■ iinLnllic]cn .s>cj:cn5^|>rt\^cii'e ncbft ciiiit"|en Actis in;i!.;i('is 
l)craiiy i]Cciclu'ii oon ^,ot)anii 'licidicn bei)i)ei' ')u'd)tcn Licciit. .s>allc 
im lliagbcLniri"iild)cit ;)U iiubcw im '1iciu]cifd)cii i>ud)labcii / 
Anno MDCriv. 

[(]motter Iitel| Acrncvcr Unfiit] ber ;')aiibeici) iHiie c]clal)rtcr 
V^eiitc Sd)iifftcii abcvmablk? c]C3eic]ct iinb ()craiie' ii[cgebeu uou 
;sobann :)icid)oii bciibcr ^)icd)tcii Licent. iiebft einer '-Isorvcbe. 
.V^allc im ^)3Jai'\bcbiircjiid)cn / Autu» MDCCIV. ßii finbcii im 
3ieui]en]d)cii i^iid)labeii. 

a) ["isünebe üou J)ieid)e.] 

331. (Jn 

fC^olk er M aber uor ber IiKiiiisitiou iiiib aiibereu ^e- 
flini[tiiiiint"ieu fid)er fei)n / iiub nid)t felber beu Gl}reu litul 
eiuei3 ;]aiibereri? bauoii trafen ' fo miifte er frei)lid) bem eujerlid)eii 
Sdieiue iiad) iioii ber 2eiiffeltid)eii Räuberei) etmae bei) be()Qlteu / 
iiub D. Rauften ben 'Jiibeu /edekiani, beu fleiuen Scotum 
iinb eiiiiije anbere Dor ;]aiiberer aiicnjebeu / iiid)t ^unrr , als? meiiii 
a fo eiiifältic} iiiib luirrifd) ijeiueien ; jold)eo in ber Ibat ^u 
glauben - uub bie t^örtd]teu ^-raüeu unb Jyabelu / üou D. ?s-au[teu / 
bem ;siiben Zedekia, Magistro vidente uub aubercu / womit [t(^ 
ilio bie.\liuber^l\*ul)meu uub ^Pttiöbe in ben (£pinn=@tnben fd)le|.ipen/ 
t)or mar()affte @eid)id)te an3uuel)men / jonbern ba^ er ein ')}iittel 
l)dtte fid) üon ben bei)c^euieffeucii l'äfteruugen 3ubefrei)en. 

l)) 331. (7 a) 

Gabriel Naud*i 2d)ul3 = ed)rtftt / äl^orin "MW Dorne()men 
Veute ' bie ber ßanberei) iälfd)lid) befdiulbiget [inb üert()eibii-\et 
merben. 

B. V.) 

[iSealii^er (]at fid) alle 'D3iii()e fl^'Ö^'^^'^ beritl)mt ^u merben 
nnb ^ulel^t felbft eine :)il)etorif l)eraucH3et:(ebcu| 

. . . ]n beffeu isergeltuni^ ' l)a(te id) banor / würbe man 
Ttidit ermaußelt liabeu weil fein '^lufel)eu fid] non Jage ^n Zac^e 
t)ermel)rete / baf^ mau iuuerbaib 50. 5at)reu eine eben fo fd)önc 
^{ftorien Don ihm mürbe gerebet baben a(ö mau bcutigec lagee 

') Naudaeus. J. .s>. 
Tille: Faustsplitter. 369 24 



163 
170-4. .Fohann Reiche: Thomasius" Lehrsätze von Zauberey 

luni D. ^-aiift, Maugis, Merliuus, Nostradamus mib fielen 
anderen cv^odlct bic mit rotl)en 33iid)ftaben in bem (Salcuber bor 
;]aiibcrcr aiiti^c3eid)iiet [iub , 

c) @. 184 
2)aö tii"ff^ct)enbc .paiiptftitcf. ^nm bcm Plenrico Cornelio 
Agrippa. 

sS I. 
SB^'nu fünft nid)t6 311 einen iiiart)afften ßanbercr erforbert 
mürbe / ole baf? er fid) bauor anernffen lieffe / ober fid) rüi)niete / 
lüie er tanfenb Streid)e anö ber (Ed)triark'n .Slnnft nnb i^efd)me= 
rnntjen nerriditet l)ättc / fo mürbe q^ leid)t gn urt()eilen fei}u / 
ha^ biefer c^roffe 23etriet3er uub '33iarrft=^6d)rei)er , ber 311 ben 
ßeiten bee Tritliemii ganl3 Jentfd)lanb burd)30g / öor ben a((er= 
erfü!)rneftcn .s^e^enmeifter nnter benen neueften müfte ancjefcfjen 
merben; meil er mit ()üd)ftcn g-Ieiffe nad) ber (Sf)re ftrebete ' biefc 
liotic 2itel nnb ^3la(}men 3nbefommen: Magister Georgius Sabel- 
liciis, Faustus juniür, foiis Necroraanticoriim, Astrologus. 
Magus, Chirumaiiticus. Agromanticus, Pyromanticus, et in 
Hydra arte luilli secimdus. 

(1) e. ll)-2 
'Jn bem nun alfo biefer ^emei^ 1 meld)er bod^ ber aller 
fräfftiöfte uiib mttl)rfd]einlid)fte ift / ben nnfere S>iberfad)er 
finben tonnen nor ntd)tömürbig nnb ungültig ift erfläl)iet 
morben ,' fo ift ntd)tC' leid)tere ' nU^ bei} ben anbern 3n unfern 
(>-nb^med ^u cjelangen . meld)e man üiel el}er in ben 3auberifd)en 
Komainen bee Merlini, Maugis nnb beg Doctor ^-auften fud)en 
folte / afö in ben @d)rifften ; meld)e mit ©ruft nnb gnter $^ebad)t= 
famfeit gefd)rteben feiju 1 ober inelmel)r gefd)rieben feiju folten j 

e) e. 19(1 
;HLlein meil bie Hngcmif^ljeit ber 3ln3al)l oon feinen *) 
^nnben meld)e fid) ol)nbem nod) täglid) anbern fönte / 3um 
'Jiad)tl)eil nnferer ^33Jei)nung nid)t6 fd)lie[fen ober auerid)ten tan / 
fo ()Qlte id) bat)or / bafj mau nid)t irren merbe menn man mit 
bem oben gebad)ten Wiero ben (ic^ln^ mad)ct , ba^ fie feinen 



370 



1704. Johann Reiche: 'Ihoinasius" Lehrsätze von Zaiiberey 

j^feiiiöeii ciiüge Uvfncl)c un^ (Molci-iciilieit an btc .'öanb c'^ccjcbcn ' 
baDumi fic bic "iinit iilH'^•c^c^ mollcii haj] hex 2atan unter Der 
(^k'ftalt eiiieö tiroffeii id)iiiarl3en .s>iinbeö mit ttim iinuieflauiieii , 
roeil [ie uielleidit fünften nuntiten tjeliöret haben baf; Simon 
ber ßöiitit'i"^'!' Sylvester. L)üctor yvanft nnb liragadin üou 
lienebig i()n unter ber (^)eftalt eiuec fold)eu Il)ieree jeber^eit ()inter 
fid) l)erge()en laffen. . . . 

f) 6. 197 

2)ae fedi^ehenbe .'öauptftiirf. 5Ison Merlino. Savoiiarola nnb 

Nostradaino. 

@. 201 

Sterben fold)e Webid)te uor eben fo eitel unb üor fo meit 
entfernet non ber 'l\>ar()e{t flel}altcn alö alle .s^iftorien bie in 
bencn jauberifdieu Romainen bee Maugis crAigremont. bee Doctor 
Jvauften ' ober unfereö Merliui er()alten finb. . . . 

g) B. 558 

Srauer=0)efd)id)te oon ber 9renlid)en i^nuberei) Vnbunt](''3üffreM) , 
3u 'Jjtarfolieu in J-randreic^. 

<B. 5()4 

(?nbUd) aber ift biefer c)i)to mit iiieib unb Seel offentlid) \üy 
ben l'eutcn oom leuffel Ijinmeps flefüliret morben. Jvaft bergleidjen 
(ä;i-empel er^cl)let audi And. Hoiid<irf. in Tlieatro Histor. in tit. 
de Magicis Artibus. ^I\>ie ee bem befanten ßauberer Johann 
Fauste, oon Atinblincien (Mnitlint^eu) bürtii] / ber feine ßauberet) 
3U (irartan ftubirt (unb aud) bergleic^en - loie Zyto mit ben 
(2d)meinen / bedangen l)aben fol) ergautjenV Sie er 3u i^enebig 
in bie l^ufft Riollen fliegen ber leuffel i[)n fallen laffen ' ba^ 
er fdiier geftorben märeV Sie er ben SIeuffel in Öeftalt einey 
^unbeei ' mit fid) l)erum gefül^ret unb 3U Sitteuberg auff 23efel)l 
(Sliurfürft ;sol)ann ^u ead)fen mie auc^ 3U 5iiirnberg l}at füllen 
einge3ogen merben aber entrunnen - unb bod) enblid) in einem 
2)orffe im Sür= [5(55 ]tenberger l'anbe / bei) ber Oiad)t oom 
Seuffel umgebrad)t morben ift alfo ba^ if)n fein Sirtl) nal)e 
bem ^ette mit umgeioanten 2lngefid)te bee anbern lagee ge= 
funben füld)ey ift aue beu Locis Communibus Johaiinis Maulii 

371 24* 



IM 
1704. [Erdmann Uhse] : Der Gelelirte Criticiis 

in loco de creatione, p. 40. unb fonften gciutngfam befanbt. 
vBiclic iiilonbiTtiett R. Vidmaiiimm in Histor. 1). .loliaim Fausti. 

Faustus (loaiin) ber berüt)mte 3i^itt)erer / luai? mit i(]m t)or= 
ijangeii ; irirb fürlUid) er3el)let. II. 5()4. 



IVA 

1704. [Erdmann Uhse]: Der Gelehrte Criticus 



Her i3ele!)rte Criticus über ()uubert curieufe Dubia unb 
J5-ragen aiie ber Ätrc^en= iiub Profau-.V)i[tDrie / luie uicl)t weniger 
auei ber (^eogrnpl)ie / ^^st)i(oIogie / Moralite unb Politic, abge» 
faffet öon bem Autore beö H)ol)l4aformirten O^ebuerö, Seipgig / 
bei) 3of)- Submig (5!5leb{tid)eu im "^at)r (5f)rifti 1704. 

i^orftop 8. 9 

ä?er3ctd)ui[? ber in biefem '^ucl)e abgebaubelteu ()unbert 
/fragen. 

isorftoB Ä. 9 

VII. 2Ö0 unb Don lüem bie ^ud)brucferei} erfunben inor^ 
beu / 85 

Vill. ä!>üy eö mit bem beruffcnen ßauberer }sO{). Jvciufteu 
üor eine 23efd)affent)eit l}ahe j 102 

6. 102 

2)ie VIII. Avage. 

3Ba0 ec mit bem bernffenen ;]auberer / 5Dl)ann ?"s-anften / öor 

eine 33ejd)affenl)eit i^abe'^ 
[103] 9}i:?ln pfleget gar offt niib niel nou Doctor ^-auften 
bem Sauberer ]u reben / unb ift ein gan^eö Sud) in beutfd)er 
iSprad)e öon beffeu i^eben unb X()aten in -Drurf beraue !ommen 
aud) etlid)e mabt mieber auffgcleget unb iiermel)rct morben / meld)ee 
©eorge 'Kubolpb "Jisibemanu foU iierfertiget b^ben. 3Ber biefer 
3Bibemann gemefen ift fe(}r nngeiui^ / anffer ba|l Crusius 
Aiinal. Svev. Part.' 3 p. :3(;9. fd)reibet ,' c& {)abc jold)er 2i>ibe= 
mann bei)m anfange be^ U;. Seeuli gclebet / unb allerl)anb anbere 
33iid)er gejd)rieben iiie(d)e aber im 23auern = Äriege uerloren ge= 

372 



i 



i 



IM 
1704. |Kr(lniann l"hse|: Der (belehrte CVitii-us 

i\Qnöeii M. '^^or cinii^cr ■]dt i[t Mejcc 45ud) Diivd) D. i^ftlicni 311 
'}iünUicrii uon neuem l.•^e^nuft luorbeii irield)e Kdition babiird) 
joU bei^laiibt iienuidit un'rbcu ipeil [ie fid) auf ein Muuu.script, 
jo iii einer alten iMbliotlierf c■^e^Inben luirb tjviinbet. ^snfl(cid)en 
mit) and) bee Plazii, einee t^eiiiiffen Theologi, ber jonft de Spec- 
tris et Lemiiribus gefdineben "^Janien biefem ^ud)e uorgefelict. 
(ifbener mafien bat -loliaunes Maiilius üou biejem Aauften ge* 
fd)rieben bod) i-\e[tel)et er felbft i)ai^ er feine ^dirifft nur am 
ben ^•r^ebluugen unb t"ielel)rter l'eute ')ieben gufammen getracjeu 
^aht. X'iefer Maiilius nun er^etilet non nuferm ?s-au|ten: üv 
fei) |1()4] Don Äuubling diente ^n iage l]et^t ee .\lnitlinc3) einem 
(&täbtgen in 5d)Hiaben gebürtig geinefen , ()Qbe ,5U (Sracan 
ftubieret unb bie Magie bafelbft erlernet, v. Collectaii. Basil. 
Edit. IGüO. p. 38. .v^ernad) fei) er ^in unb ()er gereifet ' i)abc 
allerlianb (>k'()eimniffe tiorgebrad)t; abfonberltd) l)abe er 311 3>enebig 
üorgegeben er mülle in ben ,'öimmel fliegen / ba it)n benn ber 
ieufel fortgefiibret unb fo gequälet ba^ er aly tobt 3nr (Srbe 
gefallen / bod) nid)t geftorben iinne. (I^iefe Grjelilnng aber fteliet 
nid)t in ber 'i^ebenö=23efdireibnng.) ßnblidi fei) er auff einem 
Torffe im .v'^i'liOö^tlii^i äi>ürtenberg geftorben. 

Andreas Hoiidorflius nimmt bee Manlii ^I1tei)nung an 
unb faget in feinem Promptuario Exemplorum ad 11. Pnecep- 
tuni p. 167. A-anft l)abe fid) nad) 'Il^ittenberg begeben / weil 
aber ber A-ürft bafelbft :i3efel)l ertl)eilet ' i()n gefangen ^u fefeen ' 
l)abe er fid) anv bem Staube unb nad) ^}iürnberg gemad)t. 

-loliauiie.s Wierus meinet Js-anft fei) nid)t fo lool ein 3an= 
berer / alei ein tl-^etrüger geinefen ' ber bnrd) 31iifffd)neiberei)en 
unb 'ik'rf|.n-ed)ungeu etiuae auygerid)tet l)abe meil er in ber 
Ännft ]n betrügen gar aiolil erfahren gemefen. 

[105] Conradus Gesnerus 3e()tet in feinem Ouomastieo 
jvanften unter bte Vaganten unb mad)et il)n bem Paracelso unb 
anberu Sd)marU = .siünftlern gleid). (*')leid)une aber bie ®elel)rten 
Vveiffeln ob ber Paracelsus einen S[)iritum familiärem gel)abt 
t)abe; alfo ift nodi nidit enuiefen ob ^auft fold)en Betrügern 
fonne beigeselltet merbeu alö iiield)e nid)t eben Jenfcle^Äünfte 

M Ter bei (5runu5 erroälintc ©iebemanii ift nictt i'^cr 33erfa|ier bC'o 
Aauittnutcs. 93erg(oiit)e Me Slnmerfuni] 511 Splitter IGT. T. .ö. 

373 



lt)4 
1704. [Erdniaiui l'hse]: Der Gelehrte Criticus 

fonbcni mir anbere iBctri'u-5cm)en t3ebraiid)teit. v. Thomasii Disp. 
de Vag-. Scholast. § 28. etc. 

Pliilippiis Camerarius iu Horis Subcisivis Ceut. l. p. 314. 
ift mit Maulio uiib bm anbcru einerlei) 5JJet)nung ' uub faget / 
ee märe faft iiicmanb Doii hm gemeinen l'ent()en gemefen ' ber 
nidit ctmai^ non fs'auftä fünften l)ätte gn er3ct)len geiunft. ?lb= 
jonberlid) melbet er btefcc^: 'äU fii^ einften A'öuft bei) etlicl)en 
^%fonen aiiffgebalten / Ratten fie non il)m begehret ' er folle bod^ 
etmaö non feinen Ännft^^tiicfen iel)en laffen. 'miiii i)abe fid) 
lange gemeigert enblid) aber anff inftänbigee iHnbalten ber 
Compaguie. iieijprod)en baejenige ]u tl)itn mae fie bcgc()ren 
mürben. 5)annenl)ero fei) einmiitbig üon i()m üerlanget morben / 
einen -Beinftorf iio(( Iranben auff ben iifd) ^n ftellen. ^anft 
nerfprad) ec foU [106] te fid) biefey baib fel)en laffen ' bod^ 
müften fie aiie gan^ fülle fd)meigen / hi^ er fie ■Iranben abflirfen 
bieffe. @y maren alle ba^n miliig ' unb fs'auft nerblenbete biefe 
trnncfene i^entbe bafi fid) fo nicl i^3eintranben prjesentirteu . / 
alö 4>erfDnen ^ngegen maren. Die ©äfte maren alle nengierig / 
nabmen ein ieber il)r ^33ieffer berane / nnb ermarleten / menn fie 
yvanft mürbe 3i^etntranben abfd)neiben bciffen alo fie aber ber= 
felbe eine 2Beile mit vergebener .'öoffnnng abgefpeifet l)atte ' oer=^ 
fc^manb ber Seinftorf miber. Unb ba faben bie curieufen l'teb= 
baber / ba^ fie bie llieffer an ibre ^3tafen gefeliet nnb fid) fold)e 
bamit mürben abgeid)nitten l)aben menn fie %aniU 23efe()l über= 
gangen l)ätten. 2)iefe (?r3el)lnng f)at and) Simon Majolus (ober 
öielmel)r Georgias Draudius, alö ber Autor btefee anbern Tomi) ^) 
in feinen Diebus Canicularibus Tom. 2. Coli. 3. p. (i02. in= 
gleid)en Drexelius in feiner Aurifodina Part. 2. Cap. 8. miberl)olct. 

„.Martinus Delrio in feinen Disquisitionibus Magicis Lib. 2. 
„qu. 11 rebet alfo: @8 gebet ein gemeinee @efd)rei) baf; A-anft 
„unb Agrippa. ^mci) ßaubercr benen Seutl)en in ben A^erbergen / 
„bem 2lnfel)en nad) ; gut @elb gegeben meld)ek? aber nad) menig 
„Jagen [107] nid)tö alo etüdgen Si>on\ nnb C'^'ifen gemeien. 
„de melbet aber bieuon fein einziger Autor, ber bee Agripp« 
„^eben befd)rieben bat.'' 



*) S3erglcictie iMc ^Jlnmerfimc» l ^u Splitter 149 2. ^04. T. ^?. 

374 



UM 

1704. [Erdmann Uhse|: Der (ielehrte Criticus 

Mcigcrus t)iiu"iCi]CU in Niicleo Ilistorico l.il». 7. Cap. IS. 
defendirct Aauftcn c\ax fel)r luib nennet i{)n einen iinten nnb 
frommen eol)n. ii>eld)et^ aber btefer '3Jcann id)iiH'rlid) lüirb er^ 
lüeifen fonnen. 

Gabriel Naud.ieus hat An. 1<;-J.'). einen befonbern Xractat 
gefd)rieben / nnb [idi barinnen berfenigen angenommen / meld)e 
in faljd)em S^erDadit met]en ber :Janberei) gemefen. Unter anbern 
jaget er and) ba|; bie .sbiftorie fo in X'entfd)lanb oon soliann 
TS'anften entftanben nnr eine Iv(»inaii Magi(iue ober eine mit 
allerl)anb erjonncnen Umftänben ner|e()ene (^H'i"d)id)t jei) meil Aan[ti3 
.ÖänDel oon feinem beiinilirten Mistorico, fonbern nnr uon Delrio, 
Wien», nnb anbern .s>e^'en*@d)retbern gemelbet mürben. 'ii>ot)on 
aber f)ernad) ein rnehreo mirb ^n fagen jeijn. 

23ei) fo nnterid)iebenem Serid)te nnn baben mand)e We{efn*ten 
nid)t geiiuift ' luae fie ane sanften madien follen. C"^tlid)e mei)nen / 
Faustus fci) nnr ein erbid)reter l^iame nnb einem :>rnberer bei)- 
gelegct morbcn ber in [H)8J fdimeren fingen einen glücflid)en 
(Kaustum) Snccess gebabt. ^.Habere lagen eö mürbe ()iebnrd) 
Faustus Socinus oerftanben: Tenn alö berfelbe bon Pliotiuia- 
nismuni in inilen (luo nnfcr A-anft foll gelebet haben) aui?ge= 
breitet hätte nnb oon bem tnmmen isolrfe megen feiner Öele()r= 
famteit nnb .Münfte oor ein $l>nnbermerd-' märe gehalten morben / 
()ätte man ihn gar ber .^)anberei) beid)nlbiget ben ^^nnamen 
So(;inus meggelaffen nnb Faustus behalten / gleid)mie man and) 
Lutheruui nur Martinum unb Melanchthonem nur FMiilippum 
5u nennen pflegen. 3lUein eo ift fd)on lange nor Socino bie 
3iebe oon '?s-anften herum gegangen baf, aljo biefe lK\n)nnng 
balb megfällt. (einige geben oor , eo mürbe '^sohann Aauft fonft 
Johannes Teutouicus genennet meld)er aber megen eiiun' fouber= 
lid)en Äunft niemahlö in ("onsideration gefommen unb mit 
t5auften nid)te ]n thnn {]ai. v. WolfHi Lectioii. Meniorab. 
Tom. 2. p. 434. 5J?e^rery oon biefem A-anften ift ^i (efen bet)m 
Gisberto Voetio Part. 3. Select. Disp. p. 539. Thomasio in 
Disp. de Seholast. Vagab. § 28. Freudio in Casual. de mag. 
p. '2C}D. et Zeilero in Chron. Svevi^e p. 564. 

5A>enn man nun Aaufteut^ ^eben nnb Iha= [1*>^] ten genau 
betrad)ten mil fo finbcn fid) anfange fonberlid) brei) Werter / 

375 



ltJ4 
1704. [Erdniaiin Uhse]: Der Gelehrte Criticus 

WO er fol öcbof)ren fe^n. Manlins iinb nnbcrc c\cben n^iiblingen 
in eclniHiLicu nor feine ©ebnrthy^^taM unc: 'Jl.Ubemann 'liobe / 
ein Tovfi im 'I^ei)nianfd)en; unb bie .piftorte luni ^'anften jo 
ein Manuscript ^um Fmulameut i)at 2olbmebeI ein eltibtgen 
im Js-ür[tent()nm :}ln()altM. Unter iiield)en '•}3iei)nnngen lüol bee 
Manlii ben i^ali behalten mirb meil bie mciften Autores eben 
bieten "Crt benennen. 

^af3 <'s-an[t bie Academie gn 3>iiö'-''''"^'i'^^ beinci)et babe / 
(v. Ilistor. Fausti Part 1. Cap I.) ob gleiilj lDld)eö fein anberer 
eeribent befräfftiget fan man gar lüo^I passiren (äffen / weil ge- 
bad)te Academie gur felbigen ßeit gar febr fioriret. v. Erasm. 
Roterod. Üb. II. Epist. 17. p. 121. Edit. [.ond. ®er ^Rame 
2i>ittenberg aber ift ol)ne ßmeiffet mit 2Sürtenberg üermed)felt 
morben obid)on Manlius nebft ber .spiftorle non J^auften be* 
i}anpten moüen ba^ fid) Js-anft beftdnbig ^n ^iiMttenberg anfge= 
balten l)abe. 'Bo mirb jebod) niemanb längneu ba§ er and) 
35>ittenberg befeben , ba er ^n Oiürnberg ^k'nebig nnb l'eip^ig 
gemefen ift. 

Unter ben 2;f)aten ^sobann ^-anftene mirb and) biefee er= 
gebiet: 3(lc^ ber ^äyfer Maximi- [110] lianus 1. einften ^n ^sn* 
fprud' mar lie§ er ^-anften non bem bamablö fo niel gerebet 
marb ; gn fid) ^olen nnb nerlangte non ibm ein Äunftftürf gn 
feben. ^-anft entfd)nlbigte fid) anfange; alö il)n aber ber .Häiifer 
feiner (Sjuabc Derfidierte fragte er: äl^ae ;sl)re ^üi)ferl. 53iaj;. 
begel)retenV iIi>oranf Maximilianus ben Alexandrum M. gn fel)en 
verlangte. Der Äünftler brad)te alebalb bieien ''}}ionard)en in 
fold)er Öeftalt mie er non ben HLstorieis gebilbet mirb beroor ; 
unb marb l)ernad) mit ©naben nnb @efd)enrfen raieber fortgelaffen. 
(v. Histor. Fausti Part. -2. Cap. 10) -i^iefee aber ^at feinen 

') 2ie bvittc ^diflnöe ncn ITl.j: „2ix gelcbrtc Criticus über 3rocn Inim''crt 
fieben m\b üiergig curieuje Dubia unb /fragen ]o ii>ül)l auj bor >iivdH'n= Pmlau- 
unb {>)eIe()rtcn=Hist()ria, als> aud) aus bem Jure Publice be§ 3iümii\fi=Ieutjiiien 
!)ieirf)5 ; lüie nicbt roenicjer aus ber Geographie, Philologie, Moralite unb 
(£taate=Politic ber metften .SReicfie unb Republi(iuen in Europa, in brciien 
2:f)eilen abgefaffet bon .öerrmann 2ubeu. (irfter Jf)etl. 5'eii-»5ig im i(er= 
lag Sol). Vubm. (^lebitfits unb '3)iori^ öeorg ©eibnuinnö 5)ritte 9luflage 
Anno 171.0." ijat uir bie ii^ortc „im 3ürftentf)um 3lnl)alt" „in ber alten 
3)larcf." X. .*). 

376 



1H4 
1704. [Erdmann Uhst'j: Der (iclehrte Criticiis 

(^nuib inbcm füld]Cs? luiii anbcrii .luli. Tritliemiü 3iu3efcl)vicbeii 
luib über T^i^ .Maximiliaims I. uon Cuspiiiiaiio de Imi)erat. 
Rom. pag. 4!t4. luic aiul) luni .lovio Klog. ("ap. ö p. 15ö. uov 
einen fvonunen i^l■ini3en anccjecjeben iinrD. o-n "^i'^i Jl)eneri)anrf 
unt> anbei 11 ^dirifften yon Maximiliani 1. I baten unvb fein 'ilNOVt 
uon iold)er Aübel t-\ebad)t. I'af? er aber in feiner ^u^enb gar 
üornnl3ii"i iieaiefen gefteben faft alle Historici. 

:I?iefeö uerbienet nid)t niebr Wlanben ba er^eblet luirb: 3tlo 
i^ebad)ter Mäijfer einften bec morcieno üom ^d)laf enuad)et , ^abe 
er fein (^enuid) bnrd) ^-anftene Ännft noUer [111] iMnmen 
3?änme nnb ilränter gefeben and) ben lieblidiften Wefang ber 
isögel gc()üret / nnb alle er[innlid)e ^^'nftbarfeit erblirfet. v. llistor. 
Faiisti Lil). II. ("ap. 11. X'enn ee ift füld)Cö auv beö Alberti 
Macciii. iiield)er eben fold)eö i:?a[tere befd)nlbit}et inirb ' .'öiftorie 
genommen alc^ ber Anno l'JiiO. bem ^läi)fer Willielmo 3n 
i?ladien einen ii31nmen=l^)arten im ilMnter norgeftellet nnb baber 
ben ^}tamen eineö £d)iuarlifiinftlerö befommen b^t. 

^'s-ülgenbee fiebet ^iemlid) läd)erlid) am / ba iu Historia 
Fausti P I. ('. 4-_'. gemelbet irirb: Ge i)ab^ ?S'nu[t einem i^aner 
mit einem ?vnber .'öen begegnet / nnb if}m füld)eü abgefanfft / 
alö nnn ber .v^anbel rid)tig gemefen biibe er haz^ gank' ys-nber 
tierfd)(nngen. (i"y iinrb aber fo(d)e Öefd)id)t einem anbern ''!)3iiin(^e 
in bcö Lutlieri 3;ifd)^1ieben 3ngefd)rieben nnb ermebnet Came- 
rarius in Horis Subcis. Cent. I. p. 314. ane bem Dubraviu 
eb^n fold)er i^egebenbeit non bem Zytoae, Aläi}fere AVenceslai 
^d)marl3 = Äitn[tler nnb fek't babei): ilnie non biefem Zytone 
gemelbet morben luiirbe Fausto 3ngefd)rieben. 

(änblid) wirb Hon ^anftt'n (Histor. P. I. cap. 25) bertd)tet 
er babe ftetiJ einen fd)marl3en .vtnnb bei) fid) gebabt meldieö ber 
3:enffel ge= [112] roefen. 3lber and) biefee ge()bret 3n be^ Cor- 
nelii Agripp* lieben, v. Paulus Jovius Elog. p. 121. obfd)on 
Jovius megen biefee '^erid)ty üiel 2lnfed)tnng get)abt. 

Gisbertus Voetius Disp. Select. Tom. 3. p. 448. faget: 
$anft babe ein öffentltd) 23iinbni§ mit bem Senffei anfgerid)tet / 
eine Obligation befjmegen oon fid) geftellet nnb ein geanffeö 
i^ranbmal)l an feinen l'eib angenommen, ii^enn biefeö mabr ift / 
fo tan man ibn mobl nid)t mit Oesuero loc. cit. nnb Wiero 

377 



I 



1(54 
17U4. [Erdniaiiii Ulise]: Der Gelehrte Criticiis 

iiiiv einen bloffcn Sanb^Streictev nennen. -Iiiieiiiol and) Wierus 
idbh \Äh. 11. de Pn^stig. p. 143. etc. i()n üor einen ßanbever 
aiiC'i]iebet. Conf. Thomasii Disp. de Vag. Scliolast. §. 145. 

Wan nennet biejen ^-anften incn^emein einen Doctor. ber 
lold)en Gradum Lion ber "DJiebi^iniidien Faculttit erlanget ijabe: 
SlUein ee f)at fold)ee Freudius Casual. de Mag. pag. -?()5 bi(ltd) 
balier iriiberleget ba\\ man einen fo iierbäd)tii]eu "ilT^enfd^en ber= 
i3leid)en (>-l)reu = 4itul nimmerme()r ert()eilen mürbe. X^a^ man 
ifm aber einen Doetor genennet ift mo{){ baber cntftanben . 
meil er alc ein '}}iarcf>®d)ret)er nml)er cje^ocjen nnb nad) gemöbn^ 
lid)er '^Irtfi uon bcn gemeinen l.'euten Doctor A-auft genennet 
morben. 

[113] 3A>il man nnn einigee Urttjeil non öiefer ganl3en (£V' 
^ebliing fäüen io fan man mit .^v. ^o()ann ©eorge DIcumannen / 
Prof. Witteb. in feiner Disput, de Fausto Pr*8tigiatore Cap. 3. 
§ 2. bey Naudaei 93?ei)nnng in Apolog. Cap. 15. pag. 419. gar 
irto()l annei)men unb et^ eine Roman Magique, ober eine .sMftorie • 
5U roeldier allcr()anb Umftänbe erjonnen morben nennen, ^enn 
eine bloffe ^-abel fan man ee nid)t nennen meil ja in gan^ 
^^entfc^lanb eine beftänbige :Kebe üon A-auften gemefen. Mauliur 
jaget er l)abe bicfen iltann felber gefennet; ('amerarius be» 
riditct irae er ge()r>ret nnb Wierus f)at ec uon einem A'vennbe 
nernommen bcn %au\t mit feinen i^offen betrogen ()atte. o»«! 
bie (Srf)maben gefteben eö felbft nnb fönnen niemals .\lunblingen 
nennen Daf; fie nid)t ^ngleid) au g'aiiften gebcncfen foltcn. 
V. Conradi Dieterici Coiic. Ki iu Ecclesiast. p. 237. (Sine 
^iftorie fan Fausti ^eben and) nid)t genennet merben weil fein 
bemebrter Historicu.s baoon 53telbnng tl)nt. 33ei)m Sleidano, 
Tliiiaiio. \a an&) begm Rodino in Dsemonomania, Scaligero nnb 
Cardaiio de reriim subtilitate. unb C'asparo Peucero de Divi- 
natione. rotrb bee ?;-auftt; mit feiner 2i)lbe gebad)t. S'emnad) 
ift mol ein ^-auft gemefen [114] aber nid)t mit fold)eu Um* 
[täuben irie insgemein befd)riebeu roirb. 

i^ou ber ßctt ttienn er gelebet füget AVienis lt»c. cit. 
}). 141. i)a}^ eö furfe oor bem 1540. ^a^re gemefeu ' unb muffe 
man bierinn bem Delrio loc. cit. bei) pflid)ten ineld)er fage / 
ba^ Agrippa unb A'üiM't 3» gleid)er ;]eit gelebet nun aber märe 

378 



s 



164 

17(11. [Erdniaiiii L'hse]: Der (ielehrte Criticus 

Agrippa Au. l.')o!). uiiD l)einad] Der ^^A'lt foiiLicrlict) bchiiir 
inorben. 

Maiilius meijnct er fiabe Dazumal t^clcbel alö Mäi)fer 
(Caroliis V.) Den iHibÜ ^iiv Raison i^cbrad)t. ^enn er jai^et 
Collect. \yds^. 'Ml A-auft liabe fiel) i^erüliinct Da[; er alle Die 
2.\cc\c iiH'ld)e Die .*iläi)ierlid)en in ^-tcilieii c^e(}abt biird) feine 
Äunft ^nmegc ßcbrad)t. ^oldieö aber fället nad) Tluiani 23erid)t 
Lib. 1. in Dae* 1527. "salir. Unb eben ba^nmal regiercte aud) 
^of)aniieö l^l)nrfiirft yt^adifen nield)er burd) ein Kdict biefen l'anb^ 
ftreid)cr an»? feinen WrenluMi ^n jai^en befahl, v. Ilondortt. loc cit. 

Ji>ittenberg aber bat tiieiter nidite mit Js-anften ]n tl)nn ge= 
i)abt fonbern "il^irtenberg mie oben flefaget luorben. "ilinilte 
man bie gemeine 9?ebe nerfdiülu'n meld)e nid)t aUemal falfd) 
roäre fo ift biefee bauoii ^n iiiiffen: 5110 im HO. fcibrigen .Mriege 
and) siadifen uoller eolbaten mar fielen biefe .\lrtegy = '!)3iänner 
in [ll'>] ein Dorff an ber 6lbe ' Ükmeiiy 33rabe bamit nnn 
bcr ed)nll3e felbigen Torffs? bie 3olbaten non feinem .'öaiife ab- 
halten möd)te fo bcfdiumlite er fie ' fein .öanfj märe megen beö 
eiitfe|;lid)en iobei? Jobann A-anftt^ gar nnfid)er: ^eigete ihnen 
and) bie Ji'^anb meld)e etman mit Ddifen-^ßinte befpril3t mar 
nnb jagte babnrd) benen 2otbaten eine A-nrd)t ein baf? fie baoon 
flol}en. 

'?hin mollen mir nod) i)c\\ lob unfere Jyanftenö anfehen. 
Ooiiradu.s Dieterieus in Coiirion. Ki. ad Eccles. pag. "237. 
melbet: (yr märe ^n .\lnnblingen in feiner ©ebnrth^ - 2tabt ge- 
ftorben ba ihm ber S^ai]^ gebrod)en raorben. äiH'ld)em p)engntn 
man gar mohl tränen mag meil Dieterieus felbft ein 2d)mabe 
gemefen nnb alfo bie 3ad]en bie in feinem i^aterlanbe i»aftsiret / 
ohne ßmeiffet mirb oerftanben ^aben. Manlius, gletd)fallC' ein 
^d)mabe ift eben biefer ^?3tei)nnng. Wierus unb Camerariiis. 
menn fie ben lob Aanftene befd)reiben unb ein I^orff im 
.^Öerljogthum Sirtenberg nennen / jielen mol auf nid)ty anberö 
alc^ eben biefee Äunblingen. Conf. Neumanni Disputatio de 
Faiisto Pr?estigiatnre. 

:)^egifter. unter a 

?s-auft ber ß^iiberer 102 

ob er bie 33nct)brucferet) erfunben 94 

379 



165 

1705. Peter Goldschmidt: Verworffener Hexen- und Zauberer-Advokat 



105 

1705. Peter Goldschmidt: Verworffener Hexen- 
und Zauberer-Advokat 

a — d 

letri (yolbfd)mibtö / Hnso-Cimhii. p. f. Pastor Sfernp. 
S^^cnnorffcucr .v^c^-eii= unb 3auberei- = Advocat. 2)aö ift: 2SoU 
geoirünbcte 5Iseniid)tinig 2)eö tl)üvid)ten 5l^orf)abeu0 .s^n. Cliristiaui 
Thomasii ^. U. D. et Professoris Halleiisis, unb aller berer / lüeldje 
biird) if)re Superflut3e Phantasie -©rUlGU bem teuftlifdicn A)e;ren= 
(^cjd)mei^ bae Sort rebcii iudücu / !;snbem gegen biefelbe 2Uk^ bem 
nniinebcviprcd)ltd)em ©öttl. Sorte / nnb bcr tcigltd)=Ie{)rcnbcn 6r= 
tatirnng bae 0egent()eil ^iir ©nügc angeiüiefen nnb beftättiget 
mirb baf^ in ber 3;t)at föine 2;enilifd)e .pc^reret) nnb ßanbcret) 
fci) ' Unb bannen()ero (yine (5()vt[tlidie Cbrigfeit ge()alten / biefe 
abgejagte Js'einbe ©^^tteß / (Sd)aben*frof) / 9Jicnfd)en= nnb -md)' 
%'örber ani3 ber (5f)ri[tlid)cu ©emeinbe ]u jd)affen ' nnb biefelbe 
gnr mol)lnerbienten (Straffe ^u 3tel)en. .^ambnrg / 23ei^ (^ottfrieb 
ßiebernicfel ' Snd)t)änbler im ■DDl)m. i?auenburg / brncftö 6()rift. 
SUbr. isfeiffer. 1705. 

a) 6ap. VI. @. 201 
6'^ gefielen and) teste Spizelio 1. c. p. m. '21 -i. bie öor 
nnterfd)ieblid)en 3nl)i"t'ii eutöcdte Magifd)e (S3el)eimniffe ' bafi ber 
(gatan öergnügt gemefen fci) / menn feine nengemorbcnc baö ibnen 
üorgelci^tc ^ciiffelesil^ud) mir anc^crüOrct uiit» mit auf(^clcc(tcn 
<>-tu(^ern itjm treu 311 fei)n unb 311 bleiben gcfci)U)oreu bobcit. 
33ei) anbern aber pflegt ec and) fd)rifftlid) ^n gefd)el)en 1 in bem 
fie fid) mit il)rem ^lut bem Satan oerfd]riebcn l)aben. älUe alfo 
getl)an l)aben Tlieophilus Äird)enfd)affener ^n Adaria in Cicilien 
üor Reiten; nnb GofllVediis in ber Provence, Faiistus, Tyllius 
2Beiffe nebft ad)t feiner Cameraden / jener 'Jsortngie^ ^Egidius, 
ba^ 35^eib (Jehula nad) Dion. Carthiisiani 33efänntni| / nnb anbere 
mef)r moüon bei) bem Apn Spizelio meitliinfftig ^n (efen. ^obct) 
biefee ^n merden / ba^ alle Formnlen ber Obligation nid)t gleid) 
gemefen. 2)ie Einfältige gel)en mit geringern ä?iervflid)tnngen ab 

380 



165 

1705. Peter Goldschmidt: N'erworffener Hexen- und Zauberer- Advokat 

a(y Die (."'k'lcbrten. 4hiii ctliclKU (5"iu]cliiiiL)ijcl)cn .viqcu melDet Der 
.Ör (Jlaiivil. am bcii (^^)cnd)t6 = l'r<»t()C()llcii • baf; bor Jciiffel [io 
in bell üiertcn ^-inger ber n'd)tcii .'öanb ("jcrilict - imb fic mit bom 
aiiü' öftropfften 33(iitc feine uon i()in fclbft aiit= [-iO-iJ i]qcicl)netc 
(Sdirifft eine mit bcm oCid)cu f bic aiibere mit bcm 3cid)eu O 
iinterid)rcibcn muffen vid. Glanvil. part. 3. Sadd. Triiunpli. 
liist. 3. j). ')1. et liist. 4. p. (54. ober ba fic nid)t fd)iciben 
fi3nnen ift ber Jenffcl ]u [rieben baf; er bie iropfflein '.IMnt 
am- i()ren Ainc^ern nur empfaniien fonne. Glanvil. 1. <;. liist. 5. 
p. m. 7:1 Unb nad) ^Hn^^eii^ung bcö .vin. Spizelii geben bie ge* 
rtd)tlid)e U()rfnnbe ba)] bie gemeine einfältige "llH'iber lueldie 
nidit gemuft ' ba\] er il)nen erfd)einenber (icumiier ber 2;enffel 
gemefen fei) / fid) ^n feinem Sienfte alfo lierfd)riebei (laben. ^sd) 
ergebe unb öerfprecfje miri) bem A>eiTU auf fo unb fo üiele 
5at)re etc. IDa l)ergegen aber oerftiinbige unb finge i^ente l)iirtere 
'il^erfd)reibungen t(]un muffen nemlid) ba\^ fie non .'öerluMi unb 
allen Äräffteu ©CXI abfagen (i^riftum nerleugnen bem Xeuffel 
mit ^L^eib unb eeel fid) auf emig ergeben unb feinee 'Keid)y=?s-lür 
unb iiHid)etl)um nad) äufferfteu ^H'rmogen moUen fud)en / unb 
beforbern belffen. ::IiNie beo Fausti obligatiüu gelautet ' 'ba ev 
bem irrbifd)eu (nVC'JI: wie bie "Ißelt bem 3:eutfel uenuet 
ieincu ^>.'eib uub OJIiebmoffeu fo il)m burd) bie (Altern (^e= 
geben von foId)er ^^eit an "^l-eil tragen (^)C5'5: unb aüen 
l)immlifd)en .s>cer unb lueldje WC^lee (>-rennb fei)n abs 
iagen; and) fein "il^ort WCttee nod) bie fo foId)esi ^jrebigteu ' 
nnb Hintrugen t)ierin fid) einige .Oinberung tl)nu ober fid) 
^u WCl^ bet'ebren laffen molte. :]uv Urfunb Ijätti er foId)e 
feine .s>anbfd)rifft mit feinem "iVhit befräfftiget uub eigen= 
bdnbig unter gefd)rieben maffen er fold)en in allen getreulid) 
nad) ,yt fonts [2():JJ men gebäd)te. 
b) (S. 862 
2)a^ Johannes Faustus feine ^^ii^^nTi) in ber Cra- \:MV^\ 
(•auifd)en (gd)irarl3en^€d)ule gelernet unb ein 5luebnnb aller 
;)aubcrer mit gcmefen ift am- beffen 2ebene=2?efd)reibung befaubt. 
vid. Da^ ^^eben Fausti. ober beffen .'öiftDrien unb Caniiiipr. in 
Hör. Succisiv. cent. I. cap. 70. p. ni. 314. Unb ba^ fein Disci= 
l)nlns Christopher AVamier in eben foldien teufflifd)en .fünften 

381 



165 
1705. Peter (Toldschinidt : A'erworffener Hexen- und Zauberer-Advolvat 

iiid)l unerfahren iiemejen lehret and) Neffen l'eben unb 5:obt 
anno 1594. c^ebrnrft. 
c) @. 496 
^ -2. Michael <Bad)ic uielbet in feiner Äai)jer=(5()ronifa part 4. 
pag. "278, 27!). ex Fausti Histor. part 3. fol 133. sqq citante 
Schneider in Titio continuato loc II. n. 29. p. 446 toU3enbee\ 
^^Uc- Ääi))er Carol ber V. mit feiner .porfftat nad) Insbruck öer= 
rürtte warb and) bamit hingebrad)! Johannes Fanstus, weil er 
mit feiner Ännft Dielen -Arei)()errn ; ©blen nnb ©rafen gef)o(ffen 
hatte non aUer(ei) fd)merl3()afften böfeu ,\lrancf()eiten if)nen and) 
bnrd) feine Sd)Uiarl3e = >\unft uiele Ülbenthenr ge^eiget. Da ber 
Ääijfer beffen über iaffel anfid)tig marb fvagte er wer er 
märeV nnb meld)e .<ilünfte er fönte V foberte it)n nad) eingenommenen 
Offen ,^u fid) nnb begehrte er folte bnrd) feine befd)riene Äunft 
ihm ben berühmteften A\äi)fer Alexander Magnns nebft beffen 
(Gemahlin in ber @eftalt nnb ^slleibnng ('•rnng nnb ©eberben ' 
fo fie im 2cben gehabt ^n fehen fd)aften. Faustus antinortete / 
fo niel er bnrd) feinec^ Weiftec >^^itlffe nermöd)te molte er bem Äai:)fer= 
lid)en 23efe()l gehorfamen. iHbcr ^i)vo Ääi)ferlid)e 'llcafeft. folten 
miffen ha^ ihre ßeiber nid)t nor bi^mahl aufferftehen fönten; 
fonbern bie nhr= [497] alten ©elfter iinirben marhafftig bee 
Alexandri M. nnb beffen Gemahlin ^^serfon nnb ('«k'ftalten bar= 
ftelten / inie fie gelebet nnb befleibet geiuefen. 6y fönten and) 
^shve DJiajeft. biefetbe alle bei)be gnan betrad)teu unb befehen 
aber >Eie müften nid)t mit ihnen reben. ,s?ieranf gebet Fanstus 
auy bem Mtii)fcrlid)en (^emad) htnaue unb berebet fid) mit feinem 
©elfte ' nnb uad)bem fie ber Sad)en eiuö geniorben gehet er 
uneberum ^um A\äi)fer hi^^i" ; n"^ läft öle ^[)n\ i)inkv fidi offen 
ftehen; alfobalb folget ihm auf bem ^-n^ nad) Alexander M. in 
ber ©eftalt mie er gelebet ein fleinee '!)3iänd)en mit rothen unb 
gelbfarbigen bicfen SSarte rothen i^acfen nnb einee* ftrengen :?ln* 
gefid)teö ' ale ob er i^afiliffen Singen hätte, (xr mar befleibet 
mit einem fd)önem .s^arnifd) / trat ]i\ bem Ääi)fer unb bücfte 
fid) mit einem tiefften Reverentz oor ihm. 5)er Alai)fer molte 
aufffteheu / nnb ihm bie .^»anb bieten ; aber Faustus mincfte ihm / 
ba^ ere nid)t thnn folte. Üi^arauf neigte fid) Alexander unb ging 
3nr Xhiii-' f)inau6. ^alb baranf trat h^i'^in feine ©emahün in 

382 



165 

1705. Peter (-roldschmiilt : NCrwoi Hfiier Hexen- iiml Zaiilicici- Advokat 

einen blanen ^anmieten :)iorf / mit i^tlDenen ^Stürfen nnb inTln 
befeUet; >iie iiuu" übeiauy fd)ön / mit votden "iliHtncicn läni-(lid)t 
iinb eineö vnnbon ^Uujeiuliteö. il^io Der >läi)fer Diejellu' eine i\>eile 
anßejcl)anet batte fi^^l idm ein ba[? er t-^elefen nnD i]el)örct hatte ' 
i)a\] [ie in bem Ouirfen eine groi'fc ilnutu' folte gehabt baben ftnni) 
berol)alben anf lum feinem 2tnl nnb i]ini^ 3n il)r fie ^n be|'icl)tii]en ' 
ob er bie il^al)rseicl)en and) an ibr finben nnb ülfo crfennen tonte , ba^ 
ber ©eift fid) auivbafttii^ in il)rer bei)ben Weftalt oerfieibet t)ätte nnb 
i()m nid)t mit falfd)er ^-ovm betröi^e. eie ftnnb [tiüe biiifte bcw Siopj 
unb S^aiv I ba^ [■^^•^^] er bie 2:\>arl3e je()en nnb eii]entlid) erfennen 
fönte, .pieranf neiijte [ie fid) bor i()m / gint-| ^nr It)iir l)inanö nnb 
bcrfd)Uianbt. '^llfo i^emädrete Faustus bem Aläi)fer feine 33ittc nnb 
nad)bem er niele läd)erlid)e 5lbent()ener am ,pofe getrieben / nnb eine 
t3nte '-l^erel)rnnc3 empfangen ()atte 30g er bonbannen (}inmeg. 
d) (g. 551 

3öaö bcmnad) bi^meiten nne fd)cinet absurd ;;n feijn ift bod) 
in ber I!)at nid)t ;il)stir(l. ((;) ^ie 3i>ibevfad)er menben ferner 
ein: ^)\.'eil allec nerfd)iinnbet bei) '-öenennnng beß ^lamenc^ >,(ifn / 
fo muffe ee nnr i^bantafei) fei)n benn ma()r()afftige 2)inge uev= 
fd)minben fo leid)te nid)t. iHüein man antmortet ba^ bie Con- 
seqveuli falfd) fei). iDtan mnf; nnterfd)eiben nnter bau meld)e? 
propric. nnb improprie oerfd)iuinbet; imgleid)en mooon bae i^er- 
fd)HHnben late et stricte, in ganl3 genaner nnb and) ioeit= 
länfftiger i^etrad)tnng gefagct loirb. ')jcan faget ' ba|3 etiuaü oer^ 
fd)aunbe in bem eö ben 3tngen ber ;-Jnfd)anenben entriffen inirb / 
nnb bod) bleibet bac^ ' mac ec geiuefen mie oon bm :?lngen=^ 
blenbnngen ber ^^anberer ^n lefen iingletd)en and) baf^ etmae 
i)erfd)iinnbet in bem berfelbe ber etiuae mei)net 311 l)aben in ber 
3;bat ein anbero alö er mei)net bat. ^^lUe bee Faiisti S^ranben 
fold)ec> bemeifen inbem ein jeber nnter Den '^nmefenben feine eigene 
"^luife an ftatt ber Iranben gefaffet nnb luenn er baoon ab-- 
gefd)nitten ; feine eigene Tiafe loiirbe nerlelit ' nnb oeruninbet l)aben 
vid. Cammer. Hör. Succis. Cent. 1. cap. 70. p. 111. 318. 
:1iegifter 

Fausti Snnbc=Formalieu mit bem lenfel "202 

ein 3i^iiberer. 'M\?>. beffen Jranben 551. 

Sagner. ((Sl)riftoff.) ein iVtnberer. 363. 

383 



h 



166 
1706. Burcard Gotthelff Struve: rntn.ductio 



1706. Burcard Gotthelff Struve: Sntroductio 

l)vnaidi Gotthelffii Strvvii lutrodvctio ad Notitiain Hei 
Litterariae Et Vsvm Bibliothecarvm arcessit dissertafio De 
Doctis Inipostoribvs Editio secunda, anctior et emendatior. 
lenae Suiuptibus Ernesti Clavdii Bailliar MDCCVI. ^) 

p. -438 Capvt Nonimi De Libris Damuatis Et Prohibitis 

p. 439 § XXXIII. lo. Fanstl Magica. 

p. 473 

§ XXXlll. 

Magic« artis fere Priiiceps habetur, lOANNES FAVSTVS, 
Sueuus, sub cuiiis nomine liber circumfertur Mstus, quo neero- 
mantia^ habentur fuudamenta. An ipsius sit, pro certo noiim 
adserere, neqiie etiam, pro veris habere omnia, qu?e de eodem 
dicuntur: hoc vuiciun adfirmamus, astrologiie studio fere fuisse 
captum. Vitara eins, acta magica, finemque horrendum partim 
ex ipsius Fausti, partim famuli ipsius loannis Waigeri schedis 
congessit. vt ipse testatur, GEORGIVS RVDOLPHVS WID- 
MANNVS, Hamhitrgi 1599. 4. denuo additis vbique obser- 
vationibus. Historiam istam edidit et quibusdam obser- 
uationibus adauxit lOANXES XICOLAYS PFITZERVS, sub 
titulo: das ärgerliche Lebe)) und schreckUcJte Ende des vi et t)e- 
rüchtigten Ertz Schwartzkünstler , 1). loannis Faust i, Xürn- 
t>erg 1681. 8. 



') Sie er[te 3(iiflaiie luni 1704 eiit()ält bie Aaufti'teUe lunii niitt. 3n 
ben 9lu§iiaben ron 1710 (3. X'lufl.) luib 1715 (4. 9lufi.) ftcl)t [ie an beriolbcn 
3telle vok in ber ^meiten 3luflac(c. Ter 3:itel bcr brüten ^Inflaiie iion 1710 
lautet: Bvrcardi Gotthelffii 8tnvii lutrodvctio In Notitiam Rei Litterariae 
Et Vsvm Bibliothecarv^m Accessit Dissertatio De Doctis Impostoribus Et 
huic tertiae editioni accedunt Svpplementa Xecessaria Et Oratio De Meritis 
(Termanorum In Historiam lena- Sumptibus Ernesti Clavdii I^ailliar 

^mccx. 2. .0. 

384 



167 
170*>. BibÜDthi'fa Aiitii|u;i 

IiideK Avtoiviu, F. 

Faustus lo 473. 

P. 
Pfitzerus In Xic 473. 

\\ 
Widmanmi.s Georg. Ihid 473. 

167 

1706. Bibliotheca Antiqua 

Dihliotlit'ca Antiqva Pvblicata lenae Aiiiiu MDCCVI. 
Svintibvs P>it'l('kiaiiis. Literis Nisianis. 

p. 'l'lh Ribli(»theca Antiqva Pvblicata leiiae Kalendis 
luitü Aiuio MDCCVI. 

p. 232 

}\'(/ln/ia^'fif/e Historien Voit den GrevlicJien rnd absc/tenlichen 
Sünden rnd Lastern D. loannis Fansti , erkläret durch Georij 
l'ndoli>h Wid}nrn}}t, Hamhurg 1599. hri/ Hermann Moller 
coustat 4. Alph. eirciter -j 
PYrrhouisraum Historicum sapit Historia Fausti. de quo 
niaxime adhuc dubitatur, an viniuam extiterit. Egit de eodem 
singulari discjuisitione Toannes Georgias Neumamms, Witten 
berga:'. 1(383. 4, qua omuem Fausti liistoriam excutit, ita 
quidem, vt de illo quidem non plane dubitet, hoc saltim ad- 
ferens, artes raagicas illum n(ta Witteberga^, potius apud Sueuos 
atf|ue in Würtenl)ergico Dut-atu exereuisse. Primus, qui eiusdeni 
nientionem iuiecit, est loannes Maulius iu suis locorum Com- 
niuniuni Collectaneis. Hie enim ita de eodem: Noui quen- 
dani nomine [233] Faiistuni de Knndling: qnod est pnruum 
oppidum patrice niece vicinum ; Hie cum esset Seholasticus 
Cracouiensis , ibi magicim didicerat, sicut il>i olim fuit eins 
inagnus rsus, et ibidem fuerunt iruhlicce eiusdem artis profes- 
sioties. Vagabatur passim, d icebat arcana nwlta: III c Venetiis 



') ®er a>evfafier biefer 23eiprerf)um3 ift 2?urrfian^t Wottliclr Stntne. 2). .p. 

Tille: Faustsplitter. 385 25 



167 

17()(). Bibliotheca Antiqua 

ctdit rellet ostendere spectcuuilain, dixit sc rohiturmit iit cwlnnt; 
Diabolns iyituv suhuexit emn: et a/fiixit r/deo, rf aJlisus Immi 
pene exanimatus esset, sed taiiwn höh est iitorfu/is. Ante paucos 
a/nios idetn lohainies Faustus iwstremo die sedit admodma 
mu'Stus in quodani jx'go Diicatus Wirtenher (jensis. Hospes 
ipsiini aJloquitur, cur mcestus esset prceter morem et coiisttetn- 
dinem (erat alioqia furpissimiis nehido , inqxiiiatissimce vitce 
ita vt senieJ atque itermn pene interfectus sit propter lihidines) 
ihi dixit Hospjiti in i//() pa(j(>: Ne perterrefias liac nocte. Media 
nocte Domtis quassata est. Mane cum Faustus iiO)i snrgeret, et iam 
esset fere meridies, hospes adhibitis a/iis, ingressus est in eins 
conclaue, i)tuenitque ewm iacentem prope lectum inuersa facie, 
sie a Diaholo interfectus viuens adhnc hahehat secum canem, 
qui erat Diabolus, sicut isfe nebulo qui scripserat de vanitate 
artiuiii, etiain habebat caneni secum currodem , qui erat dia- 
bolus. Hie Faustus in hoc oppido Wittemberga euasit, cum 
optimus princeps dux Joannes dedisset mandata de dlo ca- 
piendo. Sic Norimhergm etiam euasit, cum iam i nciper et pr an- 
dere, a'stuavit , surgitque statim^ sohiens quod hospiti debebat, 
vix autem venerat ante portaiu , ibi venitmt Jictores et de eo 
inquirunt. Hiinc Manlium sequuutur pliires alii , Andreas 
Hondorffius , loaiines Wierius, Conradus Gesnerus, Philippus 
Camerarius, Martinus Delrio, Martiuus Zeilerus at((ue alii. Nee 
niiiius testimoniiim de lioe Fausto fert priorum temporum 
scriptor, Daniel Schalleriis, Pastor Stendaliensis, vbi de eodem 
ita scribit: Herr PliiJippus hat den teuflischen Buben Faustum 
ojftmahls ernstlicJi gestrafft, rnd vermahnet, von 
in ziehender g^/f,/,^,. Teuff'eley abzulassen. Der antwortet ihm 

einst . Herr Phi/ipne, ihr fahret mich allezeit mit 
von 11 ^ 

Zauber- rauhen Worten an, ich tril euch einmahl einen 
handeln. selzameu Possen reissen, cnd machen, ivenn ihr 
mit euren Tischgängern zu Tische sitzet, vnd essen 
ivollet, dass alle Töpfe mit der Speise in der Kü- [234] chea 
zum Schor stein hinauss fliegen sollen, vnd ihr mit euren Gästen 
nichts 'Werdet zu essen haben. Darauff' antwortet ihm Herr 
Philipjpms, das soltu wohl lassen, ich hofiere dir in deine Kunst, 
vnd er muste es auch lassen. Vt dicamus, quid nobis videatur, 

386 



Iti7 
170(3. Bibliotheca Antiqua 

variaiit Seriptores circa Fausti patriam. variaiit circa vitam, 
variant utiain circa mortem, omiies tameu viio ore Faustum 
(licunt, euiHlemque magum. Verum, si liistoriam ipsius, 
artes(|ue magicas coii.^ideremu.s. tales eruiit, quales olim 
Agrippie \A Trithemio vel aliis adscribebautiir. Testis est 
Iitannes Dubraiiius in Historia r3ohemica, vbi de 
mii)tiis Weneeslai. cum Sophia Palatina dum agit. Libro 
ita l(Kiuitur. Xoiik^ poi-ro Socfr, vbi (jener um lud/- ' ' ' 
(•/•/.s- Spectacidis et maglcis pnesfujüs delectare 
coijnouit, plernint liidionum et prwst'Kjiatonim plauMrurit secuni 
whie.iif. Uli dum pnestanfAssimus aiiificum ludibrid artis ad 
permulcendos oculos explicaf , adest int er spectatores Ziito 
VeHccs/ci iii(/(/i(fi, ore us(pue <id aiires d.ehiscente, accedens pro- 
piuü, artificem ilhim Palatijii cuiti omni apparatu sidnto devorat, 
sofos duntaxat calceos , quia Into ohiiti ridebantiir, expuens, 
secessumque inde petens, rentrem insolita esca (jrauem in solium 
aqua jj/enum exonei-at, prfestif/iatoremque adhuc madidum 
sjjectatorlJius r^'stitiiit jHissii)i deridendum, adeo vt cxeteri quoque 
eiufi .^ocii (I Judo desisterent. Ipse rcyo artein suani ostentans, 
nu)ic SU«/ nunc ujiena facie^ staturaque, modo item in purpura 
et serico, ac confestim in Jana et panno sordido Heyi se offe- 
rehat, ambidantemque in solido ip)se in eodem solido tanquam 
in aqua adnauif/ahat, et aliquoties JRef/em eqiiis reJiedariis 
rectum, idem «jallis yaUinaceis ad epirhedium suum alligatis 
subsequebatur. Conuiuas p)r(eterea Regis varie ludebat, iiderdiim 
manus eormn ne if/as ad patinas porrigere valerent, in pedes 
houm, interdum in ungulas equorum transformans et aliquoties 
fronti illorum cornua ceruoruni latissima adiiciens, qiioties 
ridelicet e fenestris ad subitum spedacuhim prospjicerent , ne 
rtirsuft Caput et ora ad mensam referre possent, antequam ipse 
vino dapibusque illorum se ingurgitasset. Atque vt osfenderet, 
se pecuniam quoque pro vsu suo facile conßare piosse, triginta 
sues bene saginatas, ex manipu- [235] lis graminuni procreat, 
illasque pastunij proxime sues pistoris parci sed locupletis 
extrudit, proponitque renales, quo pistor mit pretio: hoc tantum 
emptorem admonens , ne gregem nouum ad ßumen lotum pro- 
pellat. Qua ille monitioue neglecta, cernit in ßnmine manipulos, 

387 25* 



IfiT 
1706. ßibliotheca Antiqua 

flititare, snihus subniersis, ita vt neqiie straniiiiibii^^, iieqiie sidbus 
potiri potuerit. NihUom'inus preciuni datuni recuperare parat, 
d'ntque vendltore qucesito atque In fabenia rinaria tandem 
reperto, in qua porrectis pedibus in Scanino recnbat sfomacha- 
bundiis, altenrm pedem excitandi causa ivnadit, eumque a cor- 
pore profitnis cum coxendice aueUit, clarc Ziitone quiritante et 
ohforto collo pjistorem ad iudiceni trahente. Quid faccret pistor, 
in niatiifesto deprehensus, rt sibi videbatnr, facinore, nisi vt 
daninum damno adderef, atque de hac i)isnper iniuria cnm 
Ziitone decideret. l^surjKrnf adhnc vsque teinpus Boiemi , rt 
maJam eniptionem exprobraturi, vice proiierbii dicant: Lucrimi 
facies quantura Michael in suibiis: pistori namque Michael 
iiomen erat. Cceterum Ziito impostor ad extrenium a Caco- 
da'mone superstes, cum corpore ef anima de medio liominum 
sublatus fiiif: iniecitqne Venceslao cnrani de religiosis deinceps 
ac magis seriis rebus cogitandi. Prsestigiator forsan fuit, qni 
non magica arte, ast pva?stigiis aliis hominibiis illudebat. 
Notlira autem, quod omnia. qua? vel ex prai'stigiis ]iaturalil)us 
orireiitur, magie« dicerentiir operationes, quo factum, vt prse- 
stigi« istse Fausti illusoria^ euulgareutur, et pro more multa 
adderentur, vt pro commuiii homiuum captu non nisi magiea 
adparent. Hsec in vulgus nota, neque tanien eruditi de 
iisdem pr?estigiis multa notare operje pretium ducebant. Suf- 
ficit nobis. ]\Ianlium, qui tot colligebat vulgaria. ista. tanquam 
suorum temporum certa. ita adnotasse. Interim, quse de 
Fausti actionibus sint commenta, ex auctore proponemus. 
Res de hoc collectore adeo certa non est. nisi quod Crusius 

inter doctores Tübingenses quendam recenseat 

^^' ■ Georgiimi AVidmannum. rui i)lures de FranconiiP 

Sicev 7) ®* ^ueuiae rebus adsignat libros. qui tarnen a 

ßgg rusticis seditiosis fuerunt lacerati et plane perditi. 

[236] Hie autem, qui circa annum 1553. adhue 
vixisse dicitur. vix erit prsesentis libelli collector ^). Sed pergit 
Crusius: Ji/inm reliqnif Georgium , qui Halo" riuif hodie, snb 



M 5)er bort befprocficiie ®iMimnn tft ficficv lüitt bcr S}evmiKV bc§ 
gauftbucfieS. S^ercjfeiite bie x'lninerhiiui 311 3pHtter 149 '2. 304, 1. unb KU. 5). .ö. 

388 



ItiT 
170(1. Bibliotheca Anti<iuti 

iHoitte in siihuyhio drei/JoTcp, et scriham ChomhHyyensium agit, 
vir mulfce lectionis Germanica'. Cuius filius, superioris Georfjii 
nepos, Georyius et ipse dictus, iioster Tiihimjai anno miUesimo, 
(jidncjentesinWy octitagesinid nnno, aii<Htor erat, adolescens bonw 
spei. Si viii ex liisce collectio hsecce attribiienda, inedius erit, 
cuius tempora potissimuni conueniunt. Singulis qu?e de Fausto 
uarrautur historii.s adieetie .sunt obseruationes, quibus ipsius 
historije ex parallelis aliis illustrantur, vel quam exsecrandae 
sint, multis (-onfirmatür rationibus. Noua denuo prodiit editio 
per loanuem Nicolaum Pflitzerum ^Fedicinie Doctorem, Nori- 
bergai 1695. 8. Hie etiam nouas adiecit obseruationes et 
liistorias, magicas pr?esevtim Lapponura actiones. Ipsaiu autem 
adgredieniur historiam. 

Exliibet Author in lioc scripto tribus partibus liistoriam 
et acta lohannis Fausti, magi olim famosissimi: subiectis 
viidicpie obseruationibusmovalibusethistoricis, quandoque etiam 
auuotationibus et discursibus physicis. Fuisse autem quen- 
dam Faustum, non solum ex Lutheri et aliorum praemissis 
iudieiis probare vult. sed et in pr^efatione notat, se omnia 
magno cum studio, ex litteris illorum excerpsisse, qui ipsi 
fuerint familiäres. Inter eos citat 31. Thomam Wollialdt von 
Torgau Pa)-t. I, cap. 14. 16. Henricum Comitem Isenburgicum 
Part I. cap. 25. Notat igitur, eundem Part. I. cap I. non 
Roda. haud proeul a Vinaria sita, vt vulgo creditur, ortum, 
sed veram eins patriam esse Coraitatum Anhaltinum. Pa- 
rentes eins fuerunt rustici in der Marckt Sontwedel habitantes. 
Statura fuisse parua ac gibbosum, angustioris oris et cana 
barba P. IIL cap. elf. refert, quod primam pueritiam Witte- 
berga egerit, vbi a patruo eins, diuite viro atque improle 
prupter pnestantiam ingenii adamatus et educatus; publicisque 
schöbe litteris eruditus. Exactis laboribus scholasticis, In- 
[237] golstadium ad Academica studia discessit, Tlieologi;« 
destinatus, anno ;etatis vt coniicere licet ex Part. IIL cap. 12. 
decimo sexto. In bis l)reui tempore cum adplausu Doctorum 
ita profecit, vt insignia magisterii cum multa laude reportaret, 
anno cursus academici tertio, vti d. I. asseri videtur. Sed, 
cum eo tempore crescente Papismi abusu, multie superstitios?e 

389 



1(37 
1706. Bibliotheca Antiqua 

ceremoDiae in piiblin» more versareutur. eorum. qiii iiecro- 
mauticis characteribus varii.sque sortilegiorum artibus operam 
darent. abreptus periciilosa illaruin curiositate. relit-to Theolo- 
gie studio, Medicinam adgressus fiiit et Astrologiam, nee 
exiguos fecit profectus. adeo, vt ab Astrologiea scientia a 
noimullis alter Zovoastres dietu.s. apud Principes viros in multo 
pretio fuerit habitiis. et accuratissima prognostici Kalendarii 
specimina exhibuerit, quamobrem et defeusus a quodam Ma- 
gistro Wittebergensi Friedr. Bronauero. Part I. cap. 21 . 2^. 
et 30. Sicut haue et Chiromautieam scieutiam ac physiogno- 
inicam iuprimis calluisse dicitur Part. I. cap. 29. Imo etiam 
artis medicie lauream adeptus, anno etatis vigesimo. notante 
authore biographo d. Part. III. cap. 12. lam statim quideiu 
a dec'imo sexto »tatis anno illicitse curiositati 
P. I. cap. i^. inhsesit, sed oceultius. Sed posteaquani post 
mortem patriii sui, lijeres eiusdem diuitiarum ex- 
titisset. ab Ingolstadio Wittebergam iniurauit. constitutoqne 
ibidem domicilio. iam apertins in otium et luxuriam prolapsus, 
profuudius illis studii.s incubuit. mali.sijue artibus et incan- 
tamentis spirituum totnm se dedit. Comparatis liiuc 
P. I. cap. s. variis eiusdem generis scriptis. iuprimis priecep- 
P. I. cap. o. ^^^^^ ^.g^^j^ £^^jj. (jhnstoplioro Haylliugero. Christallo- 

. cap. ). ,jj^,^^j^.Q_ ^ f.y^f^ spiritum Christallomantise adeptus 
et seqq. ^ ^ . ^ 

P. I. cap. II. ^^t- M^^ ^^'^^ pi'ieparatus et per bienuium exer- 

citus. ope Necromanti* diabolum eitauit. cumque 
eo sub certis articulis pactum ad "24 annos fecit. atque ab 
eo spiritum familiärem, quem Mephistopholen vocauit. accepit. 
qui eidem sub specie mouachi Franciscani seruitia praestitit. 
Huiu8 ergo adiumen- [238] to rem suam familiärem ac donie- 

sticam adornauit. vari?eqae Disputationes eum 
F. I. cap. l'j. eodem et Fausto babitie interseruutnr. nimirum 

de multitudine malorum spirituum. eorum lapsu, 
statu Paradisi. ordiuibus diabolorum. statu liominum. de 
redemtioue diabolorum an speraiida. de inferno. de creatioue 

mundi et primo hominis ortu. Habuisse et He- 
P.I.cap.ää. lenam quandam ex orcu. cum <|ua filium 

lustum Faustum susceperit. <[\vj^ post mortem 

390 



im 

1706. Wilhelm p:nist Tentzel: ( "urieusc Bibliothec, 111, ;J 

eiii.s euaimeriiit. Memoratiir eiusdeni etiani canis, qui in 
momeutnm colores mutauevit dictus Prsestigiax. 
Farf. I. ct/ji. <f.'). et Paff. '2. roj». (1. Domus et J'. U. cap.'^O. 
hortus eiusdem pr;e8tigiatoris (lescribitur Part. I. 
cap. 14. Faniuluni lialtuit dictum loliauiies Wayger, tiliiiiii 
pastoris zu Wasserburg, eiusdem farime liomiiiem. cui dein 
omuia bona sua reliquit. P(ni. II. cap. 5. Iiiter acta eius 
magica praicipua sunt, quse in Aula Anhaltiua Paii. JI cap IH. 
atque in aula .AFaximiliani Imp. exercuisse fertur, vbi Alexan- 
drum M. eius(|ue vxorem Iini)eratori praesentauit, aliaque 
P. II. cap. 11. et sec[. Nee non alia gesta Witte bergse. Frauco- 
furti et Heilbronnaj, iuter qua? pallium Fausti est memorabile, 
quo Xobiles quosdam per aerem in Bauariam abduxit et 
similia Part. I. cap. 33. Denique Part. III. cap. 1. Fausti 
testamentum: Cap. 3. Yaticiuia de Papatu et rebus politicis. 
Cap. I). et scipj. Disputationes cum diabolo et desperatio. 
Cap. 18. Exitum horrendum describit, et quomodo per dia- 
bolum in multas partes fuerit discerptus: qui ünis vit« ij)si 
anno ?etatis 41. contigerit, Part. III. cc(p. li. 
Membra denique eius a studiosis esse colleeta et ' . ' 

^ cap. l!i. 

sepulta. 

1(>S 

1706. Wilhelm Ernst Tentzel: Curieuse Bibliothec, III, 3 

vurieuse Bibliothec. "CDcr 'Aorticiumg ber 'OJtonatlic^cn Huter^ 
reöungeu einiger tjuteii ^yreitnbe , 5Bou allerbnub i^ücl)eni uiib 
Qiibern annel)iuUcl)eu @eicl)icl)tcn ; Tillen Viebbaberu ber Curiositäteii 
gur 6"Vtiöl5Hd)fcit luib -Jcadiiuincu ()erauy tjetjeben ; 2)iird) 'ii^ilbelm 
©•rnft leul^eln .«»U^iiigl. ^^oln. iiiib (il]urfiir[tl. Säd)l. ^Katl] iinb 
Historiographum in X^rcf^ben. Tee brttteii Repositorii brtttet^ 
%a<i) i 17ü(). Arniuffurt uub Öetp^itj 33ei} -^^l)iüpp 33?ilU)e(m etod". 

[Ju einer ix'ipred)uiic( uou B. G. Struvii lutroductio ad 
notitiam rei litterariae. Editio secunda auctior et emendatior. 
Tenae IKH). Svo. fagt ber .öcraiicnieber über baö nennte (5apite{ 
biefee '^nd)ee imm iserfaffer:] 

391 



168 
1706. Wilhelm Ernst Tentzel: Curieuse Eibliothec. III. 3 



g. 193 

@r gcbeiiffet ()ieruccf)|t fürliltd) ber Controversieu mit bem 
6rlUiifd)oft 311 Cambray, boüon and) ber lefete 53tonnt uiiierer 
Hntcrrebiuujeu an. 1698. pag. 1017. seqq. i^e()anbelt l)at: unb 
gel[)et fort 311 beii isropf)etlfc()en ober SSafjrfntjerijdjeu Sd)rif[ten 
be^ Lichtenbergers. Nostradaini, Kotteri,Poniatüviae,Drabitii etc. 
3ii beu Cabbalistiid)cn be6 Pistorii, Mori unb Knorrii, öennirfft 
aber beö Henrici Khunrathi Cabbalam perversam. 2;i>citer iir= 
tlf)eilet er oou beu Chimicifd)eu Süd)ern / ba^ bk mcifteii um 
33etrug6 i)albeu gefd)rieben / [194] unb bie Uieuic3[teu etmae l)tuter 
fic^ t)abcu / bergleic^eu er oom Philaletha, uub 00m Sßafferfteiu 
ber äßeifeu sentiret / uub ijiugu tl)ut: Chymia aut pium invenit, 
aut pium efticit, aut Atheum. 3Seil aud) bie i>rüberjd)aftt bey 
^^rbeuö be§ iRofeucreuliee! it)reu Tlieologiid)eu Sd)riftteu oou 3.^er= 
befferuug ber 5!)Ji§bräud)e ' oielChymica admisciret fo lüirb er3e()Iet ; 
ba\^ mau D. ^of)auu Valentiuum Andream ins gemeiu gum (är- 
fiuber berfelbeu mad)e / me(d)em uuter auberu aud] isot)auu 2trub 
uub 5ol}auu ©er()arb bei)ge|aUeu; miemot)! biefec o()uc raison, 
©od) fei) utd)t 3U3Wetffe(u / ba'^ Tobias Adami, ber fouft mit bem 
Campanella H)o()l betaut geiuefeu / eiuigei? S()eil au ber 33rüber= 
fd)afft gebabt Ijabc. 3l((eiu uad)bcm i()ucu bie meifteu Theologi 
mieberfprodieu ,' f)abeu fie felbft uad)gelaffeu / baf^ mau uid)tö me[)r 
oou it)ueu oeruommeu. 

&iß ge()üreu and] l)ie()er bie 3auber=^üd)er ; iuiemo()l Naudaeus 
eine ^-rau^öfifdje Apologie oor bie jeuigeu gefd)riebeu , bie mau 
fälfd)(id) oor ,;^)auberer get)alteu fo iue 2;eutfd)c burd) ^ß^lfli^i^ 
9ieid)eu überfeW ^u .sSatle anno. 1703. iu ©rurf fommeu. ßiuer 
öou bcn befd)rie(ieufteu ift mofil Henriens Cornelius Agrippa, 
tüegeu fciueö äi>ercf de occulta Philosophia, loiemofil er felbft be^= 
tjulbeu revoeiret iu feinem 3?udie de vauitate scientiarum, 
bariuueu er uur brei) 33üd)er 3e()let / folglid) bac^ oterbte / meld)ey 
mit üie(eu characteribus Ma [195] gicis augefüdet uid)t genuin 
fei)u mu]i äßir looKeu uur et(id)e feiner aue fü()rlid) bci)gebrad)teu 
Sßorte au()öreu: De Magicis scripsi ego juvenis adliuc libros 
tres amplo satis volnmine, qvos de occulta Philosophia nun- 
cupavi, in (ivibus (|vic(ivid per curiosam adolescentiam erra- 
tum e.st, nunc cautior hac palinodia recantatum volo. Per- 

392 



1()8 
1706. Wilhelm Ernst Tcnt/.el: Cuiicuse HihliotluH-, TIT, 3 

multuni enim temporis et reniiii in liis vanitatibu.s olini coii- 
trivi. Tandem hoc profeei, (jvocl sciain, (|vibiis rationibus 
oporteat alios ab hac pernicie dehortari etc. 2)er tioruel)m[te 
^2cl)iiiaii3'itiin[tlcr luivb im [(cnieiu D. ;>io()aim ?s-aiii't geljalteu ' 
unb unter fetucu 5ta()meu ein gejcl)riebeneu 23üd)lein uon ber 
Necromantia üml)er cjctraoien: aber man fonnc niclit geanf; jagen / 
ta^ e^ öon i()m c]emac()t / ober ba[5 aüec^ iual)r fei) / wae uoii il)m 
er3e()lct wirb. 'iiMeinobl fein befannter l^ebene^Sefd)reiber / (S)eorge 
Rudolph SSibniann / fid) f)terunter fo iuo()l anff Js'anftene eigene 
aiß aitff beffen Famuli. Joaunis AVaigeri, schedas bernffet / barane» 
er feine relation ge3ügen. 3d) fan ind)t nnterlaffen ' bei) biefer 
(^elegenbeit and) etlna^ non biefem i^anberer bei)3utügen / wenigftenö 
feine existenz 3U beaicifen / iueld)e non einigen uergeblid) in 
^weiffcl ge3Dgen airb. fDiefelben meife id) 3n 3iLHnjen banmbty 
lebenben ßengen / bie feiner in ihren 23r{effen eriyel)net ()aben. 
^Ter erfte ift Joannes Trithemius, iüeld)er in feinen ^^ifteln 
pag. 559. editionis Freherianae, Fau- [19()] stum anebrürflid) 
nennet. 2i?eil id] fte aber ielio nid)t bei) ber .panb ijabe I fan bie 
'i\>ortc nidit allegiren. 3)er anbere ift Conradus Mutianus 
Kufus, beffen (y^ifteln id) felbft im erften Supplemento Historiae 
Gothanae ediret f)abe / welcher i^n 3iyar ©eorge ^-anften nennet / 
(fo aber 3nr (£ad)e nid)t^^ tf)ut] unb er3el)Iet / baf^ berfeibe ad)t 
Sage 3niior / (ber i^rieff ift ben H. October. 151:^ datiret /) ge= 
wefen / nnb feine fünfte fel)en laffen. Venit oetavo ahhinc die 
(|vidam Chiromanticns Ephurdiam, nomine Georgius Faustus, 
Helmitheus Hedebergensis, merus ostentator et Fatuus. Eins 
et omnium diviuaculorum vana est professio, et talis phy- 
siognomia levior typuUi. Endes admirantur. In eum Theologi 
insurgant. Non conficiant philosophum Capuionem. Ego 
audivi garrieiitem in hospitio. Non castigavi jactaiitiam. Qvid 
aliena insania ad me? Unb ume hinbertö / ben britten ß'^iiÖtMt 
an3ufiibren / ber Fanstnm felbft gefennet {}at: nemlid) Philippnm 
Melauchthonem, au6 beffen Lectiouibns nnb ')ieben Manlins ben 
meiften S()ei( feiner Locorum commnninm 3nfammen getragen 
hat. Sinb alfo nid)t Manlii. lüie etlid)e luohen / fonbern Melanch- 
thonis $i>orte / lüaö in gcbad)ten Collectaneis pag. 38. 39. 40. 
non biefem 2d)lnart(=,*iliinft(er \n lefen / mit biefem 5(nfange: Novi 

393 



169 

1706. Loncin von CTommin: Christlicher Weltweiser 

qvendam Faiistum de KimdliDg. qvod est parvum oppidum, 
patriae nieae vieiniim. etc. 3i>arüni joiltcu luir nun Melaneh- 
[197] thoni nid)! erlauben luenn cv i\md)t , Faustus fei) auo 
^i>itteiUievg entuncl)cn öa .'öeii^Dg Jol}anne6 if)n 311 arre.stireu 
ticfodlcn f)atte? 3»öl^'id)en aieim ev fo iüol)l anbere 2)iuge ; jo fid) 
mit jenem zugetragen er5e()tet ale infünbevlieit folgenDee: Idem 
Faustus Magus. turpissima bestia. et cloaea multorum diabo- 
lorum. vaae gloriabatur de se, omues victorias. rjvas habu- 
eruut Caesariani exercitus iu Italia. esse partas per ipsum 
sua magia. Idque fuit meiidaoiuiii vauissimum. Id eiiim 
difo propter juveututeni. ue statim talibus vauis homiuibus 
assentiaiitur. 



1706. Loncin von Gommin: Christlicher Weltweiser 

©er (5{)riftlid)e .$i>elt=2i>eifc Beiueinent ^ie If)orlK'tt 5)er neu= 
entberftcn -yiarru'STH'It 5A>c(d)er bie in biejcm Sud) befinblid)e 
Oiarrn ^imblid) burd) bie .'öäd)el ^ied)! jebod) alteö mit [ittlid)cr 
^M)V unb .'ö. >Ed)rifft nntermiid)et. 3i>orin über 200. luftig nnb 
Iädierlid)e 33egebenl)citen Deren fid) uit allein bie ."perrn ^l>farrer 
auf ber (5an^el fonberu and) ein jebe Privat-^'^serfoliu bei) c(}r= 
lid)en @efe((fd)afften nut^lidi bebieuen tonnen, inn-geftellt uon 
Alberto Joseph(» LoDcin uon Gommin M. '^^lit 'Korn. .fttUjferl. 
5}?a|eftät altergnäbigftem Privilegio ntt nur aue bem 23ud) nickte 
nad)3ubrurf:en ; füubern and) fein Äupffer nad)3ufted)en. Cum Per- 
mlssu Stqjeriornm. 5tU©S'|>urg ßnfinbeu beQ 2)autel SBalber 
33nd)t}cinbler auf bem alten ^peu=93tarrft 1706. 

@. 1 X'er 3Beiber*3iarr. 

©. 10 

(ytner ift geiueft beffen ii^eib Jag unb ■)iad)t gemurret 
fo()lert bonnert , gerumplet gemorffeu geftampfft gefd)lagen 
geroütt gebolbert gefd)rr)en :c. I'arum fein ^ii^unber Da^ er 
il}r ben Doctor -Aanft \\\ lefen geben unb il)r bas? Wefid)t mit 

M I'er 33erfa)ier ift SÜbert ^ofepl) i^oiUtn oon litoiiniiuv I. .ö. 

394 



170 
1707. Gottlieb Spitzel und ^lichael Freude: (rewarnete Schatzgräber 

bem luiJöen Ultroinai-iii über[trtcl)cn ' ba^ biefcv Jeiiffel ' in 
.•pimmel blauen '^ibcreij mitftc aiii5ief)cn / ale cv aber einmal mit 
gar 311 cjroffcr Bnii^'nö Ljcmeffen / ba ):)at \k fict) in^ 33etl) gelegt / 
luib geftellt aly iei)e tl)v Die Sprad) Herfallen / bem Ü.Kann mar 
uicl)t rool bei) ber 3acf) / fragt be^ wegen l)in unb ()er um ?)Jütf) / 
unb glaubt ec* iiuire uidit übel / manu il)r ber .'öuff|d)mibt tl)ät 
ein 2lber öffnen / bod) enblid) bat ihm gar ein beid)eibne ^'vau 
eiiu3eratl)eu f er foll il)r alle lao, ^luei) ober breijuial fdimarli 
^erfd)eu='Jlsaffer eingeben / ber gute 5Jiann braud)t bie angebogene 
Medicin, fpi'irt aber fein einige 33efferung / enblid) jagt ibm fein 
5cad)bar beme bae ^i>eib nid)t unbefant ' er foll lieber bae ^ol^ 
brandieu oon fd)Uiarl3en Äerfdienbaum unb mit [11] biefem bem 
2Öeib etlid)mal über ben i^urfel fal)ren / bem Utann gefällt ber 
Statt) I gebad)t anbei) , bae^ foft mid) meiter fein (*>)elb / ein fDld)en 
23aum habe id) felbften im ©arten: 

170 

1707. Gottlieb Spitzel und Michael Freude: 
Gewarnete Schatzgräber 

i3ie gemarneten ^diali^l^'h-äber ' ober 3Uiei) ^•ürnel)mer THEO- 
LOGORUM, al0 .'öu. (Mottlieb 5pil3ely ' unb .pn. ^l^tid). Aveubii 
grünbtid) aiol)lgefel3te J^ebenrfen i 35>ay oon bcn ^dialjigraben ^n 
galten fei)V 3(ue erlieblidien Urfadicn ^ufammeu gebrurft ' nebenft 
einem ^iftorifd)en ;^lul)ange / wie bac^ 5d)al3graben oielfältig 
unglücflid) abgelauffen. Veip^ig , oerlegt bei) ßancfiid)enö (Jrben / 
1707. 

3. (0) öottlieb 3oifeek^ Webrod)ene '?)tad)t ber ys'infternip 
1. il)eil , Gap. 7 231. 65— SO: 

(g. (8) 

Äeiu S^unber ift ec> inarüd), loanu gleid) fold)e tl)örid)te 
8dHil3gräber in bie luifferfte l'eiby= unb 3eeleu=@efabr geratben 
fintemaln oon ber 'J^3nrl3el alleö Ubele feine anbere Arüd)te 3u= 
gemarten ' ber fc^äublid)e ^^3tüffiggang bie .'öinbanfel3nng bee orbent^ 
lid)en ^erup bao täglid)e israd)t= unb ^IiH")lluft=l^eben pflegt (burd) 
gered)te göttüd)e ä>erl)engnüf!) fold)ee entfet;lidie llnbeil nad) fid) 

395 



171 
1708. P. L. Berckenmeyer: Getreuer Antiquarius 

;;ii Rieben, eo uuil Die id)änMicl)c AaiiUenl3cr unD ii>oUü[tler ' 
alö bk ®clbiiid)tii}e llJainmüiie=Alnec()t [leiatlien ^uleljt in iold)e 
gefä()rltd)c iiGr|iid)iinflö-^tvict öaDiird) lie ine i^eiberbeu inib 
'i^cibamuti^ ucrfcmfet lyerbcn. ;Hiif bcc^ iinfeligen Fausti 'Arbeit 
folcjct aiid) Fausti erbärmlidicr l'ol)u! ^Jtaffen bcrfclbicje glcidifalö 
burd) räc]lid)ey :ili>oüebcn iinb niüj[igt3c()cn ba()iu gevatfien ba§ 
er einen -Ec^at; (lueldiev vox ;?ilterö bei) einer ^erfaüenen (iape((en 
vergraben luorben) nad}geftrebet i aber er bat bei) ber Grbebnng 
nid)tc> anberei alö brennenbe i^id)ter ieurigc >£d)langen nnb .vtobten 
nnterfd)ieb{id)ev [(9j] (^)rü[|e gefnnben nnb obiüoln Dnrd) 2;enff= 
iijd)e 5)Jitnnircfung nnb i^erblenbnng bie Atoblen in gnlbene nnb 
[ilberne ^Jiünljen Deriiianbelt morbeu fo ()at ee bod) ber arm= 
jclige -lltann gnleM t()ener genug mit feiner £eele befahlen muffen. 

m 
1708. P. L Berckenmeyer: Getreuer Antiquarius 

^er (betreue Aütiquarius, 3Se(d)er -Tem Curieusen gefer 
^Tnrd) gant? Euvopam ^ie ineiften Geographifd)e nnb Historifd)e 
53tercfanirbigfeiten ^eiget Unb luie felbige nid)t nur bet) bergleic^en 
luformatiou. fonbern auc^ ftatt einer Coutiuuatiuu berEurc)pseifd)en 
Ü^eifen fe()r nül3lic^ fbnnen gebraud)et inerben. 3>erfertiget Don 
P. L. Berckenmeyern. Hamburg. 23ei) ßeujamin Schillern, 
$^nd)()änb(ern im 2bnm. (^)ebrncft bei) Conrad Xeumann, d. G. 
::lia()ty 33nd)brurfer Anno 1 708 i) 
S. 215 

(3.) ßu. geipgig über 2inerbad)ö gelier liefet man folgenbe 
2?erfe: 

Doctor Faust 3n biefer Jyvtft 
3tnö 3(nerbac^ö ÄeUer geritten ift 

3tnff einem y^aB "^^^ 3i>ein gefc^minb / 
J^eld)ec> gefebeu niel l^tenfd)en .vltnb / 
2old)eC' biird) subtil Ännft getban 
Unb bey Jenffelti l'obu empfing baiion. 



2ic fpätcren ^(uflagen nennen firf) Curieuser Antiquarius. X. .»>. 

396 



172 
1708. IjDiifin von Goiiiniiii: I 'hristru-lu-r W'cltweiser 

17-2 

1708. Loncin von Gommin: Christlicher Weltweiser 

ii — e 

©er C5()vi[tlict)C :ii>clt''^Ii>eifc i^ciueiiient iDie Si)or()eit 2)ev iieii^ 
cntbcdtcii ^3iavvn''Il>clt ,' 3;i>eld)cv bic in Mcjein '^nd) bcftiiMidic 
"^lavrn ^imblidi biivd) bic .'öiid)cl ^,icd)t jcDod) aücc^ mit [ittlid)cv 
l'cl)r luib S^. Ädirifft uiitenuifdict. 'ii>oriii über 200. luftit^ unb 
läd)crltd)c ^ci3cbcnl)citeu / bereu fid) uit aUetit bie «perru ^l^sfarrer 
auf ber (5aul3cl ionbcrn nitd) ein jcbe Privat-'^serfol)it ' bei) c()r= 
lid)en Wefellldiaftteii niiloUd) beDiencn fönneu. ikn-i^eftellt uon 
Alberto -loseplio Loueiu Dou (lomiiiiii ^). 93Jtt '){üm. i^ä^jcrl. 
93caie[tät aÜerguäbtgftcm Privilegio uit nur auc bem '^ud) uid)tö 
uad)^ubrucfeu / jonbern and) fein Äupffer uad)^u[tcd)eu. Cum Fer- 
missi/ Stiperionim. '}l\\&^X^urQ i |]ufiubeu bei) X'autel Slnilbcr / 
^ud)()cinblcr auf bciu alten .'öeu=^))iarrft 170(1. 

Bd. 111. iDer mabre 5)ritte I()eil. 'IiHiuon ber l'ejer in ber 
iHHTebe iue()rere (Srläuterinuj finben iinrb. (1708) 

a) 8. ;^55 5}er p)aubcriid)c Oiarr. 
iE. 357 

Gin jold)er ^auberifdie DIarr i[t and) gcineft Simon Magiis^). 
(5in ioid)er luirb jei)u ber 3tutid)ri[t. (5tu JDld)er i[t and) gewefeu 
Joannes Faustii.s. ber beriU)inte iSd)iiiarl3 = Äiiu[tter. Gin lold)er 
i[t and) geuiefeu Christoph Wagner, jein fauberer Famulus k. 
unb un3at)lbare mel)r. 

b) @. 3(31 

Gin iüld)er 3auberijd)er DIarr ift and) geiiiefen ^oanueö mit 
bem oin^flinen ^-anft iuygemeiu ber ^octor 1sau]t genannt / 
jonft iion (5unblingen gebürtig - meld)er ber ganl3cn 'Il^elt faft 
betaut liegen feiner ßauberei) / unb groffeu Pact. baf^ er mit 
bem bi)fen J-einb ge()abt. tiefer faubere öefeK ()at feine ieuffelf^' 
.^uuft 3u (Sracan in ^|>olen geleruct ' bann ^nr felben ßeit rourbe 
befagte fd)oue Äuuft (scilicet) bafelbft offentlid) dociret. 2)ie= [362] 



') :?cr i'erfafjer ift Gilbert ioie\>l) C'onliu inm OJiüuiiiiuv 2.>ovii(eii1}c 
2plttter Ki'.i. r. >ö. 

-) 3lli "Jert Magnus. X. .'ö. 

397 



172 
1708. Loncin von (Toniiuiu: ("liristlicher Weltweiser 

fcr oi^ii^^^'i'^-'i' fi^i'i ciiiömabli' iingefclir tu ein .pau^ / aiUvo ba^iu 
malil ein [tattlidic "IValil^cit marc iiiib bic gefamte ®äjt bcreitei 
tieft ii^ ^^^ Alanbcl gejcl)aiict ()atteu / ba()ero liaben fie mit öffter 
iüibcrl)o(ltcn bitten hcn Magister Faust erfncl)t i ba^ er il}nen 3U 
einer (^hiab ctmav non feinen fo berü()mten (Stücfen modite ief)eu 
laffen. Joannee auf fo (\roiiciy i^erlangen moUte ber naffen 
iönrfci) enblicl) folcl^ee nicl)t abfd)Iagen / fragt fie bemnad) / maet 
ibnen möd)te beliebig feiin"^ SBorauf bie beranfd)tc ©efeUen ein= 
bellig begc()rt baf^ er ibnen au ftatt bee Coiifeots foUe gan^e 
frifd)e 2i>eintranben auffelien e6 wäre ba3nnial hk raudbe 25?int()eri5* 
3eit. 2)er Faust uerfpridit biefee jebod) mit biefem 33ebing / 
ha^ feiner ein SBort fülle reben / bif; er ibnen werbe fd)affen bie 
Scin>Iranben ab^ufd)neiben ' inDfern aber einer hai^ geringfte 
3i>ort foüe boren laffen fo mod)te eä fein .v^alc gelten. äl>ie fie 
nun ade fold)ee angelobt ; ba l)at er biefe be5ed)te Äerl berge= 
ftalten bnrd] feine ßanberei) nerblenbt ; ba^ ein jeber nermeint / 
ale fte^e oor il}me ber fdpnfte 3.isein=^'tocf mit frifd)en unb ganl3. 
zeitige Jrauben / morauf bann ein jeber biU^ 'llceffer ergriffen / 
nnb auf bie 3i^ein=3^rauben gel)alten / ganti begierig ennarteub bk 
Ö'rlaubnuf^ ab3ufd)neibeu. '^a er fte ein ÜBeill in biefer i^er- 
blenbnng gelaffen / ba \)at er gemad)t / ba^ aÜee äugen blirflid) 
üerfd)iininben ; ein jeber bat baz^ 53Jeffer auf feiner Dtafeu gel)alten ' 
boB / mofern er mit bem SSefeld) nid)t i)ciüc inngel)a(ten / fo ptte 
i^me ein jeber felbft feineu Scl)merfer abgeftu^t. 2}tefer ^even=^ 
meifter Faustns Ijai j mie in feinem ©ottlofen leben ju Sefen / 
fold)e eutfel?= [363] Itc^e unb oermunberlid)e >Ead)en geübet / ba^ 
mau bergleid)eu menig Don einem aubern ^a» tierer boren mürbet / 
er ^at aber lel3(id)en ein erfd)rörflid)e0 (Snb genommen /' meld)ei5 
id) bem curiosen Sefer mit allem %k[^ l)ier bei)füge / bamit er 
bieraue febe mac oor einen £ol)n unb 2rinrf=®elb ber Seuffel / 
enblic^eu feinen 3)ienern bem ßaubereu unb .spe^'en / ertljeillet. ^ann 
ale feine mit bem Senffel pactirte oier unb 3maul3ig ^ai)X ' unter 
melc^em ber (£atl)an ' ber i^me in 53?enfd)en (*«)eftalt / unter bem 
Ocamen Methostophiles bienete ' alle erbeutfüd)e Vuft unb -^reub 
t)erfd)affeu mufte / allbereite üerfloffen mareu / unb nuumebro 
jener ford)tfame Jag fid) l)erbet) nat)ete ; au meldiem ber leuffel 
fein Unterpfaub nemlid)en il)me Faustum l)ollen mollte / ba i)at 

398 



172 
1708. Loiu'in von ( Jniiiiiiiii : ( 'hristlicher Welt weiser 

er lidi mit ciiiit-(ci- feiner CHiinmerai)eii io Studenten luaren in 
ein Torff mit Otamen rliimlid) l)iiiauc' Liei^eben bann bajelbft 
mollte er lidi nocl) einmatil ^n iiuter leUt mit ihnen Inftii] mad)en 
meld)ee er etlid)e :]eit liif^iiev nnterlaffen hätten: rafclbft lief^ D. 
FMustus ein c^nteö l)ial)l ^nrid)ten unD [teilte fid) aur i)a^ 
mödiftlidifte mit ihnen fri.Mid) ba[? [ie alfo tHn)jammcn red)t Inftig 
maren ln|; auf ben ;HbenD i)a fie alle ancH-ienommeu Fausto 
mitier nadi A>an|; t;\ebad)ten. D. Faustiis aber batte fie gar frennblid) 
i)ap [ie bod) mollten nur iiod) btefeö einit^e mal bie[e 'Otadit über 
allba in bem ii^ürtt}e<iau[; bei) ihm nerharren eö märe bod) fd)üu 
ble 3eit :;ur '^Inheimfunfft yi fpät er mii[te i()nen nad) bem 
'?iad)te[[en etmaö [onberbaree nerhalten iiield)ek3 [ie bann meil ec 
bod) nid)t anberft fei)u föuneu i()me ^ugefaget. 

[8ii4] i>Uy nun bao ^)iad)tmahl nnb gleid) aud^ ber gd)(a['' 
Jruncf noüeubet mare bezahlet 1). Faustus beu SBüvth nnb 
batte bie (^nift [ie mollteu eiu fleine^^ mit ihm iu bie ned)[te 
Stuben gehen / er h^^itte ihnen maö nnd)tigec> ^u [agen meld)eö 
er bi[?hcro mai[tenc^ nerborgeu gehalten ba'^ treffe nun fein .peil 
nnb Seeligfeit an. -Da [ie [id) nun ganl3 allein in einem Pjintiner 
bei)fammen befanben ba eröffnete ihnen Faustus, mie ba^ biefe 
Me leMe Oiadit feine»? ^ebenö [et)n / nnb ber leuffel ihne ali? [ein 
mit aignem i^lut iier[d)reibenei^ Unter^ifanb biefe ')cad)t höHeu 
merbe ' [ie [ollen bahero nid)t er[d)rörfen oiel meniger oom i^ette 
au[[tehen manu [ie einigem gepolter ober nnge[tiimmeö 3^\>e[en im 
S^([\{^ hieven nnb Dernehmen mürben bann ec treffe nur [eine 
^er[on einig nnb allein an. 3i>ie über biefen 3?ortrag hcn .sperren 
Studiosis ^^n ?)Jnth geme[en i[t leid)tlidi ^uerad)ten / [ie iinin[d)ten 
[id) mehrer alo tanfenb 03ieil non i)uuK\\ ^n [ei)n / [ie mu[ten üor 
'Aordit nid)t mae [ie [agen ober gebeurteu [oKten ' nid)ty be[to 
meniger thaten [ie D. Fausto, ber nnterbe[[en gleid) einem £^i)\\= 
mäditigeu auf bie ned)[te 23ancf hi"ffl'^rft' 3n[pred)en fo gut [ie 
hinten / nnb hemüheten [id) ihne miber auf5urid)ten nnb auf= 
^^nmuntern aber üergebene. Unterbe[[en hörten [ie im .'pau| ein 
gro[[ee '»^iolteren barob [ie [xd) nod) mehr ent[el3ten / nnb ^n ein= 
anber [prad)en: \^ait une oon bannen meid}en batnit inw nicht 
mae argee miberfahre la[[et luw gn SSette gehen ,/ ttiie [ie bann 
audh thaten. Ta [ie nun bahin gegangen iraren / fnnte feiner 

399 



172 
1708. Lonein von Gouimin: Cliristlicher AVeltweiser 

«iie ?s-ord)t iniö ßiufc^cii cinid)laffcii 511 bcm jo iiuilltcu fie 
bod) ocrnet)men maö ec für ctucu 3(iie'i;aiu] mit bcm D. Fausto 
iiel)meii iiuirbe. 

[365] 21(6 mm balb bie 'lVittcvnad)t etuiib crid)ieneu ' ba 
cntftinibc plölUid) ein ö^'^ll'^^" niu]eitümmer 3turm=='iiUnb bcr riffe 
iiub tobte ' q(ö ob er bae ^au^ 511 ©rinib [toffeu inollte lueiiii 
war nun äiujftev uiib bänger aU^ btefeit Studenten fie fprnncjen 
alebalb mit groffer -Jord}! anö ben :^ettcn nnb öernamen furfe 
baranf in bcr Stnben in loctdicr I). Faustus (igen geblieben / 
ein grenlid)ey 3ild)en nnb "•l>feiffcn alö ob lantev (Sd)(Qngen nnb 
Ttattern ]n gegen nuiren nodi mcf)r aber anirben fo beftiirl3t / 
ba fie t)Dreten bai^ i^umbern i Stoffen unb ^ernm merffen in 
ber 8tnben / nnb ben armfecitgen Faustum ßetter 93Jorbio id)rei}en. 
iBnIb bnranf borte man nid)ti3 me()r 1 es oergienge nnb (egte fic^ 
ber 3Sinb nnb iinirbe adey miöer ganl3 ftiü. Äanm t)atte eö 
rec^t getaget ba loaren bie Studenten anf nnb giengen miteins 
anber ganfe erfd)rocfen in bie (Stnben um ^n fctien ivo D. 
F'austus iräre nnb mac eö für ein Scamnbtnnf^ biefe '3]ad)t über 
mit i()me gel)abt I)ätte. ©ie famen aber fanm bai)in - fo fal)en 
fie bet) ©rbffnnng ber etnben mit ©ntfel^en ba\] bie 35>enb / 
2ifc^ ' nnb Stüle ooll 'ölnty luaren / \a fie fa^en mit (ärftannen 
ba^ bae J^irn D. Fansti an ben Söenben anflebete ' bie Bä()n 
lagen anf ber ßrben nnb mnften alfo angenfd)einlid) abne[)men 
luie i()n ber Jenffel oon einer 'i\>anb 511 ber anbern muffe ge= 
fdilagen nnb gefd)metteret ()aben. laüditlid] tft ^n gtanben ' maö 
folcf)eö Spectacul für ein Öntfel^en unter folc^en jungen ßeut()en 
inerbe oernrfad)et f)aben fonbcriid] ba fie fur^ i)icranf ben clen= 
ben (Sortier aüent()alben im A^anf^ gefud)t fold)cn aber ^n le^t 
anffer(ialb bee .pauffes auf einem na()e gelegenen ^^ciftiiaufeu (igen 
gefnnben ber [8ß(i] aber gantj abfd)eulid) an^nfe(}en gemcfcn: 
S'ann cy mar fein ©lieb au bcm gant3en l'eid)nam ganl3 eg 
fdi(otterte nnb mar ab - ber Äopf mar mitten üoneinanber unb 
bav ^Mr:t mar an6gefd)üttet ein foId)ee erbärmlid)ey O'nb bat nun 
genommen biefer 5auberifd)c "^lavv .Joannes Faustus. )b^k oon 
if)me er^eljlet Majolus in c. 455. et alii. 

Gin folc^er ^anberifdier 'Dlarr ift and) gemefen Christoph 
Wagner, erftgebad)ten ©ottlofen Doctoris Fausti gemefter Famulus. 

400 



172 
1708. Lonciii von rrninniiti: Cliristliclicr \\'<'lt\vciscr 

2){efcr tarn auf ein ^eit mit feiner (^kfcUen .loaniie de Lima 
nad) Toledo tn -spifpanien in ein 3iNÜrtl)ei.pani3 ba etlid)e 
@d)iüaii3=ilitnftler innen iimren nn^ nermeintcu / eö fönte feiner 
in ber 3Y^elt Die ^nnft beffer alö fie i unb ba Der üorneinfte 
unter i()nen i3efel)en bac Wagner feiner Äunft unb (^nturfel- 
^offeu nur fpottete / cjebadite er fid) an bem Wagner :5nräd)en / 
unb il)m eineo ^nuerfeUen nimmt bcmnad^ ein i5>äd)üernee^ ?Jiänn= 
lein / meld)ee er im i^orratt) htt) fic^ f)atte ; nnb ftid)t ec mit 
einer '^cabel in ein ;Hng / ba^ ei5 al(e / fo beQ Sifd] faffen ; fa()en / 
nnb fe()et! ani]enbliif(id) üerbirbet bem Wagner ein IHmj im .Hopf / 
bo^ bat^ 3Saffer barane auf ben lifd) tropfete. T'arüber bann 
Wagner fel)r ergrimmet nnb laft i()me ein ftarrtet^ 5)Zeffer langen / 
mit biefem mad)t er in ba\ Xifd) ein i'od) unb fraget barauf 
bcn 3d)Uiart3=.«iliinft(er - ob er il)m moüte fem sMug miber geben? 
2)erfelbe fprad) nein / er fönte ey nid)t tl}nn mann er fd)Dn gerne 
modte / eß mar gar '^crantl '^luf biefec lie^ Wagner ein .'ööltj= 
lein bringen unb ftecft ec in bcn lifd) 2)a mnd)e ein fd)üne 
9tofe barauf bie mar ganli [:-}G7J blntroti). 2)a fragte Wagner 
b^n tauberer nod) einmal)! / ob er i()m fein l'hig miber moUte 
gut mad]en; mann er funte? ®er 6d)mar^=Äünft(er fagt nein, 
.picran.f ^ncft Wagner ba6 93^effer / unb f)ieb bk D^ofe öom (Stengel / 
augenblicflid) fielle benfelben Äünftler ber Äüpf auf ben Xifd) / 
nnb fprilite ba^ 23lut bi§ auf bie ^erfe. 2)ic fo barbet) faffen / 
meineten erftlid^ ' eö märe ein @d)impf ' unb batten bcn AVagner, 
er mode i()m ben Äopf miber auffegen ' ebe er crfatte unb oer= 
blute ; aber Wagner fagte / eö ift gefd)e()en um mein 3(ng nnb 
vtm feinen Äopf. Sllfo mufte biefer 3auberifd)e '?tarr in feinen 
greulid)en (günben fterben / unb ^nm leuffel fahren. Wagner 
aber 30g auß ber ^erberg ; nnb mad)te fid) auö bem @taub / unb 
lie^ bcn ^erl liegen / feine Oefellen unb 9}tit=Äünftler bemül)eten 
fid) 3mar / ob fie il)n fönten miber lebenbig mad)en aber ee mar 
umfonft nnb oergebenö. 

c) Bd IUI. l^ierbter %l)di (1708). 

@. 479 xDer 3?er3meiffelte Üiarr. 

(S. 493 

Anno 1141. mar 3U Saleruo ein 2eufele=^Sanner nnb -viaupt* 
3anberer / meli^er bem Doctor ?s'auft gar md)t^^ nad) geben ; beffen 

Tille: Faustsplitter. 401 26 



173 
1708. .Inli. ("hristoph Rudiiioer: De Spiritibus Familiaribus 

%a[)m UHU' Petrus Abailardiis, anc biejer brci) iiub neunzig C^adv 
in feiner 23o[5f)cit cnaidjct / ba feint) nnfleiel)r in feiner Sibiuefen^ 
i)eit 3mei} feiner liebften (^"nrfel über bie t)errud)te ;]anber^^üct)er 
tommen frafft beren er fo lange ßeit bie bbüifc^e Samen in 
feinem @e()orfani battc nnb uictlfie ber ^anber=Ännft nnerfal)ren 
alfo feinb fie bcebe non bcn ienffeln umgebrad)t morben | weldiev 
nntierl)offte ^obt bcm Abailardo alfo 3U .s>erl3en cgangen 1 ba§ er 
etlidie i£tunb faft üerftanb(of, ba()in tgelegen enblid)en / nac^^^ 
beme er bie entniid)ene Sebene^Öeifter luieber eri)o(let mad)te er 
fid) ganl3 fd)leunig anf 1 aber mae uminft bn ; ha^ er ange= 
fangen? (Stiuan raie in bergleid)en ßnfäKeu bfften^ gefd)et)en , 
()at er einen ^tricf ertapt , aiorniit er feinen alten ^rob = eacf 
gngebnnbenV üietn nid)tü bergleld)en iwae f)at er bann get(}an? 
Abailardus biefer (ärl^ßanberer anrb nou ber ^)ötU [494] lid)en 
'3arm()erl3igfeit getroffen / fein .'perl; inirb i()ni bnrd) einen &btt' 
lid)en ©naben^^^sfeil alfo berüljret ba}^ er ben geraben 2A>eeg ge= 
loffen nad) ber Äird)en bei^ S^. Benedieli, alluio er mit gebogenen 
Äni)en üor einem an ber 3.1>anb gemal)lten t5rncifi^- = Silb brei) 
3:ag nnb ■)iad)t aneinanber gemeint gefenffUet nnb feine groffe 
nnb fd)mere eünben berenet baf3 enblid)en ben britten 2;ag ben 
25. Martii, bamal)len ber (Sliarfrer)tag -' bav (5rncifi;i-'Silb gegen 
il)m baö .-V^an^it geneigt / nnb babnrd) ]n oerftelien gegeben ; ba^ 
nnnmel)r il)m feine ÄÜnben feinb Hergeben l)ieranf er alfobalb 
feinen ©eift aufgeben ; bae 33ilb aber mirb nod) bi^ ben l)entigcn 
^ag mit geneigten .panpt gefe^eu nnb lend)tet mit groffem Miracul 
unb älsanbenuerrfen. Pagat. tum. 2 f.223. 



173 

1708. Job. Christoph Rudinger: De Spiritibus 

Familiaribus 

(Praeses: Joliannes Clodius) 

L. B. D. De Spiritibus Familiaribus vulgu sie dictis. 
Praeside. M. -lohaune Clodio. Fac. Philos. Adjuncto, lu Audi- 
torio Majori Ad diem XXII. Julii, An. 1674. publice disseret 

402 



174 
17UH. Aloysiiis Charitimis: Von Betrüglichen Kennzoirhcn der Zauberey 

Jo. ChristoplioriLs Ku(lingerii.s, Dresdeiusi.s. Vitcnihergae. Prclo 
Christiani Scliroedteri. Acad. Tvj). Anno MDCCVIU. 

(p 18) in § VII. 

Pr<eterea familiaritateni cuin Diemone coluisse niemoratur 
Henricus Cornelius Af/rippc, Magorum siije ietatis Prineeps. 
iit creditur, qvi accubuuni seniper liabuit eoinitem atrum 
canem, feralis profecto ruloris et Cerberuni signantis iii- 
dicem ****). Similiter (liristoplionmi Äurkjarium Vll. anno.s sub 
specie Simii, et Joliannem Faustum XXIV. sub forma Monachi 
Dsraonem circumduxisse, ex scriptis super hac re de utroqve 
publice extantibus (si modo usquequaque fidem merentur) 
constat. Diabolica autem calumuia est Cornelii Lapidei, qui 
B. Lutlie.i-imi uescio cujus Diemonii familiaris reura egit, cujus 
innocentia tani evidens est, ut vel ex Reformatis Voetius 
calumniam Jesuiticam mascule retuderit. 



1708. Aloysius Charitinus: Von Betrüglichen 
Kennzeichen der Zauberey 

Aloysii Charitini ^) J C. Discurs ^on Sctrügltdieu ^enn= 
3eid)en ber ßauberei) ' 2\>oviuneu öiel 3tbert]Iäubifd]e llteiuungeu 
ä^crminfftmä^ii] unterfucl)t uub nenuorffen; äl^ie nud) Carpzovii, 
Berlichii, Crusii. uiib auberer jo Juoll iHibftifdier / ale Protes- 
tautifc^er Jure Von sal forum 5)iii^Iid)e uiib geid)tt]Iäubtcic 2et)r= 
ecil3e üou ber ßont't'vei) / erroogen unb beleud)tet movbeu / allen 
(^erid)tel)altern bann aud) ;Öanb = i^rebigern / 3U ä?ernünffttger 
^üt)r= unb ^eurtbeilnug einec> .•pe;i-en Processes. ?ceb[t einer 

****^ Etsi Olim Historiam inficiefnr Johannes Wierus, Agrippce 
discipuius, /rusfra tarnen hactenus est. ucc fidem merebiiur ipse Magns, 
ut a Jacobo Britannm Rege in Dcemonol. notatur, certe Lamiarum 
PatronuH diligentissinuis. Xequc etiam noviim est, discipulum, qui 
venerdiulum huuih Frceceptorem (ut scepe cocat Agrippam) ejus defen- 
sionem suscepisse. 

') -Ter 9}erfai"ier ift ^acob i^runnemann. ■?•. -ö. 

403 26* 



174 
1708. Aloysius Charitinus: \'on Betrüglichen Kennzeichen der Zauberey 

S^orrebe uoii Dem ä^0V5iii;|c bcrjeuigeu ß^il^cu in ineldjcii man 
bemüf)et ift alle eingciinir^clte $rrtl)ünier auszurotten; ^n Siebe 
3ur ®erecl)tic5feit Coninntnicivct. ©targarb 33er) bm @ebnibern 
bie ©rneften unb Sol). 9J?id). ^enijcl) ^ucl)t}änbler Öebrucft bei) 
:Jo^ann iBeffeln / MDCCVIII. 

@. 68 

§ 34 

@in ßettul mit 3?lut t^efd)rei6cn mad)t bei) bem Crusio 1. 
c. n. 32 and) einen jonberlid)en i^evbad)t aue Ul)rjad) i raetl 
ein berül)mter ©d)n)avpünftkr Fausfus mit feine 'Slut feine 
."panbfd)rifft foüe gefdirieben l)aben; Db ein füld)er Ä'erl jema^lti 
in bcr SBelt gemefen / ift nod) 3iüeiffelf)afft / ungead)tet man nod^ 
in bem 23ud)laben ein gan^ abgefd)maffteo ;öud) üon feinem 
^eben fiel)et unb bann unb wann flein 6täbtifd)e Commediaten 
biefe miserable piece öon ^-aufteitö \^cbeu über alte Jonnen 
3ufammen gefegten 33retern / fo fie Theatm ju nennen pflegen , 
no(^ 3u pnesentiren, bie garftige @eir)ol)nl)eiten l)aben; I)tefeö 
ift gcmi^ ' ba.^ bie Ferren Ji>ittenberger < unb in specie .s^erv 
1) NeimKnoi in einer befonbern Disputation de Vita D. Fausti 
biefen .^erl non il)rem Paruasso längft üerbannet / unb e^ üor 
eine l)albe injurie auffnel)men menn man fagt ' ba^ an bem 
Drte ,' ftio Cathedra Liitheri ift / a\x&\ einft Doctor Faust mit 
feinem Mephistophilo unb bem fa- [69] mulo Wagner fid) auff=^ 
ge()alten. £b aber mit beffern 3ied)t bie .perren Sittcnberger 
biefen Äerl ben Sd)maben unb inspecie SSürtenbergern anf= 
bringen ' barum barff man fid) nid)t fonberlid) befümmern / meil 
e6 einen gleid) öiel gelten fan. ^"'^^ff'-'" ^^^^'^ berjenige nic^t 
gro§ irren ; ber bauor l)ält b(x)^ niemablei ein 3)- %a\\\i mit 
folcfien .Uiittftcn in t»cr SSelt geiüefen unb meun ber Autor 
feiner gebenß 33efd)reibung nid^t auff aüen 23lättern feine ©in* 
falt gejciget '' fönte man baüor t)alten / er t)ättc bie Intention 
gel)abt bie mani bem 5i"aitl3bfifd)en Autori beo Tractätijcn^: 
le Co?nte de Gabalis fonft gu fd)reibet / ba^ @r einer suptilen 
Satyre \\6) bebienen ober einen negromautifd)e Eoman fd^reiben 
njollen. Snbeffen roiirbc fold)e schedula mit 33lut / meil ee auff 
^sappier tunrfel 3U lefen nid)t üieleö probiren, fonbern leicht 
falliren fönnen. 

404 



175 
1708. Barth. Feind: Deutsche Gedichte 



175 

1708. Barth. Feind: Deutsche Gedichte 

ßartli. ^-einbet^ vLt. -Dciitjcl)c @cbid)te 3Sc[tc()eni) in 
Ni(sicaliid)cn iid)aii = Spielen / ^ob = ®lürfiininjcl)nng0=3>erliebten 
nnb Morali]d)cn (^)cbid)ten / (ärn[t= nnb id)eitd)Qfften @inn= nnb 
(^rabfd)riftten eatijren / Cantaten nnb aHcrtjanb ©attnngen. 
Samntt einer i^ovrebe 3?on bem !Jempciament unb (>yenüil)tö= 
23ejd)aftenl)eit eineö ^soeten ; unb ©ebancfen non ber Opera, 
(^rfter 2;()eil. 9)cMt .llnpffern nnb einem üoUftänbigen ^liegifter. 
(£2-212)6 äkn'lecjtö Minvid) 23rummev privilegirter 33nd)ni()rer. 
3m 3al)r 1708. 

6. 94 

3d) rebe I)ter oon 3iM"<i)Ciiiern ' tt)e(d)e bcv Opera roegen / 
nnb nic^t ber Conversation i)a(ber in bie Opera fommen / 
mornnter eö etlid^e gibt / bie offt nid^t ixnffen / lüaö für ein (BtM 
anfgeriif)vct Sorben ' lüenn [ie gu Slnt^gang beffelbcn barüm be= 
fraget lyerben. Unb fotdje finb in^ßcmein bergleic^en l'ente / bie 
roeber bie Miisi(iiie, nod) ^^ioefie noc^ 53ia()lerel] no(^ Ardiitectur 
öerfte{}en j meld)e üier €tüffe ein essentielles SSefen non ber 
Opera, nnb baf)er fommt ee bann ; ba'^ üiele me()r an einer 
tentfdien Comedie Don Dr. <s-auft nnb einem .spoUänbifd)en 
Kluclit-of Bly-Spel van Jan Ciaassen, de Vreyer in de Klsf, 
of de drij boose Grieten haar Vermaack finden, jo man it)neu 
öon .»^erkn gönnet. 

176 

1709. [Abraham a Santa Clara]: Centifolium 

Stultorum 

venti-Foliiim Stultorum 3" Quarto. SDber ^nnbert 3(uö> 
bünbige ^krren Jn Folio. Of^cn anfgemärmet Unb in einer 
Alapatrit-^safteten ^nm 8d)an=(äffen mit ()unbert fd)önen Äupffer= 
Stid)en ' ^nr el)rlid)en (Srgö^ung unb nu^lid)en 3eit=i^ertreibnng / 
joiüof)! frblid)* ale melaucholifc^en ©emütfiern aufgefegt; 2(u(^ 



177 

1709. Allgemeines Historisches Lexicon 

mit einer delieaten Sriil)e üieler artigen .spiftorien luftiger Js-ablen ; 
furtmunltger Diseursen unb erbaiilid)cn bitten -- i^e'^reu ange= 
vid)tet. Cum Liceutia Superiorum. 3B;sG'3^^^ Bu finben bei) 
:$ol)ann 6arl '3]icgerlc | UniLier[itätu=23ucl)ljaubler im ®runbI=.V)or. 
Hub 33ei) ;sül)ann 6()ri[topt) Sßetgel / itupfter[teci)eru in '^litrnberg 
©cbrurft be9 61)ri)"tüpl) Serd)er / Uniöerfitätö -- 23ud)brucfern. IM 
LVftIgen laljr / aLö Dlefe ^)tarreu=@CI)aar erfoI)ren gar. 

3iinfd)eu @. 68 u 69 

[Silb mit bcr Überjd)ritt Comedl-\ unb Opera-^\0iXx. 2)arunter 
bie Qserfe: 

!Sel)t! lüie bie Dkrru fid) eiuftcden, 
?l-eiu 'isaar uub ''^saar mit ibreu ©fetten. 
3Bo fie bie ^eit fo mol passiren, 
53?tt 3Iugen=£nft unb Courtesiren, 
Äomm Courtesau, gib benen Sappen, 
Deö 5)liiffiggaugo iicrbicutc Wappen. 

5)urd) einen runben Jljorbogen gel)t bai^ ^^sublifum inö 
ilbeater, beffen ^änfe bereite iiio()lgefüttt finb. Über bem %^o\:'- 
bogen ein :^etk\ mit bcr lXuffd)rtft:] nom />/•. Faust. 



m 
1709. Allgemeines Historisches Lexicon 

Iflngemeiuet^ §iftorifd)eä Lexicon, tu meldiem ba^ Seben 
nnb bie 2i)aten berer ^^satriard]en / ^sropt)eteu ; ^Ipoftel / Später 
ber crften Äird)eu / '|>äbfte (5arbiuälc Sifd)öffe j ^^h-älaten / 
ODrueI)mer (^ottee = @elal)rteu nebft benen .Steuern / mie nid^t 
meuiger berer ^äi)fer / Ä'önige / 61)nr== unb ^-ürften / groffer 
j^elben nnb 5)?iniftern ' ingleid)en berer berübmten C'!JeIaI)rteu ' 
(gcribenten nnb ^ünftler ferner auyfül)rlid)e '3iad)rtd)ten üon 
ben anfebn(id)ften (yräflid)en ' !?lbelid)en nnb anbern Js-amtlien / 
Don ronciliis. 11{ünd)0' nnb ^l?itter=Drben ' .^■^el)bnifd)en ©öttern ' 
etc. unb enblid) bie iöcfd)rcibuugen berer .^äi)ferti)iimer / ^V^buig- 
rcid)c A-ürftentl)ümer frci)cr Staaten / Sanbfd)afften / 3»ffti^ ' 
>Etäbte 2d)(öffer / illöfter öebürge / ^s'Hiffe unb fo fort / in 

406 



177 
170!». Allgemeines Historisches Lexicon 

lHIp()atietl)i]cl)ci- CriMiinui mit bciueljvten ,^ciiöniijcii norgcftcUet 
luerbeii. ß-i-ftcr iiub ^.Hiibci I()eil / 21 — @. Scip^tcj üerlcötö 
Itjomae ^Titfd) 170t). 

@. 107 bor ^lucitcii mit (y becjinncnbcu i'icfcniiu] 
f^-auftue (^'Ofjannc^) ein bcrüt)mtci- i"c()iimrl3fün[t(cr mar ^u 
aufaufl beö KJbeii feciili berühmt, iniii feinem naterlaiibe [inb 
bie jeribenten iierid)iebener meiinnni]. renn einlege faßcn - ba{] 
er 3n Ännbliiu] einem [tcTbtcl)en in 2i1]mabeii fo bent ^n 
tage ben namen .Slnitlingen fübvet anbere aber ba^ er in ber 
i-\ratfc()afft iHnbalt gebül)ren morben fei), (^eorg. ^tnbolpf). ":1^3ib= 
mann / melcl)ev biefee 3anbererc leben in brei)en tl)ei(en be|cl)rieben / 
iag,t: ba\^ feine eitern arme banere^lente in ber ^}.Tiarcf Soltmebel 
gemefen ; bie il)n nad] äl^ittenberg ^n it)ren oermanbten gefd)irft / 
meld)er il)n metjen feinee ()evrlid)en nerftanbeo fel)v geliebet / unb 
mit groffem fleiffe snr fd)ule gelialten. .s^ieranf fei) er nad) 
'^sngolftabt o()ngefä()r in bem Kiben falire feinec altere gefommen / 
allmo er ber gotteö = gelal]rt()cit fid) foU gemiebmet nnb in bem 
bvitten jafire feinee acabemifd)en lebene bie magi[ter=mitvbe er* 
t)alten liaben. (Mleid)n)ie aber bei) beut inad)eitl)nme ber päb[tlid)en 
mifUH'änd)e 3ngleid) allert)anb verbotene fünfte übert)anb ge= 
nommen ' alfo fanb er and) überflüffige gelegenl)eit / fein eitleö 
gemütl) baran ^u uergnügen. O'r nerliefi aber l)ierüber bie t()eo= 
logie / trieb l)ingegen bie mebiein nnb uial)rfager=funft an^ ben ge= 
ftirnen mit befto grbfferm eifer fo gar / ba^ feine mit fold)en 
fad)en ancgefpüifte catenber gar rid)tig foKen angetroffen l)abcn. 
;^snmittelft gefd)al)e ee baf^ oben gebad)ter fein anüermanbter / 
feinet^ öaterc brnber ^n 3i>ittenberg ftarb ' nnb il)n 3n feinen 
erben einfeMe. A-anftne nnn ; ber l)ierbnrd) ^n 5iemlid)em rei(^= 
t()um gefommen t)erfd)menbete fold)en in allerl)anb üppigfeiten / 
nnb ergab fid) ganl3 ben ganberfünften nnb befd)mernngen ber 
bbfen geifter. "sa er fd)affte fid) aller()anb l)eillofe büd)er an / 
baburd) er glanbte feinen ent3mecf 3n er()alten. 'IiMe er bann 
anö gleid)er nrfad)e fid) ber nnterrid)tnng bee (5f)riftopli .s^ai)l= 
lingere ' fo bamalö megen ber cn)ftallen=fel)er=fnnft bcrnffen mar ' 
untergab nnb fid) foid)er 2 ganljier ial)r bebiente. fiad) Der= 
flieffnng foId)er ^eit befd)mor er nermittelft ber necromantie / 
ben tenfel nnb mad)te mit ibm anf 24 jal)r lang einen bnnb / 

4ü7 



177 
1709. Allgemeines Historisches Lexicon 

in Ricldiem i()m ber fatan einen am feiner fd)aar / namene 
^)3Je|.il)ifto|.if)e(em nnter bei cjcftalt einet^ ^-ranciecanevsmöndjg i 
^^n feinen bienften barftedete. A^teranf fo(t ^anftne nad) ge^ 
baditen ©ibmanne berichte ,' mit biefem feinem bienev öer= 
fc^iebene bifpüte c\Qi)abi ()aben Don ber an^at)! ber böfen geifter 
i^rent \alk öon bem ^nftanbe beö parabiefee non bcn orb= 
nnngen ber tenfel unb anbcrn iioninliicjcn fadieii. Seögleid)en 
fofl il)m Ü3?epf)iftopl)e(eö eine .v)eIenQm au6 ber f)öUen 3ngeiüt)ret 
^aben ' mit meld)er er einen fof)n ^iif^iii" A-anftnm ; ge^enget. 
SeMgemelbter autor fd)reibet i()m and) ^n bü^ er an. 1525 
brei) junge Aveij-.'pevren Don ä\>ittenberg gn bem beijlager nac^ 
93?ün(^en anf bem mantel in fnrber ^eit gebracht. <Bo foU er 
and) ein fd)ön brauneö pferb burd) feine üerbotene fünft gemad)t 
haben iiield)e6 er aii'i einem iai)rmarcfte \m 40 gülben t)er= 
faufft ' mit angefügter bebingnng baf5 ey ber fäuffer über !ein 
iDaffer reiten loüe. 2(Ie nnn ber fduffer barmiber gei)anDe(t 
unb er mitten ine maffer gefommen ;' fei) baä pferb t)erfd)munben 
unb ber arme manu au ftatt auf einem buube ftiof) ju feiner 
groffen beftürtinng 5U filjen gefommen. Unb ob gieid) ber be= 
trogene fauffer fid) feiueo fc^abeue bei) bem buben ^u eri)oIen ge= 
bad)te fam er bod) nur übe( ärger an iubem ' aU er ii)n 
fd)(afeub faub unb bei) bem beine berab 3ieben molte ' er feinen 
fd)encfel ^eraue fa()reu lie^ / bamit ber roB=täufd)er biuter fic^ in 
bie ftuben fiel / aU ob i()n ber bonner barnieber gefd)(ageu. 2)er= 
gleid)en fd)e(mftücfe practicirte er and) mit fc^mcinen / als es i^m 
an gelbe ermangeln motte, ßn (ärffurt foU er alö er über ben 
gried)ifc^en poeten iSDomerum gelefen feinen 3u^örern bk barinnen 
gebad)te .^^elbeu 5}^enelaum 2fd)illem / ^ectorem i^riamum 
2(Ie;ranbrum unb anbere in perfon üorgefteHet baben < gleid)uue 
er and} an bem ^ofe bee .<iläi)fere ^larimiliani mit bem groffen 
3((evanber unb feiner gema^lin getrau. ^?tid)t meniger luirb unter 
anbern feinen ^anberftücfen augefüt)ret ba^ er einem bauer bei) 
5:^raunfd)iüeig metc^er i{)m mit 4 pferben unb leerem mageu 
begegnet unb i()n gleid)iiiol nid)t in bie ftabt führen moüen 
[K18J beu poffen gefpieiet bafi ii)m bie räber oon bem magen 
gefprungen unb in ber (ufft binmeg gefübret morben unb feine 
pferbe ale tobte barnieber gefallen , welchem er aber nad) gett)a' 

408 



178 
1710. [Bourdelot]: L'Histoire des Imaginations 

nenem fiiBiaÜe unebenim 311 bem feinen iieiliolffen. (5e ift aud) 
biejct^ wai} abenbt()eiierlid)ct^ ' rva^ 3mijd)en tl)m unb einem anbevn 
bnnven paf^ivet : bem er bei) (^)otf)a ein ganl.u'o fnber ()en jamt 
maijen unb pfevben öerfdilndet l)aben foK bevßleidjen er and) ^u 
^iinifau getl)an. .viteranf foll er and) einen biener / ;so()ann 
ijr^äiger ober ^2\>aivier einec^ prieftevt? jü()n 3n Safferburg a\u 
genommen ^u gleid]er gottlofigfeit ange[ii()ret / unb i()m uad) 
feinem tobe feine guter oermad)t t)aben. ^0 fo(( er and) mitten 
im minter hie ()errlid)fteu friid)te mit ben fd)önften pomerankm^ 
feigen* unb anbern bäumen anmut()igen gefang ber nad)t{gal(en 
unb lteblid)n3ritnenben miefen / ale natiirlid) oorgcfteüet ()aben. 
Sldein mie ferner berid)tet mirb ' l)at er tu bem 2)orfe ')ümlid) 
3u nad)ti? 3mifd)en 12 unb 1 u()r ' in bem 41fteu |a()ve feiueö 
altere n\i eube mit fd)vöcfen genommen inbem i§n ber teufet 
an bie mäube gefd^miffen baf^ bai^ get)trne baran fteben geblieben 
unb alle glieber graufamüd) ^erftümmelt movben fei)n follcu. 
C^inige mollen il)m and) einen traetat oon ber necromantie bci)= 
legen, ^m übrigen ift uid)t 3U läugneu baf? gar üiele fomol 
an ber mal)vl)eit biefer abenbt{)euv / alö and) havan j ob iemalö 
biefer '5'auft gemefeu ^mcifeln. @leid)mol mu|5 mau anbern tt)eilä 
geftet)en ba|l einige fcribeuten / bie 3U gleid)er 3eit mit bem erl3= 
buben gelebet / unb unter anbern ^^sl)iiippuö '33teland)tl)on feiner ge' 
bentfeu. lohannes ManViHS in suis locis commimibus; Georg. Eu- 
dolph. Widnian. in den walirhaft'tigen histor. von den gräulichen 
Sünden D. lohann. Fausti; loach. Camerar. in hör. subcesiv; 
loh. Georg. Xeuman in peculiari dissertatione hac de re Witte- 
bergf^ an. 1683 habita; Biirc. GoWtelf Struhius in bibliotli. 
autiqua. mens. jun. an. 1706 p. 232 seq.; Wilhelm Ernest. 
Tenzelius in der curieusen bibliothec drittem fache des dritten 
repositorii an 1706; hannover. auszug an. 1701. p. 5(S. ^) 

178 

1710. [Bourdelot]: L'Histoire des Imaginations 

L Histoire Des Imaginations Extravagantes De Monsieur 
OuÜe. Causees Par La Leeture Des Livres qui iraitent de 

') ©emeint ift ©pütter 158. 2). ^3- 

409 



178 
1710. [Bourdelot] : L'Histoire des Imaginations 

la Magie, du Grimoire, des Demoniaques, Soreiers, Loiips- 
Garoux, Inciibes, Siiccubes et du Sabbat; des Fees, Ogres, 
Esprits-Folets. Genies, Phantomes, et autres Reveiians; des 
Songes, de la Pierre-Philosophale, de 1' Astrologie Judiciaire, 
des Horoscopes, Talismans, Jours heureux et malheureux, 
Eclypses, Cometes et Almanachs; enfin de toutes les sortes 
dApparitions, de Devinations, de Sortileges, d'Euchantemens, 
et d'autres superstitieuses pratiques. Le Tout Eurichi De 
Figures et accorapagne d'un tres grand nombre de Nottes 
curieuses, qui rapportent fidellement les endroits des Livres, 
qui ont cause ces imaginations extravagantes, ou qui peuvent 
servir pour les combattre. lomc Second. A Amsterdam. 
Chez Estienne Roger, Pierre Humbert, Pierre De Coup, 
Et Les Freres Chatelain, Marchands libraires. MDCCX ^) 
p. 122 2) 

[Note] (n) Jean Faustus de Cundligen, Allemand, etrange 
Enchanteur et Magieien, se rencontra un jour a table avec 
quelques-uns qui avoient beaucoup entendu parier de ses [128] 
Prestiges et tours de passe-passe, ils le prierent de leur en faire 
voir quelque chose. 11 se fit fort presser. Enfin par Timportunite 
de ces banqueteurs, qui avoient la tete echauffee, il promit de 
leur montrer ce qu'ils voudroient. Dun commun consentement 
Ms demanderent qu'il leur fit voir une vigne chargee de rai- 
sins murs, et prets ä cueillir. Ils croyoient que, comrae on 
etoit alors dans le mois de Decembre, il ne pourroit faire 
ce prodige. II consentit ä leur demaude, et promit que 
tout-a-Fheure, sans sortir de table, ils verroient une vigne 
teile qu'ils souhaittoient; mais a condition que tous tant 
qu'ils etoie[n]t, ils resteroient dans leurs places, et attendroient 
qu'il leur commandat de couper et cueillir les grappes de 
raisins, les assurant que quiconque desobeiroit, courroit risque 
de sa vie. Tous ayant promis de lui obeir exactemeut. tout 
d'un coup Faustus, par ses enchantemens charma de teile 



M 2t(5 Sjerfaffer irirb aiii'^oineben ein 9(bt Bordeion ober Bourdolot. 2^. ,n. 
*) o" ber Noiivelle P^ditioii, Cinquienie Partie, Paris llöS ftcflt Me 
X'ütmerfung 3. 5G. 2. .O. 

410 



179 
1710. Burcard Gotthelf Struve: Supplcmonta 

Sorte les yeux et la t'aiitaisie de ces conviez qui etoient yvres. 
(lu'il leiir serahloit voir nur tres-l)elle vigne, cliargee d'antaiit 
de longues et grosses grapes de raisin, qu'ils etoient pour 
lors dhommes assis ä table. CbvS gejis excitez par [la vue 
de ces beaux et gros raisins, preuaent leiirs couteaux, atten- 
daiit que F'austus leiir commandät de couper les grappes. 
11 se tit Uli plaisir de les teuir quelque temps daus cette 
posture: puls tout duu couj) il fait disparoitre la vigne et 
les raisins; et ehacun de ces buveurs pensant avoir en jmain 
sa grappe pour la couper, se trouva tenant d'uue main 
le nez de son voisin, et de l'autre. un coüteau pour le couper. 
De Sorte que sils eussent coupe ces grappes, sans attendre 
l'ordre de Faustus, ils se seroient coupe le nez les uns aux 
autres. Medit. Histor. de Camerarius. t. I. 1. 4. c. 10. 

}). 177 

Table Generale Des Matieres Conteuues En Cet Ouvrage. 
p. 188 

Faustus de Cundligen (Jean) P^uchauteur et Magicien, 
V. 56. n. n. 



179 

1710. Burcard Gotthelf Struve: Supplementa 

-Durcardi (lottlieltii Struvii Svpplemeuta ad Notitiani Rei 
Litterariae Et Ysvm Bibliothecarvm Accessit Oratio. De 
Meritis Germauorum In Historiam lense. Svinptibus Ernesti 
Clavdii Bailliar MDCCX 

p. 147 Ad Caput Nonum. 

p. 153 

Ad §. XXXIIl p 473 
lo. Faustus. 

Singulari dissertatioue de lo. Fausto egit 10. GEORGIVS 
NEVMANNVS Wittebergie 1683. 4. Tpse quoque de eodeni 
egi Bibliotheca antiqua. mense luuio 1706. p. 232. 

411 



180 
1711. Amaranthes: Proben Der Poesie 



180 

1711. Amaranthes: Proben Der Poesie 

Proben 3)er Poesie 3^ ©alauteu i^erlicbteu 3>ermtjd)teu 
@d^er^= unb @ati)ri]^eu ®ebid)ten abgelecjt / 3>on Amaranthes^). 
Slnbercr ■I()eil. 5leb[t einer 3>orrebe üon ber Sdjroi'trigfeit nnb 
aiaf)ren ßicjenjdiafft bcv 3:id)ter = Änn[t. Avancffurt nnb l'eipjig, 
bei f-mpP Silbelm ©torf. ?(o. 1711. 
(S. 462 

35>arnm aUejett jo inenig 5-ranen3immer in Fausteus 
Comcedie ge()et. 

2B3e fömmtö boc^ / fvaget ii)v / 

SBarnm bac^ Aranen^immer l]ter / 

eo offt man [ief)t öon Jyöiiftcn fpiefjlen ; 

Dlid)t I lüie fte jonften t^nn / in bie Comoedje ge^n? 

93?ein! tonnt ii)r biejec^ nid)t oerfteijn / 

SBorauf if)r 2lb]ef)n pflegt ju gielen? 

Sie müd)ten ([ürd)ten fie) bnrd) Faustens ßauber (Ead)en / 

2Sie ber and) cbenfals bie ^örner lernen niadien. 

181 

1712. [Bourdelot]: Historie oder Wunderliche 

Erzehlung 

l^iftorie / Dber: 3Bnnberlid)e @r3e^lnng 2)er feltfamen 6in= 
bilbnngen / 2SeId)e Monsieur Oufle 2tn^ Sejnng iold)er Sucher 
befommen - bie üon ber ßanberet) , 33e]d)n3Örnngen / 33ejeffenen / 
ßanberern 2Böl)r = 3i^ö(fien ' Incubis, Suceubis, Babbat^ ber 
^ejren /' roeiffen tyvanen / railben ^JJ?ännern , ^^olter = @ei[tern / 
©efpenftern / nad) bem Job iniebcr eijd)einenben Seelen; 2ßie 
anc^ oon Jränmcn i Lapide Piiilosophorum. Astrologie Nati- 
vitdt^Steden Talismannijd)en 33ilbern ®Iücf= unb unglürfltd^en 
lagen ^infternüffen (iomcten nnb (Salenbern; mit einem 



^) Ser S^erfaijer i[t Ö. '3. Corüinuö. 2). .»p. 

412 



182 
171.'}. Gaudentiiis Jocosiis: Doctae Niigae 

3i>ovte ' ine(cf)e noii aUciliaiiL) (vric()ciiuiiu-5cn , 3iNa{)rfafl = Bflii^fr= 
.fünften / iinb anbeni 3Uicicjlaubi|ct)eu Dincjeu l)anbelu. Diircf)' 
gefjeiii)^ mit üielcii curieusen "^lotcw uericf)cu moriuii a((e @te[(en 
in ben 23üd)ern / iiH'ld)e ]ü(d)c jcltfamc (iliibtlbiingen Dentrfad)! 
I)aben ' ober luicbcr bicjclbe bieiien fonneu getreulid) augejctget / 
unb tu ,^iiiet) ill)eileu aboiel)aubeIt [iub. 'än\] bem Avauliofifc^en 
itberfeliet ^). Daii^ig ^erlegt^ i>l)aiamiinb Äretjc^mer / 1712. 
@. 14 

^tftonc üoit IK ^-auft. "mi btcicm 23ud)e finbet man bod^ 
noc^ plaisir genug , jo meuig aiv man and} üou ©audelei) unb 
S^etviegerei) f)ält. 

182 

1713. Gaudentius Jocosus: Doctae Nugae 

Doctse >sugje Gaudeutii .locosi, Consistentes in diversis 
ISarrationibus et Eventibus hujus temporis; scitii uon tarn 
jucundis ad fallendum tempus occasione honesti otii, quam 
iitilibus ad diversos hominum mores eorrigeudos. Per Risum 
ConcJusum est contra Melancliolicos. Solishaci, Impensis Jo- 
liaunis Leouardi ßuggelii. Anno 1713, 

p. 49 

Fcntsti Ma(jia. 

COnvivas liabuit infanstus ille Fanstns multos amicorum. 
Petierunt hi, vites uvis pnegnantes sibi repraesentaret in 
mensa. (juamvis, pntarint bruniie tempore ab uvis tarn alieno, 
id fieri non posse. Nee tarnen difficilis fuit magus persuasn: 
vites igitur prsestigiis e mensa evocat raeemis pr;egrandibus 
plenas. Prins tamen eam omnibus edicit legem, ut alto silentio 
expectent, dum jubeantur uvas carpere. Omnes se legi ob- 
temperaturos recipiunt. Mox infamis artifex, incantamentis 
carminum ita oculos appotse turbse perstrinxit, ut Ulis tot 
botri mir«; magnitudinis, et suco maturo pleni apparerent, 
quot eorum mensa numerabat. Omnes ergo in gulam hanc 
iividissimi, jamque nihil sitibundi a temulentia suum quisqne 

') 3>eriilei(^e Splitter 177. X. .ö. 

413 



182 
1714. Johann Jacob Vogel: Leipzigisches (Tcschicht-Buch 

cultniui ad uvaiii sibi [äUj pruxiiiiam appoiiit, dunimüdu Im- 
perator Faustus jubeat secare: Ea omniiim dentes saliva, et 
in jestivam hanc voluptatem pruriunt. Hoc situ ali(|uamdin 
teneutur: ingens omnium expectatio. dum cultro jugiilent jam 
captam pr;edara. Tandem formosissima vitis evauescit, et 
in fumum abit. Uli nebula magica jam dispuLsa, visi sunt 
singuli suum quisque teuere nasum apposito cultello jam pro 
uva secandum. Quod si quis immemor praecepti aut coutemptor 
botrum sibi destinatum pr^escindere voluisset, nasum sibi 
joculari vulnere prsesecuisset. Hie omnium risus et indignatio. 
Index 
Faust i mcKjia 49 



1714. Johann Jacob Vogel: Leipzigisches 
Geschicht-Buch 

Metp^^iöifc^ee @ejd)id)t>33ud) ^Dber Annales. 5)a0 i[t: 3«^i'' 
uiiD Iagc=iBüd)er -Der äl>eltberü()mtcn Äönigl. iiub CS()uviür[tlidien 
(£dd)[i]d)en .vtauff= unb .paubcle=5tat)t £eip3{g / ^n iücld)eu bie 
metften merrfunirbigftcir (::')ejc^id)te iinb geidjetjeue :^eränberungeu / 
bie tu unb bei) belobter etabt uub ©egenb \ bei^be^ in ©eiftl. als 
2i>e(t(. 2ad)eu \ fo luol)! in Aviebeue-- al6 Jlrieöeä^ßsiten / üou 
Anno 661 uad) Gl)ri[ti ©eburtf) au / bi^ in ho.^ 1714. 3al)r / öon 
Sage ,5u Sage ftd) begeben ()aben / eutbalteu [inb / ^^(i(e ^inn tbctl 
auö glaiibiinirbigeu alten unb neuen / bei)bee gebrnrf'ten aly ge= 
id)riebeneu (5t)ronirf'en bemiilirteu Historieis ul)valten Urfuuben 
unb Documenten / gum tl)eil and) awi^ eigener örfal)rnng mit ntd)t 
geringer 53?ül)e auC^ angebDl)iner Siebe 3uiammen getragen unb in 
rtd)tige rrbnung nerfaffet / 3(nd) mit bienlid)en Marginalien unb 
einen benötf)igten :)iegi[ter erläutert ä?on M. 3ol)anu Jacob 
3}oge(u. l^elp^ig ä^erlegt oou ^-riebrid) i^incfifd)ent^ jel. (vrben / 
1714 1). 



*j Saö „Chronicon Lipsiense. Taä i[t; ©eiiieiiie ^^eftfireibung, ber 
(i()urnirftli(f)en Säd)nid)en ("')euierb= unb .nanbels 2tabt l'eipjifl, ujui. bunt 
L. Zachariani ^rfiiieibem, bei) bei" ihiioerfitat Veip3iij iienieieticrt Professorem 

414 



184 
1714. Xeii-cröffnetes Museum, I 

<B. 111 unter Anno l.j'25 
So i]cl]cl aiid) bic iiicmcine Oiebe ' |iiicld)cr ein alt 
acjcl)viebcnci3 !i^tMp^iqijd)Cö C5()ronicüu lHn)pflid)totl ba^ ®. (S-auft rdlet 
ber bchiiiDtc <::dnLiaii3tiinitlcr T. ^'^ot). (vau)t , lier= u- ^em 
mittclft feiner Ännft , ein mit ^.Bein cjefülltee aci^ , si^-nev. 
iueld)eö Die ii>ei|?fittel l)crany ^ie()en foKen / aus iHuer- 
bad)e=Äeller anff bie (^xiffe c3eritten." 



184 

1714. Neu-eröffnetes Museum, I 

Heun'röffneteö Museum ober a((erl)anb bienlirf)e 2(nmevd-nni]cu 
2{uö ber Tlieologia Casiiali, Morali- nnb Curiosa, Äird)eu= 
Historie eilten unb 9ienen Seftamentö, Historia Civili. Jure 
Publicu, Oratorie / Poesie unb anbern 3nr ©elefirfciinfeit bienenben 
(£ad)en, nebft unpassionirter Reflexion über nnterfdjtebeuc Pro- 
grammata berül)mter Reetoruni. ßrfte Ceffnnng. S^S^^^ßS®, 
bei) ^sof}ann .peinid)eno J^ittbe. 1714. 

S. 253 ä?icrbte reffnnng. 

©. 255 I. Dac 2eben ber Diu», ;sa*-'obc^ Soditer. 

@. 273 

II. 

!i>entüuffti9C ©cbanctcu über bai§ '^t\>t\x beö beniffeuen 
;3aut)crere Johaiiuis Fausti. 

2)(irn Oia()nien Fausti. beffen £eben nnb i()aten mir l)ier 
fitrl3lid) unterfudien moüen, {)aben it)rer oiele gefül)ret. 5}enn fo 
ift 1.) im 5ten Seculo ein 33ifd)Off in Afriea biefee '3ial)meny ge= 
mefen, meld)er ber 'i)3?antd)di]d)en Secte ^uöetljan mar. (Eiet)e 



Publicum iifiii. Voip3ic(, Webrucft unb 511 fiiiDen bei) 3Df>i»n '.Kitttc^aun, %\\\\o 
1655" fagt 5. 130 »011 hm ^^iriiiat= ober S^ürcjer .öäufern: „Sjnter allen 
aber ift Sdierbarfiy .öof, fo non .öeinridi Stro()mevn, jonft 'Jluerbacf) 0(enant, 
'Jüuio 15B0. ba-ö AÜrftcn jpauj^ in Der ("»irtuniüidien Ci^affen, weldieö uon [131] 
(^ieori^ ^^otl)en, 3lnnD 1575. unb ber .1iütl)äuptiirf)e .öof am -33farcft, ft» Don 
3ol)an '"Rotl)änpten 2?aumei[tern, 511 unfer 3eit erbanet tporben, in fonberliitem 
5^eruf." 2)e§ ^t\{ix^ unb S'nuitö unrb norf) niriit cuebacfit. 3). «D. 

415 



184 
1714. Xeu-eröffnetes Museum, I 

Augustiii. contra Faust. Manicli. Tillemout. Memoires pour 
servir ä 1' Hist. Ecel. Tom. XI IL 11.) mar in eben biefem öteit 
Seculo ein Sild)off gu 9^ie^ biefee OktimenC', au-ldicr ]mu ein 311 
feiner ßeit gar gelel)rter 93cann, aber bod) dn Semi-Pelagianer 
geiDei'en. 8ief)e üon {f)m Sidon. Apoll. Libr. IX. epist. 3. 4. 
Genuad. de Script, lllustr. c. 85. Vo.ssium et Henr. Norisium 
in Hist. Pelag. (gr foU foltjenbe @d)rifiten f)interla[fen ()aben, 
a(^ anfänglid) 2. 33üd)er de Gratia Dei et Libero Arbitrio; 
fternac^ eineö de Creaturis, quod in eis nihil sit corporeum. 111.) 
^m Tben Seculo ttjar ein befanbter 5)Z5nd) üon Monte-Cassino, 
ein Discipel be^ l^etlitjen Benedicti, fo biefen 9ia()men (}atte. 
©iefie Leon. Ostiens. Chron. Cassiii. Lib. 1 c. 3. IV.) i^ebte 
im löten Seculo 3U ^3iai)n^ ein Sürcjer biefeö ^fia^menö, welcher 
mit unter bte ßrfinber ber 33ud)brncfer=illinft gered)net mirb. 
@iet)e Heidfeld, iu Sphynge [274] Theol. Philos. c. 27. Chron. 
Antiq. Colon, ad an. 1450. Malliukrot de Ortu et Progr. Typo- 
graph. V.) 3)ft cind^ nid)t unbefannt Laurentius Faustus, ber 
ben Stamm^^Saum aller .»per^ocje, (Sl)ur= unb A"üi'[ten ^n Sadjjen 
l^erauegegeben. Unb lüer mei^, wie öiel nod) fonft biefen 9k[)men 
gefübret, meiere aüe an^umercfen öiel 3U uieitläufftig unb bod) 
barbei) unnötljig fei)n mürbe. @tnen ganlien luettliinfftigen Cata- 
logum ber '^serfonen biefee ^ial)mene l)at Raphael Volateranus 3u= 
famnien ge]d)rieben. Äeineö aber öon biefen, fonbern einet^ ganfe 
anbern Fausti geben unb ii}aten moUen mir l)ter nnterfnc^en. 

&ä foll berfelbe Johannes Faustus gel}eiffen l)aben, unb ein 
groffer ßanberer gu feiner 3cit gewefen feQn. ^cüm Seben unb 
3;l)aten f)at erftUd^ George Rudolph SSiebmann ^erauö gegeben, 
melc^ee iBud^ l)ernad^ mit neuen (Erinnerungen Joh. Xicol. "»^fitierö 
Med. Doct. unb nun allererft lieber 3ln. 1711 ju 9Rürnberg 
^eraucgefommen. Der Jitul l)eift: 3)a6 drgcdt(^c l'eBcu unb 
fd)recfltcf)e Gnbc. D. Johann is Fausti. So lüirb Qud) biefeä 
Fausti gar offt in ber gebend = 23efd)reibung feinee öermeinten 
Famuli G^riftop^ "JÖac^ncre, meiere 2In. 1712. 3U 23erltn ge* 
brucft, gebad)t. Slüein eö [inb in biefen 2. 33itd)ern fo ütel bnmme 
unb mit einanber [treitenbe (Sad)en entl)alten, ha'^ man folc^en 
D^nmoglic^ Sei}fall ertl)eilen fan. 9)kn !an alfo oorgebac^te 
ie.htnQ'' S3e- [275] fd)reibung Fausti mel)r oor eine aüentljalben 

416 



184 
1714. Xeu-erötfnetes Museum, I 

3U|ammen gcftoppcite ?s-abc(, alö üüv eine uuibre 0)eicl)tct)t l)alteii. 
S^tefeei 311 enucifcu, luilt id) öa^ üoniet)mfte, 10 uoii Fausto i^e= 
fachet unr^, iiiiteri'iid)oii iinb ^cffclI Uiigriini) ^cit^cu. ^ii bicfeiJ 
gcfd)el)cu, fo iinvt) bne aiibcvc lcid)te üoii fid) jelbft mecjfaUcii. 

^.Hiitäuoilid) i[t Der Wcburtbe^Crt eririd)nten Fausti c\ax icl)v 
fticitit]. X'eun einige moUen mit Johanne Alaiilio Collect, p. 38. 
er fei) gn MiiuMiui^cu, einem ^täbgcn in ed)maben, ßebol)ren; 
anbere fagen, e^ fei) gn tKol>e in 3A>eimarifd)en ; nnö iineberum 
anbere, eo fei) ^n 2'üUn)ci?cI i3efd)el)en. 3Bem ift aber nun t)terbei) 
3u trauen V Manlius fd)reibet: @r l^abe it)n felbft gefannt, iinb fcij 
er nid)t iiu'it uon ü)m l)er geioefen. Hub befuuegen fd)etnet er 
aud) ben beften Ölanben ^u tierbienen. 21>iebmann hingegen faget 
in ber ilsorrebe feinet^ ^nd)ö: 6eine ^}JJei}nnng lyäre auö beiu 
red)ten Original. nield)ey Fausti Famulus feinen Js'i'cunben ge= 
roiefen, unb bae in einer alten i3ibliotbee bei)be()alten luorbeu. 
Hub fo müfte biefee n3al)r fei)n. i^on ber erften ''}3tei)nung mollen 
lüir 3um @nbe u ufere (^ebanrfen eröffnen. 5)ie letue fommt mir 
beemegeu nid)t glanblid) nor, meil a) bie 33ibHotf)cc nid)t ge= 
nennet, mo biefee l)errHd)e MSC. auffgel)oben luorbeu, unb auö 
iiield)er eö ^^Jibmaun befüinmen. b) vioÜ ee giuar Fausti Famulus 
feinen ^vreunben gemiefen t)aben. ^XUein iner aiaren biefe ^-reunbeV 
[■276J ^)tal)men ftel)en gmar ba, wer aber biefe £eute fonft ge= 
luefen, ift mit feinem 3i^orte gebad)t, uield)eö bod) nDtl)menbig 
l)ätte gefdie()en foltcn, moferne man ber £ad)e üöUigen ölaufaen 
bei)meffen folte. 5)enn fonft inolte td) mir üia[)men gnung er= 
bid)ten, meld)e biefee ober jenee gefef)en ()citten, irenn man nur 
nid)t and) fagen müfte, luer biefe ßcute gemefen. Uberbiefee« ift 
c) gar feine 3^it angemerifet, lüenn er gebol)ren luorben: 3lber 
biefe inöd)te ben Ungrnnb befto metjr entberfen, aieöuiegen foId)e 
inel[eid)t iiiol)(bebüd)tig lueggelaffen. 

eo nngeini^ aber bie ?tad)rid)ten oon feiner Öebnrtl) finb, 
eben fo nnrid)tig ift aud) bie -1tad)rid)t öon feinem i^eben unb 
3;()aten. CDenn mau giebet giuar oon t()m oor, er i)abc in feiner 
3ugenb Theologiam ftubiret, oon luelc^er er fid) aber gum studio 
Medico geirenbet, unb enblid) gar in Doctorem Medicinae 
promoviret. ^sebod) man fraget t)ierbei) ntd)t nnbillig. '^^0 ift 
t)enn biefe^ gefd)ef)en? 2)te Sebenö*58efd)reibung Fausti faget 5iuar, 

Tille: Faustsplitter. 417 27 



I 



184 
1714. Xeu-eiöffnetes Museum, I 

er l)abc 311 o^ngoIftaM studirct, wo er in Doctorem promoviret, 
^anu■)lt ift allce [tiUc. t^)lcicl)iuol)t aber mu^ fein 5fa(}me mit 
einem öroffcii D. verbrämet, unb Doctor Faust geueimet merbeu. 
^^\m mirb er [id) ja nid)t felbft bar3u ö^inad)ct liaben. äßäre 
aber bie ^ad)c gemi|>, fb mürbe mb()l in bem geriil)mteu Original 
bce Fausti etuige Ohid)rid)t 311 fiiibeu gemefen iei)n. .spat er aubere 
nid)tomiirbige l^um^uMi=.späubel auft= [277J ge3eid)net, mariim beuu 
nidit aud) biefee? 6'in Doctor mar bbr ein paar l)iinbert ^afireii 
etmaö grbffee. T'cnn ee maren berfelbeii feine fo grbffe ^Jlenge*) 
mie ie^o. 3!\>iirbe alio ber imn 0M)rgeil3 fe()r befd)rte()enc %a\\]t 
fold)Cö in feinem l'eben an^umercfen nid)t öergeffen ()aben: ;>d) 
l)alte banneniievb baübr, eö i[t iüld)ee Obn Freudio in feinen ®e= 
miffcny=^-ragen bon ber ßflit^*^^'^'). P- -^'^ iii^ö bem feel. Johan. 
Georg. Üteumann in feiner Disput, de Fausto Prsestigiatore c. 2. 
§ 15. mit gntem ')ied)t geldngnet luorben. @b fd)iiften fid) andi 
feine bbrgegebenc 'if)aten unb .spanbinngen fef)r fd)led)t bbr einen 
Doctorem. X'enn balb foÜ er ein Auber .*peu gcfreffen ()aben; 
6r mn^ gemif? ba^umalil fe()r ()ungrig gemefen fei)n, meil i()n fein 
Mephostophilus nid)ty befferc gebrad)t:) balb mirb er 3U einem 
')ibf^'2;äufel)er, balb gar 3u einem (Ed)meiu=.s>äubler unb ^Treiber 
gemad)t, me(d)ee allei? fid) mit einem Doctore unbergleid)(id) 3U= 
fammen reimet. 

[•278J 3Bblte man einmenben unb fagen, er fei) ein DJienfd) 
gemefen, ber feine gebül)renbe (Stire menig, ober gar nid)t, in ad)t 
geubinmen. ^lUein biefen (äinmurff mieberlegct bie angefitt)rte 
£ebene=!:öefd)reibung Fausti felber. 2)enn rate bielma^l mirb ntd)t 
in berfeiben feinee ungemeinen (ä()r=@eil3eö unb StoUiee gebad)t, 
me(d)ey aud) ale bk bornel)mfte Urfad)e augefü()ret mirb, meemegen 
er fid) bem Satan ergeben. (5"r mblte gerne met)r fei)n, mef)r 



*) ($ö ic-^cinct il)vcv yieleii l)eut 311 iaqc dnuvi nnntberltc^e§ / bai] 
mamlier C»3elc()rtcv beii einma()( erlangten Doctor-Titul irieber roecj läffet. 
Sdleiu / ba biefc a\\ ficd felbft eMc löiirbe / wegen uielev .OaIb'Wele()vtcn 
jo |iif) biefelbe cvtauffen faft noiad)tliil) werben lutU lü ift es gleid)iüol)l 
fein groijes 3S>nnbev. 2^enn nunnie[)r ()eift e§; boc^ id) inill e§ lieber mit 
beö bevü()niten Huklric-i Hutteni Sorten ausreben: Doctorem esse oportet 
nunc, doctum neqve necesso est, neqve omni[n]o aliqvid est. Vid. Ej. 
Satyr. Xemo. p. 10. 

418 



1H4 
1714. Xou-eröffiietes Musjcum. L 

iiiiffeii iiiiL) nerftclicu, aii> alle a^^c^•c l'ciitc. ^oUc alu'v 11101)1 ein 
fo (5-()rt-\etl3{i]ev ''Utaiiii einen @d)UieintveiLier aLnieiH-ii etlid)e iiH'nige 
Ifinler ^a^nl•d) ^ii uerbienen, baö tft fd)merlid) 511 ßlaiiben. "ab-- 
fonberlid) Da er ja in jeinem 'l-^iinbnif; mit Dem ^atan fo oiel 
i^klb Derfpvodien befommen, alö er braud)en loiirbe, iiuie Ijätte er 
aljo nbtbiii tiebabt, alo ein 3io^= ober ed)Uiein=.s'-^änbler, anf benen 
■Wärcften bernin ^11 lanffenV 

0(id)t meljrern Wlanben nerbienen feine anbere Hinten, ^s 
mirb gar offt i^emelbet, P^uistus Ijabt feine ilünfte gerne iier= 
fdiiuietien cjelialten nnb feine '•j.Hiffen iüd)t einem jeben fe(}en laffeii, 
bnmit man il)n nid)t oor einen ^(^tiberer l)alten mbd)te. 3ft benn 
aber bie Dermeinte Önfft='3aöt 'bie miniberlidie 2d)litten'Aartl), ber 
'Kitt anr bem 'ii^einfaffe any einem 'il>ein=^\'tler in Seip^ig ; nnb 
anbere bergleid)eii edd)elgen beimlid) ober im tSarfe i]efd)e()en? 
STber babeii ee nnr allein fold)e ll^ente fef)en fönneii, oon meld)en 
Faustiis nerfidiert gemefen, ha^ [ie p-^79J il)n beemegen oor feinen 
.•pejren-llieifter balten unirbenV Tber ee f)aben foldiey oielteidjt 
nnr bie eonntagy^*>linber, mie bie liebe Cnnfallt meinet / fel)en 
fbnnen. Otad) benen llmftdiiben, fo in ber V'ebenc^'ii5efd)reibnng 
Faiisti oorfommen, muffen ei? aber alle fiente gefe()en baben. 
2)iefeo ift aber bem oorigen, baf^ Faustus feine Äünfte gar f)eiinli(^ 
gebalten, fd)nnr ftrarfe jn luieber, uneberf|n-id)t nid)t einey bem 
anberen, nnb bebet nidit einee hav anbere anfV 

3nbem mürben bergleid)en i^offen nid)t fei)n gebnltct morben. 
3Seld)e CSf)viftlid)e Cbrigfeit mürbe uiol)l fotl)anc 8ad)en, bie üon 
i{)m er^eblet luorben, obne eine gebübrenbe Unterfnd)nng nnb ^e= 
ftraffnng berfelben bingeben laffenV ^enn ba^ biefelbe an» ben 
^Irdfften ber ^tatnr nid)t ()ätten bargetban nnb eriinefen merben 
fönnen, ift banbgreifflid). ^arnm bdtte man ibn ja billig fragen 
Jollen, anö mac oor ?i3tadit er foldiee tl)ue. SDaip er aber biefert 
iregen an einem Trte ^nr 'Mcbc gefe^iet morben, luirb mit feinem 
SBorte gebad)t. Maiilius am angefübvten Drte faget 3mar, er 
mdre am 2ii>ittenberg entraifd)t, ba ibn ber .'perl3og oon Sadifen 
Johannes ()ätte loollen greiffen laffen. ^ii>ibmann t)ingegen meinet, 
er babe orbentUd) in :i^^^ittenberg bic^ an feinen %obt gelebet. 2)ie 
SBittenberger bingt'gt'n luiffen oon biefen allen gar niditc\ 'il^er 
fiebet aber bie'ianc nidit ben Ungrnnb ber eadieV 

419 27* 



184 
1714. Neu-eröffnetes Museum. I 

2ao,ct ienianb, man liabe gleid)auil)l utd)t [2.s()] gäulUid) an 
^c^cll J^ateu Faiisti 311 ^iiH'iffelu Urfadie. 5)enit tag er aiiff 
einem 3i?ein=B'fl[K a^ö einem i]eun[fen Heller in Seip^ig cjeritten, 
fönte man nod) mit einem in foli^em ileüer betinbüd)en (5jemäi)lbe 
Licmeifen. ^d) ijaitc aber barnor, mofcrne fonft fein beffcrer ^e= 
mei^sC^'h'nnb i[t, ee iinrö biejer ^)3?at)lerei) iiicßen id)merlid) iemanD 
yerftänbicjcc^ ber 2ad)e beijfallen. 3}enn lyenn alle c]emai)lte 
33ilbcr müften ma()r jet)n, mac nor bnmmeö ßeng mürbe man 
ine'fünfttißc ^n c]lanben l)aben. 2)ie i^-abel, i)ai^ Faustus bem 
Äüijjer Maxirailiano Alexaiidrum M. nnb beffen @emai)lin öer= 
gefteüet / tft bereite öon bem feel. 5tenmann in ani3efiil)rter Disp. 
nnterinc^et nnb mieberleget. Slug biefer ift öicücidit bie anbere 
entftanben, er {)abc 3n ©rfuvtf) über ben Homerum gelefen, unb 
bie barinnen gebad)te @ric(^ijd)en -N^elben in 4>erion üorgeftellet. 
Gine elenbe ^-abel nnb altee ii>eiber='i)}?äi)rgen ift e^ and), ba^ er 
mit bev i^m Dom 2enffel 3nge|ü()rten @ricd)iid)en ^elena einen 
(Bof)n Justum Faustiim ge^etiget. 'Sae Don feinem Mepliostophilo 
ober Spiritu familiari 3U lialten, mögen anbere uuterfnd)cn. 5}iefey 
ift mol)l geiin§, ba^ fold)er an mand)en £rten in bev offt an= 
geführten !i'ebenc^=23efd)reibnng Fausti. gar 3U einem ;Sitten=Sel)rer 
gemad)t mirb, melc^ee fid) aber mit fetner '^serfon nid)t gar mo()l 
3nfammen fd)icfet. 

(Jnblid) mirb yon bem granfamen unb fd)rerflid)eu Gnbe 
Fausti üiel gefd)rieben, aber wenig [281] bemiefen. Denn ee ift 
meber bae ^a^x, menn ee gefd)el)en, nod) ber Crt, mo eö ge= 
fd}e^en, angemerrfet. fiad) ber gemeinen Sage müfte eß gu 23vabe 
einem X'orffe an ber (älbe bei) ^iöittenberg gefd)el)en fei)u. (Se f)at 
aber bie 0(id)tigfeit biefee 3sorgebeny offt gebad)ter feel. O^eumann 
Diss. c. :l § 8. beutlid) gemiefen. Man fiel)ct bemnad) anc 
allen angefül)rten, ba^ man ber 'Bad)C gar nid)t ^n üiel tl)nt, 
menn man bai^ l'eben offt cnDe()nten Fausti entmcber mit bem 
Gabr. Xaudseo in Apol. c. 15. p. 149. ein Roman Magiiive, 
über nad) feinem orbentlid)en Urfprnnge, eine ^nfammen geftoppelte 
?5abel nennet, äßer Suft unb ßeit l)at, mel)r oon biefem Fausto 
3U (efen, finbet fold)eö über angegogene 23üd)er, in Hoiidorfi*. 
Prompt. Exempl. ad. II. Pr»c. p. 167 .lolian Wieri Ep. 
p. 687. seqq. Delrion. Disq. Mag. L. II. q. 11. Meigeri 

420 



Ift4 
1711. Xeu-eröffnetes Museum. 1 

Nud. Hist. Lil). YII. c. 18. Voetii Part. III. Disp. Sei. p. r)8<). 
Thomas, Disp. de Schol. Yagab. § 28. Struvii Bibl. Antiq. 
Mens. ,Iun. 1706. p. 232 seq((. icnl^eln in ber curieiisfu Bibl. 
8. Fache bc^ 3. Rep. An. 1700 

"lilun jaget man ^luar im ijcmciiioii eprid)iiiovt: Fanui nihil 
temere spargitur. 2olk man beitu mof)l öou einer (Sacf)e fo 
Diel '1ieben6 nnb Srf)reibenö madjen, menn qüv iiid)ty barau märe? 
Csebod), et^ t[t aiid) bao aiibeve @pvld)Uun"t befannt: Fama mendax 
in majns omnia extollit. ^a^^ ®cid)rei) mad)t aüemabl d\K 
8ac^e gröffer / a(e fte an il)r jelbft i[t. llnb anf [282] biefe 
2Beife ift ee and) luobl mit ber 53ebeno=33e]d)reibnnc3 Fansti yi= 
gegangen. 60 fan iei)n / ha^ ein gcmiffer Sanb^33etriigev ^n 
Manlii .Reiten gelebet, meld)er Fanstns geneunet inovben. Davnin, 
iine mir oben gefaget, id)einet Manlins gnten ©lanbeit ^n ner= 
bienen. Tb ibm aber bie jenigen Ibaten alle ]u ^njd)reiben, 
meld)e il)m nad) nnb nad) angebtd)tet morben / ift eine anberc 
is-rage meldie man am tüg'^'^)!"^^'" ^^^^^ '•^^''ii^ beantroorten fan. 
ßmeiffelö Dl)ne ift bie 2ad)c alfo gemefen: äo balb an einem nnb 
bem anbern Drte jeneo Fausti 3lbentt}ener befannt morben liaben 
fid) anfänglidi bie ^ent()e f)ödiHd) barüber nermnnbert. .spernad) 
[}aben fie allec aninberlid)e ßcug, fo ibnen nnr ju £l)ren fommen, 
Fan.<t() bei)geleget. (^•nblid) ift angefüfirte Sebeny=-Befd]reibnng 
Fau.xti, t^eiki Don erbid)teten ■ t(}eil6 non anbern bnmmen ^)änbeln 
jnfammen geflanbet morben. ''3iid)t anberc, alö mie et^ mit bem 
ifeben (<"-uIenfpic(;el6, ber 3cf)ilt»büri^cr, ("^raff ('♦niutbevc', nnb 
anbern bergleid)en .v^elben jngegangen. 

faul merben int'gemein anc^ nod) einige ^üd)cr bem Fan-sto 
3ngefd)rieben. 2l(lein co finb biefelben iiiol)l uon einem ober nnter- 
fd)iebenen Betrügern blof^ nnter biefen befd)riel)enen '?tal)men 
lieranö fommen. Tenn meil bodi bie ii^elt gemciniglid) anll be= 
trogen fei)n, fo finben fid) aud) immer l^ente, meld)e fie betrügen, 
ba man nnn non Fausto nnb beffen .fünften fo niel i^iebene ge^ 
mad)t, fo ift ee einem ober bem anbern [283 j leid)te gemejen, 
nnter Fausti Ttatimen einey nnb bac^ anbere 3ufammcn ^n fd)mieren. 
Unb meil ber Vente nidU menig gemefen, fo ane einer nnbefonnenen 
Jborlieit, nad) biefer fanbern '^(rbeit geftrebet fo mögen fid) anc^ 
{)ernac^ bie fd)önen ii^errfgen^ immer oermebret l)aben. 3^) f)alte 

421 



185 
171"!. Daniel Dost: Eruditi Spirituum Familiarium Usu Suspecti 

and) btiüor, memi einer iiod) ()ciit ^u läge etiime unter Fausti 
Dtal)meii I)erauö gäbe ec müröeu fid) me^r .^däiiffer bar^u fiitben, 
a\§ ^nr ^ibel ober einen nnbern guten Sudie. $)enn menn man 
nur in bemfeltieu aUert)ani) bunifele Sieben, l)albe unb ganhe 
Circul, mand)erlei) feltinme figuren, unb anbere Oiarren=^^ioffen 
antreffe, ol)ngead)t ber Auctor berfelben jelbft uid^t geiintft, raaö 
fie f)eiffen follen, fo mürbe man bod) barauö gro^ JCnmber mad)en. 
3}erg!eid)eu Urfprung 'merben auc^ [moi)! bic gerü()mten Süd}er 
Fausti liaben, meld)e nornebmltd) folgenbe fei)n foKen: 

1. Praxis Cabalae alba? et üigrae. 

2. Miracul- unb SBunber=';Bud^, genannt |ber .*pö((en=3wa"g- 

3. Praeticirter ©eifter^Biüang." 

4. 2d)marfeer ^tof)ren=5tern. 

5. .v)aupt= unb Äunft=:öud), i. e. aüer Cabalisten unb 3i>eifen 
Fiuidaiiiental-Praxis ^ur 2el)re, in geheim feinem Diener 
Gf)riftopt) ii>agnern binterlaffen. 

(). @aucfcl=iaid)e. 

Snnbalt Der üierbten Ceffnung. 

II. 3_^ernünfftige ©ebancfen über bao ßebeu bee beruffneu 
ßauberere Johanuis Fausti. 



185 

1715. Daniel Dost: Eruditi Spirituum Familiarium 

Usu Suspecti 

Praeses: Georg Christian Wagner. 

a — h 

A et fJ. Eruditos. Spiritvvni Familiarivm Vsv Suspectos, 
Dissertatione Literario-Critica Percensvervnt Eandemqve 
Svperiorvm Benigno Indvltv Plaeit» Ervditorvm Ceusvrae Svb- 
mittent Prseses M. Georg. Christianvs Waguervs. Cygn Misn. 
Et Respoudens Daniel Dost, Hermsdorfo-Schoeub. Theol. St. 
H. L. Q. C. Die XXI. Decembr. A. 0. R. M.DCCXY. Lipsiae, 
Litteris Schediauis. 

422 



18«) 
1715. rrkundio. IT (1875) 

a) p. 24 

§ XIX. .10. FAVSTVS. fiiinu.sis8imii.s nernVi 
... . . A'T7/. 

siii pryestiii,iator. niuis persouam et vitam cuiii , ,, 

(luibusdani pro tabula prorsus liabere eqvidem 

iiohimus, pluriiiia tarnen intermixta falsa cum Xaudjeo a.) et 

B. Xeumanno Vitebergeusium olim Theolugo A.) merito puta- 

raus. Ejusdem cominatis procul dubio est. (piod alii diabolum 

ipsi sub forma cauis uigri. alii sub forma Monachi familiärem 

triliuere soleaiit. ((uem mimi iiostri. (pii choros suos per vicos 

aguut. Mephistophilem pleruimpie uominare consueveruut. 

Canem nigrura, diabolum iucarnatum ex Cornelii Agripp« 

superius adducta historia liuc translatum putat Neumainuis. 

c.) Fabulam autem de Monaebo diabolo, (jvam M. Laubius 

et Clodius adducuut, d.) hactenus plane adi^n.TOTor : nee a 

B. Neumanno. aliquoties jam laudato, qvi omuia diligenter 

de Jo. Fausto exeussit, memoratam intelligimus. 

b) p. 46 

Ita omisimus Christophorum Aurigarium, quem supra 
citati h) M Clodius et M. I.aubius diabolum Septem annos 
sub forma Simi;e circumduxisse iiarraut, eumque cum Jo. 
Fausto conjunctum in eruditorum uumero habere videntur; 

l.S(> 

1715. Urkundio, II (1875) 

^rfunbio, ^Beiträge 3ur üatevlänbifdieu Wei'd)id)teitorid)un9 
tioniefimlid^ auo bev norbaie[tItd)en vEd)iiiei3. Operone gegeben uom 
^i[toriid)eu inn-elu bee Äantouy e^olot()urn. ßiueiter ::8anb eolo= 
t()iirn (1875) iDec ßiiieiten ^ßanbec ^ineiter I()eil. 

a.) Apolog. c. 15. p. 419, 

b.) Disserfat. de Fausto ProiStigiat. c. III. .^'. J. S. Yitemh. 168H. 
c.) ibid. c. IL § 9. 

d.) M. Laubius de peccaf. Erudit. p. 12. ^) ei Clnd. L>isserfat. de 
spirif. famil. ,<•' YII. 
b) § 19. 



') ^u ^Ji^irflidifeit ftedt bio 3tcUe p. 1'.^ -20. 3). .ö. 

423 



187 
171H. Georg Andreas Agricola: Versuch der Universalvennehrung 

^yieue^sche Reiss-beschreibung (des MiDoriten Georg 
König von Solothurn herausgegeben von Dr Jacob Bäelitold) 

e. 74 ßintrag üom '2'2. Juli 1715 

22. Nachmittag wurd im spihlhauss unter dem titul leben 
und todt Doctor Faustus vorgestellet: unter anderen ein koch 
hervor käme, der alles, wass zu einer taÜVl gehört, tisch, 
stuhl, blatten mit speissen etc. aus dem sack gezogen. 

187 

1716. Georg Andreas Agricola: Versuch der 
Universalvermehrung 

a — c 

Heu- uub nie erl)örtev l^o&) in öcr 9latur unb 3>enuinfft 
SSolilgegrünbeter S^erfud) 2)er Universal-^txvi\t{)X\\\\i^ 3ü(er 33äume, 
Stauben, unb i^lumcu=(_yeiuäd)fe, T'ae erfte ma()l Theoretice alö 
Fractice experimeutivet, 3(uc^ mit Unterjd)iebencn raren ^npffern 
aueßejieret, 3?Dn ©earg 3lubrea Slgricola, Philosoph, et Medic. 
Doct. unb Physic. Ord. in 9iegcnjpurg 3Yr fi'VCf)t6aren ßelt, 
aU ®?:ttee vVelfe C^iVete Die Äällfer=iBYrg gV Wien Yer= 
gnVegt YerMef)rte. ?]?it .»aönigl. ^M\. in X^ü{\k\\ iinb (S^urfl. 
■X'urdVL gu 'B(\<i)\. aüergnäbigltem Privilegio. :1tegenf|nivg , ge* 
brucft mit i^e^ifdien Sdirifften, 1716. Unb in Commission gu 
l)aben 3" -fiP'^iS- tieij ^sof)ann Theodoro Boetio '^m 2'urd)= 
gange bee Ovalhlianfee, in ber Boutique gum Contoir-ßalenber, 

a) e. U 

Uub beromegen meil id) ba^nmaf)! ganl3 feine reflexion anff 
ben id)ne((en -Alug ober Sad)ctf)nm ber ^änme mad)te ' \o !am 
es mir ief)r ^panifc^ unb frembe uor: bejonberc^ alc einige Passa- 
geurs auft mein ßimmev famen unb meldie ^lu^iöl^'i'^ ^^^^^ 
Säumen mitbraditen mit freunblid)em @r]udien unb Sitten ; 
id) möchte i(}nen nad) I^arlcgung gebiif)venber vid)n(bigfeit biefee 
Steftlein fo f)od) iüad)ieub mad)en ha^ eö hm 3tuben=3^obcu 
oben auf erlangen möd)te. Jdl imifte nic^t luie id) mid) in 
it)ven Discours finben müfte; jebod) üerfe^te trf) / ob jold^ee if)re 

424 



187 
1716. Georg Andreas Agricola: Versuch der Universalvermehning 

iitaf)r()aftte Intention uni) ''3Jtdiuuui aiid) '^Hniaiu^cii üoii mir 
fülcl)ee 3iifef)en aiciro'^ eic replicirtcu mit "sa. 3i>omiiff id) anU 
mortete uub fachte ba^ id) nid)t D. Faust uuxve / fonbevu D. 
Agricola. 2sc\k\: iinifte ]\vav mit beiu ficinen J-ul)rmerrf micber 
bie 9iatiir 511 operircii; id) aber operirtc mit / uub nid)t iinber 
bk Diatur. Uub mit(}in jd)iebeu mir iu cjutcm üou ciiuinbcr. 
b) e 117 

Sectio 111. 
Cap. I. 

De nova et artiticiali mira multiplicatione nniversali arbornni 

frnticum et fiorum 

3>on bcr 11011= uub fiiuftlid) eriunbeiieu l'iiiversal-'^scrmo()ruiu;t 

aller '>3äume ' stauben itnb 23(umeu=®emäd)ie. 

>^ 1. 
6@ folte gmar '^liemaub uad) genauer Uberlctjung 311 beftraffen 
fcQii / meld)cr fatjcii mürbe / ba|l bei) ctlid)en Seculis l)er bie 
eble / rare uub uiil3lid)e 3^lM[fen|d)affteu uub ^lüufte hm l)üd)[teu 
©ipffel tl)rer perfection erlautjet t)abeu; fo ba)^ ee bei) nai)t baß 
5luiel)eu tjemiuneu mil( / ale molteu mittler B^it bie Ä'üufte bie 
9iatur meifteru / ja jelbige iu uieleu i£tücfeu übertreffeu: uid)t6 
befto meuißer (affeu bie groffeu S{eb()aber iu ber füffeu (^"rforf^uug 
ber uatürHd)eu X^iucje uod) uid)t nad); jouberu bemii()eu f\d) ie 
läuc3er je me()r / uub auf alle 5l\>eije uub äL>ege / mie [ie bad= 
jeuige / mo [ie [iubeu uub [el)eu / ba"^ bk dlatnx etwaC" auge= 
[äugen iu il)rcr Operation aber [tili [tel)et ; burd) J^-lei^ ,' 53tü()e ' 
Slrbeit uub Äuu[t perfectioniren / uub 3um l)öd)[teu gracl ber 
ä>Lillfommeu()eit briugeu miigeu; al[o ba]] eei bei) bem philo- 
soplii[d)eu 3(ue[pruc^ ieber3eit bleibet: Ubi desinit natura, ibi 
incipit ars. mac bie "ilatüx au[äuget / bai^ bringet bie ^uu[t 
burd) biefelbige 3U (äube. ^'bmol)l aber maud)erlei) ^üu[te uub 
Si[[eujd)af[teu iu bcr ^K^dt be[iublid): [0 mu[3 mau [id) bod) uid)t 
tred)er :ii>ei[e iu alle uub jebe al[übalb eiula[[eu; [ouberu mau 
nuiB [ie prüreu. '^aim cv giebet [old)e äi>i[[eu[d)af[teu / bie einem 
ma()reu (if)ri[teu 3U mi[[en uid)t 3u[tel)eu ' [ouberu nor bmeu er 
[ein .s^erli luobl nerroabreu [oll. ^auu ee i[t 3U iiii[[eK ' ba^ 
teu[ii[d)e Äiiu[te iu ber 2i>elt regireu: mie bauu [olc^e magia 

425 



187 
1710. Greorg Andreas Agricola: Versuch der Universalvermehrung 

(liabolica ober 3;eutel^^*ilünftc am .^oiiiölicl}en S^o\e hei^ Pharaonis 
in nollem >2cl)aiauge gtenc^c; [11 SJ maffcii Me cacoda?monijd)e 
Magi fir nnb fertig lyaren / alfobalb ihre 8täbe in edilaiigen 
^luiermanbelu. Uiib luie raufte iiidit bte alte -s^ere gu ßnbor biird) 
ßauberei) / auf Sefe^l beä Äönigö @aul / ben lieben Samuel fo 
fiinftlid) l)ernor ^lu bringen! ^a ^ i^'^^ ^^o" bem befannten 
D. Faust nid)tc jagen / ber ben beuten alfobalb bie oortrefflidiften 
33äunic mit ben angenel)mften Js'ntd)ten [)eriior brad)tc uub ^u 
allen ßoiten {l)ncn wad) tl)rem 3?erlangen felbigc raad)fenb mad)te. 
hinein fie l}atten feine liceuz felbige an^uriifiren nod) bie Avud)t 
ab^ubredieu: mann aber raelrf)e betmltd)er 'J\>eife fDld)e abriffen / 
fo 3ogen fie fid) allezeit bei) ber 'Jtafen; ober fd)nitten fie bie ?s-rud)t 
l)erunter / fo fd)nitten fie fid) in bie 9Uifen ' ha^ il)nen ber rott)e 
>Eafft über bte ^Saugen l)erunter lieff ' uub raae bergleid)eu 
2eufelei)en me{)r oon i()m er5el)let raerben. 

c) 

2)eg 5^eu= uub nicerl)örten ©od) in ber '3latur unb 3>ernunfft 
'^ml)lgegrünbeten 58erfud)ö ber f/n?'^-ersf// Ssermebrung 3Üler 33äume, 
Stauben, unb Slumeu=(5!)eraäd)fe l^lnberer S:()eil, darinnen TiO<i) 
unterfd)teblid)e ueu=erfunbeue 3?erfud)e, raeld)e in bem (Srften ibeile, 
raegen oieler Üccupatiouen unb Sim%e ber ^eit ^uri'ufe geblieben, 
nad) bem -Auubament ber IX. Jabell , famt bem 3luc>f|.irud)e, 
raeld)er unter allen ber red]te, geraiffe, fid)erfte, raal)rl)affte uub 
unbetrüglid)e SJeg 3U ber üniversal-i^ermel)rung, bei) na!)e aller 
Vegetabilien fei), barauf mau fic^ 3U oerlaffeu, unb luoburd) 
'i!?tilber, äßeinberge, unb rare @arten=@eraäd)ie reid)lid) uub uu= 
gemein üermel)rt raerben fönnen, befinblid), uub raeitläuftig be» 
ld)rieben raerben, 5)iit unter]d)iebeneu raren Alnpffern aukjge^ieret, 
aud) mit einem oollftänbigen 'liegifter über beijbe ilbetle Berfe()eu, 
üon @eorg Ülnbrea 3lgricola, Philos. Med. Doct. Et Phys. Ord. 
in 9tegenfpurg, 'Utit .Honigl. iH-)l)lu. uub (Ef)urfürftl. Säd)fifd)eu 
allerguäbigften Privilegio. i^,n 3.krleguug bee Authoris, unb iu 
Commissiüu 3U l)aben 3u i^eip^ig, bei) ;sot)ann Theodoro 
rJoetio. 1717. 

3^ollftänbige6 9'tegifter über bei)be It)cile. a bebeutet bm 
erften uub b ben auberu Il)eil. 

426 



188 
1716. (t. A. Agrieola: Kurtzer Bericht v. d. Urspr. d. Universalvermehrunof 

Unter ?3-. 

D. 15^auft l)at mir Dem fleiiteii Aiil)niicvrf foiiueu iniu3e()eu ' 
unb ijat bcit ic()nellen ■©ad)etl)um Der i)äume buvd) .'öevevei) ^iniiccje 
gelimd)t U. a. 

.v)lftoiia baiuHi - 118. a. 



188 

1716. Georg Andreas Agricola: Kurtzer Bericht von 
dem Ursprünge der Universalvermehrung 

^iui3er Sevld)t uou bem Urf|.ininge 2)er neu= iiub l)ü(^ft^ 
miUbaren Universal = iserme()nmg 3lller 33tiume unb ©tauben^ 
©eiüiid)ie 2)e6 ©eorcj ;Hubreä iHcjricolä, Phil, et Medic. Dort, nee 
uoii Phys. Ord. in ber A-rei)eu ^tabt O^egenfpurcj, 5)?it ber}= 
gefügten Urfadjeu, 'iiNarnm ber Autor biejea neue luveiitum el)er, 
de er ]old)eö etlid)e ^sa{)v .^nuor genngfam practiciret, ber ganlien 
SBelt communicire unb funb mad)e. ^sngletd}en viinb bie Re- 
spoDsiones unb 3lntmorten auf bie unteri"d)ieblid)e proponirte 
Objeftiones unb fragen ber .^lunft^uerftänbigeu Öarten''l?tebf)aber 
beiigebrurft uun-ben. ©ebrurft nad) bem :liegcuipurgifd)en O^emplar. 
£-etp5ig ^u I)aben im 3)urd)gange bee :)iatl)()aujee in ber Boutique 
3um Coutoir=Äalenber, 1716. 

S. 20 

Gc jd)einet aber, ee tr)\{{ me()r unter biefen ("»jebaurfen uer= 
borgen jenn. 3?ielletd)t ftet)et man mit btejem lyreunbe, meld)er 
öor menig lagen bei) bem Autori ^ngeiprodien, in gleid)er 9}?ei)nuug, 
ber .slünftler miffe auv einem fleincu 3tämm(ein aljobalb unb ge= 
[id)ter :?lugeu bind) .'öülffe feiuee yveuerc unb 3Iumise, einen fo groffeu 
i^aum ^u mad)en, fo etma mo()( gar ben ."öimmel beftürmen möd)te. 
2Ü(eiu bar^u gcl)bret beö D. Fausti feine groffe .!^unft, mit meld)er 
ber Autor nid)te ^u tt)uu f)at. 



427 



189 
1716. Sonderbare Gerichte Gottes 



189 

1716. Sonderbare Gerichte Gottes 

Üic foiuVnbaren ®erid)te ©ottce / Beld)c \\dj AnnoMDCCXY. 
:3,n bcr .'öeilit]cn C51)rift=Tiad)t ,3anjd)en ben 24. unb 25. Decembr. 
styl. uov. ^sii einem Weinberge 2)er 3i>e(tt>erü()mteu Stabt ^cna 
an einem Studioso Medicin^e, unb gttjet) üenregnen Manien / 
ereignet, 9J^it anfvid)tig4)i[torifd)er ^eber unb eingeftreuetcn 2et}ven / 
entmovffen. Oiebft einer ginnreid)en llberfdirifft über biefen 
tranrigen Casum, ßu finben im Äauffmanniidieu ^Jaben an ber 
Äird)e. 

6.(6) 

(2on[t !)ält bee eatan^=9}?ünl3c bie (^)elb^isrobe nic^t ans, 
benn mae er anbern ii^euten entmenbet, nnb jeinen lieben Wetrenen 
idicnrfet, ^erfUeiiet luie hae ©nt ber ©ottlojen, unb verrinnet mie 
©affer, wat^ er aber felbft bnri^ ©aurfelei) präget, ift nod) geringer 
alö etiemale ha^ 2;i)üringifd)e 3Bipper> unb .^upffer=@elb. ^enn 
menn D. ?yauft beii feiner 3ietfe in benen ©aft^.'ööfen mit fd)önen 
®elbe begaf)(te, öennanbelte fid) folc^ @elb nad) menig ^lageu in 
(Steine (^)Iae, .porn, ^^cagelfi3pffe unb bergleid)en. 

190 

1716. Wahre Eröffnung der Jenaischen 
Christnachts-Tragödie 



fa()re (vröffnung ber ^senaifd)en (5(iriftnad)te*^ragöbie Cber 
(>)ritnblid)er unb Actenmä^iger i^erid)t l^on ber fonberba(]ren 
unb ()öd)l"tbetrübten ^egebenl)eit, S^l^eldie in einen ' ber Stabt 
^sena uaiiangclegenen 2lseiuberg^=.späu^gen Diit brei) '•iserfonen ■ 
So bie Weifter / 3ur ßeignng einee eingebilbeten 2d)afeee citiret 
nnb befd)mobren / 5i» ^^(^¥ l'^^-"^- ^'^ '^^^' C^fii"iftnad)t